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Alt 26.06.08, 16:56   #1
Westropolis
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Westropolis ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Stadtgespräch

Gut in dem Thread wurde besonders heftig diskutiert. Aber ich denke nicht das dies den Forumfrieden gefährdet. Klar gibt es grade in einem solchen Thread viele unterschiedliche Meinungen aber grade diese teils heftigen Diskussionen gehören dazu find ich.

Trotzdem respektier ich deine Entscheidung da es hier manchmal schon nah an die Gürtellinie ging.
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Alt 26.06.08, 22:58   #2
Philip
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Philip könnte bald berühmt werdenPhilip könnte bald berühmt werden
Nicht direkt ein Immobilienreport aber ähnlich...

Im Ernst & Young Städtebarometer 2008 belegt Essen platz 13 von 20.
Während Lebensqualität, Kostenfaktoren für Einwohner sowie "Wettbewerb, Lieferanten und Enabler" überdurchschnittlich gut bewertet werden, liegt Essen bei Infrastruktur und Lage genau auf der Durchschnittsbewertung (und damit erstaunlicherweise trotz Flughafen sogar minimal vor Düsseldorf und trotz Hafen nur minimal hinter Hamburg).
Unterdurchschnittlich schneidet Essen dagegen bei den Kostenfaktoren für Unternehmen sowie stark unterdurchschnittlich bei Image und Attraktivität ab.

Auf Wunsch verschoben. EM
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Alt 29.06.08, 00:00   #3
RiCoH
...
 
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Beiträge: 1.855
RiCoH sorgt für eine nette AtmosphäreRiCoH sorgt für eine nette AtmosphäreRiCoH sorgt für eine nette Atmosphäre
Essen ist in Bezug auf seine Strukturdaten sehr gut aufgestellt und die Wirtschaft vor Ort entwickelt sich weiterhin äußerst positiv. Das sind die Schlüsselbotschaften einer aktuellen Analyse des BKR Essen.
http://wirtschaftsmagazin-ruhr.de/in...ash=d4170e6c7c
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Alt 01.07.08, 10:00   #4
Bewacher
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Beiträge: 877
Bewacher hat die ersten Äste schon erklommen...
Kulturhauptstadt Essen: Oleeee-olee-ole-ole!!!!

Tut mir leid, ich kann es mir nicht verkneifen. Essen soll bekanntlich 2010 Kulturhauptstadt werden; nach der WAZ vom 30. Juni 2008 sollte dazu eine... Fußballfanmeile zur WM gehören. Fußball sei Kultur im Ruhrgebiet. Recht viele Menschen denken spontan an besoffene Fußbalfans, die etliche Regionalzüge unsicher machen - die Veranstalter wohl auch, denn nach dem Artikel sei Sicherheit das Hauptproblem. Ich stelle mir vor, wie japanische und chinesiche Touristen fasziniert die für sie merkwürdigen Rituale des Jaulen, Gröhlen und Sau... Alkohol konsumieren beobachten...
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Alt 01.07.08, 11:15   #5
lemtry
 
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Hi,

wobei diese Fanmailen bislang eigentlich meist so schlimm nicht waren. Es wird meist mehr Wind drum gemacht und oft ist es am Ende garn friedlich abgelaufen.

Siehe die Loveparade in Essen, ds einzige was da nicht wirklich glatt lief, was der Bahnverkehr, aber dieses Problem kanne man ja schon aus Berlin.

Grüße,
Marcus
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Alt 01.07.08, 14:49   #6
Turmbauer
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Beiträge: 732
Turmbauer könnte bald berühmt werden
Ich finde die Idee gar nicht mal so schlecht. Nur mache ich mir Gedanken, wo diese Meile installiert werden soll. Man müßte schließlich für 3-4 Wochen eine Strasse sperren.

Auch wenn sich die RÜ als Partymeile fest etabliert hat, halte sie ich für ungeignet. 4 Wochen Sperrung würde den Stadteil (Verkehr, Einzelhandel, Anwohner) in ein Chaos stürzen. Außerdem war die Lärmbelästigung der letzten Zeit grenzwertig. Ich denke mal, mehr geht nicht.

Eigentlich kenne ich keine Strasse, die man überhaupt für eine so lange Zeit sperren könnte. Mein Vorschlag wäre eine Partyzone auf dem Kennedyplatz oder vielleicht besser dem Grugaplatz. Oder wie wär es mit einer Meile auf dem neuen BB-Boulevard?
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Alt 01.07.08, 22:36   #7
lemtry
 
Beiträge: n/a
Hi,

ich würde auch den Berthold-Beitz-Boulevard nehmen. Da der 2010 eh noch nicht wirklich voll genutzt werden kann, da könnte man diese Straße ruhig für einige Wochen mal sperren.

Die Straße selber macht ja auch erst 2018 einen Sinn, wenn Sie dann endlich einen Ring bildet.

Grüße,
Marcus
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Alt 09.07.08, 15:52   #8
tobsen
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tobsen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Der Essener Einzelhandelsverband lässt verlauten, dass das EKZ schon jetzt positive Auswirkungen auf den gesamten Einzelhandel der Stadt hat. Die Zahl der auswärtiger Kunden hat sich spürbar vergrößert. Wie auch viele hier im Forum schon richtig bemerkt haben, ist man auch beim Einzelhandelsverband der Ansicht, dass das EKZ indirekt Druck auf die Hausbesitzer in der Innenstadt ausübt! Hoffen wir mal auf weitere Investitionen. Insbesondere auf der Limbecker

quelle: www.radio-essen.de
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Alt 10.07.08, 22:31   #9
Kyrosch
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Beiträge: 425
Kyrosch hat die ersten Äste schon erklommen...
Ein Artikel, der keinem Thread wirklich zuzuordnen und auch nicht speziell auf Essen zugeschnitten ist, aber dennoch sehr aufschlussreich für den Einen oder die Andere sein könnte. Vieles davon trifft aber auch auf Essen zu.
http://www.welt.de/welt_print/articl...klichkeit.html
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Alt 12.07.08, 16:20   #10
Dietmar.du
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Alter: 58
Beiträge: 141
Dietmar.du befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Wenn da mal nicht in nächster Zeit wieder auswärtige Kunden "wegbrechen". Laut einem Bericht des WDR-Studios Essen streiten sich in Recklinghausen gerade die Investoren um den Bau von zwei neuen Einkaufszentren. Die Rede ist von Investitionen von jeweils mehreren Hundert Millionen Euro. Auch Karstadt ist da mit im Boot und möchte sein Haus komplett sanieren und gleich mehrere kleinere Straßen in der Umgebung mit einer Glasüberdachung versehen.

Ergänzung: Nicht zu vergessen die Entwicklung am westlichen Rand des Ruhrgebiets. Hier gibt es dazu ein paar 360-Grad-Panoramen.
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Alt 12.07.08, 17:42   #11
Kyrosch
[Mitglied]
 
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Ort: Metropole Ruhr
Beiträge: 425
Kyrosch hat die ersten Äste schon erklommen...
Sorge Dich nicht, Dietmar, wir leben in der Marktwirtschaft und glaube mir, da wird niemand Investments in 3-stelliger Millionenhöhe vornehmen, wenn nicht am Ende eine entsprechende Rendite dabei herausspringt. Und noch eines: Vergleiche einmal, wieviele Qm Einkaufsfläche in EKZ´s pro 1000 Einwohner in Berlin vorhanden sind und wie viele davon hier im Ruhrgebiet. Demzufolge sind wir immer noch Pampas, tiefste Provinz. Think big !
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Alt 12.07.08, 17:51   #12
Dietmar.du
Mitglied

 
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Ort: Duisburg
Alter: 58
Beiträge: 141
Dietmar.du befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
@Kyrosch
Das mit Berlin ist wohl wahr. Da ich aber lange dort gelebt habe und demnächst wieder öfter vor Ort sein werde, weiß ich, dass diese vielen Zentren die gewachsene Struktur auch zerstören können. Siehe z.B. Berlin-Schöneberg.
Die einzelnen Bezirke kämpfen hier wirklich mit allen Mitteln um die Kunden. In Steglitz z.B., wo die Schlossstraße eigentlich immer (seit der Wiedervereinigung) das Ziel der Kunden aus Potsdam und Umgebung war, wird nun auch massiv investiert um den Status halten zu können.
Dem Kuhdamm, klassisches Ziel der "zahlungskräftigen" Kunden, geht es aber zur Zeit gar nicht gut. Zahlreiche Läden haben dort schon geschlossen.
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Alt 12.07.08, 20:11   #13
Kyrosch
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Kyrosch hat die ersten Äste schon erklommen...
@Dietmar.Du
Siehst Du Dietmar, damit sind wir ganz dicht beieinander. Sie nehmen (endlich!!!) Geld in die Hand, strengen sich an und investieren, suuuuuuuuuper!! Was wollen wir mehr! Weißt Du, ich sehe im Centro - RRZ - Forum - oder Limbecker platz überhaupt keine Widersprüche. Für mich sind das alles Einkaufszentren, die zusammen gehören. Berlin ist hier wieder einmal ein gutes Beispiel: Hast Du je einen Berliner sagen hören: "Brauchen wir das wirklich?" "Ist das wirklich nötig?" u.s.w. So kleinkariertes Geschwätz hörst Du nur hier bei uns in den provinziellen Köpfen des Ruhrgebietes vom "gemeinen" Ruhri“.
Der Berliner sagt: Neuer Bahnhof ? Klar brauchen wir den ! - Schlossrekonstruktion? klar brauchen wir die! Ein neues Museum - klar, ein neues EKZ - klar!! Da wird gar nicht lange drüber diskutiert, wat mut dat mut.
Davon lebt die Stadt, so blüht sie auf, so entwickelt sie sich. Und wir hier im Revier?
Hauptbahnhof Essen renovieren ? Muss das sein ? Wir haben doch einen renovierten Bahnhof in Essen-Kray.
Nee, neee, wir haben uns im Revier auf den Weg gemacht, Metropole zu werden, dann sollten wir auch das entsprechende Denken und das entsprechende Handeln lernen.
Darum sage ich: "Klar brauchen wir das Forum in Duisburg, klar den Limbecker Platz in Essen, denn das ist kein Nullsummenspiel, es führt dazu, dass wir auf dem Weg sind eine Metropole zu werden. Und eine Metropole sind wir, wenn die Menschen aus Belgien, den Niederlanden, Frankreichs, aber auch aus möglichst vielen anderen Bundesländern zu uns kommen, um bei uns Kultur zu erleben, aber auch um Natur zu erleben aber eben auch, um bei uns schoppen zu können. Und dieses Erlebnis, bei uns schoppen zu können muss derart faszinierend, reichhaltig und interessant sein, dass sie lieber uns besuchen als Berlin, Hamburg oder meinetwegen auch Paris.
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Alt 12.07.08, 22:27   #14
Raskas
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Raskas könnte bald berühmt werden
Eben, in Berlin wie auch in anderen wichtigen Metropolen Europas gibt es bei der Umsetzung von Projekten kein Abwägen zwischen Für und Wider, keine Kritik und auch kein Aufbegehren. Alles wird stillschweigend abgenickt und genau das macht diese Städte zu Metropolen. Nur wir im Ruhrgebiet mit unserer zu bescheidenen Provinzmentalität begehren auf wenn uns die Bahn, so großzügig wie sie nun mal ist, wieder mit einem neuen Hauptbahnhof beglücken will. Der in Kray wurde doch gerade erst renoviert!

Ob es auf den Weg zur "Metropole Ruhrgebiet" unumgänglich ist möglichst viele Einkaufszentren auf möglichst kleiner Fläche zu konzentrieren darf doch wohl angezweifelt werden und ob es den Niedersachse, den Hesse oder gar den Belgier interesseriert ob im Ruhrgebiet ein neues Einkaufszentrum eröffnet sowieso. Was unterscheidet denn das neue Einkaufszentrum im Ruhrgebiet von dem hiesigen? Genau das, was das Centro Oberhausen vom Limbecker Platz, vom RRZ und dem Forum Duisburg unterscheidet


Der Vergleich mit Berlin hinkt ebenfalls. Die Bevölkerungsdichte dort ist mehr als doppelt so hoch wie die im Ruhrgebiet. Folglich müssen mehr Menschen auf kleinerer Fläche versorgt werden. Als Lösung drängen sich dann Einkaufszentren auf. Das diese Dichte an Einkaufszentren Berlin zur einem Touristenmagnet oder gar zu einer Metropole machen und nicht das reichhaltige Kulturangebot und der Hauptstadtcharakter,ist absurd.
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Alt 13.07.08, 15:09   #15
Kyrosch
[Mitglied]
 
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Ort: Metropole Ruhr
Beiträge: 425
Kyrosch hat die ersten Äste schon erklommen...
Offengestanden, lieber Ras, ich verstehe nicht so ganz, was Du eigentlich willst. Für die „Neugestaltung“ des Essener Hauptbahnhofes haben wir uns doch wohl alle stark gemacht und haben diese gefordert. Und mit dem Ergebnis kann nicht wirklich irgendjemand, dem Essen am Herzen liegt, zufrieden sein. In dieser Frage ist Aufschrei, Protest und Widerstand völlig in Ordnung. Es geht mir auch nicht um stillschweigendes Abnicken, weit gefehlt – mir geht es um eine wohlwollende, positive Grundstimmung für Erneuerung, Modernisierung und Verschönerung dieser Stadt und dieser Region. Das wünsche ich mir, aber das mit allem Nachdruck.
Dein zweiter Absatz fordert mich hier schon zu erheblich mehr Widerspruch heraus, denn es geht nicht darum, allein!!! durch eine möglichst große Anzahl an Shoppingmalls Metropole werden zu wollen. Wenn Du meinen Artikel richtig gelesen hast, ist dort auch von Kultur und Natur die Rede. Aber für viele Touris ist Shopping eine überaus wichtige Freizeitbeschäftigung und wir haben hier im Revier die Möglichkeit, diesem Bedürfnis nachzukommen oder das zu lassen. Dann reisen dies Touris halt dort hin, wo sie diesem Bedürfnis besser nachgehen können.
Im Übrigen rate ich Dir, Dir Wochenende für Wochenende die Busse der Reisenden anzusehen und woher die Autokennzeichen alle sind. Die werden nicht nur aus Holland und Belgien angekarrt, die kommen wirklich aus aller Herren Länder. Gehe mal samstags in die Essener Innenstadt oder zum Centro nach Oberhausen, dann sprichst Du nicht mehr so. Und alle diese Leute besuchen uns nicht nur, sie lassen darüber hinaus Geld hier, was wiederum zu Arbeitsplätzen führt, wogegen Du hoffentlich keine Einwände hast. Und zukünftig wird sich dieser Bustourismus auch nach Duisburg ausweiten, hoffentlich dann weiter nach Recklinghausen und nach Bochum.
So, und um nochmals eindeutig und klar zu formulieren: Malls alleine reichen nicht, völlig klar. Aber ich halte sie für einen sehr, sehr wichtigen Standortfaktor, wohlwissend, dass diese Position nicht ungeteiltes Echo findet.

Ps.: Ein Nachsatz sei noch gestattet, lieber Raskas. In diesem Thread geht es um eine Mall, nicht um Kultur. Ich stimme Deinem letzten Satz ausdrücklich zu, dass die Kultur einen ganz erheblichen Einfluss darauf hat, was eine Metropole ausmacht. Das ist aber ein anderes Thema, ein anderer Thread. Diese Diskussion können wir ja evtl. im Thread "Folkwang Museum" fortsetzen
Kyrosch ist offline   Mit Zitat antworten
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