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Alt 08.01.09, 13:01   #46
Echnaton
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Investmentmarkt stark eingebrochen
Frankfurt am Main – Der bundesweit registrierte Investmentumsatz in Gewerbeimmobilien lag mit knapp 20,7 Milliarden Euro um rund 65 Prozent unter dem Rekordergebnis des Vorjahres. An den sechs wichtigsten deutschen Bürostandorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München wurde ein Transaktionsvolumen von gut 9,2 Milliarden Euro erfasst, was einem Rückgang um rund 70 Prozent gegenüber 2007 entspricht. Dies ergibt der „Investment Market Report 2009“, den Atisreal, Deutschlands führender Berater für Gewerbeimmobilien, Ende Februar veröffentlichen wird.

„Die Auswirkungen der Finanzkrise haben den Investmentmarkt in den letzten Monaten des Jahres 2008 fast zum Stillstand kommen lassen“ fasst Piotr Bienkowski, Geschäftsführer von Atisreal Deutschland, zusammen. „Das stark gesunkene Transaktionsvolumen ist allerdings weniger auf mangelndes Investoreninteresse als vielmehr auf momentan kaum vorhandene Finanzierungsmöglichkeiten zurückzuführen“.

Mit rund 13,2 Milliarden Euro entfielen fast 64 Prozent des Gesamtumsatzes auf Einzeldeals, wogegen nur 7,5 Milliarden Euro in Portfolios investiert wurden. „Hier zeigt sich ganz klar, dass sich die Käufer wieder stärker auf die Qualität der einzelnen Immobilien konzentrieren und der Ansatz, möglichst viel Volumen zu stemmen, in den Hintergrund gerückt ist“, betont Bienkowski. Im Fokus standen sowohl Büroobjekte, in die rund 6,9 Milliarden Euro investiert wurden, als auch Einzelhandelsimmobilien mit einem Gesamtumsatz von gut 7,2 Milliarden Euro, wobei hier der Sondereinfluss des Verkaufs des Arcandor-Portfolios für über 2 Milliarden Euro zum Tragen kommt. Auf Logistikimmobilien entfielen mit etwa 1,9 Milliarden Euro gut neun Prozent des Transaktionsvolumens.

An den sechs wichtigsten deutschen Standorten wurde 2008 inklusive anteilig eingerechneter Portfolios mit gut 9,2 Milliarden Euro erheblich weniger investiert als im Vorjahr (30,7 Mrd. €). Im langjährigen Vergleich ist das Ergebnis aber immer noch respektabel, da nur in den vergangenen drei Jahren höhere Umsätze erzielt wurden. An der Spitze der Top-Standorte liegt Berlin mit einem Umsatz von 2,29 Milliarden Euro, gefolgt von Hamburg mit 1,92 Milliarden Euro sowie Frankfurt und München mit jeweils rund 1,45 Milliarden Euro.

Der Anteil der ausländischen Investoren hat sich weiter verringert und liegt nur noch bei rund 57 Prozent. Bei den Einzeltransaktionen stellen deutsche Anleger mit 56 Prozent bereits wieder die stärkste Käufergruppe.

Die Netto-Spitzenrenditen für Core-Objekte sind seit ihrem Tiefstand um 50 bis 105 Basispunkte angestiegen und weisen mittlerweile in allen Standorten eine 5 vor dem Komma auf. (München: 5,00, Hamburg: 5,10, Frankfurt: 5,15, Düsseldorf und Berlin: 5,30, Köln: 5,40). Damit liegen sie in den einzelnen Städten in etwa auf dem durchschnittlichen Niveau der vergangenen 20 Jahre. „Ein weiterer Anstieg in der ersten Jahreshälfte 2009 ist durchaus möglich“, so Bienkowski. „Die aktuelle Diskussion um absehbare Renditeniveaus über 6 Prozent oder sogar 7 Prozent für Core-Objekte an den deutschen Top-Standorten ist aber absolut unrealistisch. Aktuell werden in mehreren Städten Preise für Top-Immobilien verhandelt, die diese Einschätzung deutlich widerlegen. Auch der immer wieder herangezogene Vergleich etwa mit London und Paris hinkt, insbesondere wenn man sich die historische Entwicklung und die sehr unterschiedliche Volatilität sowohl in Krisen- als auch in Boomzeiten anschaut“, erläutert Bienkowski. „Für 2009 erwarten wir aufgrund der weiterhin sehr schwierigen Finanzierungssituation sowie voraussichtlich nur wenigen großen Deals ein leicht niedrigeres Transaktionsvolumen als im vergangenen Jahr“, fasst Bienkowski die Aussichten zusammen.

Büromarkt: 2008 insgesamt noch im grünen Bereich, holpriger Weg voraus.

Frankfurt am Main – An den neun wichtigsten deutschen Bürostandorten Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart wurden im vergangenen Jahr 3,5 Millionen Quadratmeter Bürofläche umgesetzt – 5 Prozent weniger als 2007. Trotzdem war das Ergebnis das drittbeste, das jemals registriert wurde. Dies ergibt der „Office Market Report 2009“, den Atisreal, Deutschlands führender Berater für Gewerbeimmobilien, Mitte Februar veröffentlichen wird.

„Bis Mitte des Jahres 2008 waren die Vermietungsmärkte noch auf Rekordkurs, aber im zweiten Halbjahr waren dann die Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf die Realwirtschaft deutlich zu spüren“, betont Peter Rösler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Atisreal Deutschland. „Eine Reihe von großen Verträgen wurde nicht unterschrieben oder verschoben, sodass im vergangenen Jahr das üblicherweise sehr starke vierte Quartal das schlechteste war.“

Mit Ausnahme von Köln (Flächenumsatz: 290.000 m², plus 5 %), Leipzig (89.000 m², plus 1 %) und Stuttgart (189.000 m², plus 18 %) ging der Flächenumsatz in allen Städten zurück. An erster Stelle der deutschen Büromärkte lag erneut München mit 786.000 Quadratmetern (minus 6 %), gefolgt von Frankfurt mit 566.000 Quadratmetern (minus 10 %) und Hamburg mit 544.000 Quadratmetern (minus 4 %). Auch Berlin (468.000 m², minus 6 %) und Düsseldorf (424.000 m², minus 13 %) konnten nicht an das Vorjahresergebnis anknüpfen.

Leerstand gesunken, Bautätigkeit und Spitzenmieten gestiegen

Der Leerstand hat sich 2008 weiter um knapp 4 Prozent (auf 8,4 Mio. m2) verringert, wobei die Flächen mit moderner Ausstattung um 10 Prozent zurückgingen. „Der Trend des verstärkten Abbaus moderner Leerstandsflächen setzt sich fort, wogegen immer mehr ältere, kaum noch marktgängige Büroräume leer stehen“, so Peter Rösler.

Das Gesamtvolumen der Büroflächen im Bau erhöhte sich im vergangenen Jahr um knapp 28 Prozent (auf 2,88 Mio. m2), wovon dem Vermietungsmarkt aber nur noch 1,32 Millionen Quadratmeter (46 %) zur Verfügung stehen. „Da die Finanzkrise auch vor den Projektentwicklern nicht halt macht, werden derzeit viele Planungen auf Eis gelegt. Deshalb erwarten wir auch kein ausgeprägtes Flächenüberangebot wie in den vergangenen Marktzyklen. In einigen Städten werden die primär nachgefragten Neubauflächen weiterhin begrenzt bleiben“, erläutert Rösler.

Mit Ausnahme von Berlin, Frankfurt und Leipzig zogen die Spitzenmieten im vergangenen Jahr durchschnittlich um rund 4 Prozent an. Mit knapp 10 Prozent fiel die Steigerung in München am deutlichsten aus (auf 34 €/m²), gefolgt von Essen (plus 5,5 %, 13,50 €/m²), Stuttgart (plus 5,4 %, 19,50 €/m²), Düsseldorf (plus 4,4 %, 23,50 €/m²) und Hamburg (plus 4 %, 26 €/m²).

Büromärkte 2009: Wirtschaftskrise wird die Märkte treffen

„Die aktuelle Rezession und die für 2009 weiterhin schlechten Aussichten für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung werden die deutschen Büromärkte in Mitleidenschaft ziehen“, ist sich Rösler sicher. „Ob die sehr pessimistischen Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute wirklich so eintreffen und in welchem Umfang der Dienstleistungssektor betroffen sein wird, ist aber nicht seriös vorhersagbar. Deshalb sind auch Aussagen zur Entwicklung der Büromärkte mit vielen Fragezeichen zu versehen. Unbestritten ist, dass der Flächenumsatz rückläufig sein wird. Atisreal geht momentan davon aus, dass im Jahr 2009 etwa das Umsatzniveau des Jahres 2005 erzielt wird. Die Höchstmieten dürften ihren Zenit erreicht haben, sodass in einigen Städten in der zweiten Jahreshälfte ein leichter Rückgang in Verbindung mit wieder zunehmenden Incentives möglich erscheint“, fasst Rösler die Aussichten zusammen.

Tabelle dazu
Beide Pressemitteilungen (eingerückte Texte): Atisreal
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Alt 13.01.09, 22:03   #47
LugPaj
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Jahreszahlen von Jones Lang LaSalle:

Code:
                      2007              2008

Büroflächenumsatz inklusive Eigennutzer (in m2)
Berlin              502.700           468.300  -7%
Düsseldorf          509.000           427.400 -16% 
Frankfurt           551.800           502.100  -9%
Hamburg             585.800           546.300  -7%   
München             823.900           778.900  -6%
Stuttgart           170.000           183.400  +8%

Leerstand inklusive Untermietflächen mitsamt Leerstandsquote
Berlin            1.557.700  9,4%   1.466.900  8,8% 
Düsseldorf          920.000 10,9%     892.600 10,4%
Frankfurt         1.601.600 13,7%   1.463.100 12,5% 
Hamburg           1.000.300  7,2%   1.001.300  7,1%  
München           1.653.500  8,7%   1.664.400  8,6%
Stuttgart           517.000  6,4%     506.000  6,2%

Spitzenmietpreise (in €/m2/Monat)
Berlin                21,00             22,00
Düsseldorf            22,50             22,50
Frankfurt             37,00             37,00
Hamburg               23,00             23,50
München               30,00             30,50
Stuttgart             17,50             18,00
Code:
                      2007              2008

Fertigstellungen (in m2)
Berlin               55.300            90.100   
Düsseldorf           78.600           153.300    
Frankfurt            70.600            65.100     
Hamburg             212.400           177.400     
München             153.800           302.000
Stuttgart            32.800           102.300


Büroflächenbestand (in Millionen m2)
Berlin                16,63             16,72
Düsseldorf             8,44              8,56
Frankfurt          11,68             11,70
Hamburg               13,90             14,04
München               18,99             19,28
Stuttgart              8,08              8,17
Quelle: http://www.joneslanglasalle.de/
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Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben.
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Alt 29.01.09, 17:54   #48
LE Mon. hist.
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IVD-Wohnimmobilien-Preisspiegel

Neuer IVD-Wohnimmobilien-Preisspiegel 2007/2008
Wohnen wird teurer / In großen Städten steigen die Mieten überdurchschnittlich stark
http://www.ivd.net/programme/screenc...artikel&Nr=815
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Alt 04.02.09, 17:45   #49
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JLL: Europäische Büroimmobilienuhr 4. Quartal 2008, Pressemitteilung am 04.12.09

Zitat:
Deutlicher Rückgang der Spitzenmieten im vierten Quartal drückt im Jahresvergleich JLL- Mietpreisindex erstmals wieder ins Minus

Im derzeitigen Rezessionsumfeld hat das Wachstum der Spitzenmieten weiter abgenommen. Der europäische Mietpreisindex* von Jones Lang LaSalle, basierend auf der gewichteten Mietpreisentwicklung von 24 Indexstädten, ist im 4. Quartal um 3,4 % gesunken. Für den Jahresvergleich bedeutet das ein Rückgang von 2,4 %. Nur Lyon zeigte als einziger Markt im 4. Quartal ein leichtes Wachstum (2 %) Das Londoner West End (- 11,6 %), Stockholm (- 6,8 %) Dublin (-5,2 %), Barcelona (- 3,8 %), Brüssel und Mailand (jeweils -3,5 %) und Madrid (-1,8 %) verzeichneten im gleichen Zeitraum die höchsten Rückgänge. Die Spitzenmieten der sechs deutschen Immobilienhochburgen blieben bis auf Stuttgart stabil, im Jahresvergleich zeigten Berlin (4,8 %), Hamburg (+ 2,2 %), München (1,7 %) und Stuttgart (+ 2,9 %) sogar noch leichte Zuwächse.

(...)

12 % weniger Flächenumsatz in 2008 – Nettoabsorption bleibt auf relativ hohem Niveau

Da nicht davon auszugehen war, dass das letzte Quartal auch 2008 das stärkste Umsatzergebnis bringen würde, war der Rückgang von nur 2 % gegenüber dem 3. Quartal in den 24 untersuchten Märkten durchaus erfreulich. Gegenüber den letzten drei Monaten 2007 bedeuteten die knapp 3 Mio. m² allerdings ein deutliches Minus von 27 %. Für das Gesamtjahr 2008 belief sich das Umsatzvolumen auf 12,5 Mio. m². Während damit im 1-Jahresvergleich 12 % weniger Büroflächen vermietet wurden, liegt das Ergebnis immerhin 12 % über dem 5-Jahresdurchschnitt.
Bei den 24 Index-Städten verzeichneten 2008 Dublin (-40 %), Madrid (- 38 %), Stockholm (- 36 %), Barcelona (-23 %) und Edinburgh (- 20 %) die stärksten Umsatzrückgänge. Auch in den größten Märkten Europas, London (- 15 %) und Paris (-14 %), ließen die Aktivitäten deutlich nach. Die sechs deutschen Immobilienhochburgen kamen fast alle vergleichsweise glimpflich davon. Außer Düsseldorf (- 16 %) lagen die Umsatzrückgänge alle im einstelligen Bereich zwischen - 5,5 % in München und - 9,0 % in Frankfurt. Nur sechs der 24 Märkte verzeichneten ein Umsatzvolumen über dem Niveau von 2007: Luxemburg, Prag, Rotterdam, Mailand, Warschau und Budapest.
Vollständige Pressemitteilung
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Alt 04.03.09, 20:36   #50
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PM von JLL zu den Wohnungsmärkten in 8 deutschen Städten (der erste Satz ist natürlich total doof formuliert ):

Zitat:
Die Auswirkungen der globalen Finanzmarktkrise haben sich noch nicht auf den deutschen Mietwohnungsmarkt ausgewirkt. Sieben von acht untersuchten Städten weisen im zweiten Halbjahr 2008 eine gestiegene Angebotsmiete (häufigster Angebotener Mietpreis) auf, in Köln blieb sie zumindest stabil. Die teuerste Metropole Deutschlands ist dabei noch immer München. Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2008 konnte die Stadt an der Isar in der Schwerpunktmiete auf 13,10 Euro/m²/Monat zulegen. Frankfurt am Main erreicht den zweiten Platz (11,50 Euro/m²/Monat). Damit sind Wohnungen in der bayerischen Landeshauptstadt mehr als doppelt so teuer als in der Bundeshauptstadt Berlin. Letztere weist zusammen mit Leipzig ein deutlich niedrigeres Mietniveau als die anderen untersuchten Städte auf.

„Die Haushaltsentwicklung hat – neben dem Trend „Zurück-in-die-Stadt“, der vor allem bei Paaren aus den Umlandgemeinden zu beobachten ist und eine Verschärfung der Konkurrenz um Innenstadtwohnungen zwischen Singles und Paare zur Folge hat - auch Auswirkungen auf die Wohnungsnachfrage. Diese ist in den letzten Jahren stetig angestiegen und konzentriert sich immer mehr auf bestimmte Wohnungstypen aufgrund des Rückgangs der Personenanzahl pro Haushalt“, so Stefan Mergen, bei Jones Lang LaSalle Leiter Residential Valuation Deutschland. Und weiter: „Zusammen mit diesen Entwicklungen sorgt eine weiterhin zu erwartende Bautätigkeit auf niedrigem Niveau dafür, dass der erforderliche Bedarf an neuen Wohnungen teilweise nicht ausreichend gedeckt werden kann. Steigende Mieten sind die Folge mit sicherlich innerörtlichen Unterschieden. In manchen Stadtteilen werden die Preise stärker und schneller steigen als in anderen. Auch kurzfristige Schwankungen sind möglich“.

Während sich die untersuchten Städte bei den Mietpreisen deutlich unterscheiden, nähern sie sich auf dem Markt für Eigentumswohnungen an - mit zwei Ausnahmen: München bewegt sich mit ca. 3.500 Euro/m² 30 % über dem Kaufpreisgefüge des Zweitplatzierten Frankfurt. Deutlich unter den Niveaus der anderen Märkte liegt Leipzig mit 1.430 Euro/m².

Preisentwicklung bei Mehrfamilienhäusern überwiegend steigend

Von den annähernd 8.000 untersuchten Objekten weist der größte Teil der Mehrfamilienhäuser eine positive Entwicklung im Hinblick auf die angebotenen Schwerpunktkaufpreise auf. Von den acht untersuchten Städten konnten in sechs steigende Angebotskaufpreise registriert werden. Da sich die wirtschaftlichen Entwicklungen in der Regel erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung auf dem Wohnungsmarkt niederschlagen, kommt es frühestens im nächsten Halbjahr zu einer Preisanpassung nach unten. Als Ausnahme erweist sich die Berliner Wirtschaft. Deren Beschäftigungsquote und Bruttoinlandsprodukt bewegen sich deutlich unter dem Niveau der anderen untersuchten Großstädte und ist allein schon dadurch anfälliger.

München zeigt das mit Abstand höchste Kaufpreisangebot (Schwerpunkt: 2.290 Euro/m²) - trotz leichtem Rückgang gegenüber dem ersten Halbjahr. In Berlin haben die Angebotspreise um ca. 13 % nachgegeben. In Leipzig wirken sich u. a. die Sanierungen des Altbaustands und die damit verbundene Leerstandsreduktion auf die Preise positiv aus. Trotz Anstiegs der angebotenen Kaufpreise auf 620 Euro/m² liegt Leipzig deutlich unter den Schwerpunktkaufpreisen der anderen Städte.
Quelle/vollständige Pressemitteilung: http://www.joneslanglasalle.de/Germa...px?ItemID=8899
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Alt 18.04.09, 09:43   #51
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Zitat:
03/04/2009 - 1. Quartal 2009: Büromärkte spüren die Wirtschaftskrise

Frankfurt am Main – Rund 589.000 Quadratmeter Bürofläche wurden an den acht wichtigsten deutschen Bürostandorten Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig und München im ersten Quartal 2009 umgesetzt. Damit liegt das Ergebnis um gut 23 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Das ergibt die Analyse von Atisreal, Deutschlands führendem Berater für Gewerbeimmobilien.

„Die Wirtschaftskrise ist auch auf den deutschen Büromärkten angekommen. Die Flächenumsätze sind erwartungsgemäß spürbar gesunken, wofür auch die Verschiebung oder Absage von Großvermietungen verantwortlich ist, die sich bereits in Verhandlungen befanden“, betont Peter Rösler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Atisreal Deutschland. „Die schwierige Situation vieler Unternehmen wird auch im weiteren Jahresverlauf dazu führen, dass Investitionen zurückgestellt und weniger Büroflächen gemietet werden“, ist sich Rösler sicher.

Mit Ausnahme von Frankfurt, Essen und Leipzig mussten alle Standorte Verluste hinnehmen. In Frankfurt wurden aufgrund einer Großvermietung an die Deutsche Bahn AG 150.000 Quadratmeter umgesetzt (plus 29 %), Essen verzeichnete knapp 29 % mehr Flächenumsatz und Leipzig ein Plus von 7 %. Am stärksten fiel der Rückgang in Düsseldorf (minus 52 % auf 54.000 m²) und München (minus 46 % auf 128.000 m²) aus. In Hamburg (80.000 m²) und Köln (49.000 m²) betrug die Reduktion jeweils etwa 29 %. Berlin konnte dagegen mit 77.000 m² das Ergebnis des Vorjahres fast halten, wofür vor allem zwei Großabschlüsse der öffentlichen Hand verantwortlich waren.

Leerstände rückläufig, Spitzenmieten unter Druck

Über alle Standorte betrachtet haben sich die Leerstände in den vergangenen zwölf Monaten um zwei Prozent auf 8,1 Millionen Quadratmeter verringert. In den ersten drei Monaten dieses Jahres haben sie dagegen in einigen Märkten bereits wieder leicht zugenommen.

Sowohl die geringere Nachfrage als auch die steigende Preissensibilität der Mieter haben die Spitzenmieten unter Druck gesetzt: Seit dem Jahreswechsel sind sie über alle Standorte betrachtet um knapp 4 Prozent gefallen. Lediglich in Köln, Essen und Leipzig blieben sie noch stabil. Moderat fiel der Rückgang vor allem in Frankfurt (minus 2,7 %) und Hamburg (minus 1,9 %) aus. „Eine weitere leichte Abnahme in den nächsten Monaten kann an einigen Standorten nicht ausgeschlossen werden. Dramatisch sinkende Mieten, wie im letzten Marktzyklus, sind aber, nicht zuletzt aufgrund der überschaubaren Neubautätigkeit, nicht zu erwarten“, fasst Rösler die aktuelle Entwicklung zusammen.
Tabelle dazu
Pressemitteilung: Atisreal
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Alt 05.09.09, 11:06   #52
Max BGF
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Bau- und Immobilienwirtschaft

Eine Statistik aus Stuttgart

Zitat:
Bauhauptgewerbe (Betriebe ab 20 und mehr Beschäftigte)
2000 # 2005 # 2008
Betriebe 260 # 189 # 149
Beschäftigte 6.905 # 4.783 # 3.636
Lohn- und Gehaltsummen in Millionen EURO 20 # 16 # 12
Gesamtumsatz in Millionen EURO 81 # 71 # 50

Verarbeitendes Gewerbe (Betriebe ab 50 und mehr Beschäfigte)
2000 # 2005 # 2008
Betriebe 144 # 128 # 119
Lohn- und Gehaltsummen in 1000 EURO 3.885 # 4.136 # 4.309
Gesamtumsatz in Millionen EURO 15 # 20 # 20
Exportquote in % 48,9 # 60,3 # 56,2
Zahlenquelle

In nur 8 Jahren hat sich das Bauhauptgewerbe in Stuttgart damit fast halbiert!
Niedrigere Betriebszahl hätte noch mit Fusionen einhergehen können, aber die Beschäftigtenzahlen sind eindeutig. Man vergleiche die Lohn- und Gehaltsummen mit dem Verarbeitenden Gewerbe.

Ist das in der Stärke ein bundesweites Phänomen?
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Alt 05.09.09, 15:45   #53
Isek
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Seit dem Wende-Peak (ca. 1995) hat sich die Anzahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe bundesweit mehr als halbiert. Man liegt jetzt sogar 30 % unter dem Niveau vor dem Mauerfall.

Das hört sich dramatisch an, relativiert sich aber, wenn man schrumpfende Bevölkerung, Sättigung der Bedürfnisse bei der Infrastruktur und hochverschuldete öffentliche Kassen betrachtet. Deutschland ist schon lange kein Bau-Land mehr!
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Alt 05.09.09, 16:44   #54
Max BGF
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Natürlich wirkt sich eine stagnierende Bevölkerung selbst bei den hierzulande immer noch steigenden Wohnflächen/Ew aus. Aber mehr als halbiert ist schon extrem. Es kommt ja noch hinzu, daß durch den Exportboom einiges an Fläche für F&E, Verwaltung, Produktion und Logistik geschaffen wurde. Nicht alles wird ausgelagert, die BRD hatte 2008 immerin ihr Allzeit-Beschäftigungsmaximum - und das auch bei steigenden Flächen je Beschäftigtem.

Dazu Handel und Hotels sowie immer noch überdurchschnittliche Bautätigkeit i.Z.m. dem Aufbau Ost. Davor die WM-Projekte.
Aber gut die zahlen lügen nicht, ich habe selbst den eindruck, daß heute um jedes Projekt ein Riesen-Aufhebens inkl. Baustellenmarketing gemacht wird. Früher hingegen einfach gebaut wurde. Dazu kommt, daß heute speziell im Tiefbau viermal so lang geplant und begutachtet wie gebaut wird.
Max BGF ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.09, 18:48   #55
Isek
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Ich hab die Zeit damals ja nicht mitgemacht, aber wenn man jetzt allein München betrachtet (eine der DERZEITIGEN Boomstädte) so ist es schon erstaunlich, wie wenig sich die Stadt (anhand von Stadtplänen beurteilt) sich seit 30 Jahren verändert hat. Die ganzen Viertel die in den 60er und Anfang 70er entstanden sind - sowas gibt es heute einfach nicht mehr. Ganz zu schweigen vom Rest der Republik (grob Hamburg, Stuttgart und FFM mal ausgenommen).
Also rein von der Auftragsseite her sind wir denk ich meilenweit von dem weg was mal hier in Deutschland ablief.
Zudem wurde ja auch am Bau stark rationalisiert, neue Geräte, neue Bauverfahren - alles mit dem Ziel schneller und mit weniger Kosten zu bauen.

Ich persönlich sehe das aber alles nicht so depressiv. Was bringt denn tatsächlich das was die Spanier exemplarisch die letzten 15 Jahre abgezogen haben? Die haben jetzt eine durch Zuwanderung radikal veränderte Gesellschaft, Unmengen an sozial und ökologisch problematischen Stadtvierteln. Letztendlich haben sie für Wachstum ihre halbe Natur und Gesellschaft verkauft. Das gleiche gilt für die arabischen Länder und die Türkei sowie weite Teile Asiens.
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Alt 30.09.09, 21:55   #56
Donjon05
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Novellierte Energiesparverordnung (EnEV)

Ab dem 01.10.09 gelten strengere Anforderungen an die energetische Qualität von Neubauten und die Modernisierung von Altbauten. Damit soll der Energiebedarf für Heizung und Warmwasser in Wohn- und Nichtwohngebäuden um etwa 30 Prozent sinken.

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/...-bedeuten.html
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Alt 01.10.09, 22:36   #57
Tilou
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@ Max BGF
Die Zahlen zur Beschäftigung im Stuttgarter Baugewerbe fand ich ganz interessant, ein Beschäftigungsrückgang von knapp 50 % ist schon beachtlich, daher habe ich auch mal eine Statistik rausgefischt:

Zitat:
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Kölner Baugewerbe
2000: 21818
2005: 15529
2006: 14763
2007: 15290
Quelle

Beschäftigungsrückgang seit 2000 um die 30%. Seltsamerweise habe ich aber das Gefühl, dass sich trotzdem die Bauaktivität in Köln seit Ende der Neunziger um einiges erhöht hat, so dass ich da rein subjektiv keinen direkten Zusammenhang spüre. Die Stadt jedenfalls verändert sich seit den letzten 10 Jahren stark. Liegt wohl am Umbruch vom Industrie- zum Dienstleistungsstandort gepaart mit dem Umstand, dass Köln in weiten Teilen noch ein Nachkriegsprovisorium ist.
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Alt 03.10.09, 13:58   #58
Max BGF
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@Tilou, enthalten die Kölner Zahlen evtl. Gesamtstrabag? Die machen ja viel Tiefbau, welcher weniger stark betroffen ist.
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Alt 04.10.09, 15:49   #59
Tilou
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Das kann ich nicht sicher beantworten, leider ist die Arbeitsmarktzahl im statistischen Jahrbuch nicht genauer nach Betriebszahlen etc. aufgesplittet. Laut Geschäftsbericht der Strabag beschäftigte der Konzern im Jahr 2008 durchschnittlich 10411 Mitarbeiter, davon 9790 im Inland. Diese verteilen sich aber wiederum auf eine Vielzahl von Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften. Die Strabag AG als (deutscher) Mutterkonzern wird mit 4215 Mitarbeitern angegeben, welche sich aber mit Sicherheit auf Niederlassungen und Lokaldirektionen in ganz Deutschland verteilen. Kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass all diese Arbeitsplätze der Kölner Statistik zufallen, nur weil sich dort die Hauptniederlassung befindet. Aber wie gesagt, bin da kein Experte, vielleicht kennt sich ja hier jemand besser aus und kann etwas Erhellendes beisteuern.

Dass der Tiefbau vom Arbeitsplatzabbau weniger betroffen ist, damit hast du jedenfalls sicher recht. Zumindest die Mitarbeiterzahlen von Strabag sind in den letzten 5 Jahren ziemlich stabil.
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Alt 14.12.09, 16:38   #60
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Aktuelle Durchschnittspreise für Eigentumswohnungen, wie sie in den jeweiligen Regionen angeboten werden; die tatsächlich gezahlten Preise dürften in den Regionen mit großem Angebot und geringer Nachfrage noch deutlich darunter liegen:

http://www.immowelt.de/ImmoweltAG/pr...ssstaedte.aspx

Und hier die Durchschnittsmieten, wie sie in Immobilienanzeigen angegeben werden:

http://www.immowelt.de/ImmoweltAG/pr...ssstaedte.aspx
__________________
Alle von mir geposteten Bilder sind, wenn nicht anders angegeben, von mir selbst gemacht.
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