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Alt 05.06.12, 14:36   #1
Klarenbach
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Potsdam: Wiederherstellung historische Mitte - Diskussionsthread

Der Wohnblock am Staudenhof sorgt weiter für Diskussionen. Baudezernent Matthias Klipp hat laut einem Bericht der Potsdamer Neuesten Nachrichten einen Abriss des Wohnblockes ganz klar abgelehnt. Er fühlte sich sogar an die Spätzeit der DDR erinnert, als über die Köpfe der Bürger hinweg über den Abriss von Häusern entschieden wurde. Daher will er demnächst einen Antrag für eine sozialverträgliche Sanierung des Wohnblocks vorlegen.

Ebenfalls abgelehnt wird der Abriss durch Horst Müller-Zinsius, dem Geschäftsführer der Pro Potsdam GmbH, der der Block gehört. Er beziffert die Abrisskosten auf mindestens eine Million Euro und hält einen Abriss für wirtschaftlichen Unfug. Er will den Block nicht abreißen, sondern instandhalten. Es sieht ganz so aus, als hätten sich die Liebhaber der Abrissbirnen zu früh gefreut.

http://www.pnn.de/potsdam/653041/
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Alt 05.06.12, 14:55   #2
Prussia
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Prussia ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
^
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben! Dies gilt auch für die "Platten" Liebhaber ;-)

1. Bitte nur zitieren wenn es Sinn macht.
2. Bitte Punkt 1 und 5 unserer Richtlinien beachten.
Vielen Dank
Bato
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Alt 05.06.12, 17:17   #3
Saxonia
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Solche einseitigen Kommentare lieb ich ja.

Wie ich gestern schon im APH lesen konnte, scheint der Herr Klipp selbst ein ziemlicher "Wendehals" zu sein, um seine Erinnerungen an die "Spätzeit der DDR" nochmal aufzugreifen.

http://www.stadtbild-deutschland.org...330#post138330

Den Block wird man auf jedenfall abreissen, da können sie auf und niederhüpfen. Alles andere wäre eine Blamage für die Stadtverordneten.
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Alt 05.06.12, 20:33   #4
Klarenbach
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Zunächst einmal liegt der Beitrag aus dem aph-Forum ziemlich daneben. Matthias Klipp ist nicht Geschäftsführer der Pro Potsdam GmbH, sondern Aufsichtsratsvorsitzender. Die Geschäftsführer sind der schon erwähnte Horst Müller-Zinsius und Jörn-M. Westphal. All dies kann ganz einfach auf der Pro Potsdam -Homepage nachgelesen werden.

http://www.pro-potsdam.de/index.php?go=IMPRESSUM

Zudem finde ich es sehr respektabel, wenn ein Politiker dazulernt. Dass den Abrissbirnen-Fans nun nichts anderes einfällt, als mit Diffamierungen zu arbeiten, spricht für sich.
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Alt 09.06.12, 01:49   #5
Saxonia
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Diffamierung anprangern und im gleichen Satz selbige anwenden ist wohl das klassische Eigentor. Mir scheint deine Position wird zunehmend irrationaler. Ob der Klipp nun Geschäftsführer oder Aufsichtsratsvorsitzender ist für den Kritikansatz vollkommen Bockwurst. ist, er befindet sich dort jetzt in sehr einflussreicher Position.

Nun ist er plötzlich der Meinung man müsse den Staudenhof erhalten, warum erst jetzt? Hat er sich denn nicht ausreichend da mit beschäftigt als auch er sich für dessen Beseitigung ausgesprochen hat? Dann muss man wohl ganz klar sagen, dass er sich eine andere Beschäftigung schen sollte als die Kommunalpolitik.

Für mich ist dieser Aktion heuchlerisch bis ins Mark. Den Menschen wird kein reiner Wein eingeschenkt, gemischt mit Selbstprofilierung der Veranwortlichen. Unabhängig von ästhetischen und Städtebaulichen Punkten, die allein den Abriss aus meiner Sicht rechtfertigen, muss das Gebäude saniert werden. Grundlegend. Das wird die Mieten enorm nach oben treiben. Möglicherweise entscheidet man sich dann als Eigentümer dazu, sie künstlich niedrig zu halten weil man sich sonst PR technisch ins Knie schießt wenn sich die Leute die Miete nicht mehr leisten könnten.
Das ganze wird also wohl hinten und vorne nicht funktionieren. Zumal ich es auch dreist finde, so vehement auf diese Wohnungen direkt neben der Nikolaikirche im Herzen Potsdams zu pochen. Die Leute landen bei Auszug noch lange nicht auf der Straße, aber so leidet die Allgemeinheit in Potsdam unter einer städtebaulich unbefriedigenden Situation weil sich einige Linke Selbstdarsteller auf das Relikt eingeschossen haben.
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Alt 09.06.12, 10:24   #6
Konstantin
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Klipps veränderte Position Pro Staudenhof ist doch nur damit zu erklären, dass er an anderer Stelle die Unterstützung der Sozialisten braucht. So einfach ist das. Schliesslich hat K. noch 5 Jahre Amtszeit vor der Brust.

Ob das sich für ihn auszahlt wird sich erweisen.

Inhaltlich sehe die Sache ähnlich wie Saxonia: 10 Jahre lang wird man ohne Sanierung kaum klarkommen. Zumal die Leute genervt ausziehen werden (und schon sind) wenn die Bauarbeiten rund um den Alten Markt sich ausweiten.

Zum Vergleich: die Wohnungsbaugesellschaft Mitte verlangt im Nikolaiviertel um die 10 Euro nettokalt (etwa 12 Euro warm) Miete für ihre stadteigenen Wohnungen. Drunter wirds in Potsdam auch nicht gehen.
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Alt 01.02.13, 15:01   #7
Klarenbach
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In Potsdam werden die stadtpolitischen Konflikte zunehmend unübersichtlicher. Ein Beispiel ist die überraschende Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung zum Neubau der Weißen Flotte am letzten Mittwoch.

Worum geht es ? Ursprünglich sollte der Neubau der Weißen Flotte als Anbau an das Hotel "Mercure" realisiert werden. Die Weiße Flotte verfügte an dem Standort schon über das Baurecht. Im vorigen Jahr hat die Stadtverwaltung im Zusammenhang mit dem Konflikt um die Plattner-Kunsthalle kurzfristig entschieden, dass der Neubau nicht am Hotel "Mercure", sondern ein Stück weiter südlich errichtet werden soll. Die Weiße Flotte stimmte dieser Verschiebung zähneknirschend zu.

Damit war dieser Konflikt allerdings nicht beigelegt. Denn nun stellten die Aktivisten der Bürgerinitiative "Mitteschön" fest, dass auch der neue Standort keineswegs mit dem Ziel einer Wiederherstellung des Vorkriegszustandes vereinbar wäre. Schließlich war vor 1945 der Tourismus viel geringer entwickelt, folgerichtig gab es auch kein Hafengebäude der Weißen Flotte. Daher begannen nun die "Mitteschön"-Aktivisten eine Protestkampagne auch gegen den neuen Standort des Hafengebäudes. "Mitteschön" schlug vor, das Hafengebäude an abgelegenen Grundstücken am Bahndamm oder im Bereich der Speicherstadt zu errichten. Diese Forderung wurde aber von der Weißen Flotte abgelehnt. Es folgten diverse Querelen, bei denen nicht klar war, welche Partei eigentlich welche Position vertrat. Während Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) für das Hafengebäude eintrat, opponierten Teile der SPD dagegen. Bei Bündnis 90 / Die Grünen bot sich ein ähnliches Bild: Während Baudezernent Matthias Klipp für den Neubau eintrat, versuchte ihn seine Parteikollegin Saskia Hünecke zu verhindern.

Am Mittwoch nun kam es zur Entscheidung, mit einem überraschenden Ausgang: Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen votierte geschlossen mit Nein, die Fraktionen FDP / Familienpartei und Bürgerbündnis stimmten ebenfalls mit Nein. Von den 6 Abgeordneten der Fraktion CDU / ANW stimmten 4 mit Ja und 2 mit Nein, von den 15 Abgeordneten der SPD stimmten 3 mit Nein. Einzig die Fraktionen Die Linke und Die Andere stimmten geschlossen für den Hafenneubau, und das, obwohl die Verlegung des Hafengebäudes ja ursprünglich gegen den Willen der Linkspartei erfolgt ist. Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Scharfenberg begründete das Votum damit, dass durch den Neubau Arbeitsplätze gesichert und die wirtschaftliche Entwicklung Potsdams gefördert würden. Zudem erklärte er, dass eine Verhinderung des Hafenneubaus negative Folgen für den Ruf Potsdams bei Investoren hätte. Ich finde das Ganze ja lustig, weil ja gemeinhin die FDP als besonders investorenfreundlich gilt, während der Linkspartei ja eine gewisse Abneigung gegen private Investoren nachgesagt wird.

http://www.maerkischeallgemeine.de/c...76413/12674884

Diese Entwicklung zeigt, dass in der politischen Landschaft Potsdams einiges in Bewegung gekommen ist. Einerseits zeigt die "Rathauskooperation" aus SPD, CDU, Bündnis 90 / Die Grünen und FDP zunehmend Auflösungserscheinungen, andererseits bemüht sich Die Linke um eine stärker realpolitische Profilierung. Während sie früher oft als ideologisch verbohrte investorenfeindliche Verhindererpartei dargestellt wurde, so ist sie jetzt offenbar bemüht, sich als unideologische wirtschafts- und investorenfreundliche Partei zu profilieren. Mit dieser Umorientierung entfällt aber zunehmend die Notwendigkeit für die "Rathauskooperation", die ja vor allem geschaffen wurde, um Die Linke aus den Entscheidungsfindungen herauszuhalten. Die Folge ist, dass Jakobs und Klipp zunehmend auf die Stimmen der Linken angewiesen sind und mit der Linkspartei Politik machen.

Geändert von Klarenbach (01.02.13 um 15:20 Uhr)
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Alt 01.02.13, 16:14   #8
Konstantin
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Erstens ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass die Weisse Flotte keineeswegs "Baurecht" hatte, wie es Klarenbach weiszumachen versucht. Die SVV hatte einem TEMPORÄREN ANBAU an das Hotel Mercure zugestimmt - das ist noch lange kein Baurecht. Der Oberste Bauaufsichtsmensch des landes Brandenburg hat ürzlich darauf hingewiesen, dass der Lustgarten Aussenbereich ist und somit kein Baurecht besteht - darüber kann sich auch eine SVV nicht hinwegsetzen.

Das zweite, was ich bei Klarenbach vermisse, ist eine leidenschaftliche Lanze für die Rekonstruktion der Alten Post zu brechen. Die Online-Abstimmung der Markischen Volksstimme, die Klarenbach sonst gern mit einer Volksabstimmung gleichsetzt (wenn sie in seinem Sinne ausgeht) steht z. Zt. bei 75 Prozent pro Reko...
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Alt 06.01.14, 12:03   #9
Klarenbach
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In Potsdam hat es ja Ende des letzten Jahres noch einen kleinen Schlagabtausch zwischen Oberbürgermeister Jakobs und der Landesregierung bezüglich der Baupolitik gegeben. Jakobs warf der Landesregierung vor, Absprachen bezüglich der Nutzung von Bestandsbauten zu missachten. Vor allem die Nutzung des Gebäudes der Fachhochschule an der Friedrich-Ebert-Straße und dem Rechenzentrum an der Breiten Straße bis 2017 ist Jakobs ein Dorn im Auge.

http://www.pnn.de/potsdam/815172/

Die Landesregierung wiederum erklärte, dass die Absprachen eine Nutzung dieser Gebäude bis 2017 vorsehen würden, eine vorzeitige Aufgabe wäre aus finanziellen Gründen nicht möglich.

http://www.pnn.de/potsdam/815667/

Ich finde diesen Vorstoß von Jakobs ziemlich absurd, vor allem weil er an den realen Problemen Potsdams völlig vorbei geht. Jakobs hat nur insofern Recht, dass das Land nicht genug für Potsdam tut. Beispielsweise hat Potsdam nach wie vor das Problem, dass die Stadt eine wachsende Einwohnerzahl und eine zunehmende Nachfrage nach preiswerten Wohnungen verzeichnet. Auf der anderen Seite weigert sich das Land Brandenburg bis jetzt, den Wohnungsneubau in Potsdam zu fördern, lediglich ein kleines Projekt an der Friedhofsgasse wird gefördert. Auch Infrastrukturinvestitionen, wie die Straßenbahnverlängerung Richtung Krampnitz, kommen nicht voran, weil das Land kein Geld bereit stellt. Diese Konflikte sind Probleme, und wenn der Oberbürgermeister diese Dinge eingefordert hätte, dann hätte eine produktive Diskussion entstehen können.

Seine jetzige Wortmeldung allerdings erweckt den Eindruck, dass es Potsdam so gut gehen würde, dass es nur Luxusprobleme hätte. Gerade gegenüber den vielen anderen Kommunen Brandenburgs, denen es viel schlechter geht, ist solch ein Eindruck völlig kontraproduktiv. Daher hat Jakobs seiner Stadt einen Bärendienst erwiesen.

Weiterhin bin ich der Meinung, dass über die Zukunft des Gebäudes der Fachhochschule nochmals diskutiert werden sollte. Denn hier gibt es mittlerweile einen neuen Sachstand. Der Abriss wurde ja in der Annahme beschlossen, dass es völlig marode wäre und daher nicht saniert werden könnte. Nun hat aber die Sanierung des zeitgleich in der gleichen Bauweise errichten Stadt- und Landesbibliothek bewiesen, dass eine Sanierung solcher Gebäude doch möglich ist. Diese Sanierung war ja anfangs auch sehr umstritten, Baudezernent Klipp hatte die Sanierung 2010 zu verhindern versucht. Nun ist die Sanierung fertiggestellt, und sie wurde einhellig begrüßt. Selbst die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat einen positiven Artikel gebracht.

http://www.reinerbeckerarchitekten.d...ne-Zeitung.pdf

Ich denke, dass solch eine Sanierung auch im Fall der Fachhochschule möglich wäre. Eine solche Perspektive wäre auch deshalb positiv, weil eine Fachhochschule meiner Meinung nach ein belebendes Element für die Innenstadt darstellt. Zudem kenne ich mehrere Studenten der Fachhochschule, die viel lieber in der Innenstadt als auf dem Bornstedter Feld studieren. Daher sollten die Abrisspläne für die Fachhochschule unbedingt überprüft werden.
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Alt 06.01.14, 13:27   #10
Saxonia
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Die FH soll abgerissen werden, weil sie eine ästhetische Zumutung ist und zudem völlig marode. Wo soll das hin führen? Als nächstes muss der wunderschöne Staudenhof stehen bleiben? Dann kann man das Projekt Potdsamer Mitte komplett begraben.
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Alt 06.01.14, 13:54   #11
Backstein
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^^ Klar, ich würde als Student auch die Innenstadtlage bevorzugen und sicherlich hat man das Gebäude absichtlich seit Jahren verkommen lassen. Aber auch im frisch renovierten Zustand wäre es keine Augenweide und die Chance zu einer einigermaßen vernünftig gestalteten Potsdamer Mitte um den Alten Markt sollte man nun auch nutzen.

Wobei man sagen muss, dass der neue Wissensspeicher auch nicht das Gelbe vom Ei ist und die Wohnplatten hinter bzw. nördlich und östlich der Nikolaikirche sicher noch lange erhalten bleiben. Was dann anstelle der FH gebaut wird, muss man erst einmal sehen.
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Alt 06.01.14, 15:50   #12
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^^^ Klarenbach betätigt sich einmal mehr der Bild/Text-Schere. Im Text behauptet er, es habe sich ein neuer Sachstand bzgl. der FH ergeben, weshalb man neu nachdenken müsse. So argumentiert K. bei Berliner Schloß und bei anderen, von ihm unliebten Projekte auch stets: einen veränderten Sachstand konstruieren (beim Berliner Schloß waren es die von Stella bei einer Überarbeitung gestrichene Loggia auf der Ostseite) und dann Planungsstopp fordern.

Tatsächlich liefert er zum Beleg einen Artikel, der die wahren Hintergründe enthüllt: "Mehr Moderne täte der Potsdamer Mitte gut", heisst es gleich vorn im von K. angeführten Artikel. Richtig, darum geht es - nicht um die Frage mit wieviel Geld der Staudenhof, die FH oder ein anderes Gebäude aus der DDR-Moderne erhalten werden kann. Natürlich ist es immer möglich, ein Bestandsgebäude zu sanieren.

Wer die Potsdamer Mitte als Projekt genauer studiert wird feststellen, dass die Leitbauten der geringere Teil sein werden - tatsächlich werden viele Grundstücke auch mit zeitgenössischen Fassaden realisiert.
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Alt 06.01.14, 19:28   #13
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Zitat von Klarenbach Beitrag anzeigen
Ich denke, dass solch eine Sanierung auch im Fall der Fachhochschule möglich wäre.
Oh sicher, möglich ist sowas immer. Ob es aber aus städtebaulicher und planerischer Sicht Sinn macht, ist eine sehr viel entscheidendere Frage. In meinen Augen ist die FH so ziemlich das abrisswürdigste Objekt überhaupt im gesamten Potsdamer Stadtgebiet - eine betongewordene Beleidigung jeglichen ästhetischen Empfindens, sozusagen Anti-Architektur. Was auch immer dort hinkommt, ob nun zeitgenössisch oder Reko, es *kann* nur besser sein.
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Alt 06.01.14, 19:53   #14
Kleist
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Die FH befindet an der falschen Stelle, wenn sie ein paar hundert Meter weiter stehen würde, wäre ich für ihre Erhaltung. Vom Prinzip her finde ich das Gebäude durchaus erhaltenswert, aber es passt einfach nicht zur Umgebungssituation. Nicht vor und nicht nach dem Landtagsneubau. Es schottet die Kirche und deren Ummgebung unnötig ab. Am Besten abreißen, so schnell wie möglich.




Zitat:
Zitat von Klarenbach
... Auf der anderen Seite weigert sich das Land Brandenburg bis jetzt, den Wohnungsneubau in Potsdam zu fördern, lediglich ein kleines Projekt an der Friedhofsgasse wird gefördert. Auch Infrastrukturinvestitionen, wie die Straßenbahnverlängerung Richtung Krampnitz, kommen nicht voran, weil das Land kein Geld bereit stellt. ...
Beides bleibt hoffentlich auch so. Bei einer Stadt dieser Größenordnung benötigt es keinerlei Wohnungsföderung. Es reicht, neue zusätzliche Baugebiete auszuschreiben, in Potsdam und den umgebenden Gemeinden.
Und Investitionen in Straßenbahnerweiterungen kann man sich IMHO schenken. Das rechnet sich nie, ich bin dafür die Straßenbahn in Potsdam stillzulegen. Da existiert gar kein ausreichendes Fahrgastaufkommen.

eigene Bilder, gemeinfrei
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Alt 07.01.14, 20:18   #15
Klarenbach
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Ich glaube, wir haben uns hier falsch verstanden. Mir ging es in meinem Beitrag nicht um moderne Fassaden, sondern in erster Linie um die Frage der Nutzung. Ich finde, dass eine Fachhochschule eine Bereicherung für die Innenstadt darstellt und daher an diesem Standort unbedingt erhalten werden sollte. Hier finden ja nicht nur Lehrveranstaltungen statt, sondern es gibt auch Diskussionsveranstaltungen, Ausstellungen und Ringvorlesungen, die für breitere Bevölkerungsschichten interessant sind. Ich denke, dass die Fachhochschule auf dem Bornstedter Feld viel weniger Möglichkeiten hat, in die Stadtgesellschaft hineinzuwirken. Zudem habe ich die Befürchtung, dass der Bereich am Alten Markt bei einem Wegzug der Fachhochschule zu einem Freiluftmuseum verkommt, in dem es nur ein paar Luxuswohnungen sowie exklusive Geschäfte und Restaurants gibt.

In zweiter Linie fände ich es aus Gründen des ressourcensparenden Bauens sinnvoll, zu prüfen, inwieweit das bestehende Gebäude saniert oder umgebaut werden könnte. Wie schon gesagt, das Gebäude wurde zeitgleich mit der Stadt- und Landesbibliothek in Stahlbeton-Skelettbauweise errichtet. Daher glaube ich nicht, dass dieses Gebäude maroder als das Bibliotheksgebäude ist.

Die Fassade wiederum könnte im Zuge einer Sanierung auch völlig neu gestaltet werden. Ich bin nach meinem bisherigen Wissen nicht der Meinung, dass die derzeitige Fassade unbedingt erhalten werden sollte. Denkbar wäre beispielsweise ein Architekturwettbewerb für eine Sanierung / einen Umbau des Bestandsgebäudes. Warum sollte ein solcher Wettbewerb nicht interessante Lösungen für die Fassadengestaltung bringen? Ich denke, dass ein solcher Versuch nicht schaden kann.
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