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Alt 22.10.11, 18:01   #31
mescha
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@ Gurke: Was ist das denn bitte für eine Argumentation? Die Zentralbibliothek sollte doch für alle Berliner gleichermaßen gut erreichbar sein und nicht nur für Neuköllner, Schöneberger und Kreuzberger! Und wenn man schon der Argumentation von Gurke folgt, warum sollte die "migrantisch geprägte Bevölkerungsschicht" im Wedding, Moabit und Reinickendorf dann weniger Anspruch auf eine gut zu erreichende Bibliothek haben, als die in den schon genannten Kiezen? Ich schrieb ja schon, dass der Alexanderplatz aus allen Himmelsrichtungen gut erreichbar ist und das nicht nur für akademisch-geprägte Mitte-Bewohner, mit der U8 beispielsweise genauso gut von Kreuzberg/Neukölln wie aus Richtung Wedding/Reinickendorf, außerdem noch U5, U2 und S-Bahn. Abgesehen davon, was wollen denn Touris in der Bibliothek?

@ necrokatz: Ein Kunstcampus ist ja bereits am Hbf geplant und das Kulturforum bedarf auch einer Neustrukturierung, jetzt noch einen Kulturcampus in Tempelhof zu planen wäre denke ich zu viel. Aber da du das ansprichst, es wäre doch auch der Hbf als Standort für die Zentralbibliothek denkbar. Genügend Freiflächen gibt es da ja auch. Wäre zwar nicht ganz so gut erreichbar wie der Alex, aber immer noch zentraler als Tempelhof. Und was Gurke freuen dürfte: sogar auf "Westberliner Territorium"
Was mich an der Entscheidung für Tempelhof ärgert, ist dass es dazu nie eine öffentliche Debatte gab und es einfach von Wowereit beschlossen wurde, obwohl andere Standorte offensichtlich besser geeignet wären.
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Alt 22.10.11, 22:18   #32
Richard Neutra
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MEF als Standort für die Bibliothek dürfte Zündstoff beinhalten, denn erstens müsste man eine Bebauung gegen die Linken durchsetzen (die trotz zukünftiger Nichtregierungsbeteiligung ein Wörtchen mitreden werden), zweitens würde die Bebauung durch ein großes Gebäude den Forderungen der Befürworter von kleinteiliger Bebauung und Reko widersprechen oder es zumindest schwieriger machen entsprechendes auch noch umzusetzen und drittens müsste für das Grundstück überhaupt erstmal eine entsprechende Planung eingeleitet werden inklusive Umwidmung im Bebauungsplan etc. Dennoch, davon ab, wäre sicher auch das MEF ein guter Standort für die Bibliothek allein.

Am Hbf. dagegen wäre natürlich massig Platz und die Verkehrsanbindung wäre auch optimal. Als Standort könnte man entweder den südlichen Vorplatz des Hbf wählen, schön an der Spree gelegen oder westlich vom Total-Turm oder am Humboldt-Hafen doch noch die schönen Ufereinfassungsbauten realisieren und die Bibliothek dort im kompletten Komplex unterbringen, die Bauten müssten dann vll. auf der östlichen Uferseite noch etwas mehr in die Tiefe gehen um mehr Raum zu schaffen. Gerade am Hbf. hätte man mit der Schaffung einer repräsentativen großen Bibliothek und vll. auch mit dem Bau der Kunsthalle in der Nachbarschaft eine wunderbare Möglichkeit zum einen noch mehr Menschen an diesen Ort zu ziehen und die Auslastung des Hbf. ein wenig anzuheben und außerdem die Brachen und weite Leere mit guter Architektur und einer sinnvollen Nutzung zu besetzen.

//EDIT: Achso, vll. könnte man als Kunsthalle auch einfach diesen supercoolen Glascubus verwenden, der ursprünglich für die DB gedacht war und bisher nur in den Planungen auftaucht. Stellt euch mal vor, so ein komplett durchsichtiger Glaswürfel, der die Kunstinstallationen auch von außen erlebbar macht und nachts dezent illuminiert werden könnte, im Innern dann Rampen, die durch den Würfel und zu den einzelnen Stockwerken führen, den Rampen in der Kuppel des Reichstags ähnlich und Berlin wäre um eine Attraktion reicher. Vor allem würde die Kunsthalle dann an absolut prominenter Stelle mit einer bombastischen Aussicht stehen.
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Gute Architektur hat einen gelungenen Bezug zur Umgebung, erfüllt ihren Zweck und versucht vor allem nicht Architektur zu sein.
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Alt 23.10.11, 09:08   #33
Gurke
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@ mescha: Mein Hauptargument war die Überversorgung von Mitte mit großen öffentlichen Bibliotheken. Hier kann man nachlesen, dass die Zentralbibliothek sogar teilweise in das zukünftige Humboldt-Forum zieht, und zwar mit dem Kunst- und Musikbestand: http://www.tagesspiegel.de/berlin/sc...ek/969292.html

Und dies entspricht ja fast dem hier favorisierten Standort.

Tempelhof liegt übrigens im Stadtring und nicht in der Peripherie, wie hier suggeriert wird. Reinickendorfer und Leute aus dem Wedding können mit der U6 anreisen, können aber auch mit der U8 zur Boddin- oder Leinestraße fahren, um das Tempelhofer Feld zu erreichen. Mit dem Stadtring ist es auch für Friedrichshainer & Treptower ein Katzensprung.

P.S. (Langzeit-)Touris kommen sehr gerne ins Grimm-Zentrum, weil man sich dort für lau registrieren kann, um dann kostenlos das Internet zu nutzen. Das weiß ich aus sicherer Quelle...

@ Richard Neutra: Die Idee mit dem Glaskubus als Kunsthalle ist zwar sehr schick, aber wie hängt man Fotografien, Gemälde etc.? Dann müsste man wie im Foyer der Neuen Nationalgalerie hässliche Stellwände anbringen, die wiederum die lichte Wirkung ruinieren dürften. Für Installationen oder Skulpturen würde es aber natürlich super funktionieren!

Ich finde, der Kubus eignet sich eher als "Showroom" - beispielsweise für Firmen wie Apple, aber die wollen ja angeblich zum Kurfürstendamm.

Geändert von Gurke (23.10.11 um 11:11 Uhr)
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Alt 23.10.11, 11:24   #34
Richard Neutra
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@ Gurke: Ja, also der Glaskubus wäre natürlich nicht ohne Innenstruktur, also im Innern ein Betonkern, der u.a. Fahrstühle und Waschräume beherbergt und dann eben auch in jedem Stock ein paar kleinere Ausstellungsräume, in denen man auch Gemälde präsentieren kann. Um diesen Betonkern herum (am besten weiß verputzt und mit Spots entsprechend illuminiert) die Rampen, die nicht rund sind sondern parallel zu den Stirnflächen des Kubus verlaufen und ansteigen, die dann jeweils kleine Unterbrechungen an jedem Stockwerk haben. Ich schätze der Kubus hätte bei normaler Deckenhöhe 9-10 Stockwerke, also genug Platz für Räume im Innern des Kubus. Zwischen dem Kern der gläsernen Außenhaut könnte man dann Skulpturen hinstellen oder auch Kunstobjekte von der Decke hängen lassen. Aber auch große Gemälde, z.B. zeitgenössischer Kunst könnte man von der Decke an Stahlseilen hängen lassen, zur Fassade hingewandt, so dass auch Besucher außerhalb des Gebäudes manche Gemälde betrachten könnten. Oder besser noch: die Rampen verlaufen im Innern des Kubus direkt an der vollverglasten Außenwand entlang und genau davor werden die Kunstobjekte aufgehängt, sodass sowohl Leute von außen, als auch die vorbeiwandernden Leute auf den Rampen im Innern die Kunstobjekte betrachten können. Die Rampen wären dann in manchen Stockwerken durch schmale Brücken mit dem Innenkern verbunden. An der Außenwand des Innenkerns könnte man auch noch Ausstellungsobjekte anbringen, im Erdgeschoss hätte ein Kunsthallenshop Platz. Vor allem wäre das ganze auch noch behindertengerecht und man könnte auf Grund der Rampen vll. sogar auf die Fahrstühle verzichten, was wiederum noch mehr Platz im Kern schaffen würde.
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Alt 23.10.11, 11:41   #35
Chandler
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Chandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz seinChandler kann im DAF auf vieles stolz sein
@Gurke
Ich verstehe nicht so recht was die Universitätsbibliothek der HU mit den Stadt- bzw. Landesbibliotheken zu tun hat. An der TU und der FU im Westen gibt es ja auch Bibliotheken. Der Buchbestand und die Zielgruppe sind aber ganz anders als in den Stadtbibliotheken.

Aktuell ist es so dass die naturwissenschaftlich-technischen Bücher in der Zentralbibliothek in der Nähe des Schlossplatzes stehen und Romane, Kunst, Psychologie u.ä. in der AGB.

Weshalb baut man nicht statt des Schlosses ein Gebäude mit guter Raumausnutzung. Da passt dann sicher die ganze Bibliothek rein. Man kann ja für die Rekofans zu den Linden hin eine Schlossfassade vorsetzen. Wobei der Fußweg vom Alexanderplatz zum Schlossplatz doch recht weit ist. Naja, eines Tages wird es ja die neue U5 geben.

Der Bauplatz des Riesenradbetruges am Bahnhof-Zoo wäre auch noch zu haben. Sofern er groß genug ist wäre der Standort auch recht verkehrsgünstig und zentral. Dass die Volkswagenbibliothek direkt daneben stünde würde ich auch nicht als Nachteil sehen.

Geändert von Chandler (23.10.11 um 13:00 Uhr)
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Alt 23.10.11, 11:53   #36
Gurke
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Gurke könnte bald berühmt werden
@ Richard Neutra: Klingt auf jeden Fall sehr gut, und über die Raumaufteilung des Kubus habe ich mir ehrlich gesagt noch gar keine Gedanken gemacht... Ab zum Senat mit der Idee!

@ Chandler: Das Beispiel mit dem Grimm-Zentrum hinkt in der Tat ein wenig, da es sich hier um eine wissenschaftliche Bibliothek handelt. Ich wollte lediglich zeigen, dass eine zusätzliche Zentralbibliothek in Mitte wohl vor allem von "den üblichen Verdächtigen" frequentiert werden dürfte und ich daher die vorgetragene Idee einer Zentralbibliothek am Marx-Engels-Forum nicht gut finde.
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Alt 23.10.11, 12:03   #37
Chandler
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In gewisser Weise muss ich dir schon recht geben. Wenn die Bibliothek in der Nähe der Uni-Standorte gebaut würde so wären wohl schnell alle Arbeitsplätze von Studenten besetzt.
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Alt 23.10.11, 18:56   #38
Vertical
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Der jetzige Standort am Blücherplatz ist eigentlich ein guter Standort.
Ich würde die Zentralbibliothek genau an der Stelle der Amerika-Gedenkbibliothek bauen. Das Grundstück ist groß wenn man es richtig nutzt (bis an die Blücherstraße und Zossener Straße heran). Außerdem würde die unwirtliche Gegend um den Blücherplatz aufgewertet werden.
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Alt 24.10.11, 18:44   #39
Kleist
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Ich würde den Bestand digitalisieren und erweitern,sowie vorhandene Bibliotheken sanieren und zusammenfassen,aber auf den Neubau komplett verzichten
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Alt 24.10.11, 19:41   #40
Konstantin
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Blücherplatz

Zitat:
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Der jetzige Standort am Blücherplatz ist eigentlich ein guter Standort.
Ich würde die Zentralbibliothek genau an der Stelle der Amerika-Gedenkbibliothek bauen. Das Grundstück ist groß wenn man es richtig nutzt (bis an die Blücherstraße und Zossener Straße heran). Außerdem würde die unwirtliche Gegend um den Blücherplatz aufgewertet werden.
Heyheyhey. Die AGB steht als Einzeldenkmal unter Schutz. Nachkriegsmoderne.

Gut ist eigentlcih nur ein Standort, der mehr als einen ÖPNV-Anschluß hat. Deshalb das Hallesche Tor nur nachrangig (2 U-Bahn-Linien). Am besten wär der Alex: ein HH!
__________________
Ubi bene, ibi patria. Aristophanes
(C) für Abbildungen, soweit nicht anders angegeben, bei mir
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Alt 25.10.11, 12:41   #41
Stadtaffe
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Stadtaffe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von Konstantin Beitrag anzeigen
Gut ist eigentlcih nur ein Standort, der mehr als einen ÖPNV-Anschluß hat. Deshalb das Hallesche Tor nur nachrangig (2 U-Bahn-Linien). Am besten wär der Alex: ein HH!
Sehe ich auch so, weiß nicht wieso man unbedingt nach Tempelhof ziehen will. mMn soll man sich für ein zentraler Ort entscheiden, Alex oder sogar das Marx-Engels-Forum.
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Alt 25.10.11, 13:17   #42
Kleist
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Den zentralen Ort schlechthin gibt es in Berlin nicht.Für Wilmersdorfer ist der Alex nicht direkt um die Ecke,für Weissenseer ist THF weit ab.

Wenn THF,dann bitte im Flughafengebäude.Da muss der Denkmalschutz auch mal Kompromisse eingehen,ansonsten wird man den Gebäudekomplex nie vernünftig nutzen können und immer als Klotz am Bein haben.
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Alt 25.10.11, 13:34   #43
necrokatz
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Nun, das Problem ist doch, dass eine Bibliothek spezielle Anforderungen an einen Bau hat und man dies womöglich nicht so einfach im Flughafengebäude erreichen kann. Ich fände es falsch, das Gebäude mit Funktionen zu füllen, für die es nicht geeignet ist, nur damit es ausgelastet ist.
Langfristing muss man sich vielleicht wirklich fragen, ob ein (teilweiser) Abriss nicht die beste Lösung wäre.


Zur Lage von Tempelhof:

Es ist und bleibt periphärer als die jetzigen Standorte und die vorgeschlagenen Alternativen. Basta.


Zur Bibliothek:

@Kleist: Der momentane Bestand ist anscheinend durch die marode Bausubstanz gefährdet und ein Neubau deswegen erforderlich. Dass man insgesamt mehr in die Biblioteken investieren sollte, ist klar.

Es dürfte auch recht teuer sein, den Bestand zu digitalisieren, weil zunächst muss man diesen riesigen Bestand ja erst mal einscannen und sinnvoll archivieren etc. Dazu braucht man viel Personal und geeignete Geräte und natürlich eine Archivierungssoftware. Sofern du an Outsourcing dieser Aufgaben denkst, ich glaube nicht, dass es derzeit einen Anbieter gibt, der dies leisten kann.
Zweitens, der elektronische Bestand muss ja auch irgendwo gespeichert werden. Die Bibliotheken haben zwar ein Rechenzentrum (vermute ich) aber dort sind eben nur die Kataloge gespeichert. Um alle Bücher in ansprechender Qualität zu sichern muss man massiv in das Rechenzentrum investieren - ich vermute mal, dass man aus Copyright- und Sicherheitsgründen nicht auf externe Cloudspeicher zurückgreifen wird (oder sollte).
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Alt 01.03.12, 10:56   #44
Gurke
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Der Tagesspiegel berichtet über eine neue Entwicklung am Tempelhofer Feld:

So soll die Landesbibliothek Mittelpunkt eines "Bildungsquartiers" werden, wo sich am südwestlichen Rand des Tempelhofer Feldes (private) Hochschulen, Sprachschulen etc. ansiedeln sollen.

Bis zum Sommer sollen Wettbewerbe für die Architektur der Landesbibliothek und deren städtebauliche Umgebung vorbereitet werden, begleitet von einem Planungsbüro, das bereits maßgeblich an der Ausarbeitung des Masterplans für die Europacity beteiligt war.

Weitere Details:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/la...t/6271532.html
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Alt 05.04.13, 20:25   #45
Batō
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Der erste Ideenwettbewerb wurde mittlerweile beendet und einige Ergebnisse auf der Seite der Senatsverw. f. Stadtentw. vorgestellt. Der Wettbewerb dient dazu das Potential des Geländes auszuloten und zu zeigen was dort möglich sei.
Dazu auszugsweise die Pressemitteilung:
Zitat:
Erwartet wurde ein Gebäudeentwurf, der der Bedeutung einer zentralen Metropolenbibliothek angemessen ist. Durch eine ambitionierte Architektur soll der Neubau der ZLB den Standort städtebaulich unverwechselbar prägen, ein neues architektonisches Wahrzeichen der Stadt werden und als stadträumliche Landmarke weithin sichtbar sein.

Im Anschluss an diesen Ideenwettbewerb soll ein nichtoffene Realisierungswettbewerb für die Zentral- und Landesbibliothek mit vorgeschaltetem EU-weitem Bewerbungsverfahren durchgeführt werden. An dem Realisierungswettbewerb sollen 30-50 Bewerbergemeinschaften bzw. Generalplaner (Architekten, Landschaftsarchitekten, Ingenieure der Fachrichtung Tragwerksplanung und der Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung) teilnehmen.

Die Preisträger des gestern abgeschlossenen offenen Ideenwettbewerbs „Standorteinbindung Zentral- und Landesbibliothek Berlin“ werden als Teilnehmer des Realisierungswettbewerbs gesetzt, wenn sie die geforderten zusätzlichen Fachplaner nachbenennen. Die weiteren Teilnehmer werden mit einem vorgeschalteten EU-weiten Bewerbungsverfahren ausgewählt.

Das gewählte stufenweise Verfahren von Ideenwettbewerb und nachgeschaltetem Realisierungswettbewerb wurde mit allen am Verfahren Beteiligten u. a. Architektenkammer und Fachverbänden diskutiert und abgestimmt. Die Gründe für die Wahl dieser Verfahrensart waren einerseits möglichst vielen junge und unerfahrene Architekten und Architektinnen die Teilnahme an einem Wettbewerb für komplexe Bauaufgaben zu ermöglichen und andererseits im Rahmen des Bewerberverfahrens Büros mit großer Erfahrung für die Durchführung des anspruchsvollen Bauvorhabens auswählen zu können.
Zitat:
Die Eröffnung der Ausstellung findet am 18.04.2013 um 19:00 Uhr im
Flughafengebäude Tempelhof, Columbiadamm 10, 12101 Berlin, Gebäude
A2, Aufgang 1, statt.
Die Wettbewerbsarbeiten werden in der Zeit vom 19.04 – 17.05. 2013
täglich von 13:00 bis 18:00 Uhr ausgestellt
__________________
Alle Bilder, soweit nichts anders angegeben, stammen von mir.

Berlin à la carte - die Projektkarte
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