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Alt 21.04.05, 08:46   #1
ibuinn
 
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Kulturforum

Im letzten Jahr fand eine Online-Diskussion zu dem Planungsstand der Senatsverwaltung statt. Wie es schien, bietet das Gelände en gros Anlass zu hitzigen Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen städtebaulichen Stiltichtungen.

Die Ergebnisse der Diskussion sind in das weitere Prozedere der Planungen einbezogen worden (angeblich), denn man wartet schon recht lange auf eine zweite Diskussionsrunde. Ich habe mir gedacht, dass man hier doch auch eine Nebendiskussion aufbauen könnte, wenn's gefällt? Der obige Link gibt einen guten Überblick über das bisher Geschehene.

Wie sind Eure Meinungen dazu? Und hat jemand Photos? Oder anderweitige und aktuelle Infos?

Ich fände eine Neuinterpretation des Vorhandenen mit Bezug zum Potsdamer Platz durch Neugesaltung der Gelände am sinnigsten, nicht unbedingt mit neuen Gebäuden. Oder doch? Wenn ja, wie und was für welche?
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Alt 21.04.05, 14:13   #2
Manuel
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Manuel ist ein hoch geschätzer MenschManuel ist ein hoch geschätzer MenschManuel ist ein hoch geschätzer MenschManuel ist ein hoch geschätzer Mensch
Der Braunfels-Vorschlag bietet eine sehr attraktive Lösung. Die geänderte Führung der Potsdamer Straße in einen Kreisel erscheint ja geradezu logisch. So wird dann ja das Kulturforum fest in eine Linie mit Potsdamer- und Leipziger-Platz gefügt. Und durch die 3 Plätze bekommt das ganze eine Form.

Was das Hochhaus betrifft hätte ich Zweifel, ob das dann nicht etwas einsam in der Gegend stehen (bzw. herausragen würde). Die Idee, den "Kommerztürmen" am Potsdamer-Platz einen Museumsturm entgegenzustellen, erscheint wohl auch etwas ideologisch und letztlich kommt es mir vor, als wollte er mit diesem Hochhaus schlicht ein Loch stopfen. Vielleicht könnte man aber eben auch einen großen Platz in der Verlängerung dieses Boulevards einfach zulassen. – Muss ja nicht diese Berg- und Tallandschaft sein. Also hier: http://www.braunfels-architekten.de/...s/slide_03.jpg das Hochhaus einfach mal wegdenken.

In der Diskussion erscheint übrigens auch der Vorschlag einer U-Bahnanbindung. (U4). Aufgrund der Finanzsituation ist das ist sicher ein definitiv langfristiger aber durchaus interessanter Vorschlag, der den Platz besser erschließen würde und für die U4 eine langfristige Perspektive zur Endstation Lehrter-Bahnhof bietet. Die Planung könnte diese Option doch auf jeden Fall offen halten (also nicht den ganzen Platz unterkellern oder so).
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Alt 25.04.05, 19:55   #3
Jo-King
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Jo-King ist ein LichtblickJo-King ist ein LichtblickJo-King ist ein LichtblickJo-King ist ein LichtblickJo-King ist ein LichtblickJo-King ist ein LichtblickJo-King ist ein Lichtblick
http://morgenpost.berlin1.de/content...in/749546.html
Morgenpost 25.4.05

-Auch viele kritische Stimmen zum neuen Masterplan

- Apelle den Plan anzuändern aus verschieden Gründen (z.B. Zerstörung von Scharouns Planung etc.)

Tagesspiegelartikel vom 26.4.05
http://www.tagesspiegel.de/berlin/in...781423.asp#art

Der Platz soll optisch an den Potsdammer Platz herangerückt werden findet Junge-Reyer. Erneut werden die kritischen Stimmen laut, die von "entstellenden Eingriffen" reden.

Grundlegende Info's zum Kulturforum:

http://morgenpost.berlin1.de/content...in/749547.html

Geändert von Jo-King (25.04.05 um 22:16 Uhr)
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Alt 26.04.05, 07:03   #4
ibuinn
 
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Danke für die Infoslinks. Das hört sich an, als gehe es munter so weiter, wie bisher. Ih bin gespannt auf den neuen Masterplan.

Die in den Artikel genannten Kolonaden um den zu schaffenden Platz finde ich viel zu kollossal und passen meiner Meinung nach überhaupt nicht zu den bestehenden Bauten.

Es wurde bisher jedweder städtebauliche Bezug ignoriert. Und dem modernen Ansatz von Scharounals auch der Historie an diesem Ort entgegengewirkt, als wolle man die Geschichte nocheinmal überbauen und verstecken...

Ich bin kein Architekt oder Städteplaner. Daher die Frage, ob es in diesen Bereichen keine Methoden gibt, die gerade solchen Orten eine Identität geben können, ohne dem, was da ist, vollendst entgegen zu wirken?
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Alt 27.04.05, 00:58   #5
Das Tier
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Das Tier ist einfach richtig nettDas Tier ist einfach richtig nettDas Tier ist einfach richtig nettDas Tier ist einfach richtig nettDas Tier ist einfach richtig nett
Es wird also doch kein Hochhaus geben, dass finde ich schon ein wenig schade. Der Senat hat gestern den neuen Masterplan beschlossen: Flachbauten, ein neunstöckiges Gebäude und eine Grünfläche, die aus der Luft einem Giraffenfell ähneln soll. Naja mal sehen, wenn man es anständig anstellt könnte auch das ganz nett werden, aber warten wir lieber auf eine Visualisierung.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/in...782959.asp#art

"Ein Vorgarten für den Potsdamer Platz

Senat beschließt im zweiten Anlauf einen Masterplan für das Kulturforum: Aus der Brachfläche soll eine Parklandschaft mit flachen Bauten werden

Von Frederik Hanssen

Die gute Nachricht zuerst: Der Currywurstbude gegenüber der Staatsbibliothek droht keine Gefahr. Auf dem „Masterplan zur Weiterentwicklung des Kulturforums“, den der Senat gestern abgesegnet hat, sind an der Potsdamer Straße keinerlei Gebäude vorgesehen. Stattdessen erstreckt sich ein weiter Park vom Landwehrkanal bis zum Tiergarten. Mit der Grillwurst in der Hand kann man nach dem Willen von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer hier also bald über verschlungene Wege flanieren, die aus der Luft gesehen wie ein Giraffenfell aussehen.

..."
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Alt 27.04.05, 01:13   #6
Das Tier
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@ ibuinn

Guck mal hier: http://www.stadtentwicklung.berlin.d...e/kulturforum/

Da gibts relativ viele Infos und dort wird auch demnächst der neue Masterplan zu sehen sein.
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Alt 13.11.14, 16:04   #7
jan85
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jan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunftjan85 hat eine wundervolle Zukunft
Bund zahlt 200 Mio für Museum der Moderne!

Völlig überraschend kam er doch noch, der große Durchbruch. Wie um Wowereit zu ärgern, kommt jetzt da sich das Ende seiner Amtszeit abzeichnet, eins seiner absoluten Lieblingsprojekte doch noch ins Rollen. Der Bund erklärt sich bereit, 200 Mio für einen Neubau eines Museums der Moderne am Kulturforum zu realisieren. Als Standorte kommen ein Grundstück hinter dem Mies-van-der-Rohe-Bau seitlich des Kulturforums oder aber eine Fläche direkt an der Potsdamer Straße neben der Matthäuskirche in Frage. Der letztgenannte gilt dabei als wahrscheinlicher. Berlin wird sich nicht an den Baukosten beteiligen müssen, wird allerdings ggf. Grundstücke zur Verfügung stellen und sonstige Hilfestellungen geben. Die Entscheidung bedeutet zugleich, dass die bekannte Sammlung Pietzsch an das Land Berlin vermacht wird. Bedingung für die Schenkung war, dass diese zeitnah und dauerhaft ausgestellt wird und nicht in den Archiven verschwindet. Zudem werden u.a. zwei weitere private Sammlungen dort einen dauerhaften Platz finden. Berlin wird dann auch hier eine herausragende Stellung einnehmen.

http://www.tagesspiegel.de/kultur/mu.../10975630.html
http://www.morgenpost.de/kultur/arti...rne-kommt.html
http://www.bz-berlin.de/berlin/museu...sammlung-kommt

P.S.: Ich wusste nicht, ob der Thread zum Kulturforum oder der Museumsthread passender ist bzw. ob man nicht erst auf konkretere Infos warten soll. Deshalb zunächst hier die Meldung. Bitte ggf. einfach verschieben, oder einen neuen Thread amit eröffnen (wollte mir das nicht anmaßen, auch wenn es letztlich ein großes Projekt wird).
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Alt 13.11.14, 17:18   #8
Beschty
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Beschty ist ein LichtblickBeschty ist ein LichtblickBeschty ist ein LichtblickBeschty ist ein LichtblickBeschty ist ein LichtblickBeschty ist ein LichtblickBeschty ist ein Lichtblick
Eine klare Bereicherung für die Berliner Kulturlandschaft, immerhin hat die Sammlung Pietzsch einen Marktwert von ~150 mio €. Hoffentlich stößt das eine ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Museumsstandort Kulturforum an. Das letzte Treffen an dem ich in der Akademie der Künste im April teilgenommen habe war ziemlich verworren und planlos. 200 Millionen Euro hören sich natürlich nach einer Menge Geld an, aber auch diese Mittel muss man möglich sinnvoll einsetzen. Hoffen wir auf ein gutes & transparentes Projektmanagement, entgegen des Berliner/Deutschen Trends Großprojekte zu versemmeln.
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@DAF Berlin Běijīng Tiānjīn Shànghǎi HongKong Guǎngzhōu Paris London Gardasee MUC
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Alt 13.11.14, 19:42   #9
Sprotte
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Sprotte könnte bald berühmt werden
Es wäre toll, wenn das das Startsignal wäre für eine komplette Neugliederung des Kulturforums. Im Moment hat es ja eher den Charme von einem Hinterhof des Potsdamerplatz - irgendwo im Nirgendwo zwischen Ost und West.
Ein neues Verkehrskonzept muss her. Auch der Bau der U-Bahn Linie um endlich das Gebiet besser an den ÖPNV anzuschließen und mehr Leben in das Gebiet zu bringen. Freiflächengestaltung. Parkplatzproblem lösen. Aber auch Mut zum Abriss oder Umbau. Toll wäre es auch, wenn dort ein bißchen Leben in Form von Cafes oder Geschäften einziehen würde. Nach einem Philharmoniebesuch weiß man ja nicht wohin durch die Dunkelheit. Vielleicht sollte man sich auch von dieser Forumsidee verabschieden.
Eigentlich ist das Kulturforum nur mit einem großen Wurf zu retten, denn der Zustand heute wirkt ja eher konzeptlos. Wenn ich es mir wünschen würde dann sollte das Museum für moderne Kunst in der Bundeshauptstadt auch architektonisch ein Hingucker sein. Vielleich wie das New Yorker New Museum of Contemporary Art (passt wohl hier nicht hin) oder das MAXXI Museum von Rom.

Geändert von Sprotte (13.11.14 um 20:02 Uhr)
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Alt 13.11.14, 21:39   #10
Novaearion
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Wird sich die Sanierung der Neuen Nationalgalerie dann nicht von geplanten fünf (!!!) Jahren ein bisschen verkürzen oder sah Chipperfields Renovierung wirklich nur die Sanierung des Bestandsbaues vor, also ohne Erweiterungsflächen?
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Alt 13.11.14, 22:34   #11
Sprotte
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Sprotte könnte bald berühmt werden
Also eigentlich sind es nur gute Nachrichten. Erstmal die Summe von 200 Mio. Nach letzten Infos waren ja immer 130 Mio. im Gespräch. Also wurde hier nochmal aufgestockt. Und auch die Lage hin zur Potsdamerstraße ist aus meiner Sicht deutlich besser als die Lage hinter der Neuen National Galerie. Das wird von der Straße aus einen ganz neue Sicht schaffen und hoffentlich auch einen ganz neuen Platz schaffen.
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Alt 14.11.14, 09:13   #12
Kent
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Kent braucht man einfachKent braucht man einfachKent braucht man einfachKent braucht man einfachKent braucht man einfachKent braucht man einfach
Nun soll also doch am Kulturforum gebaut wurden. Ursprünglich wollte Wowereit den Bau am Humboldthafen realisieren, dann in der Nähe zur Museumsinsel und nun hier. Der Standort ist sicherlich nicht so ideal (zumindest sagten dies die Gutachten, dort wurde dieser Standort als die schlechteste Wahl bezeichnet).
Es sollen über 20.000 qm Fläche realisiert werden, das klingt nach einem ganz schönen Kasten, zumal die Fläche zwischen Neuer Nationalgalerie und den Scharounbauten nicht so groß ist. Hoffen wir, dass das restliche Kulturforum im Zuge dieser Baumaßnahme ebenfalls eine Aufwertung erfährt.
Ich bin mir gar nicht so sicher, was an dieser Stelle Sinn machen würde. Ein Gehry oder ein anderer sehr extrovertierter Entwurf würde an dieser Stelle wohl nicht sinnvoll sein. Vielleicht ein Moneo, vielleicht wieder ein Franco Stella .... was meint ihr?
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Der Schrei nach dem Turmhaus
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Alt 14.11.14, 09:30   #13
ReinhardR
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ReinhardR braucht man einfachReinhardR braucht man einfachReinhardR braucht man einfachReinhardR braucht man einfachReinhardR braucht man einfachReinhardR braucht man einfach
Stimmt, Kent, der verfügbare Platz ist nicht groß.
Aber man könnte ja in die Höhe bauen!

Sechs Meter Stockwerkshöhe mal vier plus Verwaltungsräume in zwei Staffelgeschossen,
das würde der Potsdamer Straße einen akzeptablen Abschluss geben und die anderen
Bauten des Kulturforums nicht erdrücken.

Aber bitte, bitte keine Rasterfassade!
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Alt 14.11.14, 11:42   #14
Sprotte
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Sprotte könnte bald berühmt werden
Also ich finde es sehr gut, dass das Museum ins Kulturforum kommt. Gewiss würde ich mir auch eine Erweiterung des Ensembles auf der Museumsinsel wünschen (da die Sammlungen im Sinne der Kunst wohl auch zusammengehören) oder auch ein städtebaulich bedeutendes Bauwerk am Humboldthafen (egal ob nun Kunsthalle, Museum für moderne Kunst oder was auch immer). Aber am nötigsten hat es doch echt das Kulturforum. Das führt doch ein Schattendasein und rückt somit hoffentlich mal endlich ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Da kann man alles hinbauen, was man will. Schlechter als heute geht es eigentlich nicht mehr. Ich hoffe aber, dass die Chance genutzt wird und ein wahrer Knaller dorthin kommt (meine Erwartungshaltung ist zu groß). Traue ich eigentlich der ganzen Sache nicht zu. Aber irgendwann muss es ja mal klappen.
Der Masterplan für das Forum ist dann auch absolet. Der war ja von Anfang an nur Stückwerk: http://www.stadtentwicklung.berlin.d...06/index.shtml
Das Einzige, was mir an dem gefällt, ist der große Bau zwischen Stabi und Landwehrkanal. Der könnte nach meinem Geschmack noch 10 Stockwerke höher. Ich könnte mir vorstellen, dass der Flachbau der Nationalgalerie noch viel besser wirkt, wenn gegenüber ein hohes Haus steht. Vielleicht sollte auch das Gelände dahinter höher bebaut werden (wird ja jetzt nicht mehr benötigt, wenn das neue Museum wirklich neben die Matthäuskirche kommt).
Was mir an dem nachfolgenden Braunsfels Plan gefällt, ist der entstehende Platz und die Torhäuser zum Sonycenter hin, die eine Anbindung schaffen. Der Kreisverkehr mag kitschig sein. Hat aber als Ziel, das ganze städtischer zu machen und einen Fokus auf die Philharmonie zu richten. Das Museum der Moderne sollte aber nicht treppenförmig sein wie bei Braunfels.
Eine Mischung aus Masterplan und Braunsfels mit einem imposanten Museum der Moderne plus eine U-Bahn Anbindung, ein Hotel (Wohnungen), schöne Grünanlagen und ein paar Cafes und das Kulturforum
http://www.detail.de/uploads/pics/braunfels_02.jpg wäre vielleicht doch einmal ein Anziehungspunkt.
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Alt 14.11.14, 11:36   #15
Wohnhaft:Berlin
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Wohnhaft:Berlin hat die ersten Äste schon erklommen...
Dieses Mißverständnis geistert ja durch alle möglichen Architektur-Foren: Wowereits Kunsthallen-Projekt, das er sich am Humboldt-Hafen vorgestellt hat, und das "Museum des 20. Jahrhunderts" (oder wie es auch immer schlußendlich heißen mag) der SMB sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe, die im Wesentlichen nichts miteinander zu tun haben - und nie hatten.

Wowereits Projekt war eines, das eher von der Stadt betrieben werden sollte (wobei das offenbar noch nicht entgültig ausgearbeitet war) und eine Plattform für in Berlin tätige, eher noch nicht arrivierte Künstler sein sollte, also im wahrsten Sinne des Wortes "zeitgenössische" Kunstaustellungen beherbergen sollte - ohne eigene Sammlung.
Das hier besprochene Projekt ist eines der Staatlichen Museen Berlin, die ein grundsätzliches Platzproblem mit der Sammlung des 20. Jahrhunderts der Nationalgalerie haben, also nicht-zeitgenössischer Kunst. Die Neue Nationalgalerie ist für die eigene Sammlung auch ohne die Pietzsch-/Marzona-/Marx-Kollektionen viel zu klein - und außerdem dauernd mit Sonderausstellungen belegt.

Wowereits (gar nicht so schlechte) Idee war, am Hauptbahnhof einen Kunstcampus für zeitgenössische Kunst zu etablieren. Dazu hätte nicht nur die städtische Kunsthalle gehört, sondern eben auch ein Hamburger Bahnhof der SMB, der sich wirklich um zeitgenössische Kunst kümmert - und nicht so wie jetzt zu großen Teilen um die Kunst des 20. Jahrhunderts (inkl. Marx und Marzona), für die zusätzlich sowieso innerhalb der SMB eine Lösung für das Platzproblem der Nationalgalerie hätte gefunden werden müssen; die Schenkung der Pietzschs hat das Problem im Grunde nur verschärft und damit in den Fokus gerückt. Künstlerateliers sollten in dem Gebiet um den Hamburger Bahnhof eigentlich auch entstehen (keine Ahnung, ob das irgendwie weiterverfolgt wurde/wird).

Ich sehe den Geldsegen des Bundes mit gemischten Gefühlen. Berlin kann und muss glücklich sein, daß der Bund sich engagiert, auch das Kulturforum kann städtebaulich erheblich davon profitieren, wenn man die Brache zwischen Nationalgalerie und Philharmonie beseitigt. Auf der anderen Seite wird mit dem Geld sammlungstechnisch innerhalb der SMB ein Zustand zementiert, der mMn nicht gut ist und die "große Lösung" auf (realistischerweise) Jahrzehnte hinaus unmöglich machen wird. Die große Lösung der SMB war (ist?), daß die Gemäldegalerie an die Museumsinsel in einen Neubau neben den Museumshöfen zieht und mit dem Bode-Museum verbunden wird und die Nationalgalerie die Räume der jetzigen Gemäldegalerie übernimmt und darin die Galerie oder das Museum des 20. Jahrhunderts einrichtet. Das wird mit dieser quasi unmöglich gemacht. Für die Sammlungen (und ihre Zusammengehörigkeiten) wäre diese Rochade aber extrem wichtig. Insofern: Ein Geschenk, das bei mir nicht nur Freude auslöst.

Geändert von Wohnhaft:Berlin (14.11.14 um 12:04 Uhr)
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