Zurück   Deutsches Architektur-Forum > Architektur, Städtebau und Bauwesen: Regionale Themen > Westen


Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 13.04.12, 13:02   #31
nikolas
DAF-Team
 
Benutzerbild von nikolas
 
Registriert seit: 19.11.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 3.010
nikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiell
Mülheim: ehem. Lederfabrik Hammann


Quelle: Denkmalimmobilie Lederfabrik Mülheim

Von 1879 bis 2008 wurde in der Fabrik Hammann Leder hergestellt. In der heutigen Denkmalimmobilie in der Hansastraße entsteht nun bis April 2013 der Senioren-Park carpe diem Mülheim-Speldorf. Viele der typischen baulichen Gegebenheiten, wie z.B. die großen Gerbgruben auf dem Gelände bleiben erhalten. Alte Maschinen sollen zudem in exponierter Lage im Gebäude ausgestellt werden. Der Senioren-Park verfügt über 76 Pflegeappartements, 25 Plätze für die Tages- und Kurzzeitpflege und insgesamt 35 seniorengerechte Wohnungen.
Das Investitionsvolumen beläuft sich auf ca. 15-17 Mio. €. Investor ist die Projektgesellschaft SK Seniorenpark Speldorf.

Quellen:

Denkmalschutz Immobilien - Senioren-Park CARPE DIEM in Mülheim
Denkmalimmobilie Lederfabrik Mülheim
Lederfabrik wird zum Altersdomizil mit Industrie-Charme | DerWesten
Aus Mülheimer Lederfabrik wird Seniorenpark | DerWesten
__________________
Ein Leuchtturm ohne Meer ist eine Bauruine!
nikolas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.12, 21:00   #32
nikolas
DAF-Team
 
Benutzerbild von nikolas
 
Registriert seit: 19.11.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 3.010
nikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiell
Route der Industriekultur


Quelle: Pressedownloads - Metropole Ruhr Grafik: RVR

PM: "Rund 6,3 Millionen Euro hat der Regionalverband Ruhr (RVR) in den vergangenen drei Jahren in Instandhaltungsmaßnahmen in die sechs Großstandorte auf der Route der Industriekultur investiert. Das geht aus dem aktuellen Evaluierungsbericht des Verbandes hervor. Das Geld ist der Beitrag des RVR zur langfristigen Sicherung der Ankerpunkte Landschaftspark Duisburg-Nord, Gasometer Oberhausen, Jahrhunderthalle Bochum, Zeche und Kokerei Zollverein in Essen sowie Kokerei Hansa in Dortmund.
Die mit rund zwei Millionen Euro größte Summe floss bislang in den Landschaftspark Duisburg-Nord, wo der RVR u.a. Stahlbau- und Korrosionsschutzarbeiten an den Hochöfen und an der Erzbunkeranlage durchführen ließ. Knapp 1,7 Millionen Euro flossen in die Zeche Zollverein, weitere 1,2 Millionen in die benachbarte Kokerei.
Martin Tönnes als Bereichsleiter Planung beim RVR verantwortlich für die Route der Industriekultur: "Die Mittel sind gut investiert. Sie sichern die bedeutenden und identitätsstiftenden Industriedenkmäler im Ruhrgebiet, die immer stärker auch von Gästen außerhalb der Metropole Ruhr entdeckt werden."
Die Zahlungen des RVR sind Teil des Vertrages zwischen dem Regionalverband Ruhr und dem Land, in dem sich die Partner 2006 verpflichtet haben, ausgewählte Ankerpunkte der Route der Industriekultur über einen Zeitraum von zehn Jahren baulich zu sichern. Das Land gibt jährlich einen Zuschuss von 3,6 Millionen Euro für die sechs Standorte, der Verband steuert durchschnittlich 2,5 Millionen Euro pro Jahr für die Instandhaltung bei."

Quelle: idr
__________________
Ein Leuchtturm ohne Meer ist eine Bauruine!
nikolas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.06.12, 12:28   #33
nikolas
DAF-Team
 
Benutzerbild von nikolas
 
Registriert seit: 19.11.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 3.010
nikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiell
Kamp-Lintfort: Wettbewerb zur Nachnutzung Bergwerk-West


Quelle: http://www.rag-deutsche-steinkohle.d...php?SiteID=598 | Copyright 2012 RAG Deutsche Steinkohle | Rechtlicher Hinweis - RAG Deutsche Steinkohle

Zur Info:
Deutsches Architektur-Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen
Deutsches Architektur-Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen

PM:
"
Wettbewerb um die besten Ideen für das Bergwerk West gestartet - Fünf Planerteams präsentierten sich: Im Mittelpunkt der 3. öffentlichen Arena zur Entwicklung des Bergwerk West-Areals stand das Einführungskolloquium, bei dem die Aufgabenstellung der nun beginnenden Ideenkonkurrenz und die fünf teilnehmenden Teams aus Stadt- und Landschaftsplanern vorgestellt wurden.

Gut 250 Bürgerinnen und Bürger waren am 5. Juni der Einladung in die Lohnhalle gefolgt und hörten interessiert vor allem der Vorstellung der einzelnen Planergruppen zu. U.a. präsentierten die Planungsteams Beispiele von vergleichbaren Projekten in Deutschland und Europa vor, an deren Entwicklung sie beteiligt waren.

Vor dem Auswahlgremium im April hatten sich zwei regional ansässige Teams sowie Arbeitsgemeinschaften aus Berlin, Frankfurt/Hannover und den Niederlanden durchgesetzt. Neben der persönlichen Vorstellung im Plenum nutzten die Besucher gestern abend auch die Möglichkeit, die Arbeitsgruppen in persönlichen Gesprächen an den von Ihnen gestalteten Stellwänden kennenzulernen. Bis Ende August haben die fünf Teams nun Zeit, die in der Auslobung genannten Aufgabenstellungen zu bewältigen und einen aussagekräftigen, städtebaulichen Rahmenplan für Entwicklung der Fläche vorzulegen.

Die Planungsaufgabe, die eingangs von Prof. Kunibert Wachten vom Dortmunder Planungsbüro Scheuvens+Wachten erläutert wurde, ist vielschichtig, die Erwartungen an das Ergebnis hoch. Den Rahmen der Entwicklung soll dabei ein übergeordnetes Leitbild vorgeben, welches die Grundlage für alle weiteren Planungen in den einzelnen Bereichen darstellt.
Wie kann die Verknüpfung mit den umliegenden Quartieren gelingen? Welche Nutzungen werden künftig an welchem Standort gesehen? Wie können die Bestandsgebäude in das Konzept integriert werden? Dies sind nur drei von vielen zu lösenden Fragen innerhalb der Ideenkonkurrenz, die ges-tern angerissen, aber natürlich noch nicht vollständig beantwortet werden konnten.

Bürgermeister Dr. Landscheidt zeigte sich überzeugt davon, dass die anstehende Aufgabe durch die Teams in guter Qualität gelöst werden kann und wagt bereits einen Blick auf das Zwischenkolloquium in vier Wochen: „Auf der 4. Arena werden die ersten Entwürfe vorgestellt und mit uns allen, hierzu zählen insbesondere wieder die Bürgerinnen und Bürger, offen diskutiert werden können. Diesem Ausblick, wie sich die Fläche entwickeln kann, sehe ich mit besonderer Spannung entgegen.“ Die Bevölkerung wird auf der nächsten Veranstaltung am 03. Juli dann auch bereits sehen können, welche ihrer Anregungen und Ideen in die Planung eingeflossen sind."

Quelle: Wettbewerb um die besten Ideen für das Bergwerk West gestartet - Fünf Planerteams präsentierten sich interessierten Bürgern in der Lohnhalle - RAG Montan Immobilien
__________________
Ein Leuchtturm ohne Meer ist eine Bauruine!
nikolas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.12, 17:10   #34
nikolas
DAF-Team
 
Benutzerbild von nikolas
 
Registriert seit: 19.11.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 3.010
nikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiell
Herten: Zeche Schlägel & Eisen 3/4/7


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:H...26_Eisen_1.jpg | Author: Stahlkocher | GNU-Lizenz für freie Dokumentation

Die Entwicklungsgesellschaft Schlägel & Eisen (EGSE) plant das 19 ha großen Betriebsgelände bis 2013 bekanntlich zu einem neuen Gewerbe- und Freizeitpark zu entwickeln.
Hierfür sollen bereits 2012 die Abbruchbagger der RAG anrollen, um weite Teile der alten Werksanlagen von Schacht 7 sowie die Rundhalle abzureißen.
Zwei weitere Jahre wird es dann noch dauern bis das geplante Gewerbegebiet mit Straßen, Wegen und Entwässerung komplett erschlossen ist.
Mehr als 8 ha Fläche werden dann als Naherholungsgebiet zur Verfügung stehen. Auch ein RVR-Radweg wird sich auf der ehemaligen Zechenbahntrasse durch das ehemalige Werksgelände ziehen.

Quellen:
http://www.derwesten.de/staedte/unse...id5188955.html
http://www.derwesten.de/staedte/unse...id6670922.html
__________________
Ein Leuchtturm ohne Meer ist eine Bauruine!
nikolas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.06.12, 22:28   #35
nikolas
DAF-Team
 
Benutzerbild von nikolas
 
Registriert seit: 19.11.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 3.010
nikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiell
Zur Geschichte der Industriedenkmalpflege in NRW (I)

In loser Abfolge möchte ich hier eine (sehr ) kurze Geschichte der Industriedenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen einstellen. Die Abschnitte stammen aus einem älteren, nicht veröffentlichten Text von mir. Damals beschäftige mich die Frage: Lässt sich "Industriekultur" als eine neue "Leitkultur" des Ruhrgebiets begreifen? Meine Antwort war damals ein "Ja, aber..." Die Argumentation erfolgte auf historischem Wege. Meine These lautete damals:

Die Identifikations mit der eigenen Industriegeschichte als kulturpolitische Strategie und Zukunftsinvestition wird insbesondere von denjenigen Regionen als zentrale Aufgabe erkannt und betrieben, in denen traditionelle Monumente nicht unmittelbar an die lokale Geschichte angeschlossen werden können.

So heißt es im IBA Positionspapier zur Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur (1992): „Es ist eine Region, in der das bauliche Erbe durch die rasche Industrialisierung, durch Kriegszerstörung und durch die Abrisstätigkeit der heutigen Zeit besonders verarmt ist. Andererseits ist der Anteil der zugewanderten Bevölkerung besonders groß, so dass keine über Generationen geprägte räumliche Erinnerung ausgebildet ist. Die prägende Erinnerung beschränkt sich auf die vergleichsweise kurze Phase der Industrialisierung“
.[1]


Der Denkmalpflege und Geschichtskultur kommt in diesem Zusammenhang die Aufgabe zu, die zivilisationsprägende Entwicklung der Industrie in den Zeiten zu erklären, „in denen die Industrie ihre verbrauchten Räume verlässt und eine kulturelle Verpflichtung nicht mehr wahrnimmt“[2] Insofern bildet die Geschichte der Auflösung des industriellen Ruhrgebietes ebenso einen Teil seiner Historie wie die Entstehung und die Hochphase der Industrialisierung.


[1]
IBA Positionspapier zur Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur (1992)
[2]
Peter Zlonicky, zitiert nach Hassler, Ute/ Kierdorf, Alexander (Hrsg.): Denkmale des Industriezeitalters: von der Geschichte des Umgangs mit Industriekultur, Tübingen 2000, S. 273.


Die Maschinenhalle Zweckel in Gladbeck | Quelle: Pressefotos der Industriedenkmal-Stiftung

1. Der Kampf um den Erhalt identitätsstiftender Industriebauten


Parallel zum realen Bedeutungsverlust der Montanindustrie - als ökonomische Klammer des Ruhrgebietes - setzte ab den späten 1960er Jahren die ersten Bemühungen zur Bewahrung der altindustriellen Hinterlassenschaften im Ruhrgebiet ein. „Das darf nicht weg!“ – diese nachdrückliche Forderung stand am Anfang vieler Initiativen, die Zeugnisse einer schwindenden industriellen Welt im Ruhrgebiet zu erhalten.

Initialzündung der öffentlichen Auseinandersetzung um den Schutz alter Produktionsstätten als Denkmale des Industriezeitalters bildete Mitte 1969 der drohende Abriss der Zeche Zollern II/IV in Dortmund - Bövinghausen. Gegen dieses Vorhaben setzten sich nun erstmals eine Bürgerinitiative aus dem Kreis Bövinghauser Einwohner sowie eine Koalition aus Architekten, Hochschulleuten, Journalisten und Künstlern zur Wehr. Das Hauptaugenmerk aller Bemühungen richtete sich dabei auf
die 1902/03 von Bruno Möhring in Anlehnung an den Jugendstil errichtete zentrale Maschinenhalle.[1]

In einer im Nachhinein beachtlichen Schnelligkeit hatten Düsseldorfer Landespolitiker den Appell aufgegriffen. So verabschiedete die Sozialliberale Koalition bereits am 3. März 1970 das „Nordrhein-Westfalen Programm 1975“. Als Reaktion auf die denkmalpflegerische Debatte einerseits sowie das bürgerschaftliche Engagement um den Erhalt ehemaliger Zechen
(-Siedlungen) andererseits forderte das Programm die „Sicherung der bedeutenden baulichen Zeugnisse der Ruhrindustrie“ und beauftragte die Inventarisierung und Erforschung ehemaliger Industriebauten.

Im gleichen Jahr noch wurden durch das Land NRW die ersten 2. Mio. DM Sondermittel zum Erhalt von Zollern II/IV. bewilligt. Denn, so die Begründung, „Nordrhein-Westfalen sei durch Industrie und Technik geprägt wie kein anderes Bundesland, und das Ruhrgebiet als industrieller Ballungsraum in der Mitte des Landes überhaupt erst durch die Großindustrielle Gewinnung und Verarbeitung von Kohle und Erz entstanden. Folglich müsse man bedeutsame Bauwerke der Industriegeschichte als landestypische Monumente ansehen, die es als Teil der Landesidentität zu bewahren gelte“.[2] In Nordrhein-Westfalen ergab sich damit in den von den beiden Landschaftsverbänden organisierten Denkmalämtern in Münster und Bonn die Notwendigkeit, der landespolitischen Forderung nach einer Intensivierung der industriedenkmalpflegerischen Arbeit Folge zu leisten.

Vorerst zündete der Impuls, der aus einer engagierten Öffentlichkeit in die Politik getragen wurde, auf der Verwaltungsebene nicht ganz so schnell. So dauerte es bis 1973/74, ehe die Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen- Lippe(LWL) hautberufliche Referenten für die Industriedenkmalpflege einsetzten.

Auch gesellschaftlich war der Wertewandel bei weitem noch nicht vollzogen. Nicht selten sah man sich bei industriedenkmalpflegerischen Bemühungen mit Denkmustern konfrontiert, die in der Einstellung zusammenflossen, Industrieanlagen müssten nach ihrer Stilllegung möglichst rasch und spurlos beseitigt werden.

Zu dieser Zeit führte der verschärfte wirtschaftliche Strukturwandel in der Region zusammen mit einer forcierten staatlichen Strukturpolitik dazu, dass ganze Industriekomplexe innerhalb kürzester Zeit beseitigt wurden, um die brach-gefallenen Areale einer (post-) industriellen Neunutzung zuführen. Auch bei der ehemaligen Belegschaft jener Betriebe stieß man mit musealen Umnutzungsplänen meist auf krasses Unverständnis. Den Menschen in der Region erschien es zunächst abwegig das, was über Jahrzehnte Arbeitsplatz und Zweckbau von Montanindustrie gewesen war, als Denkmal zu betrachten und damit als erhaltenswert einzustufen.[3] „Es passte zur Gefühlslage der Bergleute. Die Arbeit unter Tage war hart. Machte der Pütt dicht, war es gut alles abzureißen, die Erinnerung an die harte Arbeit auszulöschen. Vordergründige Modernisierung hat in dieser Region Konjunktur: Das alte wird beseitigt, Neues wird freundlich begrüßt“.[4] Erst mit dem massenhaften und flächendeckenden Abriss altindustrieller Produktionsstätten im Ruhrgebiet begann auch in der Ruhrgebietsbevölkerung so etwas wie eine „Verlusterfahrung“ spürbar zu werden.

Das europäische Denkmalschutzjahr 1975 bildete in diesem Zusammenhang einen weiteren wichtigen Impuls zur Neubewertung des industriellen Erbes der Region, indem es half, den in der Fachwelt sich vollziehenden Perspektivenwechsel über die Medien in breitere Gesellschaftskreise zu tragen. So entwickelte sich zu dieser Zeit über die „Geschichte von unten“ – Bewegung ein verstärktes Interesse an Sozial- und Alltagsgeschichte, was auch eine Neubewertung der altindustriellen Hinterlassenschaften zur Folge hatte. Diese Bewegung richtete ihren Blick nicht nur auf den Alltag der unteren Schichten, sondern enthielt zugleich einen basisdemokratischen Ansatz in Bezug auf ihre Akteure, indem jedem interessierten Laien die aktive Partizipation an dieser Form historischer Forschung offen stehen sollte. Mit der Aufwertung der Industriearbeitergeschichte sowie der bewussten Identifikation mit den montanindustriellen Hinterlassenschaften in der Region entfaltete das Engagement für den Erhalt ehemaliger Industriebauten zunehmend auch Breitenwirkung.[5] „Nach einer nahezu standardisiert ablaufenden Ablehnungsphase des „Nicht mehr sehen wollens“ der konkreten Orte verlorener Arbeitsplätze in Bergwerk und Hütte [...] trat wieder das Gewahrwerden der Orientierungsfunktion von Malakowturm, [...] oder Gebläsehalle an die Stelle der „Muss weg „- Haltung“.[6]

Dieser Perspektivenwechsel sollte 1980 auch in der Landesgesetzgebung seinen Niederschlag finden. So gab sich Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland
ein Denkmalschutzgesetz, indem die „Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse“ als maßgeblicher Faktor für den Denkmalwert festgeschrieben wurde. Damit wurden erstmals auch rechtlich verbindliche Grundlagen für die Industriedenkmalpflege in NRW geschaffen.

[1]
Die „Jugendstilhalle“ wurde aufgrund ihrer herausragenden ästhetischen Gestaltung und traditionellen repräsentativen Konzeption in erster Linie als Stilarchitektur und weniger als Ingenieurskonstruktion betrachtet. Die Betonung sozialgeschichtlicher Kriterien sowie die von ästhetischen Maßstäben unabhängige Betrachtung von Gestaltung, Form und Inhalt altindustrieller Bauten sollte sich erst im Verlauf der 1970er Jahre allmählich durchsetzen. Industriedenkmalpflege im heutigen Sinne war das noch nicht; aber ein Anfang war gemacht.
[2]
Suhrbier, H.: Zur veränderten Wahrnehmung von Bauten der Industrie- und Sozialgeschichte im Ruhrgebiet; in: Barbian, Jan-Pieter/ Heid, Ludger (Hrsg.): Die Entdeckung des Ruhrgebiets, Essen 1997, S. 249.
[3]
Schwarz, Angela (Hrsg.) Industriekultur, Image, Identität: Die Zeche Zollverein und der Wandel in den Köpfen, Essen 2008, S. 52.
[4]
Blase, D.: Stadtentwicklung im Ruhrgebiet; in: Barbian, Jan-Pieter/ Heid, Ludger (Hrsg.): Die Entdeckung des Ruhrgebiets, Essen 1997, S. 226.
[5]
Vgl. Schwarz: S. 52-53.
[6]
Föhl, Axel: Späte Liebe; in: Bourée, Manfred/ Willamowski, Gerd u.a. (Hrsg.): Ruhrstadt. Die andere Metropole, Essen 2000, S. 243.
__________________
Ein Leuchtturm ohne Meer ist eine Bauruine!
nikolas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.06.12, 15:31   #36
nikolas
DAF-Team
 
Benutzerbild von nikolas
 
Registriert seit: 19.11.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 3.010
nikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiell
"Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet" als UNESCO-Welterbe


Quelle: Aktuelle Pressefotos Metropole Ruhr: Ruhr Tourismus

PM: "
Die Metropole Ruhr geht mit ihrer Industriekultur ins Rennen um die bundesdeutschen Vorschläge für die UNESCO-Welterbeliste. Das NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr hat die "Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet" aus neun Vorschlägen als NRW-Beitrag zum Wettbewerb ausgewählt.
Nach Ansicht der Jury hat allein die "Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet" das Potenzial, auf die UNESCO-Welterbeliste zu gelangen. Daher hat die Jury darauf verzichtet, einen weiteren Vorschlag zu nominieren. Jedes Bundesland darf bis zu zwei Vorschläge einreichen. Eine vergleichbare Welterbestätte - eine Kulturlandschaft, die sich mit dem industriekulturellen Erbe befasst - gebe es in dieser Form noch nicht, so die Begründung.
Auch der Regionalverband Ruhr (RVR) untersützt die Bewerbung. Er wird sich vor allem mit der vielfältigen Haldenlandschaft und ausgesuchten Standorten der Route der Industriekultur einbringen.
Bis zum 1. August müssen die Vorschläge der Bundesländer der Kultusministerkonferenz gemeldet werden. Auf Bundesebene durchlaufen die Bewerbungen der Länder dann ein weiteres Juryverfahren, um endgültig auf die Vorschlagsliste der künftigen Welterbeliste gelangen zu können.
In Nordrhein-Westfalen stehen bereits der Aachener und der Kölner Dom, die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl und die Zeche Zollverein auf der Welterbeliste."

Quelle: idr
Weitere Informationen unter www.mwebwv.nrw.de
nicht jedem schmeckt´s: http://www.unternehmerverband.org/ak...-in-sorge.html
__________________
Ein Leuchtturm ohne Meer ist eine Bauruine!
nikolas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.07.12, 23:08   #37
Bau-Lcfr
Diamant-Mitglied

 
Registriert seit: 20.11.2010
Ort: Rheinland
Beiträge: 10.046
Bau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle Zukunft
Essen: Kohlelager an der Gladbecker Straße

Die WAZ schrieb heute über die Überlegungen zur Zukunft des 40 Hektar großen Kohlelagers an der Gladbecker Straße (südlich von der A42). Das Gelände ist wahrscheinlich kontaminiert, unter anderen weil dort im WKII Chemikalien verladen wurden. Die Sanierungskosten werden mit mehreren Millionen EUR angegeben, trotzdem wird seit 2007 nach Ideen gesucht.

Wieso muss mit dem Gelände irgend etwas passieren? Derzeit begrünt es sich selbst auf spontanem Wege - was auch so verbleiben könnte. Werden die benachbarten Gewerbegebiete irgendwann eine Erweiterung benötigen, könnte man immer noch nachrechnen, ob sich der Sanierungsaufwand lohnt.

Nach dem Ende des Kohlebergbaus 2018 werden weitere 40 Kohlelager-Hektar nördlich der A42 zur Verfügung stehen.
Bau-Lcfr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.07.12, 22:47   #38
nikolas
DAF-Team
 
Benutzerbild von nikolas
 
Registriert seit: 19.11.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 3.010
nikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiell
Förderung für Industriedenkmäler

PM: "Der Malakoffturm der Zeche Carl in Essen, die Zeche Radbod in Hamm und die Stiftung Preußen Museum Wesel gehören zu den Institutionen, die vom aktuellen Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes profitieren. Insgesamt 4,5 Millionen Euro stellt der Bund zur Restaurierung von 25 bedeutenden Denkmälern in Nordrhein-
Westfalen zur Verfügung. Die Abwicklung des Förderprogramms wird sich voraussichtlich bis 2014 erstrecken.

Quelle: idr
__________________
Ein Leuchtturm ohne Meer ist eine Bauruine!
nikolas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.08.12, 21:34   #39
nikolas
DAF-Team
 
Benutzerbild von nikolas
 
Registriert seit: 19.11.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 3.010
nikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiell
Dortmund: "Lanstroper Ei" soll restauriert werden


Quelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?...20050703161805 | Autor: Gerd W. Schmölter | Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation

PM:
"Das "Lanstroper Ei", der denkmalgeschützte ehemalige Wasserturm in Dortmund, könnte schon im kommenden Frühjahr restauriert werden. Das Industriedenkmal, das Teil der Route Industriekultur ist, soll zu einem Künstler- und Kulturzentrum weiterentwickelt werden. Umgesetzt wird dies vom eigens gegründeten Förderverein, der jetzt die Nutzungsrechte für die kommenden 25 Jahre von der Stadt Dortmund übernommen hat.
Für die Sanierung des Industriedenkmals werden Gesamtkosten in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro erwartet. Getragen werden soll dies von Sponsoren (1,3 Millionen), dem Land (480.000 Euro) und der Stadt Dortmund (120.000 Euro sowie städtische Ingenieurleistungen im Wert von 200.000 Euro).
Der Rat entscheidet voraussichtlich im Oktober."

Quelle: idr
__________________
Ein Leuchtturm ohne Meer ist eine Bauruine!
nikolas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.12, 14:58   #40
nikolas
DAF-Team
 
Benutzerbild von nikolas
 
Registriert seit: 19.11.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 3.010
nikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiell
Gelsenkirchen: Zeche Hugo


Zeche Hugo/ Schacht 2 | Quelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?...20081203053033 | Urheber: Rasi57 | GNU-Lizenz für freie Dokumentation

Die Zeche Hugo nahm 1875 den ersten Förderschacht in Betrieb. Zur Hochzeit förderte der Zechenverbund bis zu 3,5 Mio. t Fettkohle und hatte bis zu 5000 Beschäftigte. 1993 wurde die Zeche Hugo mit der Zeche Consolidation und der Zeche Nordstern zum Bergwerk Hugo/Consolidation zusammengeschlossen. 1997 erfolgte ein weiterer Verbund mit dem Bergwerk Ewald/Schlägel und Eisen zum Bergwerk Ewald-Hugo.
Die Förderung des Baufelds Hugo wurde in den Folgejahren nach Ewald verlagert. Da Bergwerk Hugo wurde daraufhin im Jahre 2000 geschlossen.

Bestandsnutzung:
  • Mit Ausnahme des ehemaligen Verwaltungsgebäudes, der Waschkaue sowie des Förderturmes von Schacht 2 und die zugehörige Maschinenhalle erfolgte nach 2001 der Abbruch sämtlicher Zechengebäude (Schacht 1-9). Die restlichen Bestandsgebäude wurden mittlerweile vom Trägerverein Schacht Hugo 2 e.V. übernommen, der sich um die Sicherung, Umnutzung und Betrieb der verbliebenen Übertageanlagen von Schacht 2 kümmert. --> Es erfolgt ein sukzessiver Um- und Ausbau, für eine öffentliche Nutzung.
  • Die Trasse der ehemaligen Hugo-Bahn ist zum Radweg umgebaut worden.
  • Als Folgenutzung für das weitläufige Zechenareal ist der "Biomassepark- Hugo" geplant.

der zukünftige Biomassepark Hugo | Quelle: Moderne_Flaechentwicklung


Quellen und Weiterführendes:

http://www.route-industriekultur.de/themenrouten/16-westfaelische-bergbauroute/zeche-hugo.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Hugo
http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen-buer/neue-attraktion-auf-die-schiene-gesetzt-id6850599.html
http://www.initiative-ergreifen.de/Zeche-Hugo-Schacht-2.114.0.html
http://www.zeche-hugo.com/index2.html
__________________
Ein Leuchtturm ohne Meer ist eine Bauruine!
nikolas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.12, 22:57   #41
nikolas
DAF-Team
 
Benutzerbild von nikolas
 
Registriert seit: 19.11.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 3.010
nikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiell
Oberhausen: Förderturm der Zeche Sterkrade wird saniert


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:F...krade_2008.jpg | GNU-Lizenz für freie Dokumentation | Autor: Tbachner

PM:
"Nur das denkmalgeschützte Fördergerüst über Schacht 1 und die zugehörige Schachthalle erinnern heute noch an das ehemalige Bergwerk Sterkrade in Oberhausen. Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur hat nun mit Sanierungsarbeiten am Industriedenkmal begonnen.

Bei dem Denkmal handelt es sich um ein Fördergerüst von 1903 und eine Schachthalle, die als einzige bauliche Relikte von der im Jahr 2000 abgerissenen Schachtanlage Sterkrade erhalten geblieben sind. Seit 1997 ist der Standort in der Obhut der Industriedenkmalstiftung, 2005 wurden Fördergerüst und Schachthalle in die Denkmalliste eingetragen.

Die nun begonnenen Baumaßnahmen am Industriedenkmal, die mit Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert werden, umfassen eine Dach- und Fassadensanierung der Schachthalle sowie die Sanierung des Fördergerüsts inklusive Korrosionsschutz.

Nach Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2013 möchte die Industriedenkmalstiftung das Denkmal im Rahmen von Führungen zugänglich machen, um auf diese Weise die Geschichte des Denkmals und der Zeche Sterkrade zu vermitteln.

Das Fördergerüst der Zeche Sterkrade zählt zu den wenigen erhaltenen dreibeinigen Strebengerüsten im Ruhrgebiet und darüber hinaus zu den ältesten erhaltenen deutschen Strebengerüsten in Nordrhein-Westfalen. Es nahm vier nebeneinander liegende Seilscheiben auf, von denen noch zwei erhalten sind.

Das filigrane, in Fachwerkbauweise gefertigte Gerüst ist mit einer Schachthalle verbunden, die als massiver dreigeschossiger Backsteinbau errichtet wurde und aufgrund ihrer kompakten, turmartigen Erscheinung an
die Malakofftürme des 19. Jahrhunderts erinnert."

Quelle: http://news.oberhausen.de/newsletter...cb32fc0c93fd74
__________________
Ein Leuchtturm ohne Meer ist eine Bauruine!
nikolas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.08.12, 00:13   #42
Bau-Lcfr
Diamant-Mitglied

 
Registriert seit: 20.11.2010
Ort: Rheinland
Beiträge: 10.046
Bau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle ZukunftBau-Lcfr hat eine wundervolle Zukunft
Oberhausen: Förderturm der Zeche Sterkrade wird saniert

^ Als ich vor einer Woche diesen WAZ-Artikel über die Schachthalle sah, habe ich mir eine Zusammenfassung überlegt - damals schien mir die Sache nicht relevant genug. Außer den auch in der Pressemeldung erwähnten Dingen thematisiert der Artikel noch die im Stadtteil kursierenden Gerüchte, die sanierte Halle solle gewerblich genutzt werden - früher war eine Wohnsiedlung rund um die Halle geplant, die dann als Radstation genutzt werden sollte. Dies hat sich dem Artikel nach erübrigt, die Hallennutzung bleibt offen - derer Umgebung wird wohl unbebaut bleiben.
Bau-Lcfr ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.09.12, 22:18   #43
nikolas
DAF-Team
 
Benutzerbild von nikolas
 
Registriert seit: 19.11.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 3.010
nikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiell
Dortmund: Sprengarbeiten auf Kokerei Hansa


Quelle: Industriedenkmal-Stiftung | Pressefotos

PM:
"Zwei Gebäude der Kokerei Hansa in Dortmund lässt die RAG Montan Immobilien morgen (22. September) sprengen. Sowohl ein ehemaliges Maschinenhaus mit zwei Silos sowie eine Gaskühleranlage nördlich der Museumsfläche sollen fallen. Die rund 30 Meter hohen nicht denkmalgeschützten Bauwerke werden mit 36,5 Kilogramm Sprengstoff niedergelegt.
Bis Mitte 2014 werden die Rückbau- und Sanierungsmaßnahmen auf der nördlichen Kokereifläche dauern. Danach wird das Gelände an den Regionalverband Ruhr (RVR) übergeben, der dort eine Grünanlage plant."

Quelle: idr
__________________
Ein Leuchtturm ohne Meer ist eine Bauruine!
nikolas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.12, 11:32   #44
nikolas
DAF-Team
 
Benutzerbild von nikolas
 
Registriert seit: 19.11.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 3.010
nikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiell
Herten: Schlägel & Eisen Start Rückbau-/Revitalisierung


Quelle: Zeche Schlägel und Eisen 3 4 7.JPG - Wikimedia Commons // GNU Free Documentation License // Author: Dortmund2008

PM: "Einen weiteren gemeinsamen wichtigen Schritt zur Wiedernutzung
der ehemaligen Bergwerksfläche Schlägel & Eisen 3/4/7 gehen die Entwicklungsgesellschaft Schlägel und Eisen mbH (EGSE) sowie RAG Montan Immobilien jetzt mit dem Start der Rückbau- und Erschließungsmaßnahmen. Bis Sommer 2015 soll die rund 19 Hektar große Fläche im Zentrum des Hertener Stadtteils Langenbochum saniert und für eine Nachfolgenutzung aufbereitet sein.

Die Sanierung, Aufbereitung und Erschließung des ehemaligen Bergwerksgeländes hin zu einer Gewerbefläche mit integriertem Stadtteilpark stellt eines der beispielhaften Bergbaunachfolgeprojekte im nördlichen Ruhrgebiet als Revitalisierung eines ehemaligen Bergbaustandortes dar.
Die Fläche wird durch einen zukünftigen Radweg auf einer ehemaligen Bahntrasse in zwei Bereiche gegliedert: den westlichen Bereich, mit zum Teil erhaltenswerten denkmalgeschützten Bestandsgebäuden und den östlichen Bereich, welcher für eine weitgehend restriktionsfreie Neubebauung zur Verfügung steht. Das städtebauliche Konzept sieht vor, auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage kleinteilig geschnittene Ansiedlungsflächen für kleine und mittlere Unternehmen bereitzustellen. Es soll eine Gewerbefläche mit Grundstücksgrößen bis zu maximal 3.000 Quadratmeter für rund 40 Unternehmen entstehen. Neben der gewerblichen Nutzung erhält der Standort eine stadtteilergänzende Nutzung wie beispielsweise einen Stadtteilplatz, einen Stadteilpark sowie ein Rad- und Fußwegenetz. Die denkmalgeschützten Bestandsgebäude werden durch die geplante Erschließung und Fußwegeführung in das städtebauliche Konzept integriert, wobei durch Plätze und Grünzonen Sichtbeziehungen zu den erhaltenswerten Gebäuden geschaffen werden.
Vor der geplanten Entwicklung von Schlägel & Eisen beginnt die RAG Montan Immobilien im Oktober mit den Rückbau- und Sanierungsmaßnahmen. Innerhalb der nächsten zehn Monate werden rund 285.000 Kubikmeter Bruttoraum und insgesamt etwa 20 Objekte zurückgebaut sowie 52.000 Quadratmeter entsiegelt.
Im Rahmen des Abschlussbetriebsplanes ist die Fläche auf Bodenbelastungen untersucht worden. Dabei wurden im Bereich der ehemaligen Kokerei begrenzte Verunreinigungen durch vorwiegend kokereispezifische Schadstoffe festgestellt. Diese werden auf der ehemaligen „Weißen Seite“ der Kokerei in ein Sicherungsbauwerk eingebaut und mit einem Mehrschichtsystem abgeschlossen.
Durch die anschließende Begrünung und das Anlegen von Fußwegen und einer Treppe wird der Bereich für die Anwohner begehbar. Die Arbeiten zur Sanierung der Fläche und die Baureifmachung sowie Erschließung für die spätere Ansiedlung von Gewerbebetrieben erfolgt parallel."

Quelle: http://www.rag-montan-immobilien.de/...64&newsID=1780
__________________
Ein Leuchtturm ohne Meer ist eine Bauruine!
nikolas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.12, 21:40   #45
nikolas
DAF-Team
 
Benutzerbild von nikolas
 
Registriert seit: 19.11.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 3.010
nikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiell
Essen: Rückbau der letzten Gebäude von Emil-Emscher

Die Rückbauarbeiten der letzten verbliebenen Betriebsgebäude und -anlagen der ehemaligen Kokerei und Schachtanlage Emil-Emscher in Essen-Vogelheim werden voraussichtlich Ende 2012 abgeschlossen sein.

PM:
"Die Kokerei und Schachtanlage Emil-Emscher wurde 1973 stillgelegt. 1974 erfolgte die Verfüllung der Schächte. Der Abbruch des größten Teils der Tagesanlagen fand schon im Jahr 1975 statt. Die Fläche diente dann der RAG seit etwa 1989 als Kohlenlagerplatz und Verladebahnhof der Bahn- und Hafenbetriebe. Nach Abschluss der Rückbau- und Sanierungsmaßnahmen soll das Areal als Gewerbegebiet entwickelt werden. Dabei sieht die RAG Montan Immobilien aufgrund der guten Verkehrsanbindung ein großes Potenzial für Logistik oder andere großflächige gewerbliche Nutzungen. Da alle bergbaulich genutzten Flächen der sogenannten Bergaufsicht durch die Bezirksregierung unterliegen, müssen die Rückbaumaßnahmen bestimmte Vor-gaben erfüllen. Dazu gehören u.a. umfangreiche Untersuchungen der Flächen und der Gebäude auf mögliche Kontaminationen sowie die gutachterliche Begleitung der Maßnahmen, damit jedwede Gefährdung durch die Arbeiten ausgeschlossen wird.
Insgesamt werden 10 Gebäude, mit ca. 10.500 Kubikmeter umbauten Raum abgebrochen sowie ca. 10.000 Quadratmeter befestigte Fläche freigelegt. Das größte Rückbauprojekt ist der von der Gladbecker Str. aus sichtbare markante Hochbunker, der sogenannte Landabsatz, der früher zur Verladung von Kohle auf LKW oder auf Züge genutzt wurde. Er umfasst allein ca. 8.500 Kubikmeter umbauten Raum und hat eine Höhe von ca. 22 Metern."

Quelle: http://www.rag-montan-immobilien.de/...64&newsID=1767
__________________
Ein Leuchtturm ohne Meer ist eine Bauruine!
nikolas ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 01:26 Uhr.


Powered by vBulletin (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
©2003-2017 Deutsches Architektur-Forum