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Alt 02.07.13, 18:13   #121
Hobbyist
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Gunnar Schupelius sollte sich dann bei den Investoren ausheulen. Letztendlich sind sie es, die darüber entscheiden ob am Alexanderplatz Hochhäuser entstehen oder nicht.

Unmöglich finde ich seine Rede gegenüber der Berliner Traufhöhe: nicht die ist es, die HH am Alex verhindern, auch nicht die Lüscher, sondern ebenso die Investoren.

Die Traufhöhe hat schon ihren Sinn, gerade in den Gebieten, wo diese bei den Bestandsbauten überwiegt. Niemand hat etwas gegen HH am Alex oder anderen exponierten Lagen, sehr wohl aber in Wohngebieten wie am Kollwitzplatz oder am Boxhagener Platz. Da haben meiner Meinung Hochhäuser nichts zu suchen. Alex, Zoo, Potsdamer Platz, Hauptbahnhof und Mediaspree sind hervorragende Orte für Hochhausbebauung. Aber schlussendlich sind auch diese Orte von Investoren abhängig (und ggf. Wutbürgern).
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Alt 02.07.13, 21:26   #122
Eisber
 
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Es sind auch keine "Investoren" sondern die Realität. Berlin ist nicht das wirtschaftliche Kraftzentrum Deutschlands sondern mehr oder minder das "Armenhaus der Republik". An der Spree sitzen auch nahezu keine Konzerne, keine Finanzwirtschaft.. es gibt niemand außer den Bundesbehörden, generell dem Staat, der in Berlin in größerer Zahl Bedarf für große Bürogebäude hat. Und eine kleinteilige Vermietung von Hochhäusern ist äußerst schwierig, zumal für Unternehmen mit kleinen Büroräumen einfach nicht soviel Geld für Repräsentation da ist. Ein HH-Büro ist immer "teurer" als bei einem 0815 Bürogebäude. Dazu ist Berlin sehr flächengroß, hat nach wie vor viele Brachen und es wartet noch so mancher Altbau auf eine Sanierung/Aufwertung und "Personalisierung". Das machen jene aufstrebenden kleinen Unternehmen mit größerem Budget lieber als sich in "sterile" 0815 Büroräume einzuquartieren, wo sie dann Mieter Nummer 78 sind.

Wohnbebauung mag eine Lösung sein. Aber ich persönlich würde dort nicht wohnen wollen, aus meiner Abneigung gegen die Gegend um den Alex habe ich im Forum keinen Hehl gemacht. Die Anwohner in ihren günstigen Plattenbauwohnungen mögen sich dort nett eingerichtet haben aber ein anspruchsvolles, städtebaulich wertvolles, Wohnhochhaus zu errichten bedingt eine zahlungskräftige Mieter- bzw. Eigentümergemeinschaft. Die ziehen lieber in "Szenekieze". Ich sehe wirklich keine Möglichkeit für nennenswerte Hochhauscluster in Berlin, jetzt und in Zukunft. Also lasst uns endlich diesen Wunschtraum beseitigen und stattdessen an das Machbare denken, so dass es am Alex endlich mal voran geht.
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Alt 02.07.13, 21:37   #123
Hobbyist
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"Realität" investiert nicht in Bauten, Investoren investieren. Seien es nun kleine Private, Mittelständige, Großkonzerne oder die öffentliche Hand.
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Alt 02.07.13, 21:50   #124
Echter Berliner
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Echter Berliner braucht man einfachEchter Berliner braucht man einfachEchter Berliner braucht man einfachEchter Berliner braucht man einfachEchter Berliner braucht man einfachEchter Berliner braucht man einfach
@Berchen

Ganz so negativ sehe ich es nicht. Es gibt doch immerhin Interessebekundung. Außerdem sammelt sich in Berlin immer mehr die geistige Elite. Siehe Suhrkamp Verlag. Mit "Elite" kann ich zwar nicht viel anfangen, aber es ist doch offensichtlich, daß Berlin zieht. Und durch die Regierung kommen auch immer mehr Unternehmen nach Berlin und bauen hier Zentralen und dergleichen.

Es ist eben eine sehr langfristige Entwicklung. Andererseits kann man froh sein, daß Berlin keine Finanzindustrie hat und daher weniger snobistisch und edel ist. Das ist wiederum ein Vorteil.

Man könnte es vielleicht so sagen: In Berlin werden keine 250er gebaut, aber immerhin 100er und 150er. Ich finde, Schupelius liegt nicht ganz falsch.

Ich denke, es dauert sehr lange, bis Berlin wieder annähernd den Spirit hat, den es als Reichshauptstadt hatte. Und dieser Prozeß ist durchaus schön und spannend.
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Alt 03.07.13, 00:32   #125
Ufologe
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Ufologe befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von Batō Beitrag anzeigen
^
Nicht ganz

Münte würde von einer Heuschrecke sprechen.

Wer mal die Machenschaften von Lone-Star anno 2008 sehen will sollte sich den Dokufilm "Und plötzlich ist das Haus weg" ansehen, leider finde ich auf die schnell kein nicht gelöschtes Video. Jedenfalls haben die auch gute Hauskredite von den Banken gekauft (also welche die immer richtig) bedient wurden und dann die volle Grundschuld eingeklagt , die bis dahin nicht an die schon abgezahlten Beträge angepasst wurde. Konnten die Leute nicht zahlen wurde zwangsversteigert. Diese Firma hat knallhart eine deutsche Gesetzeslücke ausgenützt, ganz egal ob Familien dabei draufgehen etc.
Tja und das Park in am Alex und das Grundstück gehört Blackstone die als ebenso schlimm gelten.
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Alt 03.07.13, 17:04   #126
Hobbyist
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Ich bin auch der festen Überzeugung, daß dieser Umstand ("Heuschrecken" am Alex) nicht ganz unwesentlich ist bei der bisherigen Nichtbebauung dort.

Andere Investoren machen das anders: sie kaufen das Grundstück, bebauen es (mal mehr, mal weniger "ordentlich") und verkaufen es dann mit Gewinn. Da hätte man sich damals beim Verkauf der Flächen mal besser über die Käufer informieren sollen.
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Alt 03.07.13, 23:41   #127
Kleist
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Zitat:
Zitat von Batō Beitrag anzeigen
Gunnar Schupelius heult sich in seiner üblichen polemischen und oberflächen Art und Sichtweise darüber aus,.....
Artikel BZ

Ist natürlich einfach sich über einen BZ Chefredakteuer aufzuregen.
Gunnar Schupelius liegt in seinen Grundpositionen m.E. richtig.Er war halt in London,hat gesehen was möglich ist und hat nach seiner Rückkehr seinem Frust freien Lauf gelassen,kann ich gut nachvollziehen. Im Gegensatz zu ihm bin ich für die Abkehr von den Kollhoff Plänen,weil sie mir unrealistisch und zu brachial erscheinen. Aber was er sonst schreibt trifft IMHO zu. Große Teile der Berliner Politik und Teile der Verwaltung sind gedanklich nicht reif für aussergewöhnliche Architektur.
Beipspiel Mediaspree. Niemand hätte es gestört,wenn der Daimler Bau zarte 100 statt 50m hoch geworden wäre.Es gibt keine Anwohner,die verschattet wurden wären.Aber der Bezirkspolitik waren 100m zu hoch.Am südlichen Ende in der Nähe der Elsenbrücke wurde der Bebauungsplan geändert,um zu verhindern,dass zwei gut 70m hohe Häuser gebaut werden könnten. Bei den geplanten Hochhäusern in der Fanny Zobel Straße ist lt.Treptower Bezirksbürgermeister noch nicht das letzte Wort gesprochen. Die Querelen um die sog.Living Level waren schließlich der Höhepunkt.Mediaspree ist tot.Tot für architektonisch Aussergewöhnliches.Dort wird kein ambitionierter Investor mehr auftauchen. Klötze ala Alexander Parkside nur mit noch billigerem Äusseren werden dort gebaut werden,mehr nicht.

Beipspiel Europacity / HBF. Dort wird geplant und gebaut wie in einer Kreisstadt.Wozu in aller Herrgottsnamen soll dort die Traufhöhen Blockrand Philosophie weitergeführt werden ? Völlig ideenlos und das in absolut zentraler Lage,fußläufig zum Regierungsviertel.

Natürlich fehlen auch Investoren.Aber welcher Investor würde es denn wagen,einen 200m Bau .B. am Ernst Reuter Platz zu planen. Der würde hier gesteinigt werden.
Kleist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.13, 13:54   #128
Mauerwerk
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Zitat:
Zitat von Kleist Beitrag anzeigen
Aber welcher Investor würde es denn wagen,einen 200m Bau .B. am Ernst Reuter Platz zu planen. Der würde hier gesteinigt werden.
Warum das denn? Habe wohl nicht ganz aufgepasst. Erbitte Erklärung.
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Alt 04.07.13, 14:02   #129
I_Engineer
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Weil der Ernst-Reuter platz unter Ensembleschutz steht.
Ausserdem haben Lüscher und Co schon verlautbaren lassen, das Hochäuser jenseits der am Alex geplanten 140-160 meter nicht ins Berliner Stadtbild passen.

Erfahrungsgemäss (Siehe Stuttgart, München, Hamburg, Köln) wird hier in Deutschland ab einer bestimmten Höhe auch die ansonsten architektonisch desinteresierte Bevölkerung nervös (in anderen Ländern kanns dagegen nicht hoch genug sein...)
__________________
Copyright der gezeigten Bilder wenn nicht anders vermerkt liegt bei mir.
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Alt 04.07.13, 14:29   #130
Mauerwerk
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Zitat:
Zitat von I_Engineer Beitrag anzeigen
Weil der Ernst-Reuter platz unter Ensembleschutz steht.
Oh, das wusste ich noch gar nicht. Eine der totesten Ecken der Stadt steht unter Ensebleschutz! Ich weis nicht, ob ich heulen oder lachen soll!

Zitat:
Zitat von I_Engineer Beitrag anzeigen
Ausserdem haben Lüscher und Co schon verlautbaren lassen, das Hochäuser jenseits der am Alex geplanten 140-160 meter nicht ins Berliner Stadtbild passen.
Ich würde eigentlich auch sagen, dass die Alpen gar nicht ins schweizer Landschaftsbild passen! Aber leider hören auf mich sehr viel weniger Leute, als auf die Lüscher - so dass hierzulande so ein Schwachsinn reale Politik wird. Einfach unfassbar.

Wenn die Hochhäuser am Alex "sterben", fürchte ich, dass dies ein nachhaltiges Trauma für die Stadt sein, und es dann wohl tatsächlich in Berlin niemals richtige Türme geben wird.

Geändert von Mauerwerk (04.07.13 um 15:43 Uhr) Grund: Grammatikfehler
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Alt 04.07.13, 15:39   #131
Eisber
 
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Zitat:
Zitat von Echter Berliner Beitrag anzeigen
@Berchen

Ganz so negativ sehe ich es nicht. Es gibt doch immerhin Interessebekundung. Außerdem sammelt sich in Berlin immer mehr die geistige Elite. Siehe Suhrkamp Verlag. Mit "Elite" kann ich zwar nicht viel anfangen, aber es ist doch offensichtlich, daß Berlin zieht. Und durch die Regierung kommen auch immer mehr Unternehmen nach Berlin und bauen hier Zentralen und dergleichen.

Es ist eben eine sehr langfristige Entwicklung. Andererseits kann man froh sein, daß Berlin keine Finanzindustrie hat und daher weniger snobistisch und edel ist. Das ist wiederum ein Vorteil.

Man könnte es vielleicht so sagen: In Berlin werden keine 250er gebaut, aber immerhin 100er und 150er. Ich finde, Schupelius liegt nicht ganz falsch.

Ich denke, es dauert sehr lange, bis Berlin wieder annähernd den Spirit hat, den es als Reichshauptstadt hatte. Und dieser Prozeß ist durchaus schön und spannend.

Ich hoffe, dass Berlin nie wieder den "Spirit" bekommt, den es als "Reichshauptstadt" hatte (auch nicht das autoritär-wilhelminische) um das ganz deutlich zu sagen, auch wenn es nicht zum Thema passt. Außerdem ist bald ein Jahrhundert vergangen seit den "Goldenen 20ern", irgendwann zieht diese ewige Erwartungshaltung "Berlin kommt wieder ganz groß, bestimmt" nicht mehr. Anstatt realistische Planungen anzugehen, in der Hoffnung auf Wolkenschlösser Stagnation zu erzeugen, dafür habe ich einfach kein Verständnis. Die Gegend rund um den Alex muss sich dringend verändern.

Das hat für mich nichts mit irgend einem urbanen Zentrum zu tun. In Köln oder München sind solche städtebaulichen Situationen, mit unzusammenhängenden großen Gebäudekomplexen, unterbrochen von Hauptverkehrsachsen, eher typisch für den Stadtrand. In Müchen sieht es beispielsweise rund um das Olympiazentrum relativ ähnlich aus, inklusive einem Funkturm und dem BMW und O2 Hochhaus in Sichtweite. Da muss einfach was passieren und die "Wende" ist ja nun bald 25 Jahre her. Selbst wenn wir jetzt den "großen Wurf" planen würden, ein großes Konzept wie seinerzeit am Potsdamer Platz, bräuchte es ja vom ersten Architekturwettbewerb, über Abbruch von Bestandsgebäuden etc. bis zur Fertigstellung nochmal 10-20 Jahre. Also selbst wenn man jetzt sofort loslegt haben wir mal so locker 35-45 Jahre (!) gebraucht um die Gegend rund um den Alex nach dem Mauerfall umzukrempeln und zu modernisieren. Aber nicht einmal das ist aktuell angedacht, es wird weiter auf irgendwelche "Investoren" gewartet, die aus purer Liebe zu Berlin hunderte Mio. investieren. So ungeteilte Sympathie findet man vielleicht bei jugendlichen Rucksacktouris die in Hostels übernachten aber die haben leider nicht das nötige Geld dafür. Wie lang soll man denn noch zuwarten bis man endlich die Gigantismuspläne der 90er in den Papierkorb wirft, von wegen Berlin bald 6 Mio. Einwohner etc.
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Alt 04.07.13, 15:45   #132
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Was wäre dein Vorschlag wie man diesen Zustand konkret ändern könnte?
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Berlin à la carte - die Projektkarte
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Alt 04.07.13, 17:02   #133
Echter Berliner
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Zitat von Berchen Beitrag anzeigen
Ich hoffe, dass Berlin nie wieder den "Spirit" bekommt, den es als "Reichshauptstadt" hatte (auch nicht das autoritär-wilhelminische) um das ganz deutlich zu sagen, auch wenn es nicht zum Thema passt. Außerdem ist bald ein Jahrhundert vergangen seit den "Goldenen 20ern", irgendwann zieht diese ewige Erwartungshaltung "Berlin kommt wieder ganz groß, bestimmt" nicht mehr.
Immer diese maximalstmöglichen dezidierten Mißverständnisse. Berlin hat schon einiges an Spirit von damals wieder. Es geht logischerweise um einen abstrakten Spirit: Hauptstadtnimbus, geistiges Zentrum, Avantgarde etc.

Bevor man hier so herummosert, sollte man doch erst mal Hines abwarten.

Der Plan ist trotzdem richtig, man könnte sagen, gerade weil er so lange braucht, um umgesetzt zu werden. Wer baut schon sein Zentrum völlig neu? Es hat auch sein Gutes, daß die alte Prägung des Platzes noch von gewisser Dauer ist. Ich denke die "Kollhoff-Imago" wird sich einfach langfristig realisieren. In kleinen Schritten.
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Alt 05.07.13, 08:10   #134
Eisber
 
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Zitat:
Zitat von Batō Beitrag anzeigen
^
Was wäre dein Vorschlag wie man diesen Zustand konkret ändern könnte?
Etwas was mir sofort eingefallen ist, ist die aktuelle Diskussion um die Landesbibliothek. Die einen wollen sie in das ICC, die anderen nach Tempelhof..ich vermute auch weil man nicht so recht weiss was man mit den Arealen jeweils anstellen soll.

So eine Bibliothek gehört doch ins Herz einer Stadt. Warum also nicht in die Gegend um den Alex, dort einen ambitionierten Bibi-Neubau errichten, gerne in sehr avantgardistischer Architektur, die das Zeug zum Klassiker hat, a lá New Yorker Guggenheim.

Oder unsere Gesellschaft braucht bekanntermaßen neue Wohnformen, es gibt das Thema der alternden Gesellschaft, wir haben zu hohe Energieverbräuche, wieso gibt es Mustersiedlungen zum Themenkomplex energetisches Bauen und generationenübergreifendes Wohnen nur in Städten wie Freiburg? Hier könnte man in Berlin "klotzen" und Besuchern aus aller Welt zeigen, wie die Städte von Morgen ausschauen könnten, damit umgehen könnten (alle Industrieländer haben die selben Herausforderungen diesbezüglich). Ein innovatives "Plusenergiehaus" wurde aber ebenso in Freiburg verwirklicht (http://www.oekosiedlungen.de/heliotrop/steckbrief.htm) wie die "Selbstorganisierte unabhängige Siedlungsinitiative (http://www.susi-projekt.de). In Berlin werden unterdessen die letzten besetzten Häuser geräumt und v.a. 0815 Investorenarchitektur umgesetzt. Wo sieht "Echter Berliner" hier irgend eine Avantgarde?

Oder eine kurze Randmeldung aus der Stadt Augsburg, da eröffnen Künstler und engagierte Kulturschaffende gerade mit sehr wenig Geld und vielen Helfern, Sachspenden etc. das sog. "Grand Hote Cosmopolisl", ein faszinierendes Projekt. Ein ehemaliges Altenheim wird so umgebaut dass Flüchtlinge ("Asylbewerber"), die sonst immer in dunkle Sammelunterkünfte "aus den Augen aus dem Sinn" untergebracht werden, zusammen mit "normalen" Hotelgästen das Gebäude bewohnen. Und auch in den Betrieb des Hotels eingebunden werden, so gleich in den deutschen Alltag integriert werden und eine Lebensgrundlage haben. Mitten im Zentrum der Stadt Augsburg, nicht irgendwo hin "abgeschoben" (http://www.augsburgwiki.de/index.php...otelCosmopolis). Mal eine ganz andere Herangehensweise an die stark steigenden Asylbewerberzahlen. Auch hier, wieso ist Berlin hier nicht Vorreiter? Steht nicht das "Haus des Reisens" z.B. größtenteils leer?

Egal ob es um smarte Interimslösungen geht oder städtebauliche Innovation, oder um solche Entscheidungen wie die Landesbibliothek vielleicht am Alex neu zu bauen, alles nicht möglich solange an alten Investorenträumen festhalten wird. Meine Meinung.
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Alt 05.07.13, 23:41   #135
Konstantin
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Herrje, sind ist das wieder eine nichtssagende Schlagwortwüste. Was soll mir denn das Freiburger Experiment sagen, eine (1) Wohnung statt Markisen anzubringen auf einem Mechanismus rotieren zu lassen? Alternde Gesellschaft? Das bewältigen die gründerzeitlichen Altbauten ganz gut, geh' mal am Savignyplatz spazieren.

Initiativen wie die SUSI gibt es doch in Berlin zuhauf, erfolgreich allemal. Und was sind denn die "neuen Wohnformen", die man den "Besuchern aus aller Welt" zeigen sollte? Jetzt fehlt nur noch das Postulat nach "intelligenten Lösungen" und "innovativen Wegen". Würthülsen über Worthülsen.

Unterm Strich gibt es - bis auf die Haustechnik - keine Herausforderungen des Wohnens, die der Wohnungsbau vom Jungedstil bis zum 2. Weltkrieg nicht schon erfolgreich gelöst hätte.

P.S. Die Labi, wenn man das wirklich möchte, ist so groß wie alle Museen der Museumsinsel zusammen. Z. B. würde sie die gesamte Fläche des MEF und des RF einnehmen. Nicht wirklich Innenstadttauglich, wenn man sich nicht Corbusier nennt.
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