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Alt 15.01.14, 15:21   #16
d.henney
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Ganz im Gegenteil! Wie oft gabs schon Halleneinstürze wegen zu viel Schneelast auf dem Dach? Und sicher kann man den gewonnenen Raum nutzen, z.B. als Umkleideraum. Sagt ja keiner, dass der Dachraum innen offen sein muss. Oder Hallentechnik passt da rein, obendrein geschützt bei Hochwasser. Es geht alles, wenn man mal etwas Fantasie einbringen würde. Und deine verlinkten Bespiele sehen zwar nett aus, aber diese passen einfach nicht in die Innenstadt Dresdens. Sie sind nur austauschbare Massenware, die überall stehen könnte. Keinerlei Lokalkolorit, keine Harmonie mit der Umgebung. Es ist völlig falsch, Dresden mit sowas zuzupflastern und sein einzigartiges Flair, weswegen die so wichtigen Touristen kommen und auch viele hier Lebensqualität sehen, zu verwässern, sodass die Stadt immer mehr wie jede andere Stadt aussieht. Stadtgestaltung kann einfach nicht bei der Fassade aufhören.
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Alt 05.04.14, 00:02   #17
Elli Kny
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Das Hotelhochhaus am Terrassenufer bleibt wohl für immer stehen. Die Stadt verzichtet auf einen als aussichtslos geltenden weiteren Rechtsstreit mit dem Gebäudeeigentümer. Die Oberbürgermeisterin muss noch zustimmen oder es nochmal in den Stadtrat hieven. Damit kann der Eigentümer nun bald loslegen und seine Umbaupläne umsetzen. Mal sehen, ob das mehr war als heiße Luft.

Artikel in der DNN.
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Alt 05.04.14, 12:16   #18
Dunkel_Ich
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Damit tritt der worst-case ein. Furchtbar, einmal mehr in dieser Stadt.
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Alt 06.04.14, 00:15   #19
Elli Kny
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Richtig Dunkel, ich weiß, was du meinst. Allerdings möchte ich etwas beruhigen: wichtiger war der erfolgte Abriss des anderen Hochhauses. Im Prinzip ist es hier egal, ob JETZT ein zweiter Abriss erfolgt, denn im Gebiet/Umfeld ist eigentlich noch nichts klar und auf Jahre ohnehin nichts Beabsichtigtes möglich. Diese Gegend bleibt vorerst in Gänze ein worst-case. Es ist daher richtiger, wenn sich die Stadt auf die Baubereiche konzentriert, wo was gehen kann (Altstadtring West, Ferdinandplatz, Lingnerstadt und Terrassenufer in Johannstadt, daneben weiterhin Postplatz und vieles mehr).

Für hiesigen Standort sind in keinster Weise Gelder vorhanden, um z.B. die Straßenverlegungen zu finanzieren. Außerdem erstreckt sich dort ein noch ungelöstes Überschwemmungsgebiet und die Zulässigkeit von Wohnnutzungen ist auch an einigen Ecken laut BauGB nicht so einfach möglich. Das Gebiet ist sehr schwierig, man weiß auch noch nicht, ob Glaxo-Pharma doch noch eine Werkserweiterung bringt, und die Stadt hat auf Jahre andere Prioritäten. Insofern kann die Hochhaushütte noch ein paar Jahre stehen bleiben oder auch nicht, es tut sich dort mE ohnehin die nächsten 5-7 Jahre nichts. Und wenn, dann regelt es das Marktgeschehen schneller.

Den dort angedachten städtebaulichen Rahmen kann die Stadt erst langfristig angehen und ich bin mir sicher, dass es dann was ganz anderes sein wird als die bisherige Konzeption. Das Hochhaus ist nicht schick, aber es stört auch nicht wirklich. Vielmehr hätte ein jahrelanges "Loch" dort gestört - mit freiem Blick auf das dahinter liegende, größere Dilemma. Dresden bebaut sich gerade von den attraktiven Lagen weg - zu immer neuen und weniger attraktiven Lagen. Irgendwann kommt auch diese Ecke dran. Die ganze Abriss-Diskussion war eigentlich überflüssig. Einen neuen Stadtteil dort anzugehen, bedingt nicht den Abriss dieses Hauses. Man kann auch schon sehr viel dahinter entwickeln, also da wo kein Hochwasser droht. Wir werden sehen, wie es weitergeht.

Für die Lingnerstadt gibt es übrigens eine neue Entwurfsstudie:


Visualisierung: Professor Mäckler - veröffentlicht in DNN
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Alt 07.04.14, 19:22   #20
Dunkel_Ich
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Zweifellos richtig. Nur, ich kann mich dem Urteil, dass das Hochaus nicht stört, nicht anschließen. Es wäre vernünftig gewesen, wenn sich beide Seiten auf einen Kompromiss geeinigt hätten. Nämlich Rückbau von mehreren Etagen, wofür Herr Trapp im Gegenzug auf dem Grundstück nebenan hätte bauen können, um die weggefallenen Zimmer auszugleichen. Klar hätte die Stadt dafür Gelder in die Hand nehmen müssen, um ihm einen Ausgleich zu zahlen. Aus Lust an der Freude hätte das der Geschäftsmann durch und durch (isser ja, da ist das Stadtbild für ihn weniger wichtig) natürlich nicht getan.
Dieses Geld wäre aber bei diesem Kompromiss besser angelegt gewesen, als beim Prozess, bei dem die Stadt nun unterlegen war.

Ich kann auch an dem rohdecan'schen Umbau nichts finden. Im Gegensatz zum wenigstens zurückhaltenden Cremeton des Hauses, soll es nun qietschbunt werden. Na schönen Schrank auch...

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Die Mäckler-Studie zur Lignerstadt hingegen überrascht mich. Sieht richtig gut aus. Kann gerne gebaut werden. Die bisherigen Planungen für die Ecke versprachen nämlich nur wieder öden Würfelhusten.
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Alt 09.04.14, 23:29   #21
Elli Kny
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@ Dunkel: Na, die Entschädigung wäre schon bedeutend höher als die paar Prozesskosten. Der Prozess hier wird vielleicht nur ein paar Tausender ausmachen - wenn überhaupt soviel. Hier stand ohnehin nur: wenn Abriss, dann auch jahrelang nichts weiter.

Bei der Mäckler-Studie wissen wir leider nicht, wofür die jetzt entstanden ist. Die Baumassenverteilung des Planungsamts ist ja zumeist eh Makulatur. Das meinst du bestimmt mit Würfelhusten. Sobald ein Bauherr kommt, wie zum Beispiel Sivia-Bau, dann kommt eigentlich immer was anderes - meist sogar völlig anderes - heraus. Und dieselbe Häuserzeile hat Sivia auch in Planung (gehabt)- siehe Post 11- nur Sivia will schräg bauen (entlang der Lingnerallee, weil ihr Grundstück so verläuft) und Mäckler macht selbes nun in gerader Linie zur Herkulesallee. Keine Ahnung, was da in den letzten Monaten im Hintergrund lief. Es gab halt Ärger mit der Stadt wegen der Schräge, vielleicht haben die ein Flächenumlegungsverfahren in der Mache (noch nichts gehört), um das Sivia-Grundstück zu "begradigen". Und vielleicht sollte nun neuentworfen werden, damit es auch besser zu den Hochhäusern passt. All das wäre zu hoffen, aber Würfel waren hier noch nicht am Start. Die Stadt schlägt nur (meist unrealistisch) Massenverteilungen vor - gemäß ihren Absichten für solche Areale. Vielleicht kommen ja bald Neuigkeiten, denn das Großprojekt Lingnerstadt steht durchaus an oberer Stelle im Planungsamts-Wunschkasten. Dabei hat es die Stadt nur selten leicht, allein wie bekloppt und zerstückelt die Grundstücke überall liegen, ist zum Verzweifeln. Da macht aber die Stadt hier und da das mögliche - Umlegungsverfahren - allerdings sind die sehr aufwendig und Jahre zeitraubend. Da muss man erst durch, selbst die letzte, bekloppte Erbengemeinschaft in Südafrika muss überzeugt werden und zustimmen - so auch am Wiener Platz Ost. Wichtig ist wohl auch, dass der Stadtplanungschef sowie der BauBM ihre Abteilungen antreiben, dass das auch mal wirklich abgearbeitet wird.
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Alt 24.04.14, 21:31   #22
Elli Kny
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Lingnerstadt / Robotronareal

bei den infos zum immobilienmarkt berichtete die DNN auch kurz über die "lingnerstadt".
so stehe das großprojekt in den startlöchern, es gibt verschiedene investoren, die derzeit noch in abschließenden verhandlungen mit den alteigentümern stehen. bis zum sommer könnten die kaufverträge besiegelt sein, sodass man bis mitte 2015 zu einem baurecht kommen könne.

auf einer fläche von ca. 10 ha sind neubauten für wohnen und kleineres gewerbe geplant. so sollen etwa 250 wohnungen in diesem bauabschnitt errichtet werden. aengevelt-immo wird die vermarktung steuern.

draufsicht hier

anmerkung: für die neubauten muss es sich mit den unklar umrissenen "10 ha" mE um die fläche zw. hochhäusern grunaer strasse und verlängerter herkulesallee handeln und dann? ja vermutlich noch um den flächenstreifen der beiden flachbauten nördlich des hygiene-museums. die bauflächen sind quasi nur ein teil des 10ha-planungsgebiets. egal wie, 250 WE scheinen für die große fläche etwas wenig. wahrscheinlich gehts wiedermal nur um die erstgenannte fläche an der herkulesallee, also der sogenannten "cockerwiese". dafür liegt aktuell die obige mäcklerstudie vor.

eine gewichtige frage wirft auch die dnn-bemerkung auf, dass zudem sanierung stattfinden soll. hää? die cityherberge sowie der städtisch genutzte winkel am pirnaischen platz sind nicht zu haben, es kann nur dieser TLG-gigant sein:
der wurde der stadt vormals als technisches rathaus schmackhaft gemacht, die stadt lehnte aber dankend ab, soll der gigant doch besser verschwinden. das gelände sollte durch echte quartiere neu bebaut werden, auch wenns paar jahre länger dauert. also ich hoffe nicht, dass da was saniert wird, wozu auch.

hier wäre platz für 1000 wohnungen und einiges mehr. ausserdem wird dereinst der neue georgplatz hier dranwachsen können. seis drum, die zeitung schreibt auch manchmal diffuse dinge.
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Alt 24.04.14, 23:31   #23
Chris1988
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passend dazu auch die Sivia Studie:

http://www.sivia.de/Startseite/Aktue...r10_2_2.html#5
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Alt 25.04.14, 00:10   #24
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chris1988: hast die das hier gelesen? noch wissen wir nichts genaues, aber mich umschleicht ein gefühl, dass die sivia-studie schon längst den weg des zeitlichen gegangen ist. dass in der presse die mäcklerstudie erschien deutete auf eine überarbeitung bzw. neubearbeitung des sivia-themas hin und ich glaube, dass mäckler den "geraden weg" der bebauung (also entlang herkulesallee) vollzieht. die stadt wird die "schräge" entlang der lingnerallee nicht durchgehen lassen und auch keine roten ziegeldächer. ich hoffe dass mit mäckler oder dergleichen ein kompromiss schon längst gefunden ist, sonst wären auch noch keine projekte "in den startlöchern". gut so, denn jahrelanges gezerre und investorenabspringen braucht die stadt wirklich nicht mehr. vermutlich lassen sich die bauwilligen auch endlich mal etwas abtrotzen - vielleicht. der pressebericht zeigt - und das ist hier das positive - es scheint endlich voranzugehen.
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Alt 25.04.14, 00:48   #25
Dunkel_Ich
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Zitat:
die stadt wird die "schräge" entlang der lingnerallee nicht durchgehen lassen und auch keine roten ziegeldächer
Rote Ziegeldächer sind ja auch Teufelswerk

Zumindest für kleingeistige Leute im Dresdner Stadtplanungsamt. Wir nennen keine Namen.
Ansonsten Zustimmung, wird wohl leider nicht kommen. Mir hat die kleinteilige Siviaplanung mit den Mansarddächern gefallen. Den Mäcklerentwurf wird man auch noch zu entwerten wissen. Man kennt seine Pappenheimer mit den Jahren.
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Alt 25.04.14, 07:20   #26
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An sich schön zu sehen das es irgendwie voran geht aber wie gefällt mir nicht.

Ich hätte am liebsten den Großen Garten bis zur Altstadt herangezogen. Die alten Robotrongebäude hätte ich abgerissen bis auf die Punkthochhäuser auch alle Gebäude an der Grunaer. Neu Wege angelegt (die Wege vom Großen Garten logisch verlängert).
Maximal hätte ich noch einen Museumsneubau am Pirnarischen Platz zugelassen.

Ich hätte den Großen Garten erweitert da es in DD genügend Brachflächen gibt welche dringender bebaut werden müssten! Und wenn ich mir die aktuellen Visualisierungen zum Projekt ansehe, sehe ich öde weiße Kisten (schon wieder weiß, Warum!!!!) also den üblichen Standart Mist, dann doch lieber ein erweiterter Park.

Immoment versucht die Stadt einfach nur ihre Filet Grundstücke schnellstmöglich zu verhöker. Man versucht ja noch nicht einmal ein langfristiges Projekte zu planen (Sivia wurde schnell zu den Akten gelegt), lieber wird wieder ein großer Investor gesucht der ganz schnell billige weiße Klötzchen hinsetzt damit sich unsere Stadtverwaltung wieder ein verkauftes Grundstück auf ihre Liste setzen kann!

So sieht für mich keine Stadtplannung aus sonder Kapitalismus!

Ich möchte einmal mit Profis arbeiten! :-)
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Alt 25.04.14, 09:15   #27
Elli Kny
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das sind ja wieder nur dunkelste vermutungen, wo noch nix bekannt ist.

Zitat:
Rote Ziegeldächer sind ja auch Teufelswerk
ist nur meine vermutung, vielleicht ist auch alles möglich, also visuals abwarten.

Zitat:
Wir nennen keine Namen.
im übrigen sind ein paar (?) der üblichen verdächtigten gar nicht mehr in amt und würden. so entschwebte zB unser engelein gen pott davon, falls du sowas meinst. ob nun die eine verbliebene leiterin innenstadt den weltengang des baugeschehens bestimmt, wo dies hier bestimmt chefsache ist, kann ich mir kaum vorstellen.

mit solchen amtstheorien macht man es sich leicht, und natürlich fehlts es hier und da an kompetenz, aber die eigentlichen übeltäter waren die horden geldgeiler bauträger in dresden, die kisten und pfusch brachten. dresden war mE lange mit solchen bauherren oder investoren gestraft. die legten ja von sich aus immer nur grütze beim amt vor. es gab ja auch noch nix zu verdienen. nun, das ist ein extrathema.
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Alt 25.04.14, 12:21   #28
Dunkel_Ich
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^Sicher richtig. Das entschwebende Engelein ist mir bekannt. Nichts desto trotz hat diese Stadt noch mehr fragwürdige Personalien zu bieten. Das weißt du selbst. Wenn's nur eine Person gewesen wäre..

(Nebenher *hust* Baubürgermeister *räusper*)

Wenn ich allein an das städtebauliche Chaos in der Südvorstadt um Uhdestr./Schnorrstr. denke. Gibt es da so etwas wie Stadtplanung überhaupt? Oder baut da jeder, wie er lustig ist?

Des Weiteren hoffe ich sehr auf eine andere Zusammenstzung des Stadtrates nach der Kommunalwahl Ende Mai.

Das mit dem Baupfusch kann die Stadt übrigens selbst ganz gut. Das brauchs gar keine "geldgeilen Bauträger" aus dem Rheinland/Weimar. Ich erinnere nur an das Sanierungsdebakel im Rathaus.

Die Investoren können übrigens nur soweit mit ihren Kisten gehen, so sie die Stadt gewähren lässt. Ein/e Gestaltungsbeirat/Gestaltungssatzung Innenstadt tut Not!

P.S. Du vermutest - ich vermute. Oftmals liegen wir mit unseren Vermutungen aber gar nicht so schlecht, so dunkel sie auch sein mögen.
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Alt 25.04.14, 16:36   #29
Elli Kny
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dunkel: bei aller liebe, das sind aber jetzt schlechte beispiele, die alle ä bissel anders gelagert sind. nur kurz: das baugeschehen schwebt nicht im luftleeren raum sondern untersteht meist vorrangig gesellschaftlichen bedürfnissen (dringend benötigte flachbauten um die schnoorstrasse). sag den leuten: wir wollen aber blockrand und urbanität. die pusten dich wech! der fehler lag jahre zurück und betraf alle verantwortlichen, auch die politik, da wurden weichenstellungen verpasst. und es liegt immer am selben: trägheit der leute an ihren arbeitsplätzen, völlig menschlich. überall. das ist ggf der preis für die sonst angenehme dresdner beschaulichkeit.

knuffibärchen murx ist eine person der öffentlichkeit und steht seit langem offen in der kritik. der kann eben nicht anders, ist bei ihm menschlich. er hat noch gut ein jahr amtszeit, dann kommt ein nachfolger. die kritik zielte nie darauf, dass er gestalterisch irgendwas manipulierte sondern dass er cdu-politik durchreicht. er managt jetzt den bauboom, ich finde gut - zusammen mit dem amtsleiter, beide gebärden sich als arbeitstiere - er hat mE weniger mit gestalterischen detailfragen zu tun. das ist die zweite und dritte reihe, wo ich dachte du spielst darauf an. marx steht sogar eher für großzügige lösungen, der geht ja alle besseren vorschläge mit, weil er es allen recht machen will.

rathaus: da hat "die stadt" keinen pfusch gemacht, sondern der bauträger ist genau so ein schwarzes schaf wie erwähnt. die wollten verarsche und bekamen nun den ar..tritt. pfusch gabs nicht, aber drohende weitere kostensteigerung. ... was bei dresdner öffentlicher auftragsvergabe wirklich schlecht ist, ist die billigstvergabe, sodass zB die handwerksfirmen teils noch draufzahlen, weil die planung unsauber war. beim rathaus hingegen wurde versucht zu betrügen (seitens der planer) - die stadtoberen handelten richtig. nebenbei: die sanierung wird super, nirgends was von "debakel". das schreiben nur die popeligen lokalblätter.

naja, und die stadt muss i.d.R. nach 3 monaten baugenehmigungen erteilen, dazu ist sie gesetzlich verpflichtet, sofern keine (juristisch belastbaren) dinge entgegen stehen. insofern gibts keine handhabe zur gewährung / nichtgewährung von bauprojekten. gestaltungssatzungen sind ein guter ansatz, sofern sich alle auf eine verständigen können. aber generell gilt: vorschreiben kann eine kommune kaum was, ohne sich gleichzeitig gehörig ins eigene fleisch zu schneiden. es wird sehr viel geklärt hinter verschlossenen amtstüren, oft erstaunlicherweise zum besseren, das bekommt die presse und bevölkerung nur nie mit. die leute im SPA rollen mit den augen, wenn die "presse" kommt, dann wird den jedesmal alles supergut erklärt, und nä. tach schauen die in die zeitung und dann steht nur schwurbel drin. amtszitat vor paar tagen: "wir erklären alles hoch und runter, aber die wissen nicht mal was ein bebauungsplan ist." nun gut, seis drum. nicht durch käseblatt aufwiegeln lassen.

ps: du meintest uhlandstrasse. uhde, ähm, ude ... war münchen und ist schon weg.
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Alt 25.04.14, 17:04   #30
Dunkel_Ich
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Zitat:
(dringend benötigte flachbauten um die schnoorstrasse). sag den leuten: wir wollen aber blockrand und urbanität. die pusten dich wech! der fehler lag jahre zurück und betraf alle verantwortlichen, auch die politik, da wurden weichenstellungen verpass
Bitte? Aber genau das muss doch über die Stadtplanung geregelt werden. Es geht doch nicht darum Flachbauten gänzlich zu verbieten. Nur muss man das Ganze eben bissl bündeln und steuern und nicht wahllos Flachbau neben Mehrgeschosser stellen. Dass dafür die Leute mal 3 Schritte mehr laufen müssen, kann doch das Problem nicht sein. Klar wurden die Weichenstellungen schon vor Jahren falsch gestellt. Das macht die Sache aber nicht besser und kann jetzt dazu führen, dass man die Hände hebt und sagt: "Wir können nix dafür. Wir sind unschuldig."

Ja, und natürlich spiele ich im SPA auch auf die zweite und dritte Reihe an. Muss ich wirklich Namen nennen?

Zitat:
nebenbei: die sanierung wird super
...mit Abzügen in der B-Note dank "fleckigem" Dach und nachträglichen Nachbesserungen im Inneren.

zur Gestaltungssatzung: Umso wichtiger ist es eine zu haben, wo dann auch der Gestaltungsbeirat immer ein Auge drauf hat, dass die auch eingehalten wird. Ich wüsste nicht, wie man sonst dem Problem Herr wird, wenn die arme arme Stadtverwaltung ja so gar keinen Einfluss zu haben scheint.

Zitat:
es wird sehr viel geklärt hinter verschlossenen amtstüren, oft erstaunlicherweise zum besseren, das bekommt die presse und bevölkerung nur nie mit
So wie mit dem Nettekoven-Typ? Bitte, bitte...etwas mehr Transparenz, wenn ich bitten darf.

P.S Ne Uhdestr gibbet auch, aber die ist woanders in Dresden, nämlich Leubnitz/Strehlen. Uhlandstr. natürlich ja, mein Fehler.
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