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Alt 05.02.17, 12:48   #616
(dwt).
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^ Den besagten Hauseingang der Hermannstraße 08 habe ich hier auch schon im Fokus gehabt, allerdings sicher noch ohne der Wandverzierungen mittels Farbe.

Ich denke das so manches Detail hier im Thread zum Vorschein kommen wird.

Die Ergebnisse der Ungergruppe, aber auch der DuD sind alles in allem sehr gelungen. !
Da muss ich dazu, ohne es durch die Blume zu sagen auch ein großes Lob aussprechen.
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Alt 05.02.17, 18:06   #617
Joseph
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Joseph hat die ersten Äste schon erklommen...
Wer ist denn DuD? Die anderen, die da eins nach dem anderen sanieren? Wenn ja, dann ist das auf jeden Fall ne nette Truppe.

Drin war ich in deren Häusern noch nicht, denke die werden das ähnlich gut wie andere sanieren. Die Fassaden gefallen mir aber nicht... Gerade an der Hermannstraße diese lieblos eingebauten Gewändeverlängerungen, oder direkt am Brühl die völlig kaputtgestrahlte Fassade. Sowas finde ich nicht gut, zumal man heute ja sehr viel bessere Möglichkeiten hat. Zu DDR Zeiten hat man ja leider viele Fassaden komplett überarbeitet und reduziert.

An der Hermannstraße hat man ja auch den krassen Kontrast hat zu der tollen Fassade die schon vor Jahren saniert wurde, da stichts halt besonders ins Auge.

Das kritisiere ich aber auch schon seit Ewigkeiten bei Ravo´s Truppe. Man sieht halt ob da mit Fachfirmen gearbeitet oder selbst gehunzt wird. Das kürzlich von Ravo fertiggestellte Haus an der Mühlenstraße ist im Erdgeschoß auch schon ganz schön "Disneyland"

Der Grundtenor aller scheint momentan zu sein: Hauptsache nicht abgerissen, sondern saniert und genutzt. Mit Anspruch hat das nichts zu tun.

Sollte sich meiner Meinung nach so langsam mal ändern, insgesamt würde es den Häusern wohl besser tun, wenn man langsamer und gewissenhafter saniert. Aber das ist natürlich alles eine Frage der Kosten - und das Risiko solcher Sanierungen ist nicht gering, daher kann ich das schon auch nachvollziehen warum bei manchen Sachen scheinbar gespart wird - dem Laien fällts ja eh nicht auf.
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Alt 10.04.17, 18:41   #618
lguenth1
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Die Freie Presse greift heute die von der GGG geplante Sanierung des Plattenbaus Georgstraße 24/26 (siehe hier) auf und erkundigt sich auch bei den Stadratsfraktionen, wie die das im Zusammenhang mit anderslautenden Plänen für das Gebiet bewerten (Link). Für die rot-rot-grüne Mehrheit ist es jedenfalls kein Problem, wenn ein städtisches Unternehmen die Beschlüsse des Stadtrats ignoriert - man ist das offensichtlich gewohnt und arbeitet gerne für den Papierkorb. Die jetzt genannte Investitionssumme von 3,1 Millionen Euro liegt aber immerhin wesentlich höher, als die ersten Meldungen das vermuten ließen.
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Alt 10.04.17, 22:47   #619
arnold
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Wirklich sehr ärgerlich. Hier wird eine sinnvolle Entwicklung auf die nächsten 30 Jahre unmöglich gemacht
Das Argument günstigen Wohnraum zu erhalten finde ich in einer Stadt mit einem derart niedrigen Mietspiegel leider etwas dünn. Sehr schade!
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Alt 11.04.17, 07:46   #620
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Es geht ja nicht bloß um das eine Haus, sondern um die ganzen Zehngeschoßer entlang der Mühlenstraße. Eigentlich müssten die weg, um das Theaterquartier zu realisieren.
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Alt 11.04.17, 19:43   #621
arnold
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Die Platten an der Mühlenstraße stehen noch nicht zur Disposition. Das wird noch mindestens zehn Jahre dauern. Ich sehe das Problem aber so: Wenn die GGG jetzt von den Plänen abweicht, die Karree-Struktur also nicht nach den Speer'schen-Plänen geschlossen wird, der Abriss der Platten an der Mühlenstraße damit auch keinen Sinn mehr macht. Der Abriss der Georgstraße 24/26 ist für die weitere Entwicklung des Brühls von enormer Bedeutung. Ohne diesen Abriss wird sich da langfristig nichts verändern.
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Alt 12.04.17, 09:55   #622
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Die Stadt wird die GGG immer schützen, weil der Immobilien- und Wohnungsmarkt doch irgendwo reguliert sein muss. Ansonsten kommt es zu völligen Fehlentwicklungen, Verteuerungen, Blasen, Gentrifizierung, Ghettobildung. In dem Sinne ist der kleine Brühl ehrlich unwichtig, besser gesagt, das eine Karree.
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Alt 12.04.17, 11:24   #623
Cowboy
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Cowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle ZukunftCowboy hat eine wundervolle Zukunft
^ Klingt so, als gäbe es dank Regulierung und der GGG keine Fehlentwicklungen auf dem Chemnitzer Wohnungsmarkt. Für mich sieht es eher so aus, dass das städtische Wohnungsunternehmen gezielt eine gesunde und vielfältige Immobilienentwicklung verhindern möchte.
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Alt 12.04.17, 12:53   #624
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Wo sehen Sie denn Fehlentwicklungen auf dem Chemnitzer Wohnungsmarkt? Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ein echter Mietermarkt.
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Alt 12.04.17, 13:14   #625
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^ Mal ehrlich...Von den Plänen wird wohl nicht wirklich viel umgesetzt werden. Das fängt am Stadthallenpark an, aber auch ein Theaterquartier wird ganz anders aussehen als von den Architekten vorgesehen. Am Brühl müsste die Platte wirklich weg um Platz für diese Umsetzung zu schaffen. Das verhindert die ggg durch Erhalt und zukunftweisende Sanierung. Wäre sie in dieser Sache offen, würde es zumindest nicht saniert, und dann in ein paar Jahren entfernt. Neuere Fenster sind schon länger eingebaut.
Aber auch die Fläche an der Johanniskirche wird sicher anders ausfallen, als gedacht. Wenn die mopo schon von einen großen Edeka schrieb.

War alles irgendwo eine Art Show?
Vielleicht nur eine Richtungsweisende Sicht, wie es sein könnte.... Klar wird nicht alles 1 zu 1 umgesetzt, doch man bekommt schon den Eindruck dass alles nochmal über den Haufen geworfen wird.
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Alt 12.04.17, 13:39   #626
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Es sind so viele Interessen, die sich gegenseitig widersprechen. Urbanes Flair, aber ohne Kriminalität oder Grafitti. Viel Grün, aber ohne Vorstadtmief. Kreative Leute, aber zahlen sollen sie trotzdem für die Mieten. Aufwerten ohne Verdrängen. Junge Familien, mit tollen leisen Kindern. Keine Jugendgruppen, die sind lästig. Die Autos sollen sich in Luft auflösen, oder die anderen sollen gefälligst auf ihrs verzichten. Das ist Utopia und wird es nicht geben. Dann und wann entstehen in einer Stadt schöne Ecken, oder wilde. Einige haben zuviele Supermärkte (Sigmar), andere zu wenig (Kappel, Musiker-Viertel). Missstände müssen immer wieder aufgezeigt und gelöst werden. dazu dienen solche Planungsstudien. Es sind Ideen.
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Alt 12.04.17, 13:42   #627
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Die GGG hat auch durch den Abriss der Altbauten auf dem Sonnenberg einen Stadtteil für immer geprägt. Wer weiß, was dort kommt. Selbst die Bevölkerungsprognosen stimmen nicht immer. Wer weiß schon, was in 10 Jahren sein wird.
Und nochmal zum Brühl. Da wird das Ganze als Innenstadtcampus bezeichnet und die Studenten könnten ja auf dem Brühl wohnen. Nun hat das Land Sachsen der Uni Chemnitz aber die Studienplätze um 15% gekürzt, d.h. es kommen mindestens 1000 Leute weniger zum Studium nach Chemnitz. So schnell ändern sich Angebot und Nachfrage.
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Alt 12.04.17, 15:45   #628
Cowboy
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^ Ich weiß gar nicht, was die Binsenweisheiten sollen. Stadtentwicklung birgt immer hohes Konfliktpotenzial verschiedener Interessen und Akteure. Aber hier geht es doch darum, dass die städtische GGG einen Stadtratsbeschluss torpediert und Fakten schafft, die die Neuentwicklung eines innerstädtischen Viertels verhindern. Das zu kritisieren, sollte möglich sein, ohne darauf hinzuweisen, dass sowieso keiner weiß, was die Zukunft bringt.
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Alt 12.04.17, 18:37   #629
lguenth1
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Eben. Und die städtebauliche Fehlentwicklung auf dem Chemnitzer Wohnungsmarkt besteht ganz offensichtlich darin, dass seit Jahren keine Nachfrage für Investitionen im Zentrum geschaffen wird und sich dieses deshalb bis heute als entvölkerte Ansammlung von Freiflächen und Plattenbauten mit Billigmieten darstellt. Am Brühl, dessen Wiederbelebung die GGG jahrelang massiv bekämpft hat, ist mittlerweile eine Entwicklung in Gang gekommen, die auch eine Neubebauung in einer Karreestruktur aussichtsreich erscheinen lässt. Warum dann einen maroden, teilweise leerstehenden Plattenbau sanieren, der diese so dringend benötigte Entwicklung jahrzehntelang blockieren würde?

Die Entwicklung des Brühls für studentische Nutzung ist übrigens längst nicht mehr das Ziel der Akteure, stattdessen wird dort hochwertiger Wohnraum für eher wohlhabendere Mieter geschaffen - also genau die Klientel, die man in Europa sonst überall in den Stadtzentren findet und die die Voraussetzung für größere Neuinvestitionen ist. Selbst die GGG könnte von einer solchen Entwicklung profitieren, sei es durch eigene Investitionen oder den damit verbundenen Wert- und Mietzuwachs ihres Wohnungsbestandes.
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Alt 12.04.17, 21:45   #630
Joseph
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Joseph hat die ersten Äste schon erklommen...
Ich glaube das mit dem Brühl ist vielen Leuten bitter aufgestoßen... die großen Versprechungen vom kreativen Viertel und studentischem Wohnen die sich wohl offensichtlich nicht erfüllen werden.

Man muss dennoch für die Sanierer eine Lanze brechen, denn um den Brühl bzw. viele Häuser dort zu erhalten, waren große Eingriffe nötig - und dadurch entstehen halt hohe Kosten die man am Ende wohl auch nur mit etwas höheren Mieten decken kann. Macht den Vorwurf der GGG. Die hätten sich darum schon viel eher kümmern müssen.

Ohnehin ist es völliger Quatsch sowas zu planen. Den Strich durch die Rechnung machte der Sonnenberg schon lange bevor das mit der Brühl-Sanierung losging. Dort gibts studentisches Wohnen, bezahlbare Mieten und kreative Projekte - und das macht auch absolut Sinn dort. Ich kann nur hoffen, dass die aktuelle Sanierungswelle auf dem Sonnenberg nicht ganz so durchgreift wie anderswo in der Stadt - sonst ist das zarte Blümchen was sich dort entwickelt schnell dahin.

Ansonsten bin ich - zumindest in Anbetracht der zuletzt gezeigten geplanten Projekte - gar nicht der Meinung dass der Plattenbau auf dem Brühl verschwinden muss. Lasst den ruhig mal noch 30 Jahre stehen, vielleicht sind ja dann die Stadtväter mal soweit fortgeschritten, ordentliche Architektur hier durchzusetzen. Die Folge eines Abrisses und Neubaus stelle ich mir zur Zeit eher so horrormäßig vor wie das geplante "Ding" am Getreidemarkt - und sowas muss nicht sein. Zumal günstiger Wohnraum in der Ecke für eine Durchmischung des Viertel schon gut sein kann.
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