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Alt 17.02.17, 08:01   #1
Pumpernickel
 
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"Der falsche Glanz der Transparenz"

...so titelt die NZZ in einem aktuellen Artikel zum zeitgenössischen Trend einer "Neomoderne", mit immer neuen Glasfassaden, für Architekturinteressierte IMHO sehr lesenswerter Denkanstoß:

https://www.nzz.ch/feuilleton/archit...renz-ld.144409

und wer hats erfunden? Gekommen bin ich darauf durch einen Tweet von Frau Lompscher

https://twitter.com/KLompscher/statu...95986632032257

...hoffentlich schlägt sich ihr "Like" für diesen Artikel also sogar ein bischen in der Baukultur nieder. Sie bestimmt mit, was in Berlin gebaut wird, was in Berlin gebaut wird, setzt mit die Trends, was in Deutschland gebaut wird.

Neu an dieser Architekturkritik ist, sich nicht nur mit den üblichen, eher "technischen" oder ästhetischen Problemen von Glasfassaden zu befassen, sondern den positiv besetzten Begriff der Transparenz, der damit in der Architektenlyrik verquickt wurde, zu hinterfragen.

Wollen wir nicht in Wahrheit "intransparent" wohnen und arbeiten, anstatt ständig auf dem Präsentierteller? Hat nicht in Wahrheit jeder von uns etwas zu verbergen, nämlich seine Privatsphäre? Ist das ständige Kommunizieren wirklich erstrebenswert oder braucht der Mensch nicht auch einmal einfach seine Ruhe und einen Raum, wo er nur für sich ist, nicht sieht und nicht gesehen wird?

Was sind eure Gedanken dazu?
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