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Alt 29.07.10, 22:21   #16
cherubino
 
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... wer die neue Fassade vom Rawema Gebäude sehen will,,,,, sie steht hinterm Haus zur Probe aufgebaut ...
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Alt 30.07.10, 18:54   #17
Hannes Kuhnert
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Hannes Kuhnert sitzt schon auf dem ersten Ast
Zitat:
Zitat von lguenth1 Beitrag anzeigen
Die Umgestaltung der Fassade, die den Ersatz der Silberverkleidung durch Aluminiumelemente vorsieht, holt meines Erachtens aus der Struktur des Baus das Beste heraus und ist eine stimmige Fortsetzung der modernen Innenstadt-Architektur.
Ich hab keine Ahnung, aus was die alten Verkleidungselemente bestehen könnten, wenn nicht aus Aluminiumblech. Unklar ist, warum die alten nicht wieder angebaut werden können.

Die Veränderung ist lediglich eine leichte Anpassung an den Zeitgeschmack. Bei den Bleichteilen wird die räumliche Struktur völlig aufgegeben – möglicherweise geht das auf eine Kostenoptimierung zurück. Die neue Fensterteilung mag funktional günstig sein, sieht aber langweiliger aus als die alte.
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Alt 11.08.10, 19:55   #18
lguenth1
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lguenth1 ist im DAF berühmtlguenth1 ist im DAF berühmt
Für die Bebauung im Zuge der Sanierung des Rawema-Gebäudes sind einige Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans nötig, die man im Ratsinformationssystem nachlesen kann. In der Anlage gibt es auch Zeichnungen vom geplanten Erscheinungsbild der Bauten. Besonders interessant ist dabei folgende Aussage zum Neubau zwischen Rawema-Gebäude und ehemaliger Bundesbank, der sehr zum Leidwesen von Cherubino nur zweistöckig ausgeführt wird:
Zitat:
Der Bebauungsplan setzt für das Baufeld GH 3 (Baufeld zwischen Rawema-Haus und ehem.
Landeszentralbank) eine Gebäudehöhe als Mindestmaß bzw. als Höchstmaß von 312 – 324 m ü.
HN fest. Diese Werte entsprechen einer realen Gebäudehöhe 15,5 m bis 26,5 m. Für den
Erweiterungsbau zwischen Rawema-Haus und der ehemaligen Bank wird eine Gebäudehöhe von
9,65 m angegeben. Es wird eine Befreiung zur Unterschreitung der vorgegebenen Mindesthöhe um
5,85 m beantragt.
(...)
Der Bauherr führt in der Begründung zum Befreiungsantrag aus, dass es beabsichtigt sei, ein
bestehendes zweigeschossiges Gebäude in die neue Bauflucht zum Wall/ Johannisplatz zu erweitern,
jedoch aus wirtschaftlichen Gründen derzeit nicht weiter aufzustocken. Die Gründung der
Gebäudeerweiterung soll so erfolgen, dass eine spätere Aufstockung möglich ist.
Die Stadt hätte also zumindest eine rechtliche Handhabe gehabt, ein höheres Gebäude durchzusetzen, verzichtet aber darauf (aus nachvollziehbaren Gründen). Eine spätere Aufstockung ist zwar unwahrscheinlich, aber auch nicht unmöglich.
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Alt 13.08.10, 23:18   #19
cherubino
 
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Aus städtebaulichen Gründen sollte die Paulikirche die daneben stand wieder aufgebaut werden.
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Alt 19.08.10, 08:45   #20
chemnitzer
Mitglied

 
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Ort: Chemnitz
Beiträge: 218
chemnitzer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Der Stadtrat hat den Entwurf für das Rawema-Haus durchfallen lassen. Es geht hauptsächlich um die dann zugebauten Arkaden des Gebäudes und den Verbindungsbau zur ehemaligen Bundesbank. Zwei Punkte in denen man den Stasträten nur zustimmen kann. Siehe
Den Einwand von Frau Wesseler kann man aber auch nachvollziehen. Sollte Kellnberger mit seiner Aussage zur Größe des Gebäudes Recht haben, ist das mal wieder eine schöne Ohrfeige für die Stadt da dieser Punkt sich dann eh erledigt hat.
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Alt 19.08.10, 17:29   #21
Hannes Kuhnert
Wichtiges Mitglied

 
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Ort: Chemnitz
Beiträge: 504
Hannes Kuhnert sitzt schon auf dem ersten Ast
Zitat:
Zitat von chemnitzer Beitrag anzeigen
Der Stadtrat hat den Entwurf für das Rawema-Haus durchfallen lassen. Es geht hauptsächlich um die dann zugebauten Arkaden des Gebäudes und den Verbindungsbau zur ehemaligen Bundesbank. Zwei Punkte in denen man den Stasträten nur zustimmen kann. Siehe
Den Einwand von Frau Wesseler kann man aber auch nachvollziehen. Sollte Kellnberger mit seiner Aussage zur Größe des Gebäudes Recht haben, ist das mal wieder eine schöne Ohrfeige für die Stadt da dieser Punkt sich dann eh erledigt hat.
Ich hab meistens kein Problem damit, dass etwas vorhandenes schönes durch etwas anderes gestalterisch ebenbürtiges ersetzt wird. Wie auch beim Post-Gebäude im Originalzustand steht der Hauptkörper auf einem einetagigen Sockel, aber die Landennutzung soll auf zwei Etagen erweitert werden. Der Entwurf hier scheint ganz okay zu sein, jedenfalls nicht so ein Murks wie beim Post-Gebäude, sondern umlaufend auf zwei Etagen erhöht und am Nebengebäude zur Bundesbank hin eine Fortsetzung findend.

Interessant ist die Feststellung, dass im Laubengang das Licht fehle. Da geht es wohl in erster Linie um die Sichtbarkeit der Läden von außen, wobei sich da sicher auch vor dem Gang was machen ließe. Im Ladenbau wird meistens dem Tageslicht – leider, das ist wirklich sehr traurig – kaum Platz gegeben. Paradebeispiel ist der gläserne Kaufhof, der trotz vollständig aus Glas ausgeführter Fassada fast ausschließlich von Kunstlicht erhellt wird. Für mich ist die Atmosphäre in solchen Räumen bedrückend, ich bin oft froh, wenn ich meine Sachen erledigt hab und wieder raus bin.

Der Regenschutz wird verschlechtert, aber nicht ganz so schlimm wie bei den Rosenhof-Flachbau-Umbauten. Wetterschutz ist gerade in Konkurrenz zu geschlossenen Einkaufszentren wichtig.

Wegen der Größe: Eventuell zählt der offene Gang mit zur Nutzfläche, möglicherweise liegt die Ladenfront im aktuellen Entwurf auch etwas weiter hinten.
Hannes Kuhnert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.08.10, 19:06   #22
lguenth1
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lguenth1 ist im DAF berühmtlguenth1 ist im DAF berühmt
Die Ablehnung der Bebauungsplanänderungen sind schon überraschend. Es ist zwar positiv, wenn über die Entwicklung der Innenstadt und die damit verbundenen baulichen Vorgaben intensiv nachgedacht wird, allerdings sollte man dabei auch auf berechtigte Wünsche von Investoren eingehen. Und der Wegfall der Arkaden ist ein solcher. Die haben eine regelrechte Barrierewirkung für potentielle Kunden, weil die Geschäfte kaum sichtbar sind und der dunkle Laubengang auch psychologisch wenig einladend ist. Ganz ehrlich, wenn ich Kellnberger wäre, würde ich sofort das Projekt stoppen, wenn die Arkaden nicht entfallen können. Die Höhe des Zwischenbaus ist auch heikel. Natürlich wäre ein höheres Gebäude wünschenswert, als Verkaufsfläche lassen sich die zwei zusätzlichen Obergeschosse aber definitiv nicht nutzen. Hier ließe sich vielleicht dann etwas erreichen, wenn die Vermietung bisher so gut läuft, daß Kellnberger weitere Büro- oder Praxenräume unterbringen kann.
Trotzdem sollte man sich immer bewußt sein, daß man Gefahr läuft, einen der wenigen Investoren zu verprellen, was eine Katastrophe für die Innenstadt wäre. Ich kann Herrn Kellnberger nicht einschätzen, hoffe aber wirklich, daß man hier zu einer vernünftigen Lösung kommt. Warum man solche Sachen nicht im Vorfeld klären kann, ohne jetzt alle Bau- und Terminpläne in Frage zu stellen, ist mir aber ähnlich wie dem Freie-Presse-Kommentator ein absolutes Rätsel.
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Alt 14.09.10, 21:15   #23
lguenth1
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lguenth1 ist im DAF berühmtlguenth1 ist im DAF berühmt
Die Entscheidung bei der Debatte zur Bebauungsplanänderung am Rawema-Haus ist gefallen, und zwar genau so wie von mir erhofft: Die Arkaden werden verschwinden, dafür hat Investor Claus Kellnberger den Zwischenbau zur Bundesbank von zwei auf vier Etagen aufgestockt. Quelle: Freie Presse.
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Alt 28.09.10, 14:59   #24
lguenth1
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lguenth1 ist im DAF berühmtlguenth1 ist im DAF berühmt
Ganz interessant ist der FP-Artikel, der die zunehmenden Bemühungen der Stadt um Investoren für das Baufeld Johanniskarree schildert (Luftbild). Die gezeigte Simulation muß man in diesem frühen Stadium noch nicht diskutieren, sollte aber unbedingt darauf hinweisen, daß es auch Aufgabe der Stadt sein wird, an diesem städtebaulich exponierten Standort eine anspruchsvolle Gestaltung sicherzustellen. Mit Bebauungsplänen, Fassadenwettbewerben oder schlichter Vertragsgestaltung im Verkaufsprozeß hat man genug Werkzeuge in der Hand, um ein weiteres Stück anspruchsloser Investorenarchitektur im Stadtzentrum zu verhindern. Hoffentlich ist das den Verantwortlichen bewußt.
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Alt 28.09.10, 19:24   #25
cherubino
 
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Auf der Simulation sieht man auch, dass man das geplante Parkhaus, welches den Johanissplatz von der Bahnhofstraße trennen sollte ... weggelassen hat. omg
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Alt 29.09.10, 07:42   #26
lguenth1
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lguenth1 ist im DAF berühmtlguenth1 ist im DAF berühmt
Claus Kellnberger kauft der Sparkasse jetzt deren denkmalgeschütztes Gebäudeam Johannisplatz ab (Luftbild), um die Investitionen rund um den Johannisplatz abzurunden. Dort sollen drei Läden ins Erdgeschoss einziehen, für die Büroräume in den oberen Etagen werden Mieter gesucht. Am Gebäude selbst plant Kellnberger nur geringfügige Veränderungen, die bereits mit dem Denkmalschutz abgestimmt seien: "Lediglich drei oder vier Fenster im Parterre werden im kommenden Jahr bis zum Boden vergrößert, damit von der Platzmitte her ein neuer direkter Zugang entsteht." Die Sparkasse zieht ins Bürgerhaus am Wall. Da im Artikel der FP nur von 7 Mitarbeitern die Rede ist, würde ich vermuten, daß die Sparkase nicht das gesamte Gebäude genutzt hat. Es wäre nur folgerichtig, wenn Kellnberger irgendwann auch noch die restlichen Baufelder Richtung Schocken bebaut.
lguenth1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.09.10, 09:12   #27
cherubino
 
Beiträge: n/a
das heißt, dieses riesige gebäude hat bisher größtenteils leer gestanden ????
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Alt 06.10.10, 16:32   #28
piTTi
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piTTi hat die ersten Äste schon erklommen...
Wie ich gerade beim vorbeifahren feststellen konnte, hat nun auch der Abriss der Baracken am Johannisplatz begonnen. Das Areal in Bing: Klick
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Alt 06.10.10, 17:20   #29
cherubino
 
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Nur weg damit.
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Alt 06.10.10, 17:26   #30
piTTi
Senior-Mitglied

 
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Beiträge: 276
piTTi hat die ersten Äste schon erklommen...
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Sehe ich auch so. Selbst "Nichts" ist besser als das.

Geändert von piTTi (06.10.10 um 18:07 Uhr)
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