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Alt 06.10.10, 17:46   #31
chemnitzer
Mitglied

 
Registriert seit: 08.05.2009
Ort: Chemnitz
Beiträge: 218
chemnitzer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Genau, Baufeld für die nächste Kellnberger-Investition frei machen. Meiner Meinung nach hat das Areal nur eine Chance wenn dort ein Bürohaus steht, welches für die notwendige Belebung sorgt. Wer soll sich sonst zum Beispiel in die neuen Läden im Gebäude der ehemaligen Sparkasse verirren?
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Alt 06.10.10, 18:06   #32
cherubino
 
Beiträge: n/a
Verstehe nicht warum man das geplante Parkhaus dort aus den Plänen gestrichen hat.
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Alt 07.10.10, 00:29   #33
Tyron
Junior-Mitglied

 
Benutzerbild von Tyron
 
Registriert seit: 23.02.2009
Ort: Deutschland
Beiträge: 43
Tyron könnte bald berühmt werden
Ich kann mich auch an Pläne erinnern, die ein Parkhaus am Johannisplatz vorsahen. Die Idee war damals ein Gebäude zu schaffen, das sich in seiner Form an die historische Bebauung anlehnt. So weit zu gut. Allerdings bin ich der Meinung, dass Parkflächen innerhalb der Innenstadt unter die Erde gehören und nicht Mittel zum Zweck sein sollten, Baulücken zu füllen. Alles was in der Vergangenheit an Parkhäusern rund um den City-Ring entstand, ist sowiso schon scheußlich genug. Die Innenstadt benötigt weitere architektonische Highlights und keine tristen Parkhäuser.
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Alt 07.10.10, 00:34   #34
cherubino
 
Beiträge: n/a
Ja, da hast Du vollkommen recht. Das Beispiel B3 mahnt ...

Leider wurden eine Menge Innenstadtbaufelder aufgegeben, bevor sie überhaut ansatzweise vermarktet wurden. Gerade deshalb war ich über den Entwurf zu Chemnitz 2030 so überrascht. Wenn die Innenstadt schon gescheitert ist, wie sol das dann funktionieren.
Ich bin der Meinung, Chemnitz braucht dringend ein Wiederaufbauprojekt in der Innenstadt.
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Alt 08.10.10, 09:23   #35
cherubino
 
Beiträge: n/a
jemand hat ein video vom abriss an der bahnhofstraße gemacht:

http://www.youtube.com/watch?v=uUsWke_p5kw&feature=sub
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Alt 12.10.10, 17:21   #36
Hannes Kuhnert
Wichtiges Mitglied

 
Registriert seit: 13.07.2009
Ort: Chemnitz
Beiträge: 504
Hannes Kuhnert sitzt schon auf dem ersten Ast
Zitat:
Zitat von cherubino Beitrag anzeigen
das heißt, dieses riesige gebäude hat bisher größtenteils leer gestanden ????
Vielleicht; meine Erinnerung, dass die Sparkasse nicht der einzige Nutzer ist, trügte mich aber nicht, wie eine Vor-Ort-Recherche zeigte.

Interessant, wie das Grafitti verbaut wird. Arbeit für die Archäologen von morgen!

[Die Fotos wiegen alle mehr als 3MiB.]
Hannes Kuhnert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.11.10, 23:52   #37
cherubino
 
Beiträge: n/a
Rund um den Johannisplatz

Zur Zukunft des Chemnitzer Saxoniabrunnens
Ein Aufruf

Die Fertigstellung und der Bau weiterer neuer Gebäude in der Chemnitzer Innenstadt und der damit neu und wieder entstehenden Plätze Düsseldorfer Platz und Johannisplatz, sowie die Notwendigkeit deren Gestaltung, lässt die Frage nach einer möglichen Rekonstruktion des historischen Chemnitzer Saxoniabrunnens, der sich derzeit auf einem Chemnitzer Bauhof befindet, neu aufkommen.

Mit dem neuerlichen Baugeschehen am Johannisplatz wurde nach fast einem Jahrzehnt die Diskussion um die Rekonstruktion des Saxoniabrunnens neu eröffnet, in dem der dort agierende Investor vorschlug, den Saxoniabrunnen auf dem Johannisplatz aufzustellen, um die dort neu entstehende Ladenzone für Kunden attraktiver zu machen. Der Investor bot an, das Aufstellen des Brunnenbeckens zu finanzieren und schlug weiter vor, die Rekonstruktion der Bronzeplastiken vorerst weg zu lassen. In Chemnitzer Printmedien konnte man lesen, dass die Chemnitzer Oberbürgermeisterin diesem Vorschlag wohlwollend gegenüber steht.

Der Düsseldorfer Platz und der Johannisplatz haben einen unterschiedlichen historischen Hintergrund. Gab es den Düsseldorfer Platz im Vorkriegschemnitz und während der DDR Jahre überhaupt nicht, so kommt dem Johannisplatz in Chemnitz eine besondere historische Rolle zu. Hier befand sich mit dem Johannistor einst eines der 5 Chemnitzer Stadttore. Mit dem Abbruch der Chemnitzer Stadtmauer und der Stadttore am Beginn des 19. Jahrhunderts und dem Verfüllen des Wehrgrabens entstand an der Gabelung der späteren Theaterstraße, Äußeren und Inneren Johannisstraße ein neuer Platz, der sich, weil alle wichtigen Verkehrstränge der Chemnitzer Innenstadt in ihm mündeten, zu einem der verkehrsreichsten Plätze im Land entwickelte. Die Bebauung, welche den Johannisplatz einfasste, bestand aus repräsentativen Gebäuden, welche Banken, Hotels und Kaufhäuser nutzten. Historische Filmaufnahmen und Fotografien des Johannisplatzes zeigen ein urbanes städtisches Leben, welches dem heutigen Auge unbekannt ist.

http://www.repage4.de/memberdata/sch...annisplatz.jpg
http://www.repage4.de/memberdata/sch...niabrunnen.jpg

Chemnitz besaß vor 1945 nur wenige öffentliche Wasserspiele. Vor der Gründerzeit gab es in Chemnitz überhaupt keine Kunstbrunnen. Im späten 19. und beginnenden 20. Jahrhundert entstanden auf dem Neumarkt, dem Bahnhofsvorplatz, dem Getreidemarkt, dem Theaterplatz und auf dem Roßmarkt Kunstbrunnen. Auf letzterem der bekannte Saxoniabrunnen. Dieser war der aufwendigste Kunstbrunnen, den Chemnitz je besaß. Auf rotem Granitsockel saßen zwei Bronzeplastiken, welche die Chemnitzer Maschinenbau- und Textilindustrie symbolisierten. Über diesen trohnte die Plastik der sächsischen Patronin “Saxonia“, als Beschützerin der Industrie und des Handels. Der Brunnen war von seiner Größe und seinen Proportionen an seinen Standort, dem flächenmäßig kleinen und kleinteilig bebauten Platz “Roßmarkt” angepasst.
Während des 2. Weltkrieges, 1941 wurden die 3 Plastiken für eine Metallspende entfernt und zum Einschmelzen nach Breslau verbracht. Das vollständige Brunnenbecken des Saxoniabrunnens ist nach der Zerstörung der Chemnitzer Innenstadt 1945 geborgen worden und befindet sich heute auf einem städtischen Bauhof. Der Roßmarkt existiert heute nicht mehr.

Der Johannisplatz, während der DDR Jahre als “Posthof” nur der Hinterhof zweier Bürogebäude, war seit den 1990er Jahren wieder Bestandteil der Planungen für eine kleinteiligere, sich an den alten Grundriss orientierende Chemnitzer Innenstadt. Der letztendlich zur Umsetzung verabschiedete Bebauungsplan sah die Einfassung des Johannisplatzes mit neuen Gebäuden an dessen Längsseiten in der Traufhöhe der beiden vorhandenen historischen Gebäude vor. Der Neubau eines Parkhauses mit Ladenzone im Erdgeschoss sollte den Platz städtebaulich zur Bahnhofstraße abschließen. Für den Eingang zum Johannisplatz von der Straße der Nationen war ein Pavillon vorgesehen, in dem eine Ausstellung Chemnitz vor 1945 zeigen sollte. Derzeit wird am Johannisplatz eine zweigeschossige Ladenzone in einfacher Architektur gebaut. Die weiteren Planungen für den Platz sehen in Abwandlung des ursprünglichen Bebauungsplanes, den Bau des Parkhauses nun an der städtebaulich wichtigen Stelle neben dem historischen Gebäude der Dresdner Bank vor. Städtebaulich und architektonisch sind damit die wichtigsten Chancen für den Neuaufbau des Johannisplatzes vertan. Der Johannisplatz wird in Zukunft wie auch schon seit 1945 eine untergeordnete Rolle in der Chemnitzer Innenstadt haben.

Chemnitz ist die einzigste größere ostdeutsche Stadt, in der es kein Wiederaufbauprojekt eines im Krieg zerstörten Baudenkmales gibt.
Die Beispiele aus anderen Städten zeigen, welche positive Wirkung solche Rekonstruktionen überregional und besonders aber auch auf die Stadtbevölkerungen selbst haben. Das Zurückholen von etwas verloren gegangenen Historischem hat eine besondere Faszination.
Vor 8 Jahren gab es in Chemnitz eine Diskussion um eine mögliche Rekonstruktion des Saxoniabrunnens. Unter dem Eindruck der neu entstandenen postmodernen, von bekannten Architekten entworfenen Kaufhäuser am Marktplatz wurde der Gedanke einer Neuinterpretation des Saxoniabrunnens verfolgt. Aus einem Wettbewerb ging ein Entwurf als Favorit hervor, der vorsah, das erhaltene Granitbecken des Saxoniabrunnens zu zersägen und die Teile mit maßstäblich größeren Tellern und Tassen zu einem neuen Brunnen zu komponieren. Dieser sollte auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus aufgestellt werden. Der Chemnitzer Stadtrat lehnte die Umsetzung dieses Entwurfes ab.

Mit dem neu entstandenen Düsseldorfer Platz in der Chemnitzer Innenstadt ändert sich der Ausgangspunkt für eine Diskussion um den zukünftigen Standort des Saxoniabrunnens. Der Düsseldorfer Platz ist als einziger Platz in der Innenstadt mit seiner Fläche und seiner kleinteiligen Umbauung dem Rossmarkt, für den der Brunnen entworfen wurde, ähnlich. Die kleinteiligen Straßenzüge, welche in den Platz führen, wurden in den vergangenen Jahren, angelehnt an den Grundriss der Chemnitzer Altstadt, neu gebaut. Sie vermitteln innerstädtisches Flair und sind belebt. Der Brunnen verliert sich nicht in diesem Umfeld. Die Wechselwirkungen Größe und Proportion Brunnen zur Größe des Platzes und zu dessen Umbauung stimmen hier.
Die Standorte Marktplatz und Johannisplatz haben diese Eigenschaften nicht. Auf dem weitläufigen, leicht abfallenden Johannisplatz würde sich der Saxoniabrunnen im Umfeld eher großteiliger und einfacher Architektur verlieren.
Der Marktplatz ist der prominenteste Platz in Chemnitz. Der Gedanke liegt nah, den Brunnen dort aufzustellen. Aber hier würde das Zusammentreffen des alten Rathauses mit dem Gründerzeitbrunnen wie ein gekünsteltes Stück Altstadt wirken. Zudem ginge auch hier die Wirkung des Brunnens auf dem offenem Platz ein Stück weit verloren.
Das Gegenüber des alten Rathauses sollte kein altstädtisches Wasserspiel sein. Das ist nicht Chemnitz. Die Stadt lebt optisch vom Kontrast Alt und Neu. Ich stelle mir gegenüber des Alten Rathauses ein modernes Kunstwerk vor. Ich denke da an die Standbilder von Michael Morgner. Diese Ästhetik schafft es, ein zu Chemnitz passendes Thema auszudrücken und am Standort das Alte Rathaus mit der gegenüberliegenden neuen Architektur zu verbinden.

Warum sollte der Saxoniabrunnen rekonstruiert werden?

Die Chemnitzer Innenstadt bietet nur wenige historische Ansichten. Der Saxoniabrunnen ist eines der wenigen Relikte aus der alten Chemnitzer Innenstadt, das von deren reicher Bausubstanz erzählt. Die neue moderne Chemnitzer Innenstadt braucht mehr historische Bezugspunkte.
Viel zu lange war der Saxoniabrunnen nicht Teil der Stadt Chemnitz. Er wäre eine Bereicherung für alle Chemnitzer und deren Gäste.

Ich schlage vor, einen Bürgerverein zu gründen, mit dem Ziel der authentischen Rekonstruktion des Saxoniabrunnens. Als Standort für den Saxoniabrunnen schlage ich den Düsseldorfer Platz vor.
In einer Stadt von der Größe Chemnitz sollte es gelingen, genügend Spendenmittel zu akquirieren, um so ein Vorhaben umzusetzen. Ähnliches ist mit der Rekonstruktion des historischen Glockenspiels im Alten Rathaus Chemnitz und dem Neubau der Orgel in der Schlosskirche schon gelungen.
Die Rekonstruktion des Saxoniabrunnens wäre ein Gemeinschaftsprojekt der Chemnitzer und ein schöner Beweis der Verbundenheit der Chemnitzer mit Ihrer Stadt.

Sandro Schmalfuß
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Alt 01.12.10, 11:41   #38
cherubino
 
Beiträge: n/a
Inzwischen gibt es auch erste Reaktionen. Die einen sagen, der Brunnen sollte nicht mit den historischen Plastiken rekonstruiert werden, sondern es sollte ein Wettbewerb ausgeschrieben werden für eine Neugestaltung der erhaltenen Teile.
Andere meinen die Standortfrage ist geklärt, weil nun Leitungen auf dem Johanissplatz verlegt werden.
Zu meiner großen Überraschung gibt es wohl schon seit 2003 einen Saxoniabrunnenverein ....
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Alt 01.12.10, 12:25   #39
LE Mon. hist.
Diamant-Mitglied

 
Registriert seit: 11.12.2008
Ort: Leipzig
Alter: 43
Beiträge: 4.045
LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Ein FP-Artikel zum Thema:

30.11.2010
Chemnitz: Durchbruch für Brunnen-Pläne
Grüner Wall zwischen Straße der Nationen und Johannisplatz soll nun doch Brunnen bekommen
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTE...AL/7536529.php
LE Mon. hist. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.10, 13:40   #40
chemnitzer
Mitglied

 
Registriert seit: 08.05.2009
Ort: Chemnitz
Beiträge: 218
chemnitzer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
@cherubino:
Super Beitrag. Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich bin auch ein absoluter Verfechter des Düsseldorfer Platzes als Standort für den Saxoniabrunnen.

Zitat:
Inzwischen gibt es auch erste Reaktionen. Die einen sagen, der Brunnen sollte nicht mit den historischen Plastiken rekonstruiert werden, sondern es sollte ein Wettbewerb ausgeschrieben werden für eine Neugestaltung der erhaltenen Teile.
Andere meinen die Standortfrage ist geklärt, weil nun Leitungen auf dem Johanissplatz verlegt werden.
Zu meiner großen Überraschung gibt es wohl schon seit 2003 einen Saxoniabrunnenverein .
Kann man die Reaktionen irgendwo nachlesen? Bzw. wo werden diese geäußert? Es ist ja schön zu lesen, dass es einen Saxoniabrunnenverein gibt, nur leider wird dieser nicht wahrgenommen. Ich konnte diesen auch nicht ergoogeln. Hast Du zufällig Kontaktdaten? Man kann sich ja mal mit denen in Verbindung setzen, um mehr über konkrete Vorhaben und Ideen zu erfahren.

Deine Idee mit dem Bürgerverein finde ich gut, evtl. in Verbindung mit den bereits existenten Vereinen wie der für das historische Glockenspiel. In einer Stadt wie Chemnitz sollten die notwendigen Spendenmittel recht zügig zusammenkommen.
chemnitzer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.10, 13:52   #41
cherubino
 
Beiträge: n/a
Also ich denke, man macht sich hier grundsätzlich zu wenige Gedanke, darüber was wie der Stadt nützen könnte. Die Entwicklung jetzt ist ja nur Ergebnis dessen, weil man sich Jahre nicht gekümmert hat. Ich finde auch, wir sollten die Entscheidung was mit dem Saxoniabrunnen geschieht nicht der Generation 60 + überlassen. Ich habe heute auch mit Herrn Mierbach gesprochen ob der Aufbau des Brunnens auf dem Dü Platz überhaupt möglich ist, weil darunter die Lieferzone für die ganzen Geschäfte im Viertel ist. Er sagt, das es mit einigem Aufwand möglich ist.

Ich finde, die ursprüngliche Idee eines Dokumentationspavillons auf dem Johanissplatz sollte umgesetzt werden.
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Alt 01.12.10, 14:08   #42
chemnitzer
Mitglied

 
Registriert seit: 08.05.2009
Ort: Chemnitz
Beiträge: 218
chemnitzer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Meiner Meinung nach sollte man den Chemnitzer Geschichtsverein mehr für das Thema sensibilisieren. Ich werde diesen heute mal per Mail kontaktieren. Mal sehen, wie deren Standpunkt ist.
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Alt 01.12.10, 17:54   #43
cherubino
 
Beiträge: n/a
Das Gewicht trägt der Düsseldorfer Platz. Darunter ist die Anlieferungszone für die Geschäfte. Die Zuleitungen für den Brunnen könnten unter der Decke verlegt werden. Ich denke das ist nicht so aufwendig wie auf dem Johanissplatz zu backern.
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Alt 01.12.10, 20:11   #44
lguenth1
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Beiträge: 2.384
lguenth1 ist im DAF berühmtlguenth1 ist im DAF berühmt
Interessantes Thema, zu dem ich meine Gedanken beisteuern will. Wenn man jemanden für eine Rekonstruktion begeistern will, braucht man vor allem einen visuellen Anreiz. Das beste Bild im Netz habe ich bei www.historisches-chemnitz.de gefunden. Dort findet man unter anderem folgendes Bild: Link. Übrig ist davon folgender kümmerlicher Rest: Link. Ich bilde mir zwar ein, gerade erst über ein Gutachten zu den Kosten einer Rekonstruktion gelesen zu haben, finde aber nichts mehr dazu. Dies ist aber entscheidend für die Debatte.

Die Standortfrage möchte ich momentan nicht bewerten, ich bin noch bei der grundsätzlichen Frage, ob eine Rekonstruktion sinnvoll ist. Um ehrlich zu sein, kann ich die nicht uneingeschränkt mit ja beantworten. Für mich ist der Brunnen mit seinen Skulpturen nicht mehr zeitgemäß, auch die mit einem Geländer umrandete und zudem sehr kleine Wasserfläche weckt bei mir keine Begeisterung. Ein Brunnen sollte heute ein Anziehungspunkt für öffentliches Leben sein, wo man sich im Sommer gerne trifft oder mit einem Eis oder Buch niederläßt. Wenn ich schon Zweifel habe, weiß ich nicht, ob man wirklich genug Chemnitzer zu Spenden motivieren könnte.
Deshalb würde ich einen Wettbewerb für eine moderne Neugestaltung der erhaltenen Teile ebenfalls bevorzugen. Da Investor Kellnberger ein offensichtliches Interesse an einem Brunnen auf dem Johannisplatz hat, würde er dafür vielleicht auch die nötigen finanziellen Mittel finden können.
lguenth1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.10, 21:06   #45
cherubino
 
Beiträge: n/a
Er hat ja nur Interesse an dem Brunnen um seine Banalarchitektur dort zu garnieren und um sie überhaupt vermietet zu bekommen. Offensichtlich hat er sich nicht wirklich mit dem Brunnen, dessen Hintergrund und der Stadt selbst beschäftigt. Sonst hätte er der Stadt nie so einen Müll wie das Haus Roßenhofarkaten und die ganzen anderen Sachen die er neu gebaut hat, beschert. Da ist ja nichts dabei was irgendein Gewinn für Chemnitz wäre.
Auf den Quatsch mit der Neugestaltung des Brunnens möchte ich gar nicht mehr eingehen. Ich sehe den Brunnen als Einheit Sockel und Figuren, ich bin froh das noch so ein Stück altes Chemnitz da ist, gehen wir behutsam damit um. Die Leute die ihn damals entworfen haben, haben genau gewusst was sie gemacht haben. Den Fantasielosen Rotz den uns die moderne Kunst beschert möchte ich am Saxoniabrunnen nicht sehen. Sollen derart "Künstler" sich woanders verwirklichen.
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