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Alt 31.10.13, 17:59   #16
spock99
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spock99 ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Im Stadtgespräch gab es ja eine kleine Diskussion über den Postplatz.
Dass das neue Gebäude nicht unbedingt das Gelbe vom Ei ist, ist ja nicht zu leugnen. Wenn's nur von außen so aussehen würde wie drinnen! Bezüglich Steinwüste hat man sich ja schon ein bisschen mit großen Blumenkästen Mühe gegeben. Dass so eine große Fläche mitten in der Stadt existiert, liegt denke ich wohl eher an der Denkweise der DDR bezüglich Architektur: Große weite Flächen und eher monumentale öffentliche Gebäude. Ist ja nicht unbedingt schlecht, wird jetzt allerdings zum Problem, wo jeder Platz gebraucht wird.
Leider werden dann manche Stellen mit solchen Prachtbauten wie dem Motel One zugebombt. Mal sehen ob in Zukunft das vllt besser wird und nicht mehr solche Ausrutscher passieren.
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Alt 31.10.13, 18:46   #17
RianMa
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Ich weiß bis heute noch nicht, ob ich den Neubau des Motel One gut oder schlecht finden soll. Ich glaube, die starke Kritik im Vorfeld hat wieder einmal dazu geführt, dass das Gebäude im Endeffekt reichlich banal daherkommt.
Die leicht abgeschrägten Wandelemente zwischen den Fenstern kommen bei der Massivität des Bauvolumens überhaupt nicht zur Geltung. Da hätte man viel expressiver mit dem Relief arbeiten müssen. Außerdem wird durch diese Fassadengestaltung die Horizontale zu stark betont. Gerade bei dieser Länge des Gebäudes hätte man eher vertikal betonen sollen.
Ich liebe Backsteinarchitektur, finde die Wahl von Backstein am Postplatz aber völlig unangebracht. Und einen Punkt möchte ich noch zu dem Schriftzug loswerden, der einmal das gesamte Dach umrundet. Eine gute Freundin erwähnte mal, dass sie es äußerst dreist findet, dass man mit diesem Schriftzug den weiter westlich liegenden Schriftzug "Dresden grüßt seine Gäste" (DER Blickfang in der Freiberger Straße) so billig imitiert. Der Spruch ist natürlich ein anderer, aber ihr Argument hat mich überzeugt.
Städtebaulich hatte ich die Entscheidung für diesen Riegel immer als positiv angesehen. Der Postplatz wird dadurch stark gefasst und ist somit auch besser als Platz zu erkennen. Die Gestaltung des Platzes allerdings ist nicht ausreichend. Ich sollte eher von Bespielung als von Gestaltung sprechen.
Für den normalen Bürger gibt es doch überhaupt keine Möglichkeiten sich hier aufzuhalten oder zu verweilen. Die Blumenbeete mögen ganz nett sein, sind aber auch nur die Fliegen, die der Teufel in der Not gegessen hat.
Hier müssen richtige Beete hin, die den Platz von den Schienen der Straßenbahn trennen. Büsche und Bäume fehlen, die auch intimere Bereiche auf dem Platz herstellen. Und wo sind Sitzmöglichkeiten?
Und das Wasserspiel hat sich mal jemand ausgedacht, aber die Nutzung im öffentlichen Raum ist gründlich daneben gegangen.

Ich finde, dass der Platz in den Augen vieler gescheitert ist, liegt weniger an den Gebäuden, die errichtet worden sind, als vielmehr an der eigentlichen Gestaltung, die überdenkt werden muss. (Das gleiche Problem hat ja auch der Altmarkt.)

Auch bei dem Gebäude der Telekom würde ich nicht zu schnell auf Abriss plädieren. Ich finde diese Brutal-Architektur recht interessant und viel angenehmer als sein langweiliger, westlicher Nachbar. Außerdem sollte man die Fläche in Richtung Osten bebauen. Dadurch würde das Telekom-Objekt eh in den Hintergrund treten. Eine Gesamtplanung ist in dieser Hinsicht dennoch unheimlich wichtig.

Und obwohl ich Rekonstruktionen immer sehr differenziert betrachte, halte ich das von Elli Kny weiter oben erwähnte Telegrafenamt in der Annenstraße für eines der wichtigsten Objekte, die wiederaufgebaut werden sollten. Das Wort sagt es ja schon. Es wäre ein Wiederaufbau und keine Rekonstruktion, da hier noch die Mauern des Erdgeschosses vorhanden sind sowie zwei große rückwertige Seitenflügel. Das Gebäude könnte so auch den Auftakt geben in das Gebiet um die Annenkirche.

Übrigens habe ich gehört, dass bald zwischen Marienstraße und Wallstraße gebaut werden soll. Hat da jemand mehr Informationen?
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Alt 31.10.13, 19:14   #18
Elli Kny
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die dresdner innenstadt ist historisch durch ihre 4 großen stadtplätze in unterschiedlicher charakteristika geprägt, ein bezug zur ddr ist keinesfalls gegeben.

das baufeld MK9 (wallstrasse) wird ein paar meter verschoben um eine platanenreihe beizubehalten (sicherlich streitbar, aber ok) sowie infolge der gleichzeitigen entscheidung, auf den schürmannschen wassergraben zu verzichten (auch streitbar). einerseits ist die baumreihe tatsächlich von besonderer bedeutung für die wahrnehmung der wallstrasse am postplatz. ohne diese würde tatsächlich der steinwüste vorschub geleistet werden. andererseits stand die wirkung dieses wassergrabens in dieser umgebung ernsthaft in frage. es hätte vermutlich nur lächerlich ausgesehen und kaum die beabsichtigte funktion erfüllt. daher wurde wohl letztlich alles bis ins detail abgewogen und eine entscheidung gefällt. da es eine mehrreihige baumallee am dortigen "altstadtring" geben wird, kann eine ähnliche gute wirkung erzielt werden, die dem schlichten umfeld eher bzw. auch gerecht wird.
das große baufeld des MK9 direkt am postplatz wird auch bereits als büro- und geschäftshaus beplant und setzt einen weiteren baustein des schürmann-plans um, auch mit ein paar metern verschiebung. diese platzfront wird entscheidend für den postplatz. für die hinteren baufelder entlang der wallstrasse musste durch eine b-plan-änderung eine wohnnutzung ermöglicht werden, da es dafür investoren gibt und für alles andere nicht. das südliche kleine baufeld des mk9 wird ab frühjahr 2014 durch die baywobau mit einem wohn- und geschäftshaus mit 7 etagen bebaut.
das baufeld MK3 hinterm schauspielhaus stand nun auf der expo-real-messe zum verkauf. ebenso steht die quartiersfläche MK4 hinterm Zwingerforum durch die TLG zum verkauf.

all das lässt erkennen: es kommt bewegung in die postplatzbebauung, das ist ein gutes zeichen. wie der platz letztlich aufgenommen wird hängt entscheidend von der qualität der nun kommenden neubauten ab, besonders der platzfronten. die nutzungsfindung und ausbildung für all die erdgeschosszonen könnte sich als schwierig erweisen.

was die "steinwüste" der pflasterfläche betrifft muss die stadt die frist von 10 jahren abwarten, um keine fördergelder des platzumbaus zurückzahlen zu müssen. daher waren seither nur "oberflächliche massnahmen" wie die hochbeete möglich. läuft die fristbindung aus, liegt es im ermessen der stadt und ihrer finanziellen möglichkeiten, weitere begrünungen gemäß dem wunsch der dresdner(innen) umzusetzen.

in kürze werden nur pflasterschäden an den fahrbahnen behoben.
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Alt 31.10.13, 19:46   #19
Elli Kny
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wie kürzlich zu erfahren war, gibt es nach langen jahren eine leicht wachsende neue nachfrage nach modernen büroflächen in spitzenlagen in dresden. das könnte eine büronutzung für ein derzeit auf dem MK9 unter strenger vertraulichkeit geplantes büro- und geschäftshaus ermöglichen. zuvor wurde von einem möglichen baubeginn erst in zwei bis drei jahren gesprochen. vielleicht legt ein investor nun schon früher los. ein b-plan dafür ist jedenfalls in arbeit, welcher eine geschwungene fassade zum postplatz mit einer gewissen runden auskragung richtung marienstrasse aufweist. man kann also gespannt sein.

der bisherige parkplatz auf dem MK9-baufeld liegt auf städtischem grund und stellt eine wahre goldgrube für die stadtkasse dar. die parkeinnahmen von über 1,5 mill. euro jährlich übertreffen alle sonstigen einnahmen aus stellplatzgebühren der stadt. diese einnahmen für den städtischen haushalt fallen mit einer bebauung weg, immerhin geht die stadt dies mit. ein problem für die mittlere wohnbebauung stellt gegenwärtig noch die regelung der zufahrt zur tiefgarage der altmarktgalerie dar, wo das einkaufszentrum wohl gehörig mitzureden hat. auch hier bleibt es spannend.

die telekombauten sind derzeit in der tat zweitrangig, allerdings würde ich den zur strasse am see liegenden gebäudesockel in einen späteren neubau integrieren (steht eh unter denkmalschutz). hier mal ein kürzlicher eindruck, fast wie ein intaktes gebäude, herrlich die großen verglasten fensterbögen der zukunft (vision):


und hier nochmal die monumentale front des zwingerforums zu bestaunen:
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Alt 01.11.13, 21:04   #20
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Auszug aus einem SäZ-Artikel (vom 15.9.2013) zum Postplatz:

Die Zukunft: An der Wallstraße wird weitergebaut

In den 90er-Jahren stritten die Stadtplaner noch darüber, ob Dresden fünf oder mehr große Kaufhäuser verträgt. So sollte auch der Postplatz von Handel und Büros geprägt werden. Doch es kam anders. In dieser Woche hat der Stadtrat weiteren Bauplänen an der Wallstraße zugestimmt. In der Mehrzahl entstehen in den künftigen Gebäuden nun Wohnungen. Nur im Erdgeschoss und in der ersten Etage ist Handel vorgesehen. Im nächsten Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Auch für das Eckgebäude an der Wallstraße gibt es konkrete Pläne. So haben die Architekten des Büros nps - tschoban-voss und die Düsseldorfer Investorengruppe PPI ihre Pläne im Bauausschuss vorgestellt. Das Gebäude soll mit einer geschwungenen Form in den Platz hineinragen. Auch dort sind unten Handel und oben Wohnungen vorgesehen.

Quelle: Sächsische Zeitung vom 14., 15.09.2013; Autor: Bettina Klemm
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Alt 06.11.13, 00:04   #21
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Bebauungsplan Wallstrasse - Marienstrasse (Auszug)

Um die Quartiersbildung nochmal zu verdeutlichen:

quelle: offenlage des b-plans im rathaus

die darstellung der betreffenden dunklen quartiere scheint nicht ganz exakt zu sein, sie grenzen eigentlich direkt an die unangetastete platanenallee marienstrasse an und lassen westlich eine baumallee des "altstadtring-boulevards" unangetastet. das geht aus dem bild nicht eindeutig genug hervor. das direkt an den postplatz grenzende quartier soll ausgebeulte rundungen ausbilden. die marienstrasse wird ein paar meter nach westen verlegt. eine bisherige baumreihe westlich den quartieren fällt weg, die zweite bleibt bestehen. das südliche minibaufeld wird als erstes 2014 bebaut, wie weiter oben berichtet. alle baumalleen sollen eigentlich bis an den postplatz führen und die platanen reichen derzeit bis dahin und werden hoffentlich nicht gefällt werden, denn das nördliche quartier lässt ja zur wallstrasse den platz dafür frei. also komische darstellung, die den bürgern da zur einsicht geboten wird. die ist auch schon etwas älter, jedoch stimmt da so einiges im detail nicht.
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Geändert von Elli Kny (06.11.13 um 00:19 Uhr)
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Alt 06.11.13, 00:37   #22
RianMa
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Südliches Baufeld

Zu dem Plan habe ich zunächst eine Frage. Wie haben sich denn die Größen der Baufelder ergeben? Greifen die Zwischenräume das historische Straßenraster auf, das schon bei der Altmarktgalerie zur Einteilung der Gebäudevolumina genutzt worden ist? Oder hat diese Einteilung keine tiefere Bedeutung?

Ich habe eben nochmal recherchiert und folgende Darstellung für den geplanten Bau auf dem südlichen Baufeld gefunden:



Quelle: CTR group a. s. (http://www.ctrgroup.cz/LP/de/wallstrasse.php)

Die CTR Group realisiert das Projekt zusammen mit der Baywobau Dresden. Geplant sind 66 Eigentumswohnungen mit höchstem Wohnkomfort (Saunen und Whirpool-Badewannen gehören zur Ausstattung). Weiterhin soll es etwa 500 m² Geschäftsfläche geben.
2016 wird mit der Fertigstellung gerechnet.
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Alt 06.11.13, 14:04   #23
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wenn man es mit den historischen stadtplänen vergleicht sind starke übereinstimmungen auszumachen, jedoch werden die nördliche und südliche querung gemäß heutigen erfordernissen nur adaptiert. vor dem krieg stand dort eine markthallenstruktur (auf ehem. wallanlagen), die ziemlich eigenständig gegenüber der altstadt war. es gab dort innerhalb kein altstädtisches strassenraster. insofern passt sich der jetzige plan besser an die city an. die mittlere querung ist zugleich die zufahrt zur TG altmarkt-galerie. das opfern der einen baumreihe hängt mE mit einer mindestbreite der quartiere zusammen um ausreichende innenhöfe zu bekommen (besonders bei wohnbebauung).
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Alt 21.11.13, 21:03   #24
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Promenadenring (Marienstraße)

Heute gibt es einen Sachstand zum Altstadtring-West in der DNN.

Demnach soll die Idee des Promenadenrings im Bereich des Postplatzes umgesetzt werden. Auf einer kürzlich veranstalteten Bürgerversammlung wurde jedoch der Wegfall des einst geplanten Wassergrabens kritisiert. Laut Stadt seien letztlich die hohen Kosten der Grund für den Wegfall. Mit Graben hätten diese bei rund 8 Millionen Euro gelegen, ohne nur bei 3,5 Mio. Die Umsetzung könnte aber in einigen Jahren nachgeholt werden, sollte man die Idee weiterhin umgesetzt sehen wollen und sofern Geld vorhanden ist. Weiterhin werden etliche Parkplätze wegfallen. Für Anwohner sollen im Bereich der Annenstraße und Josephinenstraßen Ersatzflächen zur Verfügung gestellt werden.

Außerdem gibt es neue Informationen zu der geplanten Bebauung durch die Baywobau. Die geplanten Gebäude sollen eigene Tiefgaragen erhalten, um hier das Problem der Parkplatzsuche zu umgehen. Das Unternehmen plant die Fertigstellung des ersten Gebäudes mit dem Namen "Merkur 1" im Jahr 2015. Entstehen sollen vor allem Zweiraumwohnungen, teils auch als Mietwohnungen. Die Quadratmeterpreise liegen in etwa bei 9 Euro, die sich durch den hohen Kaufpreis ergeben. Mehrere Büros sind unterdessen im Entwurfsprozess. Der Investor verspricht eine hochwertige Architektur. Da noch Kaufverhandlungen für die anderen Grundstücke laufen, kann jetzt noch nicht gesagt werden, wann es hier losgeht. Geplant seien auch neue Räumlichkeiten für die Post.


Modhinweis: Pressezitat entfernt, Formulierung durch RianMa

Quelle: Artikel der DNN

Nun wird auch noch diese jämmerliche Containerlösung der Dresdner Hauptpoststelle zum Problem, da die Post erstmal umziehen wollen müsste. Das die nicht irgendeine der vielen leeren Ladenflächen irgendwo gemietet haben und uns diese Kröte hingesetzt haben, ist schon skandalös genug. Man erinnere sich nur an die Postbauten am Postplatz vor über 100 Jahren. Die Post wird bestimmt mit ihren Containern umziehen, vielleicht an den Postplatz oder Ferdinandsplatz, um auch den letzten Schilling noch einzusparen.

In die restlichen Belange kommt aber Bewegung. Die Baywobau möchte also auch die anderen Quartiere in Richtung Postplatz bebauen und verhandelt derzeit. Was allerdings beim schon bestehenden Grünstreifen (seitens der Stadt) noch für 3,5 Millionen Euro rumgepfuscht werden soll, erschließt sich mir nicht. Das heißt doch nur, dass dort Unmengen teurer Granitplatten verlegt werden sollen, und das ist - wenn sie schon kein Geld haben - völlig unnötig. Der Wassergraben ist ohnehin Blödsinn, aber in 10 Jahren schauen wir mal weiter.
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Alt 15.12.13, 08:57   #25
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Einige Zwischen-Infos zum Geschehen aktuell in der SäZ:
quelle zitat: http://www.sz-online.de/nachrichten/...z-2731196.html

fazit: immerhin bleibt vieles nicht mehr nur geheimst. es kommt auch bewegung in die restlichen grundstücke. allerdings steht dresden vor einem dilemma, denn seltsamerweise braucht hier niemand büroflächen im stadtzentrum, die ganze wirtschaftsstruktur ist anders gewickelt, und daher fällt den schon teils schlangestehenden investoren und der verwaltung leider nichts mehr ein als wohnraum. auch andere nutzungen sind nicht gebraucht. so wird die eh schon fast ausschließlich durch wohnen geprägte innenstadt weiter zur wohnstadt durch wohnen. hier braucht einfach niemand büros und läden eigentlich auch nicht. den investoren ist egal was sie bauen und ich seh den streit derzeit mit der stadt, die hier und da doch noch gerne büros oder anderes hätte (richtig so), besonders an der direkten platzfront oder an lauten verkehrsschneisen im stadtgebiet. überall gibts ja derzeit das problem.

Modhinweis: Zitat entfernt, da das Einbinden fremder Texte rechtlich nicht möglich ist. RianMa
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Alt 15.12.13, 15:27   #26
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Planung MK9 - Wallstrasse-Marienstrasse

das gelände des jetzigen parkplatzes wurde für 10 mill euro verkauft. 70 mille sollen investiert werden.
die dresdner baywobau möchte mit der prager CTR-gruppe die zwei mittleren baufelder bebauen. es soll ein 7geschossiger wohnbau mit ladenzeilen im EG entstehen. die zufahrt altmarkt-galerie bleibt erhalten.
konkrete visualisierungen zu den aussenfassaden bleiben bisher der öffentlichkeit vorenthalten.

Innenhof der 2 mittleren Quartiere


Quelle: Baywobau/CTR / entnommen aus einem Artikel der BILD

Querschnitt
http://abload.de/img/dscf7369radioddu8eem.jpg
quelle: https://twitter.com/RadioDresden

Draufsicht
http://abload.de/img/dscf7369radioddjvs93.jpg
quelle: https://twitter.com/RadioDresden

Geändert von Elli Kny (15.12.13 um 23:30 Uhr) Grund: korrigiert und ergänzt
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Alt 08.02.14, 22:40   #27
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Haus Merkur - Wallstrasse

Bauschild gestellt, im Frühjahr solls losgehen

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Alt 27.04.14, 21:11   #28
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Bühnenneubau am Postplatz

auf einem teil der baufläche MK3 neben dem schauspielhaus soll ein neubau für probebühnen, fundus und lagerflächen für staatsoper und staatsschauspiel entstehen. die bühnen haben bedarf beim SIB angemeldet und genehmigt bekommen. das SIB fand (nach standortsuche) am postplatz das geeignetste grundstück, welches derzeit neben freistaat und stadt auch mehreren privaten gehört. laut bauBM marx habe die stadt ein bodenumlegungsverfahren begonnen, sodass dem freistaat neben dem erwerb der städtischen fläche auch die privaten bald zum kauf bereitstehen. sollte es keine widersprüche zum im februar aufgestellten umlegungsverfahren geben, wird die umlegung in kürze rechtsgültig. dann kann der freistaat die restflächen ankaufen. danach soll mit den bauplanungen begonnen werden. baurecht bestehe ohnehin, so marx. es besteht der b-plan für postplatz-wallstrasse. im MK3 sind sonderflächen als "erweiterung theater" verankert. kosten und bauzeiten könnten erst nach dem flächenerwerb bekanntgegeben werden. die DNN schreibt dazu: der triste postplatz dürfte durch den neubau optisch aufgewertet werden, da sich der SIB als bauherr mit hochwertiger architektur durchaus einen namen gemacht habe.

meines erachtens wird es sich um die vordere flächenhälfte des MK3 handeln, direkt platzangrenzend - draufsicht. der bau würde die lücke zw. schauspielhaus und zwingerforum schließen - dort war im schürmannplan für den postplatz immer eine seltsame würfelkomposition niedrigerer ausprägung angedacht. ich befürchte eher einen relativ fensterlosen niedrigen bau, der besser an anderer stelle aufgehoben wäre, um der platzfront viele ausblicke anderer nutzungen zu gönnen. positiv ist die zusammenlegung einiger interimslösungen für den krempel der theater (zB semperoper in einem zwischenboden in der garnisonskirche) sowie die (hoffentlich damit einhergehende) überflüssigmachung der flachbauten am packhof hinter dem zwinger.
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Alt 28.04.14, 22:52   #29
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Neubauprojekt am Postplatz - Fernmeldeamt wird abgerissen

die SäZ meldet ein neues großprojekt. die berliner corpus sireo immobilien planen einen neubau auf dem baufeld MK 5b. untersuchungen haben keine vertretbare nutzbarkeit des ehem. ddr-fernmeldeamtes (insbes. für wohnen) ergeben - es soll abgerissen werden. im oktober 2013 wurde der bau von der telekom an die berliner verkauft und es sei diese entscheidung gefallen.
bauBM marx stellt klar, dass die nutzungsansprüche und anbaumöglichkeiten nicht mehr im wirtschaftlichen verhältnis zum umbauaufwand stehen. beauftragt wurde das dresdner büro see-architekten, welche bereits einen entwurf vorlegten. noch muss die sache aber unter verschluss gehalten werden.
der neubau wird bis zum postplatz vorgezogen - gemäß dem schürmannplan - um den platz besser zu begrenzen. da ein der b-plan postplatz - wallstrasse vorliegt, ist für abriss und neubau keine stadtratsentscheidung mehr notwendig. der bauausschuss segnete das projekt auch ab, wo man infolge auch eine baldige entwicklung des benachbarten areals des alten telegrafenamts von 1875 erhofft, dessen altbaureste an der annen-/ marienstrasse zusehends verfallen.

B-Plan (älterer stand): MK 3 und MK 5b sind grün umrandet. wie weit der abriss des ddr-fernmeldeamts an den telekombau heranreichen wird ist unklar. der telekombau von 1994 ummantelt den ddr-bau ungünstig - mit zB einer gebäudenase an der annenstrasse - siehe hier

auch zu sehen ist die MK 3 - fläche für den theaterfunktionsbau im obigen post. dort ist leider nur eine 1-3geschossige bebauung laut b-plan vorgegeben.

1. Preis Postplatzwettbewerb 1991 - Schürmannplan
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Alt 03.05.14, 21:54   #30
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Gestaltung der Platzflächen

siehe stadtratsanfrage

einziger derzeit konkreter punkt ist:
Wo genau können im Bereich vor dem Schauspielhaus großkronige Bäume ange
ordnet werden und welcher baulichen Veränderungen bedarf es dazu?"

Eine zeitnahe Maßnahme stellt die weitere Begrünung des Postplatzes im westlichen Ab
schnitt mit großkronigen Bäumen dar. Der Geschäftsbereich Wirtschaft, vertreten durch das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, hat bereits die Umsetzung mittels der konkreten Ausführungsplanung initiiert.
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