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Alt 02.11.16, 18:11   #556
Curtain Wall
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Jeder Quadratmeter in der Kölner Altstadt ist ja historisch höchst spannend. Direkt neben dem Baufeld verläuft ja die römische Hafenstraße, deren Pflaster noch erlebbar ist. Diese will Staab ja anscheinend schon stärker mit einbinden, ein Stadtmuseum schreit ja auch geradezu danach...er betonte im Interview, dass die Einflechtung der Historie des Ortes die Entwurfsarbeit stark geprägt hat.
Leider habe ich die Grundrisse bisher nur winzig klein gesehen, ob ihm das also gelungen ist, kann ich kaum beurteilen. Manchmal sind die "historischen Bezüge" ja so intellektuell verwurstet, dass man ohne eine Architekturführung nichts bemerken würde...

Vor dem Krieg stand hier eine Blockrandbebauung, die eher gründerzeitlich als mittelalterlich aussieht. Auf der Seite "Bilderbuch Köln" kann man einen groben Überblick über den Vorkriegszustand bekommen (rechts im Bild):
http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos...torisch_319940
Ob hier auch Perlen standen, weiß ich nicht. Es sieht aber eher nach historistischem Durchschnitt aus (Falls ich falsch liege, gibt es jetzt Prügel aus Köln ;-) ).
Fest steht für mich: wenn man hier eine tiefere Baugrube aushebt, stößt man auf Mauern und Funde, die das UG eines Stadtmuseums bequem füllen, immerhin stand hier eine römische Großstadt!
Ich bin ein großer Freund des Frankfurter Altstadt-Projektes, aber der wahre Schatz liegt für mich hier in Köln im Untergrund.
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Alt 02.11.16, 18:25   #557
Kieselgur
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Eine wirklich kleinteilige Bebauung wäre an diesem Platz kaum mehr so richtig "historisch" und ich fände sie eher unpassend. Schon für die Fertigstellung des Domes im 19.Jahrhundert wurde im Bereich des Roncalliplatzes kräftig abgerissen. Das Dom-Hotel stammt auch aus dieser Zeit. Mit Frankfurt wäre es hier also nicht zu vergleichen.

Große rechteckige Plätze findet man wohl weniger im Mittelalter, aber etwa bei römischen Foren oder Platzanlagen wie der Plaza Mayor in Madrid. Dort war / ist es direkt am Platz auch nicht kleinteilig bebaut. Köln betont doch immer so gern sein römisches Erbe bzw. sieht sich als "südlichste" Stadt am Rhein. Große breitgelagerte Gebäude an sich, müssen also nicht das Problem sein. Nur wenn diese in erster Linie glatte, flache Boxen sind, um den Dom umso heller stahlen zu lassen, ist es halt kein Wunder, dass da kaum Begeisterung aufkommen will, wenn man mal nicht direkt auf die Kathedrale blickt.
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Alt 03.11.16, 10:42   #558
pauneu
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Bei Baunetz.de gibt es eine umfangreiche Bildergalerie inkl. den beiden dritten Plätzen:
http://www.baunetz.de/meldungen/Meld...n_4899464.html

Und zumindest was die Wirkung des Museumsgebäudes im Kontext der städtischen Umgebung angeht, kann ich den 1. Platz im Vergleich zu den anderen Arbeiten eher schwer nachvollziehen. Vor allem die Arbeit von Caruso St. John scheint sich viel mehr mit der Umgebung auseinandergesetzt zu haben.
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Alt 03.11.16, 10:49   #559
cpcgn
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historische bebauung

also kleinteilig war die bebauung an dieser stelle wohl nie, wie man unter den folgenden links sehen kann. wenn mich nicht alles täuscht, stand hier das erzbischöfliche palais, auf dem gelände befand sich davor die fränkische königspfalz:

https://upload.wikimedia.org/wikiped...Domvorfeld.jpg

http://www.bilderbuch-koeln.de/Fotos..._stiche_301721

https://upload.wikimedia.org/wikiped...alast-1664.jpg
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Alt 03.11.16, 11:41   #560
Odysseus
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Odysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiellOdysseus ist essentiell
Ich kenne ich in der Historie der Stadt leider zu wenig aus, trotzdem glaube ich nicht, dass der Bereich von derartigen Großstrukturen geprägt war, wie sie heute geplant sind. Es geht ja nicht darum, hier jetzt 50 dreiachsige Häuschen hinzustellen, aber etwas mehr Differenzierung darf schon sein.

Und wenn man die weiteren Wettbewerbsergebnisse sieht, dann ist es doch zum Erschaudern. Ein Übel folgt auf das nächste. Da fragt man sich, ob man nicht anders kann oder will oder ob die Stadt in der Ausschreibung genau diese Großblöcke haben wollte.

Und versteht mich nicht falsch, ich habe nicht generell etwas gegen Großstrukturen. Ich liebe die fantasitischen Großkaufhäuser des Historiemus oder die innerstädtischen Adelspalais aus der Barockzeit oder die Bauten des Klassizismus. Nur sieht man leider heute den Unterschied zwischen der Wirkung dieser Großstrukturen auf Städte, die ihnen Würde und Weltstädtisches verleihen und die meist völlig gescheiterten Versuche der Moderne, auf ähnlicher Fläche Bauten mit gleicher Wirkung zu etalbieren.

Ich kann mich nur wiederholen. Wenn man einen der Bauten aus dem aktuellen Wettbewerb baut, dann werden diese Bauten in 40 bis 50 Jahren das gleiche Schicksal ereilen wie die aktuellen. Es war eine grundlegende Regel des Städtebaus, dass eine gewisse Azahl an Großstrukturen einer Einbettung in einen kleinteiligeren städtebaulichen Organismus bedürfen. Es verhält sich wie mit einem Ring. Der große Diamant braucht eine dezente und den Diamant fördernde Fassung.

In der Moderne will aber jeder Bau Diamant sein. Man hat verlernt, wie wichtig es ist, dass es Bauten bedarf, die im Fokus stehen und Bauten, die sich zurückhalten und gerade die im Fokus stehenden Bauten unterstützen. In dem Areal ist eindeutig der Dom der Diamant. Darauf muss man eigentlich mit einer abgestuften und einer zum Dom gerichteten "Dramatik" aufwarten. Jede Architekturepoche bis in die 20-er Jahre hat das verstanden. Unterschiede zwischen Seitenstraßen und Hauptstraßen, Betonung von Eckgebäuden, Betonung und Inszenesetzen vereinzelter Großstrukturen in Kombination mit stimmigen Kleinstrukturen.

Exat das benötigt dieses Areal. Aber man setzt sich mal wieder über tausende Jahre Erfahrung im Städtebau hinweg und meint man weiß heute alles besser und setzt neben Dom, Römisch-Germanisches Museum, Ludwigmuseum, Philharmonie nun munter den nächten Brocken. Ohne jede Fassung, ohne jede Korrespondenz, ohne jede dramatische Inszenierung des Areals. Man baut einfach Block an Block. Ich halte dies für eine kolossale Fehlentscheidung.
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Alt 03.11.16, 15:06   #561
Dooo?
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Auch ich bin ein großer Freund historischer Kleinteiligkeit und würde mir gerne mehr davon für die Kölner (Alt-)Stadt wünschen.
In dem nun besagten Fall kann ich mir das aber nur sehr schwerlich vorstellen, weil das Grundstück durch die Straße Am Hof und den Kurt-Hackenberg-Platz von der Altstadt zu stark abgeschnitten und stattdessen Teil des Roncalli-Platzes mit seinen großen Solitären ist.
Der Versuch, an diese Stelle etwas Heterogenes zu erschaffen, würde in meinen Augen scheitern und deplatziert erscheinen.
Die Formgebung des jetzigen Siegerentwurfs find ich an sich ganz gelungen, wobei ich die viel beschworene Genialität nicht erkennen kann: so etwas sollte doch grundlegend in jedem Architekturstudium sein.
Die Fassadengestaltung ist ja angeblich noch offen. Sollte sie jedoch so kommen, wie in den Visualisierungen gezeigt, wäre sie eine Mischung aus aktuellem Trend und Kolumba und nicht visionär.
Was hier einige schon beschrieben haben bezüglich des mangelnden Engagements der Kölner Bürger, so muss man das doch differenzierter sehen: im Rahmen der Gestaltung der Parkstadt Süd und auch für die Planungen von Deutzer und Mülheimer Hafen gab es, soweit ich weiß, große Beteiligung der Menschen. Die konnten v.a. für die Parkstadt sich entscheidend in die Planungen mit einbringen.
Jedoch fänd ich es toll, wenn es ähnliches auch für die Kölner Altstadt geben würde, ähnlich wie das in Frankfurt bereits gehandhabt wird.
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Alt 03.11.16, 17:28   #562
Kieselgur
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Zitat:
Zitat von pauneu Beitrag anzeigen
Und zumindest was die Wirkung des Museumsgebäudes im Kontext der städtischen Umgebung angeht, kann ich den 1. Platz im Vergleich zu den anderen Arbeiten eher schwer nachvollziehen. Vor allem die Arbeit von Caruso St. John scheint sich viel mehr mit der Umgebung auseinandergesetzt zu haben.
Die Vergabe des 1. Preises aus städtebaulichen Gründen kann ich da zumindestens nachvollziehen, bei Staab wirken die Gebäude optisch getrennt, bei anderen Entwürfen geht Kurienhaus und Museum stärker ineinander über.

Mit der Fassade von Caruso St. John hab ich so meine Probleme. Aus den ersten Blick wirkt sie zwar irgendwie reizvoll, weil irgendwie anders, aber irgendwie erinnert mich die Fassade auch an Ferigteilplatten des Brutalismus. Das könnte in einigen Jahren nicht wirklich toll ausschauen.
Kulka versucht es mit Kitsch an der Fassade oder wie soll man diese aneinandergereihten pseudogotischen Bögen verstehen? Zum Kurt-Hackenberg-Platz hat man dafür völlig langweilige horizontale Fensterbänder. Ähnliches versucht ja auch Barkow Leibinger: Den Museumsbunker überziehen sie mit Mustertapete, dafür sind die restlichen Fassaden vertikale Stangenware.

Mein Favourit, von der Fassade her gesehen, wäre Durisch + Nolli, sicher, deren Fassade ist nun auch keine Neukreation, aber sie zitiert zum Roncalliplatz sehr schön das alte Kurienhaus und wirkt dabei noch luftiger und auch ansonsten wirkt sie am wenigsten bunkerartig. Mit dem richtig gewählten Ziegelmaterial/-farbe - nicht so einheitlich rot wie das jetzige Kurienhaus oder Philharmonie/Museum Ludwig, nicht so grau wies RGM - könnte man da einen schön harmonischen Übergang erzielen. Es gibt da inzwischen reichlich Auswahl an Klinker, da fände sich schon was Passendes. Das sehr durchfensterte des Durisch + Nolli Entwurfs könnte allerdings den konservatorischen Anforderungen entgegenstehen, so dass er auch deswegen auf den 3. Platz verwiesen wurde.

Als Privatmensch könnte man nun hergehen und sagen, na dies gefällt mir an dem Entwurf, dies am anderen, also mein lieber Architekt mach da mal aus zwei, drei Dingen eins. Der Architekt mag sich als Künstler dann zwar gekränkt fühlen - aber als Bauherr ist man immer noch derjenige der das Geld gibt und die letzte Entscheidung trifft.

Ich hoffe man wird in der Hinsicht noch auf Staab einwirken, um zumindestens der Fassade etwas die Schwere zu nehmen, allerdings wirken auch deren Entwürfe fürs Innere recht massiv schwer. Ob die Auswahljury dabei genügend Konsenz findet, um entsprechende Änderungswünsche bei Staab auch durchzusetzen - da bin ich mir allerdings nicht so sicher.
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Alt 04.11.16, 15:25   #563
Benevolo
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Nach der Sichtung der beiden dritten Preise, kann ich die Entscheidung für den Siegerentwurf noch weniger verstehen, weder von der Gebäudestruktur und -anordnung, noch von der Fassadengestaltung.

Es scheint ja auch nur die Stadt und die DuMont-Presse zu jubeln, hier im Forum herrscht ja für mich überraschend die Ernüchterung bis Ratlosigkeit - das tröstet mich und mein Architekturverständnis. Oder sind wir hier alle Banausen?
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Alt 07.11.16, 23:38   #564
Goanna
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Nachdem ich nun hier

http://www.koelnarchitektur.de/pages...hive/15895.htm

ein wenig mehr Überblick über die Baumassen bekommen habe, muss ich sagen, dass ich den Entwurf von Durisch + Nolli städtebaulich dem Siegerentwurf für massiv überlegen halte. Die Rücksprünge reagieren gut auf die Straße und es ist der einzige, der zum Hackenberg-Patz mehr zu sagen hat als "okay, wir öffnen des Erdgeschoss" - ganz abgesehen von einer schon jetzt interessanteren Fassade.
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Alt 08.11.16, 10:26   #565
cpcgn
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das kleinste übel

wenn man sich nochmal geballt die gesammelten entwürfe vor augen führt, finde ich, die jury hat sich für das kleinste übel entschieden und für den mit abstand durchdachtesten entwurf. auch wenn ich ihn immer noch als für den platz nicht angemessen halte, für nicht die spur originell, aus den eingereichten entwürfen ist er mit abstand der beste. ansonsten reichten die fassaden ja von kaufhausarchitektur bei barkow leibinger, variierte bürofassade bei kulka, bis zu durisch und nolli, die das kurienhaus ja fast kopieren und nur die ziegel gegen glas eintauschen. caruso st john hat zwar gute ideen bleibt aber auf der hälfte stecken. insgesamt scheint mir, dass alle architekten heillos überfordert waren neben einem der prägnantesten gebäude deutschlands zu bauen - absolut mutlos, alle entwürfe
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Alt 08.11.16, 21:12   #566
Goanna
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@cpcgn:

Wieso genau findest Du den Staab-Entwurf so durchdacht? Also mal abgesehen von der Fassade.
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Alt 09.11.16, 15:10   #567
Kieselgur
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Der Reiz des Staab-Entwurfs liegt vor allem darin, dass die Gebäudeteile "Kurienhaus" und "Stadtmuseum" vom Roncalliplatz als getrennte Bauten wahrgenommmen werden. Durch die versetzte Anordnung sind zudem beide Häuser gut erkennbar und es entsteht vom Roncalliplatz aus gesehen für das Stadtmuseum eine klare Eingangssituation.

Barkow Leibinger etwa trennt die Funktionen auch in mehrere Gebäude auf, die Eingangsitution fürs SM ist aber längst nicht so prägnant. (Seine Fassaden insgesamt erst recht nicht.) Bei den anderen Entwürfen gehen Kurienhaus und Museum noch stärker ineinander über, bzw. bilden ein einziges Gebäude. Zum RGM passt die Fassade des Stadtmuseums von Staab am besten. Das kann man auch sicher so machen. Wirklich gut finde ich diese Fassade trotzdem nicht.

Durisch + Nolli orientieren sich mit ihrer Fassade eher am Museum Ludwig und der Philharmonie. An sich gefällt mir deren Fassade auch. Was mir bei denen nicht so gut gefällt, ist dass ihr Bau zu sehr vom RGM abrückt. Zwischen beiden thematisch doch gut aneinander anschließenden Museen entsteht dadurch auf der Ebene des Roncalliplatzes eine ungemütliche Lücke. Da ist die Idee von Staab hier nach dem kleinen Eingangsplatz nur eine schmale Gasse zu lassen besser. Dafür finde ich die optische Situation, die Durisch + Nolli Richtung der Straße "Am Hof" und in Richtung des Kurt-Hackenbergplatzes schaffen, wiederum deutlich besser.

Eine Baumassenverteilung wie bei Staab, mit einer Fassade die sich stärker an Durisch + Nolli orientiert wäre meine Idee. Kurienhaus und Stadtmuseum könnte man dabei immer noch durch die Farbe der Ziegel und die Breite/Transparenz der Fassadenachsen unterscheidbar machen. Es nähme dem Staab-Entwurf natürlich einiges an Prägnanz, sähe dadurch aber wohl im Stadtbild gefälliger aus.
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Alt 10.11.16, 12:07   #568
cpcgn
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Zitat:
Zitat von Goanna Beitrag anzeigen
@cpcgn:

Wieso genau findest Du den Staab-Entwurf so durchdacht? Also mal abgesehen von der Fassade.
ich schrieb, ich finde ihn den "durchdachtesten entwurf", das ist ja ein unterschied - also im vergleich zu den anderen. wenn ich mir die baukörperverteilung anschaue z.b. sind alle anderen in meinen augen plumper, die platzbildung zwischen den gebäuden und dem römisch-germanischen und dem roncalliplatz ist ein großes plus, die wahrnehmung als zwei gebäude etc. etc.
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Alt 11.11.16, 14:27   #569
Taddel
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Taddel sitzt schon auf dem ersten Ast
http://www.rundschau-online.de/regio...sselt-25072906

Netter Bericht über die -nicht kritiklose- Debatte um die Historische Mitte. Dezernent Höing äußert, dass die Pläne nicht in Stein gemeißelt sind und bittet um "weniger Aufregung" in der Diskussion.
Zwei Sachen stimmen positiv:
1. In Köln besteht somit doch ein großes Interesse an dem Stadtbild und neuen architektonischen Gegebenheiten.
2. Höing ist m.E. ein Garant für qualitätvolle Entwicklung und transparentere Entscheidung im Gegensatz zu früher (siehe Parkstadt Süd, Deutzer Hafen usw.). Ich denke die Fassade wird später ganz anders aussehen und ich hoffe sogar überzeugen.

Und ganz ehrlich: Sooo schlecht ist das vorgestellte Konzept nicht. Finde die Idee mit einem kleinen Platz "Historische Mitte" mit Zugang zu allen drei Häusern gut und das dort ein (bzw. zwei) Monolithen und keine kleinteilige Bebauung entstehen soll, ist mir auch einleuchtend. Die kleinteilige Altstadt beginnt auf der gegenüberliegenden Straßenseite Am Hof.

Also, ich bin wieder optimistischer.
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Alt 02.03.17, 22:00   #570
Dominik
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Dominik sitzt schon auf dem ersten Ast
Die Umgestaltung des Kurz-Hackenberg Platzes beginnt nun endlich! Ab kommenden Montag, 6. März wird der nicht mehr so erkennbare Platz bis vsl. November 2017 für 3,3 Mio. Euro neugestaltet: Bepflanzung, ein Trinkbrunnen, großzügige Sitzmöglichkeiten.

https://www.report-k.de/Koeln-Nachri...ng-Maerz-72604
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