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Alt 15.03.17, 20:55   #1
Pumpernickel
 
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Augsburg: Bewerbung um UNESCO Weltkulturerbe

Der Augsburger Kulturausschuss hat nun den Kern der bevorstehenden Bewerbung als Welterbestätte beschlossen und die 22 Stätten festgelegt, die dabei im Zentrum stehen sollen (http://www.augsburger-allgemeine.de/...d40864246.html).

Es geht um die Augsburger Wasserwirtschaft, deren Ursprünge in die Römerzeit zurück reichen.

Beispielhaft seien die zahlreichen Lechkanäle genannt, die die Stadt durchziehen:

http://www.br.de/nachrichten/schwabe...a0e0c81647.jpg

die Prachtbrunnen, die einst zur Trinkwasserversorgung errichtet wurden:

http://www.br.de/nachrichten/schwabe...a0e0c81647.jpg

(Herkulesbrunnen, 1602 erbaut)

diverse Wassertürme und Hebeanlagen:

http://www.br.de/nachrichten/schwabe...a0e0c81647.jpg

(Wassertürme und Aquädukt am Roten Tor)

und Wasserkraftwerke:

http://bilder.augsburger-allgemeine....Wyszengrad.jpg

sowie Wehrbauwerke:

http://pix4print.de/fileadmin/bilder...burg%20852.JPG

Die 22 Orte umfassen auch ihre Umgebung, die einbezogen wird. Sollte die UNESCO der Bewerbung folgen ist Deutschland um eine Welterbestätte reicher und die Stadt Augsburg um eine gewaltige Aufgabe reicher. Dann beginnen Sanierung, Um- und Ausbau und Herstellung öffentlicher Zugänge für die diversen Stätten nämlich erst. Evtl ist heute der Anfang dieses Großprojekts gemacht.
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Alt 17.03.17, 09:44   #2
Pumpernickel
 
Beiträge: n/a
Hier reiche ich noch nach:

die offizielle "Interessenbekundung", als Teil der Bewerbungsschrift an die UNESCO

http://www.augsburg-tourismus.de/tl_...04.11.2014.pdf


ein kurzer Videoclip über die diversen Brunnenbäche und die daraus gespeiste, historische Trinkwasserversorgung:

https://www.youtube.com/watch?v=8BAlP4el71M

und die moderne Trinkwasserversorgung:

https://www.youtube.com/watch?v=8BAlP4el71M

...dass hier die Wasserwirtschaft der letzten 500-600 Jahre durchgehend und originalgetreu erhalten geblieben ist soll ein zentraler Bestandteil der Welterbebewerbung sein.
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Alt 31.05.17, 16:14   #3
Pumpernickel
 
Beiträge: n/a
Im Rahmen der Bewerbung bzw. der damit angestoßenen Nachforschungen sind nun bereits erste Ergebnisse zu Tage getreten:

http://www.br.de/nachrichten/schwabe...flege-100.html

Demnach seien 20 bis 30 km der unterirdischen Kanäle (nicht mit der heutigen Abwasser-Kanalisation zu verwechseln!) historisch wertvoll und gingen auf das Mittelalter zurück, wobei teilweise Baumaterial aus der Römerzeit "recycled" wurde. Damit sei Augsburg deutschlandweit einzigartig.

Als Ausblick kann man davon ausgehen, dass das nicht nur "special interest" Forschung ist. Denn das Klischee von der typischen mittelalterlichen Stadt als eine einzige, große Kloake kann zumindest in der Form nicht mehr aufrecht erhalten werden. Die Kanäle dienten nämlich im Mittelalter vornehmlich, je nach Kanal, der Wasser Ver- und Entsorgung der Stadtbewohner, mithin ist das eine sanitäre Infrastruktur gewesen. Und das passt nicht in unser Bild vom primitiven Mittelalterw, die Leute allesamt in der eigenen Jauche saßen.
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