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Alt 04.05.18, 18:41   #1
Citysurfer
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Historische Mitte Köln

Da der Rat der Stadt nun einen konkreten Planungsbeschluss getroffen hat - und das Projekt mit weit über 100 Millionen Euro auch nicht gerade klein ist, erlaube ich mir, einen eigenen Strang für dieses Projekt zueröffnen.

Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 03.05.2018 mit großer Mehrheit (SPD, CDU, Die Grünen ...) einen Planungsbeschluss für die "Historische Mitte Köln" auf Grundlage des Entwurf des Büros Staab-Architekten getroffen.
Für die Planung wurden 5,4 Millionen € bewilligt. Der Baubeschluss könnte 2020 getroffen werden.

Es wurde beschlossen eine Bauherrengemeinschaft mit der Hohen Domkirche zu gründen.
Der Baukostenanteil der Stadt Köln wurde mit 116 Mio. € beziffert (der, der Hohen Domkirche mit 27,5 Mio.€).
Die beiden Häuser sollen 2027 fertiggestellt und 2028 bezugsbereit sein.


https://www.rundschau-online.de/regi...voran-30116278

https://ratsinformation.stadt-koeln....47245&type=do&

Und schon ist auch wieder eine Bürgerinitiative gegen das Projekt am Start - unter dem martialischen Namen " Dom KLOTZ STOPPEN!"
Diese weckt bei mir nicht nur sofort Erinnerungen an die Bürgerinitiative "Mut zur Kultur" - für ein Bürgerbegehren gegen den Neubau des Schauspielhauses ... (Link zu der Gruppe im Rundschau-Artikel).
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Alt 04.05.18, 21:40   #2
Neukölner
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Zitat:
Zitat von Citysurfer Beitrag anzeigen
Und schon ist auch wieder eine Bürgerinitiative gegen das Projekt am Start
... ich kann diese ja nicht mehr ernst nehmen. Gibt es noch irgendwelche größeren Projekte die nicht wenigstens eine BI hervorbringen, die die Planungen auch gleich komplett ablehnen?

Andererseits muss ich schon sagen: tolle Chance, tolles Projekt. Aber architektonisch doch sehr einfallslos (belanglos?) vor dem Hintergrund wie dies von einigen Akteuren als Jahrhundertprojekt „gefeiert“ wird.
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Alt 06.05.18, 13:36   #3
Kieselgur
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Man sollte solche Initiativen schon ernst nehmen, haben diese doch schon Neubauprojekte zu Fall gebracht, aber die reine Gründung durch eine kleine Gruppe sagt noch nichts über deren Zulauf aus.

Immerhin ist die jetzige Bebauung auch keine architektonische Glanzleistung, an deren Abriss wird sich im Gegensatz zu alter DDR-Architektur in Potsdam auch kaum einer aufregen. Um Gentrifizierung geht's auch nicht. Und ein bisher freier öffentlicher Platz wird ebenfalls nicht geopfert. Daran hat ja schon in Köln beim Rathausplatz oder zuletzt in Mainz bei der Erweiterung des Gutenbergmuseums der Protest entzündet. Beim Projekt Miqua steht zudem ja auch noch ein latenter Antisemitismus gegen das Projekt.

Aus solchen Gründen kann also die Bürgerinitiative keinen Widerstand ziehen, der sich bis zu einer Ablehnung per Bürgerentscheid hochwiegeln ließe.

Bleiben halt vor allem die Kosten - da sollte bis zum endgültigen Baubeschluss noch vernünftig gerechnet werden und zur Not auch Abstriche gemacht werden, damit ein zu teurer Neubau keinen Protest hervorruft, auch darf natürlich nicht der Anschein erweckt werden, dass Projekt würde mit Einsparungen, etwa bei Schulen, erkauft.

Immerhin sollte bis zum Baubeschluss die Sanierung der Oper beendet sein, das MiQua soweit stehen - und auch der Bau der Erweiterung vom Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud bereits begonnen haben, so dass nicht aller Zorn auf die Historische Mitte als greifbaren Stellvertreter gehen sollte.

Zu hoffen bleibt, dass an der Fassade noch nachgebessert wird. Letztendlich denke ich aber, dass die Kölner eher zu den Stoikern gehören und dass vor allem durch die Größe der Stadt es deutlich mehr Menschen mehr oder weniger egal ist, wenn ein belangloses Gebäude durch ein anderes ersetzt wird.
Jedenfalls dürfte es der Initiative "Unser Roncalliplatz soll schöner werden" wohl deutlich schwerer fallen genügend Protestunterschriften zu sammeln, um das Gebäude zu verhindern, als etwa in Mainz.
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