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Alt 17.07.14, 11:41   #16
Tilou
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Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
Laut Spiegel teilen diese Meinung nur 32% der Gesamtbevölkerung.
Die Umfrage lautete nicht "Ist Londons Skyline außer Kontrolle" sondern ob es zuviel Hochhäuser gebe. Was künftige Planungen angeht lässt sich daraus nichts ableiten. Ich finde ein Drittel in einer Stadt wie London im übrigen schon beachtlich und da das Thema offenbar erst langsam ins Bewusstsein sickert wird diese Zahl auch bestimmt weiter zunehmen.

Sämtliche anderen kritischen Informationen zu diesem Thema (die übrigens auch in dem von mir verlinkten Artikel stehen) hast du leider wieder vollständig ausgeblendet. Ich habe irgendwie ohnehin nicht den Eindruck, dass du Dinge mal etwas eingehender reflektierst und dann antwortest sondern lieber ein paar oberflächliche Zitatfetzen von irgendwo aus dem Zusammenhang reißt, Äpfel/Birnen-Vergleiche aufmachst und dann dein Gegenüber sich daran abarbeiten lässt (das gilt auch für deinen leidigen Köln/London/Weltkulturerbe-Vergleich, soll ich dir jetzt eingehende Informationen zu den Kriterien der UNESCO-Kommission bezüglich Anerkennung von Weltkulturerbe-Bauten präsentieren?). Ich muss weg und überlasse dir vorerst das Feld "Hochhausangst" zur weiteren Beackerung.
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Alt 17.07.14, 13:33   #17
Bau-Lcfr
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Angstmachen in NRW

^ Aus einem Brief von gerade mal 70 Personen kann man aber kaum die Mehrheitsmeinung ableiten?

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Während die Architektenkammer Bayerns positiv dem Hochhausbau gegenüber zu stehen mag (s. Ergänzung zwei Beiträge zuvor), die in NRW veröffentlichte im Mai diesen Text, nach dem die Baukosten "zwei- bis dreimal" jene üblicher Höhen übersteigen sollten, weswegen Wohnhochhäuser nur in Toplagen Chancen hätten und etwa am Düsseldorfer HBf (wie im Text thematisiert) scheitern müssten. Zum Vergleich - dieser Schweizer Text eines Wirtschaftsmagazins benennt die Mehrkosten mit min. 15%, aber "im Extremfall bei 25 Prozent" - also deutlich weniger. Kürzlich las ich eine Angabe von 20% Mehrkosten in Deutschland (die Quelle finde ich gerade nicht mehr). So sind die angeblichen 100-200% Mehrkosten höchst fragwürdig - mE Angstmacherei eben.
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Alt 18.07.14, 06:36   #18
libero
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Welche Hochhausangst???

Ich möchte mal ganz trocken auf den Ausgangpost des Threads zurückkommen und mir die Frage erlauben: "Welche Hochhausangst"? Nur weil der Link zwischen Hochhaus und "German Angst" hergestellt wird (im übrigen auch in der verlinkten ImmobilienZeitung, die in ihrem kommentartösen Ausschweifungen aber auch nichts zu der medial geschickten Headline und Wortspielerei ausführt oder erdet), ist es noch lange nicht kausal. Ne Quelle gibts auch nicht. Es ist ne steile These und ich möchte mal behaupten, dass es überhaupt keine solche "Angst" oder auch "Totalablehnung" gibt. "Angstmacherei" trifft das ganz gut. Klar, es gibt Gegner, aber überhaupt nicht so massiv wie hier dargestellt. In Frankfurt eh nicht, in Köln sind Hochhauspläne in Deutz an der Unesco gescheitert und nicht an der Bevölkerung (da könnte man von "Weltkulturerbestatusverlustang st" sprechen), in Hamburg ist es zurecht ein Sonderthema in der Stadt wegen der Skyline der Hauptkirchen - aber Hamburg hat gerade Höhe entschieden an Elbbrücken eh und weitere am Harburger Hafen, am Wandsbecker Tor, an der Hafenkrone und ich bin sicher auch demnächst am Dammtor - und ok, ja in München, da gabs ne Mehrheit gegen Hochhäuser. Aber auch nicht aus Angst, das ist doch albern. Zu guter letzt mal ein Blick auf das ach so alternative Berlin, wo ja dieser Thread ursprünglich verortet war. Aber wo die Bevölkerung mit nichten aus "Angst" dem Senat die Bude einrennt... In der BZ gabs im Frühjahr unter der Überschrift "Klares Ja für Hochhäuser" ne Umfrage, wonach 61% der Bevölkerung für Hochhäuser am Alex sind. Und in der City West ist auch keiner dagegen. Da kam Nix an Gegenwind beim ersten und nun in Bau befindlichen zweiten Über-Hunderter. Im Gegenteil, der Bezirk drängt Investoren offiziell und medial zu weiteren (Hines auf dem Gelände Aschingerhaus), was sich Politiker null erlauben könnten und wollten, wenn die Bevölkerung dagegen wär. Einzig und allein das linksalternativ-ökosoziale Milieu ist gegen Hochhäuser (das Gegen-Drittel in Umfragen), aber laut auch nur die Nimbys in ihrem Backyard (Mediaspree - wobei da auch mehrere HH nun entstehen). Oder eben die - formulieren wir es höflich - wertkonservativen Münchener. Ergo: Hochhausangst in Deutschland gibt es nicht, sondern eine breite Akzeptanz für ausgesuchte Standorte inzwischen in der Bevölkerung. Solche Standorte werden heiss diskutiert, aber das sollten sie auch.

Geändert von libero (18.07.14 um 08:56 Uhr)
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Alt 18.07.14, 13:12   #19
Bau-Lcfr
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Zitat:
Zitat von libero Beitrag anzeigen
Einzig und allein das linksalternativ-ökosoziale Milieu ist gegen Hochhäuser
Apropos Öko - kürzlich fiel mir ein Widerspuch auf. Etwa im Wikipedia-Artikel Hochhaus wird die Verschattung gleich als erster Kritikpunkt genannt. Wenn ich jedoch den Wikipedia-Artikel Stadtklima lese, sei die Dichte und die Verschattung positiv, da sie den Wärmeinseln vorbeuge. (Nicht ohne Grund sind südeuropäische Städte sehr dicht mit schmalen Gassen bebaut. Durch die Klimaerwärmung bekommen auch wir ein etwas südlicheres als bisher Klima.)
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Alt 18.07.14, 14:36   #20
Tilou
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Zitat:
Zitat von libero Beitrag anzeigen
Hochhausangst in Deutschland gibt es nicht, sondern eine breite Akzeptanz für ausgesuchte Standorte inzwischen in der Bevölkerung. Solche Standorte werden heiss diskutiert, aber das sollten sie auch.
So sehe ich es auch. Die Kontroversen um Standorte und Höhe sind eigentlich normal, da ein Hochhaus einen großen (und für lange Zeit nicht rückgängig zu machenden) Eingriff in das Stadtbild bedeutet. Dass die Leute an der ein oder anderen Stelle übertreiben ist sicherlich wahr. Aber Hochhäuser werden dennoch weiter gebaut.

@Bau-Lcfr
Sind halt zwei Kehrseiten der selben Medaille. Hochhäuser können durch Verschattung einen kühlenden Effekt auf die Umgebung haben, durch mangelnden Lichteinfall aber gleichzeitig die Wohn- und Aufenthaltsqualität für die Einwohner negativ beeinflussen. Ich finde das nicht widersprüchlich.
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Alt 22.07.14, 02:23   #21
hulibobo
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http://www.berliner-kurier.de/kiez-s...,27892172.html

Hier sieht man auch die Hochhaus Phobie,dass selbst in Berlin nicht mal Zustimmung für 2 Mini Wolkenkratzer gibt.

Und für den Berliner Kurier sind 65 m "nur" und die 150 m "Manhattan Style" obwohl nicht mal in den 30er Jahren mehr dass was spektakuläres war.

Selbst 300 m sind heute garnix mehr.Und die Leute haben Angst vor zwei 150 m Bauten?Da die Sicht auf ihre DDR Gebäude verschandelt wird?

Aber der Pallast der Republik sollte ja abgerissen werden und dafür ein neues Schloss gebaut werden was an ein altes erinnern soll

Es ist wirklich unglaublich was da los ist,was würde denn die Zeitung titeln wenn es so wäre wie in London jetzt?
Für die muss doch Frankfurt der reinste Horror sein,aber dass man damit evtl.platz spart,daran haben sie auch noch nie gedacht.Das witzigste ist,dass bei dem Russen Tower die Bauzeit knapp vier Jahre betragen soll
Mal sehen was für Steine da noch in den Weg gelegt werden bis alles mal realisiert werden könnte.Ich denke weder den Hines Tower noch den neuen wird man jemals in echt sehen,nur auf Planungen oder vllt um die Hälfte gekürzt.

Außerdem sagen die noch"Berlin ist nicht New York",dass ist die blödste Argumentation überhaupt,denn selbst Warschau ist New York dagegen.Oder langsam schon Wien oder schweizer städte.
Und in Hamburg wurde auch noch kein Hochhaus über 100 m gebaut seit dem ob das vllt in 10-20 oder 100 Jahren was wird im Elbbrückenquartier ist ne andere Sache.Auch an der Mediaspree wurde noch nix gebaut,nur verschoben und wieder verschoben.Es ist halt immer nur in Planung und Diskussion aber im Endeffekt kommt dann nix.
Man muss nur mal gucken wie alt die Threads sind teilweise über 10 Jahre alt von bestimmten Projekten,die immer noch erst "in Planung" sind.
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Alt 22.07.14, 07:41   #22
Batō
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^
Hast du nix Besseres gefunden um deine Thesen zu untermauern als dieses alte DDR-Klatschblatt?
Man habe eine vorgefertigte Meinung, finde ein paar Hansel die diese bestätigen und schiebe noch eine höchstfragwürdige Blitz-Umfrage dazu und fertig ist der Artikel. Na wer's glaubt...

Zitat:
Auch an der Mediaspree wurde noch nix gebaut,nur verschoben und wieder verschoben.Es ist halt immer nur in Planung und Diskussion aber im Endeffekt kommt dann nix.
Und das hat jetzt genau was mit Hochhaus-Angst zu tun?
Zitat:
Man muss nur mal gucken wie alt die Threads sind teilweise über 10 Jahre alt von bestimmten Projekten,die immer noch erst "in Planung" sind.
Warum ist das so? Hochhaus-Angst oder etwa doch andere Gründe?
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Berlin à la carte - die Projektkarte
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Alt 22.07.14, 09:36   #23
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Entschuldigung, aber ich verstehe die ganze Diskussion nicht – natürlich gibt es in Deutschland eine Hochhausangst! Nur mal einige Gründe die in den Jahren immer wieder aufgepoppt sind:

Verschattung, Verkehrssteigerung, potentielles Terrorziel, Gentrifizierung, soziale Verelendung (Wohnhochhaus), Verschandlung des Stadtbildes, Beeinträchtigung der Frischluftschneisen, Wertminderung des eigenen Grundstücks (durch Verschattung etc.), Bausünde, Brandschutz(probleme), etc.

Zusätzlich gibt es immer wieder Argumente wie die Wirtschaftlichkeit von Hochhäusern bzw. die Lebensqualität in einem Wohnhochhaus in Frage stellen. Über die positiven Effekte von Hochhäusern, bzw. deren Vorteilen wird in deutschland praktisch nie gesprochen. Von einer diffusen Angst zu sprechen ist daher durchaus berechtigt und trifft den Nagel auf den Kopf! Im besten Fall werden Hochhäuser als Zeichen wirtschaftlichen Erfolgs gesehen. Aber selbst dieses Argument hat wenig Bestand, da direkt wieder von einer Verödung der Innenstädte, Amerikanisierung, bösen Investoren, oder einfach generell Kritik am globalen Kapitalismus geäußert wird.
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Alt 22.07.14, 11:20   #24
libero
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Also der verlinkte Artikel ist an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten: Da läßt meine ein paar Leute sprechen (und macht daraus eine Kurier Blitzumfrage, natürlich ohne Zahlen, weil die Blitzumfrage von irgendeinem Prakti oder Freischaffenden gemacht wurde in 3 Stunden 20 Leute raussuchen, die das sagen was man hören will und Fotos gleich dazu - ich gestatte mir an dieser Stelle die Bösartigkeit zu fragen, obs Klarenbach war und bitte ihn es mit Humor zu nehmen, das muss ich nämlich am Ende bei seinen Beiträgen auch). Dann werden natürlich Tatsachen verdreht und so getan, als würde ein 65er an Stelle eines 150ers treten. Und garniert wird das ganze mal mit der Behauptung dass sinngemäß "viele Berliner nur Wolkenkratzer akzeptieren, wenn alle DDR-Bauten erhalten bleiben". Diese Kausalität ist zwar durch nichts zu blegen, dafür trifft es aber umso genauer die Meinung des Redakteurs.

Zitat:
Zitat von Regent Beitrag anzeigen
natürlich gibt es in Deutschland eine Hochhausangst! ... Verschattung, Verkehrssteigerung, potentielles Terrorziel, Gentrifizierung, soziale Verelendung (Wohnhochhaus), Verschandlung des Stadtbildes, Beeinträchtigung der Frischluftschneisen, Wertminderung des eigenen Grundstücks (durch Verschattung etc.), Bausünde, Brandschutz(probleme), etc.
Wir schmeissen mal alle Vorurteile gegenüber verschiedenen Bauarten/Stilen/Epochen in einen Topf: Fertig ist die Überzeugungspampe, von dem einen keiner niemals abbringen kann und wird. Und weil das so ist, wird auch direkt so getan, als würde die Mehrheit so denken. Aber es reicht nicht: Der Begriff Angst muss natürlich aus populistischen Gründen auch noch rein. Sonst wirkt die Behauptung nicht so richtig.

Geändert von libero (22.07.14 um 11:41 Uhr)
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Alt 22.07.14, 13:03   #25
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Es ging mir nur darum zu zeigen, dass sich in Deutschland immer ein Argument gegen Hochhäuser finden lässt. Der Begriff "Angst" wird ja hier nicht im psychisch/physischem Sinn verwendet, sondern bezieht sich auf den, im angelsächsischen Sprachraum, weit verbreiteten Begriff der "German-Angst". Gemeint ist damit die Besonderheit der Deutschen, zu einer kollektiven und diffusen Furcht vor unbestimmten Bedrohungen zu neigen. Siehe dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/German_Angst
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Alt 22.07.14, 13:31   #26
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Danke für den Link. Siehe #18. Und daher hab ich auch geschrieben, dass es populistisch ist, von Angst zu sprechen.
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Alt 22.07.14, 13:44   #27
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Das hatte ich wohl überlesen, danke für den Hinweis. Populismus hin oder her, die breite Akpzeptanz in Deutschland gegenüber Hochhäuser ist niedriger als in anderen Ländern. Nein, eine Statistik dazu habe ich nicht – aber bezüglich der Anzahl an Projekten in anderen Ländern, und der Debatte hierzulande, lässt sich dann doch mit einer bestimmten Sicherheit darauf schließen. Die Gründe warum man Hochhäuser ablehnt sind allerdings meist Diffus und eben auch von Populismus geprägt. Wie sonst erklärst du dir, dass es in einer modernen Millionenstadt und Metropole (München), möglich ist bei einer Volksabstimmung eine Mehrheit für ein generelles Verbot von Hochhäusern zu erlangen? Es ging ja hier noch nicht einmal um einen bestimmten Standort oder einen bestimmten Entwurf, sondern um das gesamte Stadtgebiet!
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Alt 22.07.14, 14:09   #28
hulibobo
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Der Artikel den ich verlinkt habe war ja nur das was von gestern .Es gibt natürlich ne Menge andere über bestimmte Projekte,sei es Hines,Estrel,in Hamburg selbst kleinere Hochhäuser um die 70 m oder wo anders.
Und da jemand geschrieben hat,dass es ne breite Akzeptanz gibt siehe MediaSpree,Elbbrücken etc.hab ich geschrieben,dass sich da noch nichts getan hat.Das hat alles in allem damit sicherlich auch zu tun,mit den strengen Bedigungen,was auch schon vorher geschrieben wurden ist.
Das krasse ist,dass jetzt überall HH entstehen sie es in Kiew,in der Schweiz,in Lyon,anderen französischen Städten,Bratislava,deswegen passt das Thema ja eigentlich gut,warum es gerade in Deutschland so schwer ist,es geht hier ja immer noch nicht um 5 300 m Gebäude sondern nur um sogenannte "Highrises" also nichtmal wirklich Wolkenkratzer.
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Alt 22.07.14, 14:29   #29
libero
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@Regent: Du sagst ja selbst dass du keine Statistik hast, also ist es erst mal eine These und aus meiner Sicht ein Trugschluss, dass es in Deutschland signifikant größere Ablehnung gegenüber Hochhäusern gibt als in westeuropäischen anderen Ländern bzw. Städten.

Wie schon geschrieben nochmal von Nord nach Süd:

Hamburg: Solange der Blick von der Alsterbrücke auf die Hauptkirchen frei bleibt (bzw. gewisse Stadtteile), ist alles ok und Hamburg hat auch schon Höhe beschlossen. Gegenwind evtl. bei einzelnen Standorten auf St. Pauli milieubedingt zu erwarten. Elbbrücken, Berliner Tor, Wandsbecker Tor dürften durchgewunken werden - Eventuell nutzt man z.Zt. öffentlich mehrere Standorte um dann wenige nachhaltig am Ende zu entwickeln (Hafenkrone, ich hoffe noch mehr auf Dammtor, jeweils bis 120 sowie Elbbrücken). Zumal in der Stadt generell ein unglaublich keimfreies Klima herrscht, was Großprojekte betrifft (Hafencity, Neue Mitte Altona, Verdichtung Stromaufwärts). Warum bisher nicht gebaut wurde: Rein wirtschaftliche Gründe.

Berlin: Null Gegenwind oder Ressentiments City West und relativ große Akzeptanz am Alex. Gegenwind milieubedingt teilweise Mediaspree. Stimmung in der Gesamtbevölkerung: Mehrheit Positiv. Warum wurde bisher nicht gebaut: Rein wirtschaftliche Gründe.

Dortmund: Da stehen doch auch einige Midsize. Gegenwind: Hab ich nichts von mitbekommen.

Köln: Hochhauspläne in Deutz kaum Gegenwind aus Bevölkerung. Es steht ja auch ein junger Über-100er in Ehrenfeld. Grund für Scheitern: Unesco-Weltkulturerbestatus. Angst? Wenn, dann Weltkulturerbestatusverlustangst.

Frankfurt: Brauch ich nichts zu schreiben, glaub ich. Allerdings auch hier als Benchmark gegenüber Paris und London - da braucht sich Frankfurt ganz sicher nicht zu verstecken. Ok vielleicht fehlt seit gefühlten fünf Jahren das itüpfelchen mit einem Über300er. Gründe sind hier rein wirtschaftliche, die unter besonderer Berücksichtigung der engen Stadtgrenze befeuert wurde. Bei einem "Groß-Frankfurt-Gesetz" wie Hamburg und Berlin wäre die Skyline garantiert nicht so stark.

München: Ja, hier ist es belegt "Keiner über 100". Sonderfall wertkonservativer Natur. Und 100 find ich jetzt nicht Traufhöhe. Aber es gibt x Städte in Europa, die bei Volksentscheiden gegen Hochhäuser stimmen würden, da bin ich ganz sicher. Das ist kein deutsches Phänomen. Nehmen wir mal das bekannteste und (weil man es ja kaum in Russland vermutet) eklatanteste Beispiel: St. Petersburg, wo es aus nachvollziehbaren Gründen nicht einfach scheint, Hochhäuser im Zentrum der Öffentlichkeit zu vermitteln.

Nachtrag Höhe: Mal ganz abgesehen davon dass das zu 99% wirtschaftlichen Faktoren unterworfen ist, gibts da eigentlich folgende eher unproblematische Standorte ohne externe Faktoren wie z.B. Olympia für.... ü300er: Frankfurt Millennium-Tower ... ü200er: Frankfurt (Bankenviertel, EC/HBF)... ü150er: Frankfurt (Gesamt), Berlin (Alex) ... ü120er: Frankfurt (Gesamt), Berlin (Alex), Berlin (City-West), Hamburg (Dammtor - ist eher Wunsch, allerdings vermittelbar durch SAS)... ü/bis100er: Frankfurt (Gesamt), Berlin (Gesamt), Hamburg (Dammtor), Hamburg (Hafenkrone), Hamburg (Elbbrücken), Köln-Deutz (vorbehaltlich, die Stadtoberen haben Drive), Essen, Dortmund, Düsseldorf, München, etc.

Geändert von libero (22.07.14 um 15:18 Uhr)
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dass es ne breite Akzeptanz gibt siehe MediaSpree,Elbbrücken etc.hab ich geschrieben
Breite Akzeptanz MediaSpree hat keiner geschrieben. Allerdings gabs ne Umfrage bezüglich Alex.
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