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Alt 31.10.09, 10:46   #16
LE Mon. hist.
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Hallesche Erklärung

Am Freitag verabschiedeten die Oberbürgermeister von etwa 20 Städten in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen auf der 3. Konferenz des Forums mitteldeutscher Städte in Halle eine sechs Punkte umfassende "Hallesche Erklärung". Künftig wollen sie über Ländergrenzen hinweg enger zusammenarbeiten und sich für eine starke Region Mitteldeutschland einsetzen. Hinter der "Halleschen Erklärung" stehen die Städte Altenburg, Bitterfeld-Wolfen, Dessau-Roßlau, Freiberg, Gera, Gotha, Halberstadt, Halle, Jena, die Lutherstädte Eisleben und Wittenberg, Merseburg, Naumburg, Nordhausen, Pößneck, Schönebeck, Stendal, Weißenfels, Wernigerode und Zeitz.

Nach dem Vorbild der Wirtschaft und der Kirchen müssten nun auch die Kommunen mehr zueinander kommen und über die Grenzen der Bundesländer hinweg zusammenarbeiten. Dies solle auch ein Signal an die Landesregierungen sein. Nach Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados (SPD) sei für die gesamte Region ein Bundesland mit der Bezeichnung Mitteldeutschland förderlich. "Wir stehen alle vor den gleichen Aufgaben und Herausforderungen, teilen die gleichen Ziele", heißt es in der Erklärung.

Städte wollen "Kleinstaaterei" überwinden und Mitteldeutschland stärken
LVZ 31.10.2009
http://www.lvz-online.de/aktuell/content/115495.html

"Hallesche Erklärung" - Städte wollen "Kleinstaaterei" überwinden
MDR 30.10.2009
http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/6819233.html

PS: Genauer gesagt waren aus 19 Städte, fast alle in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Aus Sachsen war nur Freiberg dabei. Im Vorfeld hatte es 20 Absagen gehagelt. Aber da wird vermutlich noch die eine oder andere Stadt nachziehen, kostet ja nix ;-).
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Alt 31.10.09, 10:50   #17
LE Mon. hist.
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http://www.halleforum.de/article.php?sid=23703&page=2

Hallesche Erklärung

Gemeinsame Erklärung der Städte Altenburg, Bitterfeld-Wolfen, Dessau-Roßlau, Freiberg, Gera, Gotha, Halberstadt, Halle (Saale), Jena, Lutherstadt Eisleben, Lutherstadt Wittenberg, Merseburg, Naumburg, Nordhausen, Pößneck, Schönebeck (Elbe), Stendal, Weißenfels, Wernigerode, Zeitz und aller Kommunen, die sich dieser Erklärung zu einem späteren Zeitpunkt anschließen, zur Weiterführung und Intensivierung der Zusammenarbeit anlässlich der 3. Konferenz des Forums mitteldeutscher Städte am 30. Oktober 2009
in Halle an der Saale

(1) Starke Partner auf dem Weg in die gemeinsame Zukunft
Die Städte Mitteldeutschlands sind die Impulsgeber einer zukunftsweisenden und nachhaltigen Entwicklung der Region. Nur in Zusammenarbeit über die Ländergrenzen hinweg kann dieser Impuls dauerhaft aufrecht erhalten werden und die positive Ausstrahlung der Region in den gesamten europäischen Raum intensiviert werden. Im Interesse einer gemeinsamen Zukunft in einer starken Region Mitteldeutschland soll der 2007 in Jena begonnene Prozess der Zusammenarbeit mit dieser Halleschen Erklärung fortgeführt und ausgebaut werden. Dazu gehört insbesondere die enge Zusammenarbeit mit den anderen mitteldeutschen Initiativen und Netzwerken.

(2) Verantwortung und Gemeinschaftssinn
Als Lebens- und Arbeitsmittelpunkt der Mehrheit der Einwohner Mitteldeutschlands nehmen die Kommunen eine besondere Position in der Gestaltung der Alltagswelt ihrer Bürger ein. Die sich daraus ergebende Verantwortung endet nicht an den Stadtgrenzen, sondern erstreckt sich auch auf ein partnerschaftliches Miteinander mit den Gemeinden der Umlandregionen. Das starke Zusammenrücken der Kommunen Mitteldeutschlands darf nicht nur eine Angelegenheit administrativer Zusammenarbeit bleiben, sondern muss sich in den Lebenswelten der Menschen widerspiegeln. Es gilt, den Gemeinschaftssinn dieses Forums zu entwickeln und in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens in Mitteldeutschland hinein zu tragen.

(3) Entwicklung und Vernetzung gemeinsamer Interessen
Die Kommunen Mitteldeutschlands teilen die Erkenntnis, dass es mehr Gemeinsamkeiten gibt, die uns verbinden, als Unterschiede und Konkurrenzen, die uns trennen könnten. Wir stehen alle vor den gleichen Aufgaben und Herausforderungen, teilen die gleichen Ziele. Der Ertrag aus vielen dieser Aufgaben ist größer, wenn wir diese gemeinsam anpacken, insbesondere auf den Gebieten Kultur und Tourismus , Wirtschaft und Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Gemeinsame Großereignisse wie die Lutherdekade oder das Reformationsjubiläum bieten willkommenen Anlass, geeignete Strukturen der Zusammenarbeit und Aufgabenteilung zu entwickeln. Unbürokratische Abstimmungen, kurze Wege und gegenseitige Hilfestellungen verleihen dem Geist des Miteinanders dieses Forums seinen Ausdruck.

(4) Gemeinsam für Offenheit und Toleranz - gemeinsam gegen Extremismus
Unser aller Anliegen ist es, konsequent und kompromisslos jeder Art von extremistischen Bestrebungen, insbesondere aber rechtsextremen Gedankengut und Aktivitäten entgegenzutreten. Der Kampf gegen den Neofaschismus kann eine neue Qualität erreichen, wenn die Kommunen Mitteldeutschlands und ihre Bürger ihre Kräfte bündeln. Ganz im Sinne der Initiative „Kommunen gegen Rechtsextremismus“ unterstützen wir uns gegenseitig mit gemeinsamen Aufrufen und Präsenz von Bürgermeistern vor Ort. Darüber hinaus fordern wir die Einwohner unserer Städte auf, gemeinsam mit uns überall dort zu demonstrieren, wo es gilt, ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Hass zu setzen. Mitteldeutschland ist demokratisch, weltoffen und tolerant. So soll es auch bleiben.

(5) Transparenz und Bürgernähe
Die nachhaltig positive Entwicklung der Region beruht auf dem Engagement unserer Bürger. Sie in die Prozesse gemeinsamer Entwicklung, gemeinsamen Handels und Gestaltens einzubeziehen, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, der wir uns stellen. Offenheit und Transparenz unserer Arbeit ist dabei höchstes Gebot. Mit geeigneten Mitteln der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit wollen wir informieren und um aktive Mitwirkung zur Zusammenarbeit der Städte Mitteldeutschlands werben.

(6) Aufeinander zugehen und gemeinsam Zukunft gestalten
Worte erhalten Nachdruck, wenn sie durch Taten unterstützt werden. Die Unterzeichner bekunden mit dieser Erklärung ihren Willen, das gemeinsame Handeln im Interesse der Zukunftsfähigkeit dieser Region weiter zu intensivieren und nicht bei dem Erreichten stehen zu bleiben. Dies betrifft alle Ebenen von Politik und Verwaltung als auch die fortgesetzten persönlichen Kontakte. Wir heißen alle willkommen, die diese Initiative unterstützen und unsere Vision von einer starken Region Mitteldeutschland teilen.
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Alt 31.10.09, 11:14   #18
LE Mon. hist.
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Und weil das Thema doch eng verwandt ist:

Mehr oder weniger unbeachtet wurde die Metropolregion Sachsendreieck wie erwartet oder erhofft ( http://www.deutsches-architektur-for...421#post208421 ) in Metropolregion Mitteldeutschland umbenannt.

Siehe den ausführlichen Report zur diesjährigen Konferenz der Metropolregion Mitteldeutschland (zu diesem Zeitpunkt noch "Sachsendreieck") am 30. Januar in Chemnitz unter der Thematik „Kompetenz durch Netzwerkbildung – Vernetzung von Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft als Erfolgsfaktor“:

http://www.region-sachsendreieck.de/...es/18889.shtml
http://www.region-sachsendreieck.de/...k_09_druck.pdf
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Alt 04.09.10, 19:56   #19
Stahli
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Stahli hat die ersten Äste schon erklommen...
Schade das Bitterfeld-Wolfen (ca. 46.000 EW) bei euch nicht aufgeführt ist. Zähle ich auch noch zum Sachsendreieck

Wer übrigens noch nicht an der Goitzsche (Tagebaufolgelandschaft) bei Bitterfeld war, sollte das dringend nachholen. Ist echt ein gigantisches Erholungsgebiet inmitten einer von Industrie geprägten Region!
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Alt 30.03.11, 10:08   #20
Wolf_K
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Zitat:
Zitat von LEgende Beitrag anzeigen
Eine so öffentliche Diskussion in Bezug auf die Punkthochhaus-Platten im Leipziger Musikviertel wäre ähnlich wünschenswert gewesen.

Gute Idee, aber sind die nicht noch komplett bewohnt?
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Alt 30.03.11, 12:07   #21
Coheed
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Coheed hat die ersten Äste schon erklommen...
^ Die sind bewohnt und werden nach und nach durch die LWB saniert.
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Alt 03.01.13, 21:15   #22
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Maßnahmen an verwahrlosten Immobilien in Zwickau 2012

Kann jemand von den hier mitlesenden Damen und Herren aus der Region veraten, ob da auch bittere Pillen dabei sind bzw. ob die Gebäude wirklich alle nur noch wegmussten:

Maßnahmen an verwahrlosten Immobilien in Zwickau 2012

Abrisse mit Fördermitteln
- Kulturhaus Cainsdorf
- Uhdestraße 15 und 21
- Bernhardstraße 1
- Max-Planck-Straße 1a und 3
- Bunsenstraße 7 und 9

Abrisse als Ersatzvornahme
- ehemalige Druckerei Bosestraße/Kreisigstraße

Abrisse privater Eigentümer
- Von-Weber-Straße 1
- Trillerstraße 1
- Julius-Seifert-Straße (Car-Hifi-Center)
- Moritzstraße 47, 49 und 51
- Brauereistraße 27 und 29

Notsicherung als Ersatzvornahme
- Bahnhofstraße 62
- Schumannstraße 6

FP, 3.1.2013
Zwickau tauscht Platz gegen Abriss
Baufällige Häuser und Baulücken sollten 2012 ein Schwerpunktthema für die Bauverwaltung sein
http://www.freiepresse.de/LOKALES/ZW...l8208455-1.php
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Alt 03.01.13, 21:50   #23
Saxonia
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So ein Zufall, den Artikel habe ich auch gerade gelesen . Hab mir die Liste denn sogleich mal näher angeschaut.
Vorab, bittere Pillen sind in meinen Augen nicht dabei.


Kulturhaus Cainsdorf: ist schon nicht mehr viel abzureissen, das Ding ist nur noch die Parodie eines Gebäudes.
Uhdestraße: ist auch verkraftbar, freistehende Häuser viel Gewerbe drum rum.
Bernhardstraße 1: etwas schade, Eckhaus allerdings an der viel befahren Hauptstraße, Gebäude an sich nichts besonderes.
Max-Plank-Straße: zu vernachlässigen, die Plattenbausiedlung drum rum ist eh schon zu 90% weg.
Bunsenstraße: fern der Kernstadt in Oberplanitz, nicht der Rede wert.
Druckerei Bosestraße/Kreisigstraße: von der Straße kaum zu sehen, Konglomerat von Hinterhofgebäuden. Für die Anwohner dürfte der Abriss eine deutliche Aufwertung darstellen.

Die Abrisse privater Hand sind aus meine Sicht städtebaulich irrelevant. Bis auf die Moritzstraße. Die Knopffabrik dahinter ist allerdings wichtiger und die wird saniert.

Die Notsicherungen sind auch richtig und wichtig beides geschlossene Gebäudezeilen. Besonders die Schumannstraße 6 ist unbedingt zu erhalten. Auf Bing map kann man sich einen Eindruck von der prächtigen Umgebung verschaffen http://www.bing.com/maps/#JndoZXJlMT...IyMjY2ODA5NzI=

Insgesamt sehr positiv. Ich hege seit längerem die Befürchtung dass man in naher Zukunft Häuser an der Werdauer Straße abreissen wird die schon lange leer stehen.
Schön zu sehen, dass dem noch nicht ist bzw. war. Die Fabrik ist ja schon zusammengefallen.
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Alt 14.01.13, 21:53   #24
Saxonia
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So gut das letzte Jahr war, so ernüchternd beginnt das Neue. http://www.freiepresse.de/LOKALES/ZW...l8221734-2.php

Gleich vier Altbauten am Anfang der sehr langen Leipziger Straße sollen abgerissen werden. So nah am Schumannplatz und damit auch der Altstadt halte ich das für einen herben Verlust. Entstehen wird ein einziger großer Neubau mit Wohnungen für Studenten und Senioren. Der Erste Entwurf fiel beim Stadtplanungsamt durch, der 2. liegt vor. Leider nicht einsehbar, zumindest hab ich ihn nirgends gefunden. Wird wohl eher 0815 Architektur werden.
http://www.freiepresse.de/LOKALES/ZW...l8221734-1.php
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Alt 23.01.13, 14:34   #25
Klarenbach
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In der Freien Presse habe ich einen interessanten Beitrag über Leerstandsprobleme in der Kleinstadt Hohenstein-Ernstthal (auf halber Strecke zwischen Chemnitz und Zwickau gelegen) gefunden.

Auch diese Stadt hat mit rückläufigen Bevölkerungszahlen und daraus resultierenden Wohnungsleerständen zu kämpfen. Besonders betroffen von dem Problem ist die Altstadt, in der teilweise 30 Prozent der Wohnungen leer stehen. Aufgrund dieser Probleme ist die Sanierung und Instandhaltung von Altbauten nicht gewinnbringend, folgerichtig lassen viele Hauseigentümer ihre Häuser verfallen. Etliche Altbauten sind mittlerweile Ruinen. Daher plant die Stadtverwaltung den Abriss dieser Gebäude.

Das Problem ist allerdings, dass die Stadt keine Fördergelder für den Abriss erhält. Der Grund dafür ist darin zu sehen, dass die Förderprogramme sehr stark auf den Abriss von Plattenbauten zugeschnitten sind. Die Plattenbauten in Hohenstein-Ernstthal sind allerdings wesentlich weniger vom Leerstand betroffen, hier beträgt der Wohnungsleerstand nur 12 bis 17 Prozent.
Ulrich Weber, der Leiter des städtischen Bauamtes, geht davon aus, dass sich das Leerstandsproblem weiter verschärfen wird. Daher will sich die Stadtverwaltung weiter um Fördergelder für den Abriss bemühen.

http://www.freiepresse.de/LOKALES/ZW...kel8153100.php
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Alt 23.01.13, 15:20   #26
Saxonia
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Und da liegt doch genau der Hund begraben. Hier wird schlicht Ursache und Wirkung verwechselt. Die Eigentümer lassen ihre Häuse doch nicht aufgrund der schon existenten Leerstände verfallen und das steht so wie du das schilderst auch nicht in dem Artikel. Andersrum wird ein Schuh draus. Die Leerstandszahlen ergeben sich aus der jetzt schon hohen Zahl unsanierter Gebäude. Wiedermal ein Produkt der verfehlten Nachwendepolitik seitens der Wohnungsbaugesellschaften überhastig in die Sanierung der Plattenbauten investiert zu haben statt sich wie immer wieder auch vom Land gefordert neben Privateigentümern in der Innenstadt zu engagieren. Daher find ich die unter anderem auch hier kritisierte Haltung der Staatsregierung völlig richtig. Andernfalls würde es hier wieder zu einer ungeahnten Abrisswelle kommen.
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Alt 28.01.13, 17:01   #27
Angie
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Da ich Hohenstein-Er. kenne: Ich will die Probleme nicht kleinreden, denn sie sind tatsächlich da (Bevölkerungsschwund), allerdings sollte man berücksichtigen, daß es bei den Objekten zum einen bereits um Ruinen noch fast aus DDR-Zeit her handelt. Meist Objekte, die nicht wirklich von großem Wert im Sinne Denkmal sind. Zum anderen sollte man nicht vergessen, daß u.U. auch Banken & Co. ihren Anteil daran tragen, daß Investoren abgesprungen sind, trotz ernsthaftem Interesse. Ein Objekt ist mir bekannt und um dieses wiederum ist es schade, da dies wirklich ein Eckhaus ist und das Fehlen das Bild zerstört. Denn seitdem (seit Anfang der 90er) gammelt es vor sich hin, weil zu den überzogenen Forderungen es niemand kaufen wollte, es verrottet und jetzt niemand mehr bereit ist, ein vollkommen abgesoffenes Haus zu übernehmen. Das Haus hätte damals gerettet werden können, hätte die Bank nicht auf der Schuldenhöhen (weshalb es an die Bank fiel- das Geld war nicht in die Sanierung des Hauses geflossen) des Alteigentümers bestanden. Das Objekt hatte diesen Wert nicht mehr. Aber der Interessent war bereit eine Summe X zu zahlen, man hätte sich treffen können bei den Verhandlungen. Die Bank beharrte aber auf der hohen Summe. Es wurde danach zwar noch ein oder 2x darin gewerkelt, aber es war nie was genaues. Die Stadt hat es wohl nun nach vielen Jahren übernommen und will es abreisen.
Ein Faktor, der auch gerne weggelassen wird, sind die Erbschaftsstreitereien mit Hinhaltetaktiken, weshalb nicht investiert wird und dadurch Schandflecke entstehen. Allerdings ist mir jetzt nicht bekannt, ob auf eines der Abrisskandidaten sowas zutrifft und es der Stadt gelungen ist, eines dieser Objekte zu erwerben.
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Alt 28.01.13, 17:14   #28
Angie
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Sooo hoch ist die Anzahl unsanierter Gebäude gar nicht. Der Sanierungsgrad in HOT ist nicht schlechter als anderswo. Sicher gibt es noch ein paar Kandidaten, vor allem im Bereich der kleinen 50 qm Häuschen oder an Kreuzungsbereichen stärker befahrener Straßen. Aber im Großen und Ganzen ist das Stadtbild hier gut durchsaniert.
Ein Problem hat Hohenstein (zu DDR-Zeiten übrigens der dichtbesiedeltste Kreis der DDR) ... das sind die Industriebauten stellenweise zwischen der Wohnbebauung wie z.B. auf der Karl-May Straße. Deren Nichtnutzung prägt das Umfeld nicht gerade optimal.
Und dann gibt es noch Industriebauten wie die ehemalige NaPlaFa, welche leider weggerissen werden soll, trotz des schönen Klinkerbaus.
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Alt 28.01.13, 17:28   #29
Angie
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Hier ist eine Webseite mit einem Bild der Naplafa:
http://antares08.an.ohost.de/geschichte.htm

Auf dem Foto (rechts 2. Fotosreihe) nennt sich die Firma noch Anton Haase.
Die Gebäude links im Bild (Fa. Jäckel) sind jetzt saniert - zum einen ein altersgerechtes Wohnen und zum anderen das Textil- und Rennsportmuseum.

Unser alter Bahnhof wurde leider auch abgerissen

Hier nochmal ein Foto:
http://www.hohenstein-ernstthal-ub.d...f9bc7ca8b70d5c (das geht bereits bei Bild eins los- also zurückklicken!)
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Alt 03.10.13, 11:04   #30
Saxonia
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Kirchweihe in Crimmitschau

Die Weihe einer neuen Kirche ist im "ungläubigen" Sachsen ein recht seltenes Ereignis, erst recht die Weihe einer katholischen Kirche. Die St. Franziskus Gemeinde konnte Ende September dennoch ihre neue Kapelle in der Pestalozzistraße in Beschlag nehmen. Der Flachbau zeigt sich nach außen eher schlicht. Besonders sehenswert sind die Bleiglasfenster und die diversen Ausstattungsgegenstätte, die den Kirchraum aufwerten. Die Gemeinde nutzte seit fast 90 Jahren nur eine Kapelle in einer Gründerzeitvilla. Zum Festakt waren unter anderem Ministerpräsident Tillich und der Bischof des Bistums Dresden-Meißen Heiner Koch anwesend.

http://www.mdr.de/kultur/kirchenneub...-86171fdd.html
http://www.bistum-dresden-meissen.de...79&idart=22536

Bautagebuch:
http://www.hl-geist-werdau-crimmitsc...utagebuch.html
__________________
Für den Erhalt der Zittauer Mandaukaserne
Kontoinhaber: Freunde der Mandaukaserne e.V.
IBAN: DE17 1207 0024 0568 8833 60 BIC:DEUTDXXX Deutsche Bank PGK
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