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Alt 17.07.16, 22:52   #181
RianMa
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Sanierung Domstraße 6

Vom umfangreichen Sanierungsvorhaben in der Domstraße 6 konnte ich bereits im Post #164 tolle Bilder samt Vergleichsbildern aus der Zeit vor der Sanierung liefern.
Mittlerweile sind auch die Arbeiten an den Außenanlagen abgeschlossen worden. Ein rundum tolles Ergebnis, möchte ich sagen. Der Bau hat wieder die Ausstrahlungskraft, die er verdient. Vielen Dank von meiner Seite an alle Beteiligten.



Der Blick in die tolle Burgstraße mit ihrer historischen Fassadenabfolge:



Der Blick auf die "Rückseite" zeigt, dass auch der Wiederaufbau der Mauer abgeschlossen ist. Diese bestand in ähnlicher Form bereits vor der Sanierung, macht nun allerdings viel mehr her. Sehr schön ist auch das schmiedeeinserne Tor, das sich per Automatik öffnen lässt.



Der Hof ist mit scheinbar altem Pflaster neu gepflastert worden. Der Schuppen im Hintergrund, der auch bereits existierte, beherbergt die Abstellräume für die Wohnungen. Es ist ein toller Kontrast aus strahlendem Weiß und Ochsenblutrot des Nachbarn.





Hier nochmal der Vorzustand (Foto von 2009):



Von der Westfassade hatte ich beim letzten Mal auch noch keine Detailbilder samt vergleichenden Aufnahmen gezeigt. Der Unterschied ist unglaublich. Immer wieder interessant, dass jemand im letzten Jahrhundert der Meinung war, man könnte in einen Dreiecksgiebel eine Gaube integrieren. Der Missstand wurde zum Glück behoben.







Der Kandidat links im vorherigen Bild scheint demnächst auch saniert zu werden. Damit wäre die gesamte Ecke fertig.

Das sollte dann auch der letzte Beitrag zu dieser Sanierung gewesen sein.
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Alt 17.07.16, 22:52   #182
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Sanierung Domplatz 15

Im Beitrag #165 hatte ich bereits Fotos von der Sanierung des Gebäudes am Domplatz 15 gezeigt, die mich doch sehr überrascht hat. Mittlerweile sind die Planen verschwunden.



Man muss schon genau hinsehen, um die Unterschiede zum Vorzustand ausfindig zu machen. Die Fenster haben ein Blau bekommen und harmonieren sehr gut mit dem neuen, strahlenden Weiß der Fassade. Das Dach ist nicht angefasst worden. Das Holztor scheint noch aufgearbeitet zu werden. Das umlaufende, breite Gesimsband wurde entfernt, ebenso die spitze Raute in der hervortretenden Utlucht. Hinzugekommen sind dagegen einige Zieranker. Auf der Seite der Kerstingstraße wird aktuell noch das Wappen aufgefrischt.
Das Objekt macht einen sehr guten Eindruck.





Der Innenausbau soll noch einige Monate weitergehen, sodass im kommenden Jahr die neuen Mieter einziehen können.
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Alt 17.07.16, 22:52   #183
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Neubauvorhaben Domplatz 18

Am Domplatz kündigt sich für das kommende Jahr ein wichtiges Projekt an, welches ein Grundstück mit einer äußerst langen Vorgeschichte betrifft. Auf dem Domplatz Nummer 18 stand bis 2004 ein bedeutendes Renaissance-Haus, das damals durch Brandstiftung zerstört worden war, von dem ich leider kein Foto zur Verfügung stellen kann.
Daraufhin wurde vor über 10 Jahren durch die Stadt ein Architektur-Wettbewerb ausgelobt, den damals ein Entwurf gewann, der in der Presse von vielen Seiten verrissen worden war. Das Hauptproblem war die Wahl eines Tonnendaches für das Gebäude und den dadurch zu unsensiblen Umgang mit der historischen Umgebungsbebauung am Domplatz. Soweit ich mich errinnere, sollte als Reaktion auf den Protest der zweite Platz realisiert werden, den ich persönlich für unpassender gehalten hatte. In den Jahren darauf konnte man jedoch keinen solventen Investor finden, der den Bau realisieren wollte/konnte, bzw. es musste der Verkauf rückabgewickelt werden, da sich der Eigentümer nicht an Vertragspunkte gehalten hatte.
Also wurde es still um das Grundstück und die Jahre gingen ins Land. 2014 zeigte dann die WGG (Wohnungsgesellschaft Güstrow) Interesse an dem Grundstück und kaufte es schließlich. Der Verkauf der Stadt war daran gebunden, sich nun doch am damaligen Siegerentwurf zu orientieren.

Vor einigen Wochen wurden die Planungen dann der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Gebäude zeigt weiterhin sehr starke Ähnlichkeiten zum ersten Preis von vor 10 Jahren. Wir haben es (kleines Foto in diesem Pressebeitrag) mit einem Gebäude mit zwei Vollgeschossen zu tun, auf denen ein gewölbtes Dach aufliegt, in dem nochmals zwei weitere Etagen untergebracht sind. Dieses ist leicht zurückversetzt, wobei die Fasssadenebene an einer Stelle bis zum Boden läuft. An dieser Stelle liegt der zentrale Eingang sowie die Zufahrt zum Hof.
Das Gebäude kann sich durchaus gekonnt in den Bestand einfügen. Während der Grundbau und die Dachzone zum giebelständigen, klassizistischen Nachbarbau überleiten, endet das Dach auf der Südseite ein wenig vor dem Grundkörper, wodurch lediglich dieser zur kleineren Bebauung an der Philipp-Brandin-Straße überleitet. Der Grundbau soll mit Backstein verkleidet sein, die Dachzone erhält eine Zinkverkleidung.

In diesem Jahr sollen die Archäologen ihre Arbeit tun, ehe man im März /April des kommenden Jahres mit den Bauarbeiten loslegt. 1,5 Millionen Euro will die WGG investieren. Entstehen soll acht Wohnungen mit Größen zwischen 64 und 123 Quadratmetern. Im Herbst 2018 sollen, sofern alles nach Plan läuft, die neuen Mieter einziehen können.





Der Blick nach Norden zu den bedeutenden Gebäuden am Domplatz:



Auf der Südseite befinden sich eher kleinere Fachwerkhäuser, die an der Philipp-Brandin-Straße liegen.

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Alt 16.02.17, 17:33   #184
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Fertigstellung Neubebauung Gleviner Straße 16/Lange Straße 26

Mit neuen Bildern möchte ich mich aus der Güstrower Innenstadt zurückmelden. Diese zeigen den Stand von vor zwei Wochen und damit viel Neues im Gegensatz zu den Beiträgen aus dem letzten Sommer.
Des Weiteren muss ich darüber informieren, dass am letzten Sonnabend (11. Februar 2016) wieder ein historisches Gebäude in Güstrow niedergebrannt ist (Pressebeitrag). Es handelt sich um ein Objekt in der Gleviner Straße, von dem ich in Kürze auch Bilder zeigen werde.
Meinen aktuellen Februar-Rundgang beginne ich ebenfalls in der Gleviner Straße und zwar mit abschließenden Bilder des Bauprojektes an der Ecke Lange Straße/Gleviner Straße (zuletzt in Post #167).

Für die meisten Besucher der Barlachstadt präsentiert sich der südliche Eingang in die Innenstadt nun folgendermaßen:



Das sättigende Orange setzt an dieser Stelle einen deutlichen Akzent und damit einen angenehmen Auftakt in die zum Markt führende Gleviner Straße, die zur Zeit von Baugerüsten dominiert wird.



Zur Erinnerung:
Ursprünglich stand an dieser Stelle ein zweigeschossiges Gebäude, das aufgrund seines schlechten Zustandes vor einigen Jahren abgebrochen worden ist. In meinen Augen wäre eine Sanierung auch nicht sinnvoll gewesen gewesen, da es sich durch die niedrige Gebäudehöhe zu Beginn der historischen Häuserzeile nicht ausreichend eingefügt hat. Der Neubau schafft diese Wirkung und Anpassung viel eher.

Ein Bild des abgebrochenen Gebäudes von 2006:





Während im Erdgeschoss eine Ladeneinheit entstanden ist, bieten die Obergeschosse Platz für drei Wohnungen, die auf der Ostseite Balkone erhalten haben.
Auch die Backsteinmauer zum zweiten Gebäude ist mittlerweile fertiggestellt worden. Der dort integrierten Technik hätte man durchaus eine weitere Tür vorsetzen können. Für meinen Geschmack ist die Mauer auch einen Meter zu hoch geraten.



Das zweite Gebäude bestand in dieser Form bereits bei meinem letzten Beitrag dazu. Hier kann ich also keine wesentlichen Änderungen präsentieren. An meiner geäußerten Kritik hat sich in diesem Zusammenhang jedoch nichts geändert.

Auch auf dieser Parzelle stand bis vor wenigen Jahren noch ein ziemlich heruntergekommenes Gebäude als letztes Überbleibsel einer ganzen Reihe von kleinen, schmalen Häusern, die jedoch bereits zur DDR-Zeit verschwunden sind. Auch dieses Gebäude musste aufgrund seines schlechten Zustandes verschwinden.

Im folgenden Bild ist es linkerhand zu sehen, im zweiten Bild in der Frontalen:





In den Folgejahren war die gesamte Ecke in einem sehr verwahrlosten Zustand erlebbar. Insofern war es für die Stadt ein Glücksfall, als die WGG als Güstrower Wohnungsunternehmen die Grundstücke aufkaufte und alle in einer Gesamtmaßnahme entwickeln wollte.



Diese Baumaßnahme, für welche die Wohnungsgesellschaft Güstrow rund 1,4 Millionen Euro investiert hat, stellte somit den ersten Bauabschnitt dar. Der zweite Abschnitt wird direkt in der Gleviner Straße realisiert. Fotos folgen im nächsten Beitrag.
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Alt 17.02.17, 16:04   #185
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Neubebauung Gleviner Straße 13 und 14

Wie oben erwähnt geht es im nun folgenden Artikel ein kleines Stückchen weiter in Richtung Marktplatz, wo auf der östlichen Straßenseite in der Gleviner Straße 13 und 14 der zweite Bauabschnitt realisiert wird (zuletzt in Post #168). Die Schließung der dort teilweise bereits seit Jahren bestehenden Baulücke tut dem gesamten Straßenzug gut.





Der Bau ist bereits schon sehr weit fortgeschritten. Es ist schade, dass sich das Erdgeschoss recht stark zum Straßenraum hin verschließt. Im Vergleich zu den Nachbarn ist es doch ziemlich niedrig ausgeführt worden.
Durch die bereits erfolgte Fertigstellung des Rohbaus wird ein weiteres Detail deutlich, das man in dieser Form architektonisch anders hätte lösen sollen. In der gesamten Straße gibt es nur ein Gebäude, das im ersten Obergeschoss eine Loggia besitzt. Dieses ist nun am letzten Wochenende Opfer der Flammen geworden und muss wohl oder übel abgebrochen werden. Kein anderes Gebäude hat einen Balkon oder eine Loggia vorzuweisen. Der Neubau hingegen wird zukünftig gleich zwei Balkone bekommen, die meines Erachtens nicht in das Bild der Straße passen. Die Wahl von zurückgezogenen Loggien, die sich im Straßenraum zurücknehmen, wäre klar mein Favorit gewesen.

Das Bauschild:



Auch auf der Rückseite wird der Fortschritt deutlich. Hier ist besonders ersichtlich, dass die Dachdeckerarbeiten in vollem Gange sind.



Interessant wird es auch nochmal, wenn nach Abschluss der Bauarbeiten auch die in diesem Quartier bestehenden Freianlagen umgestaltet werden.
Beim nächsten Update werden wir mehr wissen und sehen.
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Alt 17.02.17, 17:33   #186
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Sanierung Gleviner Straße 10/Grepelstraße 17

Auch beim dritten Projekt in diesem Quartier zwischen der Gleviner Straße, der Langen Straße und der Grepelstraße wird fleißig gewerkelt. Die Sanierung an der Ecke Gleviner Straße/Grepelstraße ist bereits so weit vorangekommen, dass erste frische Fassaden zum Vorschein gekommen sind (zuletzt in Post #169).



Die Vorderseite ist noch überwiegend vollgestellt durch die Baugerüste, aber auch durch andere für die Sanierung erforderliche Gerätschaften. Aber auch hier ist durch die Planen erkennbar, dass das Endergebnis fast vollendet ist. In der Grepelstraße ist schon der fertige Zustand zu bestaunen.





Das Hauptgebäude wird also einen sandigen Ton erhalten. In Kombination mit den bräunlichen Fenstern ergibt sich ein sehr angenenehmes Farbenspiel. Die Details sind hervorragend wieder aufgearbeitet worden. Der Anbau an das Haupthaus hat einen weißen Anstrich bekommen. Auch an diesem Beispiel ist wieder gut zu erkennen, wie eine ansonsten ungegliederte Fassade lediglich durch kleine, metallene Zieranker und die gesprossten Fenster, also durch wenige, aber qualitätsvolle Details, einen tollen Eindruck machen kann.







Auch sehr schick ist das Gebäude in der Grepelstraße 17 geworden. Hier hat man das Fachwerk sichtbar belassen, wobei der gelbliche Farbton der Fassade dafür sorgt, dass sich das Haus klar zwischen seinen weißen Nachbarn heraushebt. Passend zum gelben Anstrich wurde ein helles Blau für die Fenster gewählt.







Der abweisende, hohe Sockel bestand im Übrigen schon vor der Sanierung. Vergleichsbilder wird es natürlich wieder nach der Fertigstellung des gesamten Bauvorhabens geben.
Zunächst warten wir aber noch auf die Abrüstung der neogotischen Hauptfassade, die einige für Güstrow besonders seltene Details bereithält, wie etwa eine Sandsteinfigur mit Lanze.
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Alt 17.02.17, 18:01   #187
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Sanierung Lange Straße 12

Wie zuletzt im Post #171 erwähnt, möchte ich für das Sanierungsvorhaben in der Langen Straße 12, das durch die Schelfbauhütte Schwerin im letzten Jahr saniert worden ist, noch vergleichende Aufnahmen zeigen.

Ursprünglich war das Haus in keinem guten Zustand. Insbesondere der große Fachwerkanbau auf der Rückseite schien nicht mehr erhalten werden zu können. Der Eigentümer wollte jedoch den historischen Zustand bewahren und sanierte Haupthaus und Anbau in einem Zuge.

So sah das Gebäude vor der Sanierung aus:



Es handelt sich um einen relativ einfach gestalteten, zweigeschossigen, traufständigen Bau, der allerdings einige, interessante Details zu bieten hat und in seiner Form sehr gut in das Bild der Langen Straße passt. Insofern freut mich sehr Erhalt sehr.

Jetzt präsentiert sich das Gebäude (leider mit greller Wintersonne) so:



Das Objekt erhielt eine helle, gelbe Farbe. Der Kratzputz wurde wieder aufgearbeitet, ebenso die anderen Details, wie das mäandrierende Fensterband im Obergeschoss. Sehr schön ist auch die Wahl der Fenster nach dem historischen Vorbild mit der Sprossenausbildung im Erdgeschoss.
Die Durchfahrt wurde verschlossen und der Eingang auf die andere Seite verlegt. Das bedeutet, dass im Innern des Hauses die Aufteilung komplett verändert worden sein muss.

Ein zeitlicher Vergleich noch aus der anderen, nördlichen Richtung:





Mit beendeter Sanierung dieses Gebäudes ist damit der Gebäudebestand der südlichen Langen Straße grundsätzlich durchsaniert. Die Schelfbauhütte betreut zur Zeit noch zwei weitere, historische Bauten etwas weiter nördlich, die im nächsten Beitrag das Thema sein werden. Sobald diese bezugsfertig sind, kann damit die Fertigstellung der gesamten Langen Straße bestätigt werden. Dies ist in der Tat ein Meilenstein in der Stadtsanierung der Barlachstadt.
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Alt 17.02.17, 18:20   #188
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Sanierung Lange Straße 45 und 46

Ich möchte gleich den Beitrag über die zwei oben erwähnten Sanierungsobjekte nachschieben. Denn auch hier ist bereits ein beachtlicher Fortschritt zu vermelden. Es handelte sich zugegebenermaßen häufig um kleinere Gebäude, jedoch ist es wirklich beachtlich, im welchem Tempo die Schelfbauhütte Schwerin als Eigentümer der Immobilien ihren Bestand saniert hat.
Bei der Grundsanierung der Langen Straße 45 und 46 war das im Prinzip genauso (zuletzt in Post #172).



Ich musste in der Tat erstmal kurz stehenbleiben, um mir das nahezu erreichte Endergebnis in Ruhe anzusehen. Beide Einzeldenkmale waren vor der Sanierung in einem erbärmlichen Zustand. Jetzt sehen sie natürlich hervorragend aus.
Nach meinem nächsten Besuch werde ich Vorher-/Nachhervergleiche zeigen. Wer den ursprünglichen Zustand sehen möchte, kann selbstverständlich in den jeweils verlinkten, vorangegangenen Projektbeiträgen nachschauen.
Jetzt folgen weitere Eindrücke dieses Vorhabens:





Der Weg durch die Lange Straße macht wirklich jedes Mal Spaß.

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Alt 17.02.17, 23:23   #189
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Neubauvorhaben Lange Straße 10 und Kattrepel 4 und 5

Weiter geht es schräg gegenüber mit einer sehr wichtigen Lückenschließung, die zuletzt in Post #173 gezeigt worden ist. Der Neubau von insgesamt drei Häusern in Kattrepel 4 und 5 war bereits im letzten Sommer sehr weit forgeschritten. Ende des letzten Jahres durften die neuen Mieter die insgesamt acht Wohneinheiten beziehen. Desweiteren sind Praxisräume entstanden.

Die Baulücke erstreckte sich von der Langen Straße im Westen über die gesamte Südseite der Straße Kattrepel und nach Osten in die Gleviner Mauer. Diese wurde nun mit zwei gleichartigen Gebäuden mit Satteldächern gefüllt, welche optisch durch eine Backsteinmauer verbunden werden, die sich gestalterisch wiederum noch einige Meter in die Fassaden der beiden Häuser hineinzieht. Dazwischen spannt sich der für die Mieter vorgehaltene Außenraum bzw. Hofbereich auf.





Mir gefällt hierbei in erster Linie die klare Ausbildung von zwei Satteldachhäusern. Die Giebel werden ganz einfach in Weiß gehalten. Dagegen kommt der Backstein und das Rot der Dächer gut zur Geltung. Farbliche Akzente sind glücklicherweise nur ganz sparsam eingesetzt worden. Auch die modernen Fensterläden wirken recht ansprechend, obwohl man durchaus über echte Läden hätte nachdenken können. Die angebrachten Läden lassen sich leider nicht umschwenken, sondern sind lediglich ein Gestaltungsmittel. Dennoch gefällt mir das Objekt äußerst gut, wobei es sich auch durch das Satteldach prägnant in den Straßenraum der Langen Straße einfügt.
Über einen zurückgesetzten Eingangsbereich schließt das Gebäude an seinen historischen Nachbarn an. Hier wird das Orange der Seitenfassade wieder aufgegriffen.





Ein kurzer Schwenker in den Hof, ehe wir auf die östlichen Fassaden einen Blick werfen. Der Backstein als Gestaltungsmittel zieht sich auch hier teilweise in den Innenbereich hinein.



Auf der Ostseite wiederholt sich zunächst die Giebelfassade der Langen Straße in leicht abgewandelter Form. Die Abschrägung der Ecke hat sich höchstwahrscheinlich aus brandschutztechnischen Gründen ergeben, um ein Einschwenken bzw. Ausschwenken des Feuerwehrfahrzeugs an dieser engen Stelle zu ermöglichen.





An das Eckhaus schließt sich ein drittes Gebäude an. Dazwischen liegt das Treppenhaus mit einer Glasfassade, über welches die Wohnungen beider Gebäude erschlossen werden. Die dritte Fassade ist in Gänze backsteinsichtig ausgeführt. Die Fensteröffnungen unterliegen einer klaren Ordnung. Die Farben Orange und Gelb, die auch an anderer Stelle bereits zu sehen waren, sorgen wir ein leichtes Fassadenspiel.





Das ganze Projekt ist in meinen Augen sehr gut geworden und insbesondere aus städtebaulicher Sicht kann man über die Lückenschließung sehr glücklich sein.
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