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Alt 18.05.10, 18:44   #76
RMA
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RMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle Zukunft
Wie schwierig wäre es eigentlich, rein formal, den Denkmalschutzstatus aufzuheben und das Ding plattzumachen? Wie das Rundschauhaus (leider am falschen Objekt) gezeigt hat, ist ja wohl der Weg möglich, sofern ein Wille vorhanden ist... und mal ganz ehrlich, der Denkmalschutzstatus von diesem Ding ist ja wohl eher ein akademisches Luftschloss denn städtebaulicher Realitätssinn. Machen wir uns nichts vor, ein Abriss wäre wohl jedem, der Stadt, dem Gros der Bürger und erst recht Investoren für dieses Areal am Liebsten.

Wie man auf die Idee kommt, dass hier ein Luxushotel gebraucht würde – erst Recht, nachdem sich Jumeirah im nur fünf Minuten Fußweg entfernten und in jeder Hinsicht dafür geeigneteren PalaisQuartier breit macht – ist mir ohnehin ein Rätsel bzw. meines Erachtens mit der großen Gefahr einer Totgeburt behaftet. Viel eher sehe ich hier den Platz, wo ein Historisches Museum in der gewünschten modernen Architektur entstehen könnte.
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Alt 18.05.10, 20:42   #77
LONG_FFM
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LONG_FFM sitzt schon auf dem ersten Ast
Also ich muss ganz ehrlich sagen, mir würde ein Luxushotel an dieser Stelle mehr zusagen, weil:

- Die Tatsache, dass es sich um ein LUXUShotel handelt setzt schon ein Stück weit vorraus das die Architektur ansprechend ist
- Ein Luxushotel sorgt für Belebung UND
- Steuereinnahmen

Ein Musuem tut leider nichts von dem.
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Alt 18.05.10, 21:02   #78
jo.ker
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jo.ker ist im DAF berühmtjo.ker ist im DAF berühmt
@LONG_FFM: Ich würde auch "tabula rasa" an dieser Stelle bevorzugen, da die bisherige Bebauung m.E. nichts Erhaltenswertes beinhaltet, wobei meine persönliche Einstellung ggü. dem Großteil der Nachkriegsarchitektur bis in die 1960er/70er Jahre hinein allerdings auch von einer ziemlichen Mitleidlosigkeit geprägt ist. Ausnahmen wie das Juniorhaus am Kaiserplatz oder auch das Salzhaus am Römerberg bestätigen die Regel, obgleich bei letzterem der spätere Entwurf der Vorkriegsbebauung natürlich nicht annähernd das Wasser reichen kann (hier ein Link zum Vergleich). Trotzdem hat man dort nicht seelenlos entworfen und gebaut, wie u.a. das Phoenix-Mosaik zur Braubachstraße hin zeigt.

Im Gegensatz hierzu sehe ich Bauten wie die Rechnungshof-Klötze als Wegwerf- bzw. Abbrucharchitektur an, deren man sich entledigen sollte, wann und wo immer es geht.

Ein Luxus-Hotel wäre aus den von Dir genannten Gründen hier zu bevorzugen, wobei ich RMAs Einwand in einer Hinsicht aufgreifen möchte. Wer soll in den Luxushotels in Frankfurt am Main denn eigentlich noch wohnen? Das habe ich mich in der Tat schon des öfteren gefragt. Auch der Frankfurter Hof ist ja nun nicht ganz soweit weg... So oder so würde ein repräsentativer Hotelbau an dieser Stelle aus fast jeder Perspektive eine große Wirkung erzielen. Umso wichtiger ist es, mit größter Sorgfalt vorzugehen.
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Alt 18.05.10, 22:43   #79
RMA
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RMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle ZukunftRMA hat eine wundervolle Zukunft
Zu #77:

Zur Architektur gebe ich dir Recht. Allerdings kann man genauso gut anführen, dass ein Hotel vom "Belebungsfaktor" auf der Skala wohl genauso niedrig anzusetzen ist wie ein Historisches Museum. Auch hier muss man ja erstmal eingestehen, dass vor allem die Insellage, diese wiederum primär hervorgerufen durch die Stadtautobahn in Form der Berliner Straße, eine Nutzung höchst schwierig macht.

Ich persönlich würde mir endlich mal die Umsetzung der Pläne bezüglich des Rathaus-Nordbaus bezüglich der Belebung der Arkaden an der Bethmannstraße mit Geschäften etc. (inklusive Dachreko, gell Herr Schwarz ) wünschen, um die doch großen Personenströme vom Paulsplatz nach Westen zu leiten. Dieser wird durch das Maintor-Projekt ja eine absehbare Aufwertung erfahren. Auch wenn ich hier immer noch die Nordseite der Weißfrauenstraße sowie die einfach urbanitätsfeindliche Breite dieser und der anschließenden Berliner Straße als großes Hindernis sehe.
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Alt 30.06.10, 11:55   #80
Project
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Bei der Zwangsversteigerung des seit zehn Jahren leer stehenden Bundesrechnungshofs gab es nur 1 Gebot für 16,8 Millionen Euro (der Verkehrswert des Grundstücksensembles beträgt laut Gutachten rund 32 Millionen Euro). Der Eigentümer und Investor Franz-J. Liebing wehrt sich nun gegen den Zuschlag und beabsichtigt einen Antrag auf Zurückweisung des Angebots einzureichen. Bieter der 16,8 Millionen Euro ist die Projektentwicklung BS GmbH & Co KG, eine Tochter der Hessischen Landesbank. Die Royal Bank of Scotland als Gläubiger wäre, anders als bei der ersten Versteigerung im Jahre 2008, inzwischen bereit, diesen Betrag zu akzeptieren.

Franz-J. Liebing erwarb den ehemaligen Bundesrechnungshof vor zehn Jahren zum Preis von 30 Millionen Euro vom Bund, voll finanziert von der Royal Bank of Scotland. Pläne für ein Luxushotel zerschlugen sich. Ein entsprechender Antrag war 2004 genehmigt worden, doch die Genehmigung galt nur für drei Jahre. Ihre Verlängerung hatte Liebing damals erst gar nicht mehr beantragt - die Bank betrieb inzwischen die Zwangsverwaltung der Immobilie (Quelle).
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Alt 27.07.10, 15:15   #81
epizentrum
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In der heutigen Zwangsversteigerung erhielten die Projektpartner OFB Projektentwicklung GmbH und Fay Projects GmbH den Zuschlag für den Bundesrechnunghof (Gebäude und 5300 qm großes Grundstück). Sie waren die einzigen Bieter.

In den denkmalgeschützten Teil wird das Finanzdezernat der Stadt Frankfurt einziehen. Das restliche Areal wird als Hotel mit Einzelhandels- und Gastronomieflächen entwickelt. Auf eine Überarbeitung der bereits seit 2002 kursierenden Pläne bin ich sehr gespannt. (Quelle)
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Alt 27.07.10, 15:26   #82
Schmittchen
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Ich auch. Fay war immerhin Entwickler der Villa Kennedy. Hier die gemeinsame Pressemitteilung der Unternehmen.
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Alt 28.07.10, 01:53   #83
RobertKWF
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Umnutzung des ehemaligen Bundesrechnungshofs

Dazu noch ein fr-online-typischer Artikel vom 27.07.2010:
http://www.fr-online.de/frankfurt/ne...6/-/index.html

Der Weg sei nun frei für eine zukunftsfähige Nutzung. Wie die aussehen soll, wird allerdings noch nicht erklärt.
Die OFB erklärte, dass eine gemeinsame Projektentwicklung in enger Abstimmung mit der Stadt Frankfurt stattfinde um dieses Quartier aufzuwerten und in gewachsene Strukturen zu integrieren.
Edwin Schwarz erhofft sich einen deutlichen Schub für die gesamte Herzregion Frankfurts. Im Planungsdezernat sei man hocherfreut und Edwin Schwarz lässt selbst aus dem Urlaub ausrichten, dass er sich über die ganz enge Zusammenarbeit freue.

Was soll dieses diffuse Projektziel aussagen, dass sich die neue Immobilie harmonisch in die Umgebung einfügen und in gewachsene Strukturen integrieren soll? Welche Teile der Umgebung sollen damit gemeint sein? Das Alte Rathaus, die Paulskirche und das Karmeliterkloster, oder die Rückseite des Frankfurter Hofs, die Nachkriegsbauten an der Berliner Straße und z. B. die Wohnhäuser an der Münzgasse im Vorstadtstil etwa?

Für das Projekt und die Stadt noch besser, als die vorgeplante Erhaltung eines Gebäudeteils wären die Aufhebung dieses unsäglichen Denkmalschutzes und ein Komplettabriss. Dann könnte man auf dem Areal unbehindert von Altlasten komplett und unter dem Gesichtspunkt einer Verdichtung neu planen. Bei dieser Planung sollte man auch schon eine eventuelle, spätere Untertunnelung und/oder verkehrsberuhigte und schmälere Berliner Straße berücksichtigen.

Einem Luxushotel mit kleinteiliger äußeren Gliederung etwa, Räume/Gebäude für die Kämmerei und neue Wohnungen könnten in einem wirklich Altstadt/Innenstadt gerechten Umfang, dem Umfeld aber auch unter Berücksichtigung des historischen Stadtbildes und des Innenstadtgedankens angepasst, verwirklicht werden.
__________________
Text und Gestaltung: R.KWF

Geändert von RobertKWF (28.07.10 um 02:13 Uhr) Grund: Ergänzung
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Alt 28.07.10, 13:06   #84
Golden Age
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Sind wir doch ehrlich, beim Projekt Bundesrechnungshof ging es doch schon seit langem nur noch um Schadensbegrenzung.

Wenn eine solch dominante Immobilie mit 5000 qm im Herzen der Innenstadt (und auch in direkter Nähe zum Bankenviertel) ACHT Jahre lang leer steht, dann muss auch mal die "Brechstange" ausgepackt werden. Leider ist das die suboptimale Lösung, aber mittlerweile ist irgendeine Lösung schon ein enormer Fortschritt. Es dreht sich hier ja um den wohl unterentwickeltsten Teil der Frankfurter Innenstadt.

Die Stadt hat mit sechsjähriger Verzögerung also endlich erkannt, dass der denkmalgeschützte Teil Investoren abschreckte. So entsteht ein erfreulicher Doppeleffekt: Die Hemmschwelle für andere Investoren fällt, indem die Stadt den "Problem-Teil" des Baus übernimmt und die verschlafene Braubachstrasse wird weiter aufgewertet. Hoffnungsvoll macht mich zudem, dass die Kämmerei aus dem nördlichen Teil des Römerbaus auszieht um endlich Platz für weitere Geschäfte an der "Kulturmeile" Braubachstrasse Platz zu machen. Auch die Investoren des Maintor-Projektes werden diese Meldung mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen haben.
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Alt 28.07.10, 17:09   #85
RMA
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Kleine Klugscheisserei: die Braubachstraße endet an der Neuen Kräme. Alles westlich davon ist bereits Bethmannstraße.
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Alt 28.07.10, 21:46   #86
epizentrum
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Ja, die Bethmannstraße (Karte). Im gedruckten Lokalteil der FAZ war heute übrigens zu lesen, der insolvente Voreigentümer Liebing hätte bereits angekündigt, das Versteigerungsergebnis wegen sittenwidriger Absprachen anzufechten. Das ist innerhalb von zwei Wochen sein gutes Recht, wird aber meiner Ansicht nach nichts am Ergebnis ändern. Ich denke, dass jede Art von Bebauung, die sich etwas zur Bethmannstraße öffnet, ein großer Gewinn für die Achse von der Altstadt/Braubachstraße via Paulsplatz, Bethmannstraße und Weißfrauenstraße zum Schauspiel sein wird (dann am MainTor-Areal vorbei oder hindurch). Darauf hoffe ich, ehrlich gesagt, mehr als auf die Verbesserung der Situation an der Berliner. Das Karmeliterkloster hat eine attraktive Umgebung, insbesondere einen qualitätsvollen Vorplatz verdient.
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Alt 12.08.10, 16:14   #87
Project
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Der Verkauf des früheren Bundesrechungshof-Gebäudes an die Projektentwicklungsgesellschaften OFB und Fay ist im Römer unlängst auf positives Echo gestoßen. Selbst die FDP-Fraktion, die sich für einen Komplettabriss des zum Teil denkmalgeschützten Komplexes ausgesprochen hatte (Beitrag #48), äußert sich nun erfreut.

Elke Tafel-Stein, planungspolitische Sprecherin der Liberalen, erwartet zügige Fortschritte, damit die "Brachlandschaft, welche die Entwicklung der Innenstadt so lange gehemmt hat, der Vergangenheit angehört - schnell soll nun entschieden werden, wie die zukünftige Nutzung aussehen soll", so Tafel-Stein. Mögliche Detail-Diskussionen seitens der Stadtverwaltung sollen vermieden werden - die Entwicklung des Areals nicht verzögern. Wichtig sei, dass es im Erdgeschoss eine "öffentliche Nutzung – beispielsweise durch Gastronomien oder Galerien gebe, um das gesamte Viertel folglich von der Altstadt bis zum Degussa-Areal zu beleben", so Tafel-Stein weiter.

Auch die Grünen im Römer rechnen jetzt mit einer zügigen Entwicklung des Areals. Sollte die Absicht entstehen, Räume der Stadtverwaltung in den Bundesrechnungshof zu verlagern, würden dies die Grünen "wohlwollend prüfen", so die planungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Andrea Lehr. Die derzeitige Nutzung des Erdgeschosses im Kämmereigebäude am Paulsplatz könnte dann möglicherweise einer öffentlichen Nutzung weichen (Quelle).
__________________
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Alle Bauprojekte in Frankfurt am Main bis einschl. 15.09.2010 (letztes Update)
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Alt 21.10.10, 17:25   #88
henmar
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henmar sitzt schon auf dem ersten Ast
Verkauf bestätigt

Es ist vollbracht. Wie FAZ.NET soeben berichtet, wurde die Beschwerde des insolventen Ex-Eigentümers gegen dem Verkauf an die Projektentwickler OFB und Fay vom LG Frankfurt abgewiesen, so dass der Weg für eine neue Nutzung frei ist.

Der Link:
http://www.faz.net/-01J1E3
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Alt 25.05.11, 16:03   #89
epizentrum
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Abstimmungsgespräche

Das Projekt schreitet in Mikroschritten voran. Der Magistrat berichtete letzte Woche über den Projektstatus. Zitat:

Zitat:
[...] In den vergangenen Monaten wurden seitens des neuen Eigentümers [OFB] intensive Untersuchungen zur Bestandsituation durchgeführt. Nach Auskunft der OFB sind für Mitte 2011 Abstimmungsgespräche über mögliche Planungskonzepte vorgesehen.
Bis auf dem Gelände Bagger rollen, werden schätzungsweise noch mindestens 8-12 Monate vergehen, wenn man den Dialog mit der Stadt, den anschließenden Baugenehmigungsprozess und die üblichen Bauvorlaufzeiten (Ausschreibungen etc.) hochrechnet.
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Alt 18.07.11, 07:49   #90
Schmittchen
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Doch vollständiger Abriss?

Die FAZ-RMZ berichtet heute, dass OFB und Fay Projects den ehemaligen Bundesrechnungshof komplett abreißen möchten. Die zum Erhalt vorgesehenen Bauteile seien wegen gravierender statischer Mängel nicht mit vertretbarem finanziellen Aufwand zu ertüchtigen und in einen Zustand zu bringen, der eine weitere Nutzung ermöglichen würde.

Nach einem von den neuen Eigentümern in Auftrag gegebenen Gutachten sei der Erhalt der denkmalgeschützten Bauten wirtschaftlich nicht zumutbar. Bereits heute sei die Bausubstanz so schlecht, dass Einsturzgefahr bestehe. Beim Bau im Jahr 1953 seien damals geltende Baunormen verletzt worden. Das Tragwerksystem sei falsch berechnet worden, außerdem sei zu grober Beton verwendet worden. Alleine die aufwändige Behebung der Baumängel verursache voraussichtlich Kosten von 25,8 Millionen Euro. Den Eigentümern seien hierfür lediglich Aufwendungen von 8,4 Millionen Euro wirtschaftlich zuzumuten. Aus der noch vorhandenen Bausubstanz ergebe sich zudem kein Denkmalwert, weil nach Umbauten in den 1970er- und 1980er-Jahren sowie einer teilweisen Entkernung kaum noch Originalbauteile existent seien.

Des Landesdenkmalamt will nun seinerseits Gutachten in Auftrag geben, um das das vorgelegte bautechnische Gutachten zu überprüfen. Auch das Denkmalamt der Stadt Frankfurt möchte selbst recherchieren.

Der Kommentator der FAZ schreibt von einem Schock. Der Komplex sei ein Geschichtsdenkmal der frühen Bundesrepublik. Der drohende Verlust weiterer Bauten aus den 1950er-Jahren sei ein Jammer, zumal die ehemalige Oberfinanzdirektion an der Adickesallee, eine Ikone des Wiederaufbaus, ebenfalls vom Abriss bedroht sei. Allerdings throne der frühere Bundesrechnungshof auch wie ein dominanter Fremdkörper in der Innenstadt. Man müsse nun abwarten, ob die öffentliche Hand zu einem Zuschuss für den Erhalt bereit sei. Im Falle eines kompletten Neubaus sei ein Architekturwettbewerb unbedingt notwendig.

Im Kommentar erfährt man auch, dass die Jubiläumsschau des Museums für Moderne Kunst zunächst im ehemaligen Bundesrechnungshof stattfinden sollte. Wegen Einsturzgefahr hätten die Statiker aber allenfalls das Erdgeschoss freigeben können, woraufhin die Eigentümer absagen mussten.
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