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Alt 15.05.10, 02:25   #16
Dus-Int
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Dus-Int sorgt für eine nette AtmosphäreDus-Int sorgt für eine nette AtmosphäreDus-Int sorgt für eine nette Atmosphäre
Grandios! Da wird eine der wenigen Chancen in Duisburg Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor im großen Stil anzusiedeln vermasselt, damit auf einer 270 x 1.500 Meter großen Fläche mitten in der Innenstadt (wenn man mit der Bahn anreist ist es sogar das erste was man von Duisburg sieht) ein Möbellager entstehen kann! Das stelle man sich mal in Düsseldorf auf dem ehemaligen Güterbahnhof in Derendorf vor... oder sonst wo ...
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Alt 15.05.10, 08:39   #17
Burkhard
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Burkhard befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Düsseldorf ist aber leider nicht Duisburg (oder Essen oder Dortmund) - damit muss man sich wohl abfinden.

Letztlich braucht man auch für alles die nötigen Investoren und wenn ich einen Investor habe, der dort immerhin 600 Arbeitsplätze und auch noch einen kleinen Park schafft, ist das im Zweifelsfall mehr, als eine schicke Planung ohne Umsetzung.
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Alt 15.05.10, 12:05   #18
Aurel
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Aurel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
naja ich verstehe die stadtpolitik schon.
im gegensatz zu düsseldorf wächst die einwohnerzahl von duisburg einfach nicht, nein sie geht sogar stark zurück!
ich habe mich eh über die größe dieses eigendlich ganz guten projektes gewundert, nun muss man mal schauen, wie es sich entwickelt, wenn der möbelmarkt fertig ist.
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Alt 15.05.10, 12:37   #19
Duis.burg.er
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Duis.burg.er braucht man einfachDuis.burg.er braucht man einfachDuis.burg.er braucht man einfachDuis.burg.er braucht man einfachDuis.burg.er braucht man einfachDuis.burg.er braucht man einfach
Hier schon mal der Hoeffner-Plan für das Gelände. Zur Orientierung, links neben den Parkplätzen und der Wasserflächen befindet sich der Hauptbahnhof, das besonders markierte Gebäude rechts oben ist die MSV-Arena, die eigentlich südlich des Geländes liegt.
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Alt 15.05.10, 13:39   #20
Kostik
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Kostik braucht man einfachKostik braucht man einfachKostik braucht man einfachKostik braucht man einfachKostik braucht man einfachKostik braucht man einfach
Ein Möbelhaus direkt am Hauptbahnhof ? ... also meiner Meinung nach geht das
gar nicht.

Es ist sehr schade, dass man nicht mehr aus dem Areal gemacht hat. Es gäbe langfristig so viele Möglichkeiten die sich ergeben könnten die Fläche anderweitig zu bebauen.
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Mein Blog: Bauprojekte Ruhrgebiet
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Alt 15.05.10, 14:27   #21
Schmittchen
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Schmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes AnsehenSchmittchen genießt höchstes Ansehen
Aurelis vermarktet ehemalige Bahnflächen. Und zwar die weniger kostbaren Flächen, hochwertigere Grundstücke vermarktet Vivico. Wie in anderen Städten hat man für dieses Areal einen Masterplan für eine recht niveauvolle Neubebauung mit Büro- und Wohnhäusern ausarbeiten lassen. In der Regel verkauft Aurelis einzelne Baufelder dann an Projektentwickler weiter.

Für die aktuelle Entwicklung gibt es eigentlich nur eine plausible Erklärung: Man hat mangels Kaufinteressenten keine Chance gesehen, dieses Konzept umsetzen zu können (was nicht gerade für Attraktivität und wirtschaftliches Potential Duisburgs spricht). Als das Möbelhaus interessiert war, hat man die Notbremse gezogen und fast das ganze Areal zum kleinen Preis verkauft, um nicht noch länger Geld zu verbrennen und die Kosten für die Planungsleistungen des Lords wenigstens teilweise wieder hereinzuholen.
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Alt 15.05.10, 15:08   #22
nikolas
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nikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiell
Den Spatz in der Hand oder who the fuck is Foster

^^
Spricht hier die Stimme der Investorenvernunft, folgt nun ein Beitrag eher schlicht-emotionaler Natur! Möge man meine Worte nicht auf die Goldwage legen, sind sie doch prinzipiell- dogmatischer Natur und nehmen dieses Investment lediglich als metaphorischen Fingerzeig, um auf die grundlegenden Probleme des Flächenverschleißes sowie damit einhergehend, auf den mangelnden architektonisch-städtebaulichen Gestaltungswillen im Ruhrgebiet zu verweisen.

Zitat:
Zitat von Burkhard Beitrag anzeigen
Letztlich braucht man auch für alles die nötigen Investoren und wenn ich einen Investor habe, der dort immerhin 600 Arbeitsplätze und auch noch einen kleinen Park schafft, ist das im Zweifelsfall mehr, als eine schicke Planung ohne Umsetzung.
^^
Diese „Spatz in der Hand“-Denke ist wenig zukunftsorientiert, sondern schreibt vielmehr altbekannte Probleme wieder und wieder aufs Neue fort. Wenn man immerfort von Strukturwandel spricht, dann muss man diesen endlich mal konsequent und kompromisslos am Arsch packen; und das v.a. dann auch städtebaulich. So etwas braucht natürlich Zeit und einen langen Atem [siehe Innenhafen.] 10-15 Jahre waren hierfür bekanntlich prognostiziert. In München oder Düsseldorf geht das auch nicht schneller...

Die Ansiedlung eines Möbellagers ist deshalb definitiv das falsche Signal!
  • Hier wird eine potentielle 1B-Lage [in 7 Min. ist man mit der Bahn am Dus-Int] mit einem 3D-Investment zugekleistert. Im Anschluss daran wird dann von allen Beteiligten weiter an der Mär vom „Revier ohne Raum“ gestrickt, d.h. sinnvolle städtebauliche Investitionen können - laut der verantwortlichen Akteure - nicht mehr in Angriff genommen werden, da hierfür die benötigten Flächen fehlen würden. Das ist dann natürlich Humbuk! Once again; es herrscht kein Platzmangel im Revier, sondern einzig und allein ein verschwenderischer und damit mehr als unsensibler Umgang mit den reichlich zur Verfügung stehenden Flächen.
  • Hier wird kurzfristig mit 600 Arbeitsplätzen gewunken. Selbst wenn es so viele werden, was sind das denn für welche? Leiharbeiter und Lageristen auf 30ha, und das mitten in der Innenstadt. Da geht mehr, viel mehr, in der Dienstleistungsgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Ein Telos vor Augen und die hierfür benötigte Halsstarrigkeit vorausgesetzt.
  • Erschwerend hinzu kommt, hier clustert sich außerhalb des Logistiksektors rein gar nichts zusammen! Synergien Fehlanzeige! Werden hier etwa Möbel produziert; das wäre beschäftigungswirksam. Werden sie hier entworfen und designt, das würde Duisburg ein Stück weit vom „Werkbank“-Image wegführen. Wird hier ein Stammsitz hinverlegt, das wäre gewerbesteuerwirksam. Nein, all das nicht. Wie so häufig wird man einzig und allein als Hinterhof der Republik genutzt, resp. als der unappetitliche Appendix der Wertschöpfungskette!
  • Welches Signal wird damit an zukünftige potentielle Investoren gesetzt? Duisburg steht mit dem Rücken zur Wand? Mit Duisburg kann man das machen, d.h. in Sachen Prollinvests darf gerne an städtebaulicher Qualität gespart bzw. diese kurzfristig über Bord geworfen werden [Who the fuck is Norman Foster?]? Wir drücken ein Auge zu, denn "billich" das kennen, das wollen wir!
  • Da will man eine 500 000+ Metropole am Niederrhein sein, und spielt in Sachen Arbeitsplätze pro ha in einer Liga mit Landkreis-Coesfeld und der Niederlausitz. Mit "Städte"-Bau hat das rein gar nichts zu tun!
  • Ich habe fertig!
EDIT: So soll´s dann aussehen

Quelle: xtranews Nachrichten

Kurze Zusammenfassung der Projektpräsentation [Teilnehmer: Duisburger Stadtdelegation / Hr. Krieger/ Leiter des Möbeldiscounters]: Die von Foster vorgeschlagene Randbebauung, die in der Mitte die Grünfläche einschließt, hat Krieger über Bord geworfen. "Dieser Entwurf geht am Bedarf vorbei", begründet Krieger seine Stellungnahme. Er könne sich nicht vorstellen, dass Wohnungen zwischen Bahngleisen und Autobahn nachgefragt werden würden. Die dort geplanten Büroflächen lägen zudem deutlich über dem Bedarf des gesamten Ruhrgebietes [Krieger-Gruppe überrascht Duisburgs Politiker xtranews Nachrichten]

Klartext: Die Duisburger Abgesandten müssen sich vom Leiter eines süddeutschen Möbeldiscounters erklären lassen, wie Stadtentwicklungspolitik im Ruhrgebiet zu funktionieren habe. Dem ist an Dreistigkeit wohl nichts mehr hinzuzufügen!

siehe auch:
Duisburg: Möbelzentrum im Park | RP ONLINE
__________________
Ein Leuchtturm ohne Meer ist eine Bauruine!
nikolas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.05.10, 20:11   #23
Marthrax
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Marthrax befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Hier wurde schon viel geschrieben dem ich ausdrücklich zustimme.

Ein Punkt ist mir aber noch wichtig: Die Politiker sollten sich von den Grün- und Wasserflächen nicht täuschen lassen! Die Wasserflächen sind quasi eingeschlossen von Autobahn, Autobahnauffahrt und Hauptstraßen. Mit Erholungsflächen hat das nichts mehr zu tun, weil zuviel Lärm und Gestank den Genuss doch arg trüben! Sie dienen allein als optische Aufwertung des Möbelhausvorplatzes und sind damit bloß nutzlose Dekoration. Auch die beiden 12m hohen Aussichtshügel sind doch eine Farce angesichts einer danebenstehenden 40m hohen Lagerhalle. Da kann der Herr Krieger dann Gästen aus dem Möbel- und Logistik-Bereich erklären wie er es geschafft hat Duisburg für dumm zu verkaufen mit einem tollen Blick auf die Autobahn im Westen und die Lagerhallen im Osten der Fläche und im Hintergrund die Hochhäuser der Innenstadt.

Diese Planung steht daher nicht nur im Gegensatz zum Foster-Plan, sondern zu nahezu allem was man sich in den letzten 14 Jahren zu dieser Fläche überlegt hat, inkl. Grünem Ring etc. Wenn wir ernsthaft überlegen Logistik in unmittelbarer Innenstadtnähe zuzulassen, so wird ganz Deutschland über Duisburg lachen. Es mag zur Zeit eine Immobilienkrise geben und die Entwicklung einer solchen Fläche wird wohl garantiert mindestens 20 Jahre dauern, aber wenn wir dort nun Lagerhallen zulassen, so stehen die auch noch in 50 Jahren dort. Die Stadt würde ihre Zukunft verbauen!

Ich habe nichts gegen ein Möbelhaus (ohne Lagerhallen) im Süden der Fläche, wie ursprünglich geplant. Aber die jetztigen Pläne widersprechen sämtlichen städtebaulichen Potentialen dieses Ortes.

Ich habe keinen Zweifel, dass sich für das Unternehmen Hoeffner dieser Standort mehr als lohnen würde und dass es deshalb im ureigensten Interesse des Unternehmens liegt die Fläche schlechter zu reden um Duisburg zum einlenken zu bewegen. Glaubt ihnen kein Wort!

Die Politik hat die Möglichkeit mit einem Flächennutzungsplan die Nutzung des Geländes komplett oder teilweise zu bestimmen und kann hier gegen diese Pläne gegensteuern. Und wenn Herr Krieger nicht einsehen will, dass die Duisburger sich dort eine höherwertige Nutzung vorstellen, dann ist man eben so konsequent und weist die Fläche auf unbestimmte Zeit als Grünfläche aus, dann wird da gar nichts gebaut! Das wäre immerhin besser als Lagerhallen in der Innenstadt!

Und ein Wort an das Unternehmen, falls jemand mitliest: Ihr habt euch von Aurelis über den Tisch ziehen lassen und für teures Geld eine Fläche gekauft auf der ihr aber nicht das bauen könnt, was ihr euch vorgestellt habt. Herzlichen Glückwunsch! Da eine Vermarktung der Flächen für Dienstleistungen von einem Möbelunternehmen nicht zu erwarten ist gibt's für Hoeffner nur noch eine Option, verkaufen!
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Alt 15.05.10, 21:32   #24
architakt
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Auch ich sehe vieles so. Die Seen haben kein Erholungswert, da sie direkt zwischen Parkplätzen und A59 eingezwängt sind und keine attraktive Aussicht bieten. Die Idee, Wohngebiete in das Gebiet einzuflechten, sollte auch dazu dienen, keine leblosen Areale nach Geschäftszeiten entstehen zu lassen - obwohl die Seen erholsamer wären an (nichtverkaufsoffenen Sonntagen) und kein ständiges Anfahrtstreiben an den Parkplätzen. Von Grüner Ring kann auch nicht mehr die Rede sein. Die Fußwege sind ja markiert und der Weg zwingt sich besonders an einer Stelle im Warenannahme bereich durch (und eine Gebäudeerweiterung ist auch schon markiert). Keine Diusburger Freiheit mehr, sondern Duisburger Frechheit. Ich vermute leider, alle Parteien lassen sich durch baldige Gewerbesteuer locken (wurde ja gerade erhöht, und doch lässt sich Hoeffner nicht abschrecken zu kommen?). Also muss man Bürgermeinung deutlich machen. Ich habe schon Mails an Aurelis und Hoeffner verschickt. Lustig wäre es, die Fläche aus Protestgründen zur Loveparade aus Liebe zur Stadt nicht zu betreten - aber da würden vielleicht nur einige Duisburger mitmachen wollen. Von Politikern wünsche ich mir nun Mut, an Pläne und Ziele festzuhalten. Jürgen Dressler (Stadtentwicklung Duisburg) sagt schon seit Jahren gern, wie viele andere auch: das Gelände sei kostbarste und attraktivste Stelle in Deutschland oder gar Europa. Dressler meinte - allerdings vor Wirtschaftskrise -, es würde kein Problem sein, Investoren und Interessanten allein mit dieser Lage anzulocken, damit diese etwa dort Hochhäuser errichten. Jetzt werden es vielleicht Hohe Lagerhäuser mit Wassergraben. Schade
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Alt 15.05.10, 22:55   #25
architakt
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Als Nachtrag fiel mir noch ein Duisburger Vergleich ein: Der Büropark Asterlagen, einstiges Hoffnungsprojekt, auch mit Hochhausplänen. Ist ja inzwischen voller geworden mit kleinen Ansiedlungen. Aber vergleichbar ist ein wenig die Parkfuntion, die im Prinzip der Hoeffnerschen Parkkreation gleicht. Kleine Seen, ganz viel Kunst, auch Fontäne, ein schönes kleines Stück Park - aber wenig genutzt von den Bürgern, da es abseits von ihren Wohnorten liegt (und Bürger werden schon auch einen Weg zurücklegen müssen, um dann im Möbelpark sich an den See zu setzen, obwohl sie aus Neudorf doch lieber zum Sportpark gehen würden und aus der anderen Seite eher zum Innenhafen oder Rheinpark bei Erholungssuche). So wie der Asterlager Park für dort Arbeitende ein schöner Ort ist für die Pause, so wird der Möbelpark ein schöner Ort für die Kunden sein, bevor sie wieder ins nahe Auto steigen Richtung Düsseldof. Somit kein neues Quartier, sondern weiterer Industriepark(platz). Kein Ort für Duisburger, sondern für Geldausgeber von außerhalb. Ein Ort für Arbeit (von Duisburgern??), aber kein Ort für Leben in Duisburg.
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Alt 16.05.10, 23:15   #26
Dietmar.du
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Krieger hat das Gelände gekauft und kann, wie die Vergangenheit zeigt, ziemlich rigoros gegen die Stadt vorgehen, die eine Baugenehmigung verweigert oder die Planungen beeinflussen möchte.
Siehe z.B. http://www.welt.de/hamburg/article23...denersatz.html
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Alt 16.05.10, 23:29   #27
architakt
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In Hamburg hat die Stadt aber offenbar Krieger erst auch gewollt und die Planungen befürwortet und erste Schritte zur Umsetzung politisch ermöglicht. Das Signal steht in Duisburg ja noch aus. Die Duisburger Freiheit war in 3 Zonen gegliedert und nur für Zone 3 ganz im Süden ein Möbelhaus bislang denkbar. Zone 2 müsste nun wieder als Mischgebiet politisch ausgewiesen werden. Hier müsste eben die Stadt mutig bei ihrem Stand und geplanten Vorhaben bleiben. Nur weil jemand ein Grundstück kauft, darf er dort ja doch nicht alles planen - keinen Wolkenkratzer, wo es Maximalhöhen gibt, keine Industrie, wo nur Wohnbebauung zulässig ist, und eben auch kein Möbel-Krimskrams-Verkauf, wo rechtlich zur Zeit nur Büro und Wohnung möglich ist. Wenn die Stadt auch weiterhin dies so erhalten möchte, gibt es keinen Anhaltspunkt für Klage, sondern fehlende Überzeugungskraft von Krieger. Auch Krieger können Werbekriege verlieren, wenn sie auf verlorenen (Rest-)posten stehen.
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Alt 17.05.10, 23:52   #28
Duis.burg.er
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Duis.burg.er braucht man einfachDuis.burg.er braucht man einfachDuis.burg.er braucht man einfachDuis.burg.er braucht man einfachDuis.burg.er braucht man einfachDuis.burg.er braucht man einfach
Da ich am Wochenende wenig Zeit habe möchte ich jetzt noch kurz Stellung nehmen, vieles wurde ja bereits gesagt.
  • In Duisburg gibt es bereits einige kleinere Möbelhäuser, die mit dem geplanten Höffner-Bau sicherlich eine große Konkurrenz bekommen würden. Für die Kleinen würde es dann schwer zu überleben und das kostet wieder Arbeitsplätze. Somit würde die Zahl der im Endeffekt geschaffenen Stellen nicht bei den anvisierten 600 liegen. Gleiches gilt für die Gewerbesteuer, da hier an anderer Stelle verzichtet werden müsste.
  • In einer abgespeckten Version würde ich an anderer Stelle Höffner ja durchaus begrüßen. Mir würde da beispielsweise der Güterbahnhof in Hochfeld einfallen, der nicht weit vom Freiheitsgelände weg liegt. Dieser sollte nach der Duisburger Freiheit für Gewerbezwecke vermarktet werden. Hier wäre Höffner immer noch innenstadtnah gelegen und für Hochfeld wäre es sicherlich auch einen Gewinn. Dazu läge der Rheinpark in unmittelbarer Nähe, wo Erholung wahrscheinlich wäre, als in dem kleinen Park direkt neben der Autobahn.
  • Schade finde ich zudem, dass man seitens Aurelis absolut keine Geduld hatte. Beim Innenhafen wurde der Masterplan 1994 vorgestellt und es hat auch knappe 5 Jahre gedauert bis richtig Bewegung in die Entwicklung gekommen ist. Heute hat sich der Innenhafen bekanntermaßen zu einem Vorzeigeobjekt entwickelt und es sind dort immerhin 5.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Außerdem sollte man berücksichtigen, dass Duisburg nicht das Image als einer der Top-Adressen im Dienstleistungsbereich hat, wie etwa Düsseldorf oder gar Frankfurt, zudem gab es die bekannte Wirtschaftskrise. Da kann man von Aurelis‘ Seite nicht davon ausgehen, dass auf einmal die Investoren Schlange stehen. Mit ein bisschen mehr Geduld würden sich sicherlich Investoren finden lassen, was wiederum einen Schneeballeffekt zur Folge haben könnte...Da mir jetzt aber zu viele Konjunktive im letzten Satz stehen, beende ich das Gedankenspiel an dieser Stelle und kann nur hoffen, dass man eine Lösung im Sinne aller Beteiligten treffen wird!

Eine angenehme Nachtruhe wünscht euch

Der Duis.burg.er (Dominic)
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Alt 18.05.10, 12:37   #29
Turmbauer
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Turmbauer könnte bald berühmt werden
Mensch, dass ist ja keine gute Botschaft für Duisburg und das Ruhrgebiet. Da darf man enttäuscht sein. Ich denke, jeder von uns hier hat die Duisburger Freiheit als zweites erfolgreiches Großprojekt nach dem Innenhafen gesehen und jetzt wird diese Chance leichtfertig vertan. Ich frage mich, ob die Stadt wirklich nichts von dem Verkauf des Grundstückes gewusst hat oder Aurelis besseren Wissens, das es den Forster-Plan gibt, ohne Information an die Duisburger Stadtspitze ihre Sache einfach durchgezogen hat. Gut, die Bahntochter ist nicht dazu verpflichtet und hat angesichts der Wirtschaftskrise vermutlich ihre Felle davonschwimmen sehen, aber fair wäre es bei einem Gelände dieser Größenordnung in dieser Lage und den damit verbundenen Entwicklungsmöglichkeiten alle Male gewesen.

In Essen hat man den Fehler bereits gemacht und große Flächen in der Weststadt mit Möbelhäusern und einen Baumarkt zugekleistert. Dann hat man draus gelernt und macht unter Berücksichtigung einer langen Entwicklungszeit und besserer Vermarktungschancen die Brache am Berliner Platz zum Unipark. Es ist eben leichter, Unternehmer in einen schönen Park anstatt auf eine hässliche Brache zu locken. Genau diese Strategie sollte man auch in Duisburg verfolgen, dann hat die Duisburger Freiheit eine Chance, mit der Zeit verwirklicht zu werden.

Übrigens gäbe es dann noch eine Parallele: Auf der Brache in Essen, die jetzt zum Park wird, wurde vorher auch die Abschlusskundgebung der Loveparade veranstaltet, genau so wie es jetzt in Duisburg auf dem Güterbahnhof geschehen soll.

Gruss vom Turmbauer
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Alt 18.05.10, 13:09   #30
Philip
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Philip könnte bald berühmt werdenPhilip könnte bald berühmt werden
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Zitat von Turmbauer Beitrag anzeigen
Dann hat man draus gelernt und macht unter Berücksichtigung...
Leider wäre diese Strategie wohl nur möglich, wenn die Duisburger Wirtschaftsförderung das Gelände kaufen könnte. Der neue Eigner aber, würde sich den Verkauf sicherlich fürstlich entlohnen lassen und versuchen die entgangenen Einnahmen der kommenden Jahrzehnte geltend zu machen.
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