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Alt 07.02.17, 18:40   #1126
MiaSanMia
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Zitat:
Dabei wollen die Medien, die Menschen und die Unternehmen doch die großen Perspektiven wissen.
Daher werden bei MNO auch von Anfang an die Bürger intensiv beteiligt. Die Bürger planen hier fast schon selbst. Welcher Zeitraum schwebt dir denn vor, wenn du von den "großen Perspektiven" sprichst? 10, 20, 30, 40 Jahre? MNO zieht sich über mindestens 30 Jahre hin, das ist vielen Bürgern lange genug. Was außerhalb der Stadtgrenzen passiert, interessiert ohnehin die wenigsten. Die Meisten sind schon zufrieden, wenn sich in ihren Nachbarstraßen nichts verändert.

Zitat:
Baulücken- und Umstrukturierungsplan durch folgende Behörde aufgestellt und gemanaged
Passiert das nicht in der Blumenstraße? Wie ich das in Erinnerung habe, fehlt es an Geld und Personal, weshalb wir hier auch schon über neue Verwaltungsstrukturen (z.B. externe Planung) diskutiert haben.

Zitat:
die vier Umlandstädte A, IN, RO und GAP mit einem Hochgeschwindigkeitsnetz gegenseitig und mit MUC Hbf und dem Flughafen verknüpft
Landshut nicht vergessen. Der ganze Ast entlang der A92 bis nach Landau hinter Dingolfing boomt. In Landshut regiert übrigens seit Kurzem ein FDP OB. Viele neue Wohnungen hat er schon angekündigt, hat man dort doch jahrelang eher zurückhaltend gebaut, was die Preise enorm steigen lies.
Ein Schritt in Richtung Umlandverzahnung ist hier schon einmal die Regionalzuganbindung an den Flughafen.

Zitat:
Innerhalb der Region wurden folgende zusätzliche Entlastungsstandorte für Wohnen und Arbeiten [...] identifiziert, die in den nächsten Jahrzehnten nach folgenden flexiblen Plänen entwickelt und verändert werden können
Das sollte Aufgabe des Freistaats, der Metropolregion und der Stadt München zusammen sein, ja. Utopisch, dass München das alleine durchzieht, durchziehen kann. Oder seit wann lässt sich eine Umlandgemeinde was vom Stadtrat sagen Wie du schon sagst, wäre es eben mal angebracht, dass sich das Umland intensiv mit möglichen Strategien auseinandersetzt und ein Konsens gefunden wird. Die TUM Studie mag zwar rund um Garching schöne neue Welten vorschlagen, solange jede Gemeinde aber nur ihre eigenen 2qkm im Kopf hat.

Für was gibt´s denn eigentlich die Europäische Metropolregion München? Könnte man die nicht mal befähigen?


Zitate Bau-Lcfr:

Zitat:
Es soll wohl bloß eine Ausrede sein, nicht nach Möglichkeiten zu suchen, die vorhergesagten 32 % Einwohnerzuwachs aufzunehmen
Nein, keine Ausrede. Die Leute ziehen so oder so nach München. Die Wohnungen werden dann immer kleiner (absolut und pro Kopf) und die Preise teurer. Es ist wohl kaum von der Hand zuweisen, dass es ohne das Umland nicht geht.

Zitat:
ich bezweifle, dass es in der Metropolregion Zentren mit vergleichbarer Anziehungskraft gibt.
Klar, dass München hier die höchste Anziehungskraft besitzt. Dass diese aber dennoch alle ausnahmslos starken Zuzug erhalten, zeigt, dass hier großes Potential vorhanden ist, ein gut vernetztes Umland zu schaffen. Augsburg boomt seit Jahren, Ingolstadt mit Audi ohnehin, Landshut hat BMW, Rosenheim die Touris. Ob Duisburg, Bochum oder Detmold so viel anziehender sind?
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Alt 07.02.17, 22:17   #1127
iconic
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Zitat:
Zitat von Munich_2030 Beitrag anzeigen
Warum wird immer noch über die 99m Höhengrenze geschrieben?
Ich finde, dass die Rolle von Hochhäusern als Lösungsansatz bei der Siedlungsentwicklung etwas überschätzt wird. Ob einzelne Gebäude nun 99 Meter oder 200 Meter hoch sind, macht nicht so einen großen Unterschied. Immerhin scheint die "Obergrenze" () von 99 Metern wenigstens mal eine erste konsensfähige Leitlinie zu sein, mit der man in der Planungsregion München arbeiten kann! Jetzt sollte man eher entscheiden, ob man stattdessen z.B. in urbanen Gebieten durchgehend die Traufhöhe anhebt, und zwar verpflichtend bei Neubauten. Am besten, man fragt die Bürger direkt - wollt ihr, dass die Höhenbeschränkung auf 99m aufgehoben wird oder wollt ihr, dass sie bestehen bleibt und stattdessen die Traufhöhe in den Stadtgebieten durchgehend um 2-3 Geschosse angehoben wird, oder wollt ihr, dass stattdessen die Grünflächenverordnung gelockert wird und damit zwar weiterhin alles sehr niedrig bebaut ist, aber es dafür weniger Grünflächen im Stadtgebiet gibt. Nur als Beispiel. Das wäre mal ein ehrlicher Bürgerentscheid, nicht immer nur Ja oder Nein oder Rein oder Raus. Dann können sich die Planer auf diesen Bürgerentscheid beziehen und auf diesen Leitlinien langfristige Siedlungsplanungen vornehmen. Ohne, dass jeder Schritt mit den Bürgern diskutiert werden muss. Denn die Bürger haben vorher abgestimmt und sich auf die Leitlienien geeinigt: Ja, statt Hochhäuser sollen lieber die Traufhöhen angehoben werden, also muss ich akzeptieren, dass durch den Neubau auf der anderen Straßenseite meine Terrasse im Winter etwas länger Schatten hat. Usw.

Zitat:
Zitat von MiaSanMia Beitrag anzeigen
Das sollte Aufgabe des Freistaats, der Metropolregion und der Stadt München zusammen sein, ja.
Hier müssen offensichtlich neue Strukturen her, die gemeinsam die Wachstumsregion planen. Strukturen, die diejenigen Städte und Gemeinden umfassen, die sich entschlossen haben, sich zusammen zu entwickeln. Wenn das z.B. A, IN, LA, RO, GAP und in der Mitte München mit Vorortgemeinden sind, dann muss diese Wachstumsregion sich einen handlungsfähigen Planungsapparat schaffen. Nicht die Stadt München mit ihrem klein-klein oder der Freistaat mit seinem groß-groß.
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Alt 07.02.17, 22:50   #1128
MiaSanMia
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Zitat:
Das wäre mal ein ehrlicher Bürgerentscheid
Allerdings. Dafür bräuchten wir aber erstmal eine ganze Reihe mutiger Politiker, die sich einen solchen Entscheid trauen. Von Bürgerseite kann man solche Alternativen leider nicht erwarten. Initiativen sind i.d.R. entweder für alles oder nichts.

In einem Artikel über die Wohnungssorgen in der Boomtown Jena, habe ich folgenden Satz über Kleingartenanlagen gelesen:

"Im von Wohnungsnot geplagten Berlin genießen dagegen 600 der insgesamt 900 Anlagen dauerhaften Bestandsschutz." https://www.welt.de/finanzen/immobil...re-Grenze.html

Das wird wahrscheinlich auch in München der Grund sein, warum die nicht endlich mal aus der Stadt rausfliegen. Kein Mensch braucht mitten in einer wachsenden 1,5 Millionen Metropole ein Gartenhaus mit Maibaum.

@Imaginäre Höhenbeschränkung:

Ich denke, hätten wir etwas entschieden was den Politikern zuwider ist, wäre der Entscheid ein Jahr nach Durchführung im Schredder verschwunden. So aber ist es den Meisten doch ganz Recht, dass hier nichts mehr über 100m gebaut wird. Und damit sich daran auch so schnell nichts ändert, wird das Ergebnis von 2004 halt so oft wie möglich wiederholt.
Andererseits werden aber nicht mal HH über 90m gebaut, obwohl "problemlos" möglich. Hier muss es also auch auf Investorenseite Gründe geben. Der Großteil der Wohntower bleibt bei maximal 65m, eben jener Grenze, ab der die Brandschutzauflagen deutlich steigen.

Zitat:
Ob einzelne Gebäude nun 99 Meter oder 200 Meter hoch sind, macht nicht so einen großen Unterschied.
Mit den bestehenden Abstandgesetzen sicher nicht, ja. Isek hat es schon mal im Olympia Thread erwähnt: Was nutzen dort 10 14 stöckige HH, wenn diese großzügig über das Gelände verteilt stehen. Dann kann man gleich im Blockrand bauen und erzeugt damit auch noch mehr Urbanität.
Ich hoffe, dass diese neue deutsche Flächennutzungsart "Urbanes Gebiet" (oder wie die heißt) hier mehr Möglichkeiten eröffnet.
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Alt 07.02.17, 23:35   #1129
Endokin
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Ich bin über etwas interessantes gestoßen:
Habe mal die chinesischen Boomstädte mit unseren in Deutschland verglichen. Das war schon sehr interessant. Die Städte dort, selbst Peking und Shanghai haben im Vergleich zu München oder Berlin eine geringere Dichte. Klar die sind natürlich auch großflächiger. Aber dass diese Städte eine geringere Dichte haben als wir hier hat mich dann doch erstaunt.
D.h. so flasch können wir dann bei uns nicht liegen.

München 300km² ---> 1,45Mio
Peking 1600km²---> 21Mio
Barcelona 100km²--->1,6Mio
Wien 400km²--->1,7Mio
Berlin 1000km²--->3,5Mio
Madrid 600km²--->3,2Mio
HongKong springt aus der Reihe 1000km²--->7Mio
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Alt 08.02.17, 00:25   #1130
Isek
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^^

Peking mit seinen 16.000 qkm in der Verwaltungseinheit ist wohl kaum mit einer Verwaltungseinheit Barcelona auf 100 qkm vergleichbar. In einer räumlichen Abgrenzung mit einem Radius von z.B. 10 km oder 20 km um das Stadtzentrum hat Peking sicher deutlich mehr Einwohner als jede deutsche Stadt und damit auch eine höhere Dichte.

Vergleiche: https://populationexplorer.com/
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Alt 08.02.17, 05:25   #1131
Munich_2030
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Auch hier nochmals ein Report, der das bestätigt: München wird wohl nicht mal über die 90m Grenze bauen, sondern weiterhin Hochhaus Stumpen unter 80m planen.

Warum man jetzt plötzlich wieder an dieser imaginären Höhengrenze festhält, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen?

Für mich sind diese gestauchten Mini-HH eine absolute Verschandelung des Stadtbildes. Dann lieber flachere und schöne Bauten, wie das Nove.

http://www.immobilienreport.de/archi...jekte-2017.php
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Alt 08.02.17, 07:41   #1132
Isek
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Dass hier immer noch zwei Hochhausgutachten von 1977 und 1995 zitiert werden sagt wohl alles!
Stadtplanung findet überall statt - nur macht sie um München einen großen Bogen.
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Alt 08.02.17, 08:10   #1133
Bau-Lcfr
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Zitat:
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Ob einzelne Gebäude nun 99 Meter oder 200 Meter hoch sind, macht nicht so einen großen Unterschied.
Siehe #152 hier - die eine oder andere Straßenecke mit 16 statt 5 Geschossen, schon passen jeweils einige -zig Wohnungen mehr dorthin. Einzelne Projekte machen nicht den Unterschied, es müssen viele sein - wie unter #155 grob geschätzt, 300 solche Projekte und die Düsseldorfer Baulandversorgungslücke ist eingedeckt. Keine utopische Zahl in einer Weltstadt - kürzlich las ich, London habe aktuell ca. 220 Hochhausprojekte über 20 Geschosse.
Düsseldorf vielleicht nicht so viele, aber täglich ergibt sich was - erst gestern wurde über ein neues Wohnhochhaus mit 18 Geschossen gemeldet.

Für die sonstige Traufhöhe würde sich die baurechtliche Hochhaus-Grenze empfehlen - in der breit verstandenen Innenstadt (aber außerhalb der Altstadt) grundsätzlich 8 Geschosse ohne besondere B-Plan-Verfahren.
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Geändert von Bau-Lcfr (08.02.17 um 08:32 Uhr)
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Alt 08.02.17, 09:28   #1134
iconic
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Ich bleibe dabei, ob man nun Hochhäuser über 99 Meter ermöglicht oder nicht ist ein reines Ausgestaltungsmerkmal aber kein grundsätzlicher Ansatz, um das Wachstum zu organisieren. Ich finde auch, man sollte sich an dieser leidigen Frage nicht allzu lange aufhalten und dafür lieber tatsächlich wirksame Lösungsansätze besprechen.
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Alt 08.02.17, 09:47   #1135
Munich_2030
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Ich bleibe auch dabei.

Wachstum ist das eine, aber reden wir von schöner Architektur bzw. Ästhetik, so muß man doch zugeben, daß die momentan gebauten Mini-HH Stumpen unter 70m nicht wirklich schön sind.

Sie sind definitiv keine Bereicherung für das Stadtbild. Und das hier ist doch ein Forum, bei dem es um Architektur geht (und hoffentlich auch Schöne), oder nicht?

Daher stehe ich dem Ganzen sehr skeptisch gegenüber und finde es einen wahnsinnigen Rückschritt, daß jetzt plötzlich wieder von der Münchner Linie und dieser imaginären Höhenbegrenzung geredet wird. Und es sind ja nicht mal 99m. Es wird aktuell nichts über 90m gebaut!

Wieviele von den 50-70m Stumpen sollen wir denn noch in der Stadt bekommen? Das Beste ist ja, daß viele dieser Mini-HH mit einer größeren Höhe (oft reichen schon 30-40m mehr) gar nicht mal so schlecht aussehen würden.

Beispiel: Friends Towers, Atlas, Highrise One, Kap West, MO82, etc.
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Alt 08.02.17, 13:30   #1136
MiaSanMia
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Zitat:
Wieviele von den 50-70m Stumpen sollen wir denn noch in der Stadt bekommen?
Wir stehen erst ganz am Anfang des Stumpenwahns. Erst vor zwei Wochen kamen zu den über 40 Geplanten noch drei weitere dazu: im Rahmen der Nachverdichtung Appenzeller Straße sollen drei 16 Stockwerke HH entstehen.

Ich finde, die Höhe ist nicht unbedingt das Problem, mit 60m kann man zweifellos sehr schön bauen, sondern die immer gleiche rechteckige Kastenbauform. Ok, das kommende Neo oder die in Bau befindlichen BVT sind abgerundet und das geplante HH am Hans Seidl Platz besitzt immerhin eine Trapezform, wirklich spannend sind die aber auch nicht. Sowas wie das Vertical Garden am Arabellapark, nur größer, das bräuchten wir öfter. Freilich wäre es auch mir lieber, wir würden ein schönes Cluster bekommen, anstatt quer in der Stadt verteilte HH, die womöglich erst recht Widerstand gegen HH provozieren.

@Isek:
Die Kritik an den Hochhausstudien kann ich nicht nachvollziehen. Schließlich hat sich die Stadtstruktur seit 1995 (fast) nichts verändert. Die möglichen Standorte bzgl. Sichtachsen und Verschattung sind nach wie vor die selben. Eine neue Studie ist überflüssig, verfolgt man nicht einmal die Alte konsequent. In dieser ist das vom Artikel geforderte Clusterquartier zwischen Vogelweideplatz und SZ HH längst enthalten. Man müsste es halt nur mal umsetzen.

@China:
In der SZ war die Tage ein Artikel über die chinesische Baupolitik. Die Regierung hat anscheinend jetzt erkannt, was sie mit ihrem Abreiß- und Neubauwahn angerichtet hat (in etwa hieß es dort: "Singe nicht 1000 Lieder gleicher Melodie und baue nicht 1000 Städte gleichen Gesichts"). Ganze historische Städte wurden dem Erdboden gleich gemacht und ein Plattenbauklon nach dem Anderen in die Landschaft gestellt. China verbrauchte in nur drei Jahren so viel Zement wie die USA im ganzen 20. Jahrhundert. Nun will man offenbar an europäische Strukturen anknüpfen mit Gassen, Altstädten und viel Charme
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Alt 09.02.17, 08:22   #1137
Munich_2030
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Genau so ist es.

Es liegt ja eine Hochhausstudie vor. Und an der hat sich ja nicht viel geändert. Auch in dem Bericht vom Immobilienreport wird ganz unten nochmals darauf hingewiesen und Professor Dietrich Fink von der TUM zitiert.

Wenn das die Stadt jedoch nicht umsetzen will, dann wird es halt weiterhin über das Stadtgebiet verstreut, diese 50-70m Mini-HH geben.

Sehe es ähnlich wie MiaSanMia und würde mich nicht wundern, wenn dieses Konzept bald auf eine große Ablehnung in der Bevölkerung stoßen würde.

Ich jedenfalls, würde als bekennender Fan von HH, bei einem Bürgerentscheid ebenfalls für einen Stopp dieser Mini-HH stimmen. Das wirft uns beim Thema Hochhäuser nur zurück!

Es sollte endlich mal über das nachgedacht werden, was einige schon seit Jahren fordern.

Zitat Professor Dietrich Fink von der TUM:

Zum Vorteil für München wäre es, wenn es wie in Frankfurt ein Hochhausrahmenplan für Wolkenkratzer-Cluster geben würde, wie es etwa Professor Dietrich Fink von der TUM fordert.
Will München weiterhin wachsen und auch Grünflächen bewahren, sollten Cluster für Hochhäuser über 100 Meter zugelassen werden: etwa zwischen den Bavaria Towers und der Messe oder bei der A9 nördlich des Frankfurter Rings.
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Alt 09.02.17, 12:50   #1138
Isek
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@Isek:
Die Kritik an den Hochhausstudien kann ich nicht nachvollziehen. Schließlich hat sich die Stadtstruktur seit 1995 (fast) nichts verändert. Die möglichen Standorte bzgl. Sichtachsen und Verschattung sind nach wie vor die selben. Eine neue Studie ist überflüssig, verfolgt man nicht einmal die Alte konsequent. In dieser ist das vom Artikel geforderte Clusterquartier zwischen Vogelweideplatz und SZ HH längst enthalten. Man müsste es halt nur mal umsetzen.
Ja, einerseits wurden nichtmal die dort gegebenen Empfehlungen weiter verfolgt. Andererseits waren die Randbedingungen 1995 noch ganz andere. Damals steckte München schon seit 20 Jahren in einer Phase der Stagnation. Deutschland gerade mal seit 5 Jahren wieder vereinigt. Die Suburbanisierung hatte gerade ihren Höhepunkt erreicht. Vom Stadtbild her hat sich München eigentlich seit den Olympischen Spielen nicht mehr wirklich verändert. Heute drücken die Probleme einer globalisierten Welt mit bald 10 Mrd. Menschen voll in die noch bis vor 10 oder 15 Jahren mehr oder weniger abgeschotteten Wohlstandsregionen Mitteleuropas. Wer geht denn erntshaft noch von einem schrumpfenden Europa aus wenn Afrika von unter 1 Mrd. Menschen auf 3 Mrd. MEnschen innerhalb der kommenden 60-80 Jahre explodieren wird? Wer hatte 1995 an Preise für einfachsten Wohnraum von 8.000 Euro pro Quadratmeter denken können? Attraktiv auch für global agierendes Großkapital aus Arabischen Ländern, China oder Russland?
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Alt 09.02.17, 19:28   #1139
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Zitat von Munich_2030 Beitrag anzeigen

[I]... [B]anders als bei spielsweise in München, wo maximal bis auf 99 Meter, die Höhe der Frauenkirche, gebaut werden darf /I]
Wie wäre es mit einem Bürgerbegehren für das Aufstocken der Türme der Frauenkirche?
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Alt 13.02.17, 16:45   #1140
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Veranstaltung am Mittwochabend im Rathaus:

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Wohnen XL: Diskussionsrunde in der Rathausgalerie, Rathaus Umschau 29 / 2017, veröffentlicht am 10.02.2017

Der Stadtteil Neuperlach feiert dieses Jahr seinen 50. Geburtstag, in Freiham wird bald mit der Realisierung der ersten Wohnungen begonnen. Und im Münchner Nordosten stehen ab Frühjahr die drei Varianten einer Bebauung öffentlich zur Diskussion. Das sind Anlässe genug, um mit Expertinnen und Experten aus den Quartieren einen Blick in die Zukunft zu werfen – und zwar im Rahmen der Diskussionsrunde „Wohnen XL – gestern heute, morgen“ am Mittwoch, 15. Februar, in der Rathausgalerie. Die Veranstaltung, die Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung „Mehr Wohnen“ ist, beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Stephan Reiß-Schmidt, Leiter der Hauptabteilung Stadtentwicklungsplanung im Referat für Stadtplanung und Bauordnung begrüßt die Gäste. Aus Neuperlach kommen Sigrid Bretzel, ehemals Projektplanung Neuperlach im Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Thomas Kauer, Vorsitzender Bezirksausschuss 16 (Ramersdorf – Perlach), und Ulrike Klar, Leiterin der Hauptabteilung Stadtsanierung und Wohnungsbau im Referat für Stadtplanung und Bauordnung. Die Vertreter aus Freiham sind Steffen Kercher, Projektplanung Freiham im Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Florian Otto, Landschaftsarchitekt und Partner bei bauchplan, und Jürgen Thum, Stadtbaumeister Germering. Und für den Nordosten sprechen Andrea Gebhard, Mahl Gebhard Konzepte, Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL), und Angelika Pilz-Strasser, Vorsitzende Bezirksausschuss 13 (Bogenhausen).

Die Ausstellung „Mehr Wohnen“ ist noch bis 23. Februar in der Rathausgalerie zu sehen. Unter www.muenchen.de/mehrwohnen sind alle Infos zum Programm zu finden.

Seit 1999 präsentiert das Referat für Stadtplanung und Bauordnung jeweils zu Jahresbeginn unter dem Motto „Zukunft findet Stadt“ Ausstellungen zu wichtigen Themen der Stadtentwicklung und Stadtplanung in der Rathausgalerie. Die populäre Ausstellungsreihe lockte 2016 zirka 18.600 Gäste an.
Quelle: https://ru.muenchen.de/2017/29/Wohne...sgalerie-71171
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