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Alt 07.01.09, 23:40   #91
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Noch was älteres von Herrn Butenop:

16.11.2006,
Sächsische Zeitung, Lokales, Chemnitz; Stadtumbau Chemnitz: Sie sagen, wie’s weitergeht / Rathaus wünscht sich rege Bürgerbeteiligung

... Vom Gesamtwohnungsbestand (rund 168.000) stehen etwa 40.000 leer - fast jede vierte Unterkunft. Börris Butenop (41), Chef des Stadtplanungsamtes: „Davon sollen in den nächsten Jahren 10.000 zurückgebaut werden.“ Grund ist die sinkende Bevölkerungszahl (1981: 319.000, 2005: 245.000, Prognose 2010: 235.000). Mehr als 10.000 Wohnungen sind seit 2001 bereits abgerissen worden. Kosten für den Abriss der insgesamt 20.000 Quartiere: 70 Millionen Euro. „Der Stadtumbau konzentriert sich in den nächsten Jahren auf acht Ortsteile“, sagt Butenop - darunter Heckert, Sonnenberg, Brühl, Schlosschemnitz, Lutherviertel, Reitbahnstraße.

Bis auf das Heckert sind es alles Gründerzeitviertel oder aber ehemalige Gründerzeitviertel mit mittlerweile sanierten Blöcken der 50er und 60er Jahre im Gegensatz zu den wenigen verbliebenen, sehr häufig unsanierten Gründerzeitbauten (Reitbahnviertel und größere Teile des Lutherviertels, z.B. im weiteren Bereich um den Blücherplatz).

Nicht erwähnt werden die an den Stadträndern gelegenen Neubauviertel der 60er bis 80er Jahre wie Yorckgebiet (mittlerweile umfassend saniert), Beimlergebiet (Stadtsprech: Gablenz, hier sind ein paar Blöcke im Zuge der Sanierung der anderen rausgenommen worden, z.B. neulich einer in der Albert-Jentzsch-Straße 19–35 durch die CAWG EG) und Flemminggebiet (am Rande von Altendorf). Das interessante ist nun, dass das genau die Gebiete mit einem überduchschnittlich hohen Anteil an über 60-jährigen sind. Hier mal eine schon etwas ältere Statistik, die in einem ganz anderen Zusammenhang von der Stadt selbst erstellt wurde und bei der Frage des Stadtumbaus nicht so gerne gezeigt wird:

Altehilfeplan der Stadt Chemnitz für die Jahre 2005 bis 2007
http://www.chemnitz.de/publikation/d...nhilfeplan.pdf
Seite 4 und vor allem Seite 5 Abbildung 2. Das hat sich seitdem nicht wesentlich geändert, nur sind die Leute noch ein paar Jahre älter geworden.

In spätestens 10 Jahren haben sehr wahrscheinlich genau diese Viertel einen ähnlichen Leerstand zu verzeichnen wie die sogenannten Problemviertel jetzt, den zuletzt aufgrund ihres Rufes. Aber wer konnte das denn heute schon voraussehen?

SEKo Chemnitz 2020 - Ich bin sehr gespannt.
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Alt 08.01.09, 11:29   #92
LE Mon. hist.
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Neues Stadtbaukonzept: 2020 sollen Studenten City beleben
Chemnitzer Morgenpost, 8. Januar 2009
http://www.sz-online.de/nachrichten/...asp?id=2041276

Nach etlichen Allgemeinplätzen alà Chemnitz will sich für Kinder, Jugend und Studenten aufmöbeln, sein Image verbessern und die Einwohner in die Planungen einbeziehen. und Chemnitz soll grüner, moderner und belebter werden. – Welche Stadt will das eigentlich nicht? – kommt eine sicherlich gute Idee, die der Stadt von einem Verein aus Leipzig importiert ganz unverhofft in den Schoss fiel:

- Brühl und Sonnenberg durch Förderung von alternativem Wohnen (etwa Wächterhäuser) wiederbelebt werden..

Danach - Wer hätte es auch anders erwartet? - dieselben Konzepte wie seit Jahren aus dem Haus:

- In der Leipziger Straße soll „an einem hochwertigem Stadteingang“ gearbeitet [werden] . Je nach Konzept aus dem “Architektursommer Sachsen 2008″ ( http://www.architektursommer-sachsen...2005-08-08.pdf ) heißt das Abriss der Häuser Leipziger Straße 107, 107 und 111 im GGG-Besitz und/oder 103, 105 und 109 in Privatbesitz, die bislang noch ein geschlossenes Karree bilden: http://maps.live.de/LiveSearch.Local...=-90&alt=-1000

Hierzu Dankwart Guratzsch bereits am 8. Juli 2006 im Zusammenhang mit dem Abriss der Häuser Leipziger Straße 72 und 74 durch die GGG:
http://www.welt.de/print-welt/articl...stitionen.html

Ähnlich Stadtforum Chemnitz: Häuser an der Leipziger Straße fallen. Mittwoch, 25. Oktober 2006. http://stadtf.vs120153.hl-users.com/wordpress/?m=200610

- Zudem könnte bezahlbarer Wohnraum (Zentrum) mehr Studenten in die City locken, die Innenstadt attraktiver und belebter machen.. Wenn hier das eigentliche Zentrum gemeint ist, kann es eigentlich nur ein Scherz sein, denn die Hoffnung widerspricht so ziemlich jeden Gesetzen des Marktes und Beobachtungen in anderen Städten. In der weiteren Definition von Zentrum schließt das möglicherweise auch das Reitbahnviertel mit ein. Warten wir mal auf das Konzept.

- Auch wird weiter die Abrissbirne geschwungen, selbst bei Wohnungen vor dem Baujahr 1949 - einschließlich Kulturdenkmäler. Am bestehenden Zentrenkonzept wird festgehalten. Da haben wir doch endlich die Kernaussage des Konzeptes mit der Begründung: Börries Butenop (44), Leiter Stadtplanungsamt: „Stadtumbau ist keine Momentaufgabe, sondern eine von Generationen. Das Konzept soll kein hemmungsloses Wünsch-Dir-Was sein. Maßnahmen müssen in den Haushaltsplan passen.“

Vor 7 Jahren wurde schon mal ein „integriertes Stadtentwicklungsprogramm“ den Bürgern und Bürgerinnen vorgelegt: Die zahlreich eingegangenen Vorschläge, Anregungen und Hinweise (etwa 400 Anträge von Bürgern) werden nun ausgewertet - gesichtet und gewichtet - bevor das Programm dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt wird. "Wir sind dabei diese Zuschriften intensiv auszuwerten und dabei lassen wir nichts unter den Tisch fallen", betont Börries Butenop. Hinweise, die nicht unmittelbar in die Belange der Stadtentwicklung fallen, werden an die zuständigen Fachämter zur Bearbeitung weitergeleitet. Das Abwägungskonzept der Verwaltung über die Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger wird den Stadträten zur Beschlussfassung des Integrierten Stadtentwicklungsprogramms mit ausgereicht.
http://www.chemnitz.de/chemnitz/de/a...002&monat=0003

Über zahlreich eingehende Vorschläge, Anregungen und Hinweise freut man sich sicher auch diesmal, ob sie allerdings …. .

Nachtrag: http://www.chemnitz.de/chemnitz/de/a...=2009&monat=01

Die Präsentation des Dokuments im Internet unter www.chemnitz.de ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern, sich über die Inhalte dieser gesamtstädtischen Planung detailliert zu informieren sowie Meinungen dazu zu äußern.

Diese Möglichkeit zur Information und zur Meinungsäußerung besteht vom 12. Januar bis 13. Februar 2009. Unter der E-Mail-Adresse seko@stadt-chemnitz.de, die am Montag freigeschaltet wird, können sich die Besucher auch auf elektronischem Weg zurückmelden.

Parallel zur Internetpräsentation wird der Entwurf des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes im gleichen Zeitraum im Foyer des Stadtplanungsamtes im Technischen Rathaus, Annaberger Straße 89, 4. Etage offen gelegt. Für Rückfragen und Erläuterungen stehen hier während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung die zuständigen Mitarbeiter des Stadtplanungsamtes zur Verfügung.

Ein Termin zum Vormerken: Die 7. Stadtwerkstatt am 29. Januar, 17 Uhr, in der Mensa der TU Chemnitz wird sich mit den Leitbildern des SEKo, also den großen Entwicklungslinien und Schwerpunkten, beschäftigen.

Geändert von LE Mon. hist. (08.01.09 um 11:39 Uhr) Grund: Nachtrag PM der Stadt mit Kontaktadresse und Datum
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Alt 08.01.09, 19:58   #93
lguenth1
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lguenth1 ist im DAF berühmtlguenth1 ist im DAF berühmt
Die LVZ weiß komischerweise schon etwas mehr: http://www.lvz-online.de/aktuell/content/84171.html

So soll laut Entwurf am Johannisplatz, einer seit dem Krieg weitgehend unbebauten Fläche in unmittelbarer Zentrumsnähe, mit den verbliebenen historischen Gebäuden ein großstädtisches Quartier mit Einzelhandel, Gastronomie, Freizeit und Kultur entstehen.

Dabei handelt es sich um folgenden Parkplatz im Stadtzentrum: http://maps.live.de/LiveSearch.Local...=-90&alt=-1000

Klingt eigentlich nicht schlecht, auch wenn noch reichlich Klärungsbedarf besteht.

Am ebenfalls zentrumsnahen Getreidemarkt sind neben Räumen für Gewerbe auch Wohnungen vorgesehen. Architektur und Nutzung sollten kleinteilig und abwechslungsreich sein und eine stadträumliche Atmosphäre entstehen, hieß es. Das Kongress-Zentrum müsse aus- oder neu gebaut werden. Es solle zudem mehr Kultur-Events geben.

Hier ist Rätselraten angesagt: http://maps.live.de/LiveSearch.Local...=-90&alt=-1000. Soll hier der Plattenbau an der Theaterstraße fallen? Oder der Parkplatz Richtung Innere Klostergasse geopfert werden?

Die Gründerzeit-Wohnviertel der ringförmig um das Zentrum verlaufenden Gebiete Kaßberg, Sonnenberg, Brühl und Schloßchemnitz mit ihren Gebäuden aus der Zeit des Historismus und des Jugenstils sind laut Konzept zu bewahren.

Hurra. Wohnungsrückbau soll auf Gegenden beschränkt werden, wo von Häuserblöcken ohnehin nur noch wenig erhalten ist. Solche Gegenden hat man in den letzten Jahren zur Genüge geschaffen, so daß noch keine Entwarnung gegeben werden sollte.
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Alt 08.01.09, 23:06   #94
cherubino
 
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Neue Abrisswelle in Chemnitz. Anbei der Artikel aus der FP von morgen. Es sind allles GGG Häuser, darunter die Häuserzeile an der Hans-Sachs-Straße.

Es ist wie ich geagt habe, man nimmt das ganze Bürgerengagement der letzten Jahre überhaupt nicht ernst. Eine Hand voll Leute schaltet und waltet in Chemnitz nach eigenem gutdünken.

Man beachte bitte den "Kompromis" welcher an der Hans-Sachs-Straße gefunden wurde.

GGG beginnt mit Abriss im Lutherviertel

Vorerst sieben Häuser betroffen

Chemnitz. Die Grundstücks- und Gebäudewirtschafts-Gesellschaft (GGG) macht Ernst mit dem lange angekündigten und von Abbruchgegnern heftig kritisiertem Abriss an der Hans-Sachs-Straße. Am Montag beginnt der Abbruch von 52 Wohnungen in den Häusern mit den Nummern 2 bis 14. Das bestätigte am Donnerstag GGG-Sprecher Erik Escher.

Kritiker warnen seit Jahren vor dem geplanten Rückbau der markanten Häuserzeile wegen der zentrumsnahen Lage. Die Gebäude der im Heimatstil gestalteten Siedlung wurden Mitte der 1920er Jahre errichtet. Die GGG habe sich nach Eschers Worten jahrelang vergeblich um den Verkauf bemüht. Die Nähe zur Bahnlinie und zum künftigen Innenstadtring, zu kleine Grundstücke, fehlende Sonne und zu wenige Stellplatzmöglichkeiten verhinderten einen attraktiven Wohnstandort, so Escher. Die Denkmalschutzbehörde, die zunächst Widerstand gegen die Pläne angekündigt hatte, habe dem Vorhaben inzwischen unter Auflagen zugestimmt, sagt Escher. Die Häuser würden abgerissen, die markanten Treppenaufgänge vor den Gebäuden hingegen blieben stehen und würden Teil eines geplanten Parks, des Grünzuges "Bahnpark". "Theumaer Schieferplatten, eine Sitzbank, die sich dort befindet, und ein Teil der Schiefermauer mit zwei Treppenanlagen werden dabei weitestgehend erhalten", kündigte der GGG-Sprecher an.

Insgesamt will der Großvermieter ab kommender Woche rund 250 Wohnungen abreißen. (grit)

Die Abrisspläne im Einzelnen:

Albert-Jentzsch-Straße 37 bis 53 (90 Wohnungen)
August-Bebel-Straße 1 und 3 (18 Wohnungen)
Horststraße 19/Lützowstraße 46 (9 Wohnungen)
Liebigstraße 7 und 9 (17 Wohnungen)
Limbacher Straße 73 (7 Wohnungen)
Terrassenstraße 16 (9 Wohnungen)
Würzburger Straße 44 (10 Wohnungen)
Yorckstraße 62 a, 64 bis 70 (32 Wohnungen)
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Alt 08.01.09, 23:08   #95
cherubino
 
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So soll laut Entwurf am Johannisplatz, einer seit dem Krieg weitgehend unbebauten Fläche in unmittelbarer Zentrumsnähe, mit den verbliebenen historischen Gebäuden ein großstädtisches Quartier mit Einzelhandel, Gastronomie, Freizeit und Kultur entstehen.

Das ist Käse. Der Bebauungsplan für die Ecke besteht schon seit den ersten Innenstadtpoanungen nach der Wende. Es sind bisher keine Investoren gefunden worden die dort gebaut hätten. Was für eine Architektur das mal werden könnte kann ich mir schon vorstellen. An der Stelle müsste eigentlich ein 8 Geschosser stehen. Alles andere gäbe kein Bild neben dem großen Schocken.
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Alt 08.01.09, 23:13   #96
lguenth1
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lguenth1 ist im DAF berühmtlguenth1 ist im DAF berühmt
LeMons Hinweis mit ergänzenden Links und eigenen Worten zusammengefaßt (Copyright!!):

Und so sieht heute die Realität in Chemnitz jenseits von Politikersprechblasen aus. Wo bleibt der Widerstand gegen die Vernichtung dieser Stadt?

GGG beginnt am Montag den Abbruch von 52 Wohnungen in den Häusern mit den Nummern Hans-Sachs-Straße 2 bis 14. Möge sich jeder selbst ein Bild machen: http://maps.live.de/LiveSearch.Local...=-90&alt=-1000

- Gebäude im Heimatstil, Mitte der 1920er Jahre errichtet.
- GGG habe sich jahrelang vergeblich um den Verkauf bemüht
-Nachteilig:Nähe zur Bahnlinie und zum künftigen Innenstadtring, zu kleine Grundstücke, fehlende Sonne, zu wenige Stellplatzmöglichkeiten
- Denkmalschutzbehörde stimmt natürlich zu, wie zum Hohn bleiben die markanten Treppenaufgänge vor den Gebäuden betstehenhingegen blieben stehen und würden Teil eines geplanten Parks

Insgesamt will der Großvermieter ab kommender Woche rund 250 Wohnungen abreißen.

Die Abrisspläne im Einzelnen:

Albert-Jentzsch-Straße 37 bis 53 (90 Wohnungen). Begrüßenswert: http://maps.live.de/LiveSearch.Local...=-90&alt=-1000

August-Bebel-Straße 1 und 3 (18 Wohnungen). Ich bin mir nicht ganz sicher, um welche Häuser es sich handelt. Doch hoffentlich nicht das Eckhaus (http://maps.live.de/LiveSearch.Local...=-90&alt=-1000)?

Horststraße 19/Lützowstraße 46 (9 Wohnungen). Natürlich ein Eckhaus: http://maps.live.de/LiveSearch.Local...=-90&alt=-1000

Liebigstraße 7 und 9 (17 Wohnungen). Auch hier bin ich mir nicht sicher: http://maps.live.de/LiveSearch.Local...=-90&alt=-1000

Limbacher Straße 73 (7 Wohnungen). Straßenfronten zerstückeln fetzt: http://maps.live.de/LiveSearch.Local...=-90&alt=-1000

Terrassenstraße 16 (9 Wohnungen). ???: http://maps.live.de/LiveSearch.Local...=-90&alt=-1000

Würzburger Straße 44 (10 Wohnungen). Dazu müßte Cherubino mehr sagen können, weil Wahl und Partner gerade die Würzburger Straße 43 saniert (siehe Fotos im Eröffnungsbeitrag und http://wp.lvps87-230-93-27.dedicated....php?page=1000). Da dürfte das den Wert dieser Arbeit ad absurdum führen, oder? http://maps.live.de/LiveSearch.Local...=-90&alt=-1000

Yorckstraße 62 a, 64 bis 70 (32 Wohnungen). Vermutlich auch einer der Plattenbauten: http://maps.live.de/LiveSearch.Local...=-90&alt=-1000
lguenth1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.09, 00:43   #97
LE Mon. hist.
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Würzburger Straße 44 (10 Wohnungen) scheint mir nach dem Luftbild dieser Lückenschluss aus den 60er Jahren gegenüber der 43 zu seien. Aber natürlich keine Garantie.

Horststraße 19/Lützowstraße 46: Für das Gefüge der ganzen Siedlung äußerst wichtiger Bau. Das Dach wurden dem Luftbild zufolge offenbar erst neu gedeckt.

Terrassenstraße 16 (9 Wohnungen) - wenn es das einzige unsanierte Haus in der ganzen Zeile ist, dann scheint die GGG Schwierigkeiten mit der Wahrheit zu haben. Das ist eine trotz der Nähe zur Dresdner ruhige Straße in einem ausgesprochen grünen Viertel. Fast alle "Schwestern" des Hauses sind saniert und den "bespielten" Balkons zufolge auch vermietet .... .

August-Bebel-Straße 1 und 3: Das Eckhaus ist neulich doch saniert worden, oder? Ich glaube mich irgendwie an den Umbau des Eckladens zu erinnern. Vermutlich gehört das Haus noch zur StraNa. Die 1 und 3 wären dann das grüne Haus und das mit dem weißen Erdgeschoß. Das ist völlig unbegreiflich, auf der anderes Straßenseite gibt es moderne Lückenschließungen. In der 11 und 13 sitzt das Finanzamt.

Ich kapiere das alles nicht ... .
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Alt 09.01.09, 15:55   #98
cherubino
 
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Stadtumbau Chemnitz gescheitert : Geschäftsführer Rene Deschner wirft das Handtuch

Gerüchte, wonach sein Weggang in Verbindung steht mit der öffentlichen Kritik am Stadtumbau, kommentierte Deschner nicht. Die im November 2001 gegründete, vierköpfige GmbH verstehe sich nach seinen Worten als Moderator zwischen den Gesellschaftern - den großen Wohnungsunternehmen von Chemnitz -, dem Rathaus und Bürgern. Bei den öffentlichen Foren zum Stadtumbau hat Deschner den Zorn der Bürger zu spüren bekommen, die Perspektiven in der Stadtumbaupolitik des Rathauses vermissten. Ihm wird allerseits eine durchwachsene Bilanz seiner Tätigkeit vorgeworfen in deren Folge, gerade in den letzten Jahren, ganze Stadtteile veröden.

Immer wieder, so sagt der er von sich selbst, habe er gefordert, im Kampf gegen die leerstandsbedingte Verödung ganzer Stadtteile neue Wege zu gehen. Zu spüren war das leider nicht. Den Vorschlag von Haus & Grund Sachsen, auf dem Sonnenberg zwischen Eigentümern einen Häusertausch durchzuführen und damit komplette Karrees wieder zu bevölkern, andere dafür abzureißen, konnte Deschner nicht befördern. Er scheiterte an der Blockadehaltung der GGG, die nach wie vor ihre noch guten Häuser auf dem Sonneberg lieber abreißt.
Viele Gespräche und Vorschläge zwischen Haus & Grund und Geschäftsführer Deschner mussten fruchtlos bleiben, weil es an Durchsetzungskraft und Rückhalt aus dem Rathaus fehlte.
Im Rathaus wollte man die Personalie nicht kommentieren, schreibt die Chemnitzer Freie Presse. Die GmbH bestehe weiter, das Thema Stadtumbau bleibe natürlich wichtig, so Sprecherin Katja Uhlemann nur. Und: "Stadtumbau findet nicht nur in der Stadtumbau GmbH statt." Wie die Rathaus-Verantwortlichen den Stadtumbau nach sieben Jahren Arbeit des Unternehmens bewerten, diese Antwort blieb Uhlemann mit Hinweis auf "die komplexe Fragestellung" schuldig.
Deschner musste scheitern.
Fazit: Chemnitz hat beim Stadtumbau ein strukturelles Problem, welches endlich zu Chefsachse erklärt werden sollte. Die „Stadt der Modere“ ist nach dem Demographiebericht der Bertelsmann – Stiftung eine „schrumpfende, alternde ostdeutsche Großstadt“.
Die Stadt hat rund 30.000 leerstehende Wohnungen, mit steigender Tendenz, kein schlüssiges Konzept wie es weiter gehen soll, zudem gibt es unüberschaubare Zuständigkeiten, persönlich Resantiments der Akteure und keinen Verantwortlichen. Die sächsische Großstadt ist in einer der schwierigen Schrumpfungsphase (Entwicklungsphasen) in ihrer Geschichte. Seit der Wende hat die Stadt bereits ca. 100 T Einwohner verloren. Nach jüngsten Prognosen wird sie bis 2025 auf etwa 208 T Einwohner schrumpfen und nochmals fast 40 T Einwohner verlieren. Das ist dann etwa so viel, wie die viertgrößte sächsische Stadt Zwickau in ihren besten Zeiten Einwohner hatte. Dazu kommt eine enorme Vergreisung. Die über 80 jährigen werden bis 2025 um mehr als 70 Prozent zunehmen, im Gegensatz dazu nehmen alle anderen Altersgruppen deutlich ab!
Eine Stadt, die innerhalb von fünfzehn Jahren ein Viertel seiner Einwohner verliert und bis 2025 nochmals 40 Prozent ihrer Einwohner verlieren wird als zukunftsfähig zu bezeichnen, grenzt schon an Autismus oder völligen Realitätsverlust.
"Manche trinken Champagner wie auf der Titanic und merken nicht, dass das Schiff sinkt," sagte der Chemnitzer Kämmerer Nonnen gegenüber der Presse. Dem ist, angesichts der Situation, nichts hinzuzufügen.
Th. Ungethüm

Quelle Haus&Grund
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Alt 09.01.09, 15:57   #99
cherubino
 
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Würzburger Straße:

Das müsste das Gebäude neben Edeka sein. Ein 60er Jahre Bau. Es zerstört nat. die halbwegs geshlossenen Ansicht der Würzburger Straße, welche als die Top Gegend auf dem Sonnenberg gilt.

Weiter oben an der Würzburger wird derzeit auch saniert.
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Alt 10.01.09, 00:32   #100
LE Mon. hist.
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LE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfachLE Mon. hist. braucht man einfach
Ausnahmsweise ein Doppelposting. In dem anderen bekannten Forum wurde ich gerade gefragt, was man denn gegen diese Entwicklung tun könnte. Meine spontanen Ideen habe ich dort niedergeschrieben, erlaube mir aber, die auch hier zur Diskussion und eventuell zur Umsetzung einzustellen:

... . Was kann man dagegen unternehmen? Von außen vermutlich "nur" zahlreiche Meinungsäußerung im beschriebenen Sinne, im besten Falle Artikel in der überregionalen Presse, wobei das Thema leider schon lange Alltag und daher kein "Aufreger" mehr ist. Bei den Mails ist es nicht unwahrscheinlich, dass sie in Ablage P wandern, nicht mal ungesehen und still und heimlich, sondern durchaus nach Kenntnisnahme. Aber die Experten und Expertinnen, die von der Stadt beauftragt und dafür bezahlt werden, sich seit Jahren Tag für Tag Gedanken zu machen, haben es ja sowieso als einzige begriffen - oder setzen sich derzeit ab wie Rene Deschner (CDU), Geschäftsführer der im November 2001 gegründeten (einst) vierköpfigen Stadtumbau GmbH Chemnitz (siehe http://www.deutsches-architektur-for...t=7751&page=7# 98). Von außen einwirkende Gegner des Abrisses sind a) keine Chemnitzer oder Chemnitzerinnen, die unter den vielen alen Hornzschen ganz schrecklich leiden, und b) sowieso vernagelt und aufgehetzt ohne Verständnis für die echten Probleme dieser Stadt.

Die GGG-Führung halte ich für persönlich für völlig beratungsresistent, das ist meines Erachtens vergebliche Liebesmühe. Vielleicht sollten die Einwände und Proteste daher nicht nur an die GGG-Leitung, sondern an die Mitglieder des Aufsichtsrates geschickt werden: http://www.ggg.de/index.php?id=36&svarreset=1

Vielleicht könnte es hilfreich sein, wenn Stadtumbau-Laien wie wir, also Stadtplaner aus anderen Städten. Architekten, Denkmalpflegerinnen und andere Sachunverständige, nicht nur ihren Protest ausdrücken, sondern konkret auf dieses Stadtentwicklungskonzept eingehen, das gerade in der öffentlichen Diskussion ist. In Leipzig ist derzeit ein ähnliches SEKo in Vorbereitung. Auch in Leipzig ist Abriss von Gründerzeithäusern immer noch eine Option, aber zumindest hat man bei dem SEKo in Leipzig die Bedeutung von stadtbildprägenden Bauten gerade an Einfallsstraßen realisiert. Trotz der ja auch tatsächlich bestehenden Schwierigkeiten bei der Vermietung will man daher hier die Bauten soweit wie möglich erhalten. Das Ganze nennt sich Integrierte Magistralenentwicklung und die Einfallstraßen haben Erhaltungspriorität: http://www.leipzig.de/imperia/md/con...arten_B1_3.pdf Karte 2 . In unserem Zusammenhang von besonderem Interesse ist der Teil B - Fachkonzepte - des SEKo und hier wiederum 1. Wohnen und 9. Denkmalpflege: http://www.leipzig.de/imperia/md/con...chkonzepte.pdf

Natürlich werden weiterhin Häuser nach Willen der GGG und des Stadtplanungsamtes fallen, aber einige völlig absurde Abrisse der nächsten Zeit würden mit solch einer Aussage im SEKo und damit Beschluss des Stadtrates zumindest erschwert werden. Ich denke da vor allem an den geplanten Abriss der Häuser Leipziger Straße 107, 107 und 111 im GGG-Besitz und/oder 103, 105 und 109 in Privatbesitz, die bislang noch ein geschlossenes Karree bilden: http://maps.live.de/LiveSearch.Local...=-90&alt=-1000 . Außerdem an den fast noch unverständlicheren, bereits in den Pressemeldungen angekündigten Abriss der Häuser August-Bebel-Straße 1 und 3. Es handelt sich im das grüne Haus und das daneben mit dem weißen Erdgeschoss:
http://maps.live.de/LiveSearch.Local...=-90&alt=-1000
Das Eckhaus links davon an der noch verkehrsreicheren Straße der Nationen ist vor wenigen Jahren saniert worden und ist vermietet. Auf der anderen Straßenseite der August-Bebel-Straße gibt es moderne Lückenschließungen. Ein paar Häuser weiter, in der 11 und 13, ist der Sitz des Finanzamtes. ....

Ich würde mir eine Erklärung dafür wünschen, warum die Stadt Leipzig mit vergleichbaren Problemen des Stadtumbaus in einem ebenfalls SEKo 2020 genannten Plan ganz andere Lösungen anstrebt und Prioritäten setzt. Warum ist in Chemnitz falsch, was in Leipzig richtig ist bzw. umgekehrt? Das sollten zunächst die MacherInnen des Chemnitzer SEKos gefragt werden und wenn die Antwort ausbleibt oder nicht befriedigend ausfällt, dann die Fraktionen im Stadtrat. Sie müssen ja über das SEKo abstimmen und so die Weichen die Stadtentwicklung bis 2020 stellen. Vielleicht wissen sie es ja nicht mal, dass wenige hundert Kilometer entfernt schon längst andere Lösungskonzepte für die gleichen Probleme entwickelt wurden und es also durchaus Alternativen zum "Rückbau" gibt, der in Chemnitz ja immer als einzige Handlungsoption genannt wird.

Die Gründe, warum die GGG Häuser, die sie nicht als sanierungsfähig bezeichnet, nicht an andere Sanierungsträger oder Selbstnutzer zu günstigen Preisen verkaufen möchte, sind mehrfach genannt worden. Überzeugend sind die Gründe in meinen Augen nicht. Auch hier könnte die Stadt die GGG zur Änderung ihrer Politik auffordern.

Insgesamt denke ich, dass es wichtig ist, nicht nur die Abrissvorhaben anzuprangern und den Erhalt der Häuser zu fordern, sondern eigene Lösungsvorschläge mitzuschicken, die es ja durchaus gibt. Das war und ist z.B. das Vorgehen des Stadtforums Leipzig und hoffentlich auch des Stadtforums Chemnitz. Bei einem reinen Protest verweisen GGG und Planer auf die angebliche faktische Ausweglosigkeit: "Wir würden ja gern, aber wir müssen doch leider und können gar nicht anders". Nur wenn die Alternativen aufgezeigt werden, müssen die eigenen Handlungsstrategien begründen: "Wir könnten zwar, aber wir wollen nicht."

Das wäre mein Vorschlag und ich hoffe, dass das hilft. Andere Vorschläge und Aktionen werden dankbar entgegengenommen.


GGG: Geschäftsführerin Simone Kalew -
E-Mail: ggg@ggg.de

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD)
Markt 1
09111 Chemnitz
Tel. 0371 488-1901
Fax 0371 488-1999
ob@stadt-chemnitz.de

Stadtplanungsamt
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09120 Chemnitz
Telefon: 0371 488-6101
Fax: 0371 488-6199
E-Mail: stadtplanungsamt@stadt-chemnitz.de

Abt. Stadtentwicklungsplanung
Telefon: 0371 488-6140

Der Aufsichtsrat der GGG m.b.H.


Frau Petra Wesseler, Chemnitz – Aufsichtsratsvorsitzende, Leiterin des Dezernats 6: Tel.: (0371) 488-1961; E-Mail: d6@stadt-chemnitz.de

Herr Bürgermeister Berthold Brehm, Chemnitz - stellv. Vorsitzender
Tel: 0371 / 488 19 11
Fax: 03 71 / 488 19 91
E-Mail: berthold.brehm@cdu-chemnitz.de

Frau Kathrin Harpeng, Chemnitz – Arbeitnehmervertreterin

Herr Manfred Eichler, Chemnitz – Stadtrat,
Tel.: 03 71 / 58 44 25
Fax: 03 71 / 488-1397
E-Mail: manfred.eichler@cdu-chemnitz.de

Frau Christine Pastor, Chemnitz – Stadtrat, Fraktion Die Linke: christine.pastor@web.de

Herr Werner Oerter, Frankfurt/Main –Bankdirektor, Aufsichtsratschef bei der IKB, Direktor der KfW Bankengruppe
KfW Bankengruppe
Palmengartenstraße 5-9
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 74 31-0
Telefax: 069 74 31-29 44
E-Mail:info@kfw.de

Frau Karin Jähler Chemnitz - Arbeitnehmervertreterin

Herr Patrick Pritscha, Chemnitz – Stadtrat, Fraktion Die Linke: anna.blume@ajz.de

Herr Hans-Hermann Mahn Chemnitz - Arbeitnehmervertreter

Frau Ines Saborowski-Richter, Chemnitz – Stadtrat
Tel.: 01 62 / 275 33 04
Fax: 03 71 / 700 98 88
E-Mail: ines.saborowski-richter@cdu-chemnitz.de

Herr Martin Kohlmann, Chemnitz – Stadtrat
DIE REPUBLIKANER/ DSU - Fraktion im Chemnitzer Stadtrat
Markt 1
09111 Chemnitz
Tel.: 0371/488-1335
Fax.: 0371/488-1392

Herr Klaus Möstl, Chemnitz – Stadtrat
Geschäftsstelle der SPD-Fraktion
Markt 1
09111 Chemnitz
tel (03 71) 4 88 13 06 / 05
fax (03 71) 4 88 13 98
mail fraktion [at] spd-chemnitz.de

Frau Dr. Angelika Riemer, Berlin - GdW
GdW - Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.
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Frau Bärbel Illgen Chemnitz - Arbeitnehmervertreterin

Frau Felicitas Neubert Chemnitz - Arbeitnehmervertreterin
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Alt 10.01.09, 01:28   #101
cherubino
 
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..... Danke für Dein Engagement und die Arbeit die Du Dir damit machst ..............


Und hier ein Gebäude das gerettet wurde. Jeder Chemnitzer kennt es. Typische Geschichte. Nach der Wende mit großen Augen gekauft, kein Konzept, kein Geld. Jahr für Jahr verging, es passsierte nichts. Nicht mal eine Sicherung. Das Gebäude stand offen und wurde von Obdachlosen als Unterkunft genutzt. Letztendlich sollte es abgerissen werden. Mittel dafür wurden von öffentlicher Hand bereit gestellt.

Ende 2007 hat es Wahl+Partner gekauft und sichern lassen. Vor kurzem haben wir Folienfenster einbauen lassen.

Dieses Jahr ist eine umfangreiche Sicherung geplant. Das marode Dach wird vorerst abgebaut. Das oberste Geschoss bekommt eine Ortbetondecke + Folienabdichtung. Alle tragenden Wände werden von unten nach oben neu aufgemauert. Der Turm bekommt ein neues Dach und neue Decken.

Zwischenzeitlich ist das Gebäude auch aufgemessen worden. Geplant sind im beeindruckenten Keller, Gastronomie, im Haus Büro sowie hochwertige Wohnungen.

http://www.repage4.de/memberdata/sch.../Dresdner2.jpg

Geändert von cherubino (10.01.09 um 18:50 Uhr)
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Alt 10.01.09, 12:08   #102
lguenth1
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Cherubino: Das sind doch erfreuliche Nachrichten. Ich erlaube mir ein paar Ergänzungen. Es handelt sich um das Gebäude Dresdner Straße 76 auf dem Sonnenberg (http://maps.live.de/LiveSearch.Local...=-90&alt=-1000). Die Hallen auf dem früheren Güterbahnhofgelände stehen inzwischen nicht mehr, meines Wissens soll hier eine neue Instandhaltungshalle der Erzgebirgsbahn entstehen. Folgende Visualisierung des neuen Gebäudes kann man auf der Webseite von Wahl + Partner (http://www.wahl-partner.de/) finden:


(Wenn die Darstellung aus irgendeinem Grund nicht erwünscht sein sollte, reicht ein kurzer Hinweis und ich entferne es wieder, Cherubino)

Wenn alles klappt wie geplant, wird diese Sanierung einen ganz wesentlichen Beitrag zur Aufwertung des Sonnenberges leisten. Es hat für den Stadtteil sozusagen eine Art Stadttorcharakter, da es direkt am Ausgang des Fußgängertunnels vom Bahnhof auf den Sonnenberg liegt ("Bazillenröhre" im Volksmund). Die verkehrsgünstige Lage, die fußläufige Entfernung zur Sachsenallee und das hochwertige, entwicklungsfähige Kulturangebot in der Nähe - Subway to Peter, Stadion an der Gellertstraße :-) - tragen sicher Einiges zum Gelingen des Projektes bei.

Eine solche Sanierung wäre auch ein leuchtendes Beipiel, das selbst solche heruntergewirtschafteten Bauten gerettet und genutzt werden können. Bitte halte uns auf dem Laufenden.
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Alt 10.01.09, 12:24   #103
lguenth1
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So, jetzt zu LeMons Frage, was man unternehmen kann. Das Kernproblem aus meiner Sicht ist, daß die Chemnitzer Öffentlichkeit bisher nicht ausreichend für das Thema sensibilisiert ist und somit den Abrissen der GGG keinen ausreichenden Widerstand entgegensetzt. Wenn hier ein demokratischer Prozeß in Gang gesetzt wird, kann eine Eigendynamik entwickelt werden, die auch direkt zu Lösungen führen kann.
Einen wesentlichen Akteur, der diese Sensibilisierung erreichen kann, hast Du bereits genannt: nämlich das Stadtforum Chemnitz. Aus der Ferne und ohne jemandem zu Nahe treten zu wollen, habe ich leider den Eindruck, daß dieses noch keine schlagkräftige Interessenvertretung ist (siehe die verschlafene Webseite http://stadtf.vs120153.hl-users.com/stadtforum/).
Aber was genau könnte das Stadtforum tun? Bei der Initiative für das Kennzeichen MSN im Landkreis Mittelsachsen (die ich nicht unbedingt unterstütze) habe ich erlebt, daß man über solch ein Mittel und das entsprechende Medientamtam auch Leute erreichen kann, die sonst eher mit anderen Dingen beschäftigt sind. Eine Unterschriftenkampagne, beispielsweise unter dem Motto "Chemnitz erhalten, Lösungen finden" und mit den Stadtratsfraktionen als Empfänger, hielte ich für ein weit wirksameres Mittel als letztlich leicht zu ignorierende Einzelstimmen.
lguenth1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.09, 15:41   #104
LE Mon. hist.
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Zunächst herzlichen Dank an cherubino für die erfreuliche Nachricht und an "seine" Firma für ihr beständiges Engagement in Chemnitz trotz aller Unkenrufe. Bei einer Komplettaufmauerung aller tragenden Wände wird von der Originalsubstanz wohl nicht allzuviel erhalten bleiben können, aber ich glaube euch gerne, dass es nicht anders geht. Das wird, so es denn gelingt, ein schönes Entrée in Richtung des natürlichen Zentrums des Sonnenberges, des Lessingplatzes, werden. Dafür muß der natürlich seine Raumkanten, eigentlich aber alle Gebäude behalten. Es fällt mir schwer zu glauben, dass bislang noch leerstehende Häuser hier nach einer Sanierung nicht schnell vermietet werden könnten. http://www.bauen-wohnen.sachsen.de/d...eler_Teil1.pdf Folie S. 26 und 27. Ebenso unverständlich ist mir eine Ausweisung des Randgebietes zwischen Dresdner Straße und Hainstraße als Umstrukturierungsbereich Gewerbe in dem Konzept von 2004.

Was wird im Zuge der anstehenden Millionen-Sanierung des Bahnhofes aus der Bazillenröhre? Und sollte es nicht sowieso einen Ausgang vom Bahnhof Richtung Sonnenberg geben?

Ich schau mich gleich noch mal im Netz um und dann wollte ich mich auch noch mal zu dem Kernproblem äußern.

Geändert von LE Mon. hist. (10.01.09 um 16:08 Uhr)
LE Mon. hist. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.09, 16:26   #105
LE Mon. hist.
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Um- und Ausbau des Chemnitzer Hauptbahnhofes:

- bis 2013/2014 kompletter Umbau des Querbahnsteiggebäudes im Zuge des Weiterbaus des Chemnitzer Modells
- Investitionssumme rund 150 Millionen Euro - dies beinhaltet den Um- und Neubau der gesamten Gleisanlagen mit Sicherungstechnik und Bauwerken, darunter Brücken, Stellwerke, Leitungsmasten und anderes mehr.
- zugleich Straßen- und Brückensanierung Dresdner Platz (einsturzgefährdet)

- Öffnung des Gebäudes zur Georgstraße hin
- dadurch ab 2011 direkte Zufahrt der Straßenbahn/Stadtbahn bis in den Bahnhof, Kopfbahnsteige 1 bis 4
- Verkleidung der Fassade mit Folien, an denen Lichtinszenierungen möglich sind (naja) - Fassadenentwurf Grüntuch Ernst Architekten, Berlin nach Wettbewerb (u.a. auch Höfe am Brühl in Leipzig). Schlechtes Bild des Fassadenentwurfes: http://www.architektursommer-sachsen...se%2026.09.pdf . Schlechtes Bild des Gesamtentwurfes: http://www.cvag.de/cgi-bin/download....lang=de&styp=1 Bild ohne große Aussage: http://www.chemnitz.de/chemnitz/de/a...d/pd00845_.jpg
Bessere Bilder noch in Suche.

- Sanierung des Empfangsgebäudes, neue Fassade sowie Renovierungsarbeiten im Inneren

- "Sanierungs-oder Ersatzvarianten der sogenannten "Bazillenröhre", dem Zugang zum Sonnenberg sind zur Zeit noch in der Diskussion von Stadt und Bahn."

- Parallel dazu soll auf dem Gelände auch eine neue Wartungshalle für Triebwagen entstehen. Der Verkehrsverbund Mittelsachsen hat dazu von der Bahn ein 23.000 Quadratmeter großes Areal unterhalb der Dresdner Straße gekauft. Auf dem Gelände wird im kommenden Jahr eine rund 120 Meter lange Halle gebaut. Dort sollen mehrere Wartungsstände und eine Waschanlage für die Treibwagen der Erzgebirgs- und der Citybahn untergebracht werden. Rund 11 Million Euro sind für das Projekt veranschlagt.

http://www.sachsen-fernsehen.de/?ID=...howNews=297298
http://www.sachsen-fernsehen.de/defa...howNews=220762
http://www.sachsen-fernsehen.de/defa...howNews=220340
http://de.wikipedia.org/wiki/Chemnitz_Hauptbahnhof --> Planungen
http://drehscheibe-online.ist-im-web....php?2,3633957
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