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Alt 20.07.12, 09:30   #91
Robbi
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Am Rathaus 10

Irgendwie scheinen auch die Mainzer Bauprojekte Sommerferien zu haben, es passiert nicht so wirklich viel. Als kleiner Lückenfüller daher mal Neuigkeiten vom Rheinufer, genauer dem Gebäude Am Rathaus 10, gebaut 1888 (Baustellenfoto). Die Bauarbeiten hatten eine Weile gedauert, aber das Ergebnis ist sehr überzeugend. Soweit ich das im Vorbeigehen immer erkennen konnte, wurde vor allem das Dach denkmalgerecht renoviert und gedämmt. Aber auch die Fassade wurde geliftet. Kleine Kritikpunkte: Man hätte im Rahmen des Umbaus die Sandsteinspitzen der rheinseitigen (hier: linken) Giebel ergänzen können, so wie am rechten Giebel Richtung Rathaus. Und das Dachgeländer hat irgendwie eine etwas schlichte Baumarktoptik… Aber wie gesagt, das sind nur kleine Punkte, ansonsten sieht das Haus wieder toll aus. Und weil man die Details nicht so gut erkennen kann, lässt sich das Bild vergrößern (anklicken):



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Alt 24.07.12, 14:06   #92
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Kapuzinerstraße 38; St. Ignaz

Das hier angesprochene Haus Kapuzinerstraße 38 ist äußerlich fertiggestellt. Sieht sehr gut aus, vor der Renovierung wirkte das ganze Gebäude doch etwas heruntergekommen. Bei der benachbarten Ignazkirche (Lage) wurde mittlerweile auch die schöne Straßenfassade komplett eingerüstet, während die Dacharbeiten sich dem Abschluss nähern.



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Alt 07.08.12, 10:30   #93
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Bahnhof Römisches Theater

Der barrierefreie Umbau des Bahnhofs Mainz Römisches Theater (zuletzt hier und hier, Lage) geht voran. Seit einer Weile ist Gleis 1 gesperrt, weil hier als erstes der Bahnsteig erhöht wird. Auch wird der unter dem Gleis liegende Fußgängertunnel abgedichtet, weswegen selbiges entfernt wurde. Die neuen und z.T. erweiterten Treppen zu den Gleisen 2 und 3 sowie 4 scheinen im Rohbau fertig zu sein.

Hier zunächst die verbreiterte Treppe zum mittleren Bahnsteig (2+3), noch abgedeckt durch eine Platte. Links am Bildrand die Mauer hinter Bahnsteig 4, welche wie in #195 erwähnt im Rahmen des Umbaus zugunsten der Sicht auf das dahinter liegende römische Theater entfernt werden soll.



Im Vordergrund die Tunnelabdichtung am entfernten Gleis. Die Bahnsteigkante wurde bereits größtenteils erhöht, danach muss nur noch das restliche Pflaster angehoben werden. Ebenfalls zu sehen ist der Aufzug an Bahnsteig 1, der im Rahmen des Um- und Neubaus der Empfangsgebäude realisiert wurde.





Stillleben mit Spitzhacke und Besen.



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Alt 07.08.12, 15:20   #94
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Eltzer Hof

Seit Jahren ist die Zukunft des Eltzer Hofs im Bleichenviertel in der Schwebe. Zusammen mit dem Landesmuseum Mainz nimmt er einen ganzen Straßenblock zwischen Großer Bleiche, Bauhofstraße, Mittlerer Bleiche und Schießgartenstraße ein (Lage, eingezeichnet ist die Fläche vom Eltzer Hof). Abgesehen von Ergänzungsbauten wurde der ganze Block zwischen 1742 und 1774 erbaut und ist eine Denkmalzone. Der Komplex Eltzer Hof besteht neben dem namensgebenden Palais auch aus dem Dalberger-Hammelburger Hof, welcher später in den Eltzer Hof integriert wurde (weswegen ab und zu auch der Plural Eltzer Höfe benutzt wird). Beide Höfe wurden 1742/43 in für die Barockzeit relativ schlichter Formensprache erbaut (Info). Der komplette Straßenblock wurde im 2. Weltkrieg weitgehend zerstört und bis in die 60er Jahre hinein Stück für Stück äußerlich wiederhergestellt und zum Teil ergänzt. Den Bereich Eltzer Hof nutzte in der Folgezeit das Congress-Centrum Mainz als Veranstaltungsstätte, etwa für die Fastnacht. Wegen Asbestbelastung musste das Gebäude 2004 geschlossen werden, geblieben ist nur der Club 50°. Bereits 2008/09 hatte es einen Architekturwettbewerb zum Umbau gegeben, den das Kasseler Büro „Atelier 30 Architekten“ gewonnen hatte (Fotos in baunetz.de), doch passiert ist seitdem mangels Investor nichts. Der momentan überbaute Innenhof hätte dabei wieder geöffnet und überdacht werden sollen, auch Übergänge zum Landesmuseum waren geplant. Zu den errechneten Kosten von 21,8mio€ hätte das Land eine Unterstützung von 10mio€ beigesteuert. Seit neustem gibt es Überlegungen, den Eltzer Hof zu Wohnungen umzubauen, auch ist das Landesmuseum an Erweiterungsflächen in dem Komplex interessiert. Ob, wann und wie das realisiert wird, ist unklar. Quellen: AZ (2010), AZ (2012).

Auf zu einer kleinen Bestandsaufnahme, angefangen beim Museumskomplex. Das Landesmuseum Mainz wurde bereits von 2001-2010 umfassend saniert, umgebaut und um eine kleine, verglaste Innenhofarkade erweitert, mehr dazu hier. Davon umfasst waren die Golden-Ross-Kaserne (kurfürstlicher Marstall; 1766-67) an der Großen Bleiche, mit den flankierenden Seitengebäuden Richtung Schießgarten- und Bauhofstraße, sowie der Gebäudeflügel in der Schießgartenstraße aus den 1970ern. Ebenfalls zum Marstall gehört der ins Blockinnere ragende Gebäudeflügel, der den nordöstlichen Abschluss des Innenhofs bildet. Neben der Erneuerung der Technik wurde auch die Raumaufteilung verändert, sowie die Dachgeschosse zu Ausstellungsflächen umgebaut. Nicht von den Baumaßnahmen umfasst war die an der Mittleren Bleiche gelegene Steinhalle (Reithalle; 1770), die zusammen mit dem Eltzer Hof saniert und zu einer Veranstaltungshalle umgebaut werden soll. Zunächst die Front zur Großen Bleiche mit der Golden-Ross-Kaserne. Ohne Weitwinkel kaum zur Gänze fotografierbar:





Der namensgebende Klepper.



Der Eckbau Große Bleiche/Schießgartenstraße mit dem anschließenden Erweiterungsbau der 1970er Jahre.





Blick durch die Schießgartenstraße von der Mittleren Bleiche aus. Das Eckhaus ist die Steinhalle (Reithalle), rechts anschließend der Erweiterungsbau.



Die Reithalle in ganzer Länge.



Weiter geht es zum eigentlichen Projekt. Zunächst der ehemalige Dalberg-Hammelburger Hof, Mittlere Bleiche 40, wo auch der Club 50° beheimatet ist. Gesehen von der Ecke zur Bauhofstraße.





Der Haupteingang, mit seit Jahren verlassenen Kassenhäuschen.





Der ursprüngliche Eltzer Hof, Bauhofstraße 3-5, gesehen von der Ecke zur Großen Bleiche. Die Häuser Nr. 3 und 5 sind die beiden fast identischen Gebäude in der Mitte mit den großen Portalen.



Zumindest Nr. 3 (linker Teil) wird noch in Teilen von der Museumsverwaltung genutzt, der rechte scheint komplett leer zu stehen.



Portal von Nr. 5.



Perspektive von der Ecke Bauhofstraße/Mittlere Bleiche



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Geändert von Robbi (19.11.15 um 12:14 Uhr) Grund: Reparatur
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Alt 10.09.12, 17:22   #95
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Ehem. Quellepavillon; Schusterstr. 21

Und noch ein paar Neuigkeit vom ehemaligen Quellepavillon am Gutenbergplatz. Dieser wurde vor wenigen Jahren zu einer Douglasfiliale umgebaut (siehe Karte, letzte Bilder), jetzt wird auch der rückwärtige Teil saniert (Schöfferstr. 17). Dort waren vorher ein Friseur und ein Reformhaus ansässig, die im Juli ausgezogen sind. Bei der Sanierung soll die moderne Fassade des vorderen Teils fortgeführt werden, nach Fertigstellung wird wieder ein Friseur ins OG einziehen, ebenerdig wird ein Bäcker eröffnen (Quelle).



Momentan wirkt der Gebäudeteil ziemlich skelettiert. Blick Richtung Bushaltestelle Höfchen.





Und als Randnotiz noch dieser Umbau. Das Gebäude Schusterstr. 21, gelegen zwischen Alter Universität und St. Quintin, wurde saniert. Der Umbau begann Anfang April 2012…





…und ist jetzt weitestgehend abgeschlossen. Berauschend ist das Ergebnis nicht geworden, ich wollte es euch aber auch nicht vorenthalten





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Alt 09.10.12, 17:40   #96
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Bahnhof Römisches Theater

Kurz ein Zwischenstand vom Bahnhof Römisches Theater (letzter Beitrag, Karte). Bahnsteig 1 ist weitgehend fertig, jetzt ist gerade Bahnsteig 2 im Umbau. Die neuen und z.T. verbreiterten Treppen sind ebenfalls fertiggestellt, die Glaskästen für die Aufzüge stehen auch schon.





Randnotiz: Das Gebäude der freiwilligen Feuerwehr an der Neubrunnenstr. 13/Ecke Hintere Bleiche wurde kürzlich renoviert. Die Feuerwehr soll später in den Neubau an der Rheinallee ziehen (mehr hier). So sah es vorher aus. Für meinen Geschmack etwas zu rosa, aber vielleicht wittert das noch etwas nach.



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Alt 09.10.12, 23:51   #97
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Man kann glaube ich gespannt sein, was in das alte Feuerwehrgebäude ziehen wird - ich könnte mir ein Café mit hohen Decken vorstellen ...
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Alt 16.10.12, 15:56   #98
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Mittlere Bleiche 8

Beim Neubau an der Mittleren Bleiche 8 (siehe hier und hier; Karte) wird jetzt kräftig gebuddelt.



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Alt 18.10.12, 18:16   #99
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Seniorenresidenz Templergasse

Bei der Seniorenresidenz an der Templergasse/Ecke Rheinstraße wird jetzt gebaut (letzte Beiträge, Karte). Kleine Memo: Im Juni ist dort ein Pfahlbohrgerät in ein altes Gewölbe eingebrochen und hat ein Nachbarhaus schwer beschädigt. Dadurch wurden die Arbeiten um etliche Wochen zurückgeworfen, weil nach der Schadensbehebung auch noch die Archäologen anrückten. Diese haben aber interessante Entdeckungen gemacht, denn man weiß jetzt durch Analyse der dortigen Funde, dass an dieser Stelle nicht nur die mittelalterliche, sondern bereits die römische Stadtmauer des 3. Jahrhunderts verlief. Zuvor war nicht sicher, ob sich zu dieser Zeit die Stadtmauer auch über die Holzstraße hinaus ausdehnte. Festgestellt werden konnte das mittels einer dendrochronologischen Untersuchung der unter der Mauer gefundenen Eichenpfähle (Quelle; siehe auch verlinkte Artikel im vorherigen Beitrag zum Thema). So sieht die Baustelle im Moment aus.



Der Schaden am Nachbarhaus wurde behoben.



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Alt 22.10.12, 23:13   #100
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St. Peter

Die Arbeiten an St. Peter (Karte) haben sich gezogen, sind jetzt aber geschlossen. Ausgangsfotos hier, letzte Aufnahmen da. Die Farbgebung ist für meinen Geschmack etwas zu kräftig, das eher natürlich-sandsteinfarbene Aussehen, welches die Fassade vorher hatte, habe ich schöner gefunden (vgl. Fotos vom Ausgangsbeitrag). Aber dafür soll die aktuelle Farbfassung der ursprünglichen aus dem 18. Jahrhundert entsprechen. Die Renovierung hat insgesamt 1½ Jahre gedauert (Bistumshomepage). Vom schönen Äußeren abgesehen, ist die 1756 fertiggestellte Kirche auch im Inneren sehr sehenswert. Als eines der wenigen Gebäude in der Stadt hatte sie das Glück, trotz massiver Kriegszerstörung (Bilder) über Jahrzehnte hinweg umfassend wiederhergestellt zu werden, inklusive der schönen Ausmalung (Fotos).







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Alt 24.10.12, 15:50   #101
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Orgel St. Stephan

Ein von außen nicht sichtbares, für das Gebäude aber wichtiges Vorhaben wird gerade in St. Stephan realisiert (Lage). Die Kirche hatte durch starke Kriegszerstörung bereits 1942 ihre ursprüngliche Dreymann-Orgel verloren, in den 60’ern wurde dann eine für den Raum viel zu kleine Notorgel beschafft, die bis jetzt ihre Dienste verrichtet. Aufgrund der qualitativen Defizite, welche die Notorgel mit sich bringt, wurde beschlossen, eine neue Orgel zu errichten. Anders als der Vorgänger wird sie aber nicht auf der Westempore stehen, weil der Blick auf die berühmten Chagallfenster nicht verstellt werden soll. Stattdessen hat man sich für den Platz an der Ostwand der südlichen Vierung entschieden. Die Kosten belaufen sich auf rund 900.000€ und werden allein von der Gemeinde St. Stephan getragen. Sehr umfassend geschildert und mit zahlreichen Bildern ausgeschmückt kann man sich auf einer eigens für den Orgelbau eingerichteten Seite informieren. Kurz und knackig sind die wichtigstens Infos in diesem Flyer zusammengefasst.

Die neue Orgel wurde von der Firma Klais aus Bonn entworfen und jetzt auch gebaut. Sie soll neben ihrer Aufgabe als Instrument durch ihr metallisches Äußeres auch eine optische Bereicherung des Kirchenraums darstellen (Modellbild). Da die Chagallfenster ganz überwiegend aus blauem Glas bestehen, wird das wahrscheinlich sehr gut mit dem Silber der Orgelpfeifen harmonieren. Mit 45 (laut Flyer 46) Registern wird dann ein ganz anderes Klangerlebnis möglich sein, als nur mit elf Registern wie bisher.

Neben der Box für die dringend benötigten Spenden wurde im Vorfeld der Bauarbeiten auch eine „Phantomorgel“ im Maßstab 1:1 errichtet, was einen guten Eindruck der Raumwirkung verschaffte. Diverse Bilder davon finden sich auf der oben genannten Seite.

Die Arbeiten für die neue Orgel haben dieses Frühjahr begonnen, zunächst mit einem 15m tief gegründeten Fundament. Nachdem dieses fertig war und ganze vier Wochen austrocken musste, konnte Anfang September mit dem Aufbau der eigentlichen Orgel begonnen werden. Am 16.10. wurden dann die ersten Orgelpfeifen eingesetzt. Die Fotos des 15m hohen Gerüsts sind vom 18.10.





Und darüber hinaus: St. Stephan ist jetzt auch virtuell erlebbar, zumindest der Kreuzgang. Der Kirchenraum wird folgen, sobald die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Um den Panoramarundgang zu starten bitte hier klicken. Forumsinterne Fotos von Kirche und Kreuzgang gab’s schonmal an dieser Stelle.

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Alt 29.10.12, 10:53   #102
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Haus am Schloss

Das Haus am Schloss (Karte) nimmt endlich an Fahrt auf. Der letzte Beitrag dazu ist hier zu finden. Erneuert wurden auch die Visualisierungen, die man sich jetzt auf dieser Seite anschauen kann. Vorher hatte das Dach dieselbe Farbe wie die Fassade, nun ist es deutlich dunkler gehalten. Was sowohl als Kontrast, als auch aus rein praktischen Gründen (Verwitterung) sicher vorteilhaft ist. Es entstehen für 15mio€ 33 Mietwohnungen in verschiedenen Größen und fünf Gewerbeeinheiten. Die Fertigstellung des Gebäudes soll jetzt Mitte 2013 erfolgen, die Bezugsfertigkeit Ende 2013.

Die Fotos sind vom 22.10. Zu sehen ist neben dem Pfahlbohrgerät auch der beginnende Kranaufbau…



…und mal wieder ein Stück römischer Geschichte. Wie schon bei der Seniorenresidenz drei Beiträge weiter oben ist man auch hier wieder auf die Stadtmauer gestoßen. Diese ist am Fundament knapp 2,40m breit und hatte mal eine Höhe von etwa 8m. Sie wurde wohl zwischen 250 und 253 errichtet, um Barbareneinfälle abzuwehren. Sehr interessant ist dabei die Vielzahl der verwendeten Spolien, also behauener Steine, die ursprünglich mal einem anderen Zweck dienten. So hat man neben verwendeten Pflastersteinen, Pilastern und Türschwellen auch Weihealtäre mit Inschriften gefunden. Die Steine werden, soweit für den Bau der Tiefgarage nötig, geborgen und evtl. später im Museum ausgestellt. Ein Foto und ein erläuterndes, dreiminütiges Video mit der Leiterin der Landesarchäologie, Dr. Witteyer, kann man sich in der AZ anschauen. Hier wurde die Stadtmauer grade mit dem Hochdruckreiniger bearbeitet.



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Alt 05.11.12, 17:40   #103
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Bahnhof Römisches Theater

Und weiter geht es mit den Römern. Wie schon angekündigt (s.o.) wird die viereinhalb Meter hohe, 38m lange und teilweise zwei Meter breite Mauer aus rotem Sandstein abgebrochen, um den Blick vom Bahnhof auf das namensgebende Römische Theater freizumachen. Letzte Bilder hier, mehr Text in der Allgemeinen Zeitung und der Frankfurter Rundschau. Die wie das alte Empfangsgebäude 1884 gebaute Mauer wird wie geplant bis auf Brüstungshöhe (~1,10m) abgerissen und durch eine Glaswand ersetzt, so dass sowohl Passagiere als auch Durchreisende aus dem Zug heraus einen Blick auf das Innere des Theaters werfen können. Der Betrachter befindet sich dann interessanterweise mehr oder weniger dort, wo früher die Bühne war. Die Reste des Bühnenbaus wurden beim Umbau der Bahnhofs bis auf die Grundmauern abgerissen. Darüber hinaus plant Bau- und Kulturdezernentin Grosse das Theater in Zukunft auch wieder zu bespielen. Ursprünglich war es mit 10.000 Sitzplätzen das größte Bühnentheater nördlich der Alpen (Modellskizze), heute ist für etwa 500 Menschen Platz.

In einer neuen PM kündigte die Bahn an, dass aus organisatorischen Gründen die Erneuerung von Gleis 3 erst im Mai 2013 beginnen kann. Da parallel aber an Treppen und Unterführung weitergearbeitet wird, soll die Fertigstellung wie geplant im Sommer 2013 erfolgen.

Mitte Oktober begann der Abriss, tatkräftig unterstützt von der Initiative Römisches Mainz (homepage). So sah es heute Nachmittag aus.



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Alt 14.11.12, 17:57   #104
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Altmünsterhof

In der Walpodenstraße in der Mainzer Altstadt direkt unterhalb der Kupferbergterrasse steht seit Jahren ein Gebäude leer. Dieses soll nun abgerissen (leider!) und das frei werdende Grundstück mit einem Wohngebäude (sehr gut!) neu bebaut werden.

Das fünfstöckige Neubauprojekt soll zwanzig Wohnungen beherbergen und hört auf den Namen "Altmünsterhof". Gut, dass sich hier endlich was tut, schade aber, dass die Reste der Altmünsterbrauerei dafür verschwinden müssen ... Interessant ist jedenfalls der kleine "Hofgarten" mit "Schwalbennest" auf alten Fundamenten. Laut dem Generalunternehmer (Karrié) soll es im Frühjahr 2013 los gehen. Was meint ihr?

Hier geht's zur Projektseite.
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Alt 17.11.12, 18:33   #105
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Altmünsterhof

^ Vielen Dank wieder mal eine tolle Neuigkeit, die du gefunden hast! Das Projekt (Lage) ist praktisch bei mir in der Nachbarschaft und ich konnte die letzten Jahre verfolgen, wie der Bestandsbau immer schneller und schlimmer vergammelte. Auf alten google-Aufnahmen stehen noch Autos im Hof, aber seit einigen Jahren ist alles verlassen. In einem Bericht des DRK von 2003 (klick!) erfährt man, dass das Gebäude seit Jahrzehnten einen eher dubiosen Ruf genoss, der darin gipfelte, dass dort ein Mann nach mutmaßlicher Brandstiftung an einer Rauchvergiftung starb. Nachdem diverse Aktivisten und Obdachlose einbrachen, geschmiert und vandaliert wurde und immer mehr Scheiben zu Bruch gingen, hat man in den letzten Monaten die Zugänge immer stärker verriegelt. Zuletzt gab es im August 2012 eine Besetzungsaktion, die aber von der Polizei verhindert wurde (klick!). Von daher schön zu hören, dass sich endlich (!!!) was tut. Der Entwurf ist ganz interessant, nur das EG wirkt leider etwas abweisend, weil hier die (Tief-)Garage hinkommt. Dieses Schwalbennest ist natürlich eine tolle Idee, schön auch, dass die alten Keller auf diese Weise eingebunden werden.

Und zum Bestand: Laut der DRK-Quelle ist das Haus von 1872. Zusammen mit dem Hinterhaus waren dort zuletzt wohl 68 Ein-Zimmer-Wohnungen untergebracht. Wie der geneigte Leser hier erfährt, war auf dem Grundstück zunächst (wie bushfreak schon schreibt) die Altmünsterbrauerei ansässig (1859-1920), anschließend die Altmünster Kühl- und Eiswaren AG (1922-1971). Aber trotz des Alters kann ich dem Gebäude nicht so richtig nachtrauern, auch wenn ich generell für alte Gebäude viel übrig habe. Allein der mittlere Teil an der Walpodenstraße ist noch irgendwie ganz nett mit den alten Fenstereinfassungen. Die Ecken aus rotem Sandstein sind auch ganz schön, aber der Rest – naja. Von außen lässt sich ohne Hintergrundwissen schwer sagen, was noch im Original erhalten ist. Auf diesem Foto kann man das Gebäude aus ähnlicher Perspektive betrachten wie meinem ersten Bild unten und z.B. die Fenstereinfassungen im mittleren Gebäudeteil erahnen (beim Gebäude halb rechts mit den Schornsteinen). Auch scheinen die Proportionen dieselben zu sein, also wurde vermutlich nur die vorher etwas schmuckere Fassade stark vereinfacht. Bei einem jetzt nicht mehr möglichen Blick ins Innere konnte man von der Treppe aus auch erkennen, dass die Innenwände wirklich alt aussahen, z.T. in ausgemauertem Fachwerk. Passend zum trüben Wetter habe ich eben ein paar Dokumentationsfotos der genauso tristen aktuellen Situation gemacht. Hier die Seite zur Walpodenstraße.





Die Klinkertreppe (1891), die links vom Gebäude die Walpoden- mit der Terrassenstraße und der Kupferbergterrasse verbindet, wurde von Eduard Kreyßig (u.a. Architekt der Christuskirche) entworfen und steht unter Denkmalschutz. Hoffentlich wird sie im Zuge des Neubaus renoviert.



Im Sommer war sie im Rahmen einer kleinen, individuellen Kunstaktion hübsch verziert.





Ein Blick von oben auf den Gebäudekomplex.



Der Nachbarbau Walpodenstraße 27 ist denkmalgeschützt und wurde schon vor einigen Jahren modernisiert und erweitert. Wie man an dem Bacchus oberhalb des riesigen Portals erkennen kann, waren hier keine Bier-, sondern Weinkeller. Genauer gesagt die der Sektkellerei Kupferberg, deren beeindruckende Keller teilweise sieben Etagen tief in den Hang hinein gebaut wurden und als die am tiefsten geschichteten Sektkeller der Welt gelten (bis 50m unter der Oberfläche). Dieser Keller hier hatte wohl „nur“ fünf Etagen. Nur so am Rande: Die Keller können ihm Rahmen einer anmeldepflichtigen (und nicht ganz billigen) Besichtigungstour bestaunt werden, ein lohnenswertes Programm bei schlechtem Wetter (klick!).







An der Kupferbergterrasse (Baumreihen) stehen ganz rechts die historischen Gebäude der gleichnamigen Sektkellerei, die ihre Produktion aber vor ein paar Jahren ausgelagert hat. Links schließt sich die große Wohnanlage Auf dem Kästrich an, die Ende der 1980er auf dem Gelände der ehemaligen Mainzer Aktien-Bierbrauerei errichtet wurden, deren sichtbarstes Überbleibsel das Portal an der Emmerich-Josef-Straße ist. Dort gelang man heute zum Parkhaus (Fotos).



Aber zurück zum Projekt. Der Innenhof, Verwahrlosung im fortgeschrittenen Stadium.



Tja. Wenn’s da steht, wird’s wohl stimmen









Wenig einladend ist auch die Seite zur Terrassenstraße. Hier waren mal ein Parkdeck und ein weiterer Eingang, der von der Walpodenstaße aus gesehen im 5. Stock liegt. Die Bebauung unterhalb der Kupferbergterrasse darf eine gewisse Höhe nicht überschreiten, damit man als Passant einen freien Blick auf Stadt und Taunus genießen kann. Das hat zur Folge, dass die Gebäude im oberen Teil der Terrassenstraße nicht mehr als eine Etage hoch sein dürfen.



Das ehemalige Parkdeck auf dem Gebäude. Was die Projektseite in ihrem Überschwang wohl vergessen hat zu erwähnen ist, dass man nicht nur einen tollen Blick auf den Dom, sondern einen sogar noch besseren auf den 21-stöckigen Waschbetonalbtraum des Altmünstercenters I haben wird.



Der perfekte Drehort für einen Tatort, was schöneres findet man vermutlich nicht mal in Ludwigshafen.



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