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Alt 24.07.13, 09:51   #16
hfrik
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hfrik ist essentiellhfrik ist essentiellhfrik ist essentiellhfrik ist essentiellhfrik ist essentiellhfrik ist essentiellhfrik ist essentiellhfrik ist essentiell
@ Jack000 : Da werden mal wieder viele Faktoren unterchätzt:
ad 1) Ignorierst Du schlicht das Reisezeitgesetz. Sorry, das wird von den Verkehrswissenschaftlern nicht umsonst mit dem Namensteil "gesetz" verwendet, weil es seit weit über 100 Jahren in allen untersuchungen so sicher eintritt wie das Amen in der Kirche kommt. Kommen neue Ziele in eine zeitlich attraktive Erreichbarkeit, werden diese auch angesteuert - sei es durch Wahl eines weiter entfernten Arbeitsplatzes oder Wohnorts, durch Ansteuern eines anderen Bäckers oder was auch sonst immer.
Ad 2) Übergehst Du die aktuelle Erkenntnisse der Verkehrstechniker, dass gebündelte Trassen (lieber an einer stelle ganz viel Verkehr statt an 5 Stellen viel Verkehr) per Saldo mehr Verkehrsqualität lifert. WEnn man von einer Hauptstrasse mit 20.000 kfz /Tag/richtung 10.000 auf eine Umgehungsstrasse am Ortsrand verlegt, dann wird es für die Leute am Ortsrand 30 oder mehr dB lauter- bis in Gesundheitsgefährdende Bereiche, an der Hauptstrasse aber nur 3dB leiser - an der Wahrnehmbarkeitsschwelle. Ergo schlägt man eher vor, an der Hauptstrasse die Bebauung für die dort herschenden dB auszulegen (Fenster, KWL etc) statt die Bebauung flächendeckend zu verlärmen.
ad 3) beim Umstieg MIV - ÖV wird ein Faktor gerne übersehen : auff den radialen wo der ÖV aktuell ausgebaut ist liegen die ÖV-Anteil weit, weit höher als 15-30 (Stadtbereich)% (Innenstadt 60%), ergo ist dort keine so grosse Erhöhung mehr zu erwarten. Käme es zu Verlagerungen wären aktuell primär tangentiale Strecken betroffen, wo die dort häufig laufenden Buslinien heute eher warme Luft spazierenfahren. In vielen Fällen kann hier der ÖV mit relativ geringen Mitteln um zusätzliche Tangentiale Linien erweitert werden (Schiene, auch dichterer Busverkehr) Siehe z.B. in Stuttgart die Optionen T-Spange, Nordkreuz, S-Bahn Feuerbach-Vaihingen auf der Gäubahn, S-Bahn auf der Schusterbahn, Option einer Rampe am neuen Flughafenbahnhof von NBS in Richtung Böblingen, Option von der S4 über die Güterzugkurve zur Schwarzwaldbahn und von dort weiter nach Böblingen zu fahren, etc...
Ebenso sollte mal die Signaltechnik der Stammstrecke (Stuttgart) getauscht werden - allein schon wegen überalterung. auch da sind nebenher noch +20% drin - das reicht rechnerisch um den Cityring in stuttgart Autofrei zu bekommen. Ergo wenn die Fahrgäste kommen, kommen sie nicht da wo heute schon viele fahren, sondern auf anderen Routen, und dort kann dann auch mit kleinem Aufwand die Kapazität hochgefahren werden.
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Alt 21.08.13, 15:56   #17
ArchiFreund
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ArchiFreund ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Ich sehe so langsam vor allem ein Parkplatzproblem.
Es ist auch in den letzten 2-3 Jahren enorm angestiegen und
nahezu unmöglich in manchen Straßenzügen Parkplätze zu finden.

Ich muss mittlerweile wirklich mehre Blöcke laufen um zu meinem Auto zu kommen. Bin mal gespannt wie das weiter geht.
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Alt 26.08.13, 19:01   #18
nikolas
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Mehr Autos = mehr Autoverkehr?

Ich pack die Meldung mal hier rein...

PM: "Obwohl in Deutschland im Jahr 2030 voraussichtlich weniger Menschen als heute leben werden, wird sich der Bestand an Autos weiter erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen. Die Forscher erwarten, dass die Bevölkerungszahlen um rund 4,7 Prozent auf etwa 77,4 Millionen sinkt, während es rund 3,9 Prozent mehr private Pkws geben wird (44,8 Millionen).
Ein wesentlichen Grund für die steigende Zahl von Autos sieht das RWI die Zunahmen von Haushalten trotz des Bevölkerungsrückgangs. Außerdem gehen die Forscher bei ihrer Prognose davon aus, dass die Einkommen weiter steigen. Sollten diese stagnieren, ergeben die Simulationen einen privaten Pkw-Bestand von rund 41,7 Millionen im Jahr 2030. Er läge damit unter dem aktuellen Fahrzeugbestand."

Quelle: idr
Infos: www.rwi-essen.de
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Alt 08.09.13, 14:00   #19
nikolas
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Weniger Straßen = weniger Autoverkehr?

"Je weniger wir uns individuell motorisiert fortbewegen und je mehr wir auf eine flexiblere Nutzung von Fahrrad, öffentlichem Verkehr und Fußgängerverkehr setzen, desto freier werden wir die Stadt gestalten können."

Der Architekt, Designer und Ausstellungskurator Friedrich von Borries plädiert in der ZEIT für einen Rückbau der innerstädtischen Verkehrsflächen (Auto). Der durch Straßenrückbau entstande Freiraum sollte dann in Grünflächen und Fahrradverkehrswege umgestaltet werden. Damit einhergehen müsse natürlich auch eine Verbesserung des ÖPNV (Mitnahme von Fahrrädern in U-& S-Bahnen, etc.).
Allein auf diesem Wege ließen sich städtbauliche Ziele wie Reduzierung von Feinstaub und Lärmbelastung und somit eine Qualitätssteigerung des innerstädtischen Wohnens, Lebens und Arbeitens nachhhaltig verwirklichen.

Es geht also um angebotsinduzierte Änderung des Nachfrageverhaltens: Weniger Straßen + adäquate Alternativen = weniger individueller Autoverkehr
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Alt 08.09.13, 14:15   #20
Schwabenpfeil
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Schwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nettSchwabenpfeil ist einfach richtig nett
Zitat:
Zitat von nikolas Beitrag anzeigen
Damit einhergehen müsse natürlich auch eine Verbesserung des ÖPNV
Man kann auch ganz ohne Umbau der Stadt den ÖPNV verbessern, indem man beispielsweise Fahrzeuge mit genügend Beinfreiheit und bequemen Sitzen einsetzt. Dazu noch noch geräusch- und viberationsarme Antriebe und eine gute Belüftung. Außerdem die Fahrpläne besser den Spitzenlasten anpassen.

All das wird man aber leider nicht machen, weil es Geld kostet und weil es die Effizienz der Verkehrsmittel senkt.
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Alt 09.09.13, 00:34   #21
Kleist
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Kleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle Zukunft
Zitat:
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Es geht also um angebotsinduzierte Änderung des Nachfrageverhaltens: Weniger Straßen + adäquate Alternativen = weniger individueller Autoverkehr
= weniger Lebensqualität. Das Auto als individuelles Fortbewegungsmittel ist eines der größten und einflußreichsten Errungenschaften der Menschheit. Warum in aller Herrgottsnamen soll es zurückgedrängt werden ? Es gibt nichts Schöneres als bequem und schnell ohne Fahrplanabhänigkeit von A nach B zu fahren. Autos sind keine Störenfriede, auch wenn sie Abgase und Lärmemissionen verursachen. Autos sind Ausdruck einer individuellen Lebensgestaltung. Das sage ich als jemand,der sehr gern und viel läuft und relativ viel fährt ( 25.000km p.a.).
Kleist ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.13, 14:26   #22
Xysorphomonian
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Kleist, ich würde dich gerne dazu einladen, mit deinem Auto an einem Werknachmittag aus der Bochumer Innenstadt in die Essener Innenstadt zu fahren.

Subjektiv ist meine Lebensqualität niemals so gering wie in diesem Irrsinn aus Staus, Baustellen und Idioten auf Rädern.

Konsequenz daraus ist, dass ich um diese Zeiten das Autofahren vermeide. Wählen zu können, ob ich ins Auto steige, oder eben doch laufe / Fahrrad/ Bahn fahre, das empfinde ich als Ausdruck individueller Lebensgestaltung.

Solange die Alternativen unattraktiv sind, bin ich mehr oder weniger gezwungen, an diesem Irrsinn teilzunehmen. Und dafür auch noch teuer zu bezahlen, von Anschaffung eines Mobils über Steuern, Pflichtversicherung bishin zu Wartungen und Reperaturen, und dem immer teuerer werdenden Sprit.
Ich benutze als Einheit zu Verkehr einfach die auch von Turner [pdf] in der eingangs erwähnten Studie, weil ich denke, dass diese die tatsächlichen Gegebenheit am besten abbildet. (Beispiel: ein parkendes Auto macht 0 VKT verlängert einen Stau nicht, ein Auto, dass sechsmal die gleiche Strecke fährt macht sechmal X VKT und kann den gleichen Stau sechsmal um ca. fünf Meter verlängern.)

Und mehr Straßen führen auch deshalb zu mehr Verkehr, weil sie neue Strukturen schaffen. Es gab eine Zeit, da versorgte man sich im Tante-Emma-Laden, oder im Fachgeschäft. Dann kamen die Supermärkte in die Stadtteile. Weil aber die großen Läden auf der grünen Wiese neben der neu gebauten Autobahn mit breiterem Angebot lockten, noch dazu einfach mehr Geld für Marketing hatten / haben, dünnte die Nahversorgung aus. Mittlerweile wird für jede Tüte Milch der Motor angeworfen, weil es den Edeka gegenüber nicht mehr gibt. Noch ein paar weitere VKT, die es ohne die neue Autobahn nicht gegeben hätte. Auf kurze Sicht ist das breite Angebot des Supermarktes natürlich toll. Nun brauche ich aber mehr Zeit zum Einkaufen als früher, weil's ja nicht mehr anders geht, als durch den Stau zum Gigamarkt zu fahren.

Und dann gibt es die interessante Spirale der Suburbanisierung. Immer mehr VKT in der Stadt führten zu breiteren Straßen (die im Stadtraum hässliche Schneisen und nahezu unüberwindbare Hindernisse darstellen), zu mehr Lärm und Abgasen. Das Wohnen in den Vorstädten, der nunmher ruhigen Lage, wurde attraktiver. Wenn immer eine neue Straße aus der Stadt gebaut wird, wurde der fade Acker daneben plötzlich sexy. Und da es Steuern bringt, kann kaum eine Kommune widerstehen, diesen als Bauland auszuweisen. Es entstanden reihenweise Reihenhäuser. Und schon kam es zu mehr VKT.


Mit den (noch sehr populären) Maßstäben Kleists gemessen, ist das ja auch kein Problem.

Nur, dass das Maßstäbe sind, die die Realität nur zum Teil abbilden, und es eben doch ein Problem gibt. Volkswirtschaftlich ist dieser Stauirrsinn nämlich sehr schädlich. Er begründet und fördert wirtschaftlicher und politische Abhängigkeiten (2012 hat Deutschland 93,4 Mio Tonnen Rohöl importiert, das meiste aus Russland), er kostet Gesundheit und Menschenleben, er kostet Geld (15 % des Nettoeinkommens eines Durchschnittshaushaltes fließen in den Verkehr, das Auto hat hier den Löwenanteil). In der Zeit, in der wir im Stau stehen, sind wir weder besonders produktiv, noch besonders erholt, also verpufft dadurch auch noch Produktivität en masse. Das sind nur ein paar messbare Effekte. Laut und dreckig bleiben Autos obendrein.

Vergleichbar ist das Auto mit dem Alkohol. Ein Weinglas zum guten Essen oder ein Bier mit Freunden ist kein Problem. Wenn es aber ohne nicht mehr geht, und man immer größere Opfer in Kauf nimmt, sich die negativen Effekte schönredet oder sie ausblendet und man immer mehr Stoff (=VKT) braucht, um den gleichen Effekt zu erreichen, man seine Gesundheit schädigt, dann sollte man darüber nachdenken, ob das nicht schon eine ausgeprägte Sucht ist.

Gut, zugegeben, man fühlt sich so frei, wenn man berauscht ist....

Darum, in aller Herrgottsnamen, soll es zurückgedrängt werden!
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Alt 18.05.14, 12:39   #23
Sudge1984
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Ihr vergesst aber, dass man wenn man auf dem Land wohnt auf einen eigenen Wagen angewiesen ist. Es macht ja keinen Sinn sich dann auch noch eine Monatskarte zuzulegen, um dann doppelte Kosten zu haben: Also Park-and-Ride ist bei mir nicht drin.
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Alt 20.06.14, 11:38   #24
Hendri
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^

Gebe ich dir Recht! Das wäre dann völlig sinnfrei und man hat noch mehr Kosten
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Alt 20.06.14, 12:40   #25
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Cowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle Zukunft
^ Der Sinn von Park-and Ride ist nicht der, dass Pendler günstig zur Arbeit in die Stadt kommen, sondern dass diese mit ihren Autos die Städte nicht verstopfen. Wer ruhig und schadstoffarm im Grünen leben will, der sollte auch Rücksicht auf die Stadtbewohner nehmen und auf den ÖNV zurückgreifen. Wer in der Stadt wohnt und gut zu Fuß und mit dem Rad unterwegs ist, merkt wiederum schnell, dass das Auto nur aus reiner Bequemlichkeit genutzt wird. In einem Radius von 3 bis 5 Kilometern um die Leipziger Innenstadt ist das Auto noch nicht mal eine Zeitersparnis. Ich schätze, in anderen Großstädten ist das ähnlich.
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Alt 20.06.14, 14:47   #26
Schwabenpfeil
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Zitat:
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^ Der Sinn von Park-and Ride ist nicht der, dass Pendler günstig zur Arbeit in die Stadt kommen, ...
Das sollte es aber sein, denn dann funktioniert das Konzept.
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Alt 20.06.14, 17:41   #27
Cowboy
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Cowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle Zukunft
^ Aha, sagt wer und warum?
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Alt 20.06.14, 20:12   #28
necrokatz
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Was für ein Kindergarten! Nein... doch... aber, aber...

Dass das Park & Ride - System dort gut funktioniert, wo die betroffenen Pendler tatsächlich auch einen Vorteil davon haben, steht doch außer Frage. Wird etwa darüber diskutiert? Ob es nun der günstige Preis ist oder die Fähigkeit überhaupt in die Innenstadt zu kommen, sei mal dahingestellt, dies mag von Stadt zu Stadt und für jeden Pendler unterschiedlich sein. Aber was klar sein sollte, ist dass niemand (*) etwas aus rein ideologischen Gründen macht wenn es keinen Vorteil gibt. Und noch etwas, ich sehe es nicht als Aufgabe des Staates, seine Bürger zu erziehen oder zu quengeln. Wenn man keine verstopften Innenstädte will, dann muss man attraktive Alternativen schaffen, nicht die Menschen dazu zwingen unattraktive Alternativen zu nutzen.

*) Naja, ein paar Extremisten gibts immer.
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Alt 03.08.14, 22:52   #29
siesta
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Zitat:
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nicht die Menschen dazu zwingen unattraktive Alternativen zu nutzen.
Ist leider meistens der bequemere Weg als sich attraktive Alternativen zu überlegen und wird deshalb leider oft bevorzugt.
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Alt 22.08.14, 20:15   #30
Xysorphomonian
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Der Sinn von Park & Ride ist, dass die Menschen schnell und billig in die Innenstädte kommen, damit sie mit ihren Autos nicht die Stadt verstopfen.

Man kann ruhig schon mal das Auto ein bisschen unattraktiver machen, indem man dem MIV Flächen wegnimmt, um sie in Parks oder Flanierwege umzuwandeln. Das ist nämlich keine Aktion contra Auto, sondern eine pro Lebensqualität in der Stadt. (Komischerweise glauben immer noch viele Menschen, es sei Lebensqualität, alles autogerecht zu haben. Denen rate ich, Urlaub in Brasilia zu machen)

Aber eine Stadt, die sich nur darauf konzentriert, das Auto aus den Städten zu drängen, wird sich im Stillstand wiederfinden. Bewegung, und das gilt für Städte umso mehr, ist Leben.

Also muss man andere Modi attraktiver machen. Fußgänger zum Beispiel freuen sich über breite Fußwege, und Ampelphasen, die ihnen entgegenkommen. (Wer in Deutschland zu Fuß eine größere Kreuzung diagonal überqueren muss, merkt, welche Priorität das Zufußgehen hat)

Gleiches gilt für Fahrradfahrer.
Und wenn eine Stadt ÖPNV als haushalts- und verkehrs(!)belastendes* notwendiges Übel betrachtet, muss sie sich nicht wundern, wenn nur jene Busse benutzen, für die es notwendig ist, und selbst die es als Übel wahrnehmen.

Wer sich in den großen oder mittleren Städte weltweit einmal schaut, wie die Infrastruktur dort aufgebaut ist, und welche Verkehrsmodi dort benutzt werden, braucht kein ausgewiesener Experte zu sein, um festzustellen, was ja auch dieser Thread in seinem Titel in den Raum stellt: Eine Stadt erntet immer, was sie sät. Amsterdam baute bevorzugt Fahrradwege, Tokio U- und S-Bahnen, Stuttgart Straßen und Autobahnen.
Und, so ehrlich muss man auch mal sein: ein Ballungsraum hat immer mit zuviel Verkehr zu kämpfen. Ob sich in Amsterdam die Radfahrer über den Haufen fahren, in Tokio die Züge so voll sind, dass man sich quetschen muss oder man in Stuttgart von 1 h Autofahrt etwa 20 Minuten im Stau steht. 'Zuviel' klappt nie reibungslos. Die Frage ist also, welche Opfer die Bewohner einer Stadt bereit sind zu machen, um von A nach B zu kommen. Und da wirkt das Auto erstmal nicht wie ein Opfer. Man hat Privatsphäre, ist vor Witterung geschützt, man kann komfortabel sitzen. Aber die Vielschitigkeit dessen, was eine Stadt- und Gesellschaft für diesen unsagbar ineffizienten Verkehrsträger opfert, habe selbst ich bisher (in zwei wirklich langen Posts) nur angedeutet.

Und was das Auto auf dem Land anbelangt, so kann ich dieses Argument nicht mehr hören, ernst nehmen konnte ich es noch nie. Niemand möchte das Automobil verbieten, und niemand möchte leugnen, dass es schwieriger wird, Alternativen hierfür in dünn besiedelten Regionen zu finden als in der Stadt.
Die paar Einpendler, die aus den kleinen Dörfern kommen, müssen die Straßen einer Stadt immer verkraften können. Aber Städte sollten für die Städter gebaut sein, die darin leben. Und auf die Einpendler, die aus den Vor- und Trabantenstädten kommen, muss ein Verkehrskonzept am ehesten eingehen, auf welche Modi es auch setzt, sonst gibt es kein Verkehrskonzept, sondern nur ein Verkehrsproblem.

Und das Argument, das Sudge1984 bringt, zeigt aus meiner Sicht nur auf, wo das Park & Ride-Konzept Schwachstellen hat, nämlich ist es entweder teurer, als mit dem MIV in die Stadt zu fahren, oder es ist billiger, das wird aber nicht kommuniziert.


(ÖPNV als Verkehrshindernis? Ja, dieses Argument wird sogar von Zeitgenossen ernsthaft angebracht. Habe ich sogar hier im Forum gelesen.)
Xysorphomonian ist offline   Mit Zitat antworten
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