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Alt 10.07.15, 22:53   #76
hulibobo
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hulibobo ist bald nicht mehr zu helfen
Das ist ja auch alles in Ordnung.Mit 2-3 Hochhausstädten könnte man ja super zufrieden sein.Zb.Frankfurt,Berlin und Düsseldorf.Also hätten wir damit auch die moderne Architektur abgehackt.

Auf der anderen Seite darf eine Stadt nicht so stehen bleiben wie sie ist und man muss auch Änderung an bestimmten teilen in der Stadt zulassen.

Wie schön,dass die Leute vor 100 Jahren nicht so gedacht haben,denn dann hätten wir nur Architektur aus zb. 1700,nicht aber aus 1900,denn die Stadt müsste ja dann so bleiben wie sie ist.

Um auf Frankfurt zurück zu kehren:ja,so gut wie jeder freut sich,wenn eine neues HH-Projekt angekündigt wird,nur leider muss man schon zugeben,dass die meisten Projekte wie Tower 2,Tower 1,Marienturm etc. leider ewig in der Planungphase sind und leider einige davon eben möglicherweise nicht weiter kommen werden.Es wird viel geplant aber von der Umsetzung hört man dann doch nichts mehr.

Hat in der Tat also nichts nur mit HH-Angst zu tun,sondern auch mit Unfähigkeit,Desinteresse und konservativen Investoren.
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Alt 23.10.15, 15:42   #77
Bau-Lcfr
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Bau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle Zukunft
"Wohnen im Hochhaus immer akzeptierter"

Um Angst geht es hier nicht, dafür um Akzeptanz - in einer Bauhandwerker-Zeitschrift fand ich diesen gestrigen Artikel über eine Studie, die die Akzeptanz des Wohnens in Hochhäusern untersucht. 52,2% der Befragten planen in den nächsten 10 Jahren einen Umzug, 21,3% der Befragten möchten künftig in einem Hochhaus wohnen. Das schlechte Hochhäuser-Image der 60er und 70er Jahre sei verblasst.

Eine andere Studie belegt, dass 15,8% der Befragten auf jeden Fall, 29,7% eventuell in einem Hochhaus wohnen möchten. 56,9% der Befragten begrüßen den Bau weiterer Wohnhochhäuser in den nächsten Jahren, 44,8% wollen diese direkt in der Innenstadt sehen. (Gleich eine Bemerkung - es muss nicht die Altstadt bedeuten.) 41,8% wünschen sich jedoch keine Hochhäuser in direkter Nachbarschaft. 48,0% empfehlen, Hochhaus-Wohnbauten mit Büroflächen, KiTas, Läden und Arztpraxen zu kombinieren.
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Alt 01.11.15, 20:17   #78
fräulein r.
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Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
48,0% empfehlen, Hochhaus-Wohnbauten mit Büroflächen, KiTas, Läden und Arztpraxen zu kombinieren.
Das ist einerseits angenehm. Andererseits schafft es die Gefahr, dass Leute gar nicht mehr nach draussen an die frische Luft gehen, da sie ja alles in ihrem Haus finden. Bei solchen Häusern müsste man was machen, dass auch Bewohner, die selten rausgehen, immer wieder mla etwas frische Luft abbekommen während sie sich im Haus von einem zum andern Ort bewegen.

es grüsse
Ihr fräulein
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Alt 02.11.15, 00:13   #79
Bau-Lcfr
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^ Wenn ich also im Haus Büros eines Stahlgroßhändlers, einen Frauenarzt und eine Bar habe, sollte ich nicht mehr das Gebäude verlassen, da ich ja alles in meinem Haus finde. Tut mir leid, sowenig Logik verdient keine bessere Antwort.

Es gab bereits sehr viele Studien und Presseartikel, die die Vorzüge der Gründerzeitviertel mit der Dichte und der Durchmischung loben - wobei auch damals nicht möglich war, alles notwendige in einem einzigen Gebäude zu finden. Das erwartet auch keiner - sondern Lebendigkeit im Unterschied zu sterilen monofunktionalen Vierteln.
Kein Wunder, dass die Attraktivität der dichten durchmischten Viertel auf Quartiere mit Hochhäusern übertragen wird - diese können genauso klare Straßenblöcke bilden. Der einzige städtebauliche Unterschied zu den Gründerzeitquartieren wäre, dass es an einigen Stellen Höhepunkte gibt.
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Geändert von Bau-Lcfr (02.11.15 um 08:22 Uhr)
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Alt 02.11.15, 13:11   #80
fräulein r.
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Zitat:
Zitat von Bau-Lcfr Beitrag anzeigen
^ Wenn ich also im Haus Büros eines Stahlgroßhändlers, einen Frauenarzt und eine Bar habe, sollte ich nicht mehr das Gebäude verlassen, da ich ja alles in meinem Haus finde. Tut mir leid, sowenig Logik verdient keine bessere Antwort.
Welche Logik soll da mangeln? Büroarbeitsplatz, Kita, Fitnesscenter, Restaurant und Kino lassen sich sehr wohl in einem einzigen grossen Gebäude unterbringen. und noch vieles mehr.

Es geht ja nicht darum, dass ich irgendwem verbieten will, ein Gebäude zu verlassen, sondern darum, dass Menschen, die keine Notwendigkeit mehr dazu haben, es auch nicht mehr tun.

Ausserdem gibt's das Problem schon heute: es gibt Menschen, die sind schon gar nie mehr draussen - sondern von Wohnung in Tiefgarage in Auto in Tiefgarage ins Büro... das kann ja wohl nicht gesund sein.

Zitat:
wobei auch damals nicht möglich war, alles notwendige in einem einzigen Gebäude zu finden. Das erwartet auch keiner - sondern Lebendigkeit im Unterschied zu sterilen monofunktionalen Vierteln.
Das ist ja auch gut und richtig so, dass man gelegentlich raus muss.

Zitat:
Kein Wunder, dass die Attraktivität der dichten durchmischten Viertel auf Quartiere mit Hochhäusern übertragen wird - diese können genauso klare Straßenblöcke bilden. Der einzige städtebauliche Unterschied zu den Gründerzeitquartieren wäre, dass es an einigen Stellen Höhepunkte gibt.
ja eben: in einem einzigen Hochhaus ist so viel Platz wie in einem ganzen traditionellen Quartier.

Und ich bin durchaus der Auffassung, dass Architektur in erster Linie so bauen soll, dass die Lebensqualität der Menschen erhöht wird, und dass auch die körperliche und psychische Befindlichkeit und wie ein Bau sich darauf auswirkt in Betracht gezogen werden soll.

Frische Luft gehört nun mal zu jenen Banalitäten, von denen man erst dann feststellt, wie wichtig sie sind, wenn sie fehlen.

es grüsst
ihr fräulein
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Alt 02.11.15, 13:53   #81
Bau-Lcfr
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^ Es wäre höchst unwahrscheinlich, dass jemand, der in einem Hochhaus wohnt, seinen Job gerade in den paar Firmen findet, die im Sockelbereich sitzen - und dort dauerhaft bleibt. Noch unwahrscheinlicher bei Eheleuten. Man kann auch unmöglich von den 2-3 zufälligen Läden im EG leben - abgesehen davon, dass diese ohnehin eher von der Straße erreichbar sind. Autarkie erreichen nicht einmal gewaltige Komplexe wie der John Hancock Center, in Deutschland sind eher Wohnhochhäuser um 18 Geschosse mit höchstens 1-2 Läden und ein wenig Bürofläche das Thema - von ganz wenigen minimal größeren Ausnahmen in Frankfurt abgesehen, die auch nicht autark sein werden.

Zitat:
es gibt Menschen, die sind schon gar nie mehr draussen - sondern von Wohnung in Tiefgarage in Auto in Tiefgarage ins Büro...
Da es auch niedrige Bauten mit einer TG sein können - das hat aber mit den städtebaulichen Aspekten des Hochhausbaus nicht wirklich was zu tun, oder?
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Alt 02.11.15, 14:38   #82
fräulein r.
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Mein Punkt ist: sowas wie Hikikomori brauchen wir nicht und solche Phänomene (und ähnliche) sollen, bitte bitte, nicht durch gebaute Infrastruktur unterstützt werden. Und an solche Dinge soll, bitte bitte, schon bei der Planung gedacht werden und nicht erst dann, wenn das Problem so gross geworden ist, dass es eine Belastung für die Gesellschaft geworden ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hikikomori

es grüsst Sie
Ihr fräulein
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Alt 02.11.15, 20:00   #83
Kleist
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Kleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle ZukunftKleist hat eine wundervolle Zukunft
^ Hikikomori hat aber primär nichts mit der Architektur zu tun, in der sich die Leute aufhalten. Eher mit der Psyche.

In Deutschland gibt es keine Hochhausangst. Aber es gibt auch kein Drang zum Hochbauen. Repräsentation drückt sich hierzulande anders aus als in hohen Bauten. Eher in Firmenwagen u.ä..

In Deutschland gilt auch immer noch der Spruch. Je höher das Haus, desto niedriger die Rendite.
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Alt 20.11.15, 23:37   #84
fräulein r.
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fräulein r. könnte bald berühmt werdenfräulein r. könnte bald berühmt werden
Zitat:
Zitat von Kleist Beitrag anzeigen
Hikikomori hat aber primär nichts mit der Architektur zu tun, in der sich die Leute aufhalten. Eher mit der Psyche.
ich meine, es gäbe da durchaus grosse Überschneidungen, Korrelationen und Kausalitäten.

es grüsst
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