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Alt 14.01.04, 23:46   #1
rec
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rec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblick
World Conference Center Bonn (fertiggestellt)

Zitat:
Grüne warnen vor "taktischen Spielchen"

Fraktion fordert noch vor der Sommerpause eine Entscheidung zum Internationalen Kongresszentrum Bundeshaus Bonn - Architekt möchte den Konferenzsaal unter die Erde legen, ein anderer plant ein Hochhaus


Von Bernd Leyendecker

Bonn. Die Grünen machen Druck. "Beim Internationalen Kongresszentrum Bundeshaus Bonn (IKBB) darf es keinen Stillstand geben", sagte am Mittwoch Fraktionssprecherin Dorothee Pass-Weingartz.

Und Fraktionsgeschäftsführer Tom Schmidt befürchtet, dass "wir eine historische Entscheidung für die Stadt verschlafen". Er will bei der Verwaltung gar eine "gewisse Mutlosigkeit" ausgemacht haben - und bei den anderen Ratsfraktionen, "vor allem bei der CDU", vermisse er einen "Gestaltungswillen". In einem Antrag an den am 5. Februar tagenden Rat fordern sie die Verwaltung auf, einen Vorschlag zu unterbreiten, der "eine Grundsatzentscheidung zu Bau und Betrieb des IKBB noch vor der Sommerpause möglich macht".

Pass-Weingartz sieht derzeit die Gefahr, dass das Thema IKBB auf die Zeit nach der Kommunalwahl im kommenden September verschoben wird. Sie warnt Rat und Verwaltung vor "taktischen Spielchen" - und meint damit vor allem eine Diskussion über die Architektur des IKBB, die durchaus kontrovers verlaufen könnte - "wie wir sie beim Post-Tower hatten".

Denn die "vier bis fünf" potenziellen Investoren hätten zum Teil "witzige und sehr interessante Entwürfe" vorgelegt. So sehe ein Plan ein Hochhaus vor, ein anderer Architekt will den neuen Kongresssaal mit 5 000 Plätzen unter die Erde bauen.Schmidt: "Hier müssen wir uns entscheiden, ob wir eine Architektur mit Ausrufungszeichen la Post-Tower wollen oder eine, die sich der Umgebung anpasst; vor dieser Entscheidung dürfen wir aber nicht kneifen."

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um den geplanten Umzug des Bundeskriminalamtes von Meckenheim nach Berlin betonte die Fraktionssprecherin: "Gerade angesichts der immer wieder aufflackernden Diskussion um die Verlagerung von weiteren bundesweit relevanten Einrichtungen nach Berlin ist die Etablierung der UN-Stadt für Bonn von besonderer Bedeutung". Nur als UN-Stadt habe die Bundesstadt "dauerhaft eine Zukunft".

Daher appelliert sie an die Verwaltung, auch - wie vom Rat beschlossen - parallel zu den Verhandlungen mit den Investoren ein Konzept zum Ausbau und Betrieb des IKBB in Eigenregie zu entwickeln: "Sonst stehen wir mit leeren Händen da, wenn die anderen verhandlungen scheitern sollten. Das IKBB ist für die Bundesstadt und die gesamte Region von enorm großer Bedeutung; wir können auf das Projekt nicht verzichten."


Quelle: General-Anzeiger Bonn, 15.1.2004
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Der ganze Artikel hier

Das klingt doch schonmal ganz interessant
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Alt 15.01.04, 00:29   #2
lomolo
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lomolo könnte bald berühmt werden
Das ist auch mein Eindruck: Verwaltung, die OB und mit ihr die SPD sowie die CDU zeigen keinen Elan und haben anscheinend nicht die Traute sich vor der Wahl einer öffentlichen Diskussion um die architektonischen Konzepte zu stellen.
Angepasst an die Umgebung wäre quasi fast jede Höhenentwicklung des Gebäudes. Es könnte das Konzept Deutsche Welle sein, also tief in die Erde und nur 5 Geschosse oberhalb, aber es stehen in direkter Umgebung auch: Altes HS Bundestag 8 o. 9 Geschosse, Hochaus Tulpenfeld 17 Geschosse, Langer Eugen 30 Geschosse und Posttower 42 Geschosse.
Ich könnte mir gut ein interessant gestaltetes Hochhaus vorstellen, welches in der Höhe zwischen Langem Eugen (112m) und Posttower (163 m) liegt. Es dürfte allerdings nicht wieder so breit werden wie der Posttower. Es würde dem Internationalen Kongreßzentrum und einem der Hauptnutzer, der UN (zusammen mit dem UN-Campus Langer Eugen) den angemessenen Rahmen geben.
Bei einer so geringen Zahl an Hochhäusern sieht eine ungrade Zahl an Ausrufezeichen auch einfach besser aus. Die augenblickliche Perspektive mit 2 Hochhäusern gefällt überhaupt nicht.
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Alt 15.01.04, 15:19   #3
sebastian c
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sebastian c ist einfach richtig nettsebastian c ist einfach richtig nettsebastian c ist einfach richtig nettsebastian c ist einfach richtig nettsebastian c ist einfach richtig nett
Klingt spannend...gibts schon Bilder der Entwürfe?
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Alt 16.01.04, 01:23   #4
rec
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Zitat:
Original geschrieben von sebastian c
Klingt spannend...gibts schon Bilder der Entwürfe?
Leider noch nicht. Bis jetzt ist noch alles unter Verschluß.
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Alt 23.01.04, 02:07   #5
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Zitat:
Aus dem GA vom 19.1.2004 (Auszüge)

Fünf ernsthafte Interessenten sind noch im Rennen

Bonner OB plädiert für ausgefallene Architektur - "Kegel ist schwer finanzierbar" - Luxus-Hotel neben den Plenarsaal


Von Bernd Leyendecker

Bonn. Der Fahrplan sei "sehr ehrgeizig", räumt Arno Hübner ein - und ergänzt: "Aber nicht utopisch." Stadtdirektor Hübner ist Projektleiter für das Internationale Kongresszentrum Bundeshaus Bonn (IKBB) und nennt die Eckdaten des Fahrplans: Bis Mitte Februar sollen die fünf "ernsthaften Interessenten" ihre Angebote abgeben (der GA berichtete).

In den darauffolgenden sechs Wochen will die Verwaltung gemeinsam mit auswärtigen Experten die Angebote prüfen, und "vor der Sommerpause" werde die Verwaltung dem Rat einen Vorschlag für eine Grundsatzentscheidung zu Bau und Betrieb des Kongresszentrums vorlegen. "Dann könnte im kommenden Jahr mit dem Bau begonnen werden", sagt Arno Hübner.

Das IKBB mit dem neuen Konferenzsaal für 5 000 Personen wird Herzstück des UN-Campus, zu dem auch der Lange Eugen, Bundeshaus und Wasserwerk gehören.

(...)

Gewünscht wurde ferner ein Vier- bis Fünf-Sterne-Hotel mit maximal 300 Betten auf dem Areal zwischen Görres-, Dahlmann- und Saemischstraße; zusätzliche Bürobauten und/oder Einzelhandelsgeschäfte konnten ebenfalls in die Planung mit aufgenommen werden.

Nach zahlreichen Verhandlungen mit Interessenten, die zum Teil aus den USA und mehreren westeuropäischen Ländern kommen, hat sich jetzt die Spreu vom Weizen getrennt: Fünf Unternehmen sind noch im Rennen. Sie haben ganz unterschiedliche Entwürfe vorgelegt. Sie reichen von einem Hochhaus unmittelbar am Rheinufer über einen in die Erde gelegten Kongresssaal bis zu einem röhrenartigen Gebäude, in dem künftig Konferenzen oder kulturelle Veranstaltungen stattfinden sollten.

Was letztlich tatsächlich in Beton gegossen wird, muss der Rat entscheiden - wobei OB Bärbel Dieckmann für eine ausgefallene Architektur plädiert: "Ich bin immer für Landmarken", sagte sie am Montag. Den "Bonn-Kegel" sieht sie eher nicht: "Der ist schwer finanzierbar." Die Gesamtkosten für die Neubauten schätzt sie auf den bis zu vierfachen Betrag des Landeszuschusses, wobei die größte Summe für das Hotel ausgegeben werden müsse.

(...)

Zu klären ist ferner: Geht die Stadt auf die Forderung von Interessenten ein, die selbst bestimmen wollen, ob und wie welches Gebäude entstehen soll - oder plädiert sie für einen Wettbewerb, zu dem etwa sechs Architekten eingeladen werden sollen? Für Hübner steht fest: "Die Stadt will einen Qualifizierungswettbewerb für Städtebau und Architektur."

(...)

Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/...l.php?id=68525
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Ich hoffe, das geht so in Ordnung mit dem zitieren Interessant finde ich, daß der Bonn-Kegel zwar unwahrscheinlich ist, aber noch nicht ganz aus dem Rennen zu sein scheint. Den hatte ich schon abgeschrieben.
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Alt 30.01.04, 14:28   #6
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arnd ist einfach richtig nettarnd ist einfach richtig nettarnd ist einfach richtig nettarnd ist einfach richtig nettarnd ist einfach richtig nett
Kann mir einer sagen, wo genau in Bonn das IKBB hin soll (Für eine Karte wäre ich echt dankbar
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Alt 31.01.04, 11:18   #7
lomolo
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Ok, hier ist eine Karte von den Seiten des Stadtplanungsamtes.
Mit dem Abriss der vorhandenen Gebäude wurde schon begonnen, z.b. WDR-Studio (ist jetzt zusammen mit ZDF bei Phönix untergebracht) und Abgeordentenwohnungen.
Posttower ist auf der Karte noch nicht im Bau.


Es gibt auch Baumassenpläne, die aber wahrscheinlich mit den Ergebnissen des Wettbewerbs (die noch nicht öffentlich sind) nicht viel gemein haben:



Hochhaus violett, ist der Lange Eugen (112m), der z.Z. für die Unterbringung der UN-Organisationen renoviert wird. Blau sind Bundestag und Bundesratsgebäude, die jetzt schon als Konferenzzentrum und für UN-Organisationen genutzt werden.

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Alt 04.02.04, 15:42   #8
arnd
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Weihnachten

Zitat:
Original geschrieben von lomolo
Ok, hier ist eine Karte von den Seiten des Stadtplanungsamtes.
Mit dem Abriss der vorhandenen Gebäude wurde schon begonnen, z.b. WDR-Studio (ist jetzt zusammen mit ZDF bei Phönix untergebracht) und Abgeordentenwohnungen.
Posttower ist auf der Karte noch nicht im Bau.


Es gibt auch Baumassenpläne, die aber wahrscheinlich mit den Ergebnissen des Wettbewerbs (die noch nicht öffentlich sind) nicht viel gemein haben:



Hochhaus violett, ist der Lange Eugen (112m), der z.Z. für die Unterbringung der UN-Organisationen renoviert wird. Blau sind Bundestag und Bundesratsgebäude, die jetzt schon als Konferenzzentrum und für UN-Organisationen genutzt werden.

Sehen ja echt klasse aus, die Bilder, aber noch ein Hochhaus dieses Kalibers in Bonn finde ich nicht so pralle, da sollte eher so eine Höhenlinie wie an der Museumsmeile (Wenn möglich gemacht werden
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Alt 15.03.04, 17:06   #9
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rec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblickrec ist ein wunderbarer Anblick
Zitat:
Stadt Bonn sieht Durchbruch beim Kongresszentrum

Internationales Konsortium will das Projekt samt 5-Sterne-Hotel bauen und betreiben - Die Höhe des städtischen Zuschusses steht noch nicht fest - Einweihung ist für 2007 geplant


...

Nach Verhandlungen mit fünf potenziellen Investoren/Betreibern habe sich nun das Angebot der Gesellschaft für Grundstücksentwicklung (GEAG) aus Frankfurt/Main als das Beste herauskristallisiert.

...

Auf dem rund 38 000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Görresstraße, Heussallee und Dahlmannstraße, das der Bund der Stadt - sie ist Trägerin des Internationalen Kongresszentrums Bundeshaus Bonn (IKBB) - kostenlos zur Verfügung gestellt hat, will die GEAG vier Einrichtungen unterbringen:

Erstens: Ein 30 000 Quadratmeter großes Kongresszentrum, das vornehmlich von der UN genutzt werden soll.

...

Zweitens: Ein 5-Sterne-Hotel (Marriott) mit 200 Zimmern. Drittens: Ein Parkhaus mit 680 Stellplätzen. Viertens: Büroflächen mit bis zu 5 000 Quadratmetern Nutzflächen. Über die Architektur der Gebäude wird nach einem Wettbewerb entschieden, zu dem sechs bis acht renommierte Architekten aus dem In- und Ausland eingeladen werden.

...

Die Baukosten betragen nach Angaben des Investors 70 Millionen Euro.

...

2007, so die Hoffnung von OB und Stadtdirektor, könnte das IKBB als wesentlicher Bestandteil des künftigen UN-Campus samt Langem Eugen und Bundeshaus seinen Betrieb aufnehmen.
Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/...l.php?id=70474
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Alt 18.05.04, 00:55   #10
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Update:

Zitat:
Architekten-Wettbewerb für das IKBB ist ausgelobt
Veröffentlichung im EU-Amtsblatt

Beteiligung von namhaften Architekten wird erwartet

ib – Nachdem der Rat grünes Licht für Verhandlungen mit der Investorengruppe gegeben hat, wird jetzt der Architekt für das Internationale Kongresszentrum Bundeshaus Bonn (IKBB) gesucht. Eine Ausschreibung im Amtsblatt der Europäischen Union, das am 30. April erschienen ist, sowie in der Zeitschrift „Bauwelt“ beschreibt die Wettbewerbsaufgabe: Die Erweiterung der bisherigen Gebäude (Plenarsaal und Wasserwerk) um einen Konferenzsaal für ca. 5000 Besucher, ein Hotel mit ca. 200 Zimmern, Parkmöglichkeiten für 600 Fahrzeuge und etwa 5000 Quadratmeter Bürofläche. Bewerbungsschluss ist der 1. Juni, das Preisgericht soll im September eine Entscheidung fällen. Weitere Informationen gibt es unter www.dsk-gmbh.de/wettbewerb/ikbb.

Nach Abschluss des Bewerbungs- und Auswahlverfahrens sollen 30 bis 40 Teilnehmer zu dem begrenzten Wettbewerb zugelassen werden, die aus allen Teilen der EU einschließlich der Schweiz und den neuen Mitgliedsstaaten kommen können.

Auslober ist die Gesellschaft für Grundstücksentwicklung AG (GEAG) in Frankfurt in Abstimmung mit der Stadt Bonn. Die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (DSK) in Wiesbaden betreut den Wettbewerb. Im August 2004 müssen die Arbeiten der ausgewählten Teilnehmer dort vorliegen. Für fünf Preise und Anerkennung stehen insgesamt 160.000 Euro zur Verfügung, der erste Preis wird mit 40.000 Euro honoriert. Stadt und Auslober rechnen mit einer Beteiligung von namhaften Architekten, da der Standort für die Neubauten gegenüber dem ehemaligen Bundestag und in unmittelbarer Nachbarschaft zum UN-Campus von herausragender Bedeutung ist.

Renommierte Fach- und Sachpreisrichter werden über den Ausgang des Wettbewerbs entscheiden. Darunter Prof. Barbara Jakubeit, die frühere Präsidentin der Bundesbaudirektion und Prof. Peter Kulka aus Köln sowie der Schweizer Landschaftsarchitekt Günther Vogt und der Hamburger Oberbaudirektor Jörn Walter.
Quelle: Presseservice der Stadt Bonn
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Alt 04.08.04, 22:58   #11
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Langsam wird es konkret...

Zitat:
"Kongress-Saal auch für gute Konzerte nutzen"

Investor erläutert die Pläne für das Internationale Kongresszentrum in Bonn


Von Bernd Leyendecker

(...)

Bereits Anfang September müssen die 38 Architekten, die ihr Interesse am Bau des Kongresszentrums bekundet haben, ihre Pläne vorlegen; eine Jury entscheidet dann am 13. Oktober, wer zum Zuge kommt. Ende nächsten Jahres soll mit dem Bau begonnen werden.

(...)

Von der ursprünglichen Idee, den neuen Kongresssaal als "Event-Halle für alle möglichen Veranstaltungen" zu konzipieren, habe man Abstand genommen, sagt Ekkehard Hamburger. Der 49-jährige Diplom-Ingenieur ist Vorstand der Gesellschaft für Grundstücksentwicklung AG (GEAG), die die Stadt als Investor für den Bau des Internationalen Kongresszentrums Bundeshaus Bonn (IKBB) bestimmt hat. Jetzt baue man einen großen Saal für 5 000 Personen und einige kleinere Säle: "Das lässt sich besser vermarkten, denn nicht einige wenige Mega-Kongresse, sondern mittelgroße Tagungen sind das Tagesgeschäft." Gleichwohl könne er sich aber vorstellen, den großen Saal auch für "gute Konzerte" zu nutzen.

(...)

Neben den Konferenzsälen wird das IKBB auch um ein Fünf-Sterne-Hotel mit 200 Zimmern erweitert. "Wir sind uns mit dem internationalen Marriott-Konzern einig; die werden das Haus betreiben", sagt Hamburger.

Ein dritter Baukomplex wird ebenfalls bis Ende 2007 auf dem Areal zwischen Heussallee/Dahlmann-/Görresstraße hochgezogen: Ein Bürogebäude mit rund 5 000 Quadratmeter Nutzfläche. "Ich bin zuversichtlich, dass wir die gut vermietet bekommen", so der GEAG-Vorstand. "Denn Bonn ist nach wie vor ein attraktiver Standort - und das ehemalige Parlaments- und Regierungsviertel ohnehin."

Nicht zuletzt deshalb werde seine Gesellschaft "hier keine rechteckigen Buden hinstellen"
. Die GEAG habe "aus Kostengründen" anfangs keinen Architektenwettbewerb vorgesehen, sei jetzt aber zufrieden, "dass wir uns dem Wunsch der Stadt gebeugt haben; denn von einem attraktiven Kongresszentrum profitieren alle".

(...)
Quelle: General-Anzeiger Bonn
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Alt 05.08.04, 00:41   #12
sebastian c
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Ein tolles Projekt! Viel Platz, viele Ideen und anscheinend (bzw. hoffentlich) auch die nötige Nachfrage dafür. Bonn kann sich auf das neue Kongresszentrum mit allem was dazugehört freuen! Nur der Name (Internationales Kongresszentrum Bundeshaus Bonn?) klingt ziemlich umständlich..das "Bundeshaus" muss wohl im Namen erwähnt werden?
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Alt 19.10.04, 15:38   #13
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Wettbewerb ist entschieden.

d.H. die erste 3 Entwürfe werden Überarbeitet. Leider auf webseite IKBB nur ein Modellfoto vom Gewinner...
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Alt 19.10.04, 19:02   #14
rec
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Ja, der Wettbewerb ist quasi entschieden. Leider ist das Ergebnis aus meiner Sicht recht enttäuschend.

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Das Preisgericht hat die Plätze eins bis drei im Architektenwettbewerb benannt!

Eine endgültige Entscheidung hat die Jury jedoch noch nicht getroffen. Zum Sieger des Wettbewerbs hat sie den Entwurf der beiden Münchener Architektinnen Prof. Ruth Berktold und Marion Wicher vom Architektenbüro yes architecture auserkoren. Platz zwei belegt das Büro Henn GmbH aus Berlin, auf den dritten Rang kam die Dortmunder Arbeitsgemeinschaft Heinrich Wörner / stegepartner.

Das Preisgericht hat allen drei Platzierten eine Überarbeitung hinsichtlich Funktionalität, Kosten und Denkmalpflege aufgetragen. Erst danach wird die Jury abschließend über den Bauentwurf beraten. Prof. Kunibert Wachten, Vorsitzender des Preisgerichts, betonte jedoch, dass mit der Platzierung am Donnerstag eine eindeutige Rangfolge festgelegt worden sei.

Quelle: www.ikbb.de



http://www.bonn.de/imperia/md/images...e/ihkbb/13.jpg

Das neue Kongreßzentrum wird im Herzen des früheren Regierungsviertels entstehen, gegenüber des Plenarsaals von Behnisch, der wie das alte Wasserwerk in den Gesamtkomplex integriert wird.

Anhand des Modells bekommt man einen weiteren Eindruck über Lage und Größe des zukünftigen Kongreßzentrums. Denkmalgeschützte Gebäude sind hervorgehoben. Dabei handelt es sich um die Bungalows mit den Wohnungen für die Abgeordneten, die neoklassizistische Villa Dahm der Parlamentarischen Gesellschaft (weiteres Bild siehe unten) und den Bundestags-Kiosk.





Und so soll der Neubau aussehen, in der Mitte das neue Kongreßzentrum mehreren Sälen für insgesamt rund 5000 Teilnehmer, links ein 15geschossiges Hochhaus für das Marriott-Hotel, vorne links ein Parkhaus und ganz rechts - an der Heussallee - ein langer Riegel, der für Einzelhandel und Büros vorgesehen ist. Dieser wird so aber wohl nicht gebaut, da der Landeskonservator die Bungalows mit den Abgeordnetenwohnungen erhalten möchte.



Mein Kommentar: Ein riesenhaftes Gebilde, das Struktur und Geschichte und Atmosphäre des Viertels nicht berücksichtigt. Die kleinteilige Gliederung der umliegenden Bebauung findet in dem riesenhaften Komplex keine Entsprechung. Eine stärkere Gliederung und Abstimmung der einzelnen Baukörper untereinander hätte es aus meiner Sicht schon sein dürfen. Trotz seiner Monströsität läßt sich keine echte Aussagekraft in dem geplanten Gebäudekomplex erkennen - wie sie etwa der Bonnkegel besessen hätte, der leider aus Kostengründen nicht realisiert werden konnte. Ein Bezug auf Bestandsbauten wie Bundeshaus oder Villa Dahm (Parlamentarische Gesellschaft) läßt der Entwurf völlig vermissen, im Gegenteil, er sieht sogar den kompletten Abriß aller denkmalgeschützten Gebäude vor. Lediglich vor Behnischs Plenarsaal geht der Neubau in die Knie (siehe GA-Artikel). Selbst das Hochhaus ist zu niedrig und zu wenig individuell ausgefallen, dabei hätte es ein weiteres Glied in der "Perlenkette" Post-Tower und Langer Eugen werden können. Schade, für den großen Aufwand, der getrieben wurde, ist das Ergebnis leider mäßig.


Weitere Informationen zum Projekt und zur Geschichte des "Bundesviertels" (früher Regierungsviertel):

General-Anzeiger Bonn

IKKB

Stadtplanungsamt Bonn

Weg der Demokratie



Villa Dahm (Parlamentarische Gesellschaft)
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Alt 20.10.04, 11:13   #15
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Bin auch nicht so begeistert. Wenn schon groß, dann lieber mit einem in sich zusammenhängenden Formsprache. Jetzt ist das rechtwinklige hotel etwas krampfhaft auf einem organischen Bauteil platziert.
Es wäre schön wenn das Dach begrünt und begehbar wäre, wie ein Parkartiger Landschaft mit schöne Blickbeziehungen mit der Umgebung. Dann könnte man im winter schlittenfahren. Ich sehe im Modell leider keine Männchen auf dem Dach.
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