Industrieareale Mülheim-Süd (u.a. Cologneo I & II, ehem. "Euroforum")

  • Auf der Seite Competitionline wird nun der ganze Wettbewerb gezeigt.
    Dabei gab es einen Sonderpreis für die beste Fassade an das Büro Bel.Sozietät Architektur, Köln


    Quelle: https://www.competitionline.com/de/ergebnisse/221664


    Die Fassade finde ich sehr abwechslungsreich und urban, leider wird der Entwurf nicht realisiert, weil die Jury funktionale Schwächen feststellte.


    Desweiteren: Der Siegerentwurf von Schilling-Architekten ist jetzt auch auf deren Website zu sehen:


    http://schilling-architekten.d….php?/konzepte/Cologneo2/


    Das Grundstück wird in vier Baukörper aufgeteilt, die jeweils unterschiedlich gestaltet werden. Fassaden aus Klinker und Sichtbeton sollen dabei helfen.

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  • industrie in mülheim

    wenn auch nur 2/3 davon am ende wahr werden, was da an erhaltung der industriedenkmäler angekündigt wird, dann möchte ich mal eine andere deutsche stadt sehen, die einen vergleichbaren bereich dieser größe für ein städisches leben derart zeitgemäß erschlossen hat! ich hab das hier in dem forum schon oft gesagt, aber wir können wirklich froh sein, dass wir mit dem höing einen generationenwechsel zur rechten zeit hatten - der angesagte verzicht auf "show-architektur" ("keine Halligalli-Architektur, wo jeder architektonische Gimmick zu Hause ist") und der wunsch zur großen geste ("sollen klare Formen dominieren, die sich an Größe und Aussehen der benachbarten Ex-Fabriken orientieren") lässt hoffen, dass hier echte urbanität (hoffentlich im großen blockrand) im mehr oder weniger belassenen industrieumfeld entsteht. das negative gegenbeispiel, welches höing hier sicher bewusst nicht nennt, um der "modernen stadt" nicht auf die füsse zu treten, ist ganz klar das piefige clouth-gelände in all seiner städtebaulichen mickrigkeit (ein echter LBS-vorort-(alb)traum)... drücken wir die daumen! - ich finde, dass dieses projekt, wenn man noch den hafen in mülheim miteinbezieht, im hinblick auf das zu erwartende ergebnis das deutlich vielversprechendste der großen projekte in köln ist - im vgl. zum deutzer hafen und zur parkstadt-süd. selbst die SZ hat mal in einem artikel erwähnt, dass das industrie-backstein-erbe zw. deutz und mülheim (inkl. hafen) eine art von new yorker-coolness-faktor besitzt. das darf man nicht tot sanieren! aber hier macht auch die aussage eines der investoren, hamacher, mut, der sagt, dass das ganze kein nobelviertel werden soll. hoffentlich läuft es hier wirklich mal anders - und die noch immer etwas stiefmütterliche lage auf der schäl sick kann hier vielleicht ihr übriges hinzutun; dass sich da im windschatten anderer filet-projekte etwas wirklich besonderes umsetzen lässt!

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  • Sehr gute Nachrichten vom Gelände der alten Gießerei (Möhring Quartier).
    Es sollen jetzt viel mehr der historischen Fabrikhallen erhalten bleiben, als ursprünglich geplant war.


    Als da wären:


    - Die Gelbgießerei
    - Zwei weitere Gießereihallen
    - Die Halle für Mittelmotorenbau
    - Das Sozialgebäude
    - Das Umspannwerk
    ... und die sowieso unter Denkmalschutz stehende Möhringhalle + Verwaltungsgebäude


    https://www.express.de/image/2…ing-quartier-panorama.jpg


    Trotzdem bleibt es bei der geplanten Zahl von 430 Wohnungen für
    die man ursprünglich viele Hallen abreißen wollte.
    Die Wohnungen sollen jetzt in deutlich höheren Gebäuden entstehen, die bis zu 12 Etagen haben werden.


    Für mich klingt das nach einen außergewöhnlich urbanen und dichten Quartier
    zwischen alter Backsteinindustrieromantik und moderner Stadt.


    Quelle:https://www.ksta.de/koeln/gebu…allen-abgewendet-29322288

  • Deutz Quartiere

    Nun wird es endlich konkreter mit dem größten Projekt von insgesamt 4 Städtebauprojekten am Mülheimer Hafen.
    (Cologneo 1,2,3); Otto Langen Quartier; Lindgens Areal; Deutz Quartiere)


    https://www.deutzquartiere.de/


    Wie das Deal-Magazin berichtet, beginnt in wenigen Tagen die Bodensanierung auf dem 16 Hektar großen Gebiet; sie soll bis zum Sommer 2020 andauern.
    Zudem erwartet der Investor (Gerch Group) in den nächsten Monaten den Satzungsbeschluss für den B-Plan und will danach direkt mit dem Straßen und Kanalbau beginnen.
    Auf 305.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche sollen Wohnungen, Schulen, Gewerbe und Einzelhandel entstehen.
    Die auf den Visualisierungen gezeigten Fassaden sind lediglich Platzhalter; Architekturwettbewerbe werden folgen.


    http://www.deal-magazin.com/ne…UP-startet-Bodensanierung

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  • Auch hier ein Update zu Cologneo I, die ersten Gebäude wachsen so langsam in die Höhe, nebenan arbeitet man an den nächsten Baugruben. (eigene Fotos)img_43242kk17.jpg


    Blick von der Zoobrücke img_25906aji8.jpg

  • Mittlerweile ist im Mülheimer Hafen ja schon einiges los.
    Drohnenfotos auf der Seite Köln-Deutz-Extra zeigen eine tolle Gesamtübersicht.


    https://www.koeln-deutz-extra.…C3%BCden-inklusive-hafen/

    (Aktuell sind die letzten beiden Fotos der Serie)


    Auch interessant: Das Büro Trint+Kreuder veröffentlicht auf seiner Seite neue Visus der Planungen zum Lindgens-Areal, sowie einer Fußgänger und Fahrradbrücke, die Mülheim-Süd mit der anderen Rheinseite verbinden soll.


    Lindgens Areal: https://www.dna-ex.com/projects/lindgens-areal/

    Brücke: https://www.dna-ex.com/projects/rhein/

  • In der Presse war vor kurzem die Info, dass die Investoren der Areale in Mülheim Süd die Brücke auch mitfinanzieren würden und auch diese Studie in Auftrag gegeben haben. Da die Ringe momentan zu einer großzügigen Radverbindung werden, würde sich dies auch anbieten. Finde die Idee der Studie, auf der Brücke zu verweilen, statt sie nur zu überqueren, auch sehr urban. Da man dort keinen Autoverkehr haben würde, würde sie auch zu einem touristischen Anziehungspunkt werden. Leider sieht man die Rampen auf der linksrheinischen Seite nicht, aber diese beginnen schätzungsweise im Theodor Heuss Park. Mal schauen, was daraus wird. Bisher schien es aber so, als würde man zuerst die südliche Brücke zwischen Ringe und Deutzer Hafen realisieren wollen. Im Arbeitsprogramm 2020 der Stadtverwaltung steht, dass die Nutzbreite der neuen Brücken 10 Meter betragen soll und im ersten Halbjahr 2020 ein Bedarfsfeststellungsbeschluss zur Durchführung eines Realisierungswettbewerbes eingeholt werden soll.


    https://www.stadt-koeln.de/pol…eilungen/21343/index.html

  • Hier gibt es noch eine weitere Visualisierung

    https://mobil.ksta.de/image/36…/rheinbruecke-bastei3.jpg


    Sehr schickes Teil, leider waren die Ingenieure und Architekten wohl schon etwas müde als sie die Brücke geplant haben, sonst hätten sie wohl nicht den Pylon und die Tragseile vergessen. So wie sie hier dargestellt ist, wird die Brücke niemals gebaut werden, denn das wäre mit ungefähr 600m Stützweite ein neuer Weltrekord.

    Plant man aber den Pylon und die Tragseile mit ein, wird man niemals auf die veranschlagten 55 Millionen Baukosten kommen, sondern eher auf das doppelte.

  • tieko  Dominik

    Ich bin gerade aus Neugierde, was sich in Mülheim Süd gerade eigentl tut, noch mal auf eure Beiträge gestoßen.

    Danke, dass man durch euch zumindest ein wenig den Überblick behält. ;)

    Leider geben die relevanten städtischen Websites kaum Einblick in den Stand des Verfahrens.

    Einmal editiert, zuletzt von Goanna ()

  • Die Stadt Köln kauft die ehemalige KHD-Hauptverwaltung an der Deutz-Mülheimer Str.


    https://www.rundschau-online.d…ere-khd-zentrale-38997782


    Jetzt doch noch eine Chance für Kunst und Kultur? Die Künstlerinitiative „Raum 13“ mit dem „Zentralwerk der schönen Künste" war hier ansässig - wurde aber vom Vorbesitzer (wenn meine Informationen aktuell sind) Ende April geräumt.
    Hierzu ein WDR - Artikel:
    https://www1.wdr.de/nachrichte…r-humboldt-deutz-100.html