Elbtower 245 Meter [Baustopp]

  • Elbtower

    Ein maximal 200 Meter hohes Hochhaus an den Elbbrücken soll den Abschluss der HafenCity im Osten bilden. Als Nutzungen für den "Elbtower" kämen Büros, Hotel, Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen und eventuell Wohnungen in Betracht.


    Das Projekt wird in der kommenden Woche auf der internationalen Immobilienmesse in Cannes vorgestellt. Im kommenden Jahr soll der private Bauherr feststehen. Anschließend entscheidet die Bürgerschaft. Baubeginn könnte 2020/2021 sein.


    Ein Architekten-Wettbewerb steht noch aus.


    Quelle: http://www.abendblatt.de/hambu…n-von-Hamburg-werden.html

  • ^^ Komisch, dass das nun so medienwirksam ausgeschlachtet wird. Eigentlich gibt es ja bei dem Projekt absolut nichts neues zu vermelden. Es war hier seit Tag 1 der Hafencity-Planungen vor bald 20 Jahren ein 200m Hochhaus vorgesehen und genau das ist immer noch der Fall. Weder gibt es einen neuen Plan, noch gibt es einen Entwurf.
    Kurz: Alles ist wie bisher.


    Hier die offizielle Pressemitteilung


    Bemerkenswert-traurig ist wie zu erwarten das absolut erbaermliche Nivaeu der Leserkommentare bei SPON und beim NDR. Die Steigerung geht: Dumm, duemmer, Internet-Kommentar-Schreiber. Daemlich auch, dass SPON in einem Anflug geistiger Umnachtung ein vergleichsweise moderates 200m Hochhaus an einem dezentralen Stadtort als 'gigantisch' bezeichnet.

  • Na ja, der letzte offizielle Sachstand der HCH war die Aussage des Masterplans von 2010, der für das Gebiet noch drei Hochpunkte mit bis zu 150 Metern vorsah... es gab natürlich die offiziell inoffizielle Diskussion zwischen JBB und Jörn Walter darüber, ob es nun drei Türme oder ein Turm - Jörn Walter vertrat dem Vernehmen nach eher Letzteres und hat sich demnach wohl durchgesetzt - werden soll. Aber der heuzige Artikel ist die erste offiziell offizielle Bestätigung der geönderten Planungen.


    Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was draus wird, auch wenn ich mich frage, wie sich dadurch letztlich die Gravitation Hamburgs verändern wird. Der Bau wird den Elbbrücken sehr viel Bedeutung geben... vielleicht mehr als jedes andere Quartier innHamburg bislang hat...

  • Das ist KEIN Entwurf - das ist lediglich ein Platzhalter zur Illustration.



    Bild: Freie und Hansestadt Hamburg



    Bild: Freie und Hansestadt Hamburg



    Bild: Freie und Hansestadt Hamburg

  • Wow:nono:
    Wieder ein Hochhaus, was einsam in der Gegend herum steht ohne städtebaulich in die Umgebung mit eingebunden worden zu sein.
    Warum keine Clusterbildung an einem Ort, der sich wirklich dafür eignen würde?

    Ich halte nicht viel von dem Konzept.

  • Das was auf den Bildern zu sehen ist gefällt mir eher nicht, da gefallen mir die bisherigen Plannungen besser (wie der Platzhalter im Kesselhaus).


    Ich würde mir eher etaws wünschen wie der Lakepoint tower in Chicago oder den Maintower in Frankfurt.
    Letzteren liebe ich schon wegen der Aussichtsplattform auf dem Dach.


    Und auch wenn es der einziege 200m Turm in Hamburg bleiben dürfte, gibt es noch einige Flächen, wo die 100m übertroffen werden könnte. Zum Beispiel am gegenüberliegenden Elbufer (ehemaliges Zollgelände) oder dem Harburger Binnenhafen.

  • Wow, super Neuigkeiten! Laut Immobilienzeitung hätte man gerne auch höher gebaut, es war ja mal von 300m die Rede:
    http://www.immobilien-zeitung.…-m-hohen-elbtower-gesucht


    200m sind, anders als SPON es schreibt, keinesfalls "gigantisch", weder im deutschen, noch im europäischen und schon gar nicht im globalen Vergleich. Fast jede chinesische Großstadt hat oder baut 400/500m Türme, oft in look-at-me Architektur...


    Dennoch: Mit hoher architektonischer Qualität und Kreativität kann auch ein relativ niedriges Gebäude zum Wahrzeichen werden, man denke an 'The Gherkin' in London (180m) oder China Central Television Headquarters (234m) in Peking (nicht falsch verstehen, genau diese Gebäude würden nicht unbedingt gut nach HH passen...).


    Daher hoffe ich sehr auf wirklich gute, einzigartige Archtitektur, quasi eine Elphi als Hochhaus. ;)


    Midas: Hast absolut Recht, die Kommentare auf SPON sind wirklich zu 85% SAUdoof!

  • Ich finde dieses Argument mit der "Altstadtshilouette" immer grauenhaft in Hamburg.


    Versteht mich nicht falsch,ich bin sicher nicht der,der sagt,man sollte alles abreißen und durch zig dutzende Wolkenkratzer/Hochhäuser ersetzen und man sollte 200 Meter vom Rathaus einen Wolkenkratzer bauen.


    Aber es ist ebenso lächerlich wegen ein paar Kirchtürmen die Entwicklung in einer 2 Millionen Stadt für immer zu blockieren.Mal abgesehen davon,dass Hamburg nicht Prag oder Rom ist und überhaupt keine historische Stadt,die sich dadurch auszeichnet.


    Im Gegenteil,selbst die paar historische Türme sind relativ jung und teilweise Wiederaufbauten.Warum sie für alle Ewigkeiten das Maß aller Dinge sein sollten und die (fast) einzigen Solitäre in der gesamten Stadt ist mir sehr sehr schleierhaft.Man muss das alte in die neue Stadt integrieren,so dass der Besucher beides genießen kann.


    Hier geht es ja nicht darum,Wolkenkratzer in der "Altstadt" zu bauen,sondern eher so 1-2 km weiter weg.


    "In den kommenden Jahrzehnten, vermutlich auch mehr als hundert Jahre lang, kann es in Hamburg kein solches Gebäude mehr geben."


    Darüber kann ich nur lachen.In 100,schon in 50 wird Wien eine sehr große Skyline haben,mit vermutlich mehreren Supertalls,evtl. sogar 400+,und auch Zürich wird eine nennenswerte Skyline haben.Und in Hamburg soll eine einziges Gebäude nur sehr hoch sein?Unwahrscheinlich.
    Irgendwann wird man dieses konservative Denken sowieso aufgeben müssen.In ganz Europa werden viele Wolkenkratzer gebaut,in Zukunft sogar noch mehr,die Menschen kommen viel rum und die Generationen ändern sich.Irgendwann werden sie auch auf dem alten Kontinent eine Normalität und diese Entwicklung wird auch nicht vor der zweitgrößten deutschen Stadt stoppen.

  • Das was auf den Bildern zu sehen ist gefällt mir eher nicht, da gefallen mir die bisherigen Plannungen besser (wie der Platzhalter im Kesselhaus).


    Es handlet sich wie Du doch selber sagst lediglich um Platzhalter und NICHT um Architektur-Entwuerfe.

  • Hier geht es ja nicht darum,Wolkenkratzer in der "Altstadt" zu bauen,sondern eher so 1-2 km weiter weg.


    "In den kommenden Jahrzehnten, vermutlich auch mehr als hundert Jahre lang, kann es in Hamburg kein solches Gebäude mehr geben."


    Mich hatten vor Jahren mal Touristen mit einem Stadtplan irritiert gefragt wo sie sind. Das war in der Altstadt und sie hatten dort nach einer "Altstadt" gesucht.
    Ich habe ihnen den Weg in die Deichstraße gezeigt ...


    Wie ich schon gesagt habe, auf dem gegenüberligenden Elbufer könnten noch einige Gebäude entstehen oder bei einer Umwidmung des kleinen Grasbrooks.

  • Als Fan von Manhattan juble ich immer über jedes Hochhäuschen in Hamburg, das mal mehr als 70 meter hoch ist. Nur da es scheinbar keine Probleme mit Grundstückspreisen gibt, und ja auch genügend Platz vorhanden ist, baut man lieber großflächig und flach, statt einen Turm. Ich hätte das Unileverhaus oder die HCU lieber senkrecht gebaut.

    ich bin der Meinung, wenn es jetzt nun mal ein richtiges Hochhaus geben soll, muss es richtig genial werden. Am besten ein geschrumpftes Burj Khalifa oder das Empire State Building in Klinker!g ;)

  • Schön, dass die Höhe raufgesetzt wurde. Ich hoffe aber auch, dass hier später doch noch ein Cluster entsteht. Es ist reichlich Platz vorhanden, zu viel für ein Hochhaus. Für einen Park erscheint mir der Standort zwischen den beiden Brücken auch nicht optimal.

  • Am besten ein geschrumpftes Burj Khalifa oder das Empire State Building in Klinker!g ;)


    Moegen die Goetter bitte moeglichst all solche 'Dubai-Anleihen' und Architektur-Peinlichkeiten wie 'verklinkerte Empire State Buildings' verhindern.


    Es ist reichlich Platz vorhanden, zu viel für ein Hochhaus. Für einen Park erscheint mir der Standort zwischen den beiden Brücken auch nicht optimal.


    In der Tat. Aussenflaechen sind hier eh aus Laermschutz und Emissions-Gruenden kaum dauerhaft nutzbar. Logischer waere also eine dichtere Bebauung, insbesondere Buero und Hotelnutzung. Letzteres wuerde dann auch erlauben anderswo (Hafencity-Ost, City Sued) im Gegenzug den Wohn-Anteil entsprechend zu erhoehen.

  • Die HafenCity ist die positive Ausnahme von der Regel.


    Der Stolz der Hamburger auf diese HafenCity inkl. Elbphilharmonie - nichts davon ist was für "Kleinstadtfans" und "Kirchtürme" wurden dort auch nicht gebaut - belegt, dass man es sich nicht so einfach machen kann, Architekturkritik als provinzielle Engstirnigkeit abzutun und vom Tisch zu wischen. Das ist natürlich bequemer, als sich zu überlegen, wie man "besser" bauen kann.


    Und es ist ja in der Tat so, dass Hochhäuser in Deutschland oft Skepsis hervorrufen. Aber eben aus gutem Grund. In der Fläche wurde mit den grauen Betonbunkern für sozialen Wohnungsbau nun einmal gezeigt, wie man es besser nicht macht, wenn man Hochhäuser baut. Diese prägen nun einmal das reale Bild der Städte - meist bis heute, wie oft werden diese Betonklötze schon jemals abgerißen. Höchstens kommt an den Klotz eine weiß verputzte Styropor-Wärmedämmverbundfassade, die dann mit "orangen Farbakzenten" o. ä. angestrichen wird. Oder in Hamburg in bester Lage, diese drei "City-Hochhäuser"-Ungetüme. Sowas haben die Menschen im Alltag vor Augen.


    Wenn man abwechslungsreich und attraktiv baut, dann kann man das Herz der Leute für Hochhäuser auch erwärmen. Siehe Frankfurt am Main, oder gehört das etwa nicht zu Deutschland?


    Hier muss man eben Überzeugungsarbeit leisten. Mit "Bürgerbeschimpfung" gelingt diese ganz bestimmt nicht.

  • Übrigens sind auf der Hafencity-Seite neue Pläne und ein neues Projekte-Heft veröffentlicht worden.


    Interessant, hier wurden aus drei "Wolkenkratzer" zwischen den Elbrücken nicht einer sondern zwei.


    Und was ich noch bemerkenswert finde ist, dass in den Texten des Projekte-Hefts die Höhen der Hochhäuser immer geringer angegeben ist als z.B. bei den Modellen im Infocenter.

  • ..dass in den Texten des Projekte-Hefts die Höhen der Hochhäuser immer geringer angegeben ist als z.B. bei den Modellen im Infocenter.


    I.d.R. der Unterschied zwischen Gebaeude-Hoehe und Hoehe Oberkante ueber Kartennull. Steht ein 70m hohes Haus auf einer flutsicheren Gelaendehoehe von 8.50m ---> 78,50m


    Anekdote

  • Elbtower (245 Meter | ab 2021)

    Wie verschiedene Medien berichten, hat die Signa-Gruppe mit einem Entwurf des Büros von David Chipperfield den Zuschlag für das Projekt erhalten. Der Turm soll ca. 235 Meter hoch werden. Baubeginn könnte 2021 sein. Erste Bilder finden sich in den Presseveröffentlichungen wie z. B. hier: https://www.welt.de/regionales…rfield-baut-Elbtower.html
    und hier: http://www.handelsblatt.com/fi…chstes-haus/20941476.html

    Einmal editiert, zuletzt von Ted Mosby () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Elbtower (233 Meter | ab 2021)

    Da das Projekt nun eine deutliche Konkretisierung erfahren hat, erscheint mir ein eigener Thread angemessen zu sein.
    Die Signa-Gruppe hat den Zuschlag zur Errichtung des Elbtowers an den Elbbrücken erhalten. Der Entwurf stammt aus dem Büro David Chipperfields. Das Gebäude soll 233,30 Meter hoch werden. Der Baubeginn wird für Anfang 2021, die Fertigstellung für 2025 angepeilt. Zur Wirksamkeit des Vertrages bedarf es laut Signa noch der Zustimmung der Hamburgischen Bürgerschaft. Diese soll darüber voraussichtlich im Spätsommer 2018 darüber entscheiden.
    Weitere Informationen sowie erste Visualisierungen sind hier zu finden: https://www.signa.at/de/news/s…rfield-architects-berlin/

    2 Mal editiert, zuletzt von Ted Mosby () aus folgendem Grund: Ergänzung