Bauprojekte zwischen Ostpark und Grusonstraße / Ostbahnhof

  • Pläne über bisher via OF laufende Regionalexpresszüge aus Fulda oder Würzburg über den Ostbahnhof zu führen wären natürlich sinnvoll. Ohnehin soll die neue EZB ja aber erst im zweiten Quartel 2014 (Beitrag von Schmittchen) bezugsfertig sein. Vorher tut sich wahrscheinlich nichts.

  • Ich ergänze noch um ein Foto mit dem von fizgig in #12 "recht ordentlich" genannten Gebäude. Leider befindet sich dies in keinem sonderlich ansehnlichen Zustand.



    Bild von mir, Stand: 07.03.2010

  • Das war ein Wohngebäude für Bahnbedienstete, meine ich mal gelesen zu haben, rechts auf dieser Vorkriegsaufnahme ist es gut zu sehen. Leider wird es wohl abgerissen, in allen Planungen für eine Neubebauung kommt es nicht mehr vor. Gleiches gilt für den Hochbunker.

  • und es ist auch nicht wirklich erhaltenswert.
    als teil eines ensembles welches lange nicht mehr existiert mag es mal funktioniert haben, aber etwas besonders erhaltenswertes ist es nicht, weder seiner architektur, noch seines zustands geschuldet.
    vielleicht gibts gleich wieder rote schlingel für mich, aber solche architektonische und städtebauliche nebensächlichkeiten opfere mit freuden, wenn es einer gelungenen neuordnung des platzes zugute kommt.

  • Wenn es denn eine gelungene Neuordnung wäre... Die Baukörper sind von ihrer Form her aber nicht unbedingt dazu geeignet. Wäre ja auch zu einfach einfach mal nen Blockrand zu bauen. Ne ne, dann lieber irgendwelche komischen Formen, im Fall Ostbahnhof also ein S, an der Bockenheimer Warte Fischgräten, in einem Teil des Europaviertels ebenfalls S,... Ist zwar städtebaulich völlig absurd und schafft nur suboptimale Stadträume aber wie gesagt, Blockrand wäre ja zu einfach... :Nieder:

  • falls das eine antwort auf meinen einwurf sein soll, rohne, dazu nur soviel:


    enzündet hat sich die motivation dazu an schmittchens "leider" einen beitrag weiter oben.
    im allgemeinen vielleicht auch an dem hier im forum weitverbreiteten paradigma, dass so ziemlich alles, was irgendwie schön alt ist, (und besonders "gründerzeitler") schon allein deshalb per se als erhaltenswert, um nicht zu sagen für so manchen hier unantastbar gehandelt wird.
    das sehe ich nicht so. die besondere qualität dessen, was unter artenschutz gestellt wird ist für mich schon auch wichtig, und eben diese sehe ich bei dem oben gezeigten nicht.
    ebensowichtig erachte ich auch die abwägung zwischen der qualität dessen, was erhalten werden soll, und der möglichen neuen alternative.
    welches von beidem hier im konkreten fall besser ist, habe ich hier gar nicht mal bewerten wollen.


    ich halte für den danziger platz eine klar ablesbare platzkante durchaus für wünschenswert, und deinem wunsch nach blockrandbebauung entnehme ich, dass wir uns in dem punkt einig sind.
    schaue ich mir frantzkes entwurf an, dann denke ich aber, dass die baumassenverteilung diese platzkante optisch durchaus hergibt.
    dieser wäre das besagte gebäude aber kaum zugute gekommen.
    da wäre es schon hilfreich, wenn solche begriffe, wie "absurd" erklärt würden.


    die architektur ist dann immer nochmal ne andere frage....

  • Nunja, aber der Frantzke-Entwurf ist nunmal keine Blockrandbebauung. Die Stadträume die durch solche enormen Fassadenrücksprünge mit den daraus resultierenden halböffentlichen Räumen entstehen, sind nunmal alles andere als attraktiv.
    Zum Altbau hab ich mich dabei noch gar nicht geäußert. Vor dem Hintergrund der Tatsache dass im Krieg, und ganz schlimm während "Wiederaufbau" und den 70ern, und mittlerweile auch in letzter Zeit wieder verstärkt Altbauten verloren gingen und immer noch gehen, ist natürlich jeder weitere Abriss per se erstmal kritisch zu bewerten. Da muss das was danach kommt dann wirklich einen deutlichen Qualitätssprung darstellen, um einen Abriss zu rechtfertigen. Dass der Platz eine Neuordnung braucht steht außer Frage, und in so einem Fall kann man einen solchen Altbau zur Not auch mal opfern um eine qualitätvolle Neubebauung zu ermöglichen.
    Beim Frantzke-Entwurf vermisse ich aber diese Qualität in der städtebaulichen Anlage eben aus angesprochenen Gründen.

  • doch, er ist blockrandbebauung, nur keine geschlossene.
    und ja, es ist jeder abriss oder auch umbau per se kritisch zu bewerten, dem ein erhaltenswertes gebäude zum opfer fallen soll.
    fassadenrücksprünge sehe ich dort nicht in größerem ausmass, als es sie gäbe, würde dort z.b. eine strasse oder gasse abzweigen, oder eine einfahrt. die platzkante als solche, so lässt mich der entwurf hoffen, bleibt erfahrbar.
    aber wie gesagt, über den wollte ich eigentlich gar nicht reden, wir können gerne mal gemeinsam darüber gesondert weiterreden, besonders, wenn erstmal konkrete architekur zur diskussion steht.


    aber dass irgendetwas "nunmal alles andere als attraktiv ist", wusste ich nicht. das kann aber auch daran liegen, dass ich kein diplom der universität für geschmack in der tasche habe.

  • Jedes noch so schöne Gebäude wird irgendwann unansehnlich, wenn man es jahrzehntelang sich selbst überlässt. Ich finde, man sollte in seine Überlegungen auch einbeziehen, wie denn der Altbau in sanierter wiederhergerichteter Form aussähe. Sehr viele Altbauten in Frankfurt sind doch als solche gar nicht mehr zu erkennen, weil sie nicht saniert und oft entstellt wurden. Da kann man sie natürlich alle abreissen oder aber sanieren, bzw. teilrekonstruieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich aus diesem Altbau was machen liesse, auch wenn er jetzt wirklich zum Fürchten aussieht.

  • Ganz trauriges Projekt! Dann sollte man lieber nochmal 10 Jahre oder so sparen und den ehemaligen Ostbahnhof rekonstruieren - alles Andere ist doch nur frustrierend und gibt diesem Ort kaum eine würdevolle Identität zurück.

  • Das Problem des Ostbahnhofplatzes liegt darin, dass er seine Funktion als Verkehrsknotenpunkt verloren hat und nicht wiederbekommen wird. Die Knotenfunktion ist unter die Erde gewandert.


    Eine Funktion oder Identität für das Stadtviertel, über die Verkehrsverbindung hinaus, hatte der Platz nie - sie wäre auch für diese, von der Wohnbebauung zwischen Zoo und Bahnhof abgetrennte Ecke nur schwer zu konstruieren.


    Die klare Frage ist doch, wenn sich an diesen großen Platz aufgrund seiner nicht-Funktion niemand mehr verirrt, warum soll man ihn dann als Platz erhalten?


    Das gibt doch nur wieder Diskussionen über nicht urbane Platzgestaltung.


    Warum nicht einfach eine neue geschwungene Straßenkante, die vom heutigen Ende des Alleenrings (Henschelstraße) in die Ostbahnhofstraße führt und die Platzfläche zwischen dieser an der nordwestlichen Seite verlaufenden Straße und dem Bahnhof als Baufläche nutzen.


    Die Verbindung Grusonstraße nach Alleenring wird durch diese Bebauung geführt, der Verkehrsknoten liegt dann vor dem Hochhaus im Nordosten. Im Südwesten, von der Bebauung bis kurz vor die Dörnigheimer Straße kann nach Wegfall der Fahrbahn ein wesentlich kleinerer Platz angelegt werden.


    Die Parkplätze kann man, wie im Bornheimer Rosengärtchen, im Rahmen der Bebauung in eine Tiefgarage verlegen, die dann auch als (dort dringend gebrauchte) Quartiersgarage dienen kann. Zugänge dazu sollten gegenübe der Einmündung der Dörnigheimer Straße und nahe der U-Bahn-Station legen.

  • Also für mich ist es außer Frage, dass der Danziger Platz als Platz erhalten werden muss.
    Erinnern möchte ich an dieser Stelle noch einmal an Schmittchens Beitrag. Hier wurde berichtet, dass es schon längst hätte losgehen müssen. Wichtig zu wissen ist, dass es keinen ersten Preis im Städtebaulichen Wettbewerb gab, sondern zwei zweite. Und zwar Jo Franzke und Pussert Kosch.


    Das Stadtplanungsamt schreibt übrigens auf seiner Homepage folgendes: "Ein Endausbau der eigentlichen Platzfläche kann jedoch voraussichtlich nicht vor dem Abschluss der Bauarbeiten der Nordmainischen S-Bahn 2015/16 mit ihrer Station unter dem Platz erfolgen.
    Teile der südwestlichen Randbebauung können früher realisiert werden. Hierzu liefern die Entwürfe der beiden Preisträger wichtige Anregungen."


    Mir gefällte der Entwurf von Pussert Kosch besser, was die Fassadengestaltung angeht. Allerdings schwächelt er an der Grusonstraße. Nach den Plänen der Stadt wird die Grusonstraße für den Verkehr gesperrt, außer der 32er Bus und Müllautos wird da nichts mehr fahren. Der Hauptverkehr wird also auf der Achse Henschelstraße-Hanauer Landstraße fahren. Und zu dieser Achse sollte auch kein Gebäude abgrenzen. Was mir bei Pussert Kosch nicht gefällt, ist die Lager der Platzbegrünung. Es gibt am gesamten Platz bisher nur eine gescheite Fassade, welche es Wert ist, anzuschauen, ohne Augenkrebs zu bekommen: Danziger Platz 2-4. Leider fehlt dem Gebäude noch sein altes Dach.


    Bevor man den Danziger Platz bebaut, sollte man lieber den Ernst-Achilles-Platz beseitigen. Und das Hundeklo, die Grünfläche an der Tramhaltestelle Ostbahnhof/Sonnemannstraße, da wo früher eine Tankstelle stand, sollte gleich mit geopfert werden.

  • Hier wurde doch auch geäussert, das der Platz keine Funktion hat, da der ÖPNV unter der Erde ist.
    Was ist denn mit der Strassenbahn, die den Platz ja nicht berührt. Könnte man diese nicht über die Ostbahnhofstraße auf den Platz führen und dann über die Grusonstraße zurück auf die Hanauer? War das vielleicht früher mal so? Zugegeben, dadurch müsste der Strassenverkehr auf der Hanauer 2x gekreuzt werden und die Haltestelle wäre weiter weg von der EZB, aber es gäbe eine direkte Umsteigemöglichkeit zur U-und S-Bahn.


    Was die Platzgestaltung selbst angeht, bietet der Platz doch ne Menge Potential, gerade weil keine erhaltenswerte Architektur existiert. Das Bahnhosgebäude muss weg! Wie kann die geplante Grünverbindung zwischen Ostpark und neuem Park am Main hergestellt werden? Die Grünverbindung sollte doch über die Brücke gehen,oder? Da könnte man doch z.B. ne schöne Freitreppe auf den Bahndamm schaffen.

  • In der Tat fuhr sie mal so, wurde dann umgeleitet für den Bau der U-Bahn und als die fertig war hat man es so gelassen, auch grade wegen dem zweimaligen Kreuzen der Hanauer. Umsteigemöglichkeiten zur S-Bahn gäbe es auch an der Ostendstraße, dort sind zusätzlich noch die Linien Richtung Südbahnhof (S3-6 und Tram 14) erreichbar.

  • Fizgig: Der Bahn-Personenverkehr am Ostbahnhof wird zukünftig, auch durch die nordmainische S-Bahn, in der Hauptsache unterirdisch ablaufen.
    Selbst wenn eine Handvoll Regionalzüge von Offenabch nach F-Ost umgeleitet würden um die EZB besser anzubinden resultieren daraus ein paar Hundert Fahrgäste, die Morgens durch die Grusonstraße zur EZB hetzen werden.
    Der Verkehrsstrom am Ostbahnhof hat sich von der bisherigen Bahnhofs/Platzseite zum Ausgang in Richtung Ferdinand-Happ-Starße verlagert.


    Plätze sollen Menschen dienen - aber wenn die Menschen auf dieser Seite keinen so gewaltigen Platz brauchen, weil sie keinen Grund haben, sich dahin zu begeben, dann braucht man den Platz auch nicht aufwändig zu präsentieren.


    Wichtiger wäre eine ansprechende Umgebung auf der gegenüberliegenden Seite des Bahnhofs, Richtung Ferdinand-Happ-Straße/Hanauer-Landstraße, wo die Menschen sind.

  • Vorschlag Neuordnung

    Anbei mein Vorschlag zur Neuordnung des Areals:


    https://model2.de/light/5666/danzigerplatzkopiepjoz.jpg


    Luftbild: Vermessungsamt Frankfurt, Grafik: PornoPuma


    Rot: Linie 11 (Straßenbahn)
    Türkis: RE-Linie 50 (Frankfurt-Hanau-Wächtersbach-Fulda)
    Gelb: Hauptstraßen
    Beige: Nebenstraßen


    Der Vorschlag würde ein Optimum im ÖPNV liefern. Man hätte keine Laufwege mehr, sondern zu allen Verkehrsmitteln nur noch eine Umsteigestelle: S-/U-Bahn, Straßenbahn und Regionalverkehr. Alles wäre in der Unterführung gesammelt. Dabei wäre es natürlich noch besser, wenn man die Hanauer Landstraße ebenfalls durch diese Unterführung der DB-Gleise führen könnte. Den zweiten Personentunnel zu den Gleisen der Bahn könnte man schließen. Durch den Wegfall einer Straßenbahnhaltestelle könnte die 11 weiter beschleunigt werden. Auch die Buslinien könnten direkt an der Nordseite des Platzes halten oder eine Vorfahrt über den Platz bekommen.


    Und endlich würde der Danziger Platz wieder mehr Personen statt Autos sehen. Wenn er neu gestaltet ist und an den Rändern auch wieder Nutzung in Form von Läden und Cafés zu finden ist, wird der Platz bald wieder Quartiersmittelpunkt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Tengelmann aus dem viel zu kleinen Ladengeschäft in der Hanauer hier her zieht. Und die Wohnbebauung am nördlichen Rand könnte dann nach und nach ersetzt werden.


    Der Weg vom Umsteigeknotenpunkt zum EZB-Turm wäre insgesamt ca. 450 Meter. Wobei ich bezweifel, dass alle EZB-Mitarbeiter die Bahn nehmen. Schön wär´s. Die Grusonstraße ist übrigens nur ca. 100 Meter lang.


    Wenn die Alte Feuerwache endlich bebaut würde, dann wären auch wieder genug Menschen da, um den Platz zu nutzen!

  • ^Der Vorschlag escheint mir schlicht unbrauchbar.
    Es geht los, mit der Straßenbahn in der Unterführung, deren Höhe nach oben durch die Bahngleise und nach unten durch die U-Bahn-Ebene und aufgrund ihrer Auslegung als Fußgängerbeeich auch in der Tragkraft begrenzt ist.


    Dann wieder die gewagte Annahme, man könne der Danziger Platz zum Quartiersmittelpunkt machen: Er war es nie, damit kann er es nicht "wieder" werden.


    Die Größe des heutigen "Platzes" wurde bestimmt durch das Wendegleis der Straßenbahn und den Omnibushalt sowie die Aufstellflächen für die Fahrgäste - es gab sogar mal ein Kiosk.


    Der Fußgängerverkehr, soweit er nicht schon immer reiner Umsteigeverkehr zur Straßenbahn oder dem 32er Bus war, zog vom Ostbahnhof in die Gewerbeansiedlung entlang der Ostparkstraße oder eben in den Bereich des Osthafens.


    Restaurants an der Südseite des Platzes - das letzte war glaub' ich ein Eiscafé, 1979 hatten die schon leckeres Kokoseis - haben sich nicht halten können, da umsteigende Pendler eben keinen Umsatz machen.


    Als Quartiersmittelpunkt müsste er eine Funktion haben, die die Anwohner anzieht. Die typische Fußgängerdistanz ist lt. GVP2000 auf etwa 500 Meter begrenzt. Damit erreicht man per Luftlinie von der Platzmitte aus nach Westen die Windeckstraße, nach Nordwesten begrenzt der Zoo und nach Nordost ist die Dahlmannstraße unterhalb der Röhnstraße die Grenze - hier ist auch noch ein beachtlicher Höhenunterschied zu überwinden.
    Auf der anderen Seite des Ostbahnhofs reicht die Distanz bis zur Lauenhardtstraße oder dem Osthafenplatz (da wohnt aber kaum jemand).


    In diesem Gebiet gibt es bereits hervorragende Verkehrsanbindungen, ihre Einkäufe erledigen die Bewohner des Viertels (wenn zu Fuß) in Supermärkten und Discountern an der Hanauer Landstraße (Penny, Tengelmann) oder aber in der Röhnstraße.


    Also bleibt die Frage, womit man an dieser Stelle Menschen anzieht, statt sie nur durchlaufen zu lassen und sich dann über mangelhafte Aufenthaltsqualität zu beklagen (siehe Goetheplatz).


    Für einen neuen Ostbahnhofplatz muss man die Angebote auf den Bereich konzentrieren, der von den Nutzern auch erreicht wird - eine große Freifläche ist da meist wenig hilfreich.

  • @ Xalinai:
    Ja, der Vorschlag ist schlicht unbrauchbar. Er ist sogar vollkommener Schrott, wenn man glaubt, dass alle EZBler die Straßenbahn nutzen und der Reste der Bevölkerung im Ostend nur mit dem Auto fährt. Wenn man davon ausgeht, dass Plätze nur Stellen in der Stadt sind, auf denen eigentlich Häuser gebaut werden müssten. Wenn man an der Ist-Situation aus Gewohnheit lieber festhält, als an einer städtebaulichen Aufwertung.


    Wenn ich mir den Platz jetzt anschaue, so vergammelt und heruntergekommen, dann frage ich mich auch, wofür der Platz denn eigentlich da ist. Das Optimum für den ÖPNV ist nunmal, eine zentrale Umsteigehaltestelle zu haben. Das ist die Basis einer erfolgreichen entwicklung der Fläche. Und wenn die Unterführung zu klein ist, muss Sie baulich verändert werden. Das könnte im Zuge eines neuen Zugangs zum Bahnsteig der Regionalexpress-Linien oder Zugänge zur S-Bahn geschehen.


    Es geht hier um eine städtebauliche Aufwertung. Auch auf dem Gelände des Schwedler Careés wird sich noch einiges tun. Dazu kommt noch das Honsell-Dreieck und das angekündigte B&B-Hotel direkt am Südausgang der U-Bahn. Das sind alles neben der EZB Frequenzbringer. Weiter entstehen die Eastside Lofts und auch Dock 2.0 liegt keine 500 Meter weit weg. Am Osthafenplatz gibt es sehr viele Wohnungen: Hagenstraße, Weißbachstraße. Übrigens habe ich da selbst zwei Jahre gewohnt. Zu der Zeit gab es leider noch keinen Zugang zur U-Bahn von der Südseite aus. da musste man immer außen rum rennen und überlegen, welches Verkehrsmittel nun das schnellste sein könnte: U-Bahn oder Straßenbahn.


    Bei der künftigen Anzahl an Wohn- und Arbeitsplätzen muss die Stadt Frankfurt einen Platz mit Aufenthaltsqualität vorweisen. Die Nutzer werden ihn dann auch annehmen. Menschen sind genügend in greifbarer Nähe.

  • Also nochmal in wenigen Worten die Frage:


    Warum sollen die Menschen auf den Platz kommen, was sollen sie dort tun?

  • Ich würde erstmal den Vergleich zu anderen, ähnlich gearteten Plätzen in der Stadt suchen:


    Positives Beispiel - Südbahnhof
    Der Platz hat eine klare Struktur, mit seinen Sternförmigen Strassen und der ansprechenden Bebauung wirkt er geschlossen. Die Platzmitte hat sowohl Grün als auch die Möglichkeit, kleine Märkte abzuhalten. Durch die Strassenbahn und Busse gibt es eine Oberirdische Umsteigesituation, die für die Belebung des Platzes sorgen. Ausserdem ist der Bahnhof noch die Verbindung zwischen südlichen und nördlichen Sachsenhausen. Dazu kommt ein dem Platz angemessense Bahnhofsgebäude. Das ganze Ensemble wirkt stimmig.
    Es fehlen hier aber Einkausmöglichkeiten, also ein Supermarkt oder ähnliches, die gibts erst Richtung Strassenbahndepot. Die Funktion Einkaufen ist für diesen Platz nicht relevant.
    Trotzdem ist der Platz belebt und dient als direkte Erschliessung des umliegenden Sachsenhausen.


    Negative Beispiel - Westbahnhof
    Auch hier gibt es Umsteigemöglichkeiten zwischen Bussen. S-Bahn und Regionalbahnen. Der Bahnhof ist zudem auch die Verbindung zwischen Bockenheim und dem westlichen Gebiet um die Ohmstraße. Aber der Vorplatz hat nur Hinterhofcharakter, das Bahnhosgebäude hat keinerlei Charme und bis auf ein Kisok gibt es nix, was zum verweilen einlädt.


    Fazit für den Ostbahnhof aus diesen beiden Beispielen:
    Der Platz muss städtebaulich sinnvoll eingerahmt werden und Aufenthaltsqualität bieten. Er muss ein Verbindungsfunktions zwischen Ostend und Hanuaer Landstraße sein und dazu auch Funktionen bereitstellen. Sowohl im Bereich Restaurant/Cafe als auch Einkaufen als zusätzliche Funktion. Wenn dann ab und an ein Markt stattfindet, könnte sich der Platz vorm Ostbahnhof zu einem Quartierplatz entwickeln.
    Hilfreich wäre dann eben auch eine Konzentration der Umsteigemöglichkeiten zwischen den Verkehrsträgern.