Zurück   Deutsches Architektur-Forum > Architektur, Städtebau und Bauwesen: Regionale Themen > Norden > Braunschweig

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 24.05.07, 14:35   #1
Dvorak
Goldenes Mitglied

 
Registriert seit: 15.07.2005
Ort: Braunschweig
Alter: 32
Beiträge: 1.037
Dvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfach
Die Zukunft Braunschweigs

Am morgigen Freitag den 24. 05.07 hält Walter Ackers einen Vortrag über eine mögliche weitere Entwicklung der braunschweiger Innenstadt, wie die B"Z" berichtet. Wichtig ist ihm, dass die konflikte der letzten Jahre abgebaut werden, und man im Konsens Möglichkeiten für eine Aufwertung der braunschweiger IInnestadt findet.
Ich werde wohl noch einiges zu dem Thema schreiben, daher hab ich eine neue Diskussion angefangen. Passt meiner Meinung nach nicht inn die Schloss-Diskussion.
__________________
Falls nicht anders angegeben, bin ich Urheber von Grafiken, Fotos und Plänen.
Dvorak ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.07, 17:39   #2
ibuinn
 
Beiträge: n/a
So sehr ich die Verbindung und die Kantenbildung entlang der GE-Straße im Vergleich zu vorher gut finde, so erschreckend durchmischt erscheint das Bild, wenn man vom Bohlweg nun aus in diese Straße hineinschaut. Zuvor ist das im Grün des Parks irgendwie verschwommen. Ähnlich wie am Radeklint oder andernorts zeigt sich für mich, dass die Bauten der 80er Jahre (so in diesem Dreh zumindest) mehr stören, als die direkten Nachkriegsbauten. Selbst die Barmer ist erträglich im Vergleich zu dem roten Gebäude.

Dabei empfinde ich, ich mag es selbst kaum glauben, Galeria Kaufhof nicht als das Hauptstörende dabei, sondern der rote Bau dahinter. Er fällt nun sehr ins Auge und wirkt heruntergekommen, dreckig und schreit nach Hinterhof. Ich wäte gespannt auf Lösungsansätze seitens des Vortrages von Ackers...
  Mit Zitat antworten
Alt 26.05.07, 20:39   #3
Dvorak
Goldenes Mitglied

 
Registriert seit: 15.07.2005
Ort: Braunschweig
Alter: 32
Beiträge: 1.037
Dvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfach
Ich war doch bestimmt nicht alleine bei dem Vortrag. Das Durchschnittsalter hat mien Alter sicher um das doppelte überschritten, ich hab aber mindestens 3 gesehen, die zwischen 20 und 35 waren. War aber trotzdem der jüngste.
Zur Georg-Eckert-Strasse hat Ackers sich eigentlich gar nicht so sehr geäußert, und erst auf Nachfrage etwas dazu gesagt. Die S-Bahn wollte er eigentlich dort weg haben was aber nicht geklappt hat, und die übertriebenen 4-5 Fahrspuren braucht die Strasse angeblich wegen der Tiefgarage zum ECE, was ich ihm aber nicht abgekauft habe.
__________________
Falls nicht anders angegeben, bin ich Urheber von Grafiken, Fotos und Plänen.
Dvorak ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.07, 19:28   #4
Tarsis
Wichtiges Mitglied

 
Registriert seit: 17.06.2005
Ort: Braunschweig
Alter: 44
Beiträge: 569
Tarsis ist im DAF berühmtTarsis ist im DAF berühmt
Die GE-Strasse ist sicher so ein Thema für sich.

Sie ist schon dmals beim Bau des Rizzi-Hauses diskutiert worden und damals wurde ein Rückbau bzw. Reduzierung der Breite geplant. Die ist ja nun teilweise umgesetzt - wirklich viel geändert hat sich dadurch nicht - zumal sie Richtung Anton-Ulrich-Museum ziemlich im Nichts verschwindet und es aus dieser Richtung eigentlich keine Begründung für eine Strasse dieser Dimension gibt.

Ich stimme zu, dass der rote Ziegelbau hinter Galeria sämtliche Dimesnionen sprengt und ich erinnere mich sehr gut, dass selbst Vertreter der Stadt auf der Versammlung bzgl. des Baus des Rizzi-Hauses äußerten, dass dieser Bau kein zweites mal so genehmigt werden würde und zur GE-Strasse hin deutlich überhöht ist und wie eine Mauer wirkt.

Auf den Planungen war das GEbäude allerdings auch zunächst eine Etage kleienr ausgelegt und wurde erst anchträglich erhöht als an die Realisierung ging - zudem sollte die ganze Fassade Richtung GE-Strasse komplett begrünt werden - wozu es dann leider nicht kam. Ein Problem ist sicherlich der Untergrund vor dem Hause - große Pflanzungen sind wegen der darunter befindlichen Tiefgarage nicht möglich. Man muss also mehr oder minder damit leben wie es derzeit ist !

Barmer und das nebenliegende Gebäude - na ja. Ebenfalls rote Ziegel abwechselnd mit schlichter weisser Putzfassade und Zinkdach. Die Gebäude wirken kalt und leblos und stiften auch nicht wirklich Charakter an der GE-Strasse.

Dies tut nur das alte Schulgebäude zum Museum hin und meiner Meinung nach auch Galeria mit seiner Fassade.

Die Strasse hat schon gewonnen nach dem Umbau durch das Pflaster und den Ausbau es Strassengrüns - es fehlen aber noch eine deutliche, charakterisierende Bebauung an der Ecke zum Theaterwall / PArk hin .. . und dort wo vor dem ECE-Center die Freisenstrasse endet und man auf den blanken Giebel derGrundschule schaut sollte ebenfalls eine Art Eckbebauung hin - dann sähe es dort schon ganz anders aus.

Warten wir es mal ab . .
Tarsis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.05.07, 21:04   #5
Dvorak
Goldenes Mitglied

 
Registriert seit: 15.07.2005
Ort: Braunschweig
Alter: 32
Beiträge: 1.037
Dvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfach
Genau genommen braucht man sie nur für das Parkhaus. Es würde schon reichen, wenn man von der Museumstrasse eine Strasse als direkte Zufahrt zR Tiefgarage des ECE bauen würde, und auf den Rest komplett verzichten würde. Ackers meinte zwar, wegen des ECE würde die Strasse eine neue Berechtigung finden, da mehr Autos in die Garagen müssten. Kann aber gar nicht stimmen, weil es soviel mehr ja gar nicht sind, und weil ein Großteil des Verkehrs in durch die nördliche Zufahrt fährt. Ich glaube Ackers hat da wissentlich mal die Unwahrheit erzählt, weil die Strasse nie und nimmer in dieser Dimension berechtigt ist, wie er weiß machen wollte. Es ist doch wirklich so, dass ne mehr als eine Hand voll Autos an den Enden der Strasse stehen, und oft die Ampel auf grün schaltet, ohne das da einer steht. Das Ding gehört bis auf die tiefgaragenzufahrt, und einen Anschluss an den Ackerhof ersatzlos weggerissen. Der Fernverkehr aus Richtung Cremlingen kann über die Schillstrasse und das Augusttor in die Stadt, der Nahverkehr aus dem östlichen Ringgebiet über die Fallersleber oder den Steinweg, und die tram kann über die Schillstrasse oder auch über den Steinweg. Den östlich der Friesenstrasse gelegenen Teil der Strasse kann man dann bebauen, alleine damit die dotigen Gebäude nicht im Nichts stehen, und den westlichen kann man zu einem Wasserbecken umgestalten, der an den dortigen Okerlauf erinnert, und es ermöglicht einmal ein wenig den Trubel des Schlossplatzes zu entfliehen, und sich dort auf ein paar Treppen zu setzen.
Ich finde ja toll, was in der letzten Zeit so passiert ist, besinders, dass man anfängt allmählich die Strassen einzuengen, es geht aber bei weitem noch nicht weit genug. Finde ich.
__________________
Falls nicht anders angegeben, bin ich Urheber von Grafiken, Fotos und Plänen.
Dvorak ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.05.07, 03:28   #6
Tarsis
Wichtiges Mitglied

 
Registriert seit: 17.06.2005
Ort: Braunschweig
Alter: 44
Beiträge: 569
Tarsis ist im DAF berühmtTarsis ist im DAF berühmt
Was die Verengung bzw. Wiederherstellung von Strassen angeht - so wird es in nächster Zeit einiges an Projekten in BS geben !

Die Brücke Steintor hinter dem Anton-Ulrich-Museum wird jetzt saniert und in dem Zuge die Ausfahrt der Strasse Steintorwall deutlich zurückgebaut und verengt bzw. wieder auf ihre alte Dimension zurückgestutzt.

Nächstes Jahr steht zumindest die Brücke Fallersleber Tor und damit einhergehend die Wiederherstellung der historischen Torsituation an den Torhäusern dort an - die Fahrban wird stadteinwärts vor der Brücke verengt und die ursprüngliche Situation wiederhergestellt. Ob die Fallersleber Strasse nächstes Jahr schon mit saniert wird ist fraglich - es ist aber fest in Planung diese ebenfalls zurückzubauen und meist einspurig werden zu lassen mit großzügigeren Fuss- und Radwegen sowie mehr Bäumen im gesamten Verlauf.

Link hierzu :

http://www.braunschweig.de/stadtplan...r_strasse.html

Parallel zum Umbau der Fallersleber Strasse soll auch ggf. ein Fussweg unter der Brücke zum Erweiterungsgelände des botanischen agrtens auf der anderen strassenseite angelegt werden - was ja eine sehr pfiffige Sache wäre. Hoffentlich geht das mit in die Planungen ein und wird realisiert !

Ein weiteres Projekt ist die Schützenstrasse. Auch sie soll in ihrem Verlauf stärker herausgearbeitet und im Verlauf wieder erlebbarer gestaltet werden. Genaueres kann ich hierzu jedoch noch nicht sagen.

Auch der Kennedyplatz und der Ägidienmarkt sollen umgebaut und verkleinert bzw. im Falle des Marktes wiederhergestellt werden. Dies läuft im Rahmen des Baus der Regiostadtbahn.

So wird zukünftig die Stadtbahn vom Bahnhof kommend geradeaus Richtung alter Bahnhof in beiden Richtungen verkehren und nicht mehr aus der Gegenrichtung kommmend in Richtung Bahnhof fahrend den Schlenker Richtung Wolfenbütteler Strasse machen - dieser Teil der Gleise entfällt dann.

Die Stobenstrasse soll im Rahmen des Baus der Regiostadtbahn ebenfalls zurückgebaut und begrünt werden - der Ägidienmarkt wiederhergestellt werden. In welchem Rahmen und wie ausgeprägt vermag ich aber ebenfalls noch nicht zu sagen. Im Rathaus hängen erste Pläne dazu im Tiefbauamt auf den Fluren wie ich aus sicherer Quelle erfahren habe. Aber genaues und einen festen Zeit- und Finanzierungsplan weiss man noch nicht offiziell.

Ähnliches darf man dann evtl. auch für die Kurt-Schumacher-Strasse hoffen - dem Endstück der Gleise für die Regiosatdtbahn. Stadtbaurat Zwafelink hat sich ja mal bezüglich dieser Verkehrsschneise geäußert und würde gerne die Breite deutlich verringern und auch die Parkseite mit Stadthäusern bebauen wollen - aber das war nur eine Idee und Anregung seinerseits - nichts Konkretes. Sicherlich wird aber auch dort die ein oder andere Maßnahme erfolgen. ( müssen )

Ansonsten bleiben da ja noch viele kleinere Probleme wie letzte Kriegslücken in der Stadt ( Kattreppeln Ecke Fr.-Wilhelm-Str ) und Schandflecken wie die Schlosspassage, Bohlwegwestseite etc., die ihrer Aufarbeitung harren.

Es wird also sicher noch sehr viel passieren die nächsten 5 Jahre - bei einigen sehr wichtigen "Ecken" aber ist nicht absehbar wann sich dort etwas ändern wird ! ( Kattreppeln )
Tarsis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.06.07, 14:16   #7
Dvorak
Goldenes Mitglied

 
Registriert seit: 15.07.2005
Ort: Braunschweig
Alter: 32
Beiträge: 1.037
Dvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfach
Nach langer Zeit, die die Plänen nun schon öffentlich sind hat die B"Z" nun auch die Muße geunden einen Artikel zum Umbau des Aegidienmarktes zu schreiben. Es wundert ein wenig, dass der Artikel zum Größten Teil aus Zitaten von Prof. Ackers, und Vertretern der Stadt besteht, bei näherem hinsehen und lesen fallen einem die Gründe dafür aber schnell auf. Mir scheint es als ob die B"Z" wieder einmal der "Stadt" bei ihren Plänen unter die Arme greifen wollte, sich aber nicht traute selber die Pläne für den Umbau so zu loben, wie es seine Erschaffer taten.
Es wird davon gesprochen, dass man den Platzcharakter des Aegidienmarktes wieder herstellen wollte. Die Mittel der Wahl wurden von Ackers und der "Stadt" auch schon benannt: Eine Ampel + eine etwas geringere Überhöhung der S-Bahnkurve. Das die Strasse aber keineswegs verschmälert wird ist egal, und das weitere Flächen des Marktes geopfert werden, um dem Verkehr Platz zu schaffen interessiert auch nicht. Die August/Stobenstrasse erhält das gleiche Ausbauniveau wie die Hamburger Strasse.
Auch wird die neue Ampel, und der Aegidienmarkt als solcher den Zusammenhang zwischen Aegidien und Magni wieder herstellen.

Ich will einen Tunnel vom Augusttor bis hinter den Aegidienmarkt, weil das auf Dauer die einzige Möglichkeit sein wird, eine Torsituation am Augusttor zu schaffen, und Aegidien und Magni zu verknüpfen. Man muss schon ziemlich blauäugig sein, um zu glauben, dass der Umbau eines Fahrstreifens zu einem Steifen Parkplätze irgend etwas verbessern wird.
__________________
Falls nicht anders angegeben, bin ich Urheber von Grafiken, Fotos und Plänen.
Dvorak ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.06.07, 09:15   #8
ibuinn
 
Beiträge: n/a
Einen Tunnel würde ich dort gar nicht begrüßen. Selbst wenn ich an das Musterbeispiel in Berlin denke, der neu und (noch) sauber ist, kann ich mir soetwas in der Altstadt zwischen Ägimarkt und JFK-Platz nicht vorstellen. Wir würden einen unterirdischen Sograum entwickeln, der nach und nach verdrecken und stets eine dunkle Ecke bieten würde.

Ich finde die Lösungen am Schlossplatz gut gelungen, wenn man die unterschiedlichen Teilnehmer sieht. Gerade das Wuseln von Autos, die mehr oder weniger geschwindeigkeitsbeschränkt fahren, von Straßenbahnen, Radfahrern und Fußgängern durchweg atmosphärisch und städtisch (wenn nicht sogar ein wenig großstädtisch. Dies sollte in meinen Augen weitergeführt werden vom Schloss bis zum Augustplatz.

Die Umbaupläne finde ich ebenfalls nicht weitgreifend genug. Bis zu einem Tunnel möchte ich es aber nicht kommen lassen. Eine Reduzierung auf zwei Fahrbahnen pro Seite finde ich in Ordnung. Nur fände ich es besser, wenn die geplante Parkreihe, welche die dritte Fahrspur ersetzen soll, im Bereich Stobenstraße und Ägimarkt weggenommen würde. So könnte man den zu der Bebauung entstehenden Raum für spätere Bebauungen freihalten. Falls jemals Galleria Kaufhof wegkommen sollte. Oder besser noch, erst einmal die Bauten, welche sich zum Ägimarkt daran anschließen.

Eine andere mögliche Lösung wäre vielleicht die Verbreiterung der Georg-Eckert-Straße im Verlauf des Museums bis zum Ring auf zwei Fahrspuren. Dann könnte man die Stobenstraße einspurig nach historischen Gegebenheiten anpassen. Sie wieder zu einer Einbahnstraße umwidmen und der Ägimarkt wäre frei für die Fußgänger. Die Bebauung könnte an dieser Stelle enorm verdichtet werden. Dadurch hätte man auch die Verbindung Magni und Ägi besser wieder hergestellt. Und der JFK-Platz wäre um eine große Achse ärmer, könnte aber schöner gestaltet werden, als es die jetzigen Pläne tun. An diesen finde ich einzig und allein die freiwerdende Fläche am Mühlenberg positiv, damit diese bebaut werden kann und der Platz nicht so ausufert. Dann noch die Straße zum Bahnhof reduzieren. Somit müsste der Verkehr, der durch die Stadt führe, einen Umweg um das Schloss über das Ringsystem machen. Oder aber besser gleich die Autobahnen nutzen oder weiter entfernt auf das Ringsystem wechseln und nicht durch die Stadt brechen. Was durch den Schlossbau schon ein wenig eingeschränkt worden ist.

Mit einer Ampel und damit einer Überquerungshilfe für Fußgänger wird dem Ägimarkt ganz gewiss geholfen. Man sieht heute immer wieder Meschen, die an dieser STelle stehen und verworren nach einer Überquerung suchen. In meinen Augen sollte die Querung aber die ganze Breite des alten Marktes einnehmen, somit würde sich der Platz besser abbilden.
  Mit Zitat antworten
Alt 19.06.07, 19:39   #9
Dvorak
Goldenes Mitglied

 
Registriert seit: 15.07.2005
Ort: Braunschweig
Alter: 32
Beiträge: 1.037
Dvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfachDvorak braucht man einfach
Deine Georg-Eckert-Variante kann deshalb schon nicht funktionieren, weil der östliche Ring mit 121% seiner Kapazität nicht mehr aufnehmen kann. Die innerstädtische Nord-Süd-Achse muss bestehen bleiben, dass bestreitet auch er VEP nicht. Mit einem Tunnel könnte man nicht nur den Bereich Aegidienmarkt-Augustplatz wieder bebauen, man könnte auch komplett auf die G-E-Strasse verzichten, und diese wieder bebauen. Übrig bleiben würde nur er Schlossplatz, der dann mit seinem großstädtischen Ambiente wirklich ein Zentrum bilden würde, und nicht Teil einer Abfolge solcher Plätze wäre.

Das Gewusel auf dem Schlossplatz mag ich auch. Das funktioniert für BS aber auch nur da gut, weil der Platz genug Rückzugsmöglichkeiten für den normale Menschen bietet, und auch die Bebaung darauf ausgelegt ist, großstädtisch zu wirken. Zwischen Aegidienmarkt und Auguststrasse kann man die historischen Quartiere aber nicht mit Großstädterei wieder verbinden, sondern muss wieder mehr Richtung Altstadt bauen. Der Bohlweg ist ja auch heute kein verbindendes Element, sondern immernoch starke Trennung der einzelnen Quartiere.

Das Potenzial für den Bereich der Georg-Eckert-Strasse ist im übrigen enorm. Im westlichen Teil könnte man eine Art Okerarm graben, der dort ja einmal war, und die Ufer schon terrassieren, um einen Ruhe und Veranstaltungsort zu schaffen. Den östlichen Teil könnte man als kleinteiliges Wohnquartier neu bebauen.

Ich empfinde diese ganzen Strassen als so eine enorme Verschwendung von Platz, das ich sie alle umbauen will, und den Verkehr überall dem Stadtraum unterordnen möchte. Neue oder breitere zu bauen hat glaube ich wenig Zukunft.

Was magst du an einem Tunnel denn nicht? Nur dass er ein wenig Dreckig wird, kann es ja nicht sein, weil man dem ja vorbeugen kann. Ich fahr mit dir auch gerne nach Wob, un zeige dir den dortigen Citytunnel, der seit über 10Jahren blitzeblank ist. Dieser ist auch ein absolutes Prachtexemplar, was Tunnel in Innenstädten anbelangt, weil er nur positive Eigenschaften hat.
__________________
Falls nicht anders angegeben, bin ich Urheber von Grafiken, Fotos und Plänen.
Dvorak ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.07, 05:47   #10
Tarsis
Wichtiges Mitglied

 
Registriert seit: 17.06.2005
Ort: Braunschweig
Alter: 44
Beiträge: 569
Tarsis ist im DAF berühmtTarsis ist im DAF berühmt
Ein Tunnel ist in diesen Bereichen schon deshalb nicht praktikabel, weil er zum einen Unsummen für den Bau verschlingen würde, da das gesamte Gebiet Okersumpf ist und schon durch den Bau der Schlossarkaden der Grundwasserspiegel und die Wasser ströme stark beeinflusst wurden und zum anderen eben die Grundwasserproblematik weiter verschärft werden würde.

Man kann nun mal leider die Verbreiterung nicht ungeschehen machen ohne entweder andere Breiche übermäßig zu belasten und das Problem zu verlagern oder aber eben der Verkehrskollaps herbeizuführen.

Der verkehr ist nun mal nicht mehr der von 1935 was die eine Seite angeht - und man verfolgt aber ebensowenig noch die Politik der Verkehrsschneisen wie in den 60ern dort auf übelste Weise geschehen.

Man jedoch einen Schritt zurück gehen und dem MEnschen in diesen Stadträumen wieder mehr Platz gewähren. Und das wird geschehen ! Das ist doch ein enormes Vorankommen ! Ich bin da recht optimistisch was das angeht und wenn der erste Schritt erstmal gemacht ist wird man weiter sehen.

Am Bohlweg zeichnet sich as ja schon wunderbar ab - der Flebbe-Bau ist wunderbar anzuschauen nach seiner Sanierung. Und ich bin sicher, ass weitere Bauten zügig folgen werden.

So wird es auch am Kennedyplatz, Ägidienmarkt und Kurt-Schumacher-Strasse geschehen. Es wird ein Anfang durch den Umbau und den Bau der Regiostadtbahn gemacht werden - und es werden weitere Schritte folgen.

Streiten kann man bei solchen Vorhaben immer - was aber sehr wichtig und uns allen nur recht sein kann : Die Richtung stimmt !

Ungeschehen zu machen was dort gebaut wurde ist wie gesagt abolut unmöglich - aber man kann dem ganzen ein mescnhliches Antlitz geben und genau das hat die Stadt vor und leitet durch ihre Vorgaben weitere SChritte in diese Richtung ein.

Ich für meinen Teil bin jedenfalls gespannt. Und man bedenke weiterhin : Wie lange haben wir darauf gewartet, dass in BS mal was in dieser Richtung passiert - und wie schnell geht es jetzt voran ?
Tarsis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.07, 07:40   #11
ibuinn
 
Beiträge: n/a
@Tarsis

Ich stimme Dir absolut zu, dass wir zufrieden sein können, dass sich in Braunschweig in den letzten Jahren so viel bewegt und getan wird. Einen Rück-bzw. Wiederaufbau von Strukturen vor dem 2. Weltkrieg ist nicht möglich. Meine Gedanken sollten das wiedergeben. Sich in Anbetracht des Vorhandenen, wenn es machbar ist, an alte Strukturen annähern, dass ist der einzige Weg, um vorallem die Innenstadt und ihre Ringe attraktiv zu machen. Und das hat in BS viel mit den Straßen zu tun. Der Steinweg ist attraktiver geworden in meinen Augen. Da die Straße neugestaltet ist, wirken auch die Häuser irgendwie anders. Sicher kann man traurig darüber sein, dass es die Fachwerkgebäude nicht mehr gibt, aber ebenso haben die Häuser dort (sicher nicht alle) ihren Charme, weil sie einer Epoche entstammen, die ihren Stil hatte. Ich finde mitnichten, dass alles, was direkt nach dem Krieg gebaut wurde, abrisswürdig ist. Lückenschließungen, Aufwertung (Sanierung) und Reduzierung der Straßenbreiten sind der Weg. Das moderne Braunschweig ist trotz Fehlbauten dennoch attraktiv in der Gesamtwirkung. Vielenorts hat die Stadt nur viel zu lange gewartet. Man kann die Erbstücke aus der Nachkriegszeit auch als etwas Gutes betrachten und sie pflegen und dadurch ansehnlicher machen. Wie das Flebbehaus z.B. Viel Ecken sind in der Stadt in der Vergangenheit (aus Scham?) verwohnt worden. Mittlerweile ist aber Bewegung drin. Ich staune regelmäßig, wie viel Häuser entlang der Ringe z.B. saniert werden. Und somit kommen auch die Nachkriegsgebäude zur GEltung und wirken mit den sanierten Altbestand recht gut zusammen. Nicht überall, aber ebensowenig überhaupt nicht.

@Dvorak
mein Vorschlag zur GE-Straße war nicht ganz ernst gemeint. Sie weiter zu reduziren, würde ich auch begrüßen.

Die breiten Schneisen sind sicher in ihrer Dimension zu gewaltig, das bestreitet wohl niemand mehr. Gleichwohl finde ich, hat die Stadt durch die Ringe und die breiten Straßen ein unsagbar komfortables Straßennetz, was auch seine Vorzüge hat. Ich möchte das in der Grundstruktur nicht missen. Vielmehr empfinde ich das Zusammespiel von Gebäuden und Straßen und der allgemeinen Gestaltung oftmals als unsäglich. GEbäude werden nicht saniert und aus den 60ern spricht an vielen Orten ein unattraktives Umfeld. Sehr viel ist einfach funktional voneiander zubetoniert anstatt mit gartenarchitektonsichen Mitteln aufgelockert zu werden. Noch im Waisenhausdamm hat man viel zu viel Stein verlegt meiner Meinung nach. Der Bereich um das Finanzamt an der Wilhelmstraße ist für mich so ein weiteres Beispiel, und eben der Ägimarkt. Nicht die Gebäude sind oftmals das Schlimme, sondern die Umgebung und die Abstimmung aufeinander. Entweder zuviel Stein oder zuviel Gestrüpp.

Ich würde einem Tunnel nicht den Zuschlag geben, weil für mich Stadt auch Verkehr bedeutet. Auch viel Verkehr, solange er nicht an sich selbst erstickt. Ich möchte ihn sehen. Auch als Fußgänger. Das hat etwas Lebendiges. Ich möchte ihn nicht unter der Erde verstecken. Es gibt heute doch sicher Metoden und Insturmente, um den Verkehr auf ein erträgliches Maß an dieser Stelle zu stutzen, ohne ihn ganz aus dem Blickfeld zu nehmen, oder? Wo sind hier die Verkehrsplaner mit neuen Ansichten? Jedem Teilnehmer seinen Bereich, ohne sich gegenseitig abzugrenzen. Ein Tunnel würde das jedoch tun.
  Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 00:23 Uhr.


Powered by vBulletin (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
©2003-2018 Deutsches Architektur-Forum