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Alt 17.02.17, 10:51   #16
Saxonia
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Laut Wiki ist der Flügel an der Agricolastraße mit dem Rundbau aus den 20ern. Der Flügel an der Leipziger Straße, der sog. Erich-Rammler-Bau, dagegen von 1955/56. Da hat man sich seinerzeit wirrklich nicht Lumpen lassen. Das Areal der Erfurter Uni stammt ja auch aus der Zeit.
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Alt 19.02.17, 20:03   #17
Elli Kny
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zu: Riesa - Empfangsgebäude des einstigen Chemnitzer Bahnhofs von 1858

Kürzlich hatte Antonstädter auch dieses Gebäude gezeigt, es ist von Verfall und wohl auch noch von Perspektivlosigkeit gezeichnet.
Dabei könnte es eine aufwertende Schönheit des Bahnhofsumfeldes sein und glücklicherweise ist es auch noch nicht abgerissen worden.
Man muß eben auch wollen, eine Nutzung zu finden. Bauwillige Laien mag gar nicht bewußt sein, wieviel Potenzial in solchen Gebäuden steckt - zudem wenn es sich um einen palaisartigen Altbau aus klassisch-harmonischer Vorgründerzeit handelt.
Ich war mal so frei, denn Bilder sprechen für sich und wirken bisweilen Wunder. Ich hoffe so für hiesigen Fall.

Quelle aller Bilder: Bildgrundlage ist folgendes Foto Antonstädters:


Saniert mit Bestandsdach ergäbe sich (angedeutet) folgende Ansicht.


Mittels primitivester paint-Bastelei zeigen sich Möglichkeiten für einen den Bau noch weiter aufwertenden Dachaufbau.


Nebenbei durfte ich mal wieder feststellen, wieviel Arbeit schon solch hier nur teilweise erfolgte Bildbearbeitung mit sich bringt. Ne gute Stunde rumgemale war schon dabei. Man möge mir manch dilletantisches Detail nachsehen, es geht ja ums Prinzip.
Jetzt sollte es auch die Nudelmetrolpole vernehmen, besten Dank.
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Alt 19.02.17, 20:43   #18
Sandstein
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Sandstein befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Die Mühe für die Veranschaulichung hat sich echt gelohnt! Da wirkt das Haus gleich viel ansprechender. Tatsächlich werden alte Bahnhofsgebäude oft zu Wohneinheiten umgebaut. Das würde hier mehrere Vorteile bringen:
Erstens wäre dadurch neuer Wohnraum vorhanden und zweitens würde ein "Schandfleck" wieder in neuen Glanz erstrahlen.
Nur einen Investor bräuchte man noch. Da ich allerdings davon ausgehe, dass das historische Gebäude unter Denkmalsschutz steht, kann ich mir durchaus vorstellen, dass eine Änderung der Dachform nicht zugelassen wird, auch wenn es möglicherweise die Attraktivität noch einmal steigern könnte.
Aber die Hauptsache ist doch, dass es nicht abgerissen wird.
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Alt 01.07.17, 23:56   #19
antonstädter
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antonstädter ist jedem bekannt und beliebtantonstädter ist jedem bekannt und beliebtantonstädter ist jedem bekannt und beliebtantonstädter ist jedem bekannt und beliebtantonstädter ist jedem bekannt und beliebtantonstädter ist jedem bekannt und beliebtantonstädter ist jedem bekannt und beliebt
Unterwegs im Lockwitztal (Teil 4)

Dies ist die Fortsetzung der im einschlägigen Dresden-Strang begonnenen Beitragskette zur Lockwitztalbahn. Da sich die folgenden Abschnitte nicht mehr auf Dresdner Stadtgebiet befinden und die Bahn zum Zeitpunkt der Eröffnung vollständig nicht auf Dresdner Gebiet lag passen die folgenden Passagen m. E. besser in diesen Strang.

Link zu Teil 1

Link zu Teil 2

Link zu Teil 3

Gesamtstrang

Nun aber weiter im Text:



Teil 4 eröffnen wir mit zwei Fahrscheinen der Lockwitztalbahn aus den ersten Betriebsjahren. Langsam aber sicher werden wir das Stadtgebiet verlassen und in die Natur des Lockwitzgrundes eintauchen.







Die letzten Lockwitzer Häuser im Tal.




Wir erreichen die vorletzte Haltestelle auf Stadtgebiet, Sobrigauer Weg. Im Hintergrund setzt sich die Autobahnbrücke über den Lockwitzgrund majestätisch in Szene.




Die Lockwitztalbrücke in Zahlen: 723 Meter lang, maximale Höhe 64 Meter, Spannweiten zwischen 48 und 125 Metern.




Die Bahn ist letztes Jahr aus dem RVD ausgestiegen. Eigentlich schade, denn das Bahnrot steht den Bussen gut…




Haltestelle „Fußweg nach Borthen“ bis 1957 „Makkaronifabrik“. Jene Eierteigwaren wurden in den Gebäuden im Hintergrund produziert.






Die Makkaronifabrik liegt direkt an der seit 1930 gültigen Stadtgrenze. Diese haben wir hier erreicht.




Gebäude der Makkaronifabrik, im Hintergrund noch einmal die Lockwitztalbrücke der A17.




Nächster Ort ist Sobrigau. Das eigentliche Dorf ist hoch droben über dem Lockwitzgrund erkennbar.






Lockwitztalbrücke von Süden. Die Lauschigkeit des Tales hat durch den doch recht mächtigen Bau merklich gelitten.




Sechserhaus mitten im Tal. Die zugehörige Bushaltestelle ist eine neuzeitliche Erfindung. Bei der hier eigentlich durchfahrenden Bahn wird wohl das Personal so manches Mal auf Zuruf gehalten haben…




Wir tauchen in die Engstelle des bewaldeten Tales ein und gelangen zur ehemaligen Rügerschen Schokoladenfabrik, die sich mustergültig saniert als Wohnanlage präsentiert.










Die Haltestelle „Rügers Fabrik“ heißt seit 1957 „Fußweg nach Sobrigau“.




Wir verlassen Sobrigauer Flur und laufen weiter Richtung Kreischa.




Landidyll im schönen Lockwitztal. Leider existiert kein Wanderweg, so dass man als Fußgänger gezwungen ist, sich entlang der Leitplanken zu bewegen. Eine wirkliche Zumutung und bei den zahllosen Kurven auch nicht ungefährlich…




Kurz vor der Hummelmühle kommt uns mal wieder ein Schienenersatzverkehr des RD entgegen.




An der Hummelmühle gab es einst auch eine Ausweiche.




Haltestelle Hummelmühle. In den 1990er Jahren hatte sich ein Verein das Ziel gesetzt, die Strecke von Kreischa aus bis hierhin als Museumsbahn zu reaktivieren. Zu dieser Zeit lag in Kreischa noch ein Großteil der Gleise. Man holte hierfür sogar zwei ehemalige Triebwagen aus Bad Schandau zurück! Die hochtrabenden Pläne zerstoben aber schnell, und die beiden Wagen fanden ihren Weg zurück in die alte Heimat nach Erfurt bzw. das Dresdner Straßenbahnmuseum.




Blick ins Tal bei Kreischa.




Wegweiser an der Hummelmühle.




Hummelmühle, Blick zurück.




Im Lockwitzgrund. Das Gleis lag rechts auf der damals gepflasterten Straße.




Felsige Passage unterhalb des Blauberges.




Höhe Hartsteinwerk. Die hiesige Haltestelle wurde 1969 nach Stilllegung des Steinbruchs eingezogen – es gab keine Arbeiter mehr zu befördern. Hier existierte zeitweilig sogar ein Anschlussgleis der Straßenbahn!




Wir nähern uns Gombsen und verlassen den bewaldeten engen Teil des Tales.






Fabrikantenvilla am Ortseingang von Gombsen.




Haltestelle Gombsen, Blickrichtung Kreischa.




Haltestelle Gombsen, Blick zurück in den engen Grund.




Kreischa grüßt am Wegesrand.




Zum Abschluss des vierten Teils noch einmal ein Zeitdokument, der Fahrplan vom 1. September 1949.

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Alt 01.07.17, 23:59   #20
antonstädter
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Unterwegs im Lockwitztal (Teil 5)

Den fünften Teil möchte ich gern mit einem weiteren Fahrplan der Linie 31 eröffnen, diesmal dem von 1963.






Ortseingang Kreischa.




Haltestelle Neugombsen mit fast kleinstädtisch anmutender Bebauung.






Wir überqueren den Lockwitzbach.




Abzweig zum Klinikum Kreischa. Man beachte die neongrüne Farbgebung des Hauses im Hintergrund.




Wieder mal eine 86 auf de Weg Richtung Dresden, kurz vor dem Sanatorium Kreischa.




Das alte Sanatorium rottet leider vor sich hin, der heutige Klinikbetrieb spielt sich im Neubau auf dem Berge ab.






Ein Bild aus besseren Zeiten. Dies gilt sowohl für das Sanatorium als auch die Straßenbahn.




Historische Parkpforte.




Zwei Blicke entlang der westlichen Straßenbebauung zurück in Richtung Sanatorium. In wenigen Minuten erreichen wir die Endstelle Kreischa.






Eine letzte Kurve,…




…und wir erreichen den Haußmannplatz. Im Hintergrund verfällt das mächtige Erbgericht, einst erstes Haus am Platze.




Haltestelle Haußmannplatz. Die Freiflächengestaltung ist etwas over the top und erinnert an Idar-Oberstein in den Siebzigern. Für diesen ästhetischen Humbug mit unendlich vielen Pflanzkübeln, noch mehr hässlichem Betonpflaster und einem sprudelnden Bächlein mussten leider die letzten intakten Gleise der guten alten Lockwitztalbahn weichen.




Da entschädigt der Anblick des netten Blumengeschäftes nur minimal.




Anstelle des sinnfreien Kreisverkehrs, der die hier verkehrenden Busse zu waghalsigen Manövern zwingt, begann einst in der Kurve der Straßenbahnendpunkt. Eine Umsetzanlage gab es in Kreischa nicht, nur ein Stumpfgleis, oder es wurde direkt in den Straßenbahnhof gefahren.




Das Erbgericht aus der Nähe. Zwar wurde mal immer wieder dran herumgebastelt, doch so richtig tut sich nichts. Davor lag die Endhaltestelle der Straßenbahn. Dabei wartete ein Triebwagen auf einen aus Niedersedlitz kommenden Zug, setzte sich dann vom Stumpfgleis oder direkt aus dem Straßenbahnhof vor den Zug und übernahm den Beiwagen. Nach Abfahrt des Zuges konnte der nun freie Triebwagen auf das Stumpfgleis oder in den Bahnhof rangiert werden und wartete auf den nächsten Zug. Eine interessante Wechseltechnologie, die man bis zur Einstellung aufrecht erhielt.




Blick zurück zum Haußmannplatz.




Der ehemalige Straßenbahnhof. Beim Umbau zur Bibliothek wurde das Gebäude verlängert und aus meiner bescheidenen Sicht völlig entstellt. Links daneben die Post, die auch als Bürogebäude des Straßenbahnhofs diente.






Der Bahnhof zur Eröffnungszeit. Die Rundbögen waren äußerst unpraktisch und hatten kein langes Leben. Zuletzt war die Bahnhofshalle vorn völlig offen.




Wagenhalle aus der Nähe.




Endpunktbereich vor dem Erbgericht heute.




An der ramponierten Fassade findet sich noch immer eine verirrte Oberleitungsrosette.




Unweit des Endpunkts: der Gänselieselbrunnen.




Straßenschild am Haußmannplatz.




Ein abschließender Blick auf den Endpunkt. Damit verabschieden wir uns von Dresdens letzter Schmalspurstraßenbahn, aber nicht ohne einige Nachbetrachtungen.

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Alt 02.07.17, 00:01   #21
antonstädter
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Unterwegs im Lockwitztal (Schluss)

Epilog

Nach der Übernahme der Lockwitztalbahn durch die Dresdner Straßenbahn AG 1942 firmierte die Bahn unter der Liniennummer 31. Ansonsten änderte sich zunächst wenig, sichtbar wurden Neuerungen zuerst mit der 1944 beginnenden Umlackierung der Wagen vom leuchtenden rot-gelb in das städtische Crème mit Flügelwappen. Ende der 1960er Jahre wurde der zum Teil noch von 1906 stammende Fahrzeugpark durch die Umspurung von Stadtspurbeiwagen und die Übernahme von Triebwagen aus Erfurt ein letztes Mal „modernisiert“, wobei die „neuen“ Fahrzeugen einen sehr markanten grasgrünen Anstrich erhielten.

Es zeichnete sich aber Mitte der siebziger Jahre ab, dass eine „große Lösung“ für die herabgewirtschaftete Strecke her musste. Die Wahl stand zwischen Ertüchtigung der Meterspurstrecke und TATRA-Neufahrzeugen, einer Umspurung in Stadtspur oder dem Ersatz durch Bus. Schnell legte man sich auf die letzte Variante fest, und der „Verkehrsträgerwechsel“ wurde unter strenger Geheimhaltung vorangetrieben. So kam die Stilllegung am 8. Dezember 1977 für viele doch recht überraschend. Nun übernahm die Linie 96 auf unverändertem Fahrtweg mehr schlecht als recht die Aufgaben der Bahn, zumal aus dem versprochenen Gelenkbuseinsatz niemals etwas wurde. Die Talstraße wurde recht schnell saniert und verbreitert, hier verschwanden die Gleise zuerst. In Niedersedlitz, Lockwitz und Kreischa jedoch waren sie zum Teil bis tief in die neunziger Jahre und noch darüber hinaus sichtbar und wurden erst bei den umfassenden Straßensanierungen der letzten zwei Jahrzehnte fast restlos beseitigt.
Die Wagen wurden vor Ort in Kreischa verschrottet oder nach Brandenburg und ins Kirnitzschtal abgegeben. Hier sind noch heute zwei ehemalige „Lockwitztaler“ beheimatet. Im Straßenbahnmuseum Dresden hat neben einem der Ex-Erfurter auch der Postwagen eine neue Bleibe gefunden, dessen Wagenkasten war aus einem Garten geborgen und in mühevoller jahrelanger Kleinarbeit wieder zu einem echten Wagen zusammengebaut worden.




Ehemaliger Erfurter Wagen im Straßenbahnmuseum, Zustand Ende der sechziger Jahre. Rechts daneben ein originales Haltestellenschild der Lockwitztalbahn.




Postwagen der Lockwitztalbahn im Straßenbahnmuseum.



Bilder der Linie 31 in den letzten Betriebsjahren findet man übrigens im Netz zuhauf. Außerdem sei zur Lektüre dringend Mario Schatz‘ hervorragendes Buch „Meterspurige Straßenbahnen in Dresden“ (Kenning 2007) verwiesen, leider nur noch antiquarisch und meist zu völligen Mondpreisen erhältlich. Ich werde daher an dieser Stelle auf Verlinkungen verzichten und schließe mit Zeitdokumenten der Stilllegungsära.

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Der allerletzte Fahrplan der 31 aus dem Fahrplan 1977/78 mit zugehöriger Haltestellenübersicht.




Linienschild der 31 aus den siebziger Jahren (Replik). Auffällig die Lücke zwischen den Haltestellen Hummelmühle und Gombsen – hier war im ursprünglichen Drucksatz von 1969 noch die bereits stillgelegte Haltestelle „Hartsteinwerk“ eingefügt.





Beim Verkehrsträgerwechsel betrieb man wenig Aufwand. Bei den 31er-Schildern wurden, wenn sie nicht gerade Souvenirjägern in die Hände fielen, die Liniennummern überklebt und sie fanden nun beim Bus Verwendung. Für neu hergestellte Busschilder benutzte man einfach die alte Siebvorlage und ersetzte nur die Liniennummer. Das war recht simpel, denn alle Haltestellennamen und Anschlüsse blieben zunächst unverändert. Bemerkenswertes Detail: In Kreischa heißt es in der Haltestellenliste noch immer „Straßenbahnhof“ – und das bei einem Busschild!





1986 wurde die 96 von Niedersedlitz nach Leuben verlängert. Hierfür verwendete man ebenfalls die alten Schilder, die nun zum Teil zum zweiten Mal überklebt wurden. Neue Plastikschilder wie dieses gab es erst ein, zwei Jahre später.





Schautafel zur Lockwitztalbahn im Straßenbahnmuseum. Hier in groß.

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Geändert von antonstädter (02.07.17 um 00:49 Uhr)
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