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Alt 27.10.09, 11:04   #1
LE Mon. hist.
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Altenburg (Thüringen): Zwischen Sanierung und Abriss

Neugestaltung des Areals am Markt - geplanter Flächenabriss

Aus aktuellem Anlass starte ich hier einen Thread zu Altenburg und halte mich nicht lange mit der Vorrede auf, da die Zeit knapp ist:

In der ostthüringischen Stadt soll am Markt ein gesamtes Häuserquartier für einen Neubaukomplex fallen. Bauherr ist die 100%ige städtische Wohnungsbaugesellschaft, gefühlter Bauherr der OBM. Ankermieter soll der Konsum werden - übrigens die Konsum Leipzig e.G., die sich in Leipzig selbst baukulturell vorbildlich verhält.

Verschwinden sollen u.a. ein außen und vor allem innen wohlerhaltenes Barockhaus des Altenburger Stadtbaumeisters Hellbrunn (dessen Name auch der Altenburger Denkmalpreis trägt) sowie ein gründerzeitliches Eckgebäude mit einer wohlproportionierten Fassade als Sichtpunkt vom Markt.

Anbei einige erste Presseberichte für Interessierte. In den nächsten Tagen würde ich gern einige weitere Informationen und einen offenen Brief von Frau Penndorf, der Leiterin des Lindenau-Museums, einstellen und bitte um Unterstützung.

Interessierte dürften aber schon mal gerne direkt beim Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD), dem Stadtrat und der Städtischen Wohnungsgesellschaft Altenburg mbH nachfragen, was da geplant ist:

E-Mail: oberbuergermeister@stadt-altenburg.de
Telefon: (0 34 47) 5 94-1 00
Fax: (0 34 47) 5 94-1 09

Städtische Wohnungsgesellschaft Altenburg mbH
Johannisstraße 38
04600 Altenburg
Tel. 03447 591-0
Fax 03447 311344
E-Mail swg@swg-altenburg.de

Foto des Hauses:
http://www.altenburg.eu/sixcms/detai...=7169&_lang=de

Kontra Abriss. Denkmalschützer fordern Erhalt des Hellbrunn-Hauses im Areal am Markt
OVZ 01.10.2009
http://www.fdp-abg.de/index.php?arti...=300&goback=44

25.09.09, 12:33 Uhr
Bebauungskonzept zum „Areal am Markt“ wird vorgestellt
http://www.abg-net.de/index.php?id=197&tx_ttnews[backPid]=70&tx_ttnews[tt_news]=9189&cHash=9e138225f9
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Alt 27.10.09, 11:09   #2
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Pressemitteilung Stadtforum Leipzig vom 29. September 2009

Die schwierige Situation von Denkmalschutz und Denkmalpflege in einer ehemaligen Thüringer Residenzstadt – Das Beispiel Altenburg

Altenburg, im äußersten Osten Thüringens gelegen, war bis zum Ende des deutschen Kaiserreichs 1918 Residenz der Herzöge von Sachsen-Altenburg. Dieser Epoche verdankt die Stadt eine Vielzahl imposanter Gebäude wie Schloss, Marstall, Teehaus mit Orangerie, Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche, Landestheater, Landratsamt (ehem. Ministerium), ehem. Landesbank, Lindenau-Museum u.v.m. Hinzu kommen noch eine Reihe mittelalterlicher Bauten – Bartholomäikirche, Nikolaikirchturm und allen voran die Roten Spitzen (ehem. Augustiner-Chorherrenstift – gegründet von Kaiser Friedrich Barbarossa). Die Einzigartigkeit der Stadt liegt aber darin, dass diese historischen Gebäude eingebettet sind in eine Altstadt, die trotz baulicher Veränderungen ihren mittelalterlichen Stadtgrundriss bis heute weitgehend behalten hat.

Im Gegensatz zu vielen Städten Deutschlands, für die die Zerstörungen im 2. Weltkrieg schmerzliche Verluste an historischer Bausubstanz brachten, war die sträfliche Vernachlässigung der Innenstadt in den 40 Jahren DDR für Altenburg die größte Bedrohung. Viele Gebäude konnten nicht erhalten werden, standen leer, verfielen zusehends; ganze Straßenzüge wurden abgerissen.
Mit der Wende wurde der Abriss gestoppt. Die Stadtväter erließen sowohl eine Sanierungs- als auch eine Erhaltungssatzung für die Altstadt. Altenburg wurde in die Bund-Länder-Städtebauförderprogramme aufgenommen. Mit Hilfe der Millionen Fördergelder, die seit 1990 geflossen sind, konnten die wichtigsten Gebäude erhalten oder zumindest baulich gesichert werden, so dass sie nicht weiter verfielen. Neben Schloss, Lindenau-Museum, Theater, Mauritianum, Rote Spitzen, Nikolaikirchturm, Kunstturm u.v.m. konnten auch viele Bürgerhäuser seitdem gerettet und wieder genutzt werden.

Die wirtschaftlich und demografisch schwierige Situation mit anhaltend sehr hoher Arbeitslosigkeit und fortwährendem Bevölkerungsrückgang einerseits und die Nichtachtung des historischen Erbes in seiner Komplexität bei der Verwaltungsspitze führen in Bezug auf die denkmalgeschützte Innenstadt seit mehreren Jahren zu einer gefährlichen Entwicklung: während weiterhin Millionen in die "Leuchttürme" fließen, werden unsanierte und leer stehende Bürgerhäuser oder auch ehem. Schulgebäude nur noch als "Schandfleck" bezeichnet, deren möglichst schneller Abriss zur Verbesserung des Ortsbildes dringend geboten erscheint. Nach dem Abriss bleiben fast immer Brachflächen zurück oder es entstehen, wenn in Ausnahmefällen die Lücken überhaupt wieder bebaut werden, gesichtslose Allerweltsbauten, die wenig Bereicherung für das denkmalgeschützte Gesamtensemble darstellen.
Bedauerlich ist, dass diese Kampagne auch von der lokalen Presse weitgehend mitgetragen wird. So wird bspw. allen ernstes in einem Artikel der Abriss denkmalgeschützter Bebauung als letzte Chance für die Entwicklung der Innenstadt propagiert.

Aktuelles Beispiel für den Altenburger Abrisswahn ist das sog. "Areal am Markt" an der Westseite des städtebaulich einzigartigen Marktplatzes, der mit 200 m Länge zu den größten Mitteldeutschlands zählt. In dem betreffenden Quartier zwischen Markt und Brüderkirche wurden schon in den 1990er Jahren einige Gebäudeabbrüche vorgenommen. Die wichtigen Raumkanten zum Markt und zur Straße „Bei der Brüderkirche“ blieben glücklicherweise bis heute erhalten. Unzweifelhaft stellt dieser Bereich der Altstadt aufgrund der unbebauten Grundstücke und der Leerstände einen städtebaulichen Missstand dar, dessen Beseitigung vordringliches Ziel der Stadtsanierung sein sollte.

Nun gab es in den letzten 20 Jahren schon mehrere Anläufe zur Bebauung. Waren es in den Jahren des vereinigungsbedingten, abschreibungsunterstützten Baubooms der 1990er Jahre noch Privatinvestoren, die hier ein Kaufhaus und ein Multiplexkino errichten wollten, trat nach 2000 eine längere Ruhephase ein. Vor zwei Jahren dann wollte der Oberbürgermeister durch einen bayrischen Investor ein Technisches Rathaus samt Stadtbibliothek, Stadtarchiv und dazugehörenden Parkhaus errichten lassen. Die Verwaltung sollte sich dort langfristig einmieten. Während die Kaufhausplanungen noch halbwegs die städtebaulichen Gegebenheiten der Altstadt mit ihrer kleingliedrigen Struktur berücksichtigten und auch das vorhandene Einzeldenkmal Bei der Brüderkirche 9, ein barockes Bürgerhaus mit im Original erhaltenen typischen Altenburger Treppenhaus, bewahrt und saniert werden sollte, hätte für das Technische Rathaus die gesamte Bebauung einem architektonisch höchst fragwürdigem Glaskasten weichen sollen. Glücklicherweise ist das Vorhaben am Widerstand der Bevölkerung und der fehlenden Unterstützung des Einmietmodells durch die Kommunalaufsicht gescheitert.

Da nun das Areal am Markt in den Fokus der Stadtentwicklung gerückt ist, will der Oberbürgermeister nun unbedingt, dass hier gebaut wird. Da die Stadt selbst nicht in der Lage dazu ist und auf absehbare Zeit auch kein Privatinvestor zu finden sein wird, soll die Städtische Wohnungsgesellschaft, eine 100%-ige und hoch verschuldete Tochter der Stadt verpflichtet werden, auf dem nördlichen Teil der Fläche Mietwohnungen neu zu errichten. Für das Erdgeschoss ist ein Lebensmittelmarkt vorgesehen, was natürlich nur geht, wenn die vorhandene Bebauung also einschließlich Einzeldenkmal komplett abgerissen wird. Die Abrissanträge sollen bereits gestellt sein.
Da der Einzelhandel die Miethöhe diktiert und auch die Wohnungsmieten auf Grund des Überangebots in Altenburg nur moderat ausfallen dürfen, wird bei dem Neubau offensichtlich an allem gespart. Die Entwürfe werden allerdings mit Verweis darauf, dass es sich um einen „Privatinvestor“ handelt und die Stadt rechtlich keine Möglichkeit zur Veröffentlichung hat, vor der Bevölkerung geheim gehalten. Wünschenswert und der Bedeutung des Standorts angemessen wäre die Durchführung eines Architekturwettbewerbs. In diesem Zusammenhang müsste nochmals intensiv geprüft werden, ob nicht doch eine Kombination aus Sanierung und Neubau möglich ist. An anderer Stelle in der Altstadt hat die Städtische Wohnungsgesellschaft selbst bereits bewiesen, dass solch eine behutsame Stadtsanierung möglich ist. Dafür können dann guten Gewissens auch Städtebaufördermittel eingesetzt werden.

Auch wenn der südliche Teil des Areals am Markt mit dem aktuellen Bauvorhaben der Städtischen Wohnungsgesellschaft im Moment nichts zu tun hat, wurden hier schon mal Tatsachen geschaffen und durch die Stadt die ehemals denkmalgeschützte Turnhalle des Josephinums, ein imposantes Schulgebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, sowie ein Gründerzeithaus mit schöner Klinkerfassade und charakteristischem Erker im Frühjahr dieses Jahres ohne jede Not abgerissen. Zurückgeblieben sind wieder nur Brachflächen.

Die Erhaltungssatzung, die die Stadt Anfang der 1990er Jahre erlassen hat, um die historische Bebauung der Altstadt vor weiteren Abrissen zu schützten, wird nun von genau dieser Stadt völlig missachtet. Der Stadtrat hat die ihm in dieser Sache eigentlich zustehende Entscheidungskompetenz per Hauptsatzung vollständig an den Oberbürgermeister übertragen, so dass dieser uneingeschränkt festlegen kann, welches städtische Gebäude als nächstes abgerissen wird. Die Erhaltungsziele sind dabei nur störend.

Nun könnte man meinen, da die Erhaltungssatzung sowieso nicht angewandt wird, könnte die Stadt diese Satzung auch ersatzlos aufheben. Dies wird man allerdings aus gutem Grunde nicht tun, denn die Erhaltungssatzung stellt die Fördergrundlage für das Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz dar. Aus diesem Fördertopf hat die Stadt schon Gelder in zweistelliger Millionenhöhe erhalten. Wenn diese Einnahmequelle versiegen würde, wäre die weitere Sanierung von Schloss, Roten Spitzen und anderen wichtigen Einzeldenkmalen nicht mehr finanzierbar. Wenn die Stadt nicht durch öffentlichen Druck und/oder durch den Fördermittelgeber zu einem anderen Umgang mit der historischen Bausubstanz gezwungen wird, bleibt es in Altenburg wohl weiterhin bei der schizophrenen Situation, dass man einerseits Fördermittel in bedeutender Höhe für die Gebäudesanierung im Geltungsbereich der Erhaltungssatzung erhält, andererseits die Grundlage der Erhaltungssatzung nämlich die denkmalgeschützte Altstadt zumindest in Teilbereichen nach und nach vernichtet.

Wir bitten Sie um Unterstützung, damit es in Altenburg zu einem Umdenken beim Umgang mit der historischen Bausubstanz kommt und der Abriss weiterer denkmalgeschützter Gebäude in der Altstadt verhindert wird.


Altenburg im September 2009
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Alt 27.10.09, 11:15   #3
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Hier noch eine weitere Pressemitteilung zu einer bereits gelaufenen Veranstaltung, die aber für den Diskussionsprozess vor Ort wichtig war, wenn auch leider mit begrenztem Erfolg, wie der oben verlinkte Presseartikel und die aktuelle Entwicklung zeigt.

Einladung zum Denkmal-Stadtgespräch 2009 zur Zukunft des Areals am Markt

Am Dienstag, den 29. September 2009, um 19.30 Uhr, lädt der Denkmalbeirat der Stadt Altenburg zu einer öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung, dem nächsten Denkmalstadtgespräch, in die Music-Hall ein. Aus unserer Sicht besteht mit dem Thema um die zukünftige Planung und Bebauung des Areals am Markt ein hohes öffentliches Interesse.

Die Zukunft des Areals am Markt beschäftigt und bewegt schon seit Monaten viele Bürger der Stadt Altenburg. Stadtrat, SWG, Altstadtverein, Anlieger, einzelne engagierte Bürger und nicht zuletzt der Denkmalbeirat wünschen sich eine Veränderung des jetzigen Zustandes.

Bereits auf seiner Sitzung, am 31. März 2009, hatte der Denkmalbeirat einstimmig für den Erhalt des Barockhauses und Einzeldenkmales „Bei der Brüderkirche 9“votiert. Nicht zuletzt, weil es eines der letzten relativ gut erhaltenen Häuser des Architekten Georg Helbrunn ist, dessen Name auch für den diesjährigen Denkmalpreis der Stadt Altenburg Pate stand. Weiterhin empfahl damals der Denkmalbeirat dem Stadtrat und den Fraktionen, einen städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des gesamten Areals unter Einbeziehung des Einzeldenkmales durchzuführen und zu unterstützen.
Seitdem ist in dieser Hinsicht leider nichts geschehen, aber die Informationen eines geplanten Gesamtabrisses des Areals mehren sich. Der Denkmalbeirat sucht deshalb auf diesen Weg die notwendige Öffentlichkeit herzustellen und lädt dazu alle Verantwortungsträger sowie interessierten Bürger dieser Stadt zum gemeinsamen Gespräch ein.

Als Referent konnte weiterhin der Architekt Herr Olaf Koeppen aus Leipzig gewonnen werden, der am Institut für Integrierte Stadtentwicklung arbeitet und für eine denkmalgerechte Stadtentwicklung eintritt. Herr Koeppen wird aktuelle Beispiele präsentieren, wie bedarfsorientiert und ideenreich mit historischer Bausubstanz umgegangen werden kann.

Andreas Gießler - Vorsitzender des Denkmalbeirates
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Alt 27.10.09, 12:01   #4
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Warum das nun alles so dringend ist habe ich leider in der Aufregung vergessen zu sagen.

Bereits übermorgen, am Donnerstag, den 29. Oktober 2009, findet die nächste Stadtratssitzung statt, in der auch über das Bauvorhaben entschieden werden soll.

Der offene Brief mit Fragen an die Entscheidungsträger für die Neubebauung des westlichen Marktes, der im Verlauf des heutigen Tages im vollen Wortlaut hier noch eingestellt werden wird, soll zusammen mit einer Unterschriftenliste dem Stadtrat am 29. Oktober 2009 übergeben werden.
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Alt 27.10.09, 12:36   #5
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Fragen an die Entscheidungsträger für die Neubebauung des westlichen Marktes.
Ein offener Brief, geschrieben aus Sorge um die historische Altstadt Altenburgs.


1. Die Stadt Altenburg steht vor der einzigartigen Chance, im Herzen der Stadt, auf dem Markt, ein kulturhistorisch und damit auch potentiell touristisch attraktives Areal zu sanieren und durch Neubauten wieder zu vervollständigen. Durch eine vorbildhafte Verbindung von Altem mit Neuem und durch eine vielfältige Nutzung (Wohnungen, Grünanlagen, Geschäfte, Kultur), könnte das Karree zum Schaufenster der Stadt werden. Werden wir, die Bürger der Stadt, dieser Chance gerecht?

2. Die im Krieg unzerstörte historische Altenburger Altstadt ist bis heute in ihrer mittelalterlichen Struktur weitgehend erhalten geblieben. Nach Jahrzehnten des Verfalls gelang in den letzten zwanzig Jahren die Sanierung ganzer Straßenzüge und wertvoller Einzelgebäude. Die über Jahrhunderte gewachsene Altstadt gehört zusammen mit den kulturellen Institutionen zu den Besonderheiten und Anziehungspunkten Altenburgs.
„Altenburg ist Architektur, Geschichte und Kultur.“ (Punkt 1 der Bestandsaufnahme im Leitbild der Stadt Altenburg) Führen Sie sich diesen Umstand bei Ihrer Entscheidung der Neubebauung des westlichen Marktareals vor Augen?

3. „Die Stadt Altenburg gehört zu den wenigen Städten, die einen eigenen Denkmalschutzpreis vergeben. Der Preis ist nach dem barocken Altenburger Ratsbaumeister Johann Georg Hellbrunn benannt und wird seit 1998 jährlich zum ‚Tag des offenen Denkmals’ im Rahmen einer Festveranstaltung verliehen […] Der Altenburger Denkmalschutzpreis soll besondere Leistungen im Bereich Denkmalschutz und Denkmalpflege würdigen und dazu beitragen, die besondere Bedeutung und Notwendigkeit der Erhaltung und Pflege der Kulturdenkmale zu unterstreichen.“ (Aus dem Internetauftritt der Stadt Altenburg)
Das Interesse der Bürgerschaft an historischen Gebäuden, das ist alljährlich an den Tagen des offenen Denkmals zu erleben, wird immer größer – und damit die Identifizierung mit der Stadt. Wird der Preis nicht zur Farce, wenn jetzt eines der letzten erhaltenen Johann Georg Hellbrunn zugeschriebenen Gebäude ohne Not abgerissen werden soll?

4. Doch geht es nicht nur um die Erhaltung des als Einzeldenkmal geschützten Hellbrunn-Hauses, sondern auch um das den Hauptmarkt abschließende Gebäude des 19. Jahrhunderts und um die im vorliegenden Projekt überbaute, jetzt namenlose Gasse, die verlängerte Gerhard-Altenbourg-Straße. Denn vorgesehen ist eine Erweiterung des Areals um 15 Meter in Richtung Süden, das entspricht genau der Breite dieser Straße. Ungeklärt ist, wie die angrenzende Brache an der Spiegelgasse bebaut werden soll, das könnte ein sinnvoller Standort für einen größeren Laden und Parkdecks sein.
Am prominentesten Ort der Stadt, dem Markt, sollten die historischen Schichtungen der Bürgerstadt eine Verbindung mit der Gegenwart eingehen – die mittelalterliche Struktur, die Gebäude des 18. und 19. Jahrhunderts mit modernem Wohnungsbau, der die architektonischen Besonderheiten und vor allem Proportionen der Stadt aufnimmt. Das ist die einfachste und wahrscheinlich auch kostengünstigste und eine dem Rang der Stadt angemessene Lösung! Bedenken Sie bei Ihrer Entscheidung, dass nicht nur für die nächsten Jahre gebaut wird, sondern für mindestens ein Jahrhundert und dass Sie sich messen lassen müssen an der Qualität stadtplanerischer Leistungen in Vergangenheit und Gegenwart in Altenburg und andernorts? Ein ganz aktuelles und vergleichbares Beispiel ist der Sonnenhof am Markt von Jena.

5. „ Das Eigene entwickeln“: Darüber denken heute viele große und kleine deutsche Städte nach, seit die architektonisch und stadtplanerisch uniformen Nachkriegssünden als solche erkannt worden sind. Was bei uns original vorhanden ist, wurde woanders aufwendig historisierend nachgebaut: Die Römerbebauung in Frankfurt am Main, das Neumarktumfeld in Dresden und vieles mehr.
Die scheinbar unrentierliche Sanierung originaler historischer Bauten wird durch Städtebaufördermittel des Bundes und des Landes gefördert. Haben Sie die Bedingungen solcher Förderungen geprüft? Denkmalschutz behindert nicht das Bauen, er befördert die urbane Vielfalt auf Dauer. Aus dieser Erkenntnis heraus wurden Gesetze zum Schutz von Denkmalen erlassen.

6. Die Bürger der Stadt hatten nur an einem Abend die Möglichkeit, das Modell und die Zeichnungen zu sehen. Die Kostenplanung wurde nicht erläutert. Sollten die kompletten Planungsunterlagen (mit den Kostenberechnungen und Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen) nicht mindestens einen Monat lang zur Einsicht vorgestellt werden?
„Altenburg soll eine mittelständisch strukturierte Stadt mit hoher Lebenskultur und den Schwerpunkten Kultur, Geschichte, Architektur und Wohnen sein. Altenburg muss dafür infrastrukturell gut erschlossen und verkehrstechnisch angebunden sein sowie durch eine wertorientierte Bürgerschaft gestaltet werden.“ (Leitbild der Stadt Altenburg, 2008)
Diese wertorientierte Bürgerschaft meldet sich jetzt zu Wort.

7. Es bedarf eines Masterplanes, eines Blockkonzeptes. Wie kann man die Planung eines so zentralen Areals vornehmen, ohne das Umfeld im Blick zu haben? Also Topfmarkt, Klostergasse, Spiegelgasse, Brüdergasse, Bei der Brüderkirche, Gerhard-Altenbourg-Straße. Dasselbe gilt für Ernestinum, Josephinum und auch Gebäude in nicht städtischem Besitz wie das Reichenbachsche Haus, im 19. Jahrhundert ein kulturelles Zentrum der Stadt, oder das Reichenbachsche Palais. Und die zu bebauenden Brachen und leer stehenden Häuser und Wohnungen. Wir sind sicher, dass hoch motivierte Architekten, Stadtplaner und Stadtentwickler aus der Region und von außerhalb für Spesen und in Zusammenwirken mit der Architektenkammer und Städtebau-Instituten an einer Ideen-Werkstatt teilnähmen. Sie kann kurzfristig anberaumt und vorbereitet werden und im Frühjahr 2010 stattfinden.

8. Unverständlicherweise wurde die Planung ohne Ausschreibung oder Architektenwettbewerb – mit der Bedingung einer sensiblen Stadterneuerung auf höchstem Niveau und unter Einbeziehung bestehender wertvoller intakter Bausubstanz – vorgenommen. Lässt sich das rechtfertigen angesichts der Bedeutung dieses Areals für die Stadt?
Wenn die Stadtverwaltung sich durch eine komplizierte personelle Situation nicht in der Lage sieht, die Vorleistungen für Wettbewerbe zu erbringen, warum nutzt sie dann nicht Fachkompetenz von außen? Wettbewerbe und deren externe Betreuung werden bis zu 80 % gefördert. Das Ergebnis, eine spannungsvolle Verbindung von alten und neuen Bauten und die Erhaltung der Straßenführung, könnte die Stadt im positiven Sinne in die Schlagzeilen bringen. Noch ist Gelegenheit, ein Gutachterverfahren unter Einbeziehung externer Fachleute in die Wege zu leiten.

9. Zu den Kosten: Die Sanierung des gut erhaltenen Barockhauses soll eine Million kosten, zunächst war sogar die Rede von Mehrkosten in dieser Höhe. Der Stadt liegt ein unabhängiges Gutachten vor, das je nach Aufwand bei der Sanierung Kosten von 615.000 bis 816.000 Euro bemisst. Im Falle eines Abrisses des barocken Hauses und eines Neubaus müssen neben den Kosten für den Neubau auch die des Abrisses, der Gründung und der stadtarchäologischen Untersuchungen gegengerechnet werden.
Erscheinen nicht jedem, der schon einmal gebaut oder saniert hat, die veranschlagten Gesamtkosten für das Areal in Höhe von 5 Millionen Euro als zu gering? Schon der Laie müsste sich fragen: Wenn ein mittelgroßes und gut erhaltenes barockes Haus (rund 1900 cbm) für eine Million saniert werden soll, was kostet dann eine Baumasse von insgesamt 28.000 cbm (davon 11.000 cbm für eine zweigeschossige Tiefgarage mit darüber liegender Grünanlage und 17.000 cbm für Gebäude)?
Bei einer kleineren Lösung als der vorliegenden könnten schrittweise die Häuser des 18. und 19. Jahrhunderts saniert sowie Neubauten errichtet werden – es gäbe keinen Zeitdruck und die meisten Arbeiten könnten örtliche Handwerker übernehmen. Auch käme eine kleinteiligere Bebauung den ansässigen Händlern und Gewerbetreibenden entgegen, die zu Recht auf die Sinnhaftigkeit des Marktes hinweisen.


Dieser Brief entstand in der Hoffnung, dass Sie in der Stadtratssitzung am 29. Oktober 2009 verantwortungsbewusst die bestmögliche Entscheidung für Altenburg treffen und das Zentrum der Stadt ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Seien Sie gewiss, dass uns der Wunsch eint, das Areal bald wieder vollständig bebaut und genutzt zu sehen. Es gibt jedoch keinen Grund, diese die Entwicklung der Stadt so prägende Entscheidung ohne weitsichtige wie umsichtige Planung und ohne ein demokratisches, die Bürger der Stadt einbeziehendes Verfahren durchzuführen. Die Verabschiedung des Aufstellungsbeschlusses würde Alternativen unmöglich machen und die Chance einer zukunftsorientierten Bebauung vergeben.


Ortskuratorium Altenburg/Altenburger Land der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Bürgerverein Altenburg-Altstadt e.V.
Freundeskreis der Brüderkirche e.V.
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Altenburg
Mitglieder des Denkmalbeirates der Stadt Altenburg
Stadtforum für behutsamen Stadtumbau Leipzig
Institut für Integrierte Stadtentwicklung Leipzig
Interessierte und engagierte Bürger der Stadt Altenburg und an der Stadt Anteil nehmende Auswärtige – eine Unterschriftenliste wird dem Stadtrat am 29. Oktober 2009 übergeben.
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Alt 27.10.09, 13:41   #6
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Mittlerweile habe ich im www auch ein Modell der geplanten Bebauung gefunden:

07.10.2009: Bauvorhaben "Areal am Markt". Öffentliche Präsentation des Modells
http://www.altenburg.eu/sixcms/detai...49810&_lang=de

Foto klickbar, dann wird es etwas größer. Das sieht auf den ersten Blick nach einer relativ kleinteiligen Bebauung aus und umso unsinniger erscheint die Abrisswut.

Weitere Netzfundstücke:

Die Ereignisse bis einschliesslich 2007:
Areal am Markt: was bisher geschah
http://www.buergerverein-abg-altstad..._chronik.shtml

Schreiben des Bürgervereins Altenburg-Altstadt e. V. an Oberbürgermeister und Städtische Wohnungsgesellschaft
http://www.buergerverein-abg-altstad...08_08_04.shtml

Pressemitteilung der Osterländer Volkszeitung vom 24.01.09
Die letzte Chance? Städtische Wohnungsgesellschaft will trotz Skepsis oder gar offenem Widerstand das Areal am Markt neu bebauen
http://www.swg-altenburg.de/index.ph...7&reporeid=185

04.02.2009: FDP fragt: Wie geht es weiter am Areal am Markt?
http://www.fdp-altenburg.de/index.ph...d=56&goback=24

Diskussionen im Forum der FDP, Kreisverband Altenburger Land: FDP fragt: Wie geht es weiter ?
http://www.fdp-thueringen.de/phpbb/viewtopic.php?t=985

25.09.09: Leserbrief zum OVZ Artikel „Areal am Markt wird konkret“
http://www.abg-net.de/index.php?id=288&tx_ttnews[tt_news]=9182&tx_ttnews[backPid]=285&cHash=656ac293bf

13.10.2009: Vorstellung des Bauvorhabens "Areal am Markt"
http://www.altenburg.eu/sixcms/detai...50070&_lang=de
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Alt 28.10.09, 09:58   #7
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Erste Pressereaktionen zum oben veröffentlichten Offenen Brief in der OTZ Schmölln vom 28.10.2009, der im wesentlichen dessen Inhalt wiedergibt:

Offener Brief aus Sorge um historische Altstadt Altenburgs
Vor der morgigen Stadtratssitzung wenden sich die Unterzeichner an das Kommunalparlament
http://www.otz.de/otz/otz.schmoelln....OTZ&dbserver=1
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Alt 28.10.09, 10:44   #8
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Auf Nachfrage in dem anderen bekannten Forum, was man den da noch machen könnte:

Das könnte man z.B. ändern, in dem man seiner Verwunderung über die Abrisspläne Ausdruck verleiht und mal bei den Stadtratsmitgliedern nachfragt, welche Ausmaße das Ganze annehmen soll, da es in den bisherigen Veröffentlichungen nicht völlig klar geworden ist: http://www.altenburg.eu/sessionnet/b...rname=Stadtrat
Es geht um den Abruch des barocken, als Einzeldenkmal geschützten Hellbrunn-Hauses, des an den Hauptmarkt abschließenden historistischen Gebäudes und eine Reihe von weiteren kleineren Gebäuden an der rückwärtigen Gasse aus dem 18. und 19. Jh.

Zitat:
Aber vielleicht können einige Leute vor Ort Aktionen machen, verstärkt auch die Regionalpresse (oder auch überregionale Medien) informieren.
Lokal und regional - etwa bis in den Raum Leipzig - gab und gibt es eine Reihe von "Aktionen" wie Diskussionsrunden, Veranstaltungen und anderes mehr sowie Berichte in den Tageszeitungen in Thüringen wie der Thüringern Allgemeinen vom 7.10.2009‎ unter der Überschrift "Barock oder doch Bagger". Wichtig wäre allerdings ein Aufgreifen der Thematik auch über die Region hinaus, z.B. in den bundesweiten Tageszeitungen und Zeitschriften oder durch bundesweit tätige Denkmalschutz-Vereine. ... Das wäre vielleicht ein Signal, wenn sich ein solcher Verein - aber auch viele Einzelpersonen - noch heute per Mail an den Stadtrat und seine Mitglieder wenden könnte(n), um zu zeigen, das es eben nicht nur ein Thema in Altenburg selbst ist, sondern die Stadt auch anderswo geschätzt wird und die aktuelle Entwicklung mit Sorge betrachtet wird.

Für einen ausführlichen Artikel im Vorfeld zur Stadtratsentscheidung ist es ja leider schon zu spät. Bisweilen hilft es aber schon weiter, wenn überregionale Medien auch nur ihr Interesse an dem Thema anmelden, konkret nachfragen und im Nachgang berichten. Falls also jemand jemanden kennt, der wiederum jemanden kennt, der bei einer der großen deutschen Zeitungen arbeitet und am Thema Städtebau und Denkmalschutz interessiert ist .... .

Danke für eure Unterstützung im Vorraus!
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Alt 28.10.09, 10:54   #9
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Mediale Hofberichterstattung, dafür aber auch einige eindrucksvolle Bilder, wenn man sich erst mal durch die Werbesequenz gekämpft hat:
http://www.wochenspiegel-abg.de/regi...jekt-1735.html
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Alt 29.10.09, 10:58   #10
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TV Altenburger OB hält es für nötig, mit knallharter Recherche doch noch mal in die Debatte einzugreifen. Da das Barockhaus Bei der Brüderkirche 9 nicht in einer 1993 veröffentlichten Liste aller von Architekt Johann-Georg Hellbrunn errichteten Häuser steht, soll man es nun endlich wegknacken dürfen. Die Logik erschließt sich mir nicht so ganz. Aber Hauptsache man kann den mafiösen "Denkmalschutzkreisen" endlich mal bewußte Bürger_innentäuschung nachweisen.

Bewußter Irrtum?
"Hellbrunn-Haus" stammt nicht von Hellbrunn
Artikel vom: 28.10.2009
http://www.wochenspiegel-abg.de/regi...rtum-1736.html
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Alt 31.10.09, 10:14   #11
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Ein kleiner AUFSCHUB, aber noch längst keine Entwarnung !!!

Zurück in die Ausschüsse
Areal am Topfmarkt wird neu beraten
TV Altenburg vom 30.10.2009
http://www.wochenspiegel-abg.de/regi...esse-1747.html

In der Stadtratssitzung am Donnerstag wurde auf Antrag der CDU und mit Unterstützung der LINKEN und der FDP der vorhabenbezogene Bebauungsplan zum Areal am Topfmarkt in die Ausschüsse zurück verwiesen. Nun soll in der nächsten Sitzung in vier Wochen ein Bebauungsplan verabschiedet werden, der dann das gesamte Quartier berücksichtigt.
Das Barockhaus "Bei der Brüderkirche" ist damit noch nicht gerettet, es soll lediglich dessen Integration in das Projekt erneut überprüft werden. Grundsätzlich ging es um Unklarheiten bei der Dimension und dem Aussehen des Neubaus. Unklar ist derzeit, ob die Städtische Wohnungsgesellschaft ihr Projekt unter den neuen Voraussetzungen und Ansprüchen weiter vorantreiben wird.
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Alt 31.10.09, 13:21   #12
Berolina
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Berolina wird schon bald berühmt werdenBerolina wird schon bald berühmt werden
Lieber "LE Mon. hist.", danke für die vielen Updates zu dem Projekt in Altenburg (auch im aph Forum). Man kann nur hoffen, dass die Planung nochmals überarbeitet wird. Schön, dass zumindest ein erstes kleines Umdenken stattfindet. Alles Gute weiterhin bei Deinem Engagement!
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Alt 05.11.09, 09:06   #13
LE Mon. hist.
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Das OB-Imperium schlägt zurück ;-).

Initiative pro Topfmarktareal
Innenstadtlust statt Denkmalsfrust
TV Altenburg vom 04.11.2009
http://www.wochenspiegel-abg.de/regi...real-1758.html

Bürger_inneninitiative Unterschriftenliste für die baldige Bebauung des Areals am Markt nach den bisherigen Plänen: http://www.areal-am-markt.de/

Quelle: PM BI Pro Areal am Topfmarkt

Nett auch die Reaktionen aus der Stadtverwaltung: Wie, die Stadträte argumentieren mit Gutachten, die sie gar nicht kennen dürfen? Und erfahren unglücklicherweise Interna aus der Stadtverwaltung? Skandal!!! ;-)

TV Altenburg vom 03.11.2009
Angebot zu Areal am Topfmarkt
http://www.wochenspiegel-abg.de/regi...arkt-1754.html
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Alt 31.12.09, 12:00   #14
LE Mon. hist.
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Als lebte die alte DDR noch
Von Dankwart Guratzsch
31. Dezember 2009, 04:00 Uhr

Krieg und Sozialismus hat der Marktplatz von Altenburg überstanden. Jetzt soll er durch Neubauten entstellt werden
http://www.welt.de/die-welt/kultur/a...-DDR-noch.html

Bisweilen habe ich jedoch den Eindruck, Herr Guratzsch haut mit seiner Erklärung kilometerweit daneben.
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Alt 31.12.09, 12:30   #15
LE Mon. hist.
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Hier noch zwei Artikel in überregionalen Zeitungen, die es wohl nicht online gibt:

Arnold Bartetzky
Wer mit falschen Pfunden wuchert. Im thüringischen Altenburg droht einem der schönsten Marktplätze Deutschlands die Verstümmelung
FAZ vom 13. November 2009, Seite 36

Ira Mazzoni
Lieber verrammelt als abgerissen. Für Neubauten riskiert die Stadt Altenburg am Markt ein historisches Ensemble mit barockem Wohnhaus. Das muss nicht sein
Süddeutsche Zeitung vom 21. November 2009
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