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Alt 13.03.08, 14:42   #31
LugPaj
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http://www.property-magazine.de/berl...sen-10446.html

Berlin hat lauf einer Erhebung anscheinend 22,5 Mio qm Bueroflaeche. Das ist um einiges mehr, als man von den bisherigen Zahlen kennt (welche etwa bei 17-18 Mio lagen, glaub ich).
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Alt 13.03.08, 15:33   #32
iconic
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Aufschlussreiche Informationen, danke. 22,5 Mio qm sind wirklich sehr viel und eine Leerstandsquote von 8-9 Prozent ist nicht besonders hoch. Wie kann es dann sein, dass die Wirtschaftsleistung so gering ist?
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Alt 13.03.08, 16:15   #33
PhilippK
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Zitat:
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Wie kann es dann sein, dass die Wirtschaftsleistung so gering ist?
Ich zitiere einfach mal aus dem Artikel aus dem Property Magazin: "Allein die Kreativwirtschaft ist innerhalb von fünf Jahren um 30 Prozent gewachsen und mit 244 Call Centern gehört die Hauptstadtregion zu den führenden Standorten in Europa."

Die "Kreativwirtschaft" - was auch immer sich dahinter so alles verstecken soll und Call Center sind nun mal nicht so leistungsfähig wie z.B. große Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, wie sie z.B. in München, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart oder Köln anwesend sind.
Selbst 1.000 Call Center erreichen nicht die Wirtschaftskraft, die eine Zentrale eines Großkonzerns (z.B. die DAX - Unternehmen) erzielt.

Desweiteren muss man beachten, dass Berlin der Regierungssitz ist und auch zahlreiche weitere (nicht)staatliche Organisationen ansässig sind.
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Alt 13.03.08, 20:57   #34
iconic
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Danke, PhilippK, für die aufschlussreichen Erklärungsansätze, so klingt das in der Tat plausibler - daher vermutlich auch der starke Anstieg der Zeitarbeitsverträge in Berlin in den letzten Jahren. Man bekommt allerdings fast den Eindruck einer "Zweiklassengesellschaft" unter den Dienstleistungsstandorten (hier Niedriglohn-Callcenter, da Hochlohn-Konzernzentralen), oder ist dieser Gedanke zu drastisch?
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Alt 05.04.08, 16:06   #35
LugPaj
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1. Quartalszahlen fuer den Bueroumsatz:

Muenchen: 236.000 m² (+24 %)
Frankfurt: 116.000 m² (+59 %)
Düsseldorf 113.000 m² (+14 %)
Hamburg 113.000 m² (-22 %)
Berlin 78.000 m² (+10%)
Köln 68.000 m² (+79 %)

Ziemlich gute Zahlen fuer Muenchen (mehr als doppelt so viel Umsatz, wie Platz 2, allerdings sanken eigtl ueberall die Leerstaende, nur in Muenchen wuchsen sie leicht.)

http://www.property-magazine.de/deut...ent-10808.html
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Alt 05.04.08, 21:26   #36
houselast7
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houselast7 könnte bald berühmt werden
^ Meine Güte, es wird nun allerhöchste Eisenbahn für neue Bürotürme in Frankfurt. +59% Wachstum und 9% Rückgang bei den Leerständen sprechen eine eindeutige Sprache. Ideale Bedingungen für das Hochhausklima in Frankfurt.
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Alt 06.04.08, 00:29   #37
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+59% sind super Zahlen, aber fuer ein Quartal wuerde ich das noch nicht so hoch haengen. 1-2 Grossabschluesse und dieses Wachstum ist schnell zusammen, das kann im naechsten Quartal schon wieder ganz anders aussehen.
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Alt 10.04.08, 07:42   #38
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^^ Ja, bei Quartalen ist leicht ein Ausreißer (nach oben oder unten) dabei.

Hier ist der von LugPaj zitierte Bericht im Volltext:

Zitat:
03/04/2008 - Büromarkt Deutschland 1. Quartal 2008: Umsatzplus von rund 17 Prozent

Frankfurt – An den acht deutschen Bürostandorten Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig und München wurden im ersten Quartal 2008 766.000 Quadratmeter Bürofläche umgesetzt – ein Plus von rund 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert (656.000 m2). Dies ergibt eine Analyse von Atisreal, Deutschlands führendem Berater für Gewerbeimmobilien.

Mit Ausnahme von Hamburg und Leipzig verzeichneten alle Standorte teilweise erhebliche Umsatzsteigerungen gegenüber dem 1. Quartal 2007. Sowohl in Hamburg als auch in Leipzig ist der verhaltene Jahresauftakt auf noch fehlende Großabschlüsse zurückzuführen. So konnte in Hamburg noch kein Vertragsabschluss über 5.000 Quadratmeter registriert werden. Den mit Abstand größten Flächenumsatz erzielte München mit 236.000 Quadratmetern (+24 %), gefolgt von Frankfurt mit 116.000 Quadratmetern (+59 %) sowie Düsseldorf (+14 %) und Hamburg (-22 %) mit jeweils 113.000 Quadratmetern. Die höchste relative Steigerung verzeichnete Köln mit einem Ergebnis von 68.000 Quadratmetern (+79 %). Auch in Berlin war ein Umsatzplus von 10 Prozent auf 78.000 Quadratmeter zu beobachten. „Der Jahresauftakt unterstreicht die gute Verfassung der deutschen Büromärkte. Wir erwarten noch eine ganze Reihe von großen Vertragsabschlüssen, die sich bereits in Verhandlung befinden. Zudem rechnen wir mit einer insgesamt lebhaften Nachfrage. Daher erwarten wir für 2008 ein ähnlich gutes Ergebnis wie im Vorjahr. An einigen Standorten wird der Flächenumsatz sogar höher ausfallen“, erläutert Peter Rösler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Atisreal Deutschland.

Der Leerstand hat sich in den letzten zwölf Monaten um gut 3 Prozent verringert. Lediglich in München sind die Leerstände gestiegen, alle anderen Standorte konnten den Leerstand teilweise deutlich abbauen, zum Beispiel Frankfurt (-9 %), Köln (-14 %) oder Essen (-18 %). Unter Marktaspekten besonders wichtig ist der erheblich stärkere Rückgang der modernen Leerstandsflächen, die sich über alle Standorte betrachtet um fast 12 Prozent verringerten.

Die gute Marktverfassung hat an den meisten Standorten auch die Spitzenmieten steigen lassen. Mit Zuwächsen zwischen 6 und 8 Prozent in den letzten zwölf Monaten konnten Berlin, Frankfurt, München und Hamburg aufwarten. „Aufgrund der weiterhin sehr guten Nachfragesituation und eines rückläufigen Angebots im hochwertigen Flächensegment, weist das Mietpreisniveau an mehreren Standorten weiteres Steigerungspotenzial auf“, erklärt Rösler.
Pressemitteilung: Atisreal
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"Die technischen Gründe, mit denen einst das System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gerechtfertigt wurde, sind heutzutage weitgehend verblasst." Wiss. Beirat beim BmF
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Alt 18.06.08, 16:33   #39
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Der Fernsehsender NTV berichtet über den Berliner (Büro-)-Immobilienmarkt. Das ungewöhnlich niedrige Preisniveau des begrenzten Angebots bei steigender bzw. konstanter Nachfrage mache den Markt sehr attraktiv für internationale Investoren.

Büromarkt Berlin:
Spitzenmiete: 23 Euro
Leerstand: 9 Prozent
Mietrendite: 5 Prozent

Quelle:http://www.n-tv.de/Immobilienmarkt_H...07/977203.html
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Alt 04.07.08, 16:51   #40
Echnaton
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Der erste große Halbjahrsbericht:

Zitat:
04/07/2008 - Atisreal veröffentlicht Büromarkt-Zahlen für das erste Halbjahr 2008

Neuer Rekord beim Flächenumsatz


Gut 1,82 Millionen Quadratmeter Bürofläche wurden an den neun wichtigsten deutschen Bürostandorten Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart im ersten Halbjahr 2008 umgesetzt. Im Vergleich zu 2007 (1,6 Mio. m²) stieg der Flächenumsatz um 11 Prozent. Damit wurde ein neues Rekordergebnis erzielt, das sogar noch über den Werten vom Anfang des Jahrtausends liegt. Dies ergibt die Halbjahresanalyse von Atisreal, Deutschlands führendem Berater für Gewerbeimmobilien.

„Der neue Rekord unterstreicht, dass die Büromärkte in Deutschland intakt sind und der Aufschwung erwartungsgemäß anhält“, betont Peter Rösler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Atisreal Deutschland. Erfreulich ist vor allem, dass die hohen Umsätze nicht von wenigen Großverträgen abhängen. Abschlüsse mit mehr als 10.000 Quadratmetern Bürofläche machen nur gut 14 Prozent des Gesamtumsatzes aus (1. Halbjahr 2007: 20 %) – die sehr lebhafte Nachfrage erstreckt sich also auf alle Marktsegmente. „Trotz der schwierigen weltwirtschaftlichen Bedingungen ist die deutsche Wirtschaft so gut aufgestellt wie schon lange nicht mehr. Davon profitieren auch die Büromärkte“, so Rösler.

In München wurden mit 400.000 Quadratmetern die meisten Büroflächen umgesetzt (plus 8 %). Frankfurt legte mit 296.000 Quadratmetern gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich zu (plus 47 %). Mit 238.000 Quadratmetern verbuchte auch Berlin eine deutliche Steigerung um fast 23 Prozent – obwohl kein Großvertrag über 10.000 Quadratmeter im ersten Halbjahr abgeschlossen wurde. Spürbare Anstiege waren darüber hinaus in Düsseldorf (220.000 m², plus 6 %), Stuttgart (103.000 m², plus 18 %) und Essen (88.000 m², plus 7 %) zu beobachten. Leichte Einbußen gegenüber dem Rekordergebnis von 2007 mussten Hamburg (287.000 m², minus 3 %) und Köln (155.000 m², minus 4 %) hinnehmen. Trotzdem wurden Flächenumsätze erzielt, die im langjährigen Vergleich überproportional ausfielen. Lediglich in Leipzig war der Rückgang etwas deutlicher (37.000 m², minus 16 %).

Leerstände rückläufig

An den neun analysierten Standorten ist der Leerstand seit Mitte 2007 insgesamt um 4 Prozent zurückgegangen. Im wichtigsten Marktsegment der modernen Leerstände reduzierte sich das Flächenangebot sogar um 14 Prozent, wogegen die unsanierten Leerstandsflächen sogar noch leicht zunahmen. „Der seit Längerem zu beobachtende Trend eines beschleunigten Abbaus der besonders nachgefragten, modernen Büroflächen gewinnt aktuell an Fahrt. Er wird auch in der zweiten Jahreshälfte anhalten, weil für die Mieter eine sehr gute Flächenqualität mittlerweile ein Muss ist“, betont Rösler.

Gleichzeitig ist das Volumen der Flächen im Bau in den letzten zwölf Monaten um 17 Prozent auf aktuell 2,6 Millionen Quadratmeter gestiegen. „Aufgrund der zunehmenden Projektanmietungen ist bereits über die Hälfte davon vergeben. Der Bedarf an neuen, hochwertigen Flächen ist also weiterhin vorhanden“, unterstreicht Rösler.

Mieten für moderne Büros weiter im Aufwind

Die dynamische Marktenwicklung spiegelt sich auch in den Mieten wider. Mit Ausnahme von Leipzig und Stuttgart sind die Spitzenmieten seit Mitte 2007 an allen Standorten gestiegen. Am deutlichsten fiel der Zuwachs in München (34,50 €/m²) mit gut 11 Prozent aus. Starke Anstiege verzeichneten auch Essen mit 9 Prozent (13,30 €/m²), Frankfurt mit über 7 Prozent (37,50 €/m²), Düsseldorf mit fast 7 Prozent (23,50 €/m²) und Berlin mit knapp 6 Prozent (22,00 €/m²). Aber auch Hamburg (25,00 €/m²) und Köln (21,00 €/m²) mit jeweils rund 4 Prozent gestiegenen Höchstmietpreisen folgen dem generellen Trend.

Aufschwung geht weiter

„Auch für die zweite Jahreshälfte liegen bereits umfangreiche Gesuche vor, sodass wir weiterhin hohe Flächenumsätze erwarten können“, ist sich Rösler sicher. „ Der Wettbewerb um hochwertige Büros in zentralen innerstädtischen Lagen wird anhalten, womit die modernen Leerstandsflächen weiter abnehmen werden. Deshalb erwarten wir in einigen Teilmärkten auch noch steigende Mieten. Für das Gesamtjahr 2008 bestehen gute Aussichten, den bereits hervorragenden Flächenumsatz des Vorjahres noch zu überbieten“, fasst Rösler die Aussichten zusammen.

Tabelle dazu
Pressemitteilung: Atisreal
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Alt 09.07.08, 12:19   #41
Echnaton
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JLL berichtet ebenfalls

Zitat:
Frankfurt, 4. Juli 2008 – Diese Woche wurde ein renommierter Wirtschaftswissenschaftler gefragt, ob der weltweite Wirtschaftsabschwung an Deutschland vorbei geht. Die Antwort fiel deutlich aus. Nein. Allerdings signalisieren die Daten zum Bürovermietungsmarkt im ersten Halbjahr 2008 Gegenteiliges. Verwunderlich? Ja. Überraschend? Nein, folgt der Vermietungszyklus doch zeitversetzt den allgemeinen ökonomischen Entwicklungen. Dass sich die deutsche Wirtschaft im Verlauf der letzten Wochen eher rückläufig bewegt scheint mittlerweile Konsens zu sein. Zu stark belastet das Amalgam aus Finanzkrise, hohem Ölpreis, Inflation, steigenden Zinsen und starkem Euro Unternehmen und Konsumenten. Noch hat der Bürovermietungsmarkt Schonzeit. Die Frage nach dem „wie lange“ gleicht dem berühmten Blick in die Glaskugel. Der Blick zurück fällt leichter und da zeigen die Fakten, dass sich das abgelaufene Quartal/Halbjahr bisher als äußerst resistent erwiesen hat. Und dies, obwohl zum Ende des ersten Halbjahres „nur“ noch der Arbeitsmarkt als exogener Nachfragetreiber übrig geblieben ist, während dessen sich die im ifo-Index befragten Unternehmen mehrheitlich eher skeptisch hinsichtlich der eigenen Geschäftsaussichten äußern - ein erstes Zeichen dafür, dass es nun auch an der Vermietungsfront langsam zu bröckeln beginnt? Noch nicht. Immerhin ist die Zahl der Arbeitslosen mit Stand Ende Juni auf ein neues 15-Jahrestief gesunken, oder positiv für den Büromarkt formuliert: die Beschäftigtenzahl ist weiter gestiegen - gegenüber dem Vorjahresmonat nahm deutschlandweit die Zahl der Erwerbstätigen um 619.000 (+1,6 %) zu - und sorgte so für positive Impulse auf der Nachfrageseite.

Die Wachstumsprognosen für das Gesamtjahr 2008 haben sich paradoxerweise seit Beginn des Jahres kontinuierlich verbessert - trotz Inflations- oder Stagflationsängste. Laut consensus dürfte die deutsche Wirtschaft um 2,2 % wachsen. Angesichts der angespannten Lage ursächlich für diesen kräftigen Wachstumsschub ist das wachstumsstarke erste Quartal.

Im gleichen Maße aber wie die Prognosen für 2008 erhöht wurden, wurden die Erwartungen für 2009 relativiert und liegen nun bei 1,3 %. Zumindest vor diesem Erwartungshorizont ist der wirtschaftliche Wendepunkt bereits überschritten. Die Schwächephase hat zwar begonnen, es gibt aber derzeit keine Gründe für eine Rezessionspanik.

Zur Halbzeit eines der besten Umsatzergebnisse erzielt
Die sechs deutschen Immobilienhochburgen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart) nutzten die Steilvorlage aus dem ersten Quartal und setzten auch in den Monaten April bis Juni ihren erfreulichen Offensivdrang fort. Damit wurde im gesamten ersten Halbjahr mit einem über alle Städte kumulierten Umsatzvolumen (Vermietungen und Eigennutzer) in Höhe von knapp 1,5 Mio. m² das bereits sehr gute Vorjahresergebnis sogar noch einmal übertroffen werden. Ohne Stuttgart (quartalsweise Datenerfassung erst seit 2008) schlägt ein Umsatzplus in Höhe von über 9 % zu Buche und der Umsatzdurchschnitt der vergangenen fünf ersten Halbjahre wurde sogar um fast ein Drittel übertroffen.
„Die positiven Signale vom Arbeitsmarkt in Kombination mit den immer noch vorhandenen Unternehmensinvestitionen sorgen dafür, dass die gesamtwirtschaftliche Schwächephase noch nicht auf die Nutzermärkte übergegriffen hat,“ so Helge Scheunemann, Leiter Research Jones Lang LaSalle Deutschland. Und weiter: „Der Vermietungsmarkt wird solange funktionieren, bis sich die Beschäftigtenzahlen wieder rückläufig entwickeln werden“.

Auffällig ist der hohe Umsatzanteil in projektierten oder im Bau befindlichen Gebäuden. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Nachfrage für bestimmte Ausstattungsstandards, Lagen und Größen in Bestandsobjekten derzeit nicht erfüllt werden kann.

Während München mit einem Umsatzvolumen von 393.000 m² weiterhin die Rangliste anführt und gegenüber dem Vorjahreszeitraum sich auf diesem hohen Niveau stabilisierte, konnten alle anderen Städte Umsatzzuwächse verbuchen. Interessanterweise weisen mit Berlin (234.000 m², +15 %) und Frankfurt (274.000 m², +26 %) genau die Städte das kräftigste Plus gegenüber dem 1.Halbjahr 2007 auf, die noch sehr verhalten in das Jahr 2008 gestartet waren. In Frankfurt konnten die erhofften großflächigen Vermietungen unter Dach und Fach gebracht werden, selbst der verschobene Bau für die neue EZB-Zentrale konnte der Dynamik keinen Abbruch tun. Denn definitorisch fallen diese 70.000 m² erst dann in die Umsatzstatistik, wenn mit dem Bau begonnen wird. Und die Banken? Deutete sich noch im ersten Quartal ein signifikantes Abflauen der Anmietungsaktivitäten dieses Sektors an, muss man nun konstatieren, dass sich dieser Trend nicht bestätigt hat. Mit einem Anteil am Vermietungsvolumen in Höhe von 41% waren sie die mit Abstand aktivste Branche im ersten Halbjahr.

Auch Hamburg konnte im 2.Quartal kräftig zulegen und die noch in den ersten drei Monaten vermissten Großabschlüsse jenseits der 5.000 m²-Marke wurden in den vergangenen Wochen unterzeichnet, so dass im Halbjahresvergleich ein Umsatzplus von 6 % notiert werden konnte.

Leerstand sinkt weiter
Im Zuge der guten Nachfragesituation haben sich die Leerstände sowohl im Einjahresvergleich als auch innerhalb der letzten drei Monate in jeder der sechs Hochburgen weiter abgebaut. Das Gesamtleerstandsvolumen (inkl. Untermietflächen) in den Big 6 ist innerhalb der letzten drei Monate um rund 164.000m² zurückgegangen (- 2 %) und beträgt derzeit 6,9 Mio. m². Die durchschnittliche Leerstandsquote für alle sechs Städte zusammen liegt bei 8,9 % und sank damit um weitere 20 Basispunkte.
„Der Anteil der von den Mietern auch weiterhin favorisierten Flächen mit einem hochwertigen Ausstattungsstandard (A-Flächen) liegt stabil bei etwas unter 30 % des Leerstandes. Daran wird sich erst etwas ändern, wenn die Mieten für diese Flächen soweit steigen, dass Unternehmen aus Kostengründen gezwungen werden, auf qualitativ schlechtere, aber günstigere Flächen auszuweichen. Dieser Zeitpunkt ist trotz der anziehenden Mieten anscheinend noch nicht erreicht“, so Scheunemann.

Frankfurt und Düsseldorf weisen mit 12,6 % bzw. 10,6 % immer noch die höchsten Leerstandsquoten auf. Dennoch können sich beide Städte über einen kräftigen Leerstandsrückgang gegenüber dem ersten Halbjahr 2007 in Höhe von 14 % bzw. 11 % freuen. In Düsseldorf ist dies umso bemerkenswerter, als die Fertigstellungen wieder deutlich angezogen haben. Im ersten Halbjahr 2008 kamen bereits 81.000 m² neue und umfassend sanierte Büroflächen auf den Markt, mehr als im gesamten Jahr 2007. Dementsprechend beeindruckend ist die Netto-Absorption, die für die letzten 12 Monate für die nordrhein-westfälische Hauptstadt einen Wert von 178.000 m² aufweist.

Weiterhin im einstelligen Quoten-Bereich befinden sich die übrigen vier Märkte. Stuttgart weist dabei mit 6,2 % die geringste Leerstandsquote auf, etwas über 500.000 m² stehen hier dem Markt kurzfristig zur Verfügung.

„Bis zum Jahresende erwarten wir einen weiteren leichten Rückgang des Leerstandes in allen Städten, wobei die hohe Vorvermietungsquote in noch nicht fertig gestellten Projekten mittelfristig allerdings dafür sorgen wird, dass die Leerstände wieder steigen können, nämlich dann, wenn der physische Umzug in die neu fertig gestellten Flächen ansteht und die alten Bestandsgebäude damit leer gezogen werden“.

Fertigstellungsvolumen immer noch moderat
Mit einem über alle sechs Städte kumulierten Fertigstellungsvolumen in Höhe von 276.000 m² wurden im ersten Halbjahr 2008 zwar immer noch rund 26 % weniger fertig gestellt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dennoch ist , dass das Neubauvolumen wieder anzieht. Für die zweite Jahreshälfte werden voraussichtlich weitere rund 552.000 m² auf den Markt kommen, so dass dann das Fertigstellungstief des Jahres 2007 um 218.000 m² übertroffen wird. Über die Hälfte dieser Flächen entfallen allein auf München und Hamburg. Allerdings gilt auch für diese beiden Städte: das Gros der neuen Flächen ist bereits vorvermietet oder wird von Eigennutzern bezogen, so dass dem freien Vermietungsmarkt nur noch etwas mehr als die Hälfte des projektierten Volumens zur Verfügung steht.
Äußerst zurückhaltend agieren die Projektentwickler in Stuttgart, Berlin und auch in Frankfurt. In allen drei Städten zusammen wurden nur etwa 26.000 m² fertig gestellt und sowohl für Berlin als auch für Frankfurt sind auch in der zweiten Jahreshälfte keine nennenswerten Neubauvolumina zu erwarten.

2009 sieht das Bild schon anders aus. Dann werden es knapp 1,4 Mio. m² Fläche sein, von denen derzeit rund 680.000 m² noch nicht vorvermietet oder eigengenutzt sind. „Sollten die Vermietungsumsätze genau dann der wirtschaftlichen Schwächephase folgen, könnten wir eine Verschiebung der Angebots-/Nachfrage-Relation mit entsprechenden Auswirkungen für die Mieten sehen.“

Spitzenmietpreise in Top-Lagen haben wieder zugelegt
Nach der Pause im 1.Quartal hat der über alle Städte gemittelte Spitzenmietpreisindex von Jones Lang LaSalle in den vergangenen drei Monaten wieder leicht zugelegt (+ 1 %). Zwar liegt der Index immer noch um rund 20 % unter dem Höchststand des letzten Zyklus’ (3. Quartal 2001), hat aber den besten Wert seit fünf Jahren erreicht. Im Einjahresvergleich legte er um immerhin gut 4 % zu - mit Zuwächsen zwischen 2,3 % in Düsseldorf und 6,8 % in Hamburg. Nur in Stuttgart blieb die Spitzenmiete unverändert.
„Für die zweite Jahreshälfte rechnen wir bei weiterhin konstant hoher Nachfrage und sinkenden Leerständen mit einem weiteren Anstieg der Mieten um 2,3 %. So gesehen sollte der Vermietungsmarkt von den finanzwirtschaftlichen Turbulenzen zumindest 2008 noch verschont bleiben“, so Helge Scheunemann.
Meldung als .pdf mit Graphen und Tabellen
Pressemitteilung: Jones Lang LaSalle
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Alt 29.07.08, 16:24   #42
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Jones Lang LaSalle Büro-Rendite-Uhr

Die aktuelle europäische Büro-Rendite-Uhr von Jones Lang LaSalle ist veröffentlich worden. Danach sind die Spitzenrenditen in Europa im Jahresvergleich um 75 Basispunkte (bps) gestiegen. In Deutschland gab es mit einem Anstieg um 30 bps die größte Veränderung in Frankfurt, während die Spitzenrendite in Berlin sich nicht veränderte:

Zitat:
Anhaltender Anstieg der Bürorenditen in Europa im zweiten Quartal 2008 – Weitere Aufwärtstendenz erwartet

London / Frankfurt, 29. Juli 2008 - Die gewichtete Spitzenrendite in Europa ist im 2. Quartal 2008 durchschnittlich um 20 Basispunkte (bps) gestiegen und lag Ende Juni bei 5,05 %. In der europäischen Büro-Rendite-Uhr von Jones Lang LaSalle weisen 24 der 30 untersuchten Märkte gegenüber den ersten drei Monaten des laufenden Jahres einen solchen Anstieg auf, der höchste in Oslo (+ 75 bps auf 5,75 %). Barcelona (5,25 %), Madrid (5,25 %) und Lissabon (6,5 %) zeigten jeweils ein Plus von 50 bps. In London Westend sowie den mittel- und osteuropäischen Märkten Budapest, Moskau, Prag und Warschau blieb die Rendite stabil. Die deutschen Immobilienhochburgen variierten zwischen + 10 bsp (Hamburg ) und 30 bsp in Frankfurt. Keine Veränderung zeigte Berlin.

Gegenüber Juni 2007 – dem Tiefstwert im aktuellen Zyklus - lag die europäische Durchschnittsrendite um 75 Basispunkte höher. Auch hier angeführt von Oslo (175 bsp), gefolgt von London City und Edinburgh (+ 150 bsp). Einen überdurchschnittlich hohen Anstieg erfuhren darüber hinaus Barcelona (+125 bps) und Madrid (+135 bps), Paris (+125 bps) und Dublin (+105 bps). London West End kam auf 100 bps.

Gar keine oder eine vergleichsweise geringe Korrektur der Renditen weisen im 1-Jahresverlgeich Märkte auf, die generell zu höheren Renditen tendieren. In Brüssel (Ende Q2 2008: 5,75 %) und Luxemburg (Ende Q2 2008: 5,5 %) betrug der Anstieg lediglich 10 bzw. 15 bps. In Budapest (5,75 %) und Moskau (8 %) sind die Renditen gleich geblieben. Der Anstieg in den deutschen Städten bewegte sich zwischen 25 bps (Berlin auf 5,0%) und 65 bps (in München auf 4,75 %).

“In den vergangenen zwölf Monaten war europaweit eine Renditekonvergenz zu beobachten. Wenn wir Moskau außen vor lassen, betrug die Bandbreite der Renditen Ende Juni 2007 350 bps, Mitte 2008 nur noch 200 bps. Damit liegen die Renditen zwischen 4,5 % und 6,5 %“, so Nigel Roberts, bei Jones Lang LaSalle Leiter European Research. Und weiter: „Zu den größten Verschiebungen kam es im unteren Bereich, wo der niedrigste Wert vor einem Jahr noch 3,5 % betrug. Dies ist ein eindeutiges Zeichen, dass Investoren nicht mehr bereit sind, Höchstpreise zu zahlen“.

Der Rückgang des Transaktionsvolumens in Europa in den letzten Quartalen (vorläufige Zahlen von Jones Lang LaSalle gehen für das zweite Quartal 2008 von ca. 32 Mrd. Euro aus) deutet darauf hin, dass die Renditen noch weiter steigen müssen, damit Investoren wieder nachhaltig auf den Markt zurückkommen. Transaktionen werden den Sommer über aufgrund der Zurückhaltung der Banken bei Kreditvergabe hinausgezögert. Auf der anderen Seite nutzen Investoren mit niedriger Fremdkapitalquote sich eröffnende Kaufgelegenheiten. Was die Situation nicht leichter macht: Auch die Fundamentaldaten werden angesichts einer sich immer mehr abzeichnenden Abschwächung der Nutzermärkte unter Druck kommen. “Wir werden weitere Preiskorrekturen im 3. Quartal sehen, allerdings mit einer zunehmenden Ausdifferenzierung zwischen den unterschiedlichen Märkten. Der Refinanzierungsdruck wird insbesondere zum Jahresende steigen und könnte die Wahrscheinlichkeit von Zwangsverkäufen erhöhen. Marktteilnehmer und Investoren sollten dadurch mehr Klarheit und eindeutigere Signale im Bezug auf den wahren Wert der Objekte erhalten“, so Tony Horrell, Leiter European Capital Markets bei Jones Lang LaSalle.
PM mit Graphik als PDF
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Die Party geht zu Ende

Vermietung:


Zitat:
Frankfurt, 2. Oktober 2008 – Die Vermietungsmärkte in den sechs deutschen Immobilienhochburgen erweisen sich im bisherigen Jahresverlauf als noch ziemlich robust. Insgesamt wurden von Januar bis September 2008 2,22 Millionen m² Büroflächen vermietet oder an Eigennutzer verkauft. Dies entspricht fast genau dem Wert des Vorjahreszeitraums, übertrifft aber den Zehnjahresdurchschnitt um bemerkenswerte 18 %. Allerdings: die jetzigen Umsätze gehen auf mittel- und langfristige Gesuche zurück. An neuen Anfragen, insbesondere im großflächigen Bereich, ist jetzt schon ein Mangel erkennbar, mit der Auswirkung eines deutlich rückläufigen Umsatzes in 2009.

Auch die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist ein nachlaufender Konjunkturindikator. Die noch positiven Ergebnisse mit einer aktuellen Arbeitslosenquote von 7,4 %, der niedrigsten seit fast 16 Jahren sorgten dafür, dass die sich ankündigende bzw. bereits existente gesamtwirtschaftliche Schwächephase noch nicht auf die Nutzermärkte übergegriffen hat. So sind die Leerstände nochmals zurückgegangen, und reduzierten sich innerhalb der letzten drei Monate in den Big 6* insgesamt um 30.000 m² auf 6,91 Millionen m² Ende September 2008. Die durchschnittliche Leerstandsquote über alle sechs Städte beträgt 8,8 %.

Bei den Spitzenmieten gab es mit Ausnahme von Berlin (Anstieg um 0,50 Euro) keine Veränderungen. „Vor dem Hintergrund der anziehenden Neubauaktivitäten - 2009 werden knapp 1,2 Millionen m² gebaut, über 30% mehr als in diesem Jahr - und einer signifikant schwächeren Nutzernachfrage im kommenden Jahr, gehen wir davon aus, dass im aktuellen Marktzyklus in den meisten Städten bei den Mietpreisen die Höchstwerte erreicht sind“, so Helge Scheunemann, Leiter Research Jones Lang LaSalle Deutschland.

* Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart
Meldung als .pdf mit Graphen und Tabellen
Pressemitteilung: Jones Lang LaSalle

Investition:


Zitat:
02/10/2008 - Atisreal veröffentlicht Investmentmarkt-Zahlen zum dritten Quartal 2008

Frankfurt am Main – Von Januar bis September 2008 wurden bundesweit 17,5 Milliarden Euro in Gewerbeimmobilien angelegt – rund 61 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Mit rund 4,4 Milliarden Euro lag das Transaktionsvolumen des dritten Quartals aber nur leicht unter dem Umsatz des zweiten Quartals (knapp 4,7 Mrd. €). Dies ergibt die Analyse von Atisreal, Deutschlands führendem Berater für Gewerbeimmobilien.

„Die Finanzmarktkrise hat die Investmentmärkte weiter fest im Griff. Allerdings sind deutliche Unterschiede zwischen Prime-Produkten und den übrigen Objekten zu erkennen. Core-Immobilien in Top-Lagen sind immer noch sehr begehrt und finden ihre Käufer. Hier stellen die offenen Immobilienfonds, die sich eindrucksvoll zurückmelden, mittlerweile wieder die wichtigste Investorengruppe“, erläutert Piotr Bienkowski, Geschäftsführer von Atisreal Deutschland. Die Spitzenrenditen sind im letzten Quartal an den wichtigsten Standorten zwischen 20 und 35 Basispunkte angestiegen.

Von den insgesamt 17,5 Milliarden Euro, die bislang in gewerbliche Immobilien investiert wurden, entfallen 6,5 Milliarden Euro (37 %) auf Portfolioverkäufe und 11 Milliarden Euro (63 %) auf Einzeldeals. Der Rückgang der Portfolioinvestments fällt mit knapp 76 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2007 überproportional hoch aus. Mit einem Anteil von jeweils rund 35 Prozent verbuchen Büro- und Einzelhandelsimmobilien etwa gleich viel des Gesamtumsatzes. Auf Logistikobjekte entfallen knapp 9 Prozent des Transaktionsvolumens.

An den sechs wichtigsten deutschen Investmentstandorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München) wurden mit 7,95 Milliarden Euro etwa 65 Prozent weniger investiert als im vergangenen Jahr. Das Volumen anteilig eingerechneter Portfolioverkäufe, das im Vorjahreszeitraum noch fast 11 Milliarden Euro betrug, reduzierte sich auf nur noch knapp 1,6 Milliarden Euro. Auf dem ersten Platz der Investitionsstandorte liegt bislang Berlin mit gut 1,8 Milliarden Euro (minus 54 %), knapp vor Frankfurt mit 1,75 Milliarden Euro (minus 71 %). Auf den weiteren Plätzen folgen Hamburg mit 1,5 Milliarden Euro (minus 69 %), München mit 1,3 Milliarden Euro (minus 76 %), Düsseldorf mit 822 Millionen Euro (minus 44 %) und Köln mit 821 Millionen Euro (minus 38 %).

Für das vierte Quartal geht Atisreal von etwas höheren Umsätzen aus als in den beiden Vorquartalen. „Auch wenn der Rückgang der Transaktionsvolumina gegenüber dem Rekordjahr 2007 gewaltig ist, ist 2008 bislang trotz der dramatischen Rahmenbedingungen auf den Finanzmärkten im langfristigen Vergleich immer noch ein gutes Jahr“, fasst Bienkowski zusammen. „Für das Gesamtjahr erwarten wir ein bundesweites Investitionsvolumen von rund 25 Milliarden Euro.“
Pressemitteilung: Atisreal
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Alt 07.10.08, 19:02   #44
Waxo Khana
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Wollte ich euch nicht vorendhalten.

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Leider zu viele Informationen für eine Zusammenfassung

Geändert von Waxo Khana (08.10.08 um 19:36 Uhr)
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Alt 25.11.08, 16:58   #45
iconic
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Ich pack' das mal hier hinein, bei Bedarf bitte verschieben

Die Auftragslage am Bau ist lt. Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. weiterhin gut, bisher gebe es kaum sprübare Auswirkungen durch die Finanzkrise:

Zitat:
Die deutsche Bauwirtschaft hat sich auch im 3. Quartal dieses Jahres gut gegen die heraufziehende gesamtwirtschaftliche Rezession behaupten können. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie heute in Berlin mitteilt, lag der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe im Zeitraum von Juli bis September um nominal 3,6 % über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (September: 6,1 %). Für die ersten drei Quartale meldeten die Bauunternehmen ein Umsatzplus von 5,8 %. Auch die Bauinvestitionen sind im 3. Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen und zwar sogar um nominal 7,5 % (preisbereinigt: 3,7 %). Für den Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie RA Michael Knipper gibt es deshalb keinen Grund für übertriebenen Konjunkturpessimismus. Die Branche stehe zwar vor einem schwierigen Jahr 2009; die Unternehmen seien jedoch gut aufgestellt. Knipper: „Unbedachtes Krisengerede schürt nur die Unsicherheit unter gewerblichen Investoren und privaten ‚Häuslebauern’.“

Auch im 3. Quartal hat sich die Nachfrage nach Bauleistungen positiv entwickelt: Die Auftragseingänge sind um nominal 4,5 % gestiegen. Insbesondere im September wiesen die Unternehmen ein überdurchschnittliches Plus von nominal 7,8 % aus. Von dieser guten Entwicklung profitierten aber nur die westdeutschen Betriebe: Die Auftragseingänge nahmen hier um 10,7 % zu. Demgegenüber meldeten die ostdeutschen Betriebe einen Rückgang von 1,6 %. Von Januar bis September lagen die Auftragseingänge im gesamten Bundesgebiet um 3,9 % über dem Vorjahresniveau.

Dem Wirtschaftsbau konnte die gesamtwirtschaftliche Konjunktureintrübung bisher nichts anhaben: Der Umsatz ist im 3. Quartal um 8,7 % gestiegen (September: 10,5 %). Auch von einer Investitionszurückhaltung der gewerblichen Auftraggeber war noch nichts zu spüren: Die Auftragseingänge nahmen um 6,9 % zu (September: 17,7 %). Der Umsatz im Öffentlichen Bau ist - dank weiterhin steigender Steuereinnahmen - im 3. Quartal um 5,4 % gewachsen (September: 5,9 %), die Ordereingänge legten um 4,4 % zu (September: - 0,5 %). Der Wohnungsbau konnte das „Konjunkturtal“ auch im 3. Quartal nicht verlassen: Die Umsätze lagen um 4,5 % unter dem Wert des entsprechenden Vorjahresquartals (September: + 0,8 %), die Auftragseingänge sanken um 1,8 % (September: + 5,4 %).

Der Hauptverband sieht sich in seiner Warnung vor übertriebenem Konjunkturpessimismus auch durch die Ergebnisse der Herbstumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bestätigt. Danach meldeten 83 % der befragten Bauunternehmen eine „gute“ bzw. „befriedigende“ Geschäftslage; das waren sieben Prozentpunkte mehr als im Frühsommer 2008. Allerdings sehen die Unternehmen längst nicht mehr so optimistisch in die Zukunft wie noch in der Vorumfrage: 69 % der Bauunternehmen erwarten jedoch noch immer eine „bessere“ oder zumindest „gleichbleibende“ Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten; dies sind allerdings zehn Prozentpunkte weniger.
Quelle: http://www.bauindustrie.de/index.php...&article=1149#
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