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Alt 30.06.13, 03:45   #31
rec
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Der General-Anzeiger fragt allen Ernstes, warum das Gebäude Mäanderbau genannt wird? Der Redakteur hätte sich mal dieses Bild anschauen sollen. Der Grundriss, die GIZ baut den südlichen Gebäudeabschnitt rechts, zeichnet die Biegungen eines Flusses nach (zugegeben, im 90°-Winkel).
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Alt 30.06.13, 12:32   #32
Joams
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Bei aller berechtigten Kritik am GA: Manchmal denken sich Investoren und auch Architekten Metaphern für die Benennung ihrer Neubauten aus, die zwar schön klingen, aber am Ende doch kaum halten was sie "versprechen". Mäander sind ja gerade nicht rechtwinklig (das würde ihrem "Wesen" ja vollkommen widersprechen), und das Argument der Stilisierung finde ich wenig überzeugend. Ich hielt die Bezeichnung ehrlich gesagt auch immer für einigermaßen abwegig.
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Alt 20.07.13, 09:23   #33
Eklektizist
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Mänderbau

Ich habe mir Anfang Juli mal die beeindruckende Baugrube des Mäanderbaus von der Baunscheidtstraße angeschaut.



Im Empfangsbereich des GIZ hängen Entwurfszeichnungen des Baus. Meiner Ansicht nach ähnelt auch diese Fassade sehr stark den einförmigen Neubauten in der Umgebung und wird somit zur recht langweiligen Erscheinungsform des Viertels beitragen. Bei den Ansichten Süd-Ost und Nord-West fühlte ich mich sogar ein wenig an das Erscheinungsbild von Prora erinnert. Einzig positiv ist die Verwendung von Klinkern als Aussenhaut des Gebäudes.






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Alt 21.07.13, 21:42   #34
newrussian
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Und ich dachte ich bleibe allein hier mit dieser Meinung, alles das gleiche, Telekom Style halt, keine Phantasie/Mut bei den Architekten zu erkennen
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Alt 22.07.13, 16:44   #35
Joams
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Ich bin sicher kein großer Fan dieses Projekts, aber es ist kein schlechter Bau. Ich bedauere, dass die ursprünglichen Oval Offices dort nicht umgesetzt werden, aber sobald das übrig gebliebene Oval gebaut wird, wird dies ohnehin der prägende Teil dieses Gesamtprojekts sein.
Was meinst Du denn mit dem Telekom Style? Wenn Du damit den Office Port meinst, den ich übrigens für gelungen halte, dann sehe ich ehrlich gesagt keine Parallelen.
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Alt 22.07.13, 20:57   #36
rec
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Zitat:
Ich bedauere, dass die ursprünglichen Oval Offices dort nicht umgesetzt werden, aber sobald das übrig gebliebene Oval gebaut wird, wird dies ohnehin der prägende Teil dieses Gesamtprojekts sein.
Korrekt. Den Mäanderbau wird man kaum noch wahrnehmen, wenn das Oval erstmal steht.

Allerdings bin ich auch der Meinung, dass man im Viertel viel Monotonie findet. Das liegt aber auch stark an der monofunktionalen Nutzung des Viertels als Bürostandort. Bürogebäude sehen eben aus wie Bürogebäude. Öffentliche Gebäude wie die Museen sorgen da schon für Abwechslung, aber ein bißchen Wohnungsbau dazwischen wäre angenehm.


Hier noch eine weitere Ansicht des Mäanderbaus:


Quelle: giz (Presseinformation)
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Alt 22.07.13, 23:21   #37
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Ich wäre mir beim heutigen Wohnungsbau allerdings nicht sicher, ob dies zum Aufbrechen der Monotonie beitragen würde.... die Wohnblöcke sehen heute ja ebenso monoton gleichförmig aus..
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Alt 23.07.13, 14:25   #38
Rob01
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Rob01 könnte bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von Eklektizist Beitrag anzeigen
.... die Wohnblöcke sehen heute ja ebenso monoton gleichförmig aus..
Da musst Du aber mal in die Siebziger Jahre schauen. Wobei es allerdings auch hier in Teilen Qualität gab, z.Bsp. Olympiabauten München und einige wenige andere, welche schon die Denkmalschützer im Visier haben. Aber im wesentlichen bestimmten eher die abschreckenden Beispiele das Bild unserer Städte (München Perlach, Mannheim Vogelstang, Berlin Märkisches Viertel, im Osten Marzahn, Köln Chorweiler, Bonn Tannenbusch etc. etc.).
Dagegen zeigt doch der größere Teil des kommerzialisierten Wohnungsbaues heute eine wesentlich größere Gestaltungsvielfalt in Städtebau, Baukörper, Fassade und Dachform. Auch wenn es, wie immer, zeitgeistigen modischen Aspekten unterworfen ist, was den Käufer- oder Mietergeschmack bestimmt, wie die Bauherrn und Architekten glauben. In der Sa-Ausgabe des Immoteils des KStA od. GA sieht man jedoch schon sehr differrenzierte architektonische Qualitäten angeboten.

Zurück: Wohnungsbau an Einzelpunkten der B9 wäre sicherlich wünschenswert aber an diesem doch Hochpreisstandort auch schwer finanzierbar. Freuen wir (warten) uns also zumindest auf die in realitsnähe gerückten, meiner Meinung nach städtebaulich und architektonisch gelungenen Einzelprojekte, Reuterbrücke und Miesengelände.
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Alt 23.07.13, 17:27   #39
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Gerade die von Dir geschilderte Gestaltungsvielfalt in Baukörper, Fassade und Dachform vermisse ich aktuell im Wohnungsbau und fühle mich hingegen oft an die von Dir erwähnten abschreckenden Beispiele erinnert. Aber die Diskussion hat hier im Thread nichts zu suchen
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Alt 21.08.13, 22:46   #40
newrussian
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Im Empfangsbereich der GIZ hängt jetzt auch noch ein Etagenplan, wirklich fast alles Einzelbüros wie versprochen
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Alt 07.11.13, 23:18   #41
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Vor dem Kantinenbereich des aktuellen GIZ wurden erneut Visualisierungen und Texte zum Mäanderbau aufgehangen. Demnach wird es die zunächst gezeigte Klinkerfassade aus Kostengründen nicht geben und statt dessen die auch bei der Nachbarschaft des geplanten Neubaus beliebten vorgehängten Sichtbetonelemente in Weißzement oder einer sandsteinartigen Oberfläche oder eventuell auch in dunkler Einfärbung. Bei den Text fand ich folgende Passi besonders interessant: "Um dem Bauwerk ein repräsentatives Aussehen zu verleihen, wird die Fassade mit ihren explizit vorgegebenen Maßen lebendig und individuell gegliedert...... um eine einfache, unprätentiöse Ausstrahlung zu erreichen, gleichzeitig aber auch dem Bauwerk einen repräsentativen Ausdruck zu verleihen, erhält der Bau eine gewisse Plastitzität mit Hilfe von Betonfertigteil-Elementen..... Durch die stärkere Betonung der Vertikalität bei der Gestaltung der Fassade wird eine lebendig Wirkung des langen Mäanderbau erreicht. Hierzu trägt auch das vielfältige Fassadenspiel bei, das durch seine Variation die strenge Rasterung quasi überlagert...... Die Fassade aus Faserbetonelementen repräsentiert eine zeitlose Architekturgestaltung und erfreut sich immer größerer Beliebtheit".
Irgendwie kam mir dieser Text beim Betrachten der Visualisierungen vor wie eine Satire. Man hätte ihn auch mit der Überschrift "Das Baukombinat zum sandsteinfarbenen Betonmischer schwafelt sich seine Platte schön" versehen können. Besonders der letzte Satz, dass sich das Faserbetonelement immer größerer Beliebtheit erfreut und eine zeitlose Architekturgestaltung repräsentiert könnte auch ein Werbespruch für den Plattenbau aus DDR-Zeiten sein.

Und nun zu den Bildern:

Visualisierung mit zu teurer Klinkerfassade

höhere Auflösung direkt bei GIZ

Visualisierung mit dunkel eingefärbten Betonelementen


Visualisierung der einfach, unprätentiösen aber dennoch repräsentativen Fassade mit einer gewissen Plastizität bei vertikaler Belebtheit im Sandsteinfarbenlook


Dem Gebäude, welches aus meiner Sicht nichts weiter als rechtwinklig verbundene, monoton gestaltete Klötze unterschiedlicher Höhe sind, muss man wohl zugute halten, dass es zumindest energetisch auf dem neuesten Stand sein wird. Das äußere Erscheinungsbild scheint dann aber wie bei gedämmten Altbauten keine Bedeutung mehr zu haben

Geändert von Eklektizist (29.03.14 um 10:22 Uhr)
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Alt 08.11.13, 00:37   #42
newrussian
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^^Die Fassade auf dem letzten Bild erinnert mich fast schon an EUR in Rom

Geändert von newrussian (24.11.13 um 20:50 Uhr)
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Alt 08.11.13, 11:22   #43
Joams
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@Eklektizist:
Dein erstes Bild zeigt aber nicht die alte Planung, oder? Ursprünglich sollte die Fassade doch mit kleinteiliger Klinkerverkleidung, wie hier (Titelbild) gezeigt, gestaltet werden.

Wie auch immer: Es ist erstaunlich, dass auch noch explizit auf Kostengründe für diese grundlegende Veränderung verwiesen wird - so habe ich das jedenfalls verstanden. Die Prosa bei der Rechtfertigung ist wirklich satirisch zu verstehen. Es bestätigt sich der Eindruck, dass hier mal wieder jeder bauen darf wie er gerade lustig ist...

Andererseits muss man wohl zugeben, dass die Fassadengestaltung so besser in den Kontext der B9 passt...
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Alt 08.11.13, 13:31   #44
Eklektizist
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Auf dem ersten von mir eingestellten Bild wird eine Klinkerverkleidung in hellen Tönen dargestellt. Bei der geringen Auflösung des von mir eingestellten Bildes ist das nicht zu sehen, allerdings auf der gut auflösenden auf der GIZ-Seite einfach dem Link unter dem Bild folgen.
Wie die Fassade nun endgültig aussehen wird, scheint aktuell noch nicht klar zu sein, jedenfalls stand in dem erläuternden Text neben den ausgestellten Visualisierungen noch die Möglichkeiten der Betonfertigelemente in weiß, in sandsteinfarben oder dunkel eingefärbt.
An der Baunscheidstrasse sind sie mittlerweile mit dem Rohbau schon im ersten OG angelangt. Da hier wirklich wie bei der DDR-Platte mit angelieferten Betonfertigteilen gearbeitet wird, geht der Bau relativ schnell voran. Vielleicht werden dann bald auch Musterfassadenteile aufgestellt, so dass man sich ein besseres Bild der Wirkung machen kann.
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Alt 26.11.13, 23:33   #45
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Wie nach der auf der giz-Seite eingestellten Visualisierung bereits vermutet werden konnte, hat man sich jetzt wohl für die helle Variante der Billigfassade bzw. kostengünstigen Fassade aus Betonfertigteilvorhangelementen entschieden. Jedenfalls ist diese auf der Visualisierung auf dem Bauschild zur B9 zu sehen


Ansonsten wächst der Bau dank der Fertigung aus Betonfertigelementen schnell in die Höhe.
Aktuelle Ansichten von der B9



Ansichten von der Baunscheidstraße



Ansicht der nördlichen Längsseite



Und hier noch einmal das Bauschild der benachbarten B9-Offices, auf dessen Baufeld noch keine wirkliche Aktivität wahrnehmbar ist.



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