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Alt 28.06.15, 23:16   #31
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saniert: Rothenburger Straße 183

Unsere Stadt soll grauer werden. Unter diesem Motto hat man das Farbkonzept für den zu sanierenden WBG-Wohnturm an der Rothenburger Straße entwickelt. Das Gebäude war energetisch zu sanieren und so ist selbstverständlich eine Außendämmung auf die KS-Außenwand aufgebracht worden.

Vorzustand 2014:



Und obwohl schon der Vorzustand keine Schönheit war, hatte es doch eine Textur aus Material und Struktur, die ihm nach nun 40 - 50 Jahren eine - ich sage mal urban wirkende - Patina verpasst haben. Die Balkongitter haben den Bewohnern mehr Blick und mehr Gestaltungsfreiheit gelassen, und den schweren Block leichter wirken lassen.

heute:



Doch wie diese WDVS-Fassaden mit ihren baubiologischen Problemen altern wissen wir, und das wird wahrscheinlich keine 40 Jahre benötigen. Die so dunkelrot verblechten Balkone wirken schwer und lassen weniger Licht in die Wohnungen. Kein Gewinn für das Stadtbild.
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Alt 30.06.15, 22:35   #32
nothor
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realisiert: Ottmarstraße

Zitat:
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Quelle: http://www.otmarstrasse.de/ Architekten: Raumwerk23, Stand 09.10.2013

]...[
An sonsten sieht das ganze nach solider Kost aus, die sich definiert durch den Versatz von Fenstern und Balkonen. Die einzigen Farbtupfer sind an den Balkonunterseiten zu finden, oder irr ich mich da?
Mittlerweile ist das Bauvorhaben fertig gestellt und schon teilweise bezogen worden. Man hat sich tatsächlich strikt an die Entwürfe gehalten, und den Bau so verwirklicht wie angekündigt:



Spannend ist der Bau wirklich nicht geworden, die Farbe an den Balkonunterseiten ist eher schwach ausgeprägt, aber immerhin vorhanden. Ob sich die versetzte Anordnung der Balkone auch bewährt, oder nicht eher eine Laune ist, die sich nervig durch herabtropfendes Regenwasser usw. für darunter wohnenden äußert, kann ich nur vermuten. Die bescheidenen Raumhöhen sind jedenfalls augenfällig:





Insgesamt ein wenig gefälliger Bau.
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Alt 14.08.15, 23:21   #33
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Tilly-Kaserne in Sündersbühl bleibt



Zitat:
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Die Stadtheimatpflegerin setzt sich jedoch dafür ein, für das Gebäude Alternativen zu entwickeln, um es zu erhalten.
Wie auf der Website der Stadtbildinitiative Nürnberg zu lesen ist scheint das Schicksal des Kasernengebäudes eine positive Wendung genommen zu haben:

http://stadtbild-initiative-nuernberg.de/

Der Staatsminister Joachim Herrmann hat der Stadtheimatpflegerin Fr. Dr. Maué gegenüber schriftlich versichert, dass das Gebäude (im Bildhintergrund teilweise zu sehen) in die weiteren Planungen beim Ausbau des Geländes für die bayerische Polizei berücksichtigt werden kann, und stellt eine hochwertige Sanierung in Aussicht. Das ehem. Kasernengebäude im Vordergrund zeigt das wahrscheinliche Endergebnis auf, na das ist doch echt ein Grund zur Freude!
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Alt 15.08.15, 10:43   #34
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Sehe ich auch so! Es ist erfreulich, wenn ein Bauherr auch mal ohne Denkmalschutz dazu bereit ist, ein historisches und städtebaulich wirksames Gebäude ansprechend zu sanieren, ohne gleich alles zu entkernen und neu zu machen. Gefällt mir sehr! Hoffen wir auf eine hochwertige Umsetzung des Projekts.
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Erst wenn die letzte Fassade gedämmt, die letzte Villa entkernt, der letzte Garten zugebaut ist, werden die Menschen feststellen, dass Denkmalschutz doch sinnvoll ist.
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Alt 29.12.15, 17:01   #35
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Neubau WBG Rothenburger Straße

Dexter hatte es bereits erwähnt (Beitrag), nun haben die Abrissarbeiten vor Ort begonnen.
Mehrere Wohnblöcke aus der Nachkriegszeit werden beseitigt zugunsten eines Neubaukomplexes.

Mittlerweile ist diese Ansicht wohl Geschichte:



Nach sorgfältiger Überlegung, d.h. vorrangig betriebswirtschaftlicher Betrachtung hat man sich gegen die Sanierung und ggfls. Verdichtung des Bestandes entschieden, sondern für einen Neubau:


Visualisierung: gpwirtharchitekten

In meinen Augen eine Aufwertung des Ortes, der bislang eher Stadtrandig aussieht obwohl man eigentlich schon in der Innenstadt ist. Soweit man im Erdgeschoss auch wieder Nahversorger unterbringt wäre das auch eine Aufwertung dieses eher rumpeligen Teils der Rothenburger Straße. 2017 solls fertig werden.
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Alt 09.01.16, 22:27   #36
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Holbein-Carré

Vorläufig fertig präsentiert sich in Schweinau das "Holbein-Carré". In schwieriger Lage wurde m.E. ein sehr erfreuliches Ergebnis geschaffen:



Der Entwurf hält sich ziemlich genau an die Visualisierung von vor ca. 2 Jahren. Der Baukörper passt sich sowohl vom Volumen her als auch von seiner Geometrie und den Gestaltungsmitteln sehr gut als Eckgebäude ein. Sowohl die Zeile in die Holbeinstraße mit Ihren Gründerzeithäusern ...



als auch in die Schweinauer Hauptstraße mit seinen jeweils teils deutlich über 100 Jahre alten Häusern erhalten gekonnt Anschluss.



Eine so bedeutende Ecke sollte entsprechend geschmackvoll aber nich zu zurückhaltend gestaltet werden, was hier gelungen ist. Mehr hätte ich mir angesichts der schwierigen Lage - Bahnlinie keine 50 m entfernt, Bahnhof, U-Bahn und Hauptzubringerstraße mit Ampel direkt vor der Haustür nicht erwartet. In den Details jedoch, und das ist auf meinen Fotos nicht erkennbar, schaut die Verarbeitung schon etwas schludrig aus. Löcher in der Dämmung, die Kanten am Balkonestrich sind nicht bearbeitet, das schaut noch alles sehr unfertig aus. Die Sockelzone sollte immerhin auch noch dunkler abgesetzt werden, um das Gebäude nicht nur gestalterisch zu erden, sondern auch um es nicht allzu gammlig aussehen zu lassen wenn die Jahre ins Land gehen.
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Alt 10.01.16, 18:40   #37
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Vom Abbruch bedroht: Schwabacher Straße 66

Im Kern St. Leonhards steht ein Gebäude aus alter Zeit, das derzeit in der Presse immer wieder aufgetaucht ist. Die Schwabacher Straße 66 am Leonhardsplatz:



Das Gebäude soll eines der ältesten am Platz sein, früher Bürgermeisterhaus aus der Zeit in der St. Leonhard noch als eigenständige Gemeinde vor den Toren Nürnbergs existierte. Dessen Fassade enthält einen Wappenstein, über den man aber angeblich nichts genaues weiss:



Interessant ist das leider stark veränderte Gebäude dennoch, denn es hat mind. 3 Schaufassaden zu bieten, die darauf hindeuten dass es wohl mal recht exponiert gestanden haben muss. Daher würde ich meinen dass der Wappenstein nicht das Erbauungsdatum abbildet. Der schmale Durchgang zum Hof, entstanden durch den Bau eines wuchtigen Jugendstilwohnhauses um 1910 auf dem Nachbargrundstück, zeigt eine zweite, besser erhaltene Schaufassade mit Ziergiebel, Zahngesims und Dachgauben:



Auch die Hofseite ist als Schaufassade gestaltet mit Sansteinquadermauerwerk:



Hierzu gibt die Zeitung die Denkmalbehörde sinngemäß wieder, dass die wertige Fassade nichts heiße, weil man wohl die Quader umliegender Abbruchäuser wiederverwendet habe. Denkmalwürdige Substanz wäre nirgends erkennbar, weder außen noch innen. Jedoch zweifeln sowohl örtliche Historiker an dieser Einschätzung als auch der Bürgerverein, der nach dem Abbruch eine städtebauliche Verschlimmerung fürchtet, die schon durch die Verdichtung der Gegend hergestellt wäre. Dabei haben wir noch garnicht über die Qualität eines Nachfolgebaus gesprochen. Angesichts des Neubaus in Beitrag 36 (oben) würde ich vergleichbares erwarten, eine neonfarben oder weiss gestrichene Styroporkiste mit Tiefgarageneinfahrt und Rolläden. Äh, lieber nicht.
Vielmehr wird vermutet, dass man dem Erwerber des Hauses entgegenkam und kurzerhand den Denkmalstatus des Gebäudes im Rahmen des Ensembleschutzes aufgehoben habe, damit er bauen kann. Der Bürgerverien fordert, dass man sich wohl darauf beschränken möge im Rückwärtigen Bereich ein Hofgebäude zu errichten:



Gerade St. Leonhard ist ein sensibles Viertel, das nicht viel mehr hat als seine historische Bausubstanz, das für es spricht (ausführliche Tour durchs Viertel). Hier sollte man wirklich sorgfältig prüfen, bevor man irgendwelche Bescheide erlässt. jetzt will man wohl nicht mehr zurück weil man Schadenersatzforderungen des Eigentümers fürchtet, denn die Abbruchgenehmigung wurde schon in vorauseilendem Gehorsam verschickt.
Denkmalschutz bedeutet in Nürnberg leider recht wenig, die Stadt ordnet es allem anderen unter. Ich würde mir wünschen dass hier nichts abgebrochen wird bevor man exakt besprochen hat was nachfolgt und den Investor darauf verpflichtet hat.
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Alt 19.01.16, 09:05   #38
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Neubau: Schwabacher Str. 66

Vielleicht geht es doch so schnell? Vermarktet wird aktuell ein Neubauprojekt in St. Leonhard in "einer Seitengasse mit direktem Ausgang zum St. Leonhardsplatz", Bezug Ende 2016, von ATIK Immobilien. Angeboten wird eine Visualisierung, die auch bemerkenswert viel Details an den davor parkenden Autos bietet:


Visualisierung: ATIK Management GmbH

Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir hier den Nachfolger des alten Bürgermeisterhauses sehen.
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Alt 19.01.16, 21:21   #39
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Zitat:
Zitat von nothor Beitrag anzeigen
..
Angeboten wird eine Visualisierung, die auch bemerkenswert viel Details an den davor parkenden Autos bietet:
..
Wunderbare Beschreibung! Erinnert mich an Renditeobjekte aus der Nachwendezeit, wie sie hundertfach zu den blühenden Landschaften Anfang der 1990-er beigetragen haben.
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Alt 24.07.16, 01:26   #40
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Neubau: Orffstraße Ecke Kreutzer Straße

Wie eine aktuelle Pressemeldung berichtet, hat der Bamberger Immobilienkonzern Project Investment ein größeres Grundstück in Nürnberg St. Leonhard erworben. Dabei handelt es sich um das Areal Orffstraße 21, auf dem sich bis vor kurzem noch eine soziale Einrichtung befunden hat.

Pressemeldung: https://www.project-investment.de/me...ionen_euro.pdf

Diese ist zwischenzeitlich verschwunden und das Gebäude steht leer. Geplant ist der Abriss des Bestands und der Neubau von 60 Wohneinheiten, verteilt auf 4 in einzelnen Bauabschnitten entstehenden Neubaublöcken.
Dabei verweist Project Investment auf den Status des Ensemblegebietes in St. Leonhard und verspricht "in der Neubauplanungen die Außenfassade der Nachbargebäude aufzunehmen". Aktuell präsentiert sich das Eckgrundstück mit seinem ehemaligen Fabrikgebäude so:



Die Nordfassade zur Orffstraße ist bereits mit Rankepfalnzen zugewuchert. Man kann kaum noch die Fenster sehen:



Ebenfalls sieht man aber auch die angrenzende, hochwertige Wohnbebauung aus der Kaiserzeit, die sich dank Ensembleschutz in St. Leonhard gut entwickelt. Gleiches am Südende des Grundstücks in der Kreutzerstraße:



Das gesamte Viertel trägt das Gepräge der gründerzeitlichen Bebauung im eigenwilligen, nürnberger Jugendstil und ist exzellent durch den Krieg gelangt. Einzig die sparsamen Renovierungen der vergangenen Jahrzehnte haben Spuren hinterlassen:



Auch die gegenüberliegende Seite ist architektonisch anspruchsvoll und gut erhalten. Ein paar Eindrücke:







Der Anblick die Kreutzerstraße von Norden kommend wird sich wohl bald schwer verändern. Das Versprechen, sich an der bestehenden Umgebung anpassen zu wollen, lässt auf Hochwertiges hoffen. Project Immobilien jedenfalls zeigt unter anderem in Berlin, dass es hochwertige Architektur kann - im Gegensatz zu dem was wir in Nürnberg normalerweise unter diesem Begriff angeboten bekommen.
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Alt 01.08.16, 22:16   #41
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Neubau Nopitschstraße

Die Verdichtung geht weiter. Hier sicherlich an einem Standort, der kaum Schmerzen bereitet. Gegenüber des Bushofes Süd der VGN an der Nopitschstraße wird eine Grundstücksbrache mit einem Seniorenzentrum bebaut.



Die Visualisierung verspricht indes nichts Attraktives. Es wird das Mindeste geboten: Eine weiße Schuhschachtel mit Flachdach und Rechteckfenstern. Zu allem Überfluss auch noch in Standardweiß.



Der bis vor Kurzem dort wuchernde pflanzliche Wildwuchs war dann wohl doch attraktiver als der arcghitektonische Wildwuchs, der dort nun entsteht. Schade, dass man in Nürnberg offensichtlich nicht viel ästhetisches Können vorweisen muss um Bauen zu dürfen.
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Alt 31.10.16, 21:20   #42
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Sanierung: Orffstraße 10

Das auffällige Jugendstildenkmal Orffstraße 10 ist nun schon einige Zeit eine Baustelle, leider. Erst stand ewig ein Gerüst davor, dann wurde das Gerüst Anfang des Jahres abgebaut, aber das eindrucksvolle Haus zeigte sich dennoch unfrisch:





Zwischenzeitlich ist das Haus wieder eingerüstet worden und großflächig, aber nicht komplett der Putz abgeschlagen worden:







Dabei kommen natürlich auch konstruktive Eigenheiten der Wände zum Vorschein. Z.B. wird sichtbar, dass die Bögen der großen Schaufenster nicht als gemauerte Entlastungsbögen ausgeführt wurden, sindern ein Stahlträger eingezogen wurde. Ob der original ist oder nicht, keine Ahnung.



Verheissungsvoll ist aber, dass laut Bautafel das betreuende Architektenteam alte Bekannte sind: Das Blauhaus-team (Homepage: http://www.blauhaus.net/) hat wohl die Federführung der Sanierung übernommen. Jetzt geht das Projekt hoffentlich einem erfolgreichen und baldigen Ende entgegen.
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Alt 01.01.17, 17:44   #43
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Saniert: Orffstraße 10

In kleinen Schritten verarmt unser Stadtbild. Hier verschwinden Fensterläden, dort wird eine Dachgaube in Zinkblech eingekleidet, ein alter geschmiedeter Zaun wird durch einen neuen einfachen ersetzt, oder, die häufigste Maßnahme: Ein Gebäude erhält einen neuen Anstrich.

Ich hatte mich auf die Fassadensanierung des tollen Jugendstilhauses Orffstraße 10 in St. Leonhard sehr gefreut. Noch im Herbst war es eingerüstet und man ist beherzt an die Substanz rangegangen. Unser Neujahrsspaziergang führte uns nach St. Leonhard, wo sich das schmucke Haus endlich abgerüstet zeigt:





Für mich war das ein ziemlich enttäuschender, ernüchternder Anblick. Die vormals plastische, kräftige Jugenstilfassade ist eine blasse, kränkliche geworden. Das Haus sieht aus wie entstuckt, vor allem wenn man gesehen hat wie vor wenigen Monaten daran herum gehackt worden ist. Das ehemals auffälligste, stadtbildprägende Haus an der Kreuzung ist quasi verschwunden, obwohl es noch da ist. Und wenn man genau hinsieht wurde auch keinerlei Stuck entfernt. Die defekten Putzstellen wurden wieder aufgeputzt, es wurde ein neuer Dünnschichtputz aufgezogen und gestrichen. Dadurch sind aber die früheren Fensterlaibungen von der Plastizität her untergegangen und durch die unglückliche Farbgebung fehlt im Ergebnis nun der meiste Schmuck. Befundzustand hin oder her, die ehemalige Farbe hätte so bleiben sollen, vielleicht ein wenig abgeschwächt. So wie es jetzt aussieht hat die Kreuzung Orffstraße/Schweinauer Straße ihre wichtigste Landmarke eingebüßt.

Gesundes neues Jahr übrigens!
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Alt 02.01.17, 21:11   #44
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Bahnhof Schweinau

Wie die Presse berichtete, ist das alte Bahnhofsgebäude in Schweinau eines der glücklicherweise verkauften Bahnobjekte. Privatleute haben es Anfang 2016 erworben und beabsichtigten es zu einer Pension umzubauen. Zwar ist das Gebäude keine architektonische Perle, aber dennoch zeigenswert.

http://www.nordbayern.de/region/nuer...?searched=true

Denn wie es scheint geben sich die Eigentümer durchaus Mühe, das Erscheinungsbild weitgehend zu erhalten. Auf der Bahnhofseite wurde das Vordach entfernt und alle Türen zugemauert, die Fensterlaibung aus Betonsteinen wurden jeweils neu appliziert, die Fassade bereits frisch verputzt.





Auch während der Bauarbeiten ist das Gebäude bewohnt. Auf der Straßenseite ist das Vordach und der große Eingangsbereich noch vorhanden. Ob der erhalten bleibt wird man sehen. Darin warten bereits die neuen Fenster auf den Einbautermin.





Das zwischen Eisenstraße und Bahngleisen direkt nebenan gelegene Grundstück wird aktuell zur Bebauung vorbereitet. Dort sollen rund 200 Studentenwohnungen entstehen:

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Alt 02.04.17, 23:35   #45
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Abriss und Neubau Schwabacher Straße 81-83

Wie ich es mir schon gedacht habe, in St. Leonhard werden sich die niedrigen Gebäude nur schwer halten können gegen den Immobiliendruck, wenn man sie nicht als denkmal schätzt und schützt. Demnächst wird der Bau Schwabacher Straße 81-83 abgerissen und durch ein 6-geschossiges Mehrfamilienhaus ersetzt:





Nun ist der Bestand nicht sonderlich spannend. Ich weiß auch nicht um dessen Qualitäten im Innern, aber zumindest gibt das gebäude einen eindruck davon wie es hier um 1880 ausgesehen haben muss. Ich hoffe dass die anderen ebenso niedrigen Gebäude mit mehr historischer Aussagekraft dank erhaltener Originalfassade aber erhalten bleiben. Der Verlust des historischen Bürgermeisterhauses am Leonhardsplatz allerdings stimmt einen da nicht milde. Außerdem ist St. Leonhard schon das am dichtesten besiedelte Viertel Nürnbergs.
Der Neubau wird wohl dem südlichen Nachbarn aus den 1970'er Jahren angleichen und vermittelt zwischen dem schmucken Haus mit den Fensterläden durch eine Abstufung der Traufhöhe:


Quelle: Sparkasse Fürth

Die Fertigstellung ist für Winter 2019 geplant.
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