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Alt 27.10.12, 19:03   #76
Gärtner
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Gärtner befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Sehr schöne Nachrichten. Das Viertel um das Schauspielhaus hat m.E. sowieso extrem viel Potenzial. Eigentlich eine super Gegend, mit dem Park der OdF und der Innenstadtnähe. Den sowieso eher mäßigen Zugverkehr empfinde ich gar nicht als wirklich störend, zumal man da Lärmschutztechnisch sicher was machen kann. Hoffentlich wird das wirklich bald endgültig ad acta gelegt. Obwohl einj durchgängiger Ring m.E. durchaus auch Sinn machen würde, weil dann die Bahnhofstraße wahrscheinlich massiv entlastet würde, denke ich. Könnte man nicht die Bahntrasse mit nutzen? Die Trasse nach Talheim könnte man doch auch erst am Südbahnhof ausfädeln bzw. fällt diese nicht eh mit dem Straßenbahnprojekt weg?
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Alt 27.10.12, 21:42   #77
rotwang
 
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Tja, lieber lguenth, ... die Häuser wurden schon letztens abgerissen. Die ganze Straße ist ruiniert. Es ist ein Teil der nun komplett fehlt, dann geht ein Reststück Straße weiter. So wie auf meinen Fotos von vor 3 Jahren sieht es da nicht mehr aus.
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Alt 03.11.12, 20:49   #78
Saxonia
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Saxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz sein
Die Freie Presse berichtet über die Umgestaltungspläne des autobahnähnlichen Zentrums-Rings. Während die einen die Chance Nutzen wollen, den Rest der Stadt durch die Umgestaltung wieder mit der Innenstadt zu verbinden befürchten Einzelhändler eine geringere Erreichbarkeit ihrer Geschäfte. http://www.freiepresse.de/NACHRICHTE...l8144319-1.php

Die Positionen sind recht knapp wieder gegeben aber mir will nicht recht einleuchten warum es die Kundenströme gefährden sollte, wenn die Straße die Innenstadt nicht mehr wie ein Burggraben von den Wohnvierteln trennt. Besonders den Champs-Élysées Vergleich von Stefan Leiste finde ich eher peinlich als hilfreich. Die Straße ist meiner Ansicht nach vollkommen überdimensioniert, die Kreuzung mit jeweils doppelten Abbiegespuren ist unnötig und verwirrt die Erstbesucher eher wie ich schon par mal erleben konnte. Ich hab es jedenfalls noch nie gesehen, dass dort solch ein Verkehr herrscht der diese Straßenführung notwendig macht. Selbst bei einer Beibehaltung der Spurzahlen sollte man die sinnlosen und unnutzbaren Zwischenräume entfernen darauf hinarbeiten die zahlreichen Brachen an den Rändern zu bebauen.
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Alt 03.11.12, 23:36   #79
rotwang
 
Beiträge: n/a
Wenn die Straßenbahn auf der Theater- und Brückenstraße (wir hören seit den 90er Jahren davon) wirklich einmal kommt, bleibt die Umgestaltung der heutigen Straßenräume alternativlos.

Im Grunde trifft es aber das:

Karl Clauss Dietel, Chemnitzer Gestalter und Mitglied des Kuratoriums Stadtgestaltung: Die Freiräume rund um das heutige Zentrum müssen wieder überbaut werden.

Ich persönlich erkenne aber nicht, das irgendjemand in der Chemnitzer Politik oder in der Stadtverwaltung ernsthaft daran arbeitet. Viel schlimmer noch, Baufelder wurden verkauft und als Parkplätze eingerichtet. Das wichtige Baufeld zwischen Moritzhof und Deutscher Bank macht sich die letzten beiden Jahre als "Uferstrandgastronomie" unersetzlich. Für den Bereich zwischen Brühl und Brückenstraße werden Planungen gemacht, deren Umsetzung in 30 Jahren angesetzt wird. Das unter der Überschrift, das es diese Planungen im Grunde vor 20 Jahren schon einmal gab.

An der Bahnhofstraße sprechen wir von einer Neubebauung des Baufelds neben dem Schocken und klammern sofort jedes privatwirtschaftliche Engagement aus, weil man mit den falschen Personalien die falschen Instrumente ansetzt um zu einer zeitnahen Umsetzung zu kommen.

So vergeht Jahr um Jahr und es passiert nichts wesentliches in der Chemnitzer Innenstadt. Als Feigenblatt müssen wir dann noch den Bau eines 5-geschossigen Parkhauses feiern.

In anderen ostdeutschen Städten gibt sich inzwischen die Immobilienwirtschaft die Klinke in die Hand. Man steht in Chemnitz dem Neubau der Chemnitzer Innenstadt genauso hilflos gegenüber, wie der Aufgabe, die Gründerzeitquartiere zu entwickeln.

Im Grunde muss die Chemnitzer Innenstadt komplett umgebaut werden. Mit dieser Innenstadt sind Chemnitz in der Entwicklung hin zu einer erfolgreichen europäischen Großstadt, Grenzen gesetzt. Der Bereich Roßenhof, wie alle Plattenbauten in der Innenstadt, müssen durch neue Bauten, städtebaulich angelegt nach dem Modell der europäischen Stadt ersetzt werden. Und wenn es heißt, die Bauten in der Chemnitzer Innenstadt sind gut vermietet, dann ist dass das erste Argument für die Immobilienwirtschaft, dort etwas neues entstehen zu lassen. Die Immobilienwirtschaft sucht immer nach Anlagen. Die nach der Wende sanierten Plattenbauten in der Chemnitzer Innenstadt sind in den nächsten 10 Jahren "abbezahlt". Dann darf deren Haltwertzeit nicht noch einmal verlängert werden.
Das Chemnitzer "Zentrenkonzept" muss Rückgängig gemacht werden. Es verhindert Investitionen in der Innenstadt und subventioniert die Einzelhandelsstandorte an der Peripherie. Was interessiert es uns, ob eine Sachsenallee oder ein Neefepark in 20 Jahren noch existieren. Von diesen Einrichtungen als Alternative zu einer richtigen Chemnitzer Innenstadt haben nur deren Eigentümer etwas, nicht wir Chemnitzer.

Es müssten heute Planungen für eine Chemnitzer Innenstadt ohne Plattenbauten gemacht werden. Dann könnten auch zuerst im Plan, die Bahnhofstraße, Theaterstraße, städtebaulich neu eingefasst werden, damit sich die Umbauten der Straßenräume schon auf diese neue Situation beziehen können.

Ich hoffe, das wir in 10 Jahren, mit dem Generationswechsel in der Chemnitzer Politik und in der Chemnitzer Stadtverwaltung, dazu finden, diese wichtige und notwendige Veränderung anzugehen. Das ist eine der spannendsten Aufgaben, die wir in unserem Berufsleben vor uns haben.
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Alt 04.11.12, 06:00   #80
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Lieber Rotwang, wovon träumst Du eigentlich nachts?

Und kann es sein, dass Du bei Deiner Philippika vergessen hast, dass nicht wenige der von Dir so ungeliebten Plattenbauten im Zentrum, die allerdings fast alle gar keine Plattenbauten sind, sondern Stahlbetonskelettbauten, unter Denkmalschutz stehen? Dies gilt unter anderem für das städtebauliche Ensemble „Straße der Nationen“, das Karl-Marx-Forum mit Denkmal, Teilen der Parteifalte und Stadthalle und die Hauptpost. Ich halte auch das Ensemble Rosenhof - BTW "Roßenhof" erinnert mich stark an den Leipziger Röschenhof http://www.youtube.com/watch?v=M7R35mhPaaI - für erhaltenswert.

Zitat:
In anderen ostdeutschen Städten gibt sich inzwischen die Immobilienwirtschaft die Klinke in die Hand.
In welchen ostdeutschen Städten genau und wie sind deren Wirtschaftsdaten und deren Bevölkerungsentwicklung im Vergleich mit der drittgrößten Stadt in Ostdeutschland?
LE Mon. hist. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.12, 11:07   #81
lguenth1
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lguenth1 ist im DAF berühmtlguenth1 ist im DAF berühmt
Ehrlich gesagt kann ich die Frustration über die Entwicklung in Chemnitz absolut nachvollziehen, da geht es mir nicht anders. ist, dass es bis heute absolut nicht gelungen ist, die Stadt für privatwirtschaftliche Investitionen attraktiv zu machen. Dabei blicke ich vorrangig auf die Wirtschaft, die ursächlich auch für Folgeinvestitionen in die Wohnungsbestände ist. Hier fehlen in Chemnitz Gewerbeflächen (Edeka-Logistikzentrum), werden Investitionspläne verhindert oder sofort madig gemacht (Porta, Conti-Loch) oder Unternehmen gleich ganz aus Chemnitz vertrieben (IAV, Härtetechnik). Mittlerweile ist die Arbeitslosenquote in Leipzig trotz wesentlich schlechterer Ausgangsposition so hoch wie in Chemnitz.

Das bleibt natürlich nicht ohne Folgen für die privaten Investitionen in Immobilien, die auf einem fast vernachlässigbaren Niveau sind. In der Innenstadt ist hier in den letzten Jahren fast nur Kellnberger mit dem Gebiet ums Rawema-Gebäude zu nennen. Alles andere (Behördenzentrum am Wall, Schocken, Jugendherberge) sind Investionen der öffentlichen Hand (EinsEnergie ist aufgrund der Eigentümerstruktur eher ein kommunales denn ein privatwirtschaftliches Unternehmen). Selbst beim Baufeld am Johannisplatz gibt es offensichtlich kein wirkliches Interesse von privaten Unternehmen, wenn man dort schon wieder den Einzug von Teilen der Stadtverwaltung als Lockmittel ansetzen muss. Viel schlimmer sieht es aber in den restlichen Stadtteilen aus. Hier ist doch in den letzten paar Jahren fast nichts passiert, in einem Beitrag im Leipziger-Bauerbestrang werden manchmal mehr Sanierungen vorgestellt als es in den letzten Jahren in ganz Chemnitz gegeben hat. Und hier ist neben der wirtschaftlichen Entwicklung und den Fehlern der Vergangenheit die Konzeptlosigkeit der Stadt durchaus ein Hauptgrund. Es bleibt bis heute völlig unklar, welche Vorstellungen die Stadtverwaltung eigentlich von der Zukunft der Stadt hat. Bei der kürzlichen Vorstellung der "Planungen" für das Yorckgebiet wurde das überdeutlich. Presseberichte wie der neulich zum geplanten Abriss eines zur Hälfte leerstehenden Plattenbaus im Heckertgebiet sind nur die Folge davon, dass niemand in der Stadt den Mut hat, im Interesse der Gesamtstadt klare Aussagen zu treffen. Auch Plattenbaugebiete in der zentralsten Innenstadt wie der Rosenhof oder an der Mühlenstraße sind nicht zukunftsträchtig, nur traut sich das niemand zu sagen oder gar in ein Stadtentwicklungskonzept hereinzuscheiben, welches stattdessen ein einziges Armutszeugnis geworden ist.

Einzige Ausnahme ist das Konzept für den Brühl, welches in sich schlüssig und auch vielversprechend ist und wo vor allem auch die GGG als hundertprozentige Stadttochter zu einer Mitarbeit verpflichtet werden konnte - auch wenn man für so ein Konzept 20 Jahre gebraucht hat. Dass man dann aber nicht in der Lage ist, dass auch mit den Plänen des Freistaates für den Behördenkomplex an der Brückenstraße zu verbinden, ist unbegreiflich, da gebe ich rotwang völlig recht. Stattdessen wird mit dem unsinnigen Erhalt der Parteifalte (welche im Gegensatz zum Karl-Marx-Forum nicht erhaltenswert ist) die Trennung von Brühl und Innenstadt für die nächsten 50 Jahre festgeschrieben, ohne dass man dazu von der Stadt auch nur ein Wort hören würde.

Die aktuelle Debatte zu den grotesk überdimensionierten Straßen in der Innenstadt ist irgendwie bezeichnend für die Gesamtsituation, in der immer nur diskutiert und geplant, aber wenig entschieden und gebaut wird. Dazu braucht man aber eine wirtschaftlich attraktive und entwicklungsfähige Stadt mit klarer politischer Linie, die gleichzeitig Lebensqualität und Flair zu bieten hat. An der Vermittlung all dieser Punkte ist die Stadt gescheitert.
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Alt 04.11.12, 12:18   #82
piTTi
Senior-Mitglied

 
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Alter: 28
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piTTi hat die ersten Äste schon erklommen...
Zitat:
Zitat von lguenth1 Beitrag anzeigen
Mittlerweile ist die Arbeitslosenquote in Leipzig trotz wesentlich schlechterer Ausgangsposition so hoch wie in Chemnitz.
10,1% (Leipzig) zu 8,6% (Chemnitz) im Oktober 2012 ist schon noch ein deutlicher Unterschied.
piTTi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.12, 15:08   #83
rotwang
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von LE Mon. hist. Beitrag anzeigen
Lieber Rotwang, wovon träumst Du eigentlich nachts?

Und kann es sein, dass Du bei Deiner Philippika vergessen hast, dass nicht wenige der von Dir so ungeliebten Plattenbauten im Zentrum, die allerdings fast alle gar keine Plattenbauten sind, sondern Stahlbetonskelettbauten, unter Denkmalschutz stehen? Dies gilt unter anderem für das städtebauliche Ensemble „Straße der Nationen“, das Karl-Marx-Forum mit Denkmal, Teilen der Parteifalte und Stadthalle und die Hauptpost. Ich halte auch das Ensemble Rosenhof - BTW "Roßenhof" erinnert mich stark an den Leipziger Röschenhof http://www.youtube.com/watch?v=M7R35mhPaaI - für erhaltenswert.


In welchen ostdeutschen Städten genau und wie sind deren Wirtschaftsdaten und deren Bevölkerungsentwicklung im Vergleich mit der drittgrößten Stadt in Ostdeutschland?
Da hast Du Punktgenau, die Gebäude herausgesucht, die ich nicht gemeint habe. Aber ich hatte das ja auch nicht extra geschrieben.
Vielleicht können wir die Diskussion über den Gedanken fortführen, den ich ansprechen wollte. Nämlich ob wir in Chemnitz langfristig diese Innenstadt behalten wollen. Macht es Sinn, Planungsstudien für die Bereiche am unteren Brühl und zwischen Mühlenenstraße und Schloßteich anzufertigen, die eine kleinteilige Stadtlandschaft vorsehen und die Innenstadt im Grunde in der Struktur von 1970 zu belassen. Nochmal, diese Innenstadt hat Chemnitz nicht gut getan. Erstere Planungsstudien haben auf absehbare Projekte keinen Einfluss. Sie sind im Grunde nur Träumereien. Wenn aber so etwas ansteht wie der Umbau der Straßenräume an der Bahnhofstraße und an der Theaterstraße, könnten diese Maßnahmen, dann schon Bezug nehmen auf später neu zu bauende Innenstadtbereiche. Diese Maßnahmen könnten diese Vorhaben sogar anschieben.
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Alt 04.11.12, 16:44   #84
lguenth1
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@pitti: Meine Quelle (http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/ser...loq_kreis.html) schreibt von 10,5 % in der Stadt Leipzig und 10,3 % in der Stadt Chemnitz. Bei Deinen Werten handelt es sich um die Bezirke, in die in Chemnitz auch der dramatisch besser dastehende Landkreis Mittelsachsen einfließt, in Leipzig die Geschäftsstellen Delitzsch, Eilenburg, Borna und Geithain. Einen Zusammenhang zu der wirtschaftlichen Entwicklung in Chemnitz sehe ich speziell bei den guten Werten in Mittelsachsen kaum, auch wenn man die Zahl der Ein- und Auspendler natürlich noch genauer untersuchen könnte.
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Alt 04.11.12, 21:50   #85
Saxonia
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Für eine umfassende Nachverdichtung der Chemnitzer Innenstadt, die in die Plattenbaustruktur eingreift fehlt einfach die Nachfrage. Bis dahin muss man die freien Grundstücke bebauuen. Ich bin mir aber relativ sicher, dass ein Gebiet wie der Rosenhof auf Dauer keine Zukunft hat. Viel zu viel verschenkter Platz in bestmöglicher Wohnlage. Sollte es wirklich einmal zu starken Zuzügen kommen wird man diesen Raum sicherlich sinnvoll nutzen wollen.
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Alt 04.11.12, 22:41   #86
rotwang
 
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Die Nachfrage wohnt schon heute dort ...
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Alt 23.11.12, 18:31   #87
lguenth1
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Das ehemalige Jagdschänkenbad in Siegmar (Luftbild) wird gegenwärtig renaturiert. Was das mit Verkehrsprojekten zu tun hat? Es handelt sich um eine naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahme für den Neubau der Bundesstraße 174. Als weitere Ausgleichsmaßnahmen lasse das Landesamt Flächen in Borna und Rabenstein aufforsten, ein Gewässerlauf renaturieren sowie einen Pflegestützpunkt abreißen. Ziel der Arbeiten im früheren Jagdschänkenbad sei ein natürliches Stillgewässer. Allerdings soll das Gelände umzäunt bleiben, damit Menschen die Flora und Fauna nicht stören können. Umzäunte Biotope finde ich aber unangebracht.
Dass das Bad schon 1991 geschlossen wurde, hat mich überrascht, ich hätte das wesentlich später geschätzt. Wahrscheinlich hat es beim Vorbeifahren doch recht lange noch einen guten Eindruck gemacht.
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Alt 23.11.12, 19:51   #88
Klarenbach
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Ich finde, dass der in diesem Forum häufig vorgebrachte Defätismus in Bezug auf die Entwicklung von Chemnitz nicht ganz nachvollziehbar ist. Chemnitz zählt zu den erfolgreichsten Städten Ostdeutschlands. Chemnitz verfügt mit seiner starken mittelständischen Industrie über eine wirtschaftliche Basis, von der andere Städte nur träumen können. Die Folge ist eine unterdurchschnittliche Arbeitslosenquote. Auch in puncto Kaufkraft geht es Chemnitz besser als vielen anderen ostdeutschen Städten. Hier liegt der Wert 2012 bei 88,4 Prozent des gesamtdeutschen Durchschnitts, in Leipzig liegt dieser Wert bei 85,2, in Halle/Saale bei 83,5, in Görlitz bei 78,2.

http://www.mb-research.de/_download/...012-Kreise.pdf

Für völlig falsch halte ich die ebenfalls oft vorgetragene These, dass der wirtschaftliche Erfolg einer Stadt etwas mit ihrem architektonischen Erscheinungsbild zu tun hätte. Es gibt in Ostdeutschland viele Städte, die über einen reichen Bestand an Altbauten verfügen und die dennoch wirtschaftlich völlig am Boden sind. Ich denke dabei an Görlitz, an Zittau, an Altenburg und viele andere Städte. Auch Halle / Saale hat trotz einer großen Universität ganz massive wirtschaftliche Probleme. Demgegenüber gibt es etliche Städte mit großen Beständen aus der DDR-Zeit, die dennoch prosperieren. Ein Beispiel ist Greifswald. Wenn man sich international umschaut, dann wird noch deutlicher, dass wirtschaftlicher Erfolg keineswegs auf Altbauten angewiesen ist. Man muss sich ja nur mal in Südostasien umschauen, in Städten wie Singapur oder Seoul. Dort werden noch heute die letzten Altbauquartiere flächenhaft abgerissen und durch Großsiedlungen ersetzt, gegen die das Heckertgebiet niedlich wirkt. Und dennoch boomen diese Städte.

Daher gibt es überhaupt keinen Grund, innerstädtische Plattenbauten abzureißen. Man würde nur unnötige Konflikte vom Zaun brechen, den sozialen Frieden in der Stadt stören und zudem die Bilanzen der GGG ruinieren. Es ist zu hoffen, dass der Diskurs über die Weiterentwicklung von Chemnitz nicht von Leuten dominiert wird, die diese Stadt ungerechtfertigt schlechtreden, denn ansonsten hätte Chemnitz wirklich ein Problem.
Klarenbach ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.11.12, 20:20   #89
rotwang
 
Beiträge: n/a
Richtig. Chinesische Großstädte bestätigen Deine Ausführungen.
Rationelles Bauen, Stadtentwicklung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten = wirtschaftlicher Erfolg.
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Alt 23.11.12, 20:53   #90
Saxonia
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Nun sind wir hier aber in einem Architektur und keinem Wirtschaftsforum Klarenbach. Die Frage muss doch gestellt werden dürfen, warum es Chemnitz trotz seiner wirtschaftlichen Potenz nicht schafft ein urbanes Stadtzentrum zu schaffen. Und da kannst du mit Zahlen schwadronieren wie du willst, das gibt es schlichtweg (noch) nicht. Ohne dir zu nahe zu treten aber ich schätze mich eine ganze Ecke jünger ein als dich und bin daher des öfteren des Abends bei Studenten in Chemnitz. Am Markt hört man ungelogen die Grillen zirpen. Dann bin ich auch mal so dreist das mit ähnlich großen Städten wie Halle oder gar Erfurt zu vergleichen, obwohl ich mir der unterschiedlichen historischen Umstände bewusst bin und empfinde fast Mitleid für meine Chemnitzer Freunde. Da ist selbst in Zwickaus noch vorhandener Mini Altstadt mehr leben drinn als dort.
Ich denke der Anspruch von Chemnitz sollte es sein auf lange Sicht ein vitales und vorallem besuchenswertes Zentrum zu schaffen. Das ist aus meiner Sicht mit den bestehenden Strukturen und dazu zählt auch der Rosenhof mit seiner Aufteilung a la Fritz Heckert, nicht möglich. Was aber nicht impliziert, dass man diese sofort abreissen sollte. Es gibt schließlich noch genug Brachflächen die sich nicht nur für Parkhäuser eignen.
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