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Alt 06.05.16, 17:00   #1
Duis.burg.er
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Bahngelände Wedau | Neues Stadtquartier [in Planung]

Mittel- bis langfristig sollen die Flächen des ehemaligen Rangierbahnhofs Duisburg-Wedau und des stillgelegten Ausbesserungswerks zu einem regional bedeutsamen Wohn- und Wirtschaftsstandort entwickelt werden. Auf dem rund 90 Hektar großen Areal sollen ein neuer Stadtteil, ein Gewerbegebiet für universitätsnahe Betriebe und ein Gründerzentrum entstehen. Für Duisburgs größtes Stadtentwicklungsprojekt der kommenden Jahre haben die Bahnflächen-Entwicklung-Gesellschaft NRW und die Stadt Duisburg haben am Mittwoch einen städtebaulichen Rahmenplan vorgestellt.

Entwickelt wurde der Rahmenplan in einem Werkstattverfahren, an dem sechs Planungsbüros teilgenommen haben, sowie in mehreren ganztägigen Abstimmungsrunden unter Beteiligung diverser Fachämter der Stadt Duisburg. Im nächsten Schritt werden die bisherigen Planungsideen durch zwei Planungsbüros vertieft. Parallel wird durch das Stadtplanungsamt die Bauleitplanung fortgesetzt. Die Ziele sind eine zeitnahe Schaffung des Planungsrechtes und ein zeitnaher Beginn der Vermarktung. Läuft alles nach Plan, könnten im Jahr 2020 die ersten Gebäude fertiggestellt werden. Erste bauvorbereitende Maßnahmen sollen in zwei Monaten starten. Dabei sollen 52 Kilometer Gleise und 100.000 Kubikmeter Schotter entfernt werden.

Das Entwicklungsgebiet lässt sich in drei Bereiche einteilen, die kurz vorgestellt werden:

1. Neues Stadtquartier





Auf der ca. 60 Hektar großen Fläche südlich der Wedauer Brücke soll ein neues Stadtquartier für bis zu 8.000 Menschen entstehen. Geplant sind hierfür zwischen 2.700 bis 3.000 Wohneinheiten. Entstehen sollen verschiedenste Wohnformen und -typen von Stadt- über Einfamilien-, Doppel- und Reihen- bis hin zu Mehrfamilienhäusern. Unter anderem sollen auch Sozialwohnungen errichtet werden. Weitere Ideen lauten:
  • Entlang des Masurensees soll eine 250 Meter lange Promenade angelegt werden.
  • Darüber hinaus soll nahe der Wedauer Brücke ein Nahversorgungszentrum entstehen.
  • In Höhe des alten Wasserturms soll eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer als Verbindung zwischen Wedau und Bissingheim gebaut werden.
  • In der Nähe des Nahversorgungszentrums könnte zudem im Falle der Reaktivierung der Ratinger Westbahn ein DB-Haltepunkt eingerichtet werden.
  • Ein 10-15 Meter hoher Lärmschutzwall soll das Wohngebiet vor Bahnlärm schützen.
  • Vorgesehen ist südlich der Wohnbebauung ein Grünbereich für eine Kleingartenanlage mit etwa 240 Parzellen und die Sportanlage des ETuS Wedau, die im Zuge der Maßnahmen gen Süden verlagert werden sollen.

2. Universitätsnahe Gewerbeflächen

Nördlich der Wedauer Brücke sollen auf dem rund 30 Hektar großen Areal universitätsnahe Gewerbeflächen für die Bereiche Forschung und Technologie bereitgestellt werden.





3. Ausbesserungswerk (Campusquartier)





Die denkmalgeschützten Gebäude des ehemaligen Ausbesserungswerkes sollen zusammen mit einer 1,8 Hektar großen Halle erhalten werden. Als sogenanntes Campusquartier soll es zu einem Gründerzentrum umgebaut werden. Außerdem soll das Campusquartier die Plattform für den Austausch mittelständischer Unternehmen aus der Region bilden. Die unbebauten Bereiche des Ausbesserungswerkes sollen künftig für die Erweiterung des Sportparks Duisburg genutzt werden.

Quelle: eigene Bilder

Städtebauliche Rahmenplanung: ehemaliges Ausbesserungswerk und Rangierbahnhof Duisburg-Wedau (Quelle Bürgerzeitung Duisburg) - als PDF siehe hier (Quelle Stadt Duisburg)

Quellen:
BEG übernimmt Wedauer Bahnflächen (Der Westen vom 20. Februar 2015)
Duisburg treibt die Entwicklung der alten Bahnflächen voran (Der Westen vom 4. März 2015)
Platz für 8000 Menschen zwischen Wedau und Bissingheim (Der Westen vom 12. April 2016)
Bis zu 3000 Häuser und Wohnungen auf Bahngelände in Duisburg (Der Westen vom 4. Mai 2016)
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Alt 06.05.16, 17:01   #2
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Frauenhofer-Institut sucht Standort

Mit dem Frauenhofer-Institut für mikroelektronische Schaltungen gibt es für die Flächen für universitätsnahes Gewerbe einen ersten ernsthaften Interessenten. Die Einrichtung ist momentan in Duisburg auf der Suche nach einem neuen Standort, weil es rund um die Gebäude an der Finkenstraße keine Erweiterungsmöglichkeiten gibt. Nach Angaben des Frauenhofer-Institutes gelten die Bahnflächen nördlich der Wedauer Brücke als ideales Gelände für eine Ansiedlung.

Quelle: Fraunhofer IMS in Duisburg stinkt den Nachbarn (Der Westen vom 30. April 2015)
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Alt 06.05.16, 17:03   #3
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Regionales Gründerzentrum in alten Bahn-Hallen?

An die geplanten Flächen für universitätsnahes Gewerbe grenzt das ehemalige Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn. Für die einstige Wartungshalle interessiert sich die Universität Duisburg-Essen, die dort ein Gründerzentrum für junge Technologieunternehmen eröffnen möchte. Erste Ideen wurden Mitte August unter dem Titel „Gründungsvision Rhein-Ruhr“ vorgestellt. Die Hallen in Wedau seien für ein solches Projekt fast ideal, da sie sich durch eine „coole Architektur“ auszeichnen würden und höchst flexibel nutzbar seien. Dazu käme als weiterer Vorteil die Nähe zum Campus. Als Vorbild könne das Gründerzentrum im früheren Ausbesserungswerk München-Neuaubing dienen.

Das Ziel der Universität ist es, das Potenzial der Ingenieurswissenschaften stärker zu nutzen. So zähle der Fachbereich über 100 Professoren und ca. 10.000 Studenten. Mit dem Gründerzentrum wolle man den Hightech-Startups, seit Anfang 2014 waren es 32, ein passendes Umfeld bieten. Man will sich jedoch nicht nur auf die eigenen Ingenieurswissenschaften konzentrieren, weshalb intensive Gespräche mit den Hochschulen Bochum und Dortmund geführt werden. Auch wurde Kontakt zu den Universitäten Düsseldorf und Köln aufgenommen. Zusammen soll eine Bewerbung für die Exzellenz-Initiative erstellt werden.

Die Uni Duisburg-Essen hat ihre Pläne bereits mit den Stadtplanern abgestimmt, auch vonseiten des Landes wird das Projekt positiv gesehen. Die Hoffnung besteht darin, dass das Gründerzentrum schon 2017 an den Start gehen kann.

Quelle: Uni Duisburg-Essen will Gründerzentrum in Wedau (Der Westen vom 14. August 2015)
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Alt 14.06.16, 17:37   #4
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Gleisrückbau hat begonnen

Gestern haben die bauvorbereitenden Maßnahmen zur Entwicklung des Bahngeländes mit dem Gleisrückbau begonnen. Aufgrund von rechtlichen Vorgaben zum Artenschutz können die Arbeiten nur bis September durchgeführt werden. Im nächsten Jahr sollen sie zwischen Mai und September fortgeführt werden.

Kommenden Montag entscheidet übrigens der Stadtrat, ob der kürzlich vorgestellte Entwurf zum neuen Stadtquartier zur Grundlage der Bauleitplanung wird.

Quellen:
Wedau: Gleisrückbau auf Brache (Radio Duisburg Lokalnachrichten vom 10. Juni 2016)
Gleisrückbau auf dem Bahn-Areal in Duisburg-Wedau beginnt kurzfristig (Bürgerzeitung Duisburg vom 11. Juni 2016)
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Alt 21.06.16, 17:20   #5
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Stadtrat gibt grünes Licht für Rahmenplan

Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat gestern den Rahmenplan zur Entwicklung des Wedauer Güterbahnhofsgeländes beschlossen. Damit ist nun der Weg für die Detailplanung frei. Das Ziel der städtischen Vertreter ist es, dass die ersten Häuser in vier Jahren fertiggestellt werden. Bis dahin werden aber noch zahlreiche Abstimmungsgespräche geführt. Als Erstes ist eine Bürgerversammlung am 4. Juli geplant.

Quellen:
Radio Duisburg Lokalnachrichten vom 20. Juni 2016
Grünes Licht für Entwicklungsprojekt in Wedau (Der Westen vom 20. Juni 2016)
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Alt 04.10.16, 18:11   #6
Reelo
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Reelo sitzt schon auf dem ersten Ast
Größtes Wohnbauprojekt in NRW

Mod: Den Artikel musste ich löschen. Bitte keine Zeitungsartikel im Forum posten sondern den Inhalt stets paraphrasiert mit eigenen Worten wiedergeben. nikolas

Quelle: http://bz-duisburg.de/stadtentwicklu...po%202016.html
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Alt 13.01.17, 16:00   #7
nikolas
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Freiraum Wedau-Süd | Freiraumkonzept und Freianlagen

Auszug aus der Wettbewerbsauslobung: "Über das ausgelobte Wettbewerbsverfahren sollen die Freiraumstrukturen der Südfläche Duisburg-Wedau qualifiziert werden.
Das Freiraumkonzept soll Leitlinien der Grüngestaltung und Aussagen zu Funktionen und Qualitäten der einzelnen Flächen beinhalten.
Außerdem soll für die prägenden öffentlichen Flächen des ersten Bauabschnitts eine konkrete Planung erstellt werden.
Der Wettbewerb gliedert sich in die beiden Leistungsbausteine „Freiraumkonzept“ und „Objektplanung Uferpromenade und Kanalachse“.
Die GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH lobt gemeinsam mit der DB Immobilien Region West, Köln, für diese Maßnahme einen nichtoffenen einphasigen freiraumplanerischen Wettbewerb [...] aus."

Quelle: http://www.baunetz.de/wettbewerbe/Fr...fopage=2124744
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Alt 15.02.17, 23:59   #8
Duis.burg.er
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Gebag wird möglicherweise Entwickler für Gründerzentrum

Die Gebag wird bei der Entwicklung des neuen Stadtteils südlich der Wedauer Brücke bereits als Erschließungsträger auftreten. Möglicherweise wird die Wohnungsgesellschaft auch den Umbau des ehemaligen Ausbesserungswerks zum Gründerzentrum übernehmen. So hat die Gebag die Bereitschaft signalisiert, die Funktion des Projektentwicklers zu übernehmen. Die Unterstützung des Stadtplanungsamtes und der Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft gilt als sicher. Die Weichen für die Entwicklung sollen am 24. März gestellt werden, wenn der Hochschulrat der Uni Duisburg-Essen in seiner Sitzung über das Projekt berät.

Unklar ist derzeit noch, ob die Universität die neuen Räumlichkeiten später kaufen oder anmieten wird. Die Gebag hat der Uni aber für beide Varianten ein Angebot gemacht. Verworfen wurden hingegen die Pläne, unter dem Dach der Richthalle Bürocontainer für Start-ups aufzustellen. Berechnungen haben ergeben, dass die Sicherung und die Herrichtung so teuer würden, dass sich die Maßnahme kaum refinanzieren ließe.

Quelle: Gebag will einstiges Bahngebäude für die Uni entwickeln (Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 13. Februar 2017)
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