Hochhausentwicklung

  • ^ Man muss nicht so weit schauen - diesem FAZ-Artikel nach befanden sich 30% der im letzten Jahr in Frankfurt verkauften Neubau-ETWs in Wohnhochhäusern. Das ist kein Experiment, sondern der Normalfall, 1/3 des Gesamtmarktes. Man muss sich nur weder von den Rufen nach billigen EFHs via Massen des neuen Baulands (mit besonders teurer Erschliessung) verrückt machen lassen wie von Leuten, selbst einen versiegelten Parkplatz als "Freifläche" erhalten würden.


    OK, das Theater, das die Grünen beim Upper Nord Tower machen, vor allem wegen ein paar Bäumen, die da gefällt werden müssen, ist weltfremd.


    Aber du bastelst dir aus dem FAZ-Artikel auch mal wieder dein Wahrheit!
    Ich sehe das auch wie im Artikel, dass Wohnhochhäuser ein Trend sind und nicht der Normalfall - ob sie es den werden, wird die Zeit zeigen, ich glaube nicht, auch da ist der Markt vor allem wegen der Hochpreisigkeit irgend wann gesättigt.


    Dass der Frankfurter Planungsdezernent Mike Josef (SPD) glaubt, dass sich mit Wohn-Hochhäuser das Wohnungsproblem nicht lösen lässt, weil der Preisanstieg auf eine Verknappung des Angebots an Bauland zurück zuführen ist und er will mit einem neuen Baugebiet gegensteuern will, interpretierst du scheinbar einfach so, dass "billige" Einfamilienhäuser gebaut werden sollen.
    In dem Artikel steht weder, wo das Baugebiet sein soll, noch in welcher Form geabut werden soll - da steht nur, dass es ohne mehr Baulandausweisung nicht geht, da es sonst noch mehr Verdrängungseffekte geben und der Druck auf den Bestand zunehmen wird (und somit die unteren Einkommensschichten noch schlechtere Karten haben).


    Wenn Des Jonges


    Warum schreibst du eigentlich immer Des Jonges?
    Der Heimatverein heisst "Düsseldorfer Jonges", also die Jonges....

  • ^ Das Frankfurter Neubaugebiet wird in letzter Zeit in vielen Texten erwähnt, die in DAF zitiert wurden - nie mit genauer Lage oder sonst welchen Angaben. Ist nicht unser Problem.


    Die Forderungen nach billigem Bauland gibt es aber immer wieder auch in unserer Gegend, meist gleich belegt mit Angaben der EFH-Preise, in den Medien mit EFHs bebildert und wenn irgendwo mal was wirklich ausgewiesen wird, kommen viele EFHs drauf - wie auf dem Ex-Kasernengelände Reitzenstein. Man ruft ja nach billigen Flächen, weil sich extensive Wohnformen nicht mehr rechnen und wenn die Flächen teurer werden, kommen öfter intensive Wohnformen ins Spiel.


    auch da ist der Markt vor allem wegen der Hochpreisigkeit irgend wann gesättigt


    Wenn die Preise steigen, ist der Markt nun mal nicht gesättigt - und auch nicht, wenn die Bevölkerung zunimmt.


    Man kann übrigens kaum billige Wohnungen neu bauen, wenn die Baukosten bereits um 10-12 EUR/Qm Kaltmiete liegen - richtig billig sind Wohnungen, die vor einigen Jahrzehnten gebaut wurden. (Das wurde schon mal hier im Wohnthread durchgekaut.) Diese sollte man nicht zu massiv für Neubauten abreissen und das ginge leichter, würde man bei diesen Neubauten verstärkt auf Dichte setzen. Wie es aussieht, im gehobenen Segment gibt es durchaus rege Nachfrage und wenn diese nicht bedient wird, wird auf den einfachen ausgewichen.


    Am Beispiel Whitemaxx am Seestern zeigt sich auch, dass Menschen auch in Hochhäusern ohne Infrastruktur drumherum ziehen.


    Ich würde den Investor für das neue Hochhaus dort mit nur einen einzigen Auflage konfrontieren - möglichst intensiv eine Lebensmittelhandel-Kette für einen EG-Laden dort suchen. Der Rest ist weniger wichtig und einiges ist doch da.


    Da hier so viele mögliche Hochhausstandorte ins Gespräch kommen - ich bin u.a. enttäuscht, dass die Ulmer Höh zum keinen wurde - da das Projekt sich verzögert, könnte man noch nachjustieren. Es ist immerhin noch die Innenstadt, nur wenige 100 Meter weiter westlich stehen zahlreiche Hochhäuser.


    Wenn wir schon in der Gegend sind - der Verein Deutscher Ingenieure führte kürzlich einen Wettbewerb für ein Energieeffizientes Hochhaus auf dem alten FH-Areal durch - die Webseite mit Preisträgern, Entwürfe als PDF. Zur künftigen Bebauung des Areals könnten auch tatsächlich Wohnhochhäuser gehören - Bürohochhäuser vielleicht etwas näher an den Stadtbahn-Linien.

  • derstandard.at veröffentlichte am 28.01 ein Interview mit einem Architekturpsychologen zum Thema der Hochhäuser, vorwiegend Wohnhochhäuser. Um die Akzeptanz zu erhöhen rät er nicht zur Partizipation (dann melden sich gleich allerlei Nimbys), sondern zur "transparenten, verlässlichen und gut begründeten Stadtplanung". Die Düsseldorfer sollte klar kommunizieren, dass die möglichen 20.000 WE vorne und hinten nicht ausreichen und weit, weit mehr vonnöten sind.


    Wichtig sei die Gestaltung - verspiegelte, dunkle Fassaden, Vollglasfassaden wirken verschlossen und können die Umgebung blenden. Schlecht wirken plumpe Proportionen - also genau das, was rauskommt, wenn sich bei gleichem Grundriss Zu-hoch-zu-hoch durchsetzt. Man sollte bei der Gestaltung die Ensemblewirkung und die Nachbarschaft berücksichtigen und nicht bloß "irgendeinen Klopper hinstellen" - die Hochpunkte mit flacheren Bebauungen verbinden.


    Der Architekturpsychologe sprach den sozialen Austausch an - auf Straßenebene sollte man mehr als bloß einen Tiefgaragenschlund erleben. Besonders wichtig sind daher Läden oder Gastronomielokale im EG, öffentlich zugängliche.

  • Der Vollständigkeit halber sollte man auch erwähnen, dass der Architekturpsychologe (was es nicht alles gibt) auch sagt, dass Wohnhochhäuser nur für hochpreisiges Wohnen geeignet sind, da die Nachteile, die bislang mit Wohnhochhäusern verbunden wurden (Anonymität, wenig soziale Kontrolle etc) immer noch existieren:


    "Wenn man zum Beispiel oberhalb des sechsten oder siebten Stockwerks wohnt, dann hat man keinen direkten Bezug mehr zur untersten Ebene. Dann kann man etwa seine Kinder nicht mehr unten spielen lassen. Problematisch kann auch die Anzahl an Wohnungen sein, die an einem Erschließungsstrang hängen und nur über den Aufzug erreichbar sind. Das führt schnell zu Anonymität, geringer sozialer Kontrolle, zu Angsträumen und Verwahrlosung. Die beste Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, ist ein Concierge, der keine Fremden ins Haus lässt. Und dass die Wohnungen so teuer sind, dass nur Leute einziehen, die es sowieso nicht verkommen lassen."


    Daher halte ich weiterhin den Bau von Wohnhochhäusern alleine nicht für die Lösung der bestehenden und zukünftigen Wohnknappheit. M.M.n. wird man auch um Neubaugebiete auf der grünen Wiese über kurz oder lang nicht umherkommen.

  • Architekturpsychologie hört sich in der Tat etwas kurios an, aber von der Sorte kann es ruhig noch mehr geben. Dann würde man Bilk on Top anders bauen - da ist so trostlos dort auf dem Platz. Und die Le Flair und La Tete - Gebäude finde ich auch zu streng mit dem Lineal gezogen. Besser hätte ich gefunden, wenn man Häuser um eine Art Piazza oder Innenhof gruppiert hätte. (Orte wie der neugestaltete Ernst-Reuter-Platz ist architekturpsychologisch eine Katastrophe)


    Ein Randpunkt: Es gibt zu dem Thema noch ein interessantes Buch: Glück und Architektur: Von der Kunst, daheim zu Hause zu sein von Alain de Botton. Sehr lesenswert allgemein auf Häuserbau/Architektur bezogen.


    Was der Autor beschreibt, verspiegelte bzw. dunkle Fassaden, Tiefgarageneinfahrten dass lässt sich auf Hochhäuser als auch auf 5-stöckige Häuser anwenden. Soziale Kontrolle bzw. Anonymität, dem lässt sich bei Hochhäuser auch gut mit Gemeinschaftsflächen zum Grillen, Homeoffice, o.ä. begegnen.


    Läden und Gastronomie in dosierter Menge werten m.E. jede Wohngegend auf, bei einer Verdichtung mit Hochhäuser ist es nur logisch, dass man ins Erdgeschoss Läden aufnimmt, da an einem Ort auch viele "Nachfrager" sind. Das finde ich im Le Flair - Viertel z.B. ganz gut gelöst.


    Wir sind gar nicht so speziell mit unseren Problemen in Düsseldorf, es gibt genug Städte, die Wachstum/Verdichtung und Lebensqualität gut miteinander verbunden haben. Wie schon häufig geschrieben, Neubauten sind aus vielen Gründen idR teurer als Bestandswohnungen, von daher wird in 20 Jahren die Neubauprämie in den LeFlair-Hochhäusern geringer sein. Außerdem schwingt in dem Artikel eine gewisse Arroganz mit. Die Wohnhochhäuser in Garath und Worringen werden schlecht von den Bewohnern behandelt, weil die Vermieter auch keinen Cent mehr als nötig dort reinstecken. Ein schön gebautes Hochhaus kann auch mittelverdienende Menschen oder geförderte Wohnungen in den ersten Etagen aushalten.

  • M.M.n. wird man auch um Neubaugebiete auf der grünen Wiese über kurz oder lang nicht umherkommen.


    Das ist nur scheinbar eine günstige Alternative - wenn man die Kosten der Infrastruktur ausklammert, die man auf der grünen Wiese komplett neu bauen muss (ÖV, Straßen, Schulen, Leitungen usw.) Besonders kostspielig wird es dadurch, dass solche Siedlungen nie die Dichte der innenstädtischen erreichen - und als mal dichte gebaut wurden, dann gestalterisch Einerlei wie Hassels oder Köln-Chorweiler. Bei den einzelnen Nachverdichtungsprojekten wird die Gestaltung schon eher individuell.


    Zuvor sollte man wirklich alle innenstädtischen Reserven mobilisieren - auch die Kleingärten wie auch die Standfestigkeit. Darunter meine ich, weder die Höhe senken noch ganz auf ein Projekt verzichten, wenn sich ein paar Nimbys melden - zum Beispiel in Seestern, falls tatsächlich jemand 111 Meter hoch bauen will.


    Wenn schon Beispiele wie in Amsterdam besprochen werden - ich glaube, sogar mit Glasfassaden kann man akzeptable Ergebnisse erreichen, wenn die Form besonders interessant ist - das wäre eher etwas für den Bürobau als Wohnungsbau. Zum Beispiel 1 New Street Square oder Blackfriars Tower - aber auch die NEO-Wohnhochhäuser auf dem zweiten Foto hier (ein Artikel mit mehr Fotos und Grundrissen). Das scheint mir wichtig, da besonders in Deutschland zu oft bloß ein Schuhkarton entworfen wird, Glas oder Rasterfassade, so "klar" (simpel) wie möglich, auf Kosten der Akzeptanz. Die hier abgebildeten D³ in Mörsenbroich sind gestalterisch wahre Tragödie - ich hoffe sehr, es wird noch umgeplant.


    Ich denke gerade nach, ob ein Klinkerfassade-Hochhaus wie das darüber verlinkte Amsterdamer ins QC passen würde - nicht als eine einzige Ausnahme, aber wenn diese ganze Seite vielfältiger gestaltet worden wäre. Immerhin gibt es einige Klinkerfassaden auf der anderen Parkseite - The Village und weiter nördlich.

  • Die NEO-Wohnhäuser in London, vom Erweiterungsbau glotzen jeden Tag Leute wie ich in die Wohnungen rein. Mag ganz nett aussehen, aber darin wohnen auf diesen Etagen würde ich nicht wollen.

  • ^ Deswegen glaube ich, in Düsseldorf würden verglaste Hochhausfassaden eher für den Bürobau in Frage kommen.


    Die Berliner Morgenpost veröffentlichte gestern einen Artikel über die Hochhausprojekte, eine Erweiterung des Estrel-Hotels mit 175 Metern Höhe und 18 weitere Projekte. Die Fraktionschefin und Stadtplanungsexpertin der Grünen wird mit der Aussage zitiert, normalerweise gebe es die höchsten Hochhäuser in der Innenstadt - außerdem würden sich die Grünen dem weiteren Hochhaus-Bau nicht verschließen. Das erwähne ich in der Hoffnung, die Düsseldorfer nehmen sich Vorbild daraus und hören mit dem Nörgeln bei jedem HH-Projekt auf - ob Upper Nord oder woanders.


    Öfters wird über die Frage der Dichte diskutiert. Im Frankfurter Deutsche-Bank-Dreieck sind in einem einzigen Straßenblock Hochhäuser mit 228, 172, 120 und 100 Metern geplant. Klar, solche Dimensionen werden in Düsseldorf nie erreicht, doch stellen wir uns einen Straßenblock mit vier Projekten von 50 bis 100 Metern vor - in Düsseldorf immer noch schwer vorstellbar obwohl weit unter der Geländeausnutzung in ähnlich großer Stadt am Main.


    Hier gesammelt einige Hochhauspläne-Meldungen aus den Stadtteilen:


    # In Oberkassel könnte ein Bürohochhaus gegenüber von Vodafone bis zu 17 Geschosse hoch werden
    # Auf dem Siemens-Areal in Unterbilk ist ein Hotel-Hochhaus mit 14 Geschossen geplant
    # Am Hellweg in Flingern wurde im Wettbewerb im siegreichen Beitrag ein Wohnhochhaus entworfen. Auf www.competitionline.com gibt es eine Visualisierung, ich zähle 11 Geschosse.


    Anders als in Frankfurt oder Berlin werden in Düsseldorfer Stadtmitte derzeit nur ältere Hochhäuser umgebaut - wie me and all oder das Hochhaus mit dem britischen Konsulat, wo ich gestern war und keine Anzeichen eines baldigen Auszugs gesehen habe (ähnlich beim Franziskanerkloster). Dort kam mir der Gedanke - gegenüber wurden vor so vielen Monaten zwei niedrige Häuser an der Oststraße abgerissen, seitdem passiert nichts. Würde ein Investor dieses Grundstück und das Haus an der Ecke kaufen, könnte auf dem Gesamtareal ein Bürohochhaus mit gar über 100 Metern Höhe und Läden im EG entstehen - gleich neben einer U-Bahn-Station, nicht weit von der Kö.

  • So städtebaulich integriert können Hochhäuser sein, auf 5000 qm2 910 Wohneinheiten für 1.500 Menschen. Mit Bauten, die der Straßenfront zugewandt sind und durch Läden auf EG wird die Straße belebt. Keine Initiative gegen Fallwinde und Leerstand.


    https://www.domain.com.au/news…e-valley-20150702-gi3tzr/


    Hier der aktuelle Baufortschritt mit ein paar weiteren Bildern


    https://www.domain.com.au/news…-amazing-20170216-gue9y9/


    Wie man es nicht machen sollte, ist auf der Bachstr zu sehen, für Bilk on Top wurden auf Straßenebene ein Parkhaus errichtet, die Häuser oben sind seltsam steril und viel Leben auf der Straße wird durch die Bilker Arcaden abgesaugt.

  • ^ So ganz bin ich nicht begeistert - unter dem zweiten Link sehe ich, dass dem dritten Turm schöne Altbauten weichen sollen (ein Foto im Artikel). Anscheinend sollen alle Türme gleich mit Vollverglasung gestaltet sein - und diese wurde kritisiert, als ich die Londoner NEO-Wohnhochhäuser gezeigt habe (#167-#168).


    Da im Münchner Unterforum schon mal nach Absiedlungen innerstädtischer Autohandlungen gerufen wird - die Mercedes-Filiale am Mörsenbroicher Ei ist für schnelle Umsiedlung vielleicht zu groß, doch die Autowaschanlage gegenüber ärgert mich immer wieder. Dort könnte man an den Nachbarn an der Münsterstraße anbauen und näher des ARAG-Turms gehörig in die Höhe gehen - nicht weniger als Upper Nord an der Mercedesstraße. (Einmal waren drei Hochhäuser über 100 Meter am Ei geplant.) Läden im EG, kleinere Appartements zur Straße, etwas größere mit 2-3 Zimmern zum Park auf der Südost-Seite.


    BTW: Letzte Woche investierte ich wieder Zeit - auf dem Upper-Nord-Areal passiert erst mal nichts.

  • ^Bei Vollverglasung bin ich leidenschaftslos, nur die besagten Neo-Wohnhochhäuser in London vis-a-vis der Aussichtsplattform der Tate Gallery, daran würde mich als Bewohner stören, dass dort 7 Tage die Woche Besucher in meine Wohnung glotzen. Die Altbauten, von denen du sprichst, meiner Meinung nach wird das blaue Gebäude auf dem zweitletzten Foto nur anders gestrichen, und bleibt, wie auf dem 2. Bild zu sehen ist, erhalten.


    Was Autohändler angeht, dann ist für mich der Mercedeshändler zwischen Tussmannstr. und Schloßstr. ein heißer Kandidat.

  • ^ Wahrscheinlich müsste man einen Weg für Fußgänger und Notfahrzeuge zwischen den beiden Straßen, parallell zur Lennestraße, schaffen, an dem es weitere MFH-Baukörper geben könnte. An den Ecken dieses Wegs und der Tußmannstraße bzw. der Schloßstraße könnte es je ein Wohnhochhaus geben, eher ein kleineres, um 11-12 Geschosse.


    Nachdem wir die Umsiedlungsmöglichkeiten der Trafo-Unterstationen geklärt haben - eine solche gibt es an der Huschbergerstraße neben dem Stilwerk und einem Parkhaus. Dies wäre mE eine der ganz wenigen Möglichkeiten der Schaffung des Wohnraums in der Umgebung - im Bankenviertel und an der Kö dominieren Büros, die Berliner Allee ist vermutlich zu verkehrsreich. Wie im Königsallee-Thread geschrieben, wenige -zig Meter Abstand eines Hochhauses von der Kö dürften reichen - an dieser Stelle empfände ich gar 14-16 Geschosse (um 40-50 Meter) nicht störend. Vermutlich wären in dieser Hinterhoflage mit wenig Grün keine Luxuswohnungen möglich, preisgedämpfte unten und mittlere bis zu leicht gehobenen darüber.

  • Ich finde es auch vor allem schade,dass außer in FFM nirgendwo,aber auch wirklich nirgendwo im Zentrum HH über 70 Meter geplant sind.Meistens ist bei 60 Metern Schluss.
    Kann mir auch nicht vorstellen,dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird.Generell sind 60 Meter die magische Grenze in Deutschland,die man besonders zentral nur in den absoluten Ausnahmefällen übertreten darf.10-15 Gebäude mit 40-60 Metern haben nicht annähernd diese Wirkung,wie 3-4 100+ Türme.

  • Nachdem wir die Umsiedlungsmöglichkeiten der Trafo-Unterstationen geklärt haben - eine solche gibt es neben dem Stilwerk und einem Parkhaus.


    Geklärt - du meinst wohl, dir erklärt haben.... :D
    Das ist auch keine Trafostation, sondern eine Umspannstation mit mehreren Trafos - die kann man nicht mal eben wegzaubern!
    Und selbst wenn man die in den Keller verlegen würde - über dem Kraftfeld kann man nicht wohnen.

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  • ^ Schade, dass mitten in der Innenstadt ein eingeschossiges Gebäude wertvolle Fläche blockieren wird - in der Zeit des verbreiteten Parkhäuser-Baus hätte man die Trafos unter einem Parkhaus unterbringen sollen. Jetzt ist es zu spät, nachträglich überbauen geht vermutlich nicht - vielleicht könnte man wenigstens das Dach und die Wände begrünen? Dies wäre wichtig, würde man den Plan B umsetzen - würde das Parkhaus zwischen dem Ding und der Berliner Allee fallen, könnte vielleicht dort ein Wohnhochhaus entstehen, durch einen Büroneubau von der Berliner Allee abgeschirmt. Dieser Neubau könnte die Form eines T haben - mit Büros in den unteren Geschossen und Wohnungen im zurückversetzten Teil darüber. So wie es jetzt Durchfahrten auf drei Seiten des Parkhauses gibt, müsste auch der Neubau für die Feuerwehr von mehreren Seiten zugänglich sein.


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    @100+ Türme - derzeit gibt es nur zwei solche Projekte, beide am Innenstadtrand, Upper Nord in Mörsenbroich und in Seestern (die Hälfte der Aussage stimmt erst, wenn man Oberkassel zur erweiterten Innenstadt zählt). Wenn es irgendwo mitten in der Innenstadt ein weiteres Projekt dieser Dimensionen geben sollte, wäre vielleicht die Berliner Allee ein günstiger Standort. Zum Beispiel anstelle dieses Bürohauses gegenüber Crown, veraltetes und mit Leerständen - das Grundstück wäre wohl groß genug:



    Es stimmt übrigens nicht, dass nirgendwo außer Frankfurt Hochhäuser dieser Höhe im Zentrum geplant oder gebaut werden - in Berlin wurde gerade eins neben dem Bahnhof Zoo fertiggestellt, weitere um den Alexanderplatz sind geplant.

  • Bezüglich Upper Nord Tower... Im Vorbeifahren habe ich heute gesehen, dass auf dem Grundstück dort ein großer Reisebus geparkt war, leider keine Baumaschinen.

  • "Der Boom der Wohntürme"

    Die FAZ veröffentlichte gestern einen Artikel unter diesem Titel, der mit der Vorstellung einiger Projekte in der Frankfurter Innenstadt beginnt. Derzeit zählt man in Frankfurt 17 Wohnturmprojekte, bundesweit 80. Eine Immobilienberatungsfirma zählt ca. 9000 Hochhaus-WE, die in den 7 größten Städten bis 2018 entstehen werden, die Hälfte davon in Frankfurt und Berlin. Unter den anderen Standorten wurden besonders Hamburg, Düsseldorf und München erwähnt, wo solche Projekte ebenfalls Fläche sparen, die vorhandene Infrastruktur nutzen und einen "Beitrag zur Stadt der kurzen Wege" leisten.


    Eine interessante Erkenntnis des Artikels ist, dass selbst in den Premium-Hochhäusern vor allem "kleinere, kompakte und gut geschnittene Wohnungen" geplant werden, die trotz der hohen Qm-Preise leichter verkauft werden können. Große Penthouse-Wohnungen - wie sie z.B. in den oberen Geschossen im Quartier Central geplant wurden - wurden als Ladenhüter bezeichnet. Der Markt für solche sei sehr eng.
    Zu den Qm-Preisen gibt es Zahlen aus Frankfurt, wo 2016 30% aller verkauften ETWs Hochhaus-Wohnungen waren, die im Schnitt fast 7000 EUR/Qm gekostet haben. Der Schnitt über alle neue Wohnungen liegt in dieser Stadt laut Artikel bei 5000 EUR/Qm.

  • Postfaktische Hochhausplanung

    Wenn man die reale Welt verlässt, sollte man in die Lounge umziehen:


    ... Und dass das Sky View ein Phantomprojekt ist,das war mir und sicherlich vielen anderen schon von Anfang an klar. ...


    Pech, wenn man mit einem 105-Meter-Phantom auf die MIPIM-Messe hausieren geht - Hamburg tut Gleiches mit dem 200-Meter-Elbtower und zieht doch noch mehr Aufmerksamkeit an sich. Vielleicht sollte Düsseldorf es ähnlich tun und ein paar FH-Studenten im Rahmen eines Übungsprojektes mit Visualisierungen eines 200-Meter-Hochhauses mit Büro-/Hotel-/Wohnnutzung etwa im IHZ beauftragen? (Dort, wo es derzeit zweigeschossige temporäre Wohnbebauung gibt.) Mit 200 Metern wird es nicht unrealistischer als mit den bisherigen 140 Metern, für die ebenfalls eine Pressemappe-Visu versäumt wurde. Zumindest einen Namensvorschlag hätte ich schon mal: International Tower.


    Etwas realer:


    ... Im Osten könnte man auf dem Glashüttengelände entlang der S-Bahn wie in Pempelfort ein paar schöne Hochhäuser errichten. Reisende aus Wuppertal und Dortmund können so auch mit "großer Geste" empfangen werden. ...


    Derzeit wird die Geste kurz vor dem HBf geplant. Wenn es (auch) weiter sein sollte, ist Gerresheim doch etwas zu weit - vielleicht könnte man doch noch über Wohnhochhaus-Projekte in Flingern nachdenken?


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    Erg.: Die WZ betont im aktuellen MIPIM-Bericht mit der Überschrift die Hochhausprojekte, doch von den 5 Bildern zeigen sicherheitshalber nur 2 Hochhaus-Visualisierungen - das Hotel an der Moskauer Straße und den Komplex südöstlich vom Medienhafen (Plockstraße / Völklinger Straße).


    Ich erwähne gleich hier noch eine interessante Nachricht aus dem WZ-Artikel, obwohl kein Hochhaus - das Kö-Quartier mit 55.000 Qm Büro- und Geschäftsflächen an der Benrather Straße und der Breiten Straße soll aus 7 Gebäuden (bzw. differenzierten Fassaden) bestehen - die Visualisierungen zeigen ein paar, aber ich habe mit weniger gerechnet.



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    Erg. #2: Die Rechnung der Hamburger geht offenbar auf - die Zeit Online veröffentlichte vor einer Stunde einen zwar kritisch-ironischen Artikel über den "sogenannten Elbtower", der jedoch so tut, als ob das Projekt absolut real wäre - und gerade um Medienpräsenz ging es vermutlich vorwiegend.

    5 Mal editiert, zuletzt von Bau-Lcfr ()

  • Wenn man die reale Welt verlässt, sollte man in die Lounge umziehen:


    Schon starker Tobak, die MIMIP-Vorstellungen der Stadt Düsseldorf zum "Sky View" in der Überschrift als Lüge zu bezeichnen!
    Nur weil Projekte oft lange bis zur echten Umsetzungen oft sehr lange brauchen, sind sie noch lange keine Hirngespinste (wie so manche Idee hier im Forum).
    Die Pläne haben die Architekten bestimmt nicht aufd blaue hinaus gemacht....


    Vielleicht sollte Düsseldorf es ähnlich tun und ein paar FH-Studenten im Rahmen eines Übungsprojektes mit Visualisierungen eines 200-Meter-Hochhauses mit Büro-/Hotel-/Wohnnutzung etwa im IHZ beauftragen? (Dort, wo es derzeit zweigeschossige temporäre Wohnbebauung gibt.) Mit 200 Metern wird es nicht unrealistischer als mit den bisherigen 140 Metern, für die ebenfalls eine Pressemappe-Visu versäumt wurde.


    Die Idee eines freien Übungsprojektes ist nicht schlecht - das könnte eine realisierung anstoßen!
    Aber warum sollte man, wenn Baurechtlich (aus Flugsicherheitsgründen) in Düsseldorf nicht mehr als 140 m machbar sind, sich über was höheres Gedanken machen?
    Das dürfte bei einem Ideen-Wettbewerb nicht gerade förderlich für die Motivation sein.


    Erg.: Die WZ betont im aktuellen MIPIM-Bericht mit der Überschrift die Hochhausprojekte, doch von den 5 Bildern zeigen sicherheitshalber nur 2 Hochhaus-Visualisierungen - das Hotel an der Moskauer Straße und den Komplex südöstlich vom Medienhafen (Plockstraße / Völklinger Straße).


    Du und eine Schlussfolgerungen! :nono:
    Hast du den Autor des Artikels dazu befragt oder wie kommst du darauf?
    Zudem zeigt der Artikel drei Hochhaus-Visualisierungen - das vom Lahnweg/SIEMENS-Gelände hast du offenbar übersehen. ;)


    Ich erwähne gleich hier noch eine interessante Nachricht aus dem WZ-Artikel, obwohl kein Hochhaus - das Kö-Quartier mit 55.000 Qm Büro- und Geschäftsflächen an der Benrather Straße und der Breiten Straße soll aus 7 Gebäuden (bzw. differenzierten Fassaden) bestehen - die Visualisierungen zeigen ein paar, aber ich habe mit weniger gerechnet.


    Ich sehe nur eine Visualisierung zu dem Projekt, die zudem die gleiche wie auf dem Bauzaun ist - und die zeigt genau drei verschiedene Fassaden.
    Nur weil es 7 Gebäude sind, muss daraus nicht die gleiche Anzahl an differenzierten Fassaden schließen - logisch sind dann nur 7 Hauseingänge....