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Alt 03.03.13, 20:41   #136
DaseBLN
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^ Es ist ja dein gutes Recht, hier in Berlin deinen Ordnungswahn auszuleben, aber diffamiere doch bitte nicht Leute, die mit ihrem ersten Sonnen-Sonntag seit Wochen etwas besseres anzufangen wissen, als irgendwo Aufkleber abzukratzen oder ihre Wäsche mit dem Lineal zu ordnen.

Zum Thema: der bleibende Eindruck, den die Eastside-Gallery bei den meisten Gästen hinterlässt, entsteht auch durch die Länge des Bauwerks, die, obwohl Wachturm & Postenweg fehlen, weitaus besser verdeutlicht, was die Teilung für die Stadt bedeutet hat, als das kurze Stück an der Bernauer. Natürlich gab es auch beim Versetzen des Teilstücks an der O2-Arena-Proteste, allerdings hat man damals ebenfalls von Ausnahmen usw. gesprochen. Hier wird jetzt auch wieder mit 19 Metern argumentiert und unter den Tisch fallen gelassen, dass ein weiteres Bauprojekt direkt nebenan errichtet werden soll, für das dann wieder ein Teilstück entfernt wird. Irgendwann hat man dann eben mehr Lücke als Mauer. Nochmal: es handelt sich hier um ein unter Denkmalschutz stehendes Objekt von nationaler Bedeutung.

Zitat:
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Interessante Metapher bei dieser Thematik:
Eine Mauer soll bleiben und der Bau einer Brücke soll verhindert werden.
Das wird auch durch Wiederholung nicht richtiger. Für die nicht-technokratische Anbindung eines Fuß- und Radwegs wäre der bereits vorhandene Durchbruch völlig ausreichend.
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Alt 03.03.13, 21:03   #137
Hobbyist
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Zitat:
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Das wird auch durch Wiederholung nicht richtiger. Für die nicht-technokratische Anbindung eines Fuß- und Radwegs wäre der bereits vorhandene Durchbruch völlig ausreichend.
Sagst Du, aber wenn man auf die Karte schaut, kann man eine direkte Verbindung auch zur Mühlenstraße befürworten.

Ich glaub bei dem Thema im Grunde keinem mehr: andauernd wird in RBB und bei den Gegnern über Abriss der East Side Gallery geredet, obwohl da nur ein Stück versetzt werden soll. Daß da vor einigen Jahren schon Teile versetzt wurden, scheint niemanden interessiert zu haben damals. Der eine sagt, es geht um den Erhalt eines Denkmals zu Erinnerung der Grenzen, obwohl der Zustand (restaurierte Grafitis) beileibe nichts damit zu tun hat. Der nächste sagt wieder man will keine Brommybrücke, wieder andere keine neuen WOhnungen (aber dann wieder meckern, wenn der Wohnungsmarkt knapp wird...) Bei einigen bekommt man den Eindruck, die Touristen würden wegbleiben, wenn das Stück verrückt ist, ein anderer sagt der Senat sei Schuld. Und wer hat das eigentlich genehmigt? Schulz, der sich jetzt an die Proteste mit anschließt?

Und einige skandieren "Die Mauer muss bleiben!" - ich als Ex-DDR'ler kann darüber nur den Kopf schütteln.

Und warum haben sich die Protestler nicht schon früher damit beschäftigt? Diese Sache kommt mir allgemein doch etwas merkwürdig vor, vorallem bei den ganzen Fehlinformationen, die verbreitet werden.
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Alt 03.03.13, 21:24   #138
Kleist
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..bleibt zu hoffen,dass der Entwickler keine kalten Füße bekommt und das Projekt platzen lässt.Das wäre ein wirklich fatales Signal aus dieser Stadt,mit Folgen weit über die Immobilienbranche hinaus. Wenn hier dem Protest nachgegeben wird,welches ambitionierte Projekt soll denn dann hier in Zukunft noch angegangen werden ?
Architektonisch leben wir schon im Kommunismus,Einheitsbrei allerorten,bloß nicht aus der Reihe fallen,dann gibt es Ärger.

Den Bezirkspolitikern ist scheinbar nichts anderes mehr geblieben,als gegen 60m hohe Häuser und mehrspurige Straßen zu kämpfen.

Ich bin heute am HbF von Touris auf englisch angesprochen wurden,sie wollten "the rest of Berlin Wall " besichtigen.Ich habe ihnen die Bernauer Straße vorgeschlagen.Die Mauer ist eine enorm wichtiger Zugfaktor für Berlin.Deswegen sollte man bei der ESG jetzt abschließend transparent festlegen,wieviel Segmente noch versetzt werden und wo die versetzten Elemente aufgestellt werden.
Ich meine,dass das Versetzen einiger Elemente in den dahinter gelegenen Park der Anlage gut tut.
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Alt 03.03.13, 21:27   #139
tel33
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Die taz äußert sich in überraschender Weise zum Thema und entspricht damit eigentlich voll und ganz meiner Einschätzung zur Media Spree Versenken Gruppe und ihren Zielen und fragwürdigen Methoden:
http://www.taz.de/Desinformation/!112114/

Kurz umrissen: Die Lücke die jetzt entsteht, wurde von den Hauptinitiatoren des vermeintlichen Mauerabriss-Protests selbst so akzeptiert und auch in ihren eigenen Broschüren eingezeichnet. Eben für jenen Rad-/Fußgängersteg, der seinerzeit durch den von MS Versenken initiierten Bürgerentscheid durchgesetzt wurde. Nun wird genau an dieser Stelle planmäßig der Zugang geschaffen. Hier wird gezielt eine mediale Desinformationskampagne gefahren und es ist schon ziemlich beunruhigend, wie einfach es ist Massenmedien und ihre Konsumenten weltweit in die Irre zu führen...
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Alt 03.03.13, 21:34   #140
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Noch heftiger finde ich das Interview in der Berliner Zeitung aus dem hervorgeht dass der Bezirksbürgermeister Franz Schulz selbst den Investor per Vertrag verpflichtet hat Mauerteile zu entfernen. Und zwar nicht für seinen Neubau, sondern für den Neubau der Brommybrücke. Das ist echt das Schärfste. Der Bezirk selbst wollte sich wohl den Protest nicht aufhalsen.
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Alt 03.03.13, 22:05   #141
DaseBLN
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Schulz hat dem im RBB bereits widersprochen. Ich bin gespannt, was nun stimmt, das sollte sich ja einfach herausfinden lassen. Einer lügt, das steht ob der diametral gegensätzlichen Aussagen wohl fest. Sollte der Bezirk das selbst verkackt haben, wäre das ein starkes Stück. Eine kleine Erweiterung des bestehenden Tores, wie sie angeblich zur Anbindung des Wohnturms ausreicht, wäre jedenfalls am ehesten zu vermitteln und würde sicherlich auch zur Anbindung der Brücke reichen.
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Alt 03.03.13, 22:25   #142
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Zitat:
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Eine kleine Erweiterung des bestehenden Tores, wie sie angeblich zur Anbindung des Wohnturms ausreicht, wäre jedenfalls am ehesten zu vermitteln und würde sicherlich auch zur Anbindung der Brücke reichen.
Welches Interesse sollte der Investor daran haben die Mauer an dem Stück zu öffnen, das für sein Bauvorhaben gar nicht benötigt wird, sondern für ein öffentliches Bauvorhaben notwendig ist? Nämlich der neuen Brommybrücke.
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Alt 03.03.13, 22:32   #143
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Gegenfrage: warum beginnt ein Investor bei Baubeginn zunächst mit dem Abriss des Teilstücks, dass er vorgeblich gar nicht benötigt? Wenn dem wirklich so sein sollte (Schulz behauptet ja das Gegenteil) ist der Bezirk in der Pflicht und muss erklären, warum zur Anbindung eines Rad- und Fußwegs ein 19 Meter breites Mauerstück versetzt werden soll.
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Alt 03.03.13, 22:36   #144
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Na wenn man dem Interview Glauben schenken darf wurde er dazu vertraglich verpflichtet. So ungefähr: "mach mal die Drecksarbeit für uns gleich mit. Das schreiben wir hier mal mit in den Vertrag. Wir wollen da irgendwann vielleicht mal ne Brücke bauen".
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Alt 03.03.13, 22:52   #145
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Hinkel sagt doch gar nichts zum Zeitrahmen. Schulz hat der grundsätzlichen Behauptung laut rbb ja auch ausdrücklich widersprochen, es steht also Aussage gegen Aussage. Angesichts dessen würde ich aber davon ausgehen, dass der Vertrag baldigst öffentlich gemacht und klar wird, wer was zu verantworten hat.
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Alt 03.03.13, 23:05   #146
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Die Bürger sind das Problem

Zitat:
Zitat von Ostkreuzblog Beitrag anzeigen
Deine Ausführungen sind sehr falsch. Die Bebauungspläne sind seit Jahren bekannt lagen sogar öffentlich aus. Wenn sich die Leute erst immer dann für etwas interessieren, wenn längst die Bagger rollen, dann ist das jetzt einfach Pech.

Das ist bei Stuttgart 21 eigentlich genau das gleiche. Das Projekt ist seit den 90ern bekannt. Interessiert hat sich die Menge erst als die Bagger rollten. Aber auch da lagen die Unterlagen vorher öffentlich aus.

Also man sollte es tunlichst unterlassen der Politik hier transparenzlosigkeit oder gar Korruption vorzuwerfen.

Man sollte nun auch mal anfangen zu betrachten welche Chancen das hier mit sich bringt. Und die Chancen die der Bezirk Friedrichshain hat, sind riesig, nur lassen sie sich mit derart verhärteten Meinungen kaum nutzen.
Wie du meinem Beitrag entnehmen kannst, habe ich nichts gegen den Wohnturm oder andere Projekte, jedenfalls nicht grundsätzlich. Du bist also der Meinung, daß die Sache mit Stuttgart 21 oder der East Side Gallery sehr transparent abgelaufen ist und ausführlich in der Öffentlichkeit diskutiert wurde. Ich wundere mich immer sehr bei solchen Antworten, ist doch klar, daß ich das übliche Verfahren als Durchmogeln beschreibe. Es geht sehr offensichtlich aus meinem Beitrag hervor, daß mir bewußt ist, daß die Planung formal "öffentlich" gemacht wurde.

Ja und warum sind die Bürger dann so doof, und protestieren erst, wenn's los geht? Richtig, weil sie medial manipuliert sind und Klassenkampf betreiben. Wie soll ich als einfacher Bürger, der ein paar Stadtteile weiter weg wohnt, davon erfahren, was mit einem Mauerabschnitt geplant ist? Ich bin wie gesagt sehr verwundert über solche Antworten. Der Normalbürger kann doch nicht ahnen, was ihm konkret wo wann blüht. Deine Ausführungen sind recht naiv.

Was ich hier schreibe, wird auch häufig anderswo so gesehen. Daß diese Dinge besser kommuniziert werden müssen und es nicht ausreicht, sich auf eine ordnungsgemäße und formal "öffentliche" Planung zu berufen.
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Alt 04.03.13, 09:14   #147
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Zitat:
Zitat von Echter Berliner Beitrag anzeigen
Der Normalbürger kann doch nicht ahnen, was ihm konkret wo wann blüht.
Die eigentliche Frage ist doch: Was blüht ihm denn, wenn irgendwo ein kleiner Zugang zu einem weitgehend abgeschlossenen Areal geschaffen wird? Und noch dazu die entfernten Teile nicht etwa entsorgt, sondern sogar wieder aufgestellt werden sollen. Hier fehlt doch jegliche Relation.
Wenn für jeden noch so unbedeutenden Handschlag erst der Bürger befragt werden soll, wird der totale Stillstand die zwingende Folge sein.
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Alt 04.03.13, 09:28   #148
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@Echter Berliner

Schlecht kommuniziert hat hier in erster Linie die Initiative "MediaSpree versenken". Sie hat die Leute an die Wahlurne gebeten um einen Entscheid herbei zu führen.

Im MediaSpree Plan war klar dass die Brommybrücke als Straßenbrücke wieder aufgebaut wird. Das hätte einen Durchbruch der Mauer zur Folge gehabt. Das ist so weit klar.

Nun wurde im Entscheid lediglich gefordert auf eine Straßenbrücke zu verzichten und stattdessen eine Fußgänger- und Radfahrbrücke zu bauen. Von Verzicht auf den Mauerdurchbruch ist bei MediaSpree versenken nichts zu hören. Auch auf dem damaligen Stimmzettel ist davon nichts zu sehen.

Und damit die Sache nicht weiter verklärt wird, noch mal: die Öffnung der Mauer letzte Woche ist für den Bau der Brücke und wurde vom Bezirk beim Investor des Hochhauses offenbar bestellt.
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Alt 04.03.13, 22:37   #149
Echter Berliner
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@Ostkreuz

Sagen wir's mal so. Ich habe jedenfalls Verständnis dafür, daß der Mensch kein hyperrationales Wesen ist und sich Protest formiert, wenn man mit den unmittelbaren Konsequenzen konfrontiert ist. Dafür möchte ich Verständnis wecken. Wenn ich das auf irgendeinem Wahlzettel oder woanders mal lese, dann ist es halt doch recht abstrakt.

Hinzu kommt, daß ich und viele andere nicht in Kreuzhain wohnen und daher von diesen Planungen gar nichts mitbekommen haben. Der Protest ist ja durchaus stadtweit vorhanden.

Sicherlich gibt es auch eine Spezies, die aus legitimem Protest eine Art Ersatzbefriedigung macht. Schwer erträglich finde ich es aber, wenn in diesem Forum ständig solche Proteste pauschal diffamiert werden, sozusagen McCarthyismus im 21. Jahrhundert. Im Tagesspiegel war auch ein Video zu sehen, wo sich der französische Künstler äußert, dessen Werk abmontiert wird.

DaseBerlin macht einen richtigen Punkt, wenn er auf die schiere durchgehende Länge der East Side Gallery verweist - und darauf, daß die Sache eben irgendwann witzlos wird bei der xten Lücke.

Ich muß sagen, daß ich als Radfahrer es mir durchaus interessant vorstellen kann, wenn man einen weiteren Lückenschlag besser inszenieren würde, als bloß ein paar Meter weiter das Mauerstück wieder aufzustellen. Das finde ich fast noch schlimmer - diese Einfallslosigkeit und der mangelnde Wille zur Inszenierung, zu einem ernsthaften ästhetischen Umgang.

Wenn die Lücke nur für Fußgänger und Radfahrer da sein soll, dann reichen auch 10 Meter. Die könnte man schön inszenieren, indem man die Teile zu zwei Hälften vor der Mauer platziert oder sie als seitliche Führung wieder aufstellt. Da gäbe es x Möglichkeiten - je nach Länge und Verteilung der Bilder auf den jeweiligen Segmenten. Das wäre eigentlich eine schöne Sache. Ich hab's ja schon mal angesprochen.

Man sollte jedenfalls so behutsam wie möglich mit der Gallery umgehen und die herausmontierten Teile nicht einfach lieblos ein paar Meter weiter wieder hinstellen.

Es wäre doch eine coole Symbolik: Eine durchbrechende Fahrradstraße mit Brücke, und diese säumen nahe der Mauer die herausgenommenen Segmente. Da sind wir in Berlin echt doof. Ist doch nicht so schwer.
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Alt 05.03.13, 07:12   #150
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Gestern in der Abendschau auf RBB wurde schon wieder in der Berichterstattung der Eindruck erweckt, man würde die East Side Gallery abreißen und es würde momentan überhaupt keine Lücken existieren.

Mir geht diese falsche Informationsverbreitung langsam auf die Nerven.
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