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Alt 18.05.10, 14:45   #31
Turmbauer
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Turmbauer könnte bald berühmt werden
^^^^#30

Gut, das hab ich übersehen. Dadurch, dass das Gelände schon verkauft ist, besteht diese Möglichkeit nun nicht mehr. Die Stadt hätte allerdings längst mit Aurelis über das Grundstück verhandeln müssen. Dann hätte man die Geschicke selbst lenken können und wäre von dieser kalten Dusche erspart geblieben.
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Alt 18.05.10, 15:10   #32
Schmittchen
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Tja. Wenn der Markt es nicht richtet und die Planungsinstrumente der Stadt nicht taugen oder - weitaus schlimmer - nicht genutzt werden, dann muss die öffentliche Hand wieder mit Steuerzahlers Geld Unternehmer spielen. Als wenn das nicht schon oft genug schwer in die Hose gegangen wäre. Damit sollte langsam mal Schluss sein.

Aurelis ist übrigens schon länger keine Bahntochter mehr, Turmbauer, der Lord heißt Foster und dass Aurelis von dessen Masterplan keine Kenntnis gehabt haben könnte, das glaubst Du ja wohl selber nicht.
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Alt 18.05.10, 15:51   #33
Turmbauer
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Turmbauer könnte bald berühmt werden
Ja mag sein, aber in Essen und beim Unipark scheint es ja zu funktionieren, dass die Kommune und die LEG mit Hilfe einer neugegründeten Grundstücksgesellschaft das Heft in die Hand nehmen und das gesamte Areal sukzessive vermarkten. Auch wenn man dies bez. öffentliche Hand und Steuergelder durchaus hinterfragen darf.

Das Aurelis nichts von den Foster-Plänen wusste, glaube ich auch nicht. Und gerade deshalb fändt ich es nicht fair, wenn das Unternehmen die Stadtspitze in Unkenntnis über den Verkauf des Grundstückes gelassen hätte. Weiter bin ich mir eben hier nicht sicher, ob die Stadtspitze ihrerseits nichts von den Verhandlungen respektive dem Verkauf des Grundstückes gewußt haben will.
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Alt 18.05.10, 16:04   #34
Philip
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Philip könnte bald berühmt werdenPhilip könnte bald berühmt werden
[Spekulationsmodus An]
Ich denke, dass die Vermarktung des ehem. Güterbahnhofs Essen-Nord deutlich früher als die, des Duisburger Güterbahnhofs begonnen hatte. Zu der Zeit hatte die Stadt Essen noch die Mittel das Gelände zu kaufen und wird so - hoffentlich - einen kleinen Gewinn aus der Vermarktung erzielen.
Ich habe so meine Zweifel, dass die Stadt Duisburg heute mit dem Angebot der Firma Höffner hätte mithalten können.
[Spekulationsmodus Aus]
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Alt 18.05.10, 20:04   #35
architakt
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architakt sitzt schon auf dem ersten Ast
aurelis hat Foster-Pläne doch mitgetragen und diskutiert, etwa noch zuletzt bei der Bürgerbeteiligung, als es um Fragen der Verkehrsführung usw. ging. (und bei der es die kritische Frage nach der Finanzierung und Unterhaltung der Parkanlagen ging - Höffner spielt ja hier eine Trumpfkarte aus). Außerdem wirbt und präsentiert ja aurelis mit dem Foster-Masterplan auf ihrer Projekt-Internetseite www.duisburger-freiheit.de

oh - wie ich gerade bemerkt habe, wird die Seite www.duisburger-freiheit.de gerade überarbeitet. Gestern etwa habe ich mir sie noch angeschaut mit all den Angaben zu Fosters Masterplan. Nun wird die Seite wohl zur Möbelseite umgebaut. In diesen Tagen werden von aurelis schnell und konseuqent Fakten geschaffen.
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Alt 28.05.10, 16:58   #36
Duis.burg.er
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Duis.burg.er braucht man einfachDuis.burg.er braucht man einfachDuis.burg.er braucht man einfachDuis.burg.er braucht man einfachDuis.burg.er braucht man einfachDuis.burg.er braucht man einfach
Nachdem es bereits innerhalb Duisburgs massive Kritik an den Krieger-Plänen gibt, wird Duisburg nun auch von außerhalb vor Kurt Krieger gewarnt, angeführt werden hierfür Beispiele aus Dresden und Hamburg. Ebenso äußert Ver.di. Bedenke bezüglich der Beschäftigtenzahl und des Arbeitsklimas.
  • Dresden: Ende der 90er Jahre ließ Kurt Krieger in Dresden ein Fachmarktcenter errichten, was er schnell zu einem Einkaufszentrum umbauen lassen wollte, den heutigen Elbepark. Jedoch sah der Bebauungsplan an der dieser Stelle keinen Einzelhandel vor, Priorität genoss die Innenstadt. Folglich stimmte der Dresdener Stadtrat gegen die Pläne. Krieger soll nicht locker gelassen haben und sich in der Stadt beliebt gemacht haben. Unter anderem habe er für den Wiederaufbau der Frauenkirche gespendet und den klammen Vereinen Dynamo Dresden und Dresdener Eislöwen unter die Arme gegriffen haben.* Außerdem soll er diversen Vereinen beigetreten sein, in denen vor allem Mitglieder des Stadtrates aktiv waren, um die nötigen Stimmen zu bekommen. Mit diversen weiteren Aktionen habe er schließlich einen Großteil des Stadtrates umstimmen können, so dass der Elbepark immer weiter wuchs. Eine Klage von Karstadt wurde übergangen, allerdings klagt zurzeit die Stadt Radebeul gegen die Änderung des Bebauungsplan. Ein weiterer strittiger Punkt ist, dass CDU und FDP in Dresden auf die Gewerbesteuer von Karstadt pochen, zufälligerweise liegt der Filiale in der Innenstadt und nicht im Elbepark. ABER! Was ich nicht verschweigen möchte, der Informant von www.derwesten.de möchte lieber anonym bleiben. Daher sollte man mit den Aussagen etwas vorsichtiger umgehen. Vielleicht wissen ja die Dresdener Mitglieder hier im Forum wie viel Wahrheit in den Aussagen steckt.
  • Hamburg: Laut Horst Becker, GAL-Mitglied in der Hamburger Bürgerschaft, gibt es bereits seit Jahren einen Streit mit Krieger, der im Stadtteil Eimsbüttel ein Möbelhaus errichten will. Er wird deutlich und sagt „Und wenn man Krieger einmal am Hals hat, wird man ihn nicht mehr los.“ Anlieger, die gegen ihn Klagen könnten, soll er aus den Häusern raus gekauft haben und ihnen neue Häuser gebaut haben. Außerdem soll es keine Interessenten mehr für die Brachflächen geben, da sie keine Lust auf Streitigkeiten mit Krieger haben. Da die Fläche bereits in Kriegers Besitz ist, sei es sehr wahrscheinlich, dass in absehbarer Zeit ein Hoeffner-Möbelhaus entstehen wird.
  • Ver.di: Die Gewerkschaft Ver.di warnt bereits davor, dass von den versprochenen 600 Arbeitsplätzen nach etwa sechs Monaten mindestens ein Drittel, wenn nicht sogar mehr, wieder wegfallen werden. Der Ver.di-Experte für die Möbelbranche, Rainer Reichenstetter begründet es damit, dass Höffner sich in der Anfangszeit kundennah zeigt, später würde diese Kundennähe stark nachlassen. Die Arbeitsbedingungen in Höffner Möbelhäusern sollen dazu schlecht sein. Laut Ver.di werden Dumpinglöhne gezahlt, außerdem müsse ein Teil des Gehaltes gerade in umsatzschwachen Monaten über Provisionen verdient werden, die unter den Mitarbeitern zu Konkurrenz und zur Entsolidarisierung führen soll. Um nicht ins Minus zu rutschen, müssten die Mitarbeiter zudem deutlich mehr arbeiten.
  • Quelle: www.derwesten.de vom 28. Mai 2010

* Ich habe mich schon gewundert, warum in den Kriegerplänen ausgerechnet die MSV-Arena als einziges Gebäude außerhalb der Freiheit besonders gekennzeichnet ist. (siehe hierzu die Grafik in Nikolas‘ Beitrag – Nr. 22) Der MSV Duisburg steckt im Moment in einer finanziellen Krise, hat zur Zeit neun Millionen Euro Schulden. Durch einen finanziellen Kraftakt, der Arena-Name wird unter anderem an Schauinsland-Reisen vermarktet, hat der MSV noch so gerade eben die Lizenz für die kommende Saison erhalten. Der Etat wird zudem dem eines Drittligisten entsprechen. So viel zur Situation der Zebras. Als ich das erste Mal die Pläne zum Kriegerplan gesehen habe, war mein erster Gedanke wegen der markierten MSV-Arena, ob er nicht den MSV sponsern will, um sich Freunde in der Stadt zu machen. Die Aussagen aus Dresden würden die These zusätzlich stützen.

Davon abgesehen finde ich die Anschuldigungen gegen Höffner/Krieger schon skandalös und kann nur hoffen, dass die Gegner übertreiben. Wenn nicht, würde ich ein derartiges Unternehmen überhaupt nicht in der Stadt haben wollen, schon gar nicht in dieser Lage. So ein Verhalten, wie es im Zeitungsbericht beschrieben wird, wäre an Egoismus und Hinterhältigkeit kaum zu überbieten. So ein Unternehmen nimmt schließlich Einfluss auf das Image einer Stadt...
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Alt 28.05.10, 17:18   #37
Schmittchen
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Muss das sein, Duis.burg.er, hier einen bunten Strauß an Spekulationen und bestenfalls Halbwahrheiten, eher aber Verunglimpfungen zu präsentieren? Reicht doch, wenn das in der Presse nachgelesen werden kann. Ich fände es besser, hier sachlich zu bleiben und sich an Tatsachen zu halten.
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Alt 28.05.10, 18:03   #38
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Natürlich „muss“ das nicht sein. Ich fand den Artikel interessant und die Anschuldigungen schon stark. Daher würde mich interessieren, ob irgendetwas an diesen Anschuldigungen dran ist und da könnten mir durchaus Forumsmitglieder aus Hamburg oder Dresden helfen. Und ich habe mir gedacht, dass das andere User vielleicht auch interessieren könnte.

Natürlich hätte ich auch dazu nur den Link posten und fragen können, ob was an den Gerüchten dran ist. Allerdings habe ich hier mal in einem Thread (weiß leider nicht mehr welcher) eine Anmerkung der Moderation gelesen, als jemand nur den Link gepostet hat. Da die Artikel nach einiger Zeit gelöscht werden, wäre es gut, diese mit eigenen Worten zusammenzufassen, damit man noch nach der Löschung des Artikel den jeweiligen Post nachvollziehen kann. Deswegen habe ich den Artikel zusammen gefasst.
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Alt 28.05.10, 19:45   #39
nikolas
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nikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiell
Natürlich bleibt das posten eines reinen Links auch weiterhin eine Frechheit gegenüber den anderen Lesern hier im Forum; und ist im Umkehrschluss das ausführliche Zusammenfassen und Posten eines Zeitungsbeitrages immer löblich.
Allein, es geht hier um die Inhalte. Und da kommt man schnell vom Höckschen aufs Stöckschen... [Ganz abgesehen davon, dass ich persönlich Spekulationen jedweder Art spinnefeind bin und im Forum bereits im Keim zu unterbinden pflege.]
Dass das Krieger-Invest in keinster Weise städtebaulichen Ansprüchen genügt, hierüber herrscht ja durchgehend Einigkeit. Und dafür wurden ja bereits vielfälltige und gewichtige Argumente ins Feld geführt, um seiner Empörung über die angekündigte Bebauung des Areals stichhaltig Ausdruck zu verleihen.
Dabei sollten wir es denn aber auch belassen. Will heißen: Selbst wenn der Krieger Philantroph wär, würde die Erwähnung dieses Sachverhaltes einfach zu weit weg vom eigentlichen Kerngedanken des DAF führen: Dieses beschäftigt sich bekanntlich mit Gestaltungsfragen in Sachen Architektur, Städte- und Landschaftsbau.
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Alt 29.05.10, 03:03   #40
dj tinitus
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dj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nettdj tinitus ist einfach richtig nett
das mag stimmen. andererseits bleiben unwesentliche beiträge, welcher mieter in welche immobilie einzuziehen gedenkt, in der regel unbeanstandet.

in bezug auf die duisburger krieger-pläne war ich selbst schon kurz davor, die in dresden gemachten erfahrungen zu erwähnen. zur eröffnung des erweiterten elbeparks stand vor wenigen wochen in der sächsischen zeitung dresden ein fast ganzseitiger artikel (redakteurin bettina klemm) unter der überschrift "die stadt verkauft sich an einen investor". darin wurden die in #36 erwähnten strategien aufgelistet. ausserdem wurde angeführt, wie krieger das damals bestehende erweiterungsverbot umging, indem er grundstücke auf der gegenüberliegenden strassenseite kaufte und dort weitere verkaufsflächen schuf.

jegliche sonstigen bewertungen aussen vor gelassen, haben derartige unternehmensstrategien im endeffekt durchaus einen städtebaulichen bezug. (wer die brachen in der dresdner innenstadt kennt, wird kaum leugnen können, dass der ausbau des elbeparks am stadtrand vom fachhandelszentrum zu sachsens zweitgrösstem einkaufszentrum durchaus eine hemmende wirkung für die weitere verdichtung des stadtzentrums hat.)

dabei ist es vor allem die art und weise des grundstückserwerbs - wie sie gerade die stadt duisburg erlebt - welche die frage aufwirft, ob baudezernenten und städteplaner oder doch gewiefte investoren die stadtentwicklung bestimmen.

zumindest muss man kein prophet sein, um zu erahnen, dass auf den bereits vorgesehenen "erweiterungsflächen" des höffner-geländes zeitnah zentrumsrelevanter einzelhandel angesiedelt werden würde.

falls es später gestattet sein wird, über die weitere entwicklung der duisburger innenstadt zu diskutieren, sollte man die derzeitigen weichenstellungen zumindest auch als solche kenntlich machen.
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Alt 29.05.10, 06:22   #41
nikolas
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nikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiellnikolas ist essentiell
Zitat:
Zitat von dj tinitus Beitrag anzeigen
das mag stimmen. andererseits bleiben unwesentliche beiträge, welcher mieter in welche immobilie einzuziehen gedenkt, in der regel unbeanstandet.
Das mögen andere anders handhaben, bei mir finden solche Debatten im
Wer kommt? Wer geht? Wohin? - Thread eine neue Heimat.

Zitat:
falls es später gestattet sein wird, über die weitere entwicklung der duisburger innenstadt zu diskutieren, sollte man die derzeitigen weichenstellungen zumindest auch als solche kenntlich machen.
Weichenstellungen und Unternehmensstrategien, sofern diese städtebauliche Wirksamkeit erlangen können, werden in diesem Thread doch bereits in vielfälltigster Weise diskutiert. Dort wo wir hingegen im Reich der Spekulation landen, wird dies eben durch die Moderation auch kenntlich gemacht.
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Alt 11.06.10, 16:22   #42
Duis.burg.er
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Die „Duisburger Freiheit“ ist tot, lang lebe der „Duisburger Park.“ So oder so ähnlich könnte man Kurt Kriegers neue Pläne für das Gelände am alten Güterbahnhof deuten. Laut der Duisburger Bürgerzeitung „Duisburgweb“ reagiert Krieger damit auf die erhebliche Kritik an seinen ersten Plänen für das geplante Möbelhaus samt Parkanlage. Der neue Plan sieht in der Mitte ein hochwertiges Möbelzentrum vor, im Norden Bürogebäude und im Süden einen großen Park, der namensgebend für das Projekt ist. Auf Wohnbebauung und Logistik wird verzichtet. Anzumerken ist zudem, dass Krieger das ganze Grundstück erworben hat! Einen Überblick über den Plan gibt es hier.
Nun einige Fakten zu den Bauelementen:
  • Möbelzentrum
Im Vergleich mit den Nachbarstädten und –kreisen weißt Duisburg bekanntermaßen eine geringe Kaufkraft auf. In Kriegers Augen fehle in all diesen Städten und Kreisen ein großes und modernes Einkaufszentrum, weshalb er mit Hilfe eines Möbelzentrums die Kaufkraft Duisburgs steigern will. Hierzu soll ein Einrichtungszentrum mit etwa 48.000 Quadratmeter Verkaufsfläche errichtet werden, verteil auf zwei oder drei Häuser. Hinzu kämen 900 Parkplätze, die Investitionen lägen bei etwa 100 Millionen Euro. Laut dem Plan könnten die Möbelhäuser so aussehen.
  • Stadtpark
Auf den Park soll nicht verzichtet werden, da es in der Innenstadt zu wenig Grün gebe. Dieser soll in Form einer kleinen Hügellandschaft entstehen und viel Wasserflächen aufweisen. Im Park sollen sowohl ein Café und ein kleines Theater entstehen, außerdem soll es eine Verbindung bis runter zum Wedaustadion geben. Das Unternehmen Krieger sei bereit den Park selbst zu pflegen, mit Hilfe des Park soll die „Möbelmeile“ ständig attraktiv sein.
  • Bürobebauung
Die Bürobebauung soll deutlich abgestuft , jedoch nicht ganz aufgehoben werden. Gründe hierfür seien die geringe Büronachfrage am Standort Duisburg, die Wirtschaftskrise, die Leerstandssituation an Rhein und Ruhr und die fehlende Nähe zum Wasser wie am Innenhafen.
  • Wohnen
Laut Krieger soll es keine Wohnbebauung auf dem alten Güterbahnhofsgelände geben, da es mit der modernen Stadtentwicklung nicht in Einklang zu bringen sei, Wohnungen zwischen Autobahn und Bahnanlagen zu schaffen.
  • Logistik
Auf Logistik im Innenstadtbereich soll verzichtet werden, da es gerade wegen dieser Überlegungen erhebliche Kritik gab. Auf Duisburgweb gibt es Überlegungen des Autors, die Logistik eventuell in Hochfeld auf dem Marktkaufgelände anzusiedeln.
  • Arbeitsplätze
Insgesamt sollen im Möbelzentrum 400 Arbeitsplätze entstehen. Krieger reagierte auch auf eine Kritik aus Dresden, wonach unqualifizierte Teilzeitkräfte eingestellt würden. Das Personal soll qualifiziert sein, dauerhaft an den Standort Duisburg gebunden werden und auch ganztägig arbeiten. Als Aushilfskräfte würden nur Schüler eingesetzt.
  • Eigene Meinung und Kritik
Zunächst einmal finde ich es löblich, dass Krieger sich die Kritik aus Duisburg zu Herzen genommen hat und die Pläne komplett überarbeitet hat. Der großzügige Park ist einladender als in den ersten Planungen, als dieser direkt an der Autobahn gebaut werden sollte. Außerdem finde ich es gut, dass es kein 08/15-Möbelhaus werden soll, sondern entsprechend der Lage architektonisch besser, wobei ich für eine abschließende Meinung zur Architektur weiter Bilder abwarten möchte. Das die Logistik nicht in die Innenstadt kommen soll ist zudem positiv anzumerken!

Im Artikel der Duisburger Bürgerzeitung sind Zahlen zu finden, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Beispielweise soll Duisburg eine Kaufkraft von 95,5 % besitzen, neulich war aber nachzulesen, dass dank des Forums die Kaufkraft in Duisburg bei 102 % liegen würde. Was mich auch wundert, dass Oberhausen trotz Centro laut Krieger nur eine Kaufkraft von 97,7 % haben soll! Angeblich hätten unsere Nachbarstädte kein modernes Einrichtungszentrum, mir würden da aber wenigstens Schaffrath in Krefeld und Rück in Oberhausen einfallen. Ebenso wenig kann ich die Zahlen zum Büromarkt nicht nachvollziehen. Angeblich soll es einen erheblichen Büroleerstand geben, dabei hatte Duisburg mit unter 3 % den geringsten Leerstand in der Städte Region Rhein-Ruhr. Die Zahl von 400 Arbeitsplätzen ist natürlich nicht besonders herausragend. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie viele Arbeitsplätze in die Büros einziehen werden, hier fehlen allerdings die Angaben.

Zum Abschluss sei noch zu sagen, dass die CDU Duisburg schon bedenken an diesem Plan geäußert hat, weil sie es für ein Filetstück der Stadtentwicklung hält und dort kein großes Möbelzentrum haben will. Krieger hat schon „angedroht“, wenn die Stadt den Plänen nicht zustimmt, dann würde der Stadt die Brache erhalten bleiben...
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Alt 11.06.10, 22:56   #43
Marthrax
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Marthrax befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von Duis.burg.er Beitrag anzeigen
Zum Abschluss sei noch zu sagen, dass die CDU Duisburg schon bedenken an diesem Plan geäußert hat, weil sie es für ein Filetstück der Stadtentwicklung hält und dort kein großes Möbelzentrum haben will. Krieger hat schon „angedroht“, wenn die Stadt den Plänen nicht zustimmt, dann würde der Stadt die Brache erhalten bleiben...
Das klang aber nicht nach "angedroht". Er meinte das Gelände zu entwickeln würde in diesem Fall den zukünftigen Generationen obliegen, da er im Moment keine andere Entwicklungschance sieht (und in der Tat stehen die Investoren eben nicht Schlage). Trotzdem sind diese überarbeiteten Pläne durchaus vorzeigbar und vorrausgesetzt die Architektur stimmt, sollten attraktive Folgeansiedlungen durchaus im Bereich des Möglichen sein. Auch ganz interessant ist, dass mit dem Park im Süden auch für zukünftige Generationen eine Möglichkeit bleibt dort hochwertige Ansiedlungen vorzunehmen. Auf der Zeichnung kann man sich die Bebauungsriegel der Duisburger Freiheit förmlich vorstellen.

Alles in allem ist dieser Plan also eigentlich wie die Duisburger Freiheit, nur dass das Möbelzentrum direkt an die Autobahnauffahrt kommt (was sinnvoll ist) und der Park noch größer ist als ursprünglich geplant aber mit der Option dort in 10 oder 20 Jahren (falls notwenig) auch Büroansiedlungen tätigen zu können. Bis dahin sollte auch erstmal der Bereich nördlich der Koloniestraße entwickelt werden und dort will die Aurelis weiterhin Büros habe.

Die Ablehnung der CDU erkläre ich mir eher so:
1) Kein Plan vom neuen Plan
oder 2) Klientelpolitik für die IHK und ihre Mitglieder, welche dort grundsätzlich keinen Möbelmarkt mit breitem Sortiment haben wollen (wegen der Konkurrenz).

Die neuen Pläne sind jedoch so überzeugend (z.B. auch die Logistik in Hochfeld zu errichten, was den Bau der Umgehungsstraße Hochfeld stark beschleunigen könnte), dass es summa summarum für Duisburg ein großer Gewinn wäre. Selbst die Radfahrer des ADFC sollten sich mit dem Duisburger Park glücklich schätzen, denn besser wird man den Grünen Ring in den nächsten Jahrzehnten kaum umsetzen können!
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Alt 12.06.10, 08:53   #44
HansBambel
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Aber ohne Randbebauung wird der Park, durch Autobahn und Zugverkehr, nicht gerade eine Ecke zum erholen und verweilen werden; lediglich ein Durchgangspark wie der Kantpark in der Innenstadt. Oder wird der neue Flüsterasphalt die Dezibelzahlen auf moderates Niveu sinken lassen?
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Alt 13.06.10, 13:55   #45
Marcel
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Ein weiteres Problem das ich sehe ist, dass durch diese Planung die Innenstadt nicht wirklich gestärkt würde. Gerade weil das Möbelzentrum direkt an der Autobahn läge, würde sich die Kundschaft von der Autobahn aus zum Möbelmarkt und danach wieder umgekeht bewegen. Da hat die Innenstadt rein garnichts von.
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