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Alt 22.04.14, 17:09   #76
RianMa
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Hirtenstraße 8/9

Beim Sanierungsprojekt in der Hirtenstraße ist man schon ein ganzes Stück weitergekommen (zuletzt in #67). Aktuell verdecken die Planen am Baugerüst die beiden zusammengeschalteten Gebäude. Man erkennt aber, dass bereits das Dach samt Gaube neu eingedeckt worden ist und auch die Fassade schon einen warmen Gelb-Ton bekommen hat.





Das Endergebnis steht und fällt meines Erachtens aber mit der Wahl der Fenster. Hier sind zur Zeit noch die alten Fenster vorhanden. Würden sich die neuen Fenster in etwa an den alten orientieren, wäre alles perfekt. Mal schauen, was kommt.

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Alt 22.04.14, 17:34   #77
RianMa
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Aktuelles in der Mühlenstraße

Obwohl in der Mühlenstraße (zuletzt in #52) aktuell keine Projekte laufen, möchte ich kurz die Nummer 46 erwähnen, deren Schicksal weiterhin sehr ungewiss ist. Scheinbar denkt die Stadt inzwischen über einen Abriss und einen anschließenden Verkauf der Fläche nach, inklusive Neubauverpflichtung an den Käufer. Dieses Verfahren kann ich an dieser Stelle jedoch nicht nachvollziehen. Obwohl die Eigentümersituation sicher eine andere ist, gibt es auf der Südseite der Mühlenstraße bereits zwei große Baulücken, die seit Jahren auf Neubauten warten. Die Nordseite ist dagegen komplett erhalten. Ich finde es erstaunlich, dass sich hier niemand finden lässt, da die Grundstücke weit in das Quartier hineinreichen und die Freiflächen auf der sonnigen Südseite liegen. Für Wohnbebauung wäre der Standort also sehr gut. Diese Vorteile sollten doch auch dafür sorgen, dass man den Altbau in der Nummer 46 erhalten und sanieren kann. Das Luftbild zeigt, dass auch hier ein großer Garten angelegt werden könnte, wenn man wöllte.





Eventuell sind die Schäden am Gebäude aber schon so groß, dass eine Sanierung nicht mehr wirtschaftlich erscheint. Wie dem auch sei, ich hoffe, dass die aktuellen Arbeiten am und im Gebäude nicht die ersten Anzeichen des Abrisses sind. Oder sollte das etwa eine Sanierung sein? Ich bin gespannt.



Auch die 47 wartet auf bessere Zeiten, sieht aber noch solider aus als sein Nachbar. Im März war ich zufälligerweise im benachbarten Derz'schen Haus (Nummer 48, Backsteinbau). Dort hat ein Bistro eröffnet und ich habe die Chance genutzt, um Fotos zu machen.







Ein Blick auf die Deckenkonstruktion mit den erhaltenen Malereien:

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Alt 22.04.14, 18:57   #78
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Neubau "Sonnenhof" Armesünderstraße

Was noch fehlt, ist das große Neubauprojekt in der Armesünderstraße (zuletzt in Post #62), wobei die Arbeiten sich jetzt verstärkt auf die Schnoienstraße verlagert haben. In der Armesünderstraße sind die Neubauten bereits bezogen. Weiterhin in Bau befinden sich das Eckgebäude Armesünderstraße/Schnoienstraße sowie das Nachbargebäude. Außerdem sind die Freiflächen auf der Hofseite noch herzustellen, was wohl als letztes geschehen wird.





Im südlichen Bereich hat man um den alten Wasserturm die Pflasterarbeiten weitestgehend fertiggestellt und auch die restlichen Außenanlagen sind hergestellt und warten zum Teil noch auf ihre abschließende Bepflanzung. Ich finde es schade, dass man die Freiflächen nicht teilweise den unteren Mietparteien zugeschlagen hat. Diese hätten sich hier kleine, private Grünflächen anlegen können, aber die Wohnungsbaugenossenschaft wollte die Flächen sicher für alle zugänglich lassen. Es wird sich zeigen, ob das Konzept aufgeht.





Im Hintergrund der beiden vorigen Fotos sieht man bereits die sich in Bau befindlichen Gebäude an der Schnoienstraße. Es folgen zunächst zwei Fotos des Eckgebäudes von der Straßen aus. Durch das grelle Gegenlicht konnte ich mich nicht wirklich gut positionieren, aber es sollte reichen.





Die Fassade sieht fertig verputzt aus und alle Fenster sind eingesetzt. Die Abrüstung wird sicher in absehbarer Zeit erfolgen. Solange möchte ich mir noch kein Urteil erlauben. Ich muss aber sagen, dass ich die Fensterprofile in der Rundung viel zu wuchtig finde, soweit ich das durch die blauen Folien erkennen kann.



Der Nachbarbau war Ende des letzten Jahres erst bei der Deckenplatte des Untergeschosses angekommen. Hier hat sich viel getan und ich war erstaunt, dass sich das Gebäude architektonisch doch recht stark von seinen neuen Nachbargebäuden unterscheidet. Zum Positiven, muss ich ergänzen. Zunächst gefällt mir hier die Wahl von Backstein äußerst gut, auch im Übergang zum älteren Backstein-Gebäude nebenan. Zudem harmoniert das Grün der Fenster besser mit dem Backstein. Auch bei den Fenster hat man sich für das richtige Format entschieden; die Fenster sind nicht horizontal gesprosst. Stattdessen wird außen ein Geländer angebracht, was optisch eine deutliche Verbesserung zu den bereits fertiggestellten Gebäuden darstellt. Wichtig ist hier aber auch die Wahl des richtigen Geländers.





Viel mehr kann ich noch nicht dazu sagen. Aber auch hier wird es mit der Fertigstellung wohl nicht mehr so lange dauern. Auf der Rückseite sieht es situationsbedingt noch sehr nach Baustelle aus.





Das war es erstmal wieder. Liebe Grüße
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Alt 28.07.14, 14:06   #79
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Sanierung Domschule

Mit neuen Bildern melde ich mich aus Güstrow zurück! Es wurde mal wieder Zeit. Und ich fange gleich mit der Sanierung der Domschule an, die bekanntlich in diesem Sommer/Herbst abgeschlossen werden soll (zuletzt in Post #69).





Mittlerweile hat man das neue Haupttreppenhaus äußerlich komplett fertiggestellt. Vor Kurzem wurden auch an der eigentlichen Treppe die letzten, größeren Arbeiten weitgehend abgeschlossen. Man hat sich für zwei verschiedene Geländertypen entschieden, was man auf dem ersten Foto durch das Glas leider nur erahnen kann. An den Außenseiten der U-förmigen Treppe wurde ein Geländer mit vertikalen Stäben verwendet, während man sich an den Innenseiten für geschlossene Stahlplatten mit rötlicher Farbe entschieden hat. Es fehlt noch der Fahrstuhl, der erst im September geliefert werden soll.

Im jüngeren Gebäudeteil sind alle Klassenräume fertiggestellt. Zuletzt waren noch die Elektroinstallateure am Werk. Im alten Gebäudeteil laufen die Arbeiten dagegen noch auf Hochtouren.



Bis zum Schuljahresbeginn soll der gesamte Komplex fertiggestellt sein. Allerdings können die Schüler dann noch nicht in diesem Haus unterrichtet werden. Der Hauptgrund dafür ist die noch fehlende Ausstattung mit den erforderlichen Schulmöbeln. Der Landkreis als Träger des Gymnasiums verweist auf die langen Lieferzeiten. Zudem konnten die Leistungen erst verspätet ausgeschrieben werden. Die Verantwortlichen im Gymnasium möchten gerne in ein komplett fertiges Gebäude ziehen. Aus diesem Grund hat man sich darauf geeinigt, dass der Schulbetrieb offiziell erst nach den Herbstferien aufgenommen wird.

Ein Blick auf die Rückseite:



Es lohnt sich noch ein Blick auf das Rettungstreppenhaus, das man auf der Nordseite des jüngeren Gebäudeteils errichtet hat. Ich finde, man hat sich hier für eine sehr elegante Lösung entschieden, die sich durch die Wahl des Backsteins optisch hervorragend an den Bestand anschließt. Durch die breitere Ausführung konnte man hier zudem Sitzmöglichkeiten durch die Zusammenlegung von Stufen schaffen.



Interessant wird demnächst auch die Gestaltung des "Schulhofes" sein. Ich dachte bisher immer, man würde die bestehende Mauer durch eine neue Umzäunung ersetzen, doch das folgende Foto beweist das Gegenteil. Der rechts zu sehende Abschnitt ist bereits komplett neu aufgebaut worden. In diesem Stil wird dann wohl auch der noch ausstehende, linke Abschnitt aufgearbeitet werden. Erstaunlich, was man aus dieser Mauer noch herausholen kann.



Zur Erinnerung: Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 4,4 Millionen Euro.
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Alt 28.07.14, 14:29   #80
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Sanierung Domplatz 11/12

Gleich um die Ecke am Domplatz 11/12 habe ich kleinere Sanierungstätigkeiten entdeckt, die hoffentlich noch auf das gesamte Gebäude übergreifen werden. Die städtebauliche Situation ist hier etwas merkwürdig, da die sich hier befindlichen, drei Gebäude ein ganzes Stück in das Quartier hineingesetzt worden sind. Zwei davon sind äußerlich unsaniert, wobei bei der Nummer 11 aktuell die Erdgeschossfassade umgestaltet wird.





Was sofort auffällt: Man hat die bestehende Fensteraufteilung zugunsten einer Anpassung an die Ordnung im ersten Obergeschoss aufgegeben. Zuvor befanden sich hier nur zwei Öffnungen, die wohl zur DDR-Zeit entstanden sind. Zum Vergleich habe ich mal ein Foto von 2009 herausgesucht und den aktuellen Zustand gegenübergestellt.





Das dritte Gebäude in dieser Gruppe, das sich westlich anschließt, wurde übrigens 1840 gebaut und beherbergte einst die Güstrower Freimaurerloge.

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Alt 28.07.14, 15:32   #81
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Gleviner Straße 23-25

Höchst spannend stellt sich die Situation zur Zeit in der Gleviner Straße 23-25 dar (zuletzt in Post #70). Durch die Sanierung der drei Gebäude wird sich der gesamte Straßenzug so enorm und positiv verändern, dass ich mich unglaublich auf die Fertigstellung freue. Aber bis dahin ist es noch ein großes Stück Arbeit.



Von der Straße aus wird bereits das Ausmaß der Bauarbeiten deutlich. Teilweise kann man durch die Fenster von der Straße in den Himmel gucken. Das betrifft in erster Linie die Gebäude 24 und 25, deren Zustand bereits sehr problematisch war.



Die neu aufgemauerte Erdgeschosswand verdeutlicht zudem die funktionalen Veränderungen. Das jahrelang verbretterte Geschäft mit seinen großen Fensteröffnungen weicht einer Wohnnutzung. Ansonsten hat man die Fassaden der beiden Gebäude aber noch nicht weiter angetastet. Im rückwertigen Bereich gibt es erstmal genügend zu tun.





Bei der Nummer 23 sieht alles ein wenig entspannter aus. Der Keller ist neu aufgemauert, tragende Wände sind eingezogen und die Decken durch zusätzliche Träger verstärkt worden. Auch die ersten Trockenbauwände stehen. Mithilfe von Stahlzargen wurde die Fassade statisch gesichert und mit dem Massivbau verbunden.
An der Hofseite sollte man demnächst mit dem Aufbau des Fahrstuhlschachtes beginnen, der für die Barrierefreiheit der insgesamt 6 Wohnungen sorgen wird. An diesen werden auch die geplanten Balkone angebracht. Die Nummer 23 soll im Frühjahr 2015 nach etwa 12 Monaten Bauzeit fertiggestellt werden.

Ein Blick auf die Rückseite der Nummer 23:



Die beiden anderen Gebäude werden wohl erst im Sommer 2015 bezugsfertig übergeben werden. Nachdem man die Baustrukturen teilweise zurückgebaut hat, erfolgt seit einigen Wochen der Aufbau bzw. die Stabilisierung der noch bestehenden Gebäudeteile in Holz- und Betonbauweise. Dabei ist man teilweise bereits im zweiten Obergeschoss angekommen. Ich vermute, dass man die Rohbauten bis zum Winter fertig haben wird, damit anschließend der Innenausbau beginnen kann.





Die gesamte Baumaßnahme kostet den Eigentümer 2,2 Millionen Euro, wobei das Projekt mit 950 000 Euro Städtebaufördermitteln unterstützt wird.
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Alt 28.07.14, 16:50   #82
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Sanierung Georg-Friedrich-Kerstingschule

Direkt gegenüber befindet sich die Sanierung der Georg-Friedrich-Kerstingschule in den letzten Zügen, zumindest was die repräsentativen Hoffassaden betrifft (zuletzt in Post #71).





Alle Fenster sind nach historischem Vorbild wiederentstanden und auch der neue Farbanstrich gefällt mir sehr. Letzte Arbeiten finden zur Zeit noch am älteren Gebäudeteil statt. Hier sollten die Gerüste aber in Kürze abgebaut werden.



Im rückwertigen Bereich, dort wo in Zukunft der neue Schulhof seinen Platz finden wird, ist dagegen noch einiges zu tun.



Die Arbeiten am Nottreppenhaus, das alle drei Etagen des Schulgebäudes erschließt, scheinen bereits beendet worden zu sein. Ich hoffe jedoch, dass man den Sichtbeton noch mit einem Anstrich versehen wird. Auch die verwendeten Fenster vermitteln doch ein wenig "Krankenhausoptik". Hier hätte man sicher eine bessere Lösung finden können, aber im Hinterhof ist das noch zu verkraften. Daran anschließend soll in den nächsten Wochen der Verbindergang zur angrenzenden Turnhalle entstehen. Aktuell arbeitet man am Fundament. Im Prinzip handelt es sich hierbei lediglich um eine Art Flur, der im Bereich der Sporthalle in eine kleine Treppe mündet, um den Höhenunterschied zu überwinden. Dieser Gang ist von der Hauptfassade abgerückt, da sich hier noch Fenster des Untergeschosses befinden, die nicht verbaut werden dürfen.



Auf dem letzten Bild sieht man die neu errichteten Sanitärbereiche für die Sporthalle. Davor hat man eine recht auffällige Rampe errichten müssen, um die Barrierefreiheit für die Schüler gewährleisten zu können.



Neben den erwähnten Arbeiten fehlt natürlich noch die komplette Umgestaltung des Schulhofes. Mal sehen, ob die Kerstingschule oder doch die Domschule zuerst fertig wird.
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Alt 28.07.14, 17:44   #83
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Schlossstraße 8

Einen kurzen Abstecher möchte ich in die kleine Schlossstraße machen, die den Franz-Parr-Platz mit der Burgstraße verbindet. Ich würde es mal so sagen, die Schlossstraße hat ihre Licht- und Schattenseiten. In den letzten Jahren wurde viel für ein positiveres Erscheinungsbild getan. Zuletzt hat die Stadt die Straße selbst saniert. Jedoch muss insbesondere im Übergangsbereich zum touristisch wichtigen Franz-Parr-Platz noch einiges getan werden. An dieser Schnittstelle befindet sich auch der Eingang zum Ernst-Barlach-Theater und zur Wollhalle, die für Ausstellungen genutzt wird. Umso wichtiger ist die gerade begonnene Sanierung des Gebäudes in der Schlossstraße Nummer 8.



Ich vermute, das Gebäude wurde zur DDR-Zeit errichtet. Es gab bisher ein sehr unschönes Bild ab. Mit wenigen Eingriffen könnte man hier jedoch eine angenehmere Optik herstellen. Das neue Dach ist sicher ein erster Schritt. In diesem Zuge sollte auch der Nachbar die Gunst der Stunde nutzen und die grüne Seitenwand passend zum Rest des Hauses umgestalten. Ein weiteres Problem sind die vorhandenen Fenster mit ihren angeklebten Plastik-Sprossen. Auch der Eingang und die Garageneinfahrt sind für die Lage unpassend. Ich hoffe also, dass man hier neben dem Dach auch die restliche Hülle anpackt.

Viel entscheidender und städtebaulich wichtiger wäre allerdings die Bebauung der angrenzenden Baulücke, die das größte Problem darstellt. Hier stand ursprünglich ein aus der Barockzeit stammendes Gebäude, das vor einiger Zeit wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Ein großer Verlust für die Ecke!

Hier ein Foto aus dem Juli 2006:



Wie gesagt, insgesamt macht die Schlossstraße aber mittlerweile einen sehr ansprechenden Eindruck. Der Blick nach Süden zur Wollhalle und den Türmen des Schlosses im Hintergrund:

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Alt 28.07.14, 18:42   #84
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Sanierung Domstraße 6

Die in meinem letzten Bericht zu diesem Projekt in Post #74 erwähnte Ruhe vor dem Sturm ist mittlerweile einem regen Treiben gewichen. Es wird an allen Ecken und Enden gearbeitet.





In der Burgstraße hat man straßenseitig die ersten Gerüste aufgestellt. Möglicherweise wird an dieser Stelle damit begonnen, den Dachstuhl abzutragen. Diese Arbeit muss im gesamten Dachstuhlbereich durchgeführt werden, da eine starke Kontamination mit Holzschutzmitteln festgestellt worden ist. Eine Sanierung ist damit unmöglich.



Auch im Bereich der Domstraße wurden bereits erste Arbeiten im Sockelbereich vorgenommen. Der Gehweg wird an dieser Stelle bis weit in das nächste Jahr hinein komplett gesperrt sein. Die Fundamente des Gebäude wurden bereits neu unterfangen, da sie bisher teilweise nur 40 cm stark waren. Im Inneren des auf das Jahr 1634 datierten Gebäudes wurde bereits alles entfernt, was nicht niet- und nagelfest ist. Erhaltenswerte Bauteile, wie Fenster oder Türen, sollen aufgearbeitet werden. Das betrifft auch Pilaster im Ostteil des Objektes, Säulen im alten Gerichtssaal oder kürzlich entdeckte, barocke Deckenmalereien.





Abgerissen wurde jedoch der Gebäudeteil aus dem 18. Jahrhundert, der bisher im südlichen Bereich den Hauptbau mit dem Kemladen verbunden hat. Man erhofft sich dadurch zum Einen eine bessere Belichtung der zukünftigen Wohneinheiten und zum Anderen besteht die Möglichkeit, die einzelnen Gebäudeteile in ihrer Kubatur besser herausarbeiten zu können. Wo sich vorher eine verschachtelte und mehrfach geknickte Fassadenstruktur befand, sollen in Zukunft nur der schöne Hauptgiebel sowie der klassizistisch anmutende Giebel des Kemladens herausstechen. Meiner Meinung nach ist dies eine vertretbare Begründung für den vollzogenen Teilabriss.



Neun Wohnungen mit Größen von 73 bis 153 Quadratmetern werden entstehen. Die Arbeiten gehen noch bis mindestens Ende des kommenden Jahres, wenn nicht sogar bis Frühjahr 2016.
Ein spannendes Projekt, das ich auch weiterhin begleiten werde.

Eine Randnotiz nebenbei: Beim Nachbargebäude Domstraße 7 habe ich Gerüste am historischen Anbau entdeckt, der bisher noch nicht saniert worden ist. Vielleicht deutet sich da eine Sanierung an.

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Alt 28.07.14, 19:36   #85
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Sanierung Markt 29

Und ich komme direkt zum zweiten, nicht minder wichtigen Projekt, das ebenfalls ein Eckgebäude in der Domstraße betrifft. Es handelt sich um den Sanierungskandidaten Markt 29, den ich im Post #61 das letzte und auch einzige Mal erwähnt habe. Als ich das letzte Wochenende in Güstrow unterwegs war, war ich doch verblüfft, wie weit man hier schon gekommen ist.



Auch bei diesem Projekt hat man sich dazu entschlossen, einen Teil des Bestandes zugunsten einer besseren Vermarktung der verbleibenden Gebäudeteile abzureißen. In diesem Fall ist der Abbruch aber sehr schmerzhaft und schwerwiegend.

Hier noch einmal der bisherige Vorzustand, der natürlich sehr heruntergekommen aussah:



Den linken Teil hat man nun komplett abgerissen, während der Eigentümer den rechten Bereich aufwendig sanieren wird.



Dendrologische Untersuchungen haben ergeben, dass der Kemladen vermutlich um 1680 errichtet worden ist. Ob das auch den abgerissenen Teil betrifft, kann ich jedoch nicht sagen.
Durch den Abriss wird der Blick auf die dahinterliegenden Anbauten vom Markt 30 sichtbar, die ich bis dahin auch noch nie zu Gesicht bekommen habe.



Aus Brandschutzgründen müssen die sich im hinteren Bereich befindlichen Fenster zugemauert werden. Möglicherweise hat man sich auch deswegen dafür entschieden, einen Teilabriss vorzunehmen, um die Räume durch die neuen Fenster im Giebel besser belichten zu können. Nichtsdestotrotz muss man in diesem Fall nach der Sinnhaftigkeit der Brandschutzregelungen fragen. Denn leider wird die entstandene Baulücke dadurch als Parkfläche für die Bewohner des Hauses enden, was gerade an dieser Stelle nicht richtig ist, ganz abgesehen davon, dass man dadurch die geschlossene Häuserkante aufgebrochen hat.
Auf der anderen Seite kann man natürlich mehr als froh sein, dass der restliche Anbau saniert werden wird. Die Fundamente hat man bereits neu unterfangen und auch der Giebel wurde in Gänze neu errichtet. Aktuell laufen die Arbeiten im Dachstuhlbereich. Dieser soll erhalten, aber durch eine komplett neu zu errichtende, zweite Konstruktion unterstützt werden. Auch die Hochständerkonstruktion der Fassade soll teilweise von ihrer Funktion entbunden werden, indem man von innen eine neue, massive Mauer davorsetzt, die die tragende Funktion übernimmt und gleichzeitig mittels Ringankern das Kräftegleichgewicht im Gebäude sicherstellt.



Noch ein Blick auf die freigelegte Giebelwand des Nachbargebäudes, das sicherlich auch eine Aufhübschung vertragen könnte:



Inwieweit sich die Fassadengestaltung verändern wird, kann ich noch nicht sagen. Desweiteren muss auch noch das Haupthaus in die Sanierung mit einbezogen werden. Erst im nächsten Jahr kann mit einem Ende der Arbeiten gerechnet werden. Neben dem Geschäft im Erdgeschoss sollen zwei Wohnungen entstehen.
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Alt 30.07.14, 14:24   #86
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Nachtrag Markt 29

Ich möchte bezüglich des Bauvorhabens am Eckgebäude Domstraße/Grüner Winkel (obiger Beitrag) nochmal betonen, dass ich mich wirklich sehr über die Sanierung freue. Vor dem Hintergrund, dass drei Häuser weiter vor einiger Zeit durch Brandstiftung ein fachwerksichtiges Gebäude zerstört worden ist, finde ich es hinsichtlich der Straßenaussage nur recht schade, dass nun ein weiteres fachwerksichtiges Gebäude zum Teil abgebrochen worden ist. Auf der anderen Seite bin ich sehr glücklich über die aktuelle Sanierung des Hauptgebäudes, die für den Eigentümer sicherlich auch ein finanziell heikles Unterfangen darstellt. Der gleiche Investor hat 2005 bereits in der naheliegenden Katzenstraße ein altes Fachwerk-Haus vorbildlich saniert. Insofern freue ich mich trotz des Teilabrisses auf das Endergebnis, das sicher hervorragend wird.

Ich habe noch ein paar Fotos rausgekramt. Das erste ist im September 2006 aufgenommen. Hier sieht man auch auf der linken Seite das durch Brandstiftung zerstörte Objekt, dessen Fläche bis heute unbebaut ist. Das aktuelle Sanierungsvorhaben liegt ganz hinten auf der linken Seite (wegen der Krümmung nicht zu sehen). Das hohe, graue Gebäude auf der anderen Straßenseite sollte demnächst eigentlich auch einer Sanierung unterzogen werden. Das davorliegende Nachbargebäude mit den verrammelten Erdgeschossfenstern erstrahlt bereits wieder in neuem Glanz. Die Straße selbst ist auch schon saniert worden.



Das folgende Foto ist aus dem Sommer 2010, aufgenommen von Osten und kurz vor dem Start der Straßensanierung. Rechts sieht man das abgerissene Gebäude. Das Haus mit der roten Fassade ist übrigens der unsanierte Kandidat auf dem ersten Foto rechts.



Alle guten Dinge sind drei. Das Foto vom März dieses Jahres zeigt nochmal direkt das Objekt. Der Bereich mit den abstützenden Holzquerbalken an der Fassade ist Geschichte. Der restliche Bereich samt gelbem Hauptbau wird bis ins nächste Jahr hinein saniert.



Jetzt geht es erstmal weiter mit den anderen Projekten in der Güstrower Innenstadt.
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Alt 30.07.14, 14:58   #87
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Hirtenstraße 8/9

Es geht weiter mit dem kleinen Sanierungsprojekt in der Hirtenstraße (zuletzt in Post #76). Die Bauarbeiten an der Fassade sind beendet worden. Kleine Restarbeiten werden wohl in den nächsten Tagen und Wochen noch erledigt.



Man hat sich zum Glück für gesprosste Fenster entschieden, die sich am Zustand vor der Sanierung orientieren. Das Endergebnis passt sich sehr gut in das kleinstädtische Bild der Hirtenstraße ein. Im Prinzip fehlt hier auf der Nordseite der Straße, die ja recht kurz ist, noch eine mögliche Neubebauung der benachbarten Baulücke (wovon ich in absehbarer Zeit nicht ausgehe) sowie eine Überholung des weißen Nachbargebäudes und insbesondere der Fenster (womit ich ebenfalls kurz- bis mittelfristig nicht rechne). Auf der anderen Seite ist ebenfalls noch ein ziemlich großer Sanierungsbrocken.

Zum Vergleich nochmal der Zustand vor dem Umbau:



Die größte, bauliche Veränderung ergibt sich sicherlich durch die neue Hofeinfahrt, für welche man die Ein-Raum-Wohnung im Erdgeschoss des rechten Gebäudeteils aufgegeben hat. Dennoch fügt sich das neue Tor harmonisch in das Gesamtbild ein. Die Tür mit neogotischen Applikationen ist ebenfalls fachgerecht aufgearbeitet worden.



Alles in allem eine "einfache" Sanierung, die aber ganz gut gemacht ist.



Im Hintergrund sieht man übrigens die gerade laufende Dachsanierung an einem Gebäude in der Kleinen Wallstraße.
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Machen wir mal einen Sprung vom westlichen Zentrumsbereich in die östlich vom Markt gelegene Mühlenstraße (zuletzt in Post #77). Nach meinen Theorien im letzten Beitrag bezüglich des Schicksals des Gebäudes in der Mühlenstraße Nummer 46 ist nun Licht ins Dunkel gekommen. Die Presse berichtet heute über das Projekt. Wie passend, dass ich aktuelle Bilder parat habe und diese gleich mit Infos ausschmücken kann.



Letztens war ich noch der Annahme, dass für das Objekt die letzte Stunde geschlagen hat. Der hintere Bereich ist bereits komplett abgetragen worden und auch an der Fassade sind die Gefache des Fachwerks zum Teil freigelegt worden.



Die letzte Stunde hat auch geschlagen, aber nicht für das ganze Gebäude. Ein Architekt hat sich des Hauses angenommen und nimmt die Konstruktion momentan Stück für Stück auseinander, damit die verwertbaren Teile in einer Tischlerei aufgearbeitet und wiederverwendet werden können. Die Fassade soll also definitiv nach dem Ende der Bauarbeiten wieder so ausehen, wie sie es zu ihrer besten Zeit getan hat. Das betrifft auch den linkerhand zweigeschossig, hervorspringenden Teil, den man Utlucht nennt. Dahinter entsteht ein neues Gebäude, das sich an den Abmaßen des Vorgängers orientiert.



Das zukünftige Fachwerk der Fassade soll nach der Sanierung sichtbar bleiben. Die historischen Keller werden ebenfalls erhalten, da sie sich als stabil genug erwiesen haben. Es wird geschätzt, dass der Bau im kommenden Frühjahr fertiggestellt werden wird. Der Ausbau soll sich dann noch bis in den Herbst 2015 hineinziehen. Obwohl natürlich ein Großteil des Gebäudes leider verlorengegangen ist, kann man zumindest über den Erhalt der Fassade sehr froh sein, die auch in Zukunft das Bild in der Mühlenstraße bereichern wird.

Und ich freue mich zudem über dieses unerwartete Projekt, nachdem ich mich schon auf eine weitere Baulücke eingestellt hatte.



Schräg gegenüber sind im Moment die Nummern 12 und 13 eingerüstet. Ich konnte jedoch nicht erkennen, welche Arbeiten vorgenommen werden.





Die Fassaden machten bisher noch einen guten Eindruck. Vielleicht handelt es sich hierbei um eine Dachsanierung. Die beiden Fassaden im gerüstfreien Zustand:



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Alt 30.07.14, 17:13   #89
RianMa
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Eiskeller Hollstraße

Ein spannendes Projekt sollte in den nächsten Monaten in der Hollstraße umgesetzt werden. Aktuell sorgen aber Fledermäuse für einen Baustop, weshalb das Projekt nun wieder auf der Kippe steht.



Es geht genauer gesagt um den oben abgebildeten, bunkerartigen Eiskeller einer ehemals hier ansässigen Likörfabrik. Dieses Objekt gehört neben vielen anderen (teils auch im Strang gezeigten) Gebäuden der Schelfbauhütte Schwerin, die in diesem Quartier bereits die Mühlenstraße 48 (#52) und die Lange Straße 45 und 50 (#53) saniert hat. Als nächstes sollte der Eiskeller folgen. Geplant war zuletzt neben Arztpraxen der Bau von Loftwohnungen, die vom vorhandenen Industriecharme profitieren und mit großen Dachterrassen punkten sollen. Für die bessere Erreichbarkeit der einzelnen Objekte will der Eigentümer einen fußläufigen Durchgang von der Hollstraße zur Mühlenstraße schaffen.



Durch den Fund zahlreicher Zwergfledermäuse und womöglich auch des besonders geschützten Großen Mausohres sah sich die Untere Naturschützbehörde veranlasst, die baulichen Aktivitäten am und im Eiskeller vorerst auf Eis zu legen. Wie es nun weitergeht, ist unklar. Aktuell laufen die Verhandlungen zwischen dem Eigentümer, der Stadt und der Umweltbehörde, die hoffentlich zu einem positiven Ende führen werden. Damit meine ich: Umsiedlung der geschützen Tierarten und anschließende Sanierung.
Sollte sich dieses Problem in den nächsten Wochen nicht lösen können, wird dieses Objekt wohl über Jahre in unsaniertem Zustand verharren. Für den Investor, der mit dem Kauf der Immobilien auch eine Sanierungsverpflichtung eingegangen ist, wäre das eine bittere Pille. Dieser hat momentan alle weiteren Planungen eingestellt und sieht als letzten Ausweg die Rückabwicklung des Kaufvertrags.

Bis Ende 2015 wollte und sollte er mit allen Arbeiten fertig werden. Das betrifft neben dem Eiskeller auch drei weitere, architektonisch wichtige Gebäude in der Langen Straße.

Direkt nebenan laufen die Arbeiten aber noch, für welche sich der gleiche Eigentümer verantwortlich zeichnet. Das Eckgebäude Lange Straße 45 ist bereits fertig saniert (gezeigt in Post #65), während die Hofgebäude gerade an der Reihe sind.



Hier sah es zuvor noch sehr industrielastig und marode aus. Die Aufwertung kommt mir gerade recht.



Zum Abschluss noch ein Detailausschnitt der Fassade des Eckgebäudes:

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Alt 30.07.14, 18:48   #90
RianMa
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Neubau "Sonnenhof" Armesünderstraße

Auch zum Projekt "Sonnenhof" gibt es jetzt noch einige aktuelle Eindrücke (zuletzt in #78). Das gesamte Bauvorhaben befindet sich auf der Zielgeraden. In den letzten Wochen wurde der Großteil der Freianlagen neugestaltet. Über einen neu angelegten Weg kann man nun das Quartier durchschreiten und die einzelnen Gebäude in Ruhe von hinten betrachten.

Kommen wir zunächst zu den Freianlagen. Im östlichen Bereich wurde eine große Parkfläche für die Bewohner angelegt, die über die Schnoienstraße erschlossen wird.





Direkt daneben verläuft der Weg in Nord-Süd-Richtung. Daran schließen sich Grünbereiche an, die von den Bewohnern genutzt werden können. Das Ganze kann schon recht hübsch werden, wenn die Pflanzen erstmal ein wenig gewachsen sind.





Jetzt, wo man sich einen endgültigen Eindruck von den baulichen Anlagen machen kann, bin ich doch ziemlich enttäuscht von der entstandenen Architektur. Das hat sich schon vor einiger Zeit angedeutet, aber ich hatte im Bereich an der Schnoienstraße noch auf eine Besserung gehofft, die leider auch nicht wirklich eingetreten ist. Was im südlichen Bereich zur Baustraße noch als klare Baukörper startet, endet an der Schnoienstraße in einem Wirrwarr aus Kuben, in alle Richtung springend und in den verschiedensten Farben bemalt. Für beides gibt es von mir Minuspunkte.
Am problematischsten ist meiner Meinung nach der Mittelteil geworden.



Die runden Streichholz-Stützen sind wirklich übel. Warum der Balkon wieder weiß gestrichen ist, verstehe ich nicht, zumal auch hier die Grundrisse so hätten entworfen werden sollen, dass die Balkone nicht nebeneinander liegen, um sich diese unschöne Trennwand zu sparen. Zu dem Gelb gesellt sich mattes Ölivgrün und helles Braun im oberen Bereich. Diese Farben alleine würden sicher für eine angenehme Farbgestaltung sorgen, aber in der durchmischten Kombination ist es zu viel des Guten.



Der alleinstehende Bau an der Schnoienstraße sah während der Bauphase eigentlich ganz gut aus mit der Klinkerfassade in Kombination mit der weißen Außendämmung. Aber auch hier sind den Planern die Farbeimer aus der Hand gefallen. Warum man jetzt noch zu dem Klinker sonnengelb, eierschalengelb, moosgrün und grasgrün hinzufügen muss, ist für mich nicht zu verstehen. Zwei Farben weniger und alles wäre in Ordnung. Die Briefkästen werden leider nicht in die Eingangsfassade intergriert, sondern als Möbel auf den Gehweg gestellt.



Trotzdem ist die Straßenfassade dieses Gebäudes insgesamt noch akzeptabel. Schauen wir uns mal das fertiggestellte Eckgebäude an.



Ganz übel sind die Sonnenschutzgitter im oberen Bereich, deren Nutzen ich nicht nachvollziehen kann. Die konvexe Krümmung des mittleren Bauteils fand ich zunächst ganz spannend. Die Umsetzung dagegen ist leider nicht gelungen. Die dicken Fensterrahmen in Verbindung mit diesen braun-gelben Horizontalstreifen und gekrönt von diesen unsäglichen Metallgittern. Das hätte man sicher viel eleganter entwerfen können.

Ich könnte mit dem Ergebnis leben, wenn ich nicht wüsste, dass dafür 5! Altbauten abgerissen worden sind. Aber vor diesem Hintergrund ist meine Enttäuschung noch größer.

Da das Projekt fast komplett abgeschlossen ist, sollte dies auch mein letzter Bericht über den "Sonnenhof" sein.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurden übrigens die sich dort Anfang des Jahres noch befindlichen Flachbauten abgerissen. Auch hier soll in absehbarer Zeit ein Projekt zur Neuordnung realisiert werden, so wünscht es sich die Stadt. Scheinbar hat die Wohnungsgenossenschaft, die auch den "Sonnenhof" realisiert hat, hier ihre Finger mit im Spiel. Ich will also hoffen, dass das Unternehmen einerseits beim kommenden Projekt deutlich mehr Geld in die Hand nimmt, um eine bessere Architektur realisieren zu können, und dass man andererseits ein anderes Architekturbüro beauftragt. In dieser 1A-Lage sollten die Ansprüche wesentlich höher sein.

Ich möchte noch drei Bilder der Fläche zeigen, um die es sich in Zukunft handeln wird. Die ersten beiden geben den Eindruck von der Baustraße wieder. Beim dritten guckt man von Norden. Das Areal zieht sich, wie auch der Sonnenhof", sehr weit an der Armesünderstraße entlang.







Aktuell wird zudem der zweite Bauabschnitt der Schnoienstraße durchgeführt. Als Beleg ein Foto von der Ecke Schnoienstraße/Armesünderstraße:

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