Europaviertel West: Quartier Boulevard Mitte

  • Quartier Parigot

    Wie schon geschrieben und fotografisch dokumentiert wurde, ist der Bodenaushub fast beendet. Im Vergleich zum Europaviertel Ost, beispielsweise auf dem Baufeld Süd 1, ist hier jedoch viel Platz. Auf der Ostseite wird gemeinsam gebaggert:



    Und auf der Westseite wird mit großem Abstand zu den Baggern die erste Bewehrung für die Bodenplatte geflochten:




    Alle Bilder von mir.

  • Wie die FAZ heute in ihrer Printausgabe (S.46) berichtet war gestern Grundsteinlegung am Projekt „Le Quartier Parigot“. Viel neues zu erfahren gibt es nicht, vielleicht nur, dass alle Wohnungen bereits verkauft sind, zum Grossteil an Kapitalanleger. Der Projektentwickler RVI kuemmert sich um die Vermietung und bietet die Wohnungen fuer 11,50 Euro pro Quadratmeter an. Im Erdgeschoss ist Platz fuer bis zu 10 Laeden. Das Projekt soll 2014 fertiggestellt sein. Bis dahin, naemlich schon Anfang 2013, soll auch das Stellwerk abgerissen werden.

  • Beton-Bodenarbeiten auf Baufeld #43

    Danke für die tollen Bilder in deinem Beitrag #457, Bob.


    Bzgl. der Beton-Arbeiten auf dem (bisher nicht verkauften) Grundstück #43 habe ich heute auf informeller Basis von der NH (Käufer des gegenüber liegenden Grundstücks) erfahren, dass die NH nicht damit zugange ist, dort einen Verkaufspavillion zu errichten (Baubeginn des HH auf der Gründstück der NH wird auch erst Anfang 2013 sein).


    Jedoch wurde die Vermutung geäußert, dass Aurelis dort einen Europaviertel-Projekt-Pavillion mit Aussichtsplattform errichtet wird, wie Aurelis es schon letztes Jahr angekündigt hat. Damals war aber die Rede davon, den Pavillion direkt im Europagarten zu bauen.


    Das Ausmass der Betonarbeiten spricht m.E. dafür, dass es eine etwas größerer Anlage wird.

  • Zitat von Adama

    das Wohnhochhaus; wird das direkt neben dem Boulevard rechts gebaut oder in der Baugrube von Baufeld 22/23, war mir nicht ganz klar...


    Meiner Einschätzung nach wird das Wohnhochhaus in der Grube entstehen bzw. aus dieser herauswachsen... ;)


    Der jetzige "Boulevard" ist ja nur die Hälfte, da die Gegenrichtung der Fahrbahn noch fehlt. Diese wird wahrscheinlich gebaut, nachdem das alte Stellwerk abgerissen ist. Erst dann steht das Wohnhochhaus auch direkt an der Straße... war das verständlich?

  • Minigolfanlage statt Hochhaus :)
    naja zumindest temporär entsteht an der Ecke Europa-Allee / Pariser Straße eine Minigolfanlage, eigentlich hätte ich mit der besagten Ausichtsplattform gerechnet...
    Anbei ein Fotobeweis:


    Quelle: Bilder von mir

  • baufeld 22/23

    es ist wohl davon auszugehen, dass in dem heute aufgestellten Container die Vermarktung des gegenüberliegenden Wohnhochhauses auf Baufeld 22/23
    vermutlich über nai apollo frankfurt stattfinden wird.

  • handicap43

    Die in #468 und im Vorbeitrag gezeigte Minigolfanlage wird am kommenden Montag eröffnet, also am 27. August 2012. Nach der Bezeichnung des Baufelds auf dem sie sich befindet hat sie den Namen "handicap43" erhalten. Es gibt bereits eine Website.


    Erwartungsgemäß sieht aurelis die 18-Loch-Turnieranlage als Zwischennutzung. Sie soll einer PM der Stadt zufolge "den Menschen in der Stadt ein neues Freizeitvergnügen zu bieten". Ein ziemlich umfangreiches Snack- und Getränkeangebot wird es auch geben.



    Bild: aurelis Real Estate

  • Visualisierungen Boulevard Mitte

    Am Bauzaun der Felder 43, 42c und 42b hängen neue Bauschilder zur Visualisierung des Boulevard Mitte (24.08.2012):





    Quelle: aurelis Real Estate

  • Ich muss zugeben, als ich das erste Rendering sah, entwich mir spontan ein lautes "Woaaaa" aus dem Mund.


    Beim zweiten Blick muss ich sagen, sogar die oberirdische Stadtbahn fügt sich irgendwie passend ins Bild. Wenn das alles so kommt, dann ist der Boulevard Mitte wirklich ein Gewinn für Frankfurt.

  • neue Renderings Boulevard Mitte

    eine Renaissance der Wohnhochhäuser (Baufelder 26,29,42a,22/23...?) wie in den 70ern, wenn man genau hinschaut, na hoffentlich geht das gut aus. Falls alles hochpreisig wird, mag das sein, ansonsten sehe ich schwarz.

  • Ach, das glaub ich nicht. Die Häuser haben eine andere Qualität als in den 70er und werden natürlich auch ein anderes Publikum ansprechen. Außerdem haben sich die Wohngewohnheiten geändert. In den 60er und 70er Jahren zog es die Leute aus der Stadt, heute ziehen die Menschen zurück. In anderen Ländern sind Wohnhochhäuser ja auch nicht nur Slums.

  • Neue Visualisierungen (rsp. die oben in #473 gezeigten in höherer Auflösung). Anklicken vergrößert die erste:



    Es ist freilich keine konkrete Architektur zu sehen, abgesehen von WestPark1 und natürlich dem Bestand.



    Vielmehr ist es eine Studie, eine Überlegung, wie es einmal aussehen könnte. Auch die folgende Ansicht ist durch Klick zu vergrößern:



    Das Europaviertel eingefügt ins Stadtbild:



    Bilder: aurelis Real Estate | emptyform/tjie | ACRE

  • Auf den einzelnen Baufeld-Steckbriefen sind die Verfasser der jeweiligen Studie angegeben. Die Hochhäuser: Für das auch auf den Visualisierungen prominent gelegene Baufeld 43 (max. 60 Meter), dort ist jetzt der temporäre Minigolfplatz und der Showroom "Cube43", war das Frankfurter Büro Gruber + Kleine-Kraneburg tätig, also die Architekten des Taunusturms. Die Studie zum 100-Meter-Hochhaus an der Emser Brücke, nördlich des Boulevards, ist von Eike Becker Architekten. Die für das südlich davon gelegene 80-Meter-Hochhaus von Astoc, Köln. Und für das Baufeld 26 (max. 60 Meter) westlich der Bahnzentrale, erst im letzten Jahr von einer Reservefläche zum Baufeld geworden, haben Albert Speer & Partner die Studie erstellt. Die für das Baufeld 42c gegenüber mit 60-Meter-Hochhaus hat msm meyer schmitz-morkramer gefertigt.


    Ein weiteres Pressebild wurde mir dankenswerterweise zugeschickt. Es ist größtenteils identisch mit den ersten Bild oben, zeigt aber einen anderen Ausschnitt. Auch der mittlere Teil des Europagartens ist darauf zu sehen, ebenso wie weitere Gebäude im Quartier Parkend. Von besonderem Interesse dürfte die erst kürzlich aufgetauchte "Urban Lounge" im Europagarten sein (auch der Name ergibt sich aus dem von Ristoppi fotografierten Plan). Es wird sich wohl um Gastronomie handeln. Auf der Visualisierung ist nun ein Entwurf abgebildet:



    Bilder: aurelis Real Estate | emptyform/tjie | ACRE

  • Danke erstmal für die Aktualisierungen!


    Würde gerne nochmal kurz auf das Baufeld 42a eingehen. Hier entsteht meiner Ansicht nach ein schöner "Leuchtturm" für das ganze Europaviertel.
    Da man ja vorrangig Hotel und Büronutzung erwägt, würde ich mir dennoch wünschen das der Turm wenn er denn irgendwann kommt, auch in Teilen öffentlich wird, zB. in Form einer Besucherterrasse und/oder Skybar. In Kombination mit einem Hotel halte ich das für durchaus umsetzbar. Auch könnte man so das Europaviertel noch mehr beleben, da zB. eine terrasse ein besuchermagnet werden könnte, da man von dort oben eine tolle Aussicht haben würde, auf die Skyline und das ganze Europviertel.


    Eine öffentliche Nutzung der oberen Stockwerke würde ich überhaupt mehr wünschen, auch zB. beim westhafen Tower vermisse ich das noch immer.


    Hier 2 Grafiken des Platzhalters aus der PDF Datei der Seite: http://www.blvd-mitte.de




    Bilder: http://www.blvd-mitte.de


    Wie stehen die Chancen dafür? was ist Eure Meinung dazu?

  • Ich muss ehrlich sagen ich bin etwas verwundert darüber, dass bei dieser erneuten Marketingoffensive des Boulevard Mitte immer noch die komplette nördliche Boulevard Seite als Büro/Hotel ausgewiesen wird. Meiner Einschätzung nach wird alles, was irgendwie baurechtlich für Wohnungen genutzt werden kann auch Wohnungen werden, z.B. auch diese "Projektstudie" auf Baufeld 27 wird garantiert am Ende mit Wohnungen bebaut werden. Selbst wenn dies geschieht, sind es immer noch 180.000 m² BGF für die Bürommieter gefunden werden müssen. Angesichts der aktuellen Lage auf dem Frankfurter Büromarkt ist das absolut utopisch in dieser Lage. Wo sollen die alle herkommen?!


    Vielleicht ist der Entwickler bei der Stadt abgeblitzt was Umnutzung einiger Grundstücke auf der Nordseite betrifft, weil irgendeine EU-Sowieso Richtlinie Wohnnutzung in der Nähe von Messegelanden verbietet, aber die Alternative, dass die Bürogrundstücke jahrelang brach liegen, ist auch keine schöne Vorstellung.


    Beim Baufeld 42a stimme ich zu, das ist noch eines der attraktivsten, auch wegen der unmittelbaren Nähe zur bestehenden S-Bahn Station. Bis die U-Bahn fährt dauert es ja noch ein wenig. Ein Hotel bietet sich an dieser Stelle natürlich aufgrund der Nähe zur Messe an, aber einfach wird dies auch nicht sein. Zum einen muss das Grundstück zu einer Hotelnutzung passen, ein Hotelhochhaus ist ja in der Regel wegen der "Verzimmerung" schlanker als ein Büroturm, andererseits ist hier das Grundstück recht klein und nach oben sind der Höhe auch Grenzen gesetzt. Ob man dann die volle BGF des Grundstücks ausnutzen kann, ist die Frage. Außerdem wird nur ein höhersterniges Haus die Zimmerpreise für ein Hochhaus erwirtschaften können, aber dafür braucht es wiederum die nötigen Nebenangebote wie Konferenz, Spa, Fitness, etc. Auch ob man dies hier unterbekommt ist die Frage. Es hat schon seinen Grund, warum das 5 Sterne Hyatt neben Skyline Plaza und Kongresszentrum entstehen soll(te).


    Realistisch würde ich persönlich also erwarten, dass der nördliche Boulevard auch hier wie der Bereich Ost à la BNP Paribas und Meandris bebaut wird und keine Hochhäuser entstehen. Das könnte funktionieren, die Büromieter mit sehr niedrigen Mieten knapp unter 20 Euro für den Neubau mit S-Bahn Anschluss in "Innenstadtnähe" (statt Eschborn oder Niederrad) begeistern zu können. Oder der Entwickler wartet einfach 10 Jahre bis der Markt wieder besser ist... :D


    :2cents:

  • Es gibt schon einen Hintergrund, und der wird die Vermeidung von Konflikten zwischen der Messe und Anwohnern sein. Das im Quartier unmittelbar an die Baufelder an der Nordseite der Europa-Allee anstoßende Messeareal ist bekanntlich derzeit Freigelände. In erster Linie ist es aber Erweiterungsfläche der Messe, etwa für weitere Messehallen.


    Der Bebauungsplan weist das Quartier Boulevard Mitte als Kerngebiet aus. Damit sind "tertiäre Verwaltungs- und Dienstleistungsnutzungen" beabsichtigt. Nach der Baunutzungsverordnung sind in einem Kerngebiet vorwiegend Handelsbetriebe sowie zentrale Einrichtungen der Wirtschaft, der Verwaltung und der Kultur unterzubringen.


    Dennoch sind hier der Begründung zum B-Plan Nr. 850 zufolge Wohnungen in den Kerngebieten allgemein zulässig. Zur Begründung wird die Belebung der tertiär geprägten Gebiete auch außerhalb Arbeits- und Bürozeiten genannt (PDF). Mit Ausnahme "der MK-Flächen, die sich an der Grenze zur Messeerweiterungsfläche befinden". Das steht auf Seite 19, wobei auf die Textfestsetzung Ziffer 1.4.4. verwiesen wird. Dort heißt es: "In den Kerngebieten mit Ausnahme der Kerngebiete MK-6 und MK-7 sind Wohnungen allgemein zulässig".


    Die im vorherigen Satz als Ausnahme genannten Gebiete sind, man ahnt es schon, die an das Messegelände angrenzenden Baufelder 42a, 42b, 42c, 43 und 44. Daraus folgt, dass hier Wohnungen nur ausnahmsweise zulässig sind. Nicht wegen irgendeiner "EU-Sowieso Richtlinie", sondern eben nach dem Bebauungsplan. Dem trägt auch die jüngste Vermarktungskampagne Rechnung.