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Alt 05.07.12, 08:53   #1
LE Mon. hist.
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Leipzig: Neubauvorhaben westlich des Hbf (ehem. Alter Zoll)

Die LVZ berichtet heute über die Pläne der ehemaligen Bahntochter aurelis Real Estate, auf den brachliegenden Bahnflächen unmittelbar westlich des Hauptbahnhofs ein neues Wohnquartier zu bauen.

LVZ, 5.7.2012
Neuer Anlauf für riesiges Areal am Hauptbahnhof
Spezialisten für Brachen mit Gleisanschluss
Firma Aurelis plant Quartier "Am alten Zoll"

LVZ Immo, 5.7.2012
Konkrete Planungen für Brachland am Hauptbahnhof
http://www.lvz-immo.de/q/-themen/rat...m-Hauptbahnhof

Das Konzept wurde gestern vom Regionalleiter der Eigentümerfirma Aurelis, Harald Hempen, auf Einladung der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie des Leipziger Fachkreises Gewerbeimmobilien vor 120 Gästen im Marriott-Hotel vorgestellt.

Auf der dem elf Hektar große Areal zwischen Berliner Straße und Hauptbahnhof soll ein neues Stadtviertel unter dem Namen "Am alten Zoll" mit 250 Wohnungen, Gewerbe, Hotel, Gymnasium und einem grünen Korridor entlang der Parthe entstehen. Zunächst hatte Aurelis lange Zeit erfolglos versucht, die Genehmigung für einen "Großmarkt" an dieser Stelle zu erhalten, was von der Stadt jedoch kategorisch abgelehnt wurde. Nun holte der Eigentümer wieder das Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs von 2008 aus der Schublade, den das Kölner Planungsbüro Astoc in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Büro bgmr Landschaftsarchitekten gewonnen hatte.

Zu diesem Konzept sollen einige neue Elemente hinzukommen, insbesondere das Vorhalten von 18000 Quadratmetern für den Bau eines vier- oder fünfzügigen Gymnasiums. Mit der städtischen Bedarfsplanung sei eine Realisierung "für die Zeit ab 2020" abgestimmt.

Allerdigs soll nun "schnellstens" am südlichen Ende, also direkt neben dem Hauptbahnhof, ein Anfang als "sichtbares Zeichen" gesetzt werden. Das früheres Zollgebäude an der Straße zum Parkhaus West soll künftig als Büro- oder Ärztehaus sowie durch Gastronomie genutzt werden. Für die Ziegelgebäude dahinter verhandle Aurelis mit einem Hotelbetreiber, der 120 bis 150 Zimmer im Zwei- bis Drei-Sterne-Bereich vorgesehen habe. Direkt an der Kurt-Schumacher-Straße könnten Häuser für betreutes Wohnen und/oder Student_innen entstehen. Neben dem Flusslauf der Parthe sind Stadthäuser geplant. Diese Bauarbeiten sollen laut Hempen bereits 2013, spätestens 2014 beginnen. Noch in dieses Jahr wird der zwei Millionen Euro teure Ausbau von Hallen abgeschlossen, in denen Lebensmittel für den Fernverkehr der Bahn AG vorbereitet werden.

Für die Gesamtentwicklung des Areals mit etlichen Büro- und Gewerbeflächen, einer grünen Promenade an der Parthe, einer Fußgängerbrücke über den Fluss sowie Autozufahrten im Süden und Norden wird "eine Dekade" angesetzt. Der Leiter des Stadtplanungsamtes Jochem Lunebach kündigte eine öffentlichte Diskussion der Pläne mit Politiker und Bürgerinnen für nach dem Sommer an.

Siehe auch die älteren Beiträge hier im Forum unter

http://www.deutsches-architektur-for...265#post211265
http://www.deutsches-architektur-for...d.php?p=277607

Geändert von LE Mon. hist. (05.07.12 um 09:12 Uhr)
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Alt 06.07.12, 12:08   #2
DaseBLN
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DaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiellDaseBLN ist essentiell
So richtig visionär ist das nicht, aber schön, dass jetzt schnell ein Zeichen gesetzt werden soll, indem das Zollgebäude saniert wird. Ähnlich wie der danebenliegende Kopfbau des Parkhauses mit Fahrradladen (bzw. die Fassade dessen, mehr ist ja nicht übrig) könnte das m.E. eine ganz gute Wirkung haben. Eventuell sollte man sich in dem Zusammenhang aber überlegen, die trennende Mauer zum Bahngelände abzureissen oder, sofern das aufgrund des Gefälles zu schwierig ist, zumindest Durchbrüche für Fußgänger zu schaffen. Mittelfristig wäre hier auch eine Neugestaltung der Bahnanlagen (prädestiniert für Rasengleis) anzudenken.
__________________
Alle Bilder, soweit nicht anders angegeben, von mir.

Fotos im DAF: Moskau
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Alt 06.07.12, 20:14   #3
LE Mon. hist.
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Gleich zwei Bahnbögen in Planung

Über das Gelände könnte ja sowohl der vom Ökolöwen angeregte Bahnbogen Gohlis - http://www.deutsches-architektur-for...612#post341612 - als auch der Parkbogen Ost - http://www.deutsches-architektur-for...954#post341954 - führen

"Der Radweg könnte auf den nicht mehr benötigten Gleisen über die Berliner
Brücke geführt und im Bahnhofsvorfeld an die Straße „Willi-Brandt-Platz“
zwischen Parkhaus-West und Bahnhof angeschlossen werden."
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Alt 08.07.12, 15:03   #4
Stahlbauer
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Stahlbauer ist essentiellStahlbauer ist essentiellStahlbauer ist essentiellStahlbauer ist essentiellStahlbauer ist essentiellStahlbauer ist essentiellStahlbauer ist essentiellStahlbauer ist essentiellStahlbauer ist essentiellStahlbauer ist essentiell
Mich würde interessieren, ob man schon Interessenten für die Gewerbeimmobilien hat.

HIER das Beispiel einer visionären Planung.

Geändert von Stahlbauer (23.08.12 um 18:15 Uhr)
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Alt 12.07.12, 17:28   #5
hedges
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hedges ist im DAF berühmthedges ist im DAF berühmt
Visionär sieht anders aus, das stimmt, aber in Leipzig ist gegenwärtig wohl nicht anderes machbar. Die Öffnung des Quartiers zum anliegenden Straßenraster wäre def. notwendig und würde hoffentlich auch einen positiven Einfluß auf die Kurt-Schumacher-Straße haben. Was ich von den geplanten Stadthäusern halten soll weiss ich nicht. Auf der einen Seite könnten diese den Chrakter eines eingenständigen Quartiers unterstreichen und dem Gebiet Leben einhauchen. Auf der anderen Seite wären diese umgeben von Schienenanlagen, Hochhausbebauung, und Hauptverkehrsstraßen. Aber vielleicht ist genau das der Reiz des Ganzen.

Alles in Allem wäre es sicher sehr interessant, in einem Gesamtkonzept welches auch einen grünen Bogen nach Gohlis beinhaltet. Falls man es richtig angeht, kann man hier zeigen das ein Bahnhofsviertel auch anders geht - ohne Fast Food, dunklen Spielunken, Prostitution und Drogen. Warum nicht...
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Alt 23.08.12, 17:57   #6
LE Mon. hist.
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Heute war Spatenstich für die Logistikhalle

Am heutigen Donnerstag setzten Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und der Regionalleiter des Immobilienunternehmens Aurelis Real Estate, Harald Hempen, an der Westseite des Bahnhofs den Spatenstich für eine Logistikhalle. In dem Kühl- und Tiefkühllager werden künftig die Speisen für das Angebot der Bordrestaurants in den Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn verpackt.

MZ-web, 23.08.12
In Leipzig entsteht ein neues Stadtviertel
http://www.mz-web.de/servlet/Content...=1345706441904

LF, 23.08.12
250 Wohnung und ein Hotel - Neues Wohnquartier am Hauptbahnhof entsteht
http://www.leipzig-fernsehen.de/defa...owNews=1207562
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Alt 24.08.12, 07:12   #7
Cowboy
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Cowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes AnsehenCowboy genießt höchstes Ansehen
In der LVZ gibt es ein Luftbild, worauf das Gelände des neuen Stadtviertels zu sehen ist. Sieht von oben recht idyllisch aus mit dem Parthenverlauf. Auch eine Visualisierung der Parthe ist zu finden.
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Alt 25.08.12, 10:48   #8
TomLE
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TomLE befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
^

Tatsächlich besteht dort zur Zeit noch soetwas wie Idylle. Fraglich ist, ob und wie diese nach der Bebauung noch weiterbesteht.
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Alt 25.08.12, 11:07   #9
Saxonia
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Saxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz sein
Eine Brache als idyllisch zu bezeichnen, ist ja sehr romantisierend^^.
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Alt 02.11.12, 06:18   #10
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Öffentlichkeitsbeteiligung im Planverfahren startet

PM Stadt Leipzig, 01.11.2012
http://www.leipzig.de/de/buerger/new...of-24292.shtml

Zitat:
Öffentlichkeitsbeteiligung im Planverfahren für Areal westlich des Hauptbahnhofs

Der Bebauungsplan-Vorentwurf für die ehemaligen Bahnflächen zwischen Hauptbahnhof und Parthe ist von Oberbürgermeister Burkhard Jung auf Vorschlag von Baubürgermeister Martin zur Nedden zur Auslegung im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung freigegeben worden. Termin und Ort werden noch gesondert bekannt gemacht. Planungsanlass sind die Bestrebungen zur Umnutzung und und Umstrukturierung der ehemaligen Bahnflächen durch den Grundstückseigentümer sowie die Planungen für den Rad- und Fußweg der Nordtangente auf dem östlichen Partheufer.

Für das rund elf Hektar große Areal soll in zwei aufeinander folgenden Stufen Baurecht geschaffen werden. Anvisiert wird eine der exponierten Lage angemessene Entwicklung im Sinne der sozial- und wirtschaftspolitischen Strategie Leipzigs. Vorgesehen sind Büros, Dienstleistungseinrichtungen, Wohnungen und mittelfristig eine Schule sowie attraktive Frei- und Grünflächen an der Parthe. Der vorliegende Entwurf enthält u. a. Festsetzungen über den Verlauf der öffentlichen Straßen, die Infrastruktur, die Lage der öffentlichen Grünflächen und die Bauflächen. Weiter gehende Festsetzungen werden in der zweiten Stufe des Planungsprozesses in maßnahmenbezogenen Bebauungsplänen getroffen.
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Alt 19.12.12, 09:56   #11
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B-Plan Nr. 323.2 Westlich des Hauptbahnhofes, südlich der Parthe

Bebauungsplan Nr. 323.2 Westlich des Hauptbahnhofes, südlich der Parthe
(11.12.2012)
http://www.leipzig.de/de/buerger/sta...he-24604.shtml

Zum Vorentwurf des Bebauungsplans Nr. 323.2 "Westlich des Hauptbahnhofes, Teilbereich südlich der Parthe" wird die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) durchgeführt. Das Plangebiet befindet sich in Leipzig-Mitte, in den Ortsteilen Zentrum-Nord und Zentrum-Ost zwischen Preußenseite, Kurt-Schumacher-Straße und Berliner Straße (siehe Karte).

Unterrichtung der Öffentlichkeit

Die Unterlagen sind vom 11.12.2012 bis 18.01.2013 im Neuen Rathaus, Martin-Luther-Ring 4 - 6, 04109 Leipzig, Stadtplanungsamt, vor dem Zimmer 499 ausgestellt.

Bürgerforum:
Am Mittwoch, dem 09.01.2013, um 18:00 Uhr findet die Erörterung der Planung im Sitzungssaal des Neuen Rathauses (Zi. 258) statt.
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Alt 31.12.12, 06:21   #12
LE Mon. hist.
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Vorschlag eines autofreien Quartiers westlich des Hauptbahnhofs

Im Rahmen des Bürgerwettbewerbs "Ideen für den Stadtverkehr" hat der Ökolöwe vorgeschlagen, das Quartier westlich des Hauptbahnhofs autofrei zu planen. Außerdem wirbt er beim Projektentwickler aurelis Real Estate Management für dessen Umsetzung.

06.11.2012
Autofrei wohnen in Leipzig
http://www.ökolöwe.de/text,2252,nach...obilitaet.html

Zitat:
Das Gebiet bietet sich, auf Grund seiner Lage und infrastrukturellen Anbindung geradezu dafür an, autofrei erschlossen zu werden. Es liegt absolut innenstadtnah, in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof, dem zentralen Knoten des ÖPNV, des Regional- und Fernverkehrs. Die Erschließung des Quartiers wäre dann so zu gestalten, dass die Wege innerhalb des Viertels zu Fuß und per Rad zurückgelegt werden würden. Der Autoverkehr würde am schon vorhandenen Parkhaus enden. Die Straßen wären optisch so zu gestalten, dass der Vorrang von Fahrradfahrern und Fußgängern ersichtlich wäre. Die Belieferung der Betriebe und Haushalte bliebe, ähnlich wie bei Fußgängerzonen, gewährleistet.

Um an diesem Standort ein autofreies Quartier zu entwickeln und mit der dafür notwendigen Infrastruktur auszustatten, müssten nur schon vorhandene Pläne, wie zum Beispiel das Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof, umgesetzt werden. Durch das „Fehlen“ von parkenden Autos stünde viel Platz zur Verfügung um Grünflächen und Plätze für Bewohner und Besucher anzulegen und so eine außergewöhnliche Aufenthaltsqualität im Viertel schaffen. Das Viertel würde alle Vorteile des innerstädtischen Wohnens und Arbeitens bieten, ohne die Nachteile des Großstadtverkehrs. Die Bewohner, Geschäftstätigen und Kunden wären, auf Grund der Konzentration von Mobilitätsdienstleistungen im Umfeld, in einem hohen Maße mobil – ganz ohne Auto!
Der Vorschlag des Ökolöwen steht im Zusammenhang mit dem Vorschlag des ADFC, den Promenadenring vor dem Hauptbahnhof für Autos zu sperren, um einen größeren Bahnhofsvorplatz zu etablieren. Siehe die Diskussion dazu unter
http://www.deutsches-architektur-for...477#post358477 .
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Alt 31.12.12, 08:30   #13
Martin Pohle
 
Beiträge: n/a
Laut der bisher veröffentlichen Leitplanung ist der Bau einer Erschließungsstrasse abgehend von der Kreuzung Roscher/Berliner Strasse geplant. Inwiefern berücksichtigen die Vorschläge des Ökolöwen diese bestehenden Planungen? Auch soll das Quartier eine Schule erhalten, diese muss verkehrlich angebunden sein - insbes. für Busverkehr.

Generell ist diese Idee bedenkenswert. In anderen Stadtvierteln wäre ich gegen diese Planung, hier wird aber nicht im BEstand gebaut, sondern komplett neu geplant. Auch eignet sich die relativ abgeschlossene Lage zwischen Parthenlauf und Bahngelände gut dazu, da es sich um ein relativ kleines abgrenztes Quartier handelt, das mit wenig Kostenaufwand autofrei gehalten werden kann. In Bestandsquartieren mit dichter Altbebauung ist dies schwerer. Bedenkenswert!
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Alt 31.12.12, 09:36   #14
LE Mon. hist.
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Bei dem Vorschlag geht es nicht um den Busverkehr im Zusammenhang mit der Schule, wobei wahrscheinlich kaum ein Gebiet so gut mit dem ÖPNV (12 Straßenbahnlinien, 8 Buslinien, 4 (zukünftig 5) S-Bahnlinien) erschlossen ist wie dieses, sondern um den motorisierten Individualverkehr. Es sollte keinen Autoverkehr bis auf Blau-/ Gelblichtfahrzeuge und berechtigte Ausnahmefälle geben. Außerdem liegt das geplante Gymnasium am Rand des Areals:

Gestaltungsplan PDF (1,1 MB)
http://www.leipzig.de/imperia/md/con...rahmenplan.pdf

Der Ökolöwe unterscheidet zwei Typen von autofreien Quartieren, bei beiden sind PKW-Stellplätze in unterschiedlicher Zahl und Nutzungsbeschränkung am Rand des Quartiers vorgesehen:

http://www.ökolöwe.de/media/documents/1352213982_1.pdf

Typ 1 „autofrei“:
- 0,0 bis 0,2 Stellplätze pro Wohnung, i.d.R. am Quartiersrand, für Car-Sharing-Dienste, Behinderte, Besucher und speziell begründete Ausnahmefälle
- für Gewerbe ggf. zusätzliche Stellplätze außerhalb dieses Stellplatz-Schlüssels
- Freiwillig kein individueller Autobesitz und kein privater Autoverkehr im Gebiet
- Spezielle Regelungen z.B. für Möbelwagen, Behindertentransporte, Taxen, gewerbliche Anlieferungen und vergleichbare, notwendige Ausnahmen.
- I.d.R. rechtliche Regelungen zur Autofreiheit in Kauf-/Mietverträgen, Grundbucheintrag, planungsrechtliche Instrumente, städtebauliche Verträge, etc.

Typ 2 „optisch autofrei“
- Keine Regulation zu den Stellplätzen, d.h. ortsübliche Anzahl Stellplätze pro Wohnung
- Lage dieser Stellplätze i.d.R. am Quartiersrand
- Kein privater Autoverkehr im Gebiet, Ausnahmen nur für Blau- und Gelblichtfahrzeuge (Feuerwehr, Entsorgung, etc.), und andere begründete Ausnahmefälle
- Ortsübliche Mischung von autofreien und autobesitzenden Haushalten, keine rechtliche Bindung zur Autofreiheit

Zu den bisherigen Planungen gibt der Ökolöwe zu bedenken:
Zitat:
In der Planung des zukünftigen Quartiers westlich des Leipziger Hauptbahnhofs sind vier Bebauungsbänder parallel zu den Gleisen vorgesehen. Das Östliche, direkt an den Gleisen gelegen, mit reiner Gewerbenutzung, das Westliche als reines Wohngebiet. Dazwischen zwei Bänder mit gemischter Nutzung, die das bestehende Parkhaus und eine dahinter geplante Schule, Hotels, Büros und Wohnen umfasst. Die Erschließung des Areals soll im Westen im Bereich des Bahnhofsvorplatzes erfolgen. Die geplante Straße teilt sich unmittelbar hinter der Quartierszufahrt in zwei Erschließungsstränge auf: Die im Osten, zwischen Parkhaus und einem denkmalgeschützten Gebäude verlaufende Haupterschließungsstraße bindet im Norden an die Berliner Straße an, eine weitere Straße verläuft im Südwesten des Areals und erschließt unter anderem die Wohnbebauung. Die ursprünglich vorgesehene mittige Erschließungsstraße soll als eine Fuß- und Radwegeverbindung, die vom Bahnhof durch das gesamte Gebiet hindurch führt und im Norden an einen Radweg am Partheufer anschließt, ausgeführt werden. Mit der geplanten Verbindung zwischen Kurt-Schumacher-Straße und Berliner Straße würde, eine für Autofahrer attraktive, Verbindung zwischen Ring und dem Norden Leipzigs geschaffen, die zu einem erhöhten Durchgangsverkehr führen kann. Damit läuft das entstehende Quartier Gefahr, nicht den von Planern geforderten eigenen Stadtteilcharakter als attraktives Wohn- und Arbeitsviertel sondern das Image eines lauten Durchgangsortes zu gewinnen.
Er schlägt daher diese Umsetzung vor:
Zitat:
Die Erschließung des Quartiers wäre dann so zu gestalten, dass die Wege innerhalb des Viertels zu Fuß und per Rad zurückgelegt werden. Der Autoverkehr endet am Parkhaus. Die Straßen sind optisch so zu gestalten, dass der Vorrang von Fahrradfahrern und Fußgängern ersichtlich ist. Die Belieferung der Betriebe bleibt, ähnlich wie bei Fußgängerzonen, gewährleistet. Anwohner hätten zwar die Möglichkeit, gestaltete man das Quartier zumindest „optisch autofrei“ mit einem Auto zu ihrer Wohnung zu fahren, etwa zum Ein- und Ausladen von Einkäufen, geparkt werden würde jedoch außerhalb des Quartiers, an einer Carsharingstation oder mit dem eigenen Auto in einer Quartiersgarage am Rand des Viertels. Dafür könnte das schon vorhandene Parkhaus genutzt werden, in dem dann eine Ebene für dauerparkende Anwohner reserviert werden müsste. Um die Nutzung des Rades als Alternative zum Auto attraktiv zu machen müssen gleichwertige, sichere und überdachte Abstellmöglichkeiten für Räder und Lastenräder direkt an den Wohn- und Geschäftshäusern geschaffen werden.

Um an diesem Standort ein autofreies Quartier zu entwickeln und mit der dafür notwendigen Infrastruktur auszustatten müssten die schon vorhandenen Pläne, wie zum Beispiel für das Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof, umgesetzt werden. Für autofreies Wohnen notwendige Carsharing-Einrichtungen könnten im Erdgeschoss des Bestehenden Parkhauses oder an einem eigenen Standort am Eingang zum Viertel realisiert werden. Kinder, die mit dem Auto zur Schule gebracht werden, könnten, wie im Programm „Schulweg Safari“ vorgeschlagen, über eine „Elternhaltestelle“ an der Westseite des Bahnhofes gefahrlos durch das Autofreie Quartier zur Schule laufen.
Der Standort Hauptbahnhof könnte in diesem Rahmen abseits der notwendigen Infrastruktur für autofreies Wohnen zu einem Verkehrsdrehkreuz für alternative Verkehrskonzepte, z.B. Mitfahrgelegenheiten, sowie für den Busfernverkehr, ausgebaut werden. Die Ansiedlung einer Haltestelle für Mitfahrgelegenheiten wäre, mit Blick auf die Entwicklung des Areals auf der Ostseite, eine weitere Ergänzung im Mobilitätsmix. Des Weiteren könnte ein Busfernbahnhof westlich der Schienen im Hauptbahnhof angelegt werden.
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Alt 31.12.12, 10:10   #15
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Neuer Busbahnhof auf den nicht mehr benötigten Gleisen 1 bis 5

Und um das nicht zu vergessen: Meines Wissens ist immer noch die Errichtung eines Busbahnhofes nordwestlich des Hauptbahnhofs auf dem Gelände der durch den Bau des City-Tunnels nicht mehr benötigten Gleise 1 bis 5 im Gespräch. Hier wäre Platz für 36 Busstellplätze. Nebenan in der Bahnhofshalle sind dort ohnehin eine große Fahrrad-Parkanlage sowie Spiel- und Aufenthaltsbereiche für Familien geplant. Im April hieß es, dass die Stadtverwaltung mit der Bahn AG weitere Verhandlungen führen werde. Die LVZ wußte zu berichten, dass die Deutsche Bahn AG als Eigentümerin diese Fläche nur ungern hergeben möchte.

BILD, 17.04.2012
Umzug nach Verkauf
Hier soll Leipzigs neuer Bus-Bahnhof hin
http://www.bild.de/regional/leipzig/...9008.bild.html

LVZ online, 14.06.2012
Nach Grundstücksverkauf am Hauptbahnhof - Stadt sucht neuen Bus-Parkplatz
http://www.lvz-online.de/leipzig/cit...-a-141203.html

Auch die Busse müssten ja irgendwie vom Busbahnhof auf die Vernverkehrsstrassen und das wohl am besten parallel zu den Gleisen auf die Berliner Straße. Damit würde auch die in dem LVZ-Artikel angesprochene zusätzliche Belastung der sowieso schon schwierigen Verkehrssituation an der Westseite des Bahnhofs entfallen. Und die bisher geplante, ziemlich aufwendige Anbindung an die Berliner Straße, die wohl primär für das östliche Band mit reiner Gewerbenutzung nötig sein dürfte, würde besser ausgenutzt werden,
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