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Alt 18.02.17, 00:06   #331
Elli Kny
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Elli Kny ist essentiellElli Kny ist essentiellElli Kny ist essentiellElli Kny ist essentiellElli Kny ist essentiellElli Kny ist essentiellElli Kny ist essentiellElli Kny ist essentiellElli Kny ist essentiell
^ Ach, das sehe ich mittlerweile nicht mehr so eng, zumal im nachkriegsüberformten Teil der Stadt.
Wie gut sich Riegel und Wiesen vertragen, zeigt nochmal folgendes Beispiel:

Verdichtung Vonovia @ Seidnitzer Strasse

Schräge Draufsichten bot im Übrigen auch der Hochhausblick - #122.
Das Bauensemble galt sogar als Pilotprojekt gemäß den Grundsätzen der aufgelockerten, durchgrünten Stadt der Moderne entworfen. das-neue-dresden.de/wohnbebauung-grunaer-str.

Nun laufen die Anwohner verständlicherweise Sturm gegen die Baupläne - DNN.

Und sie haben sich offenbar Rat geholt bzw in ihren Reihen gehabt, denn ihre nun gestartete Petition an den OB und Stadtrat ist ordentlich formuliert.
ratsinfo - dort 2. Link pdf.
- Es wird eine Unterschutzstellung als grünes Flächendenkmal gefordert
- Es wird ein schützender Bebauungsplan gefordert
Zu recht befürchten die Anwohner weitere Bebauungen v.a. gen benachbartes Quartier an der Blochmannstrasse.

Nochmal: Es besteht allg. Baurecht, ggf müßte eine Bauvoranfrage positiv beschieden sein. Es liegt eine zumindest etwaige Zustimmung des Denkmalschutzes bereits vor.
Da kommt es nun aufs rechtliche Detail an, was wie wirklich vorliegt. Die Stadt und Stadtpolitik bringt sich hier aber bei einer Kehrtwende in ein Dilemma, ist man stadtweit und sozialpolitisch doch hochgradig auf die Vonovia angewiesen (Belegungsrechte) und hofft allgemein auf reichlich Wohnungsbau. Ich halte die Chose inklusive die Vonovia für "to big to stop" - mal sehen wer sich hier die Blöße gibt oder ob Politik und OB auf stumm schalten.

Am Besten wäre es, wenn die Vonovia selbst zur Vernunft käme und 1. die Sache reduziert und 2. lediglich entlang der Seidnitzer-Süd anordnet.

Geändert von Elli Kny (18.02.17 um 00:39 Uhr) Grund: ein Wort musste korrigiert werden. oh gott.
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Alt 18.02.17, 00:12   #332
Saxonia
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Saxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz seinSaxonia kann im DAF auf vieles stolz sein
Ich bin überhaupt verwundert, dass hier so ohne weiteres Baurecht besteht. Das Ensemble macht ja nun nicht den Eindruck von Unfertigkeit. Man kann es verdichten, müsste m.E. aber nicht auf Teufel komm raus. Dann kommt der Denkmalschutz noch hinzu. Da würde mir ganz andere Stellen einfallen, wo Häuser hingehören und bestimmt kein sofort nutzbares Baurecht besteht.
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Alt 18.02.17, 10:31   #333
antonstädter
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antonstädter braucht man einfachantonstädter braucht man einfachantonstädter braucht man einfachantonstädter braucht man einfachantonstädter braucht man einfachantonstädter braucht man einfach
^Sehe ich genauso. Solange die halbe Innenstadt noch aus Brachland besteht, gibt es aus meiner Sicht überhaupt keinen Grund, in das geschlossene durchgrünte Bauensemble an der Seidnitzer Straße einzugreifen. Jenes mag vielleicht nicht mit der Urbanität der zerstörten Vorkriegsstadt konkurrieren, als Flächendenkmal aus der ersten Wiederaufbauphase sollte es allerdings höchsten Schutzstatus genießen. Da kann man auf derart unnötige Zutaten getrost verzichten.
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Alt 18.02.17, 10:54   #334
arnold
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arnold wird schon bald berühmt werdenarnold wird schon bald berühmt werden
@ Elli: Dein Beispiel gefällt mir - genau so habe ich mir das in Höhe und Kubatur für das DHM auch vorgestellt - allerdings bin ich der Meinung, dass das keine Zeilen sind
Einigen wir uns auf teiloffene Höfe mit öffentlicher Durchwegung

Was die Verdichtung der Seidnitzer Straße angeht: Ich finde es nicht den schlechtesten Schritt. Wie wir im Strang zum Neustädter Markt schon festgestellt haben, macht eine Verdichtung vom Bestand aus durchaus Sinn. Strukturen auf der grünen Wiese zu etablieren, zwischen Platten und Aldi-Flachbauten, ist deutlich schwieriger und nur selten im Interesse des Forums. Gemeinsam mit dem Robotron nebenan entsteht schließlich ein recht großes, für Dresdner Verhältnisse dichtes Viertel, an das man weiter anbauen kann. Schwierig wird dann nur der Sprung über die Pillnitzer.
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Alt 18.02.17, 11:53   #335
antonstädter
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antonstädter braucht man einfachantonstädter braucht man einfachantonstädter braucht man einfachantonstädter braucht man einfachantonstädter braucht man einfachantonstädter braucht man einfach
Ein dichtes Viertel im Zusammenhang wird leider nicht entstehen, wenn überhaupt verdichtete Inseln. Ich wiederhole mich wahrscheinlich zum üppsten Mal, aber ohne einen Rückbau der Verkehrsschneisen wird es keine wirklich Urbanität geben. Dies gilt auch für die Pirnaische Vorstadt, denn diese wird durch die Grunaer "Straße" mit ihren vier Fahrspuren plus Straßenbahn-Gleiskörper in unsäglicher Weise zerschnitten.

Auch die Anbindung an die Innenstadt kann ohne den Rückbau der St. Petersburger niemals gelingen. Aber an derart radikale Maßnahmen traut sich leider keiner heran, der irgendwie mal weidergewählt werden möchte: Da würde der Dresdner Autofahrermob aber auf die Barrikaden gehen, wenn man nicht mehr aus Feixdorf oder Höhnfeld-Meisig direkt ins Karstadt-Untergeschoss rollen könnte!

Die Pillnitzer ist zwar auch viel befahren, aber diesbezüglich weniger problematisch, da noch im Vorkriegsquerschnitt. Abzuwarten bleibt, wie die geplante Straßenbahnstrecke integriert wird - vermutlich nördlich der Fahrbahn auf der grünen Wiese. Ohne diese könnte man aber zumindest straßenbegleitend eine nördliche Randbebauung vorsehen, die die leicht mäandernde Straßenführung aufnehmen könnte, die bisherigen Zeilen würden also zu Hinterhäusern degradiert.

Vermutlich würde es hier aber ebenso einen Aufschrei der alteingesessenen Rentnerschaft geben, vermutlich nicht so konzertiert wie bei den verdienten Genossen nördlich der Grunaer, an die die Wohnungen in den Fünfzigern und Sechzigern vorzugsweise vergeben wurden und die sich noch heute sich als Wortführer im Quartier aufspielen. Die montägliche Demonstrationserfahrung kommt denen bestimmt auch zugute.
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