Weitere Autotunnel im Stadtgebiet?

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    Das würde im Bereich der Arnulfstraße in der Tat optisch viel bewirken, nur anstatt die Straße dann direkt entlang der Häuser zu führen und in der Mitte Plätze zu schaffen, die niemand nutzt, würde ich doch eher die Straße in der Mitte anlegen...



    LugPaj:


    So ein Tunnel unter 35 Gleise mit täglich dutzenden Fern- und Nahverkehrszügen dürfte deutlich teurer sein, als eine Brückensanierung.


    Zudem wird die Brücke auch vom ÖPNV (Bus) genutzt, das Warten im Tunnel wäre da eher unschön. Auch der erst neu errichtete S-Bahn Halt ist auf die Brücke ausgerichtet.


    Ein Tunnel könnte sich an dieser Stelle vielleicht auch als zu riskantes Nadelöhr erweisen (Sperrung?).


    Wie du schon sagst, die Brücke bietet zudem reizvolle Aussichten, eine Notwendigkeit zur Untertunnelung besteht daher überhaupt nicht.

  • Die Donnersberger Brücke bietet einen der sehr wenigen Orte in München mit großstädtischem Charakter.


    Ja hat ungefähr den Charme eines Freeways in Los Angeles.
    Für mich ein negativ Beispiel großstädtischen Charakters auf den ich gerne verzichten kann.


    Der einzige Grund der für eine Brücke statt Tunnel spricht sind die Kosten.

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    Ach geh. Gerade eine Großstadt lebt doch von seiner Vielseitigkeit. Und die ist im monoton herausgeputzen und präzise vermarkteten München ohnehin kaum gegeben. Ich war immer gerne über die Donnersberger Brücke spazieren. Da rührt sich wenigstens mal was!

  • Klar, Großstadtfeeling vermittelt so eine Brücke... aber das kann ja nicht die Planungsmaxime sein. Sonst sollten wir lieber gleich Hochstraßen bauen, wie es sie z.B. in Fernost häufig gibt. Für die Anwohner ist das eine Katastrophe, aber fürs Großstadtflair ist es wirklich toll.

  • Da rührt sich wenigstens mal was!


    Ja, Autos und Rußpartikel :). Für den Ausblick (gibt´s bald auch vom Fußgängersteg), ist die Brücke toll. Wenn ich wohin will, wo was los ist und zwar durch Menschen, fahr ich ins Zentrum... zum Viktualienmarkt zum Beispiel.


    Ich war immer gerne über die Donnersberger Brücke spazieren.


    Jetzt nicht mehr?

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    Doch, jetzt auch noch. Nur die Zeit für Freizeit wird immer weniger.




    Klar, Großstadtfeeling vermittelt so eine Brücke... aber das kann ja nicht die Planungsmaxime sein. Sonst sollten wir lieber gleich Hochstraßen bauen, wie es sie z.B. in Fernost häufig gibt. Für die Anwohner ist das eine Katastrophe, aber fürs Großstadtflair ist es wirklich toll.


    Nein, neue Hochstraßen sind natürlich Unsinn und auch gar nicht notwendig. Es geht mir nur um die ganz wenigen Ecken im zentralen Stadtraum, die großstädtisch geprägt sind. Von denen gibt es eben in München im Vergleich zu anderen ähnlich großen Städten sehr wenige.

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    Kommt natürlich drauf an, was "großstädtisch" für einen bedeutet. Für den einen ist das eine U-Bahn Station oder dichter Blockrand, Hochhäuser oder Prachtstraßen, für andere vielleicht eine zehnspurige Stadtautobahn mitten durchs Zentrum. Wobei: Der Ring schneidet sich auch schon 30 km durch die Stadt...

  • Beruhigt Euch. Selbst wenn eine Untertunnelung der Gleise zur Debatte stünde, würde lediglich der Autoverkehr des Mittleren Ring da hindurch geführt (also reiner Autotunnel). Man bräuchte dann natürlich eine neue andere Brückenverbindung ins Westend für Fußgänger und Radler, auch als Zugang zum Bahnhof, sowie für Busse und evtl. irgendwann mal Trams. Damit wäre zumindest was die Aussicht angeht das Großstadt-Flair bewahrt ;) Aber wie gesagt, das alles steht ja überhaupt nicht zur Debatte.

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    Ist übrigens interessant, wie auf dieses Thema diskutiert wird. Man würde auch gerne in anderen Threads posten oder Neuigkeiten berichten. Aber irgendwie bewegt sich gerade sehr wenig in München: Sommerloch? Oder greift schon die Wachstumsbremse? :D

  • Tunnel statt Donnersbergerbrücke: der müßte ziemlich tief runter, denn in dem Bereich sind jetzt schon die Querungstunnel Richtung Heimeranplatz (S7), und die 2. Stammstrecke wird dort ja auch noch durchgebuddelt.


    Da müßten die Rampen von/zur Landsberger Str. bzw. Arnulfstr. ziemlich steil werden.


    Zumindest von/zur Landsberger Str. gibt es sehr viele Abbieger (seh ich jeden Tag auf dem Weg zur/von der Arbeit). Da müßten also wirklich Anschlüsse gebaut werden - ohne die geht's m.E. nicht - auch wenn man den eigentlichen Tunnel dann direkt an den Trappentreu-Tunnel anschließen würde.


    Und ein Tunnel wäre auch nicht optimal für die Fußgänger/Bus-Nutzer, die an der Donnersbergerbrücke auf die S-Bahn wollen (die dürfen dann in der Röhre die konzentrierten Abgase einatmen).


    Die Fußgänger könnte man notfalls noch über den Arnulf-Steg umleiten, aber die Bus-Nutzer nicht. Und Rollstuhlfahrer/Kinderwagenschieber/Rollatorgeher/Hackenporschefahrer auch nicht, denn es wird vom Arnulfsteg aus nur Treppen zu den Bahnsteigen geben (mal abgesehen vom Umweg, der doch für Fußgänger nicht grade unerheblich wäre).


    ==> es bräuchte dort dann doch wieder eine Brücke zumindest für nichtmotorisierte Nutzer.

  • Zitat Isek: Man würde auch gerne in anderen Threads posten oder Neuigkeiten berichten.


    Warum tust du es dann nicht? :lach: Es zwingt dich keiner, auf die anderen zu warten und von selbst postet sich auch nichts ins DAF. Fotos von Baustellen machen wäre eine Möglichkeit oder im Internet nach Neuigkeiten recherchieren... aber verstehe schon, das Internet ist in Deutschland noch Neuland :D.

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    Oh man. Mein Posting ist 10 Tage alt. Damals gab es tagelang keine neue News. Hat sich ja im Laufe dieser Woche doch deutlich geändert.

  • Damals gab es tagelang keine neue News.


    Ja eben, die gab es halt sehr wohl - es hat sie nur niemand ins DAF gestellt, und das wäre auch die letzten 10 Tage nicht anders gewesen :)


    Es tut mir Leid, dass ich da allergisch reagiere, aber mich regt es auf, wenn User diesbezüglich herummeckern, wenn man selbst Teil der Lösung sein könnte. Da gibt´s in einigen anderen Subforen im DAF ebenfalls solche Spezialisten.

  • Überbauung des Mittleren Rings?

    Die CSU-Fraktion im Stadtrat kommt mit einem neuen Vorschlag zum innerstädtischen Wohnungsbau bei knappen Grundstücksressourcen. So soll eine Überbauung des Mittleren Rings untersucht werden, als konkretes Beispiel wird der bereits gedeckelte Teilabschnitt über dem Biedersteiner Tunnel angeregt.


    Die Wohnraumsituation in München ist kritisch und es stehen nur noch begrenzt Flächen für neue Wohnbebauung zur Verfügung. Deshalb ist es an der Zeit, über innovative Nachverdichtung nachzudenken. Seit Beginn der Moderne suchen Architekten und Stadtplaner nach Möglichkeiten, die Verkehrswege in den Städten nicht a priori als verloren für den Wohnungsbau anzusehen, sondern Wohnen und Verkehr vielmehr auf engstem Stadtraum zu verflechten. Bisher gibt es weltweit jedoch nur eine Handvoll Projekte, wo man sich an die Umsetzung gewagt hat, so z.B. das Gate Tower Building in Osaka, die „Schlange“ in Berlin oder das Messeparkhaus in Stuttgart, das mit einer Länge von 400m und einer Breite von rund 100m über die Autobahn gebaut wurde.“ Wir fragen deshalb den Oberbürgermeister:
    1.) Hat man seitens des Planungsreferates schon einmal evaluiert, welche Straßenräume in München zum Zwecke der Wohnraumschaffung überbaut werden könnten?
    2.) Falls ja, gibt es Studien, die die Kosten für die Errichtung solcher Gebäude ins Verhältnis zum Nutzen für die umliegenden Anlieger hinsichtlich Lärmminderung, Luftqualität gesetzt haben?
    3.) Welche Unterführungen auf dem Mittleren Ring (so wie z.B. zwischen Schenkendorfstraße und Biedersteiner Tunnel) stehen demnächst zur Renovierung an und könnten im Zuge dessen auf Tauglichkeit für so ein Projekt untersucht werden?
    4.) Welche Autobahnenden stehen als Projekt mit vordringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan und könnten in Vorbereitung der Projektumsetzung auf Tauglichkeit für so eine Nachverdichtungsform geprüft werden?
    5.) Gab es schon interessierte Investoren, die mit konkreten Projektplänen an die Stadtverwaltung heran getreten sind?


    Quelle: https://ru.muenchen.de/pdf/2018/ru-2018-08-22.pdf#page=16

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    Der Vorschlag der CSU ist keinesfalls neu, bereits 2014 schlug die Baugesellschaft Rossius vor, auf der ohnehin geplanten Einhausung / Untertunnelung der Landshuter Allee bis zu 1.130 WE zu errichten. Damals war die Stadt skeptisch, Merk wollte die Idee aber trotz zahlreicher Probleme prüfen lassen.


    Skizze: https://media-cdn.sueddeutsche…/1280x720?v=1521337123000


    Damaliger SZ-Bericht:
    https://www.sueddeutsche.de/mu…res-wohnprojekt-1.1950424

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    Ich bin skeptisch, dass es Sinn macht auf einem Tunnel zu bauen.


    Und warum?


    Lieber daneben Baurecht für ein paar Wohnhochhäuser schaffen


    Es ist naheliegend, dass sowohl auf dem Tunnel verdichtet, als auch an dessen Rändern ein höheres Baurecht ermöglicht werden kann. Das Eine schließt das Andere nicht aus.

  • Mei, baut doch einfach Wohngebiete generell VIEL dichter und höher. Erstmal die bestehenden Dorfsiedlungen Ackermannbogen, Arnulfpark, PEK, Domagkpark, Parkstadt Schwabing, etc. mit 80-120m Towern verdichten und dann auf diese Schnapideen kommen. 50-70 solcher Tower in die Dorfsiedlungen eingestreut = 15.000-25.000 neue WE! Fertig!


    München, Aufwachen! Was sollen diese lächerlichen Pläne? In jeder Stadt baut man bei Platzmangel dicht und sehr, sehr hoch!


    Wer will denn bitte über einer Autobahn oder dem Ring wohnen? https://www.tz.de/muenchen/sta…en-schaffen-10150748.html

    Einmal editiert, zuletzt von Munich_2030 ()

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    Wer will denn bitte über einer Autobahn oder dem Ring wohnen?


    Woher willst du das denn wissen, dass das niemand will? Ist ja nicht so, dass die Autos durchs Wohnzimmer rauschen...



    und dann auf diese Schnapsideen kommen


    Kann man für eine Schnapsidee halten, aber bist nicht du derjenige der hier stetig Offenheit für neue Ideen, Ansätze und Lösungen einfordert? Da heißt es dann auch Vorschläge zu diskutieren, die dir persönlich weniger geeignet scheinen, und diese eben nicht gleich als Schnapsidee abzutun ohne Genaueres dazu zu wissen. Das ist das Gegenteil von visionär.


    In jeder Stadt baut man bei Platzmangel dicht und sehr, sehr hoch!


    Eben, dicht. Wäre eine Ausnutzung der breiten Autotrassen auch.



    Man muss sehen, was die Experten zu diesem Thema sagen und wie sich diese die konkrete Umsetzung vorstellen. Vielleicht wäre es tatsächlich eine Möglichkeit, vielleicht stehen dem zu große Hürden im Weg.


    Die schlechteste Alternative ist es, sich diesen Ansatz nicht anzuschauen. Wie gesagt, Wohntürme und Verdichtung auf Autotrassen schließt sich nicht aus. Warum muss denn immer alles gegeneinander ausgespielt werden?

  • Ganz einfach. Weil man sich auf das Wesentliche konzentrieren sollte. Man schweift mal wieder ab. Erst wollte man im großen Stile Parkplätze und Supermärkte überbauen. Vorzeigeprojekt war Dantebad! Viel kam danach nicht mehr.


    Jetzt sollen Straßen überbaut werden? Autobahnen oder der mittlere Ring. Am besten noch an der Landshuter Allee, so das man auch schön Stickstoffdioxidbelastet in seiner Wohnung, darüber wohnt. Bravo!


    Durch dieses ganze blablabla an "Pseudo-Visionären" Ideen passiert nur eines: Man konzentriert sich nicht auf das Wesentliche. Bauplanbeschlüsse dauern immer noch viel, viel zu lange. Es hieß an der Bayernkaserne geht es 2017 los. Jetzt wohl erst 2019. 2 verlorere Jahre, für ein super wichtiges Megaprojekt!


    Was ist mit der Verdichtung in der Parkstadt Schwabing? Man hört davon nichts mehr, sieht nichts?


    Eine Stadt, die sich nicht mal an timelines für Bauvorhaben halten kann, sollte besser keinen auf Osaka oder Dubai machen. Dort baut man in 1 Jahr sowas wie die Bayernkaserne. Und zwar schon 3 Monate, nachdem es der Scheich beschlossen hat. Ok, dort kann man auch Straßen überbauen oder sonstige Späßchen.


    In München halte ich es für eine Farce!