Stadtgespräch Berlin / dies und das

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    Berliner Stadtplätze

    Die Berliner Morgenpost startet heute eine Serie über die Geschichte von berliner Plätzen. Der erste vorgestellte Platz ist der Rosa-Luxemburg-Platz, ich fand den Artikel ziemlich interessant und habe einiges mir noch nicht bekanntes erfahren.


    Ich werde dann immer wenn ein neuer Platz vorgestellt wird den Artikel hier posten. Der nächste Platz wird der Theodor-Heuss-Platz sein.


    Kompletter Artikel: http://morgenpost.berlin1.de/c…/02/16/berlin/811095.html


    "Stadtplätze: Spiegel der Berliner Zeitläufte
    Rosa-Luxemburg-Platz: Einst Ende des Boulevards Unter den Linden, Mittelpunkt des Scheunenviertels und Ort vieler Straßenkämpfe - Serie, Teil 1


    Von Sven Felix Kellerhoff


    Alexander-, Pariser und Potsdamer Platz sind weit über Berlins Grenzen hinaus bekannt. Aber die Hauptstadt hat noch viele andere Orte, an denen Geschichte gemacht wurde. Die Morgenpost erzählt in ihrer neuen Serie die spannenden Geschichten einiger Berliner Stadtplätze.

    Eine wechselvollere Rolle als der Rosa-Luxemburg-Platz hat in der Geschichte Berlins wohl kein Ort gespielt. Auf dem dreieckigen Areal zwischen Rosa-Luxemburg-Straße, Weydingerstraße und Linienstraße spiegeln sich die vielfach gebrochenen Berliner Zeitläufte des 19. und 20 Jahrhundert wie nirgends sonst.


    Eigentlich war der heutige Platz der Endpunkt des Boulevards Unter den Linden. Doch der Wiederaufbau der östlichen Innenstadt durch die DDR mit der Verlängerung der Linden über die Karl-Liebknecht-Straße in die Prenzlauer Allee hat diesen historischen Zusammenhang zerstört - wer heute durch die Rosa-Luxemburg-Straße unter der Stadtbahn hindurchgeht, käme nie auf den Gedanken, sich auf dem letzten Stück einer Prachtstraße zu befinden.


    ..."

  • Da es auf den letzten Text so rege Resonanz gab:D, nehme ich mal stark an, dass bereits alle wußten, dass der R-L-P früher das Ende von Unter den Linden war.


    Nichtsdestotrotz nun der zweite Teil der Serie, diesmal geht es um den Thedor-Heuß-Platz, ist auch recht interessant der Artikel, obwohl diesmal das Meiste schon bekannt sein dürfte.


    http://morgenpost.berlin1.de/c…/02/25/berlin/813048.html

  • Auf jeden Fall handelt es sich um einen sehr merkwürdig verfassten Artikel, der so kaum zu einer verbreiteten Tageszeitung passt. Da werden Planungen geplant, in einem Absatz fünfmal gestaltet und am Ende noch Angebote angeboten. :nono: Bleibt zu hoffen, der Bericht wurde auf inhaltlicher Ebene anständig recherchiert.

  • Naja, etwas weit aus dem Fenster gelehnt, der Bursche. Als seriöser Fachjournalist mehrmals den Begriff "Plattenbau" zu verwenden (und keinen anderen) ist schon gewagt, von den "berümten Louisenblöcken" zu schreiben sowieso. Dabei standen Letztere lediglich ein gutes Jahrzehnt und kamen nur in die Schlagzeilen, weil ihre Bewohner - offenbar mehrheitlich Ex-DDR-Bedienstete - den Untergang des Abendlandes wähnten, weil man ihre unangemessen billig ausgeführte und deshalb eher preiswerte, zentral gelegene Behausung abzureißen gedachte. Diese Bauten waren auch kein Abklatsch des beschriebenen Blockes in der Glinkastraße, sondern die vielleicht tausendste Ausführung eines Neubrandenburger "Wiederverwendungsprojektes" aus den 70er Jahren in Großblockbauweise (keine Verwendung raumhoher "Platten"!).

  • Stadtgespräch Berlin

    Hier nur ein Thread für das Berliner Dies und Das, Projektunabhängie Berichte.
    Für unter anderem:


    • allgemeine Informationen zu Berlin
    • spannende Thesen
    • allgemeine Fragen
    • Diskussionsbedarf
    • sonstiges


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    Hier soll es um das gehen was gut ist, anderswo aber zu sehr Off-Topic ist.

  • Ah, sowas gibts in Musikforen auch, als Gerüchteküche, wenn es noch nicht sicher ist ob ne Platte rauskommt usw...

  • Okay These 1:
    Läßt Berlin die 50Jahre Moderne aus seinem Stadtbild verschwinden?
    Ist dies eine negative Entwicklung? Was sagt ihr dazu?

  • Bei den Büro- und Geschäftshäusern mag es das eine oder andere geben, um das es schade wäre.
    Der Wohnhäusern der 50er Jahre weine ich aber keine Träne nach!

  • Und ich würde keiner einzigen Platte nachweinen...zB an der Leipziger Straße und dem Friedrichswerder und natürlich der gesamte Bereich um den Fernsehturm

  • Die Karl-Marx-Allee als für die Nachwelt geschützte Geschichte genügt weitaus als DDR Memoiren.
    Der Rest an Platten wird sowieso langsam Stück für Stück verschwinden.

  • Das die Platten in Berlin verschwinden werden glaube ich keinesfalls! Es sei denn später irgendwann aus Gründen der "Altersschwäche", wie jedes andere Gebäude auch.^^ Aber z.Z. sind nahezu im gesamten Stadtgebiet die sanierten Plattenwohnung äußerst begehrt. Und das sind nicht wenige. Ich selbst habe es erst vor kurzem selbst zu spüren bekommen.
    Ich finde was vielen Platten nur fehlt ist eine ordentlich Fußbebauung, mit Geschäften, Restaurants, usw., die diesen Straßenzügen auch mal richtiges urbanes Leben einhauchen würden. Hier z.B. in der Landsberger Allee, wo viele dieser ewiglangen P2-Riegel stehen wäre das angebracht.

  • Aber es ist ja auch so dass man sich gern dort aufhält wo es einem optisch gefällt. Hier in Kiel gibt es auch so eine Großwohnsiedlung und da ist es mehr als ranzig, obwohl da Geschäfte sind. Man fühlt sich einfach unwohl zwischen solchen Klötzen, egal welche Farbe sie haben. Und auch sonstige Plattenhochhäuser, die können noch so saniert sein, man sieht es ihnen an was sie sind. Sowas gibts hier auch. Nur nicht so viele wie in Berlin und im Osten allgemein. Nur glücklicherweise kaum direkt in der Innenstadt.

  • 50 Jahre Moderne hat überhaupt nichts mit Platte zu tun!
    Es geht um die Bauten wie das Salamanderhaus etc und vorwiegend Westbauten!
    Also!

  • Man kann, finde ich, Gebäude nicht einfach kategorisch ablehnen nur weil sie "Platten" sind. Es gibt auch viele moderne Hochhäuser, die viel schlimmer aussehen. Klar, es gibt einige dieser Großraumsiedlungen, die echt ranzig sind. Aber wenn ich mir jetzt so in Berlin die neuen, alten Wohnblocks im Ostteil der Stadt anschaue, ist schon ein drastische Verbesserung der Atmosphäre zu verzeichnen. Das kann man nicht leugnen. Viele der Häuser hätte man optisch durchaus interessanter gestalten können, wie z.B. das Gustavo-Hochhaus, welche das meiner Meinung nach gelungenste Beispiel dafür ist. Zusammen mit dem nebenstehendem Storkower Bogen und dem S-Bahnhof ist es attraktives Ensemble.
    Kurzum, der Wohnstandard der Platten ist gut, nur das Leben vor den Gebäuden fehlt.