Europaviertel Lounge

  • (Ausserdem sind meiner Meinung nach die Preise bei dem Friseur einfach zu hoch).


    Das deutet ja wohl eher darauf hin, dass die Miete einfach zu hoch ist. Mal unterstellt, der Laden hätte 120 m² und die Miete betrüge 25,00 €/m², dann müsste der Frisör 3.000 €/ netto kalt zahlen, plus Nebenkosten plus Strom plus Finanzierungskosten seiner Ladeneinrichtung, also minimum 4.000 € für sein Hauptbetriebsmittel (was noch nicht reichen dürfte). Bei fünf Öffnungstagen pro Woche müsste er netto mind. rd.200 €/Tag für den Laden aufwenden. Hinzu kommen Wareneinsatz, Personalkosten und kalkulatorischer Unternehmerlohn...


    Lass uns annehmen, dass er zur Kostendeckung einen Tagesumsatz von mind. 2.000 € braucht (netto) Lass uns ferner annehmen, dass eine Kopfbehandlung im Schnitt 40 € kostet, dann müsste er pro Tag 50 Kunden bedienen, bei 10 Stunden Ladenöffnung also 10/Stunde - und das von morgens 9 oder 10 Uhr bis abends 18 oder 19 Uhr von Mo-Fr., jede Woche. Wenn wir uns jetzt vor den Laden stellen und mal nachzählen, wieviele Kunden wirklich pro Stunde bedient werden und wie lange eine Behandlung dauert, dann dürfte klar sein, dass er oder sie nicht nur schaffen muss wie blöd, sondern dafür auch hohe Preise verlangen muss.


    Deshalb stimmte ich Deiner Grundthese zu, der Frisör wirds schwer haben.

  • ^ Der Laden genau gegenüber vom Friseur auf der anderen Seite der Warschauer steht zwar immer noch leer, aber eine Zeit lang war dort ein Preisschild drin, 1700,- glaube ich war die Miete für den Laden. Ich denke mal der Friseur liegt eher bei 2200,- rum.
    Aber wie Du es schön ausgerechnet hast (wobei Tagesumsatz von 2000,- netto wohl doch hoch sind meinste nicht?) wird der Friseur es schwer haben.


    @tomffm: Die Verkäufer drin waren zwar nett, aber es hat halt hinten und vorne nicht gereicht.. die Brötchentheke kam ja auch später erst dazu.


    Ja, der ISS GUT ist wirklich gut, hab dort auch schon leckere Sachen gekauft - und es ist dieses Niveau, das man dort erwartet. Hoffe, dass er sich halten kann.
    Ein paar mehr solcher Läden würden der Europa-Allee gut tun. :)

  • Das "Parigot" halte ich mit samt seiner Werbung im "Flair" französischen Lebensgefühls ( Paris!) für echte Satire. Irgenwann in einer Verstehen Sie Spass Sendung wird dieser Witz sicher bald aufgedeckt und dann wird das Gebäude unter großem Applaus abgerissen!

  • ^


    Mais non, c'est très parisien! Ok, man hat sich weniger am Erscheinungsbild Haussmann'scher Boulevards oder gewachsener Altstadtviertel wie dem Marais oder dem Saint-Germain des Prés orientiert, aber Parallelen zu den Ideen Le Corbusiers oder der HLM-Bebauung am nordöstlichen Péripherique und in der Banlieue sind unverkennbar ;)

  • ^ Den Trailer zum Parigot muss man wirklich gesehen haben :D Fraglich ist nur, meinen die Macher das wirklich ernst? Oder nimmt das jemand ernst ????


    Hier mal ein aktueller, sehr lesenswerter und zu diesem Thema passender Artikel mit dem Titel "Heimat bauen" aus der NZZ. Er befasst sich genau mit der Frage, wie solche Projekte und deren Vermarktung ans Licht der Welt gelangen. Wohnquartiere werden als Lifestyle-Produkte gedeutet, die mehr böten als nur Wohnungen, sondern zielgruppenadäquate Lebenstil-Cluster entwickelten. Dahinter verberge sich aber anderes: "Die einzige Leitlinie der neuen Quartierentwickler ist eine optimierte Kapitalverwertung" oder eben systematische "Kommodifizierung". Lesenswert :daumen:


    http://www.nzz.ch/aktuell/feui…t/heimat-bauen-1.18290440


  • Ich weiß beim besten Willen nicht, was du meinst mit „ kein Park“. Nördlich des Europagartens schließt sich bis zur Straße der Nationen schon die nächste tolle Grünfläche an. Ich zitiere mal von einem Befürworter des Tunnnels:

    Der Europagarten soll 6 Hektar, die Verbindung zum Rebstockpark weitere 3 Hektar groß werden. In Summe 9 Hektar, in Verbindung mit dem Rebstockpark wird den Anwohnern im Gallus und Bockenheim so eine zusammenhängende Grünfläche von insgesamt 37 Hektar zur Verfügung stehen.


    Und bis zum wirklich großen Rebstockpark ist es weniger als ein halber Kilometer. Weshalb die in sich schon so schön aufgelockerte Bebauung Richtung Westen sowieso schon eher Baumwollplantagen, als Urbanem Setting gleicht, darüber ist ja schon genug geschrieben worden.
    Wieso also das Makeup ausgerechnet des Europagartens – wenn denn schön viel grün in unmittelbarer Nähe das Argument war- irgendeinen Unterschied machen sollte , erschließt sich mir nicht.
    Ganz besonders nicht, wenn man das zu den Gegenargumenten – vornehmlich der Städtebaulichen Unlogik hinsichtlich des Gedankens, hier einen Boulevard zu schaffen, und den Kosten für die Untertunnelung – in Relation setzt.Letztendlich , tomffm71, argumentierst du hier nur mit deinen Partikularinteressen.

    Ich weiß nicht, bei welcher Größe die "Grünanlage" aufhört und ein "Park" anfängt, der Europagarten hat eine Fläche von ca. 58.300 m², der westlich vorgelagerte Tel-Aviv-Platz ist rd. 4.200 m² groß.


    Zum Vergleich: der Wasserpark an der Friedberger Landstraße bringt es auf rd. 35.000 m², die Erweiterung des Günthersburgparks (nördlich der Weidenbornstraße) bringt es auf ebenfalls 35.000 m² und der Botanische Garten (ohne den Bereich, in dem die ehem. Institutsgebäude stehen, ist rd. 60.000 m² groß.


    Wäre der Wasserpark in der Achse einer Magistrale gelegen, wäre er ebenfalls das, was der Europagarten ist, nämlich ein Handtuch, ein besserer Platz. Der Name Park macht noch keinen solchen. Tatsächlich ist der Wasserpark auch nur ein seiner Lage geschuldeter Charmebolzen ,aber eigentlich nur ein besserer öffentlicher Hintergarten. Die andern beiden Beispiele , die du genannt hast, sind bezeichnenderweise auch nur Erweiterungen, bzw als Anlieger bestehender Parks.

    Ich kann mich Metropolit nur anschließen. Auch ich habe mit Entsetzen diverse Posts im U-Bahn Thread gelesen, die eine Untertunnelung des Europagartens für nicht notwendig halten.


    Finde ich klasse, dass hier Postings, die eine andere, als die eigene Meinung verteten schon mit Entsetzten gelesen werden. Das zieht sich aber immer mehr durch dieses Forum. Besonders durch den Frankfurter Teil, wenn ich mir dagegen andere Städte durchlese, wo nicht jedes zweite Posting mit einem Hinweis auf eigene Deutungshoheit durchsetzt ist, und auch normative Diskussionen auf vergleichsweise hohem Niveau geführt werden. Der Zeitpunkt mag eine andere Sache sein, aber ich dachte immer, ein Forum wie dieses sei dazu da, auch zweckfrei Meinungen auszutauschen…...hab ich mich wohl getäuscht.....

  • Ich würde die Qualität des Europaparks nicht nach seinem jetzigen Zustand beurteilen, von wegen besserer Platz. Mit meinen Vergleichen hatte ich zunächst nur die Größenordnung deutlich machen wollen, weil man sich unter einer Größenangabe von x Hektar nichts vorstellen kann.


    Was macht denn deines Erachtens einen Park zu einem solchen? Die reine Größe jedenfalls nicht. Was einen Park von der Grünanlage oder einem Platz unterscheidet, ist m.E. die gärtnerische Gestaltung, die ja wohl endgültig erst nach dem Tunnelbau zu erkennen sein dürfte. Und schließlich brauchts auch noch ein Zeitchen, bis das Grünzeug sich entfaltet hat.


    Von daher ist der Wasserpark zwar klein, aber zweifellos ein Park

  • Ich würde die Qualität des Europaparks nicht nach seinem jetzigen Zustand beurteilen, von wegen besserer Platz.


    Tu ich auch nicht.


    Mit meinen Vergleichen hatte ich zunächst nur die Größenordnung deutlich machen wollen, weil man sich unter einer Größenangabe von x Hektar nichts vorstellen kann.


    Sehr löblich ;)


    Was macht denn deines Erachtens einen Park zu einem solchen? Die reine Größe jedenfalls nicht. Was einen Park von der Grünanlage oder einem Platz unterscheidet, ist m.E. die gärtnerische Gestaltung, die ja wohl endgültig erst nach dem Tunnelbau zu erkennen sein dürfte. Und schließlich brauchts auch noch ein Zeitchen, bis das Grünzeug sich entfaltet hat.


    Von daher ist der Wasserpark zwar klein, aber zweifellos ein Park


    Das habe ich auch so nicht behauptet. Sondern die Größe als einer der Faktoren in Relation zu anderen. Es geht hier einfach darum, dass unter Berücksichtigung dieser, der Ansatz, hier einen Park, der den Namen auch wirklich verdient, schaffen zu wollen, einfach der falsche Ansatz ist. Unter diesem Gesichtspunkt ist dieser dann aber auch nicht mit Millionenaufwand davor zu schützen durch eine Strasse "zerstört" zu werden, die dort natürlicherweise oberirdisch verlaufen sollte.
    Dabei geht es in meiner Vorstellung von einem "Platz" auch nicht darum, dass hier keine Grünflächen mehr Teil des Konzepts sein sollten, sondern, dass Spielplatz, Grillplatz, lauschiges Eckchen auf der Parkbank und Wäldchen, und was man sonst so mit "Park" assoziiert hier entweder einfach nicht wünschenswert sind, oder nicht funktionieren werden. Und ja, vielleicht kann das in einem Gebilde, wie dem Wasserpark funktionieren. (weis ich ehrlich gesagt auch gerade nicht, war da schon länger nicht mehr, will jetzt auch gar nicht über den Wasserpark diskutieren) Aber du wirst diesen doch wohl nicht von der Lage und der umgebenden Städtebaulichen Situation her nicht mit hier vergleichen wollen?


    Genauso gut könnte ja mal darüber rumstatistiken, welche Größe ein richtiger Platz haben darf, und wo ein solcher üblicherweise zu finden ist.
    z.B:Place de la Concorde: 68.470 m², liegt auch in der Achse eines Boulevard.


    Oder frag dich doch mal, welche Situation eher mit dem Europagarten vergleichbar ist.


    *edit*

    Einmal editiert, zuletzt von Chewbacca ()

  • Harmonie West

    Guten Tag zusammen,


    ich habe vor ein paar Monaten eine Wohnung in Harmonie West / Baufeld 4b gekauft. Ich habe bis dato keinen Kontakt zu meinen künftigen Nachbarn, gibt es eine Plattform, wo man sich austauschen könnte?


    MfG

  • War die Woche einmal komplett durchs Europaviertel gelaufen, wobei mir aufgefallen ist, dass als Baumaterial fast überall Beton, bei Bouwfonds Kalksanstein und Beton, aber nirgends Ziegel verwendet werden.


    Gibt es dafür einen Grund?


    Letzten Sonntag gab es im ZDF (mal wieder) eine Sendung zum Thema planet e. um 14.45 Uhr: Deutschland im Dämmwahn - ZDF.de. Da der Frankfurter Architekt Stefan Forster mitwirkte bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass in Frankfurt dann endlich mal Ziegel als Baumaterial verwendet werden statt billigstem Styropor. Bei den qm-Preisen für die Eigentumswohnungen dürfte der Gewinn bei den Baufirmen trotz anderem Baumaterial ja immer noch groß genug sein.

  • ich fürchte die Gier beim Parkend bremst den Fortschritt im Viertel, verkauft sind ja aktuell grade mal 20% der Wohnungen ;)

  • @640


    Letztlich ist so ein mittelschwerer Raupenkran für vieles einsetzbar. Ob das ein
    Liebherr LR 1160 ist kann ich nur tippen. Mit so einem Raupenkran werden letzlich viele Tiefbaustellen beackert. Er wird sicher zu erst als MontageKran dienen, u.a. auch um andere Großgeräte aufzubauen, die dann zusammen den KombiTunnel bauen.

  • Neues vom Parkend

    Bei Parkend sind nun Wohnungsgrundrisse und Preise zu Baufeld 18 online.
    Wie es scheint, ist zudem absehbar, dass weitere Baufelder mit Mietwohnungen vorgesehen sind - über den Link "Mieten" kommt man zu einem Text, demzufolge Mietwohnungen ab Januar 2015 angeboten werden sollen.

  • das werden dann wohl die nichtverkauften Wohnungen sein die Herr Loh und die Bande von P+B nun vermieten wollen....

  • ^


    Den fulminanten Erfolg des Vertriebs im Parkend erkennt man ja auch daran, wie viele Wohnungen in den seit langen Monaten angebotenen Baufeldern 8, 9 und 10 (Link) noch zu erwerben sind, übrigens im Gegensatz zu Bouwfonds, die vielleicht keine Pools etc. haben, aber eben auch unter TEUR 5/qm zu haben sind.


    Bleibt abzuwarten, wann denen das alles um die Ohren fliegt...

  • Hier ein ganz interessanter Artikel aus der Rundschau über die Befindlichkeiten der ersten Bewohner der Europaviertels. Man vermisse Discounter, Bioläden und, man höre und staune, eine Schule (sic!). Es wird die Mutter einer dreijährigen Tochter zitiert, die lieber wieder aus dem Europaviertel wegzieht, als ihre Tochter auf eine Schule im Gallus zu schicken:


    http://www.fr-online.de/stadte…en,26042926,28264686.html

  • Gibt es bei Praedium Verzögerungen oder liegen sie noch im Plan? Wenn ich mir die Fortschritte bei Axis und Westside Tower ansehe, dann wundere ich mich etwas über den Stand. Ich finde, dass es für potentielle Käufer keinen guten Eindruck macht, wenn man zunächst ein frisch ausgehobenes Loch sieht und Monate später das gleiche Loch da ist, nur lediglich mit Unkraut zugewachsen.

  • ^


    Als direkter Anwohner weiß ich noch von Bauschildern, nach denen im Frühjahr 2014 mit dem Bau begonnen wird. Meine Prognose: Das Ding wird nix.

  • ^ && ^^


    Würde ich nicht behaupten, wenn ich mich richtig erinnere sind mehr als 30% der Wohnungen verkauft, und man hatte Q4/2014 für den Baustart angepeilt. Sie haben also noch ein paar Monate um ihren eigenen Startzeitpunkt einzuhalten.