Zurück   Deutsches Architektur-Forum > Architektur, Städtebau und Bauwesen: Regionale Themen > Westen > Köln/Bonn


Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 08.09.08, 19:40   #61
Citysurfer
Goldenes Mitglied

 
Registriert seit: 09.12.2005
Ort: Köln
Beiträge: 1.061
Citysurfer sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreCitysurfer sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreCitysurfer sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Kritik am Vorgehen der CDU - Artikel im KStA:
http://www.ksta.de/html/artikel/1218660510145.shtml

Erstaunlich kritisch ist auch der Kommentar im Stadtanzeiger zur Unterschriftenaktion der CDU: "Unlautere Begründung".
Citysurfer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.09.08, 19:43   #62
ottcgn1
Wichtiges Mitglied

 
Registriert seit: 22.04.2006
Ort: Köln
Beiträge: 465
ottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Die CDU Köln wehrt sich gegen die Kritik im Kölner Stadt-Anzeiger.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Kölner Rat sagte, dass die CDU sowohl im Rat, bei der Einladung der Presse zur Vorstellung der Initiative, als auch in den Bürgergesprächen vor Ort stets darauf hingewiesen habe, dass der Rathausvorplatz keinesfalls in seiner bisherigen Form beigehalten werden kann, sondern dass Schutzbauten für die Archäologische Zone errichtet werden müssen. Dies schließe seiner Ansicht nach jedoch die Vorhaltung attraktiver Freiflächen mit hoher Aufenthaltsqualität für die zahlreichen Besucherinnen und Besucher der Altstadt nicht aus. Dort wo heute die Glaspyramide für die Mikwe steht wird ein rund zwei Meter hoher Aufbau nötig werden, wenn man die volle Begehbarkeit der Archäologischen Zone realisieren wolle.

Der CDU-Fraktionsgeschäftsführer Josef Müller bemerkte ergänzend, dass die CDU-Fraktion sich seit Beginn der Diskussion über die Bebauung des Rathausvorplatzes für eine Trennung der Projekte „Archäologische Zone“ und „Haus und Museum der Jüdischen Kultur“ und damit gegen eine Realisierung des Museumsbaus auf dem Rathausvorplatz ausgesprochen habe. Alternative Standorte seien mit dem Haus Neuerburg und dem Geländes des ehemaligen Kaufhauses Kutz in direkter Nachbarschaft vorhanden und benannt, welche ebenso einen örtlichen und historischen Bezug zur ehemaligen Jüdischen Siedlung in Köln aufweisen.

http://www.report-k.de/content/view/10867/

In wenigen Stunden konnten am Samstag auf der Schildergasse bereits über 600 Unterschriften gesammelt werden.

Persönliche Anmerkung:
Die CDU-Fraktion verhält sich in der Tat stringent. Sie war stets für eine Trennung der Projekte und für den Bau des Jüdischen Museums an einem anderen Ort. Die Äußerungen von Oberbürgermeister Fritz Schramma sind etwas differenzierter, jedoch in der Tendenz gleichlautend. Er ist "nur" aufgrund der Massivität und der großen Flächenausdehnung für die vorgesehen Stelle auf dem Rathausvorplatz und wegen der problematischen Koppelung der beiden Planungsverfahren skeptisch.
Vielleicht wäre es hilfreich, eine Visualisierung für den Platz mit den denkbaren Schutzbauten erstellen zu lassen, um den Vergleich zu haben.
ottcgn1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.09.08, 22:27   #63
maennis
Junior-Mitglied

 
Registriert seit: 17.11.2007
Ort: Köln
Beiträge: 48
maennis befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Trivia: Habe grad zufällig entdeckt, dass im internationalen BauNetz-Büro-Ranking (k.A., nach welchen Kriterien dieses Ranking erstellt wird) das Büro Wandel Hoefer Lorch + Hirsch, das ja den Wettbewerb gewonnen hat, das höchstplatzierte deutsche Architektenbüro ist.
Nicht wirklich wichtig für den Kölner, der sich über die Bebauung des Rathausplatzes den Kopf zerbricht, aber trotzdem ganz witzig zu wissen.
maennis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.11.08, 20:53   #64
Citysurfer
Goldenes Mitglied

 
Registriert seit: 09.12.2005
Ort: Köln
Beiträge: 1.061
Citysurfer sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreCitysurfer sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreCitysurfer sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Bei Koelnarchitektur.de gibt es einen neuen Artikel zum Jüdischen Museum / Archäologischer Zone.
Der Artikel beschreibt eine Veranstaltung zum Thema an der Uni, die wohl nicht sonderlich gelungen war - bietet ansonsten aber wenig Neues oder Erhellendes.

Er bietet jedoch 2 neue Visualisierungen des modifizierten Museumsentwurfes (eine Aufsicht und eine Ansicht aus Richtung Gülichplatz), der nunmehr mehr Abstand zum WRM hält und somit eine neue Platzfläche zwischen den beiden Museen schafft.

http://www.koelnarchitektur.de/pages...tuell/2191.htm
Citysurfer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.09, 12:38   #65
ottcgn1
Wichtiges Mitglied

 
Registriert seit: 22.04.2006
Ort: Köln
Beiträge: 465
ottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Das geplante "Haus und Museums der jüdischen Kultur" auf dem Rathausvorplatz steht weiterhin, jetzt um so mehr, auf der Kippe.

Die "Gesellschaft zur Förderung des Hauses und Museums der jüdischen Kultur" ist auch nach einer zweiten Fristsetzung nicht in der Lage, eine belastbare Finanzierung des Museumsbaus nachzuweisen.

CDU und SPD sind weiterhin gegen einen Einsatz städtischer Mittel für Bau und Betrieb des Hauses. Die CDU - mit Ausnahme von Herrn Schramma - ist gänzlich gegen die weitgehende Bebauung des Rathausvorplatzes. Die FDP ist für eine städtische Finanzierung des Museums. Die Grünen sind unentschieden.

Die Stadtverwaltung will für die nächste Ratssitzung am 30. Juni eine Vorlage erarbeiten, auf deren Grundlage sich der Rat für einen Planungsstopp oder die Kostenübernahme durch die Stadt entscheiden kann.

Artikel in der Kölnischen Rundschau:
http://www.rundschau-online.de/html/...75231547.shtml
ottcgn1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.06.09, 20:08   #66
ottcgn1
Wichtiges Mitglied

 
Registriert seit: 22.04.2006
Ort: Köln
Beiträge: 465
ottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Die Diskussion geht weiter. Der in wenigen Wochen scheidende OB Fritz Schramma und Kulturdezernent Georg Quander wollen dem Rat jetzt vorschlagen, das Jüdische Museum als Teil der Archäologischen Zone durch die Stadt bauen zu lassen, da der Verein die großzügig versprochene Finanzierung - offenbar mangels Spendern - nicht organisieren kann. Durch den Wegfall eines eigenen Eingangs und Foyers lasse sich der Bau in "abgespeckter" Form für einen zweistelligen Millionenbetrag erstellen. Das Land soll in die Finanzierung einbezogen werden.

http://www.rundschau-online.de/html/...53567497.shtml
http://www.ksta.de/html/artikel/1244553567479.shtml

Mein Kommentar:
Abgesehen von Sinn oder Unsinn dieses Bauvorhabens fühle ich mich durch die Politik des Fördervereins an die aktuellen Fälle von Opel, Arcandor und Porsche erinnert. Mir kommt es so vor als wollte der Verein von Anfang an, durch geschickte Lavieren auf der Zeitschiene, die Stadt, also den Steuerzahler, dazu "bewegen", ihr jüdische Gedenkhaus vor dem Rathaus finanzieren zu müssen. Leider hat Köln keinen Freiherr zu Guttenberg.
ottcgn1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.06.09, 22:42   #67
Echnaton
DAF-Team
 
Benutzerbild von Echnaton
 
Registriert seit: 14.10.2005
Ort: Düssel vs. Rhein
Beiträge: 3.381
Echnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfachEchnaton braucht man einfach
Gut, der Verein hat gemeinnützige Ziele und unterscheidet sich damit grundlegend von Opel und Arcandor.

Wenn man solch eine Spendenaktion durchführt und schon durchscheinen lässt, dass nötigenfalls der Steuerzahler einspringt, dann ist der Anreiz zu spenden natürlich nicht so groß. Es wird ja so oder so gebaut.

Bzgl. des städtischen Haushalts Kölns muss man in letzter Zeit immer häufiger die Stirn runzeln.
__________________
"Die technischen Gründe, mit denen einst das System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gerechtfertigt wurde, sind heutzutage weitgehend verblasst." Wiss. Beirat beim BmF
Echnaton ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.06.09, 07:07   #68
ottcgn1
Wichtiges Mitglied

 
Registriert seit: 22.04.2006
Ort: Köln
Beiträge: 465
ottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
@Echnaton

Gemeinnützige Zwecke ja, aber das heiligt nicht jedes Vorgehen; vor allem den jetzt wohl anzunehmenden Missbrauch des gegebenen Vertrauens in angeblich sichere Finanzierungszusagen - bereits vor dem fraglichen Ratsbeschluss. Dieser Verein kann aus meiner Sicht jetzt kein Gesprächs- und Verhandlungspartner für die Stadt mehr sein.

Mir fehlt jemand, der dem Verein klipp und klar sagt, dass es das jetzt gewesen ist. Wenn der Bau dennoch entstehen sollte, dann m. E. nur als erweitertes Archäologisches Museum oder für die Foundation Corboud und nicht als jüdische Gedenkstätte.

So. Und nun entschuldige ich mich für meine politischen Ausschweifungen. Hier geht es uns ja mehr um Gestaltung und Architektur.
ottcgn1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.06.09, 09:43   #69
Citysurfer
Goldenes Mitglied

 
Registriert seit: 09.12.2005
Ort: Köln
Beiträge: 1.061
Citysurfer sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreCitysurfer sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreCitysurfer sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
@ottcgn1 Ich gebe dir grundsätzlich Recht. Aber dennoch ein paar Anmerkungen dazu.

- Es war immer von einem Jüdischen Museum die Rede. Nie von einer Gedenkstätte. An dieser Stelle war im Mittelalter das jüdische Viertel, dort ist die Mikwe (das jüdische Kultbad), dort sind die Reste einer der angeblich ältesten Synagoge nördlich der Alpen. Hier sollte jüdische Geschichte erlebbar gemacht werden.

- Das will auch die archäologische Zone. Von daher macht es für mich Sinn beides zusammen zu legen. Warum auch sollten Ausgrabungen aus der römischen Zeit und aus dem Mittelalter und die Funde des mittelalterlichen jüdischen Köln nicht zusammen präsentiert und dargestellt werden? Das habe ich ohnehin nie verstanden. Die jüdische Geschichte ist Teil der Geschichte Kölns. Von daher sehe ich eine Zusammenlegung beider Projekte eher positiv. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es hier in der Vergangenheit deutliche Reibungspunkte.

- Der "Verein zur Förderung des jüdischen Museums" hat auch für mich jeglichen Kredit verspielt. Das gesamte Gebahren dieses Vereins (wie ehrenwert die Absicht dieses Vereins auch gewesen ist oder sein mag) ist irgendwie nebulös, es fehlte jegliche Transparenz. Zumal waren keinerlei Bemühungen, Anstrengungen zu sehen, die Finanzierung stemmen zu wollen. Keine Öffentlichkeitsarbeit - nichts.
Ich stimme dir vollkommen zu. Man muss jetzt den sauberen Schnitt machen und sagen - der Verein ist kein Ansprechpartner mehr.

- Die erhofften Einsparungspotentiale (nur ein Eingang, keine getrennten Bereiche mehr, wie Kassen, Garderoben) sehe ich als nicht sonderlich hoch an.

- Dennoch: ich hoffe nach wie vor auf Realisierung. Und zwar auf EINE Archäologische Zone - alle Bereiche der kölnischen Geschichte umfassend.
Citysurfer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.06.09, 10:13   #70
Kölner84
Junior-Mitglied

 
Registriert seit: 17.10.2008
Ort: Köln
Alter: 33
Beiträge: 68
Kölner84 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
So langsam wird es albern. Entweder bekennt man sich zu dem Projekt oder man lässt es sein.
Der Baukörper soll nun kleiner ausfallen und es werden wieder neue Fragen aufgeworfen.


http://www.rundschau-online.de/html/...75236135.shtml
Kölner84 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.09, 16:19   #71
ottcgn1
Wichtiges Mitglied

 
Registriert seit: 22.04.2006
Ort: Köln
Beiträge: 465
ottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Die "Gesellschaft zur Förderung eines Hauses und Museums der jüdischen Kultur" hat der Stadt am Donnerstag nunmehr offiziell mitgeteilt, dass sie nicht in der Lage ist, das Museum zu bezahlen. Begründet wird dies mit der allgemeinen wirtschaftlichen Situation, welche die in Aussicht gestellten Spenden habe hinfällig werden lassen.

Der private Verein wollte unter anderem die Baukosten von zehn bis elf Millionen Euro für das Museum sowie die Unterhaltskosten tragen, war aber bereits an der Gründung einer Stiftung als erstem Schritt gescheitert.

http://www.ksta.de/html/artikel/1246480502408.shtml

Der wissenschaftliche Beirat der Archäologischen Zone empfiehlt der Stadt Köln, den Baukörper über den historischen Ausgrabungen kleiner zu gestalten als bisher geplant.

Oberbürgermeister Fritz Schramma will nun das Architektenbüro Wandel, Hoefer, Lorch & Hirsch, deren Entwurf bei der Ausschreibung für das Jüdische Museum mit dem ersten Platz prämiert wurde, mit einer Überarbeitung des Konzeptes beauftragen.

Mit Skizze:
http://www.koeln.de/koeln/nachrichte...en_183829.html
ottcgn1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.09, 13:08   #72
Citysurfer
Goldenes Mitglied

 
Registriert seit: 09.12.2005
Ort: Köln
Beiträge: 1.061
Citysurfer sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreCitysurfer sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreCitysurfer sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Eine Mehrheit aus SPD, FDP und Grünen ist weiterhin für eine Realisierung des Museumsentwurfs in abgespeckter Form.
"Der OB hat leider Recht behalten", sagt Martin Börschel in Bezug auf die Warnungen Schrammas, wegen der unsicheren Finanzierung den Museumbau untrennbar mit der archäologischen Zone zu verknüpfen.

Man will nun dem Vorschlag Schrammas folgen und den Museumsbau (zum Wallraf-Richartz-Museum hin) verkleinern. Hierdurch würden zum einen Kosten gespart, es entstünde eine Platzfläche vor dem WRM. Die abschüssige Platzfläche in Richtung WRM müsste etwas angehoben werden, um die dortigen Ausgrabungen begehbar zu machen.

Lediglich die CDU-Fraktion verlangt einen neuen Architektenwettbewerb nur für die Archäologische Zone.

http://www.rundschau-online.de/html/...75237837.shtml
Citysurfer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.09.09, 19:16   #73
ottcgn1
Wichtiges Mitglied

 
Registriert seit: 22.04.2006
Ort: Köln
Beiträge: 465
ottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Oberbürgermeister Fritz Schramma hat die neue Beschlussvorlage zum Rathausvorplatz vorgelegt. Demnach sollen die Zeugnisse jüdischen Lebens in Köln nicht in einem eigenen Museum sondern als Teil der Archäologischen Zone präsentiert werden.

http://www.ksta.de/html/artikel/1246883852607.shtml
ottcgn1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.09.09, 10:07   #74
Tilou
Wichtiges Mitglied

 
Registriert seit: 28.05.2007
Ort: Köln/Bonn
Alter: 42
Beiträge: 427
Tilou sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreTilou sorgt für eine eindrucksvolle AtmosphäreTilou sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Nach dem Absprung des Fördervereins für das Jüdische Museum hat das Büro Wandel, Hoefer, Lorch & Hirsch nun den veränderten Entwurf vorgestellt:

http://www.rundschau-online.de/html/...95320431.shtml

http://www.ksta.de/html/artikel/1246883876249.shtml

Der Baukörper ist um etwa 20 % verkleinert worden und rückt an der Südseite weiter vom Wallraf-Richartz-Museum ab, so dass dort ein größerer Platz entsteht. Auch die Fassade wurde nochmal überdacht. Sie soll als ein durchlässiges "Steingitter" ausgebildet sein, in welches auch Fundstücke integriert werden könnten. Große Fensteröffnungen sollen direkte Einblicke in die Archäologie ermöglichen. Von den geschätzen 45 Mio. Euro Kosten hofft man bis zu 80 % über Zuschüsse decken zu können.

Meiner Ansicht nach geht die Überarbeitung in die richtige Richtung. Auf dem kleinen Bild kann man es noch nicht so gut erkennen, aber die Fassade sieht jetzt offenbar interessanter aus und könnte durch geschicktes Platzieren archäologischer Zeugnisse ein echter Blickfang werden. Die Idee an der Südseite ein kleinen offenen Stadtraum zu schaffen hat mir von Anfang an gutgefallen, um so schöner, dass dieses Plätzchen jetzt größer ausfällt. Auf Visualisierungen dieser Seite bin ich sehr gespannt. Mit einer etwas archaisch gestalteten Museumsterrasse (Mit Café)? + Freitreppe könnte diese Stelle zusammen mit dem Eingang zum WRM richtig lebendig werden.
Tilou ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.09.09, 19:32   #75
ottcgn1
Wichtiges Mitglied

 
Registriert seit: 22.04.2006
Ort: Köln
Beiträge: 465
ottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäreottcgn1 sorgt für eine eindrucksvolle Atmosphäre
Für die Außenwirkung dürfte entscheidend sein, wie die "durchlässige Fassade", das "Steingitter" bzw. die "Fassadenkombination aus Kunststein und archäologischen Fundstücken" tatsächlich aussieht bzw. gestaltet wird. Haben sich die Architekten von Peter Zumthor's Kolumba inspirieren lassen? Eine moderne Fassade würde zumindest mit dem WRM Museum gut harmonieren.

Richtig ist wohl, dass das Gebäude - ohne (Haupt-)Eingang an diesem Ort - sinnvoller Weise seinen Zweck nach außen deutlich machen sollte. Ich bleibe aber insgesamt noch etwas zurückhaltend. Schön wäre es, wenn der neue Fassadenentwurf bald der Öffentlichkeit vorgestellt wird, um eine Bewertung zu ermöglichen.

Die Firsthöhe von maximal 15 Metern irritiert mich. Wird die Firsthöhe des Spanischen Baus aufgenommen? Das würde m. E. Sinn machen.
ottcgn1 ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 02:20 Uhr.


Powered by vBulletin (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
©2003-2017 Deutsches Architektur-Forum