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Alt 04.02.18, 19:11   #31
Baukörper
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Baukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfachBaukörper braucht man einfach
@Bau-Lcfr: Ich finde Deine Erklärungen aus der Serie: "Überall ist es besser als in Berlin" mittlerweile durchaus unterhaltsam, aber Du irrst diesmal:

St. James Palace ist ein militärisch streng bewachter Komplex. Das man praktisch wenige Meter an ihn herantreten kann, ändert nichts an der Sicherheitslage und der Einsatzbereitschaft der Gardesoldaten und ihrer Bewaffnung.
Im Inneren des Geländes, also weit weg von den Bereichen die Du und ich betreten könnten, befindet sich Clarence House, die Residenz des Thronfolgers Prince of Wales und anderen Familienmitgliedern.

Bei Google StreetMap kann man die Absperrungen und Hindernisse ganz gut erkennen.
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Alt 04.02.18, 19:18   #32
Bau-Lcfr
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Bau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes AnsehenBau-Lcfr genießt höchstes Ansehen
^ Ich bestreite die Sicherheit nicht, doch wenn sie für einen Passanten unsichtbar bleibt, stört sie städtebaulich nicht. Darum geht es ja vor allem.

In London ist auch der Sitz des MP städtebaulich demokratisch - bloß zwei Reihenhäuser an der Seitenstraße Downing Street zwischen viel größeren Ministerialbauten. Verglichen damit wirkt das städtebaulich einsam exponierte Bundeskanzleramt wie die Wohnstätte eines Gottkaisers - das genaue Gegenteil des Anspruchs, bloß keine einschüchternde Macht auszustrahlen.
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Alt 05.02.18, 02:17   #33
JanM. Restrigo
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JanM. Restrigo hat die ersten Äste schon erklommen...
@Bau-Lcfr: Dann schau dir mal das Haus an, in dem Frau Doktor Angela Merkel wohnt, wenn sie in Berlin ist! Nämlich einem normalen kleinen Haus direkt an der Museumsinsel, immer bewacht von mindestens einem Polizisten. Noch städtebaulich-demokratischer geht es doch nicht!
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Alt 05.02.18, 02:34   #34
Bau-Lcfr
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^ ...und Margaret Thatcher wohnte in ihrem Reihenhaus auf der Südseite der Themse (in der Zeit, in der die Welt praktisch am Fluss endete). Bereits das Konzept des Bandes des Bundes mit einzig dieser Funktion ist per se eine Monumentalanlage - ein durchmischtes Quartier mit Dichte sowie weiteren Funktionen ginge ganz anders. So bringt keinen qualitativen Unterschied, ob es vollständig oder nicht ist - es ist wie eine Skulptur der Macht.

Dann würden vielleicht Wasserspiele vor dem Reichstagsgebäude diese Wirkung etwas entschärfen. Ich kann mir langsam auch weitere Schritte vorstellen wie ergänzende Bebauung um die Schweizerische Botschaft und auf dem Dreieck nördlich vom Kanzleramt - dort vielleicht Wohnungen für Mitarbeiter des Bundes mit Gastronomie im EG oder Ähnliches.
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Alt 05.02.18, 04:34   #35
JanM. Restrigo
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JanM. Restrigo hat die ersten Äste schon erklommen...
Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Bereits das Konzept des Bandes des Bundes mit einzig dieser Funktion ist per se eine Monumentalanlage - ein durchmischtes Quartier mit Dichte sowie weiteren Funktionen ginge ganz anders. So bringt keinen qualitativen Unterschied, ob es vollständig oder nicht ist - es ist wie eine Skulptur der Macht.
Und das ist doch gut so. Warum darf denn Macht nicht nach Macht aussehen?
Die Menschen in unserem Land sehnen sich in der heutigen Zeit immer mehr nach einer starken und mächtigen Führung, doch das Herumgeeiere der Politik von heute macht es einem schwer, sich mit ihr und unserem Land identifizieren zu wollen. Ein Gebäudeensemble einer mächtigen Regierung in einem mächtigen Land darf meiner Meinung nach ruhig auch mal mächtig aussehen, vor allem wenn es dazu noch so offen und begehbar gestaltet ist wie das Band des Bundes.

Geändert von JanM. Restrigo (05.02.18 um 05:17 Uhr)
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Alt 05.02.18, 07:46   #36
Camondo
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Camondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz seinCamondo kann im DAF auf vieles stolz sein
Zitat:
Zitat von JanM. Restrigo Beitrag anzeigen
... Die Menschen in unserem Land sehnen sich in der heutigen Zeit immer mehr nach einer starken und mächtigen Führung, doch das Herumgeeiere der Politik von heute macht es einem schwer, sich mit ihr und unserem Land identifizieren zu wollen. ...
Ich weiss ja nicht in welchem Land du wohnst aber das Land in dem ich lebe ist eine Demokratie und alle Macht geht hier vom Volke aus.

Dieses Verallgemeinern, das Volk, die Menschen ... wollen aber dieses und jenes... sind reine populistische Frasen als die man sie entlarven muss.
Wie kommst Du nur darauf? Bitte Nachweisen. Woher weisst DU was das Volk will?
Und ich sage es nochmal, das Band des Bundes hat keine soiltär Stellung einzelner Gebäude vorgesehen und wolte gerade damit eine art Egalität der Institution und keine repräsentative Konfrontation, städtebaulich umsetzen.
Wenn Du da etwas anderes sehen möchtest ist das ganz allein DEIN Wunsch und nicht der des Volkes!

Allerhöchste Zeit, das Band des Bundes zu vollenden und gerade den Bereich des Bürgerforums endlich zu bebauen oder zumindest die Solitärstellung des Kanzleramtes aufzuheben.
Man sieht zu welchen Verirrungen in der Betrachtungsweise eine simple Lücke führt.
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Alt 05.02.18, 10:17   #37
Bau-Lcfr
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^ Ich weiß nicht, ob es Sinn hat, den Platz der Republik aus dem Regierungsviertel zu extrahieren. Ich habe gegoogelt, wie der Städtebau früher war - am Ort des Bürgerforums vor dem Kanzleramt gab es durchaus einen großen Platz, wie heute. Nördlich davon gab es jedoch städtische Quartiere - wo der fast baumlose Spreebogenpark bloß für Leere und Distanzen sorgt, in bester Lage am Hauptbahnhof. Ob man den wirklich braucht bzw. so groß, wo die gleiche Bäumenanzahl auch auf kleinerer Fläche wachsen könnte - ich spreche bestimmt ein Tabu an. Es würde vielleicht ausreichen, eine breite Baumallee würde auf den HBf-Haupteingang zulaufen.

Der jetzige Platz der Republik war auch 1909 nicht eingefasst. Von den Flächen in der Umgebung habe ich jedoch beim Tipi am Kanzleramt Zweifel, ob die Nutzung angemessen intensiv ist.
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Alt 05.02.18, 11:05   #38
Camondo
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^ Ich würde sogar sagen, dass der Platz der Republik heute sehr viel besser gefasst ist. Vor dem Krieg war es ja eher eine Abfolge von Plätzen und Denkmalen die sich gegenseitig Konkurrenz gemacht haben.

https://interaktiv.morgenpost.de/berlin-1928-2015/


und hier mal eine wenig bekannte Planung von Hans Poelzig aus 1929, nicht erschrecken ;-)

https://thecharnelhouse.org/wp-conte...ten-1929g.jpeg
https://thecharnelhouse.org/wp-conte...iergarten.jpeg
https://thecharnelhouse.org/wp-conte...ten-1929f.jpeg
https://thecharnelhouse.org/wp-conte...ten-1929e.jpeg
https://thecharnelhouse.org/wp-conte...ten-1929a.jpeg
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Geändert von Camondo (05.02.18 um 11:29 Uhr)
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Alt 05.02.18, 12:44   #39
Richard Neutra
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Der Wahnsinn, das könnte auch gut 1960er sein, hätte es damals schon ein wiedervereinigtes Deutschland mit Berlin als Hauptstadt gegeben. An sich finde ich die Hochhausanordnung an dieser Stelle gar nicht verkehrt. Würden hervorragende Reserve für Bundestagsverwaltung und Ministerien bieten. Natürlich müsste man den Plan auf bestehende Bebauung anpassen. Den Fußweg zum Hbf und den Bereich um die Botschaft zur Spree hin könnte ich mir aber in der Tat als aufgelockertes Ensemble von Verwaltungshochgebäuden vorstellen, umgeben bzw. begrenzt durch den Spreebogenpark.
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Gute Architektur hat einen gelungenen Bezug zur Umgebung, erfüllt ihren Zweck und versucht vor allem nicht Architektur zu sein.
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Alt 05.02.18, 13:27   #40
Saxonia
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Das Buch "Staatsarchitektur der Weimarer Republik" ist zu empfehlen, mit vielen unverwirklichten Entwürfen für ein republikanisches Regierungsforum am Spreeufer. Auch Albert Speers Nord-Süd-Achse geht letztlich auf Wettbewerbe und Ideen zurück, die schon vor dem 1. Weltkrieg zirkulierten.

Zum Beispiel der von Bruno Möhring und Rudolf Eberstadt stammende Entwurf "Vision Forum des Reiches" aus dem "Wettbewerb Groß-Berlin" von 1910. Interessant auch diese Planung von Havestadt, Contag & Schmitz "Neu-Berlin am Nordcentralbahnhof" 1910.
In der Weimarer Republik wurden diese Pläner weiterverfolgt. Erwin Redslob, republikanischer Reichskunstwart, befürwortete die Pläne, weil so der monarchischen Ost-West-Achse über die Chaussee und den Linden eine republikanische Nord-Süd-Achse entgegengestellt werden konnte. Hier der Entwurf Martin Mächlers 1917/1920 und weitere Entwürfe. Den heutigen Platz der Republik haben fast alle als ein zentrales Forum gedacht.
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Geändert von Saxonia (06.02.18 um 22:08 Uhr)
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Alt 05.02.18, 14:08   #41
Camondo
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Hier noch ein sehr spannender Entwurf wohl Anfang 20tes Jahrhundert von Otto Koltz, für ein Reichshaus in Gestalt eines griechischen Kreuzes. Ungefähr an der Stelle des diskutierten Bürgerforums.

https://thecharnelhouse.org/wp-conte...tiergarten.jpg

https://i.pinimg.com/originals/f8/3f...d41830e2be.jpg

und hier etwas megaloman im Spreebogen:

https://www.europeana.eu/portal/de/r...l#&gid=1&pid=1

https://www.europeana.eu/portal/de/r...l#&gid=1&pid=1
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Geändert von Camondo (05.02.18 um 14:50 Uhr)
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Alt 05.02.18, 15:44   #42
JanM. Restrigo
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JanM. Restrigo hat die ersten Äste schon erklommen...
Zitat:
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Ich weiss ja nicht in welchem Land du wohnst aber das Land in dem ich lebe ist eine Demokratie und alle Macht geht hier vom Volke aus.

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Das erlebe ich immer, wenn ich mit Touristengruppen nach Berlin fahre und denen Berlin, im besonderen das Regierungsviertel, zeige. Zuerst sind die meisten skeptisch, weil sie die Politik nicht mehr wirklich ernst nehmen. Wenn sie dann vor Ort sind sind die meisten beeindruckt nach dem Motto „die tun ja doch was“, bzw. hat die Architektur des Regierungsviertels den Eindruck hinterlassen, dass dort eine mächtige Regierung sitzt, die es auch schaffen könnte, die großen Probleme unserer Zeit anzugehen. Denn oft wird genau das unseren Politikern nicht mehr zugetraut, wie Umfragen und Wahlergebnisse belegen. Auch aus Wahlergebnissen kann diesen Wunsch nach einer starken Führung deutlich ablesen.
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Alt 06.02.18, 01:34   #43
Bau-Lcfr
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^^ Ich dachte nicht an eine Hochhaussiedlung im Spreebogen - die Bauten im Entwurf Poelzigs wirken, schematisch angeordnet, denkbar bedrückend. Laut Wikipedia sei das Kanzleramt die größte Regierungszentrale der Welt - damit ist Berlin wohl schon mal vorbereitet, sollte von dort die ganze Welt regiert werden. Der zentrale Würfel ist 36 Meter hoch, die anderen halb so hoch. Für die Flächen nördlich davon könnte ich mir Blockrandbebauung mit der Höhe irgendwo dazwischen vorstellen - vielleicht um 24 Meter für die meisten Bauten. Hier und da könnten an den Straßenecken Höhenakzente bis 36 Meter reichen. Differenziert gestaltet - so, dass das Quartier auf keinen Fall als Teil einer Monumentalanlage wahrgenommen werden kann.

Einige der von Camondo verlinkten Entwürfe sehen Bebauung gegenüber dem Reichstagsgebäude vor, am westlichen Ende des großen Platzes. Da das Areal als Park gilt, wäre eventuelle Verfolgung dieses Ansatzes wohl höchst umstritten?

Sollten wir nicht vergessen - mitten im Regierungsviertel gibt es eine U-Bahn-Station, mit der weitgehend leere Flächen erschlossen werden.
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Alt 06.02.18, 06:59   #44
Richard Neutra
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Hat ja keiner behauptet, dass diese Entwürfe umsetzbar wären. Allerdings finde ich schon, dass es an dieser Stelle durchaus repräsentativ und vielleicht auch ein bisschen monumental sein darf. Reichstag, Kanzleramt, PLH und Hbf sind allesamt Gebäude der entsprechenden Kategorie, auch wenn sie innerhalb dieser Kategorie eher zurückhaltende Vertreter sind. Ein paar gut gesetzte Hochbauten im eigentlichen Spreebogen mit Ausrichtung am Ufer und als Torsituation zum Hbf wären mMn nicht nur zweckmäßig sondern auch städtebaulich wünschenswert. Die Spree sowie diverse Freiflächen zwischen RT, Kanzleramt und PLH würden dennoch für genug Abstand zueinander sorgen.
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Alt 06.02.18, 10:09   #45
JanM. Restrigo
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Sollten wir nicht vergessen - mitten im Regierungsviertel gibt es eine U-Bahn-Station, mit der weitgehend leere Flächen erschlossen werden.
BAULICH weitgehend leere Flächen, inhaltlich jedoch extrem bedeutsame Flächen, die einen solchen U-Bahnhof rechtfertigen. Und daran gemessen, wie viele Menschen dort arbeiten, rechtfertigt es ihn auch, auch wenn wohl die meisten nicht mit der U-Bahn kommen, sondern mit dem Shuttleservice des Bundestages oder eigenen PKW.
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